Ausgabe 
15.8.1936
 
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Gartenempfang bei Generaloberst Göring

Generaloberst G ö r i n g an der Ringbude bei dem von ihm zu Ehren der ausländischen Gäste veranstalteten Gartenfest. (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.)

Orqanisationskomitee, die Präsidenten der Ratio- sorgten Mimsterpraswe nalen Komitees und den Deutschen Olympischen für jeden ihrer Gaste. Ausschuß, Mitglieder der Reichsregierung und Partei, 1

Aus aller Welt

Bild mit eigenhändiger Unterschrift.

sein

ent- dem

Der Führer bei den Ruderern. Reben ihm Reichs- Innenminister Dr. Frick. (Scherl-Bilderdienst-M.)

wegen des schlechten Wetters nicht ausgetragen werden. Das Olympische Hockey-Turnier wird nun am Samstagvormittag entschieden. Im H a n d - ball-Turnier errang die deutsche Mann­

schaft die Goldene Medaille durch einen schwer erkämpften 10:6-(5:3-)Sieg über Oesterreich.

den. Lasus versuchte nun am Donnerstag zu ent­fliehen. Plötzlich entriß er einem Gefängnis­aufseher den Karabiner und erschoß drei Be­amte. die sich ihm in den Weg stellten. Er ge­langte auch ins Freie, wo er jedoch von einer Ku­gel seiner Verfolger am Fuße verletzt wurde. Als er keinen Ausweg zur Flucht mehr sah, erschoß er sich mit dem Karabiner selbst. Als Folge dieses Vorkommnisses wurde der Gefängnisdircktor durch

den Gouverneur der Provinz seines Amtes hoben. Anschließend hat der Gouverneur selbst Innenminister seinen Rücktritt angezeigt.

Unglück in einem Eisenbahntunnel.

In einem Tunnel zwischen Beringshausen

Vertreter der Luftwaffe, von Heer und Marine, SA. und SS. Don den vielen Gästen sollen die vier tapferen deutschen Sportlerinnen nicht vergessen werden: die deutsche Frauenstaffel, die den sicheren Sieg um die Goldmedaille vor Augen durch ein un­verdientes Mißgeschick aus den Kämpfen ausschei­den mußte. In einer Ecke des Gartens war ein

Vereitelter Ausbruchsversuch aus einem argentinischen Gefängnis.

Der schwere Bankraub in der Hafenstadt Santa Er uz in der südargentinischen Provinz Patagonien, der im April 1935 in ganz Südame­rika das größte Aufsehen erregte, hatte jetzt ein dramatisches Nachspiel. Nach langwierigen Nach­forschungen der Polizei war vor einiger Zeit in Buenos Aires als einer der Bankräuber e t n Hotelbesitzer aus Santa Cruz namens Caius verhaftet und in das Gefängnis von Rio Gal­legos am Südzipfel Argentiniens eingeuefert wor-

Sechs Goldene Medaillen für Deutschland.

Große Erfolge der deutschen Ruderer.-Deutscher Sieg im Handball.-Goldene Medaillen für Amerika und Holland im Schwimmen.-Amercka Olympiasieger im Basketball.

Die deutschen Olympia-Sieger von ^eichöministerDr^rick empfangen

Berlin, 14. Aug. (DNB.) Der Reichs- und preußische Minister des Innern Dr. Frick hatte die deutschen Olympia- Sieger und -Siegerinnen in das Reichspräsidentenpalais geladen, um ihnen eine besondere Ehrung zuteil werden zu lassen. Dr. Frick sagte, es sei ihm, als dem für die Vorbereitung und die Durchführung der XI. Olympischen Spiele zu Berlin zuständigen Minister ein Herzensbedürfnis, allen Männern und Frauen den herzlichsten Dank und die Anerkennung für ihre hingebende Arbeit und für den Erfolg derselben auszusprechen. Wer die überwältigenden Siege der Deutschen anläßlich der Berliner Olym­piade mit jenen Siegen vergleiche, die die deutsche Olympia-Mannschaft im Jahre 1932 in Los An- g e l e s errungen hat, der mußte zugeben, daß em so gewaltiger Erfolg des deutschen Sportes auch von den optimistischsten Deutschen kaum für mög­lich gehalten worden sei. Diese Siege seien gewiß kein Zufall, sondern sicherlich auch zu einem großen Teil ein Erfolg de s D r i t t e n R e. ches. Der Reichsminister gedachte des Mannes, der erst die Voraussetzungen geschaffen habe, daß sich der deutsche Sport in kurzer Zeit so glanzend

