Ausgabe 
14.10.1936
 
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Mittwoch, ^.Oktober 1956

Nr. 241 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

fchwunden.

Als die Mordkommission der Polizeibehörde

von

Großmutter am Spinnrad.

Spinnstube mit Gtrümpfeftrictcn. (Ausnahmen [2]: Spannring, grantjurt.)

halten.

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^verkauf

- Inländisch« nur mit Ge. werben. ®e. lesetzes fehlte u s, der im Diamant» am nächsten oeiterver' teilte M. roe« efängnis' Seldsttase und Feststellungen n nicht unbe» inber zu tun ;te der 8nqe« aitigteii, tint

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Geschenk überreichen. Jawohl, ein Geschenk! Und noch dazu eins, das vielleicht wichtiger ist als so manche andere Gabe zum Hochzeitsfest, und an das sonst niemand anders gedacht hatte: Es ist ein Gut­schein zum unentgeltlichen Bezug einer Zettung auf

staatsbürgerlichen Pflichten.

Diese Selbstverständlichkeit wird vom Staat nun noch durch die Ueberreichung des Gutscheins be­sonders gefördert werden. Er zeigt den jungen Ehe­leuten damit den Weg, und sie werden ihn gern weitcrgehen. Denn wer erst mal einen Monat lang

^Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Cincinnati, im Oktober.

Ein Schuhspezialist in Cincinnati hat durch seine Fachkenntnisse eine der dunkelsten Mord­affären dieses Staates aufklären können.

(Sin Mann verschwindet im Ounkei.

Kurz vor Geschäftsschluß war ein gutangezogener junger Mensch in das Schuhgeschäft der Mrs. Hock- field gekommen. Er suchte und suchte und fand scheinbar nicht die Schuhe, die er wollte. Mrs. Hock- field war sich im klaren darüber, daß der junge Mann Zeit gewinnen wollte. Aber Zeit für was?

Als er endlich ein paar elegante Tanzschuhe an­probiert hatte und sich scheinbar anschickte, zu be­zahlen, zog er statt der Börse eine Pistole, ließ sich den Inhalt der Tageskasse aushändigen und schoß

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Cincinnati in das Geschäft kam, lag Mrs. 5)ocb field im Sterben. Sie war nicht mehr in der Lage, eine genaue Beschreibung des Mörders zu geben. Zwischen den Gebeten, die ihre Lippen flüsterten, sagte sie plötzlich mit einer mühsamen Handbewe­gung:Das sind seine Schuhe. Die hat er zurück­gelassen!"

Man sah ein paar alte, ausgetretene, schiefge­laufene und abgenutzte Schuhe neben einem Pro­bierschemel stehen. Die Polizei hatte also außer diesen Schuhen so gut wie keinen Anhalt über die Persönlichkeit des Täters. Die Schuhe hatten nichts Besonderes an sich, sie waren so, wie man sie in jedem Geschäft kaufen kann. Wie sollte man mit einem Paar alter Schuhe einen Mörder fangen?

Mit Messer und Mikroskop.

Die Polizei von Cincinnati besann sich darauf, daß der Leiter einer Schuhfabrik vor Jahren einmal seine Dienste für gegebene Fälle ange­boten hatte. Man zag ihn also zu Rate und lernte so zum ersten Male die Fähigkeiten des Schuh­spezialisten Charles Zanger kennen. Er Zerlegte vor den Augen der Polizei mit einem scharfen Mes­ser jenen Schuh, er prüfte die einzelnen Teile dieses Schuhes mit einer Lupe und einem Mikroskop und machte dann die folgenden verblüffenden Feststel­lungen, die für die Polizei vorerst natürlich unbe­wiesene Behauptungen zu sein schienen:

Der Träger dieses Schuhes ist ein Mann von etwa 180 Zentimeter Größe. Er ist jung, keines­falls über 24 Jahre. Sein Gewicht dürfte 140 Pfund betragen. Er war längere Zeit nicht in Cincinnati. Ferner muß der Träger dieser Schuhe Alkoholiker fein fsergestellt würd'' das Schuhwerk vor etwa acht Monaten. Bier Monate hindurch durfte er dte Schuhe ununterbrochen getragen haben. Sic wur­den dann von jemanden repariert, der sich nicht besonders gut auf fein Handwerk verstand!'

