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Ur. 137 Erster Blatt

186. Jahrgang

Montag, 15. Juni 1936

Gießener Anzeiger

und 12

Arbeit das schon heut Erreichte vollbracht

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heil Hitler!

Sprenger.

Gewiß sind auch wir Nationalsozialisten nur Menschen, denen hier und da auch ein Fehler unter­läuft. Unverantwortlich aber ist es, wenn gewisse Besserwisser wohllüstig in diesen kleinen Fehlern herumwühlen und darüber die großen und klaren Erfolge unserer Arbeit vergessen. Leider weiß nur

Der Führer hat uns berufen, an seinem Befrei­ungswerk mitzuarbeiten, heute und für alle Zeit haben wir zu beweisen, daß wir des Führers I w ü r d i a sind.

$u begeben, wenn in Frankfurt a. M. allein fast jeder 10. Einwohner zu den Sammelplätzen der NSDAP, eilt, dann wird sich wohl so mancher aus seiner Behaglichkeit aufgeschreckte Mitbürger

einen Flaggenschmuck annehmen wird, wie er bisher noch nicht zu sehen war. Trotz der Bedenken und Ermahnungen aller Superklugen wird der Gautag Hessen-Nassau in gewaltig­stem Ausmaß durchgeführt werden. Denn es ist notwendig, daß wir immer wieder daran er­innern, daß vor etwa über drei Jahren in Deutsch-

smML4ien ^f ihm wohnen. So ist auch diese Sied« ls Stück Heimat aus der Gemein« t heraus geschaffen worden. Den toieblern legt sie die Verantwortung auf, den Ge­danken der Verpflichtung für sein Volk zu wahren, hier stehen sie auf Wacht am Rhein als ewiges Beispiel der Einsatzbereitschaft. 5 0 0 0 solcher Stätten sind geschaffen und weitere folgen als lebendige Festung des Friedenswillens der deutschen Nation.

Zwei Mädels in der Tracht des BDM. dankten dem Reichskriegsopferführer für die ihnen geschaf­fene Heimat. Blumensträuße überreichten sie ihm als äußeres Zeichen ihres Dankes. Unser Blick schweift durch die neuerstandenen Straßen, an den geschmückten Häuserfronten entlang, aus denen frohe Menschen und zahlreiche gesunde Kinder blicken. Ein Transparent, das breit von Haus zu Haus gespannt ist, bezeugt die Dankbarkeit der neuen Siedler.Nunmehr auf eigener Scholle eine Heimat für unsere Kinder, das danken wir unserem Frontkameraden Adolf Hit­ler", lautet sein Text.

Glauben an sich selb st und seine Stärke hat, so ist dies einzig und allein der NSDAP, zu verdanken.

die Menschen veranlaßten, sich in den Gaststätten in kleinem frohen Kreis zusammenzufinden.

Weihe oer Fronlkämpsersiedlung

Aus dem ehemaligen Fort S t a h l b e r g ist ein Werk des Friedens entstanden, das Samstag seine feierliche Weihe erhielt. Nach Begrüßungsworten des Mainzer Führers der NSKOV. sagte der Kreis­leiter und Oberbürgermeister von Mainz Dr. Barth Dank dem Pg. Oberlindober für das binnen Jahresfrist geschaffene Siedlungswerk, das den Tatwillen des Nationalsozialismus zum Aus­druck bringe. Reichskriegsopferführer O b e r l i n d - ober erinnerte an die Zeit, da im Feld Pioniere Tag für Tag ein Stück Unterstand herrichteten und aus ihm ein Stück Heimat schufen. Da fand die alte Sehnsucht und Liebe ihren Ausdruck. Deut­scher Boden ist uns heiliges Land, weil Millionen für ihn gestorben sind. Es ist uns Ge­währ, daß auch nach Jahrhunderten noch deutsche

Befehl des Gauleiters.

Parteigenossen und Parteigenossinnen!

NSG. Ich ordne an, daß am Samstag, dem 11., und am Sonntag, dem 12. Juli 1936, die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, ihre Gliederungen und angeschlossenen Verbände in der Hauptstadt des Gaues, Frankfurt am Main, aus­marschieren.