Berlin, 14. Aug. (DNB.) Zu Ehren der aus­ländischen Gäste hatten Ministerpräsident General­oberst Göring und Frau Göring zu einem Gar­tenfest in ihrem Hause eingeladen. Es wurde ein Abend froher Geselligkeit, der den Gästen Deutsch­lands aus der ganzen Welt ein selten schönes Bei­spiel persönlicher Gastfreundschaft bot. Die pracht­vollen Vorführungen des Balletts der Staatsoper, eine Reihe geschickt vorbereiteter Ueberraschungen und eine geschmackvolle, mit einfachsten Mitteln er­reichte Ausschmückung des Gartens trugen nicht wenig dazu bei, ein Fest ungezwungener, herzlicher deutscher Fröhlichkeit zu feiern. Wohl selten hat man so viele Ausrufe der Freude und Bewunde­rung in allen Sprachen der Welt gehört wie an diesem Abend. Man sah König Boris von Bulaarien. Erbprinz Gustav Adolf und Erbprinzessin Sybilla von Schweden, Prinzessin Axel von Dänemark, Kronprinz Paul von Griechenland, zahlreiche Mi­nister ausländischer Staaten, das Diplomatische Korps, das Internationale Olympische Komitee, das

entwickeln konnte, dem allein es zu danken sei, daß die sportlichen Anlagen in Garmisch-Partenkirchen, in Grünau und am Reichssportfeld in so groß­zügiger Weise hergestellt werden konnten, daß sie heute von der ganzen Welt bewundert werden. Der Führer selbst habe Tag für Tag die Kämpfe und Spiele verfolgt, und es ist gewiß mancher deutsche Sieg diesem Umstande zuzuschreiben. Dr. Frick schloß mit den besten Wünschen an alle deutschen Olympia-Sieger für ihre künftige Laufbahn mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Hierauf überreichte der Reichsminister den Siegern und Siegerinnen zur Erinnerung an die denkwürdigen Erfolge der deutschen Sportler

Heiner Schützenplatz eingerichtet, in dem typische deutsche Landschaftsbilder, so eine Schwarzwald- mühle, ein Rheindampfer mit dem Drachenfels usw. hervorgezaubert waren, während die helfenden Kräfte die dazu passenden altdeutschen Trachten trugen. Da gab es für die Damen Ball- und Ring- roerfen, für die Herren eine Schießbude, ein Karussell, einen lustigen Kunstflugapparat, der viele heitere Zwischenfälle brachte, in Kleinformat das Original des Nürnberger Bratwursthcrzles u. a. m. Schnell entwickelte sich ein buntes Treiben, eine Stimmung der ungezwungenen Heiterkeit, die manch neues Band zwischen ausländischen und deutschen Gästen knüpfte. Mit herzlicher Aufmerksamkeit sorgten Ministerpräsident Göring und seine Gattin

in der 4X100-Meter-Staffel derFrauen. Die deutsche Staffel Halbsguth, Lohmar, Arendt, Schmitz holte hinter Holland, das feine großen Schwimmerinnen Selbach, Wagner, den Ouden, Maftenbroek ins Rennen schickte, die Silberne Medaille vor USA.

Im Wasserball kämpften Belgien und Frankreich gegeneinander. Die Belgier siegten mit 3:1 (1:0). Damit schien der dritte Platz an die Belgier gefallen zu sein. Im Anschluß daran traten die Mannschaften von Deutschland und Un­garn zum mit größter Spannung erwarteten Ent- scheidungskampf um den ersten und zweiten Platz an. Die Entscheidung siel aber nicht, da sich die beiden Mannschaften 2:2 unentschieden trenn- ten. Ungarn war durch Nemeth und Brandy zwei- mal in Führung gegangen und zweimal hatte Schneider für Deutschland ausgeglichen. Durch dieses Unentschieden bekamen die beiden restlichen Spiele des Samstags Deutschland gegen Belgien und Ungarn gegen Frankreich eine nicht erwartete Bedeutung. Wenn Deutschland und Ungarn siegen, dann entscheidet das bessere Torverhältms über den Olympia-Sieg.

