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Ur. 12 Drittes Blatt
Mittwoch, 15. Januar <936
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Von der „Lustkutsche" zum Blitzflugzeug.
dessen niemand berechtigt ist, sich zu geschäftlichen Zwecken auf die Reichskulturkammer zu berufen. Versuche dieser Art sind strafbar.
Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit um das Dreifache.
Achtung: Arbeitsbuch!
Große Flugzeugparade auf dem Tempelhofer Feld.
Anläßlich ihres zehnjährigen Be- ft e h e n s veranstaltete dieser Tage die Deutsche Lufthansa auf dem Tempelhofer Feld bei Berlin für die Teilnehmer an einer großen internationalen Luftverkehrstagung, der 35. Vollversammlung der „International Air Traffic Association“, eine große Flugzeugparade, auf der sämtliche seit dem Jahre 1919 herausgekommenen deutschen Verkehrsflugzeuge vertreten waren.
Es war ein eigenartiger Anblick, die ältesten „V e - teranen" der deutschen Verkehrs^uft- fahrt einmal in Reih und Glied mit den allermodernsten Schnellflugzeugen zu sehen. Es ist zwischen ihnen ein Unterschied wie etwa zwischen dem „Adler", der ersten Lokomotive der Ludwigs-Eisenbahn Nürnberg—Fürth im Jahre 1835, und einer heutigen Schnellzugslokomotive. Sowohl rein äußerlich wie auch den Leistungen nach wurde durch die deutsche Verkehrsluftfahrt in diesen siebzehn Jahren seit Kriegsende ein ungeheurer Entwicklungsweg zurückgelegt.
Den Anfang machten seinerzeit umgebaute Militärflugzeuge, in deren Beobachtersitz der einzige Passagier hinter dem Piloten mehr schlecht als recht verstaut wurde. Dann kam als erstes „echtes" deutsches Verkehrsflugzeug die Junkers-Ganzmetallmaschine „F13", die immerhin schon ihre 130 Stundenkilometer flog, vier Passagierplätze hatte und heute noch gebrauchsfähig ist. Sie war die Stammutter einer großen Anzahl weiterer deutscher Verkehrsflugzeuge. Es folgte in Jahre 1925 die „G 23", deren Drei-Motoren-Typ be
schau waren natürlich die Wasserflugzeuge, die an der Entwicklung des Weltflugverkehrs gleichfalls hervorragenden Anteil hatten. An ihrer Spitze steht der berühmte D 0 r n i e r - W a l, der schon im Jahre 1923 zu Ozeanflügen herangezogen und schließlich zum Träger des ersten planmäßigen Flugverkehrs über den Atlantischen Ozean wurde. Auch die „Ju 46", die als Seeflugzeug vorwiegend für den Schleuderstart von Schiffen aus eingesetzt wurde, zählt zu den Veteranen der deutschen Der- kehrsluftfahrt. Ebenso bedeuten die „W 33" und die „W 34", die Junkers als Post- und Eilfracht-Flugzeuge herausbrachte, Marksteine auf dem Entwicklungsweg der Weitstreckenfliegerei.
So veranschaulichte die große Flugzeug- parade auf dem Tempelhofer Feld auch dem Ausland gegenüber die Fortschritte der deutschen Verkehrsluftfahrt in einer Weise, wie sie überzeugender nicht gedacht werden kann. In nur siebzehn Jahren hat sie einen Entwicklungsweg zurückgelegt, zu dem die Eisenbahn volle hundert Jahre und das Kraftfahrzeug immerhin gegen vierzig Jahre gebraucht haben.
Unbefugte Berufung auf die Veichskulturkammer ist strafbar.
