Ausgabe 
15.2.1936
 
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einem bestimmten Zeitpunkt vorgenommen wird.

In dem Erlaß wird weiter darauf hingewiefen, daß die Erteilung vorläufiger Genehmigungen nur dann berechtigt erscheint, wenn im Falle der Ueber- nahme nie im Falle der Errichtung durch die Verzögerung, die auch mit einem an sich aussichts­reichen Zulassungsverfahren notwendig verbunden ist, wirtschaftlicher Schoden entstehen würde. Dies wird besonders dann anzunehmen sein, wenn die Uebernahme mit Rücksicht auf die Geschäfts- und Wirtschaftslage des bisherigen Inhabers unauf­schiebbar notwendig geworden ist und eine Weiter­führung des Geschäfts lediglich auf Grund der Uebernahme durch einen neuen Geschäftsinhaber möglich erscheint

Hauswirtschaft und Zerusswahl

NSG. Das hauswirtschaftliche Anlernjahr soll jedem deutschen Mädel nach dem Verlassen der Schule und vor Eintritt in einen Beruf die ein­fachsten grundlegenden hauswirtschaftlichen Kennt­nisse vermitteln, die bei Eingehung einer Ehe un­erläßlich sind, zu deren Erlernung ihm später das Berufsleben jedoch keine Möglichkeit bietet. Die Erfahrung hat gelehrt, daß sehr viele Ehen an der mangelnden bauswirtschaftlichen Tüchtigkeit der jungen Frau, Die es nicht verstand, mit dem vor­handenen Geld auszukommen, ausreichende und gesunde Kost auf den Tisch zu bringen und das Heim behaglich zu gestalten, gescheitert sind. Des­halb wird auch die Gewährung von Ehestandsdar­lehen von dem Nachweis dieser Haushaltskenntnisse abhängig gemacht. Sind sie nicht vorhanden, so müssen sie vor Eingang der Ehe erworben werden. Das verarmte deutsche Volk kann sich den Luxus untüchtiger Hausfrauen nicht mehr leisten.

Weiter aber soll dieses hauswirtschaftliche Jahr unsere Mädels zurückführen zur Beschäftigung im Haushalt und in der Familie als ihrer eigensten Bestimmung. Sie sollen wieder Lust und Freude an dieser Tätigkeit bekommen, Fremde an der Be­schäftigung mit Kindern und an der Fürsorge für sie. Aus manchem Anlernmädel, das ursprünglich Verkäuferin oder Schneiderin werden sollte, ist am Ende des hauswirtschaftlichen Jahres ein Lehrling geworden, der sich für den Haushaltsberuf ent­schieden hat und bei seiner Lehrfrau bis zur Prü­fung als Hausgehilfin bleibt. Darüber hinaus ist das hauswirtschaftliche Jahr auch eine arbeitspoli­tische Maßnahme. Bei unserer heutigen Wirtschafts- laoe können Handel und Handwerk nicht entfernt all die jungen Kräfte aufnehmen, die sich zu den verschiedenen Berufen drängen. Zudem gibt es noch aus den letzten Jahrgängen genügend Mädchen, die keine Lehrstellen finden konnten. Deshalb muß es vermieden werden, daß die jugendlichen, unaus­gereiften Kinder, die oft gar nicht die erforderlichen geistigen und körperlichen Kräfte haben, die wenigen vorhandenen Lehrstellen besetzen. Sie alle sollen im hauswirtschaftlichen Jahr bei angemessener Bewe­gung und Arbeit und bei guter Kost körperlich und geistig sich stärken und reifen, um den Anstrengun­gen des Berufslebens später gewachsen zu sein.

Das hauswirtschaftliche Jahr soll grundsätzlich schlicht um schlicht abgeleistet werden und muß zu­sätzlich sein. Während des Anlernjahres erhalten Eltern, die Erwerbslosenunterstützung beziehen, die Hälfte der Kinderzulage weiter zur Beschaffung von Kleidern und Schuhen. Die Lehrfrau nimmt das junge Mädel in ihren Haushalt auf und trägt den sehr bescheidenen Krankenkassenbeitrag. Sie hat aber das Recht, ebenso wie bei der Aufnahme eines Lehrlings, für sich die für die Beschäftigung von Hausgehilfinnen vorgesehenen Steuererleichterungen in Anspruch zu nehmen. Sie trägt mit der Summe von Mühe, Geduld und Nachsicht, die sie bei dem Anlernen eines jungen Kindes aufbringen muß, ihren Teil an dem großen sozialen Opfer, das heute jeder deutsche Mensch auf sich zu nehmen hat.