Frankfurt a. M., den 13. Juni 1936.

den konnte. Wie oft kommt es vor, daß gleichgültige Volksgenossen an uns herantreten und uns Vor­haltungen machen, daß mirso dumm seien" und unsere Gesundheit und Kraft für bereits erreichte Ziele einsetzten. Diese Narren werden es nie begrei­fen können, welch glühendes Feuer der Begeisterung und welches unermeßlich große Verantwortungsbe­wußtsein das WortDeutschland" für einen Natio­nalsozialisten der Tat bedeutet.

Das aber ist die Bedeutung des Gautages:

Einmal im Jahr soll den alten Kämpfern der Bewegung für ihr treues Ausharren gedankt werden.

Einmal im Jahr wollen wir selbst sehen, wenn die Gefolgschaft aufmarschiert, wie st a r k wir sind.

Einmal im Jahr wollen wir in aller Oeffentlich- keit zeigen und beweise!?, daß die Nationalsoziali­stische ' Deutsche Arbeiterpartei das Herz Deutschlands ist.

Einmal im Jahr ist es notwendig, die elemen­tare Kraft und ungeheure Größe der NSDAP, vor Augen zu führen.

An unserem Gautag wollen wir Nationalsoziali­sten von Hessen-Nassau uns darauf besinnen und prüfen, was wie für die Bewegung und damit für Deutschland und unseren Gau geleistet haben, um dankbar das Erreichte anzuerkennen und das neue Ziel für unsere Arbeit im kommen­den Jahr zu stecken. Der Stolz und die Genugtu­ung, die die erfüllte Pflicht geben, werden uns zu noch größerem Arbeitseinsatz im kom­menden Jahr befähigen.

Warum Gaulag?

Wenn am Samstag, dem 11., und am Sonntag, dem 12. Juli 1936, etwa 70 Sonderzüge in den Bahnhöfen von Frank­furt a. M. aus dem Dilltal und dem Odenwald, aus Rheinhessen und Oberhessen, vom Westerwald und Spessart, kurz aus dem ganzen großen Gau Hessen-Nassau einlaufen, wenn auf allen Straßen des Gaues in Lastwagen, Omnibus­sen und Privatwagen, auf Motor- und Fahrrädern abermals Zehntausende sich nach Frankfurt a. M.

fragen, warum das? Besonders geschäftstüch­tige und kluge Menschen werden wahrscheinlich mit Riesenschritten an ihren Rechenschieber eilen und ausrechnen, was die Vorbereitung und Durchfüh­rung dieses Gautages wohl wieder kosten möge. Wieder andere, noch klügere, werden festftellen, daß das deutsche Volk bei der letzten Wahl doch eine so eindeutig und absolut klare Sprache gesprochen habe, daß man ihm doch nunmehr die verdiente Ruhe gönnen und lassen solle. Und trotz all dieser Bedenken wird die Partei weiterhin dafür Sorge . . - . r

tragen, daß außer den ungeheuren Vorbereitungen ein verhältnismäßig kleiner Kreis, mit w i e v i e l , zum Gautag auch die Stadt Frankfurt a. M.sMühe, Sorgen und e h r e n a m t l l ch e r' w u rd i g sind.

Ehrentag der Frontsoldaten und Kriegsopfer

Die Mainzer Tagung der RGKOV.

schätzen, und wenn wir uns schätzen gelernt haben, dann ist der wahre Frieden nicht mehr fern. Wir reichen über den deutschen Rhein hinweg dem Gegne r von einst die Hand des deutschen Soldaten zu wahrer Kameradschaft und hoffen daß sich daraus eine wirkliche freundschaftliche Nachbar­schaft entwickeln kann."

Am Nachmittag fcmb eine Sondertagung her Hinterbliebenen statt, auf der die Ver- treterin der Reichsdienststelle der NSKOV, Krau Sötting und der Reichsknegsopserfuhrer fpra- eben. Einen Höhepunkt erreichte die Tagung dann mit einem Vorbeimarsch der Forma.onen oar dem Reichskriegsopfersuhrer Begeisterte Zurufe erklingen überall. Die Ab perrungsmannschaften haben^Mühe, die drängenden Massen zuruckzuhal en. Zum Abschluß führten im Volkspark die SA.-Relter- sturmftandarte Mainz Reitersptele und die SA.- Brigade 150 den Einsatz moderner Nachrichtenm,t- tel vor. bis plötzlicher Regen und heftiges Gewitter

Rudolf Heß auf dem Gauiaq in Schlesien.