Im Hockey-Turnier sollten am Freitag die Endspiele zwischen Holland und Frankreich um den dritten Platz und zwischen Deutschland und Indien um den Olympia-Sieg ausgetragen werden. HollandFrankreich fand statt, die Holländer sieg­ten knapp mit 4:3 (2:1) und gewannen damit die Bronzemedaille, aber Deutschland Indien konnte

gab cs so einen deutschen Sieg! Um den dritten das Herannahen der Lokomotive bemerkt und ord- Platz kämpften Ungarn und die Schweiz, nungsmäßig ein Signal für die im Tunnel Ar- Die Eidgenossen gewannen mit 10:5 (7:2) und er- beitenden gegeben, das jedoch von Henkel, der mit halten dafür die Bronzene Medaille. Im Basket- einer Bohrmaschine arbeitete, nicht gehört ball feierte USA. den erwarteten Olympia-Sieg wurde. Koch wollte daraufhin den Henkel noch zu­ll b e r Kanada mit 19:8 (15:4). Die weitere rückreißen, wurde aber dabei selbst von der Ma-

Großer Felssturz im Kanton UrL

Nachdem sich bereits vor einigen Tagen an den Berghängen oberhalb des Dorfes Silenen im Reuß- tal größere Felsmasien gelöst hatten, wobei zwei Häuser vernichtet wurden, erfolgte am Freitag­morgen ein neuer großer Bergsturz. Insgesamt lösten sich gegen 200 000 Kubikmeter Gestein und stürzten zu Tal, wobei einige Waldparzellen und Wiesen zerstört wurden. Die Hauptmasse des abgestürzten Gesteins blieb in den bereits durch den ersten Bergsturz verschütteten Wiesen liegen.

An Pilzvergiftung gestorben.

In Neunkirchen hatten drei Jungen im Alter von 9 bis 13 Jahren im Steinwald Pilze gesammelt. ।Der neunjährige B. einige Pilze in rohem Zu st and. Es stellten sich kurz darauf heftige Ma- I genschmerzen ein. Man orachte den Jungen zu einem Ärzte, der die fofortige Ueberführung ins Kranken­haus anordnete. Der Junge ist darauf an Pilzver­giftung gestorben. In Ottweiler erkrankte eine ganze Familie nach dem Genuß von Pilzen. Während die übrigen Familienmitglieder sich bald wieder erholten, ist eine Frau an den Folgen der Pilzvergiftung g e st o r b e n.

Polizei gegen Lepra-Kranke.

Die Tokioter ZeitungKokumin" berichtet über Un­ruhen, die in dem japanischen Lepra- Lager Magaschima ausgebrochen seien. Die Ur­sache zu diesen Unruhen, bei denen 80 Kranke das Verwaltungsgebäude demolierten und die Beamten angriffen, soll in der Nichtbewilligung erhöhter Löhne und auch darin zu suchen sein, daß man es abgelehnt habe, im Laaer eine nur vierstündige tägliche Arbeitsleistung für die Kranken einzufüh­ren. Polizei ist eingesetzt worden, um weitere Uebergriffe zu verhindern.

Stuf der schwäbischen Eisenbahn."

Ein nicht alltägliches Ereignis begab sich auf der Zabergäubahn. Das fahrplanmäßig um 8.40 Uhr in ßauffen a m Neckar eintreffende Zügle" kam nämlichohne" Wagen an. Auf der Haltestelle Hausen a. d. Z. hatte sich wahrscheinlich die Kuppelung gelöst, und als das Signal zur Abfahrt ertönte, fuhr die Lokomotive allein gen ßauffen. Die Zurufe der Fahrgäste und das Signal des Zugführers verhallten unge­hört. Erst auf dem Bahnhof in Lauffen stellte man das Fehlen der Wagen fest und mußte rasch noch einmal zurückfahren, um diese zu holen.

Ehrung einer hundertjährigen.

Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Friederike Becker in Raesfeld Kreis Borken in Westfalen aus Anlaß der Vollendung ihres 100. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen.

Den Erfolgen der deutschen Olympia-Kämpfer und -Kämpferinnen, die schon im bisherigen Ver­lauf der XI. Olympischen Spiele alles Erwartete weit Übertroffen haben, wurde an diesem Freitag, dem 13. Wettkampftog, die Krone aufgesetzt. Sechs Goldene Medaillen, zwei Silberne und eine Bronzene Medaille fielen an die deutsche Olympia-Mannschast, die damit bisher insgesamt 27 Goldene, 21 Silberne und 28 Bronzene Medail- len erkämpfte.