Die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda teilt mit: Verschiedene Vorfälle geben Anlaß, darauf hinzuweisen, daß die Reichskulturkammer und ihre Einzelkammern mit dem Vertrieb von Bildern, Büsten, Büchern usw. nichts zu tun haben, und daß infolge-
Durch Bekanntmachung vom 18. Mai 1935 wurden die Angehörigen der nachstehenden Betriebsgruppen aufgerufen, die Ausstellung ihrer Arbeitsbücher zu beantragen:
1. Industrie der Steine und Erden;
2. Eisen- und Stahlgewinnung;
3. Metallhütten- und Metallhalbzeugwerke;
4. Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren;
5. Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau (auch mit Gießerei;
6. Elektrotechnische Industrie;
7. Optische und feinmechanische Industrie;
8. Chemische Industrie;
9. Papierindustrie;
10. Leder- und Linoleumindustrie;
11. Kautschuk- und Asbestindustrie;
12. Baugewerbe und Baunebengewerbe;
13. Großhandel;
14. Einzelhandel;
15. Verlagsgewerbe, Handelsvermittlung und sonstige Hilfsgewerbe des Handels;
16. Geld-, Bank-, Börsen- und Versicherungswesen.
Es ist damit zu rechnen, daß schon in allernächster Zeit eine Verordnung des Reichsarbeitsministers erlassen wird, wonach die Arbeiter und Angestellten dieser Betriebsgruppen nur beschäftigt werden dürfen, wenn sie im Besitz eines ordnungsmäßig ausgestellten Arbeitsbuches sind. Wer also den genannten Betriebsgruppen angehört und die Ausstellung eines Arbeitsbuches noch nicht beim Arbeitsamt beantragt hat, hole dies schleunigst nach. Eine Beschäftigung ohne Arbeitsbuch ist, wenn die Verordnung des Reichsarbeitsministers bekanntgegeben sein wird, bei Betrieben der erwähnten Art strafbar.
Aus der Provinzialhauptstadt.
reits den ersten Ostasienflug ermöglichte. Schon im nächsten Jahr erschien dann die „G 24" auf der Bildfläche, womit die Deutsche Lufthansa ihre meisten großen zwischenstaatlichen Strecken eröffnete. Als erster „fliegender O - Z u g" erregte die „G 31" in ifer ganzen Welt ungeheures Aufsehen. Diese Maschine beförderte außer drei Mann Besatzung bereits sechzehn Passagiere und hatte als erste ein kaltes Büfett nebst einem Luftsteward an Bord. Es folgte die Jünkers „G 38", die mit ihrem Gewicht von nicht weniger als 24 Tonnen das größte bis dahin gebaute Landflugzeug darstellte.
Das Zeitalter der Blitzflugzeuge brach mittler „Ju 52" an. Dieser Gigant unter den Verkehrsflugzeugen beschleunigte im Jahre 1934 die stündliche Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 a u f 2 4 0 km. Er wurde außer in Europa auch in Amerika, Afrika und Asien eingesetzt. Siebzehn Passagiere finden in ihm jeden Komfort. Zugleich erschien als schnellstes Verkehrsflugzeug der Welt die „He 70" für allerdings nur vier Fluggäste, as über zwei Jahre alle großen Geschwindigkeitsrekorde mit Zuladung zu halten vermochte. Die gleiche Geschwindigkeit von bereits 300 Stundenkilometer entwickelte die sodann herausgebrachte „Ju 160", die zwei weiteren Passagieren Raum bot.
Der neueste Stand der Flugtechnik wurde veranschaulicht durch die „He 111" und die Junkers „Ju 86", die je zehn Passagiere aufnehmen können. Die erste Maschine entwickelt eine Stundengeschwindigkeit von über 4 0 0 km, womit fast ein Dreifaches der mit dem ersten deutschen Verkehrsflugzeug „F13" erzielten Schnelligkeitsleistung erreicht wird. Wahrscheinlich ein Fortschritt, auf den die Deutsche Lufthansa stolz sein kann! Die neue Heinkel „He 111" ist mit zwei BMW^VMDlotoren von je 600 PS ausgerüstet, während die „Ju 86" über zwei Junkers „Jumo"-5-Schwerölmotoren verfügt. Die Deutsche Lufthansa ist heute die einzige Luftverkehrsgesellschaft der Welt, die mit Schwerölmotoren fliegt. Wie Pfeile schießen diese beiden Apparate, die neuesten Errungenschaften der deutschen Verkehrsluftfahrt, über das Rollfeld hin. so daß man ihnen mit den Augen kaum mehr zu folgen vermag.