Breslau, 14. Juni. (DNB.) Auf dem Gautag der Bewegung in Schlesien hielt der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, eine Ansprache. Der politische Glauben, der Urheber allen Geschehens in unserem Lande, ist von dieser Welt, und er ist real in seinen Wirkungen. Er hat Deutschland nicht nur Freiheit und Ehre, und den deutschen Menschen nicht nur die Freude am Leben und das Ethos der Arbeit wiedergegeben, er hat dem deutschen Volke eine Wehrmacht gegeben, er hat die Arbeits- losenziffr endlich auf unter 1,5 Millionen gesenkt, er hat wieder Feuer unter den Kesseln der Waffen­schmiede angefacht, er hat Straßen und Brücken und Schiffe, Zeppeline und Fluazeuae, neue Eisenbah­nen entstehen lassen. Er hat den deutschen Arbeitern eigene Urlaubsdampfer, eigene Urlaubsheime ge­schaffen.

Wir träger dieses Glaubens, wir Künder die­ser geschichtlichen Idee, wir Revolutionäre dieser neuen Weltanschauung, sind durchdrungen davon, daß dieser Glaube einen neuen Idealismus in unser deutsches Leben hineingetragen hat. Des­halb denken wir auch nicht daran, uns von irgend­wem in unsere Dinge hineinreden zu lassen. Wir sagen den politischen Mächten der Erde: Kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten und laßt das deutsche Volk in Frieden arbeiten und seinen Weg gehen. Das mögen alle wissen, die es sich zur Aufgabe gefetzt haben, unter dem Motto der Welt­revolution den Frieden der Völker zu stören und ihren Wohlstand zu vernichten. Und wir sagen das denen, deren Aufgabe und Sorge es fein soll, das heil derer, die sie betreuen, in einem großen Jen­seits zu bereiten: Wir denken nicht daran, euch in eurem Wirken zu stören, wenn es diesem großen Ziel dient, aber wir verbitten uns alle E i n- mischung in unser diesseitiges Stre­ben, unser Streben nach Frieden, Glück und Ge­rechtigkeit für die deutschen Menschen auf dieser Erde. Wir sind überzeugt, daß, wenn wir nach einem Leben der Arbeit für Glück, Frieden und Gerechtigkeit für unsere Mitmenschen vor dem Jen­seits stehen, wir solz sagen dürfen: Wir haben un­sere Pflicht getan im Diesseits und in einem höhe­ren Sinne.

Unsere große Aufgabe für das kommende Jahr­hundert ist es, ein kraftvolles starkes Bollwerk der Kultur der wertvollen Raffen zu fein gegenüber dem Bolschewismus, ein Bollwerk zu fein gegen das Wühlen der niederen Instinkte einer schlechteren Rasse. Wir denken nicht daran, über andere Völker und wie sie sich ihr Haus einrichten, Urteile zu fäl­len, aber wir wissen, was es heißt, den Bolsche­wismus im eigenen Lande würgen und wüten zu sehen, und wir wissen demzufolge auch, was uns von außen droht, wenn dieser Bolschewismus über fremde Länder versucht nach Deutschland einzu­dringen. Wir haben dieser Gefahr gegenüberzufetzen die geeinte Volkskraft der deutschen Nation, die sich den Schutz geschaffen hat, den sie braucht.

Neue schwere Unruhen in Palästina.

London, 15. Juni. (DNB. Funkspr.) Nach Meldungen aus Palästina ist es auch am Sonntag zu schweren Unruhen gekommen. In einem großen Mietgebäude in Haifa, in dem viele bri­tische Familien wohnen, ereignete sich eine gewal­tige Explosion. Ein Arader wurde in dem Verdacht, einen Bombenanschlag verübt zu haben, verhaftet; er wird voraussichtlich auf Grund des neuen Sadotagegesetzes zum Tode verurteilt werden. Menschenleben sind durch die Explosion nicht gefährdet worden. Neuerdings wurden wieder zwei Juden verhaftet, die große Mengen kommu­nistischer Flugblätter $ur Verteilung bet sich hatten. Auch aus Transjoroanien wurden jü­dische Agitatoren ausgewiesen. Ein raffiniert ange­legtes Attentat auf den Flughafen Gaza konnte in letzter Minute verhindert werden. Die Taktik der Aufständischen geht dahin über, die Telefonleitungen z u durchschneiden. Allein bei Nablus wurden 25 Leitungen zerstört. In den letzten 24 Stunden wurden 3000 Orangen­bäume und 80 Morgen Melonenfelder vernichtet. Ueberfälle auf Eisenbahnzüge sind an der Tages­ordnung. Es gibt in ganz Palästina kein Verkehrs­mittel mehr, das einen ungefährdeten Ueberland- oerkehr gewährleisten kann. Automobilreisen sind jetzt auch nur noch in größeren Karawanen mög­lich, wobei die Reisenden trotzdem noch mit lieber« fällen der Aufständischen rechnen müssen.