Die größten Erfolge dieses Tages feierten zwei- fellos unsere Ruderer, die in Grünau in den ersten fünf Rennen fünf Siege erfochten, im sech­sten Zweiter und im siebenten Dritter wurden. Den Beginn machte im Vierermit" die Mannheim- Ludwigshafener Mannschaft, die in 7:16,2 Minuten vor der Schweiz, Frankreich, Hol- land, Ungarn und Dänemark siegreich blieb. Gleich darauf gab es wieder einen Mannheimer Erfolg,

und zwar siegten Eichhorn-Strauß in 8:16,1 Minuten vor Dänemark, Argentinien, Ungarn, der Schweiz und Polen im Zweier ohne Steuermann. Den dritten olympischen Sieg erfocht der Dres­dener Skuller Gustav Schäfer, der sein Rennen klar vor dem Oesterreicher Hasenöhrl, dem Amerikaner Barrow, dem Kanadier Campbell, dem Schweizer Henley-Sieger Rufli und dem Ar­gentinier Giorgio gewann. Äuch das vierte Rennen des Tages brachte Deutschland eine Goldmedaille. Gu st mann-Adamski von den BerlinerFrie­sen" ruderten im Zweiermit" in großem Stil den Sieg gegen Italien, Frankreich, Dänemark, die Schweiz und Jugoslawien heraus. Den Reigen der deutschenGold-Erfolge" beschloß der Würzbur­ger Viererohne", der England, die Schweiz, Italien, Oesterreich und Dänemark klar auf die Plätze verwies. Im Doppelzweier wurden Kai- del-Pirsch hinter den starken Engländern Be- resford-Southwood Zweite und im Ach - ter belegte die Berliner Wiking-Mann­schaft hinter USA. und Italien den dritten Platz.

Auf der Ehrentribüne verfolgte der Führer mit großem Interesse die Kämpfe. Unter den Ehrengästen bemerkte man Ministerpräsident Gö­ring, Generalfeldmarschall von Blomberg, die Reichsmimster Dr. Goebbels, Dr. Frick und Darre, Staatssekretär Pfundtner, den außerordentlichen Botschafter von Popen, die Mitglieder der IOK., an der Spitze Graf Baillet-Latour, das DOK., ge­führt von Exzellenz Lewald, Reichssportfuhrer von Tschammer und Osten und viele ausländische Gaste. Während der Pause empfing der Führer die erfolgreichen deutschen Ruderer der ersten vier Wettbewerbe. In ihrer schmucken weißen Kleidung standen die deutschen Ruderer glückstrahlend vor Ädolf Hitler, der ihnen zu ihren Erfolgen gratulierte. Immer wieder brausten die Heilrufe auf und nicht endenwollender Beifall über­schüttete die deutschen Olympiasieger.

Im Schwimmstadion war wieder vom frühen Vormittag bis zum späten Nachmittag gro­ßer Betrieb. 20 000 Zuschauer füllten die Range, sie wichen auch nicht, als der Regen, der den gan­zen Tag über Berlin lag, immer starker wuroe. Vormittags wurde diePflicht" zum T u r m s p r i n« gen d e r Männer erledigt, bei der sich erfreu- licherweife die Deutschen Weiß und Storck knapp hinter dem Amerikaner Wayne placieren konn­ten. Diebahn hatte mit seinen Pflichtsprungen etwas Pech, er rangiert aber immerhin noch aus dem siebenten Rana.'Am Vormittag wurden außer- dem noch die Zwischenläufe zum 4 0 0-M e t e r - Freistil-Schwimmen der Frauen ent- schieden, aus denen die Schwimmerinen ^eg , Frederiksen, Maftenbroek, Wagner, Wingard, Petty, Kojima und Koutinho in die ®nt^c!^un§JSTf" Der Nachmittag brachte dann Zuerst die Zwischen­läufe zum 2 0 0 - M e t e r-B r u st s ch w i m m e n der Männer. Balke wurde hinter K o ike-.Japan Zweiter und Sietas hinter H a m u o - Javan unb Higgins-USA. Dritter. Diese zwei deutschen Schwimmer erreichten die ^utscheidung, Heina als Fünfter seines Zwischenlaufes aussche.den mußte Aus den zwei Zwischenläufen zum 1 500- Meter - Freistil - Schwimmen der Man- n e r kam nur Heinz Arendt - der ^ Zweiten Lauf Vierter wurde, in den Endlauf. Sjeefe und Przy' wara schieden im ersten Lauf als fünfter bzm Sech- fter aus. Der Olympia-Sieg im 10 0 'Meter- Rückenschwimmen fiel an den amerikanischen Weltrekordler Adolf K i e f e r der m 1:05,9 Mm einen neuen olympischen Rekord aufstellte und dabei seinen Landsmann Vandeweghe und den Ja­paner K i y o k a w a überlegen schlug. Das auf- regenbfts Rennen des Tages war die Entscheidung