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Sin paar alle Schuhe - nichts weiter

Oer Mord in Cincinnati. - Erstaunlicher Indizienbeweis.

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Mrs. Hockfield nieder, als diese einen Schritt zur Tür tat. Der Schuß alarmierte einige Passanten. Doch ehe sie wußten, worum es sich handelte, der junge Mensch im Dunkel der Straßen

Verräter."

Gloria-Palast.

Schuhe abgelaufen worden waren, ließen Hand allgemeingültiger statistischer Berechnungen Größe, Statur und Gewicht des Trägers eines Schuhpaares feststellen. Der Beweis dafür, daß der Träger der Schuhe Alkoholiker war, ergab sich aus folgendem Umstand: Unter den Schuhen, und zwar in der Mitte zwischen Absätzen und Sohlen, hatte Zanger Abdrücke jener Metallstangen gefunden, die man in einigen umliegenden Staaten in den Alko­holbars findet, um den auf hohen Stühlen sitzenden Gästen einen Ruhepunkt für die Füße zu geben. In Cincinnati hatten sich diese Stangen nicht ein­geführt. Das ließ weiterhin den Schluß zu, daß der Täter längere Zeit nicht in Cincinnati selbst

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Gpiunstube" ohne Spinnrad

Vogelsberg, nimmermehr Geb ich für Geld dich her ...* Wieder klingen die heimatlichen Weisen, das Vogelsberger Nationallied" und andere, im Chor der Mädchen und Burschen der wiedererwachten Spinnstubb". Die Abende sind wieder dunkel ge- worden. Im einsamen, hoch gelegenen Vogelsberg­dorf scheint die Dunkelheit um so drückender. Da trifft sich denn die heiratsfähige Jugend, Burschen und Mädchen, nach Schluß der Arbeit und des Dienstes wieder in alter Weise in derSpinnstubb . Die eine Woche in diesem Haus, die nächste in jenem, immer im Haus eines der heiratsfähigen Mädchen des Dorfes. Zu den einheimischen Bur- schen kommen manchmal auchfremde" aus einem Nachbardorf, so er unter den einheimischen gut ge­litten ist. , . . ,, o ..

Spinnstubb" heißt heute noch rote in alter Zeit diese gesellschaftliche und arbeitssame dörfliche Zu- sammcnkunft. Mit demspinnen" nach alter Weise am schnurrenden Spinnrad und Rocken hat die Spinnstubb von heute allerdings nichts mehr zu tun. Sie hat nur noch den Namen mit ihr gemein- am. Die alten Spinnräder sind längst schon aus dem Dachboden ober in dergut Stubb" auf einem Ehrenplatz untergebracht. Womit sich die Mädchen heute in derSpinnstube" beschäftigen, das sind sonstige nützliche Handarbeiten es wird gestrickt, gehäkelt oder sonst eine nützliche Beschäftigung vor- genommen. Dazu singen die Mädchen und die Bur- 9 schen, oder es fliegen

----------------- Iuftige Scherzworte von einem zum andern. Na­türlich sitzt man nicht trocken", für die nötige Anfeuchtung" oder kleine Imbisse sorgen die Teil­nehmer der Spinnstube in vorsorglicher Weise.

Aber ganz ist das Spinn­rad auch heute noch nicht im Vogelsberg ausgestor­ben. Beim Gang durch ein entlegenes hessisches Vogelsbergdörfchen trafen wir in einem freundlichen Bauernhaus auf die freundliche Großmutter, wie sie fleißig am schnür- rendenSpinnrad saß. Sie liefert den Faden für das strickende junge Volk in der Spinnstube. So ent­stehen die guten Socken und Kamisölchen, die ge-