Letzter Tag im Reichsberufswettkampf.

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Der diesjährige Reichsberufswettkampf geht sei­nem Ende entgegen. In einer mühevollen zeitrau­benden Vorarbeit waren die Vorbereitungen ge­troffen worden, unter der Leitung des Kreisjugend- walters der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Schmidt, wurde der edle Wettstreit um die Leistung durch­geführt. Zahlreiche Helfer aus den Kreisen des Handwerks stellten sich für die Durchführung zur Verfügung und halfen damit auch ihrerseits den Erfolg sichern Auch in den letzten Tagen beherrschte

der Reichsberufswettkampf viele Werkstätten, in denen die Lehrlinge des Handwerks ihr Könen un­ter Beweis zu stellen hatten. Alles Material, das der Wettkampf brachte, bedarf nunmehr einer ge­nauen Sichtung, da ja der Sieger in den einzelnen Berufszweigen genannt und zu den Gauwettbe­werben gemeldet werden soll. Unsere Bilder zeigen links einen Schremerlehrling an der Werkbank, und rechts Setzerlehrlinge bei ihrer Tätigkeit an den in viele Fächer aufgeteilten Kästen. Der Kreis­

jugendwalter besuchte viele Werkstätten, um sich vom Verlauf des Wettkampfes zu überzeugen. Hier sehen wir ihn die Arbeit der Setzerlehrlinge in der Setzerei des Gießener Anzeigers aufmerksam ver­folgen, nachdem sich etwa eine Stunde vorher auch der Bannführer Schreiber über den Verlauf des Reichsberufswettkampfes an dieser Stätte in­formiert hatte.

Der Landjugendaustausch als sozialistischer Erziehungsfakior!

NSG. Der Reichsnährstand beginnt in diesem Jahre mit einem umfassenden Einsatz des Land­jugendaustausches, der im Rahmen der staatspolitischen Maßnahmen zur Herbeiführung einer echten sozialistischen Verbundenheit aller Volksgenossen eine entscheidende Rolle spielen wird. Während man in anderen Berufen zum Teil schon seit Jahrhunderten einen Austausch des jun­gen Berufsnachwuchses in fremde Betriebe kennt, hat die Landwirtschaft eine ähnliche Regelung für die Landjugend bisher noch nicht durchgeführt. Zwar lag dies in erster Linie an den schwierigen Verhältnissen im Hinblick auf den Arbeitseinsatz im bäuerlichen Betrieb, doch läßt sich nicht verkennen, daß die verantwortlichen Stellen des früheren Staates und ebenso die damals verantwortlichen Stellen der Berufsvertretungen der Landwirtschaft nicht die nötige Einsicht und Tatkraft hatten, eine derartige Maßnahme zur weiteren Ausbildung der Landjugend in Angriff zu nehmen.

Der Reichsnährstand ist sich bewußt, welche Ver­antwortung er gegenüber der Landjugend trägt. Die Landjugend wird einmal berufen fein, die Arbeiten weiterzuführen, die heute vom Reichsnähr­stand im Interesse von Volk und Staat in Angriff genommen sind. Und je umfoffenber die Land­jugend auf ihren Beruf vorbereitet ist, um so besser wird sie die ihr obwaltenden Aufgaben zu erfüllen wissen. Mit der Werkausbildung allein ist es dabei nicht getan, wenn auch nicht verkannt werden darf, daß sie im Zusammenhang mit den Erfordernissen der Erzeugungsschlacht eine entscheidende Rolle spielt. Es kommt vielmehr für den Reichsnährstand darauf an, aus der Landjugend ein Führerkorps zu

erziehen, das einmal in die Dienststellen des Reichs­nährstandes einrütfcn kann, und dabei sind die Fragen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Charakters gleichermaßen wichtig.

Bisher war die Erziehung der Landjugend im wesentlichen auf Mittel beschränkt, die im Bann­kreis der elterlichen Arbeitsstätte, in einem ver- hältnismäßia engbegrenzten Heimatbezirk lagen, wobei eine Ausnahme eigentlich nur die Landwirt­schaftlichen Hochschulen bildeten. Diesen Zustand will der Reichsnährstand nun durch dre großzügige umfassende Einführung des Landjugendaustausches überwinden. Nicht nur Bauern- und Landarbeiter­föhnen und -töchtern, auch dem Berufsnachwuchs aller anderen Reichsnährstandberufe soll, möglichst nach der allgemeinen Werkausbildung, für ein halbes oder ein ganzes Jahr Gelegenheit gegeben werden, auf einem anderen Hof und in einer an­deren Landschaft Deutschlands zu arbeiten. Die Form eines Austauschverfahrens mußte genommen werden, um der Schwierigkeiten des Ersatzes der Arbeitskraft Herr zu werden. Bei der weitaus überwiegenden Mehrzahl aller landwirtschaftlichen Betriebe sind ja auch die Jugendlichen eng in die Arbeitsgemeinschaft des Betriebes eingespannt. Und für die meisten Betriebe wird es unmöglich sein, für ein halbes ober ein ganzes Jahr auf eine dieser Arbeitskräfte ohne Ersatz zu verzichten.