_______r..... ____x_._ , Mesinghausen bei Brilon (Westfalen), in dem Aus- Die Oesterreicher erwiesen sich als der erwartet besserungsarbeiten durchgeführt werden, wurde der schwere Gegner: sie konnten nur durch die bessere Streckenwärter Koch und der Arbeiter Henkel von Zusammenarbeit des deutschen Sturmes geschlagen e i n e r Lokomotive erfaßt und auf der werden. Im ersten olympischen Handball-Turnier Stelle getötet. Der Streckenwärter Koch hatte gab cs so einen deutschen Sieg! Um den dritten das Herannahen der Lokomotive bemerkt und orb- Platz kämpften Ungarn und die Schweiz, nungsmäßig ein Signal für die im Tunnel Ar-

Wetterbericht

des Reichsroetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Ueber dem Festland liegt ausgeglichener hoher Luftdruck, unter dessen Einfluß im Westen des Rei­ches heiteres und tagsüber sommerliches, warmes Wetter herrscht. Da sich aber gleichzeitig Zufuhr feucht-warmer Lustmassen aus dem Mittelmeer- gebiet ergibt, wird das Wetter bei zunehmender Schwüle gewittrig.

Aussichten für Sonntag: Meist heiter, tagsüber weitere Wärmezunahme und Schwüle, von Südwesten aufkommende gewittrige Störungen, schwache Luftbewegung.

Aussichten für Montag: Weiterhin som­merliches Wetter mit örtlichen Gewitterbildungen.

Lufttemperaturen am 14. August: mittags 20,3 Grad Celsius, abends 15 Grad: am 15. August: mor­gens 13,5 Grad. Maximum 22 Grad, Minimum heute nacht 10,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. August: abends 20,3 Grad: am 15. August: morgens 16,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 7,1 Stunden.____________________________________

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: i. V. Dr. Fr. W. Lange: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den

I Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.21. VII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Unmerfitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K -G-, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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Rangfolge dieses Turniers lautet: 2. Kanada, 3. jchine erfaßt.

Mexiko, 4. Polen. 5 'Milippinen 6. Uruguay Im 3r öfito Dampf |m Millelmeee gesunken.

Boxen qualifizierten sich drei deutsche Boxer £ 3

Kaiser im Fliegengewicht, Murach im Wel- Der französische DampferL O r a n a l s e der tergewicht und Vogt im Halbschwergewicht für in der Nacht zum Donnerstag Mostaganem (Alge- die Endrunde. Im Säbel-Mannschaftsfech- rien) mit dem Bestimmungsort Marseille verlassen t e n belegte Deutschland noch am Donnerstag« hatte ist wenige Stunden später g e f u n f e n. Von abend hinter Ungarn und Italien den der 13 Mann starken Besatzung und den 10 Fahr- dritten Platz. Auf dem Maifeld endlich trugen die gasten sind nur 2 Matrosen gerettet wor- Reiter den ersten Wettbewerb der Military, die den, die nach 30 Stunden auf einem Wrackstiick Dressurprüfung, aus, an der 19 Nationen treibend aus dem Wasser gezogen wurden, teilnehmen. Für den Samstag ist die Gelände- Unrodler in Tiorbitalien.

Prüfung in Döberitz angesetzt, währenb das . ,

Jagdspringen am Schluhtag der Olympischen Heftige Gewittersturme und Hagelschlage haben in Spiele im Olympischen Stadion ausgetragen wird, der Provinz Asti in Piemont große Verheerun- gen ungerichtet und besonders in den Weinbergen 1 riesigen Schaden verursacht. In Monte Grosso wurde ein Kind auf der Straße vom Sturm mitgenffen und in einen angeschwollenen Kanal geworfen, wo es ertrank. Auch von den südlichen Ufern des Lago Maggiore wird heftiger Hagelschlag gemeldet, der Millionenschaden verursacht hat.