Nicht vertreten auf. der einzigartigen Flugzeug-
Die Tlatur im milden Winterwetter.
Die milde Witterung der letzten Zeit mit einer Höchst-Tageswärme von 10 und 12 Grad Celsius und vereinzelt auch noch darüber hat die Natur frühzeitig aus ihrem Winterschlaf erwachen lassen. In Tier- und Pflanzenwelt ist bereits neues Leben gekommen. Besonders stark macht es sich in der Vogelwelt bemerkbar. Tagtäglich kann man den Frühlingsgesang der Meisen vernehmen. Das „Didi- didii" der Blaumeise und das „Spitz-die-Schar" ihrer Schwester Kohlmeise schmettert schon am Morgen durch die frühlingsmäßige Ngtur. Schon lösen sich die Vogelschwärme in einzelne Pärchen auf, die sich nach Nistgelegenheiten umtun. Junker Star, der Herold des Frühlings, sitzt auf dem Dache seines zukünftigen Familienheimes und jubiliert und schlägt mit den Flügeln, als ob morgen Tag- und Nacht- gleiche wäre. Der Vogelzwerg Zaunkönig war beim stärksten Frost nicht müde geworden zu fingen, jetzt ist er, aller Nahrungssorgen bar, um so mehr zum Singsang aufgelegt. Sein wohlklingendes Lied mit einem Roller in der Mitte ist aus dem nahen Gebüsch oder dem überhängenden Wurzelwerk an kleinen Wasserläufen und Gräben vernehmbar. Groß ist das Gezeter der Spatzen, die sich unter den Dachsparren wegen Brutstätten zanken. Während in normalen Wintern kaum ein Buchfinkenweibchen bei uns verbleibt, kann man deren heute recht viele in ihrem sperlingsfarbenen Kleide wahrnehmen.
In der niederen Tierwelt ist das Leben entweder noch nicht erstarrt, oder schon wieder aufgewacht. Nach den ergiebigen Regenfällen konnte man Regenwürmer in großer Zahl auf Straßen und Feldwegen feststellen, und in den Gärten machen sie sich an den Dauerkulturen unangenehm bemerkbar, indem sie die Blätter von Nüßchen und Wintersalat in ihre Gänge ziehen. Im plötzlich zwischen den Wolkenfehen hervorbrechenden Sonnenscheine der warmen Tage spielen die Mücken, als ob es Som
mer sei. Marienkäserchen und Florfliegen krabbeln am Fenster und wollen ins Freie. Am Kellerfenster flattert ein Schmetterling, dem nun wohl sein Frühaufstand zum Verderben gereichen wird. Der Bienenvater wird durch das Summen seiner Immen zum Bienenhause gerufen und freut sich mit einem Auge über die emsige Putzarbeit, mit dem andern aber möchte er Tränen meinen über die schweren Nachteile, die starke Kälterückschläge im Gefolge haben.
Auch die Pflanzenwelt spürt den Hauch der Wärme. Die silbrig glänzenden Kätzchen der Salweiden lugen immer weiter aus ihrer braunen Hülle heraus. Am Haselnußstrauch längen sich die weiblichen Blütenteile, die Staubblätteranlagen lassen immer mehr die Samenbeutel zum Vorschein kommen, und wenn das laue Wetter noch eine Zeit anhält, beginnen sie zu stäuben. Gliedlang schon gucken die Keimblätter des Schneeglöckchens aus der braunen Erde, und zwischen ihnen leuchtet es weiß — das Blütenköpfchen beginnt sich emporzurecken. Das Gänseblümchen in Garten und Hag hat noch nicht aufgehört zu blühen. Geschützt stehende Winterastern lassen die noch unentwickelten Knospen sich entfalten. Die Christrose hat ihren Hochzeitstag. Nicht braucht sie vor Frost zu erstarren. Weißrosa leuchten ihre Blütensträuße aus der Gebüschecke. Sie will sich beeilen, daß sie von ihren Frühlingsschwestern nicht überrascht wird. Maßliebchen und Stiefmütterchen zeigen frisches Grün, und am Steingartenbeet beginnt die wintergraue Farbe von den Stauden zu weichen. Der Winterheide herabhängende Glöckchen läuten im Winde und lassen die zukünftige rote oder weiße Farbe durchleuchten.