Die Bedeutung des Landjugendaustausches ist in zweifacher Hinsicht besonders hervorzuheben: ein­mal im Hinblick auf betriebswirtschaftliche Metho­den in anderen landwirtschaftlichen Betrieben, zum anderen im Hinblick auf kulturelle und volkspoli­tische Fragen Das Kennenlernen landwirtschaft­

licher Betriebe die unter anderen Bedingungen arbeiten, ist wesentlich für die weitere Fortführung der Erzeugungsschlacht. Denn es hat sich gezeigt, daß die Lücken in der Ertragsfähigkeit mancher Betriebe vielfach auf das mangelnde betriebswirt­schaftliche Können von Betriebsführer und Gefolg­schaft zurückzuführen sind. Gewiß können durch den Austausch diese betriebswirtschaftlichen Kenntnisse der zukünftigen Betriebsführer und Gefolgschafts­mitglieder gesteigert werden. Neben dieser betriebe», wirtschaftlichen Bedeutung steht darüber hinaus die, allgemein gesprochen, volkspolitische Aufgabe des Landjugendaustausches. Dabei ist vor allem zu be­grüßen, daß die jungen Menschen des Landvolkes aus den verschiedenen deutschen Gauen sich gegen* fertig kennenlernen, daß sie Wesen und Art an­derer deutscher Stärstme achten und lieben lernen und daß sie einen Begriff dafür bekommen, wie überaus reich das deutsche Volk gestaltet ist.

Durch die längere Einspannung in den Lebens­kreis einer anderen ländlichen Familie festigt sich

Gedenket der hungernden Vi^e'!

das Gefühl der Zusammengehörigkeit und bluts­mäßigen Verbundenheit. Die große Gemeinschaft aller Menschen gleichen Blutes, gleicher Sprache, gleicher Kultur gewinnt ein festeres inneres Ge­füge, einen stärkeren inneren Zusammenhalt, durch den auf der anderen Seite wieder eine Stärkung äußerer Entschlossenheit begründet wird. Damit wird der Landjugendaustausch zu einem beftim- wenden Faktor im Rahmen aller jener Maßnah. men, die die Herbeiführung einer echten sozialisti­schen Gemeinschaft aller Volksgenossen erkämpfen sollen.

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10 Gewinne zu

229297 314170

30000 M. 369969 10000 M. 217435 6000 M. 6062 3000 M. 124263 2000 M. 61487

127665 171270

64 Gewinne zu 1000 M. 77797 105992 164432 195692 196520 198692 228666 237940 239630 308418 348411 354459

10271 24413 38845 49831

176825 188008 188453

201717 203403 216992

240618 251336 277618

358294 369459

187420

236221

306172

358699

175603

227538

281031

348332

149030

204740

254133

337483

398433

158109

208615

254632

338097

399014

169839

212886

271678

339491

147269

193245

241727

329675

375180

78 Gewinne zu 600 M. 8850 21650 29018 60826 61873 74842 83773 85651 106271 109236 116842 122254 ------ ------ ------ ------ ------

300 M. 7926

33280

44246

49458

62288

75248

89241

95288

14294 30012 41896 47644

61660 69342

81740 91768

32513 42387

48515

62102

71324

84965 95246 106514 119146 137357

157408 174208

189486 198669 200466

210088 224674

230916 243945

256226 291176

308835 322956 341253 350248 359266

377710 389949 394601

96567

114735 124116 139770 162110 179393 193316 199512 205282 214299 226783 235685 245864 271099 295726 311228 331984 344998 351935 368049 385780 390451

27230 37846 45792 58332

67037 80622 89337

97380

114865 125348 141320 162135 180423 193555 199544 207995 222445 227714 236436 247165 276294 300001 315524 334404 345334 355263 368913 387462 390646