land noch Verzweiflung und Arbeitslosigkeit, poli­tischer Mord, Korruption, Ehrlosigkeit und fremde Besatzung, Klassenkampf und Kulturlosigkeit an der Tagesordnung waren. Es ist erstaunlich, wie schnell diese Dinge alle vergessen werden, und mit welcher Selbstverständlichkeit die Erfolge der natio­nalsozialistischen Regierung hingenommen werden. Darum ist es notwendig, daß immer wieder in der Öffentlichkeit festgestellt wird, daß alles, was sich in den letzten Jahren in Deutschland geändert hat, einzig und allein der Nationalso- zialistischen Deutschen Arbeiterpar­tei zu ver d a n f e n ist, die heute mit ihren Or­ganisationen fast jedes deutsche Haus erfaßt. Wenn heute in Deutschland wieder die Soldaten marschie­ren, wenn die Schornsteine der Fabriken rauchen, wenn die Flieger mit ungeheurer Geschwindigkeit durch die Luft fliegen, wenn die Jugend wieder eine wahrhaft deutsche Erziehung genießt, und wenn vor allem das geeinte Volk miebe reinen

Vorbeimarsch vor dem Reichskriegsopferführer. (Aufnahme: Schwarz.)

LPD. Mainz, 14. Juni. Die alte Soldatenstadt Mainz stand am Sonntag im Zeichen der Tagung der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung. Schon am frühen Morgen trafen 30 Sonderzüge mit auswärtigen Teilnehmern in Mainz ein. Aus dem Volkspark vollzog sich bis 11 Uhr vormittags der große Aufmarsch. Auf einem Podium hat­ten hier die Hinterbliebenen und Waisen Ehren­plätze erhalten, während vor dem Podium die Schwerkriegsbeschädigten in ihren Fahrstühlen Auf­stellung genommen hatten. Reichskriegsopferführer Oberlindober schritt nach seinem Eintreffen die angetretenen Formationen der SA., des Ar­beitsdienstes sowie der Wehrmacht ab und begrüßte bann jeden einzelnen der Schwerkriegsbeschädigten durch Handschlag.

Kreisleiter und Oberbürgermeister Or. Barth

überbrachte die Grüße des Gauleiters und Reichs­statthalters S p r e n g e r, der sich gefreut habe, daß dieser Ehrentag der deutschen Frontkämpfer und Kriegsopfer gerade in den Gau Hessen-Nassau ge­legt woden sei. Dr. Barth begrüßte die Frontsolda­ten am freien deutschen Rhein und in Mainz, das von jeher ein Bollwerk des Deutschtums gewesen sei. Er weihte dann eine Anzahl neuer Fahnen ber NSKOV. und gab den Bannerträgern die Verpflichtung mit, sich immer stets derer würdig zu erweisen, die als deutsche Soldaten ihren Ein­satz für die Nation mit ihrem Leben und ihrem Blut besiegelt hätten. Die Versammlung gedachte bann ber gefallenen Helben bes Weltkrieges unb ber Bewegung.

Reichskriegsopferführer Oberlindober gab einen Ueberbütf über bie Entwicklung ber NSKOV., bie beftes Irabitionsgut ver­körpere. Jeber müsse bankbar sein, bie heutige Zeit miterleben zu können. Sein Gruß galt besonders den Saarländern und der wieder erstandenen Wehr­macht.Ich wende mich an dieser Stelle , so fuhr der Reichskriegsopferführer fort,u ber die Grenzen unserer deutschen Heimat nach Westen, Norden, Süden unb Osten unb rufe in eurem Namen allen benen, bie gegen uns geCamptt haben, zu, aus bem Erleben bes grtfeen Krieges ihren Völkern ben Frieden zu bringen. Jcy sage dies auch allen denen, die immer noch Da Märchen von der Erbfeindschaft erzählen.

nen mir uns kennen, dann lernen mir uns

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