Dem spätgesäten Winterweizen ist diese milde Winterwitterung sehr günstig. Das Saatgut ist aus dem „Milchkeim" noch gut ausgelaufen. Und doch freut sich der Bauer und noch viel weniger der Obst- und Gartenbauer nicht ob solcher fauler Winter. Er weiß, daß auch heuer wieder der alte
Bauernspruch recht behalten wird, „wenn die Tage langen, kommt der Winter gegangen", und daß das Gespenst der Spätfröste so oft schon zur Zeit der Eisheiligen — manchmal auch vorher oder danach — so viel berechtigtes und ersehntes Hoffen zunichte gemacht hat.
Vornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
NSG. „Kraft durch Freude": ab 20.30 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum. — NSLB., Kreis Gießen, Fachschaft „Körperliche Erziehung": 15.30 Uhr freiwillige Arbeitsgemeinschaft für Mädchenturnen. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Kraft- Mayr". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Es ge-. schah in einer Nacht ...". — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 11 bis 18 Uhr Ausstellung des Künstlerbundes „Isar". — Evangelische Stadtmissivn: 10, 15 und 20.30 Uhr biblische Vorträge.
Stadttheater Gießen.
Wegen Erkrankung im Personal fällt heute abend die Vorstellung „Maskenball", Oper von Verdi, aus. Die Intendanz bittet, die gelösten Karten an der Theaterkasse umzutauschen.
Die deutsche Rrbeitdfroht
„kdF."-Vergünsiigungen für den Reichsarbeitsdiensk.
Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Dr. Ley, hat verfügt, wie der Leiter der NS- Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Pg. Dreßler- Andreß, mitteUt, daß den Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes bis zum Ober- f e I b m e i ft e r einschließlich die Vergünstigungen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" mit sofortiger Wirkung gewährt werden sollen.
16 Wiesbadener Betriebe feiern gemeinsam einen großen Bunten Abend der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude".
Arn Mittwoch. 15. Januar, veranstaltet die NS. Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zusammen mit dem Reichssender Frankfurt im Paulinenschlößchen zu Wiesbaden einen großen Bunten Abend.
16 Wiesbadener Betriebe haben zu dieser Veranstaltung ihre Betriebsgefolgschaften eingeladen, um sie an den Darbietungen dieses Abends teilnehmen zu lassen. Der Reichssender Frankfurt hat ein erlesenes Programm zusammengestellt. Maria Madien Madsen (Sopran) und Willi Treffner, beide vom Frankfurter Opernhaus, werden Operettenlieder bringen. Lotte Werkmeister, Berlin, bekannt durch ihre heiteren Vorträge im Deutschlandsender Berlin u. a., wird Heiteres und Frohes zum Vortrag bringen. Luise Walter, München, wird frohe Lieder zur Laute fingen und Emil Franz, der das Xylophon meisterlich beherrscht, wird durch Vorträge auf diesem Instrument die Zuhörer erfreuen. Egon Erich Schmidt, Berlin, hat die Ansage des ganzen Programms übernommen, lieber Max Campet, den bekannten Münchener Komiker, wäre jedes Wort zu viel. Fritz Kullmann begleitet die Darbietungen am Klavier, und die Kapelle Franz Hauck sorgt für die musikalische Umrahmung. Das Programm wird über den Reichssender Frankfurt geleitet. Die Gesamtunkosten haben die beteiligten Wiesbadener Betriebe übernommen.
Gportantt „Kratt durch Freude".