hatte, die Aufgaben der katholischen Kir­chenmusik in der katholischen Kirche. Der Frei, burger Erzbischof gab einen Einblick m das Wesen der Kirchenmusik und die Forderungen die man an sie stellen müsse. Dabei unterstrich Erzbischof Dr Gröber, daß man von der katholischen Kir­chenmusik einen Einklang zwischen dem, was die Kirche verlangt und dem, was der Sinn braucht, verlangen müsse. Die reine Theorie lehnte man ab. Die Kunst habe dem Schönen zu dienen und schon sei das, was den Sinnen gefällt. Sinnenfreudlg- feiit fei aber keine Sinnlichkeit. Weiter fei es not- wendig, die Gemeinverständlichkeit der Kirchen- musik zu fördern, die für alle Gläubigen da sei, nicht für einige besonders musikalisch Gebildete. Bischof Dr. Antonius H i l f r i ch-Limburg, überbrachte die Grüße seiner Diözese und verlas ein Telegramm des Papstes, in dem er der Tagung vollen Erfolg wünscht. Stadtpfarrer Prälat Msgr. Dr. Herr hieß die Festgäste im Namen der Frankfurter katholischen Gemeinde willkommen. Dann sprachen verschiedene Vertreter aus dem Ausland, die das völkerbindende Band der Musik priesen. Mit feier- lichen Bläserklängen schloß die festliche Stunde.

Ehe die Polizei ihren gesamten Apparat m Be­wegung setzte, bevor sie die Tanzsale der Unter­welt von Cincinnati absuchte, ehe sie sich daran machte, die Geschäftsbücher der Schuhmacher nach­zusehen, verlangte sie von Charles Zanger die Be­weise für feine Bebauvtunacn. Zanger konnte ohne weiteres mit ausreichenden Belegen dienen. Aus der Größe des Schuhwerks und aus der^Art^wie^die^

Tlorgenfprud). hrichten. 8.10:

Tin Tänzchen i. 9.30: 3lur

Schulfunk - 11.30: Bauern- Mittagskonzert. i Sendebezirk), n: Mittagskon.- fröhliche Laut- «Heues Erdöl 0: I. Unterbai- Neue deutsche krleger. 17-45: m. 18.00: Don ur Violine und -at den Tages- je ewige Beto- chMw 22.15.

Bportbt* M 6,5

Es ist ein weiter Weg, bis man endlichtm Kasten hängt"; denn das Heiraten ist eine Sache, die ja doch reiflich überlegt fein will. Zwar macht es der Staat einem jungen Paar heute leicht. Er gibt ihm ein Ehestandsdarlehen. Davon kann man sich die notwendigsten Möbel kaufen und, was das Wichtigste daran ist, man kann sie nach eigenem Geschmack auswählen. Darauf freuen sich die Braut­leute ganz besonders: sich ihr junges Heim emrich- ten zu können, wie es ihnen vorschwebt. Gewiß fehlt dann noch so mancherlei. Aber schließlich, wo­zu hat man die lieben Verwandten, Freunde und Bekannten? Bisher hatten sie sich nur mit guten Ratschlägen betätigt. Nun aber geht das große Rät elrctten los: was werden sie uns wohl schen­ken? Hoffnungen und Befürchtungen werden taut. Da gibt es in der Familie so eine liebe Tante, die einigermaßen berüchtigt dafür ist, daß sie Hochzeiten gern dazu bnutzt, um unter ihren Hausgreueln auf­zuräumen. Zum Glück sind nicht alle so, sonst könnte man sich ja vor Vasen, nicht zusammenpas- enden silbernen Löffeln und dergleichen gar nicht retten. Es gibt schon so ein paar nette Leute im Umkreis, denen man vorsichtig beibringen kann, was man notwendig braucht und was man sich wünscht.

Endlich ist der große Tag gekommen. Die Fahrt zum Standesamt wird angetreten. Beide sprechen ihr Ja und unterschreiben die Urkunde. Nun sind sie verheiratet. Der Standesbeamte ist dererste, der ihnen freundlich-feierlich seine Glückwünsche ausspricht. Doch schon in wenigen Wochen wird es eine Ueberraschung geben. Dann wird es der Standesbeamte nicht bei den Glückwünschen bewen­den lassen, sondern dem jungen Paar auch noch em