12709

29430

38066

46260

61290

67596

81689

90688

102417 115495 130930 144351

168438 188434 194833 199996 209380 222699

228134 238632 247818 283358 306024 320527 335485

346514 356084

372850 388259

391598

27215

34044

45261

52148

62741

79078

89248

107529 123258

139378 158574 175680 192298 198919

203375

213557

225024 232018 244598

261407

291718 310008 330419 341755 350539 359507 382884 389953

372 Gewinne zu

25611 26481 "

21261

30298

42031

48400

61678

69753 81897

93685

103264 116953 136581

146295

169439

189415 197105 200391

209979 223469 229949 241720

248491 289297

306438

321236

339556

347477

356672

375743 389368

393810

2 Gewinne zu 10000 M. 206661

10 Gewinne zu 3000 M. 47543 61028 200947 311008 388761

12 Gewinne zu 2000 M. 226784 234540 303873

48 Gewinne zu 1000 M. 67553 87541 92463

152163 198809 204778 241146 244104 246525 381612 399156

11867 148061 179672

10114 23784 27594 28518

127489 129473 151801

214177 220961 231800

286234 331868 344631

86 Gewinne zu 500 M. 796 28604 32362 44286 45204 52686 57966 79810 108684 122167 123869 126905 135636 141253

160019 171620 178774 191652 192353

233488 252754 255713 263766 286338

290439 302906 307673 316581 317118

322856 336556 337192 347858 362336

390132 396336

41159 112286 151638 225771 288237 318631 378082

298 E

ewinne zu 300 M. 1168 3495 5772 741

39 8488

8566 10543 11276 11666 12822 19589

24836

25563

29251 33269 33702 43167 43459

49562

54730

57684 58194 59885 69592 72524

79593

82505

84274 85933 88873 89103 94566

95533

95970

96305 97282 98193 98447 101967

104186

104206

105587 114214 114942 117052

117802

118579

119706 121430 122672 123034

125268

125696

127885 129205 130163 137834

140100

148742

149198 152450 152835 155437

158978

163057

163228 166959 168253 168311

172947

174270

177106 177770 177974 179862

186934

188287 199033 232501 259813

285803 297932 310855 319956

343995

189265 189634 193299 193482 201117 203407 205100 219521 240315 241033 245473 251793 269301 273514 279794 280189 288885 290214 293100 294586 298343 299568 301167 305930 311043 312798 312828 313192 325073 325090 326214 329831

344079 347425 354757 359011

195706 224889

258371 283282

295314 306192 319287

331572 359954 375625 385659 397683

360095

381012

361953 363797 369077 372491

382074 382277 383961 385618

385887

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386871 391325 395208 396535

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1000000, 2 zu je 100000, 4 zu

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tc 8°°00, 16 zu je 20000, 86 zu je 10000, 172 gu je 6000, 326 zu je 3000, 792 zu je 2000, 2374 8U Ic 1000. 4004 zu je 500, 15592 zu je 300 ML

Wichte Neuerscheinung für Pflanzenfreund«! Pflanzengeographie Deutschlands

Dargestellt nach eigenen Beobachtungen und unter Berück­sichtigung der Karlen und der Literatur von Dr. K u r t H u e ck, Privarüozent an der Universität Berlin. Wisienschafiltcher Mitarbeiter der StaatL Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen.

160 Seilen Text mit etwa 100 Karten und Ab­bildungen im Text, etwa 150 Abbildungen auf 180 einfarbigen Tafeln in erstklassigem Kunst­buchdruck und 10mehrfarbig.Degetationskarten

Auf zahlreichen und ergiebigen Forschungsreisen durch alle Teil« der deutschen Landschaft und bei der Durchfükrung umfangreicher Kartierungsardeiten konnte der Verfasser sich mit eingehenden Studien, Untersuchungen und F st. Stellungen über die Degetationeverhältmsse aller deutschen Landschaitsgebiete jeweils an Ort und Stelle beschäftigen und so einen umfangreichen Wissensstoff auf Grund eigener Deoboch'ungen ansammeln, wie er noch in keinem Weide dargestellt worden ist. Diese» Werk bietet nicht aus Büchern zusammengetragene, althergebrachte Weisheit, sondern ist das (Ergebnis lebendiger und neuzeitlicher Forschungsarbeit.

Subskriptionspreis bei Bestellung bis spätesteni 1. Oktober 1935: in 20 monatlichen Lieferungen je RM. 1,80 (später je RM. 2,20), in Halbleder gebunden (Lieferung nach Fer- tigstellung) RM. 45, (später RM. 50,).

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Hugo Bermühler Verlag

Berlin-Lichterfelde