Heute findet folgender Kursus statt:
Allgemeine Körperschule für Frauen und Männer. Von 20.30 bis 21.45 Uhr Lyzeum, Dammstraße 26.
Das neue Programm für die Sportkurfe und für die Skifahrten ist kostenlos auf dem Sportamt — Schanzenstraße 18 — erhältlich.
LandschattsbundDolkstumundHeimai.
Den Mitgliedern wird der Besuch des Vortrags von Privatdozent Dr. Richter über die Glauburg, veranstaltet vorn Oberhessischen Geschichts-
Gräber
sprechen über Jahrtausende.
Don unserem -dt.-Berichierstaiier
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Kopenhagen, im Januar.
Wir wissen, daß Skandinavien die Wiege der germanischen Dölkerfamilien bei ihrem Aufbruch nach Europa gewesen ist. Das Ahnen um ihren kulturellen Hochstand, um Mut, Strenge gegen sich und andere, um ihre Kriegserfahrung und staatsbildenden Fähigkeiten ist durch die Geschichtsforschung Gewißheit und Erkenntnisgut einer neuen Zeit geworden. Diese, unsere Zeit hat nicht nur durch wissenschaftliche Pioniere den Weg zu verschütteten Quellen wieder aufgedeckt, sondern auch körperlich arbeitend die Spaten in der Erde angesetzt. Die Tat siegte, indem sie neue Taten gebar. Skandinavien hat sich angeschickt, sich selbst aufs Neue zu entdecken. Man hatte gewußt, daß von hier -aus nach einem Wort des gotischen Geschichtsschreibers Jordanes „die germanischen Stämme wie Bienen aus einem Bienenkörbe herausgeschwärmt waren", daß die aus diesem „Mutterschoß der Völker" herausströmenden Kräfte die hin- siechende alte Welt zerstört und mit neuen Trieben neu auzurichten versucht hatten. Man hat an Fürstensitzen und in weltenfernen Klöstern europäische Geschichte geschrieben und sich zugleich von ihren Ursprüngen, entfernt Mit der Besinnung des deutschen Volkes auf seine wahren Kraftquellen ist auch die Beschäftigung mit den Jahrhunderten wiedergekehrt, die nach landläufiger Auffassung die Kindheit der germanischen Stämme in mystischem Halbdunkel umschließen.
Dieses Dunkel hellt sich durch Funde, Ausgrabungen, Vergleiche und Berechnungen in einem Tempo auf, das jeden Vergleiches spottet. Die Museen haben nicht Kräfte genug, um überall anfassen zu können. Die Bevölkerung hilft, weil auch sie vorn Fieber der Frage nach Herkunft und Bestimmung gevackt ist. Eine seit langem nicht mehr gekannte Ehrfurcht vor der Kette von Geschlechtern bricht sich »Bahn; die Wiedergeburt des nordischen Menschen pocht tönend und klirrend an verrostete Tore und verstaubte Amtsstuben. Politische und wirtschaftliche Drangsal hat Aufhorchen gelehrt. Nun springt die Forschung in die Bresche. Gräber aus Sreinalter und Bronzezeit, Ausgraben von eisernen Waffenhaufen und befestigten Lagern aus den Jahrhunderten, die der Völkerwanderung voraufgingen, bis zu denen, die das Wikingertum der germanischen
Seeherren umspannten, fördern tote Leiber und Schätze zutage. Und es wurde ein einziges hohes Lied auf frühe Kultur und heldenhaftes Leben.