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lichen und volksaufklärenden Form entwickelt und i bis in alle Konsequenzen durchgeführt. Man sieht 1 mit welchen Mitteln, mit welchem Aufwand an Geld ( und Kenntnissen, an technischer Durchbildung an - Kaltblütigkeit, Intelligenz und psychologischem Spur- . sinn die gegnerische Spionage arbeitet. Man sieht . auf der anderen Seite, wie verhängnisvoll sich ahnungslose Gutgläubigkeit, Fahrlässigkeit und vor allem eine schließlich jeder Hemmung beraubte ; Ehr- und Charakterlosigkeit sich auswirken können. Man sieht aber auch, wie Klugheit, Mut und Ent­schlossenheit im rechten Augenblick das femgespon- neue Netz der gegnerischen Aktion Z» zerreißen ver­mögen, sobald Staatspolizei und militärischer Ab­wehrdienst Klarheit gewonnen, ihr Ziel vor Augen haben und mit allen zu Gebote gehenden Mitteln zum Gegenstoß ansetzen können. Es ist sehr inter­essant zu sehen, wie der Film die ganz unterschied­lichen Träger der feindlichen Aktion charakterisiert und gegeneinander abhebt. Nicht minder aufschluß­reich, wie umfassend, wohlvorbereitet und wohlüber­legt der Krieg im Dunkel taktisch angelegt und ge­führt wird. Am allereindringlichsten aber, rote hier durchaus überzeugend die möglichen lchwachen Stellen, Ansatzpunkte und Angriffsflächen blohgelegt werden, indem nämlich die (ebenfalls sehr verschie- den gearteten) menschlichen Obsekte ober Opfer Mer Aktion bargestellt werben. Es ist völlig einleuchtend und psychologisch richtig erfaßt, daß eme charak- termäSig und wirtschaftlich gleichermaßen bedrohte Existenz am geeignetsten erscheint dunklen Machten als mehr oder minder willenloses Werkzeug zur Ausführung des schimpflichsten Verbrechens zu me­nen. Es ist unheimlich, zu erleben, rote ein hochbe­gabter, aber durch Abenteuerlust und Verschwen­dungssucht einer Frau zur Verzweiflung getriebener

: Mann sich immer hoffnungsloser im Netz der geg= : nerischen Versucher verstrickt, wie dieses raffiniert . gesponnene und ausgeworfene Netz sich immer enger - zusammenzieht, auch andere Existenzen. zu verwir- 1 ren und zu verstricken droht, bis endlich, in aller­letzter Stunde, ein junger Soldat der, ahnungslos und fahrlässig zugleich, in die dunkle Affäre hm- n- gezogen wird, mit einem mutigen Entschluß bas roürqenbe Netz zerreißt unb durch eine Melbung bei seiner vorgesetzten Dienststelle ben Weg zur energi­schen Gegenaktion freimacht: mit Herzklopfen unb aufatmenb sieht man dann mit welcher Energie, Schnelligkeit unb Präzision ber Abwehrbienst mit allen seinen Organen zu spielen beginnt. Die Vet- folgunq ber fliehenben Agenten vollzieht sich vor den Augen des B-fchauers in einem erregenden Tempo von Bildwechsel und Ereignisien bis im äußersten Augenblick der Kampf mit der Vernich, tung der Gegner und des V-rrater- aus den, - g°- nen Reihen enbet. Der Spielleiter Karl R 111 e r hat ben Film mit einer Ueberlegung, Genauigkeit

ließen di- Hotz.

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geweilt hatte.

Im Tietz der Indizien.

Ferner wies Zanger barauf hin, baß bie Schuhe mit einer Steppma'schine repariert worben waren, von ber es nur sieben Exemplare in ganz Cincin­nati gab. Man begann also jenen Laben ausfinbig zu machen, in bem einNeuling" tätig war, der das Geschäft von der Witwe eines verstorbenen Schuhmachers übernommen hatte.

Dieser Mann konnte auch einen interessanten Hin­weis auf den damaligen Käufer liefern. Vier Tage fpätcr hatte man einen gewissen Norman Peacock verhaftet. Er war 22 Jahre alt, 1,78 Meter groß, wog 140 Pfund und gab nach kurzem Leugnen die

Sein Leugnen wurde vor allem durch das lücken­lose Jndizicngebäude, durch das engmaschige Netz erschüttert, dös Zanger um ihn gewoben hatte. Ohne den Schuhspezialisten wäre der Mord an Mrs. Hockfield wahrscheinlich ungesühnt geblieben. So aber endete Peacock auf bem elektrischen Stuhl.