Wenn die nächsten Zeilen sich besonders Dänemark zukehren, so deshalb, weil in den letzten Jahren in diesem Lande bei weitem d i e meisten Funde von geschichtlicher Bedeutung gemacht worden sind. Als vor wenigen Wochen das äußerlich und innerlich neuhergerichtete Nationalmuseum in Kopenhagen seine Pforten dem breiten Publikum wieder öffnete, zeigte es einen Ueberblick über die Geschichte des Landes, der sich zum mindesten gleichwertig an.die Seite der besten völkerkundlichen Schauen Der Erde stellt. Dabei drängt sich die Frage auf, wie alt denn dieses Dänemark sein mag, dem nachgerühmt wird, das älteste Land Europas zu sein. Aus den Geschichtsbüchern und, den ältesten bisherigen Zeitbeschreibungen ist vielen bekannt, daß König Gorm der Alte die Schweden, die als Eroberer auf dem jütischen Festlande Fuß gefaßt hatten, zwischen 936 und 940 an der Schlei schlug und daß seine königliche Frau Thyra das Danewerk als Grenzwall gegen Süden gufwerfen ließ. Auf den Runensteinen bei Jelling, unweit des friedvollen Vejle am gleichnamigen Fjord, stehen die Worte: „Gorm errichtete diesen Gedenkstein für Thyra, feine Frau, nach Dänemarks Buße". Damit sollte gesagt sein, daß Dänemark durch Wiedergutmachung befreit war. Dänemark wird hier zum erstenmal als „tanmarka" erwähnt. Es ist die geschichtliche Geburtsstunde des heutigen Volksstaates. Auf dem zweiten, dem größeren der Jellingsteine ist eingemeißelt — diese Runen waren wie die Felsenritzzeichnungen viel früherer' Zeit ursprünglich meist farbig ausgemalt —: „König Harald ließ diesen Gedenkstein setzen für Gvrm, seinen Vater, und Thyra, seine Mutter; der Harald, der Dänemark und Norwegen gewann und die Dänen zu Christen machte".
Heute wird die Darstellung, daß Königin Thyra Dänemark zum erstenmal geeint habe, ins Reich der Sage verwiesen. Die Schlußfolgerung ist die, daß der alte König Gorm als Träger vorauf- gegangener und ihm folgender Geschlechter einen festen geschichtlichen Anhaltspunkt gibt. Zahlreiche Forschungen nach den ersten germanischen Stämmen in Jütland haben Siedlungen entlang der Gude-Au bloßgelegt, die westlich von Horsens entspringt und durch die Silkeborger Bergheide nordwärts nach Randers fließt, um hier den Moränenschutt des Höhenrückens, der Jütland seine Gestalt gibt, ins Kattegat zu wälzen. Diese Wohnstätten reichen ins Steinalter zurück!
Aber soweit gehen die heutigen geschichtlichen Zusammenfügungen ngch nicht. Sieht man von den Gräberfunden aus der Bronzezeit ab, den beiden bei Egtved und Skrydstrup ihrer 3000jährigen Ruhe entrissenen blonden Frauen — die wegen der Kunstfertigkeit, mit der ihre wollenen Gewänder gefertigt und am Halse und über den Armen abgeschlossen waren, -wegen der Geräte des täglichen Gebrauchs und der Schmucksachen für die Festtage, die ihnen für die Reise ins Ungemessene mitgegeben waren, berühmt geworden sind — so sind cs die Ausgrabungen auf Seeland, Fünen und oben in Nordjütland, die die Gedanken für die Geschichte des Volkes geschärft haben. Sprechen doch an diesen freigelegten Stätten noch heute die Sitten und Bräuche, ja die in ihrem Kampfgeist wie Verwandte anmutenden Vorfahren der Rasse selbst, auf die man stolz ist. Längst vergessen ist der blutige Hader nordischer Wikinger untereinander. Die verbindende Heldengeschichte lebt auf. Wie breit hat die Presse das wohl 2000 Jahre alte Lager der Gimbern im Himmermvor geschildert, das von gepanzerten Dvppelwällen und Gräben umgeben war und zu dem durch das offene Moor nur ein einziger, einen halben Meter dick gepflasterter Steinweg führte; wieviel Spalten hat sie gefüllt mit den Einzelheiten des planvoll befestigten Wikinger-Ortes an der Vaarby-Au auf Seeland, wo vor 1000 Jahren Pallisaden acht Meter hohe Wälle krönten, die die Au umfloß, und unter deren Schutz an den Herdstätten inmitten weiter Hallen die heimischen Feuer brannten. Welchen Anteil hat das ganze Volk an der Freilegungdes Ladby-Schif- f e s genommen, das am Kerteminde-Fjord auf Fünen die Leiche eines Wikinger-Häuptlings barg, den man mit Pferden, Jagdhunden, Waffen und erlesenem steinbesetzten Schmuck und reichen, mit Golddraht durchwirkten Kleidern zur letzten Fahrt nach Walhalla bestattet hatte. Das Interesse an der Erde, die über diesem Totenschiff zum Hünengrabe getürmt worden war, erlahmte auch dann nicht, als sich herausstellte, daß Räuber den Leichnam und den größten Teil der Schätze entwendet hatten. Oder waren es keine Räuber gewesen, sondern Nordländer, die ihren toten Häuptling heimholen wollten? Denn damals war es nicht Brauch, die gefallenen Helden in Booten beizusetzen, von deren Prunk und unnachahmbar kühnem Bau das Oseberg-Schiff bei Oslo Zeugnis gibt.