Aus ber Provinzialhauptstadt.

Ein gutes Geschenk.

könnte jemanb sonst über bie wichtigen Anord­nungen unb Mitteilungen von Staat unb Behör­den unterrichtet werden! In zahlreichen Gerichts­urteilen ist fcftgeftellt worden, daß Unkenntnis der Gesetze und Verordnungen nicht vor Strafe schützt, denn, so wird immer wieder betont, alle diese An­ordnungen werden in den Zeitungen veröffentlicht, und das Lesen einer Tageszeitung gehört zu ben

In ber Festversammlung, bie aus Anlaß ber Vierten internationalen h ° c - unb Festwc> che für neue

einen Monat.

Die Zeitung, ja bie muß unbebmgt in das junge Helm! Wie gut, daß der Staat in weiser Voraus­sicht dafür sorgen wird. Jede Familie ist doch die kleinste Zelle des Staates, sie steht mitten drin im Werden und Gestalten Deutschlands, und der beste Mittler für diese Gemeinschaft ist eben bie Zeitung. Sie bringt nicht nur bie Kunbe vom Geschehen m ber Heimat unb in ber Welt, sie berichtet nicht nur

unb Folgerichtigkeit aufgebaut, bie allen Szenen jene zwingenbe Einbrinalichkeit verleiht welche bie aesunbe Tenbenz des Werkes gebieterisch lorbert. Die Kameraleute Günther Anders unb (für bie Luftaufnahmen) H. v. I a w o r f k y arbeiten vor­züglich. Aus bem großen Aufgebot mehr ?der we­niger bekannter Darsteller: in erster Lime Willy Birgel, schlank, elegant, falt unb überlegen als geistiger Führer ber gegnerischen Aktion; neben ihm Paul Dahlke unb Herbert A. E. Böhme als seine mit brutaler Entschlossenheit unb Energie sich einsetzenben Helfer. Rubolf F e r n a u trifft als In­genieur Brockau sehr überzeugenb ben Typus des begabten, aber haltlosen und charakterschwachen Konstrukteurs, der am Ende aus einer immer hoff­nungsloser werdenden Lage keinen Ausweg me.)r sieht Mit sicherem Instinkt trifft Heinz Welzel den viel einfacheren und von Natur mmber ge­fährdeten Typ des jungen Wehrmachtsangehorigen, der schließlich aus einem klaren und gesunden Ge­fühl heraus energisch, schnell und richtig zu handeln versteht. Lida B a a r o o a unb Irene v. Meyen- borff zeichnen mit lebhafter Kontrastwirkung bie beiben wichtigsten Frauengestalten. Von ben vielen anberen seien Theobor Loos, Zesch-Ballot Karcha w, Otto Graf, Ewalb W e n ck unb Gisela v. Collanbe mit guten, persönlichen Leistungen hervorgehoben.

Auch dieser Film gehört zu ben Werken deutscher l Punktion, bie auf öer ?nt-rnatwnal-n.Filmkunst- I jdjau in Venedig ausgezeichnet wurden -m u^fstm aus ber Herstellungsgruppe und unter ber Spul kitung von Karl R i l t e r Idee und Manu knpt , stammen van Walter " z , - b und Hans W a g- ner- ßeonharb Fürst schrieb bas Dreyvucy. Daraus entstaub ein Film - so regend unb fo strotzend von Hand ung wie nur ir nendein Kriminal- ober Abenteuerstuck, gedreht un- ?er Aufbietung aller technischen und bildmaßigen Mittel1er° modernen Kamera, mit bem Emfatz van teilweife kaum bekannten, °b°r i-h- sicher und ge schickt ausgewählten unb h°chb°S°bten Darstellern. Jnbessen hanbett es sichJ)ter Wäschen unb glänzenben Spielfilm, ber Q Kinobesuchers Erwartungen auch des °°rw°hnten Kmab^uch^rs ÄS -» I«*.

XÄÄÄK g,- »S «ä SSSsss amtheit fonbern einzig und allem °m G g°n> ichen ber Hanblung, an der Fabel mu^ i FUm hat bie Prabuktion nallig neue^ »_

schritten unb ein Thema er sch si , öa war. jebenfalls in bieser Form Spielfilm wie

Und beshalb ist bles nlcht nu ^^rhal-

Sahllose anbere, ber Spannung od^^ ^oatspoliti- tung. bienenb, sonbern . Bebeutung.

scher Wichtigkeit unb kserzleher.sch _

Das Thema - Spionage unb Spion^g^^^ bezieht sich auf Dmge, bie s ch oer mUan$

mehr ober mmber /nteresstert . ^n'gn Beschauer

sehen kann, bie vielmehr leben 5 2ßoI)I unt) unmittelbar angehen, weil fte f Wichtigkeit Wehe bes Vaterlanbesotl ^irfung des

finb. Ausschlaggebenb ist '"r Tatbestanb

Films, baß ber *auS darüber hinaus

m sich aufnimmt, fonbetn ) er nicht

benkt unb seine Folgerunge 3 » er aufmer(=

nur gefesselt unb Sespannt, l nder ß unb Ver­kam, in seinem\urli^ «U; bafc er sich antwortungsbewußtsein getr ss um roa5 e5 stch in vollem Umfang bewußt wird, bebrof)t

ter&Ä. 3«;;:

$6 ÄS«.«.

Der Film bewies, wie an bem außergewöhnlichen Besucherzustrom zu merken war, gleich am ersten Tage eine starke Anziehungskraft. Im Beipro­gramm sieht man bie neue Wochenschau, einen Kulturfilm unb einen Vorspann zuMoskau Schanghai" mit Pola Negn. hth-

Festwoche für neue geistliche Musik in Frankfurt.

sich an

Zeitschristen.

Es wirb für jebe Mutter interessant sein, zu lesen was Pros. Dr. Rott, Berlin, in seinem Ar- titelDas Kinb ist krank" im vktoberheft ber be­kannten ZeitschriftMutter unb Kinb (Ver­lag Staube, Berlin W 30) über dieses wichtige Thema schreibt. Aus dem mit zahlreichen Hub- scheu Silbern geschmückten Heft seien folgenbe «ei- träge erwähnt:Warum babe ich mein Kind. , Was soll man ben Kinbern mitbringen?",Un- s'elbstänbigkeit",Ein Kinb schreibt zum Gebur s- tag",Die Körperschulung ber Hausfrau ,Stö­rungen ber Mutterschaftsvorgänge" usw.

Hochschulnachrichten.

Geh. Rat Prascssor Dr. Wilhelm Meyer. L ü b f e ber bebeutenbe Bonner Romanist ift im Atter von 75 Jahren in Bonn gestorben. Sem Lebenswerk galt ber von Friebrich Dietz begrilnbe- ten vergleichenben romanischen Sprachwissenschaft. Meyer-Lübke war Schweizer von Geburt unb hat zahlreiche Lehrstühle in Deutschlanb unb auch tm Auslanb innegehabt. gtnrtolaa

Der Reichserziehungsnunister hat auf ßomiag des ReichsstatthalteLS in Thüringen Dr. Bernhard K u m m e r mit ei mm Lehrauftrag für altnordische Überlieferung unb germanische Wl-ltanschauungs- Fnnbe und Dr. Johann non Seers mit einem Seärauftrafl für Rechts-, Wirftchafts- und P°ü sich- Gefchlchte auf raffifdjer Grundlage an die Ummr- sität Jena berufen.

gen bie Winterkälte am besten schützen unb eine ganze Ewigkeit hinburch

ullu - gastliche

M u s i k im Frankfurter Rathaus stattfanb, be­grüßte Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs bie aus zahlreichen Ländernl gekommenen Gaste wobei er darauf hinwies, daß Frankfurt nut allen Kulturländern in stetiger, enger Berbindung stehe. Der 1. Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Erneuerung der katholischen Kirchenmusik Dr Dr. Graf von Schön b or n betonte, daß eine Zeit ber Umbildung in fast allen sondern auch auf dem Gebiete ber Kirchenmusik nicht fpurloj vor übTrgeben konnte. In einer Festrede umr.ß der Freiburger Erzbischof Exzellenz Dr Konrad Gro­be r nachdem auch er die Festgaste, insbesondere den Kardinalprimas von Polen, Hlond, begrüßt