Rund um die Ostsee reichen sich die Funde aus frühgermanischer Zeit die Hand. Die Blutsverbundenheit der Geschlechter Jahrtausende hindurch ist zu stark, um kleinlichen Ehrgeiz aufkom
men zu lassen. Wir sagten, daß Gorm der Alte — ein Jahrhundert ehe Knud der Große Dänemark, England und Norwegen unter feiner Herrschaft vereinte — das Wort „tanmarka" in Stein prägte. Es gibt auch eine andere Lesart. Sie geht auf einen schwedischen Forscher zurück. Danach ist „Danmark" nicht abgeleitet vom Volksstamm der „da- nen" — vielmehr seien die ersten Bewohner Jüt- lands Goten genannt worden — sondern der Name für die (von Skandinavien aus gesehen) südliche Grenzmark gewesen. Das altgermanische Wort „Dan" bedeutet einen überschwemmten Landesteil, und das ist das heutige dänische Festland, auf dem sich südschwedische Germanen und Danen vor 1000 Jahren schlugen, zweifellos gewesen. Was von keiner Seite bestritten werden kann, ist Dänemarks Recht, in den kommenden Jahren, vielleicht schon 1936, sein Bestehen als tausendjähriges Reich zu feiern; als einiges Volk mit stolzer nordischer Geschichte.
Zeitschriften.
— Das Sonderheft „F i l m" der „Süddeutschen Monatshefte" (München) eröffnet der Vizepräsident der Reichsfilmkammer Weide- mann mit einem Aufsatz über den „Film als Kunstform unserer Zeit". In die neuen Grundsätze der Filmzensur, die heute gegenüber dem alten Gesetz etwas wesentlich Neues, Schöpferisches dar- stellt, führt Arnold Bacmeister von der 'Berliner Filmprüfstelle ein. Mit einer neuen Grundlegung der Filmkunst aus dem Geiste der Musik, wobei auf die Versuche des absoluten Films zurückgegriffen wird, führt der Leiter der dramaturgischen Abteilung der Reichsfachschaft Film, Leonhard Fürst, hinüber in den zweiten Teil des Heftes, der den Stand des Tonfilms im Zusammenhang seiner künstlerischen Eigenentwicklung gewidmet ist. „Bild und Dialog im Tonfilm", ein Aufsatz des Spielleiters Carl Junghans, beleuchtet eine der brennendsten Regie- und Schnittfragen des heutigen Tonfilms. Noch dringender ruft das Autorenproblem nach einer Losung. Das ersieht man aus dem Artikel „Autoren-Nachwuchs" des Leiters der Fachschrift Filmschriftsteller in der Reichsschrifttums- fammer, Hans Homberg. Daß die Arbeitsbedingungen des Drehbuchverfassers geändert werden müssen, das natürliche Wachsen, Blühen und Reifen einer dichterischen Idee auch im Filmschaffen Platz greifen, ergibt sich aus der Untersuchung „Dichten als Auftrag" von Schriftleiter Hans Spielhofer.


