hinunter zum Adolf-Hitler-Platz. Wenige Minuten später gellten die Dfeifen, dröhnten die Trommeln: SA. marschiert!
Der Vorbeimarsch vor dem Führer
Von der Arena aeht der Marsch der SA. zunächst 3um Hauptbahnhof. Dann biegen die Kolonnen, immer wieder mit lauter Freude begrüßt, in die Breite Straße am Frauentorgraben ein. Am „Deutschen Hof" vorbei führt der Marschweg in spitzem Winkel zurück in die Altstadt mit ihren malerischen alten Giebelhäusern und ihrem herrlichen Schmuck zum Adolf-Hitler-Platz.
Hier waren die großen Tribünen, die den Platz an drei Seiten umsäumen, dicht gefüllt. Auch an allen Fenstern und auf den Dächern der Vorbauten sah man Kopf an Kopf. Der Führer dankte immer wieder hinaus zu den Tribünen für die endlosen Heil-Rufe und bestieg dann seinen Wagen. Und nun begann der stundenlang währende Marsch der Kampfgefährten Adolf Hitlers.
In Zwölferreihen rückten die Blocks an. Mit ausgestrecktem Arm grüßten die vielen tausend Männer in den Braunhemden ihren Führer, der mit strahlendem Gesicht alle wiedergrüßte. Zum ersten Male wurden die ältesten Fahnen aus der Kampfzeit, oft vergilbt, zerfetzt und verschlissen, nicht in den geschlossenen Fahnengruppen, sondern als Heiligtum vor den Standarten getragen. Der Stab und ein Marschblock der Ober® st e n SA. -Führung, die hinter der Blutfahne schritten, bildeten die Spitze der Formationen. Dann zog Gruppe um Gruppe am Führer vorbei. An der Spitze jeder Gruppe marschierte hinter dem Gruppen-Musik- und Spielmannszug der Führer der Gruppe, der Adolf Hitler Meldung erstattete und dann vor dem Wagen des Führers, wo auch der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, Stabschef Lutze und die ersten Führer der SA., Hermann Göring und Hauptmann Pfeffer, Aufstellung genommen hatten, den Vorbeimarsch seiner Gruppe mit abnahm.
So kamen die Franken daher, nach ihnen die Gruppen Ostmark und Südwest, die Gruppe Hansa, die Gruppen Ostland und Nordsee, und dann unter den Klängen des Niedersachsenliedes die Niedersachsen, die Gruppenführer R u st zu Adolf Hitler führte. Die nächste Gruppe waren die Berliner und Brandenburger. Und da brauste besonderer Jubel auf: Generaloberst Göring war dieser Gruppe entgegengegangen, um in seiner Eigenschaft als SA.-Obergruppenführer mit seiner Berliner SA. vor Adolf Hitler vorbeizumarschieren. Unter den Klängen ihres schönsten Heimatliedes „Schleswig-Holstein, meerumschlungen" marschierten dann die Männer der Nordmark vorüber, dann die Gruppen Niederrhein, Schlesien und Thüringen. Die Rheinländer schritten in besonders starker Zahl heran. Rheinische Weisen erklangen aus der Marschmusik, während die Herkunft der folgenden Gruppe schon von weitem die Weise vom „Jäger aus Kurpfalz" verkündete. In ihren kurzen ledernen Hosen mit weißen Wadenstutzen zogen die Bayern der Gruppe Hochland vorbei. Als letzte Gruppe marschierten die Gruppe Hessen und die Gruppe Mitte.
Der nun folgende Vorbeimarsch des National- sozialistischen Kraftfahrkorps wurde eröffnet durch eine Motorsportschar der Hitleriugend auf Leichtmotorrädern, der eine Abteilung NSKK. auf Beiwagenmaschinen folgte. Hinter einem schneidigen Musik- und Hornistenzug marschierte Korpsführer Hühnlein im Sturzhelm mit seinem Stab am Führer vorbei und nahm dann vor dem Wagen des Führers Aufstellung. Die Motorgruppen der NSKK. zogen in der gleichen Marschaufstellung am Führer vorbei wie vorher die Gruppen der SA. Die blitzblanken schwarzen Lederhelme glänzten in der Sonne, als die NSKK-Männer in schnurgerade ausgerichteten Reihen am Führer vorbeimarschierten. Reichsluftsportführer M a h n k e meldete dann dem Führer 2600 Flieger, die in ihren blaugrauen Uniformen einen ausgezeichneten Eindruck machten und lebhaft begrüßt wurden.
Die SS.
und die allen Kampfer der Polizei.
Reichsführer SS. Himmler führte die Männer des Schwarzen Korps. Hinter dem Reichsführer SS. marschierten die Stäbe der drei Hauptämter der Reichsführung SS., denen die beiden Hauptämter der deutschen Polizei unter Gruppenführer Heydrich und General Daluege folgten. Der Chef der deutschen Ordnungspolzei, General Daluege, zog an der Spitze der alten Garde der deutschen Polizei am Führer vorüber. Die Gruppe zeigte zum ersten Mal die neue Paradeuniform der Polzei. In ihrem weißen Lederzeug auf der hellgrünen Uniform und mit dem Roßschweif am Tschako machten die alten Kämpfer der Bewegung aus den Reihen der deutschen Polizei einen schneidigen Eindruck. Danach folgten die Formationen der SS., Block um Block. Scharf ausgerichtet, strammen Schrittes zeigten diese Gruppen, welcher Geist der Disziplin und des Soldatentums in der SS. herrscht. Das schöne Bild wurde aber noch eindrucksvoller, als die Totenkopfoerbände der SS. vorbeimarschierten, mit geschultertem Gewehr und in vorbildlicher Ausrichtung. Hier sah man die Verfügungstruppen der SS. und die Standarte „Deutschland" und dann als Abschluß des gewaltigen Aufmarsches die Garde des Führers: die Leib standarte „Adolf Hitler".
Als die Weise der Marschmusik verklungen und die Schritte der Leibstandarte verhallt sind, umbrandet ein Sturm der Begeisterung den F ü h - r e r. Alle, die diesen gewaltigen, fünf Stunden wahrenden Vorbeimarsch erlebten, gingen ausein- ander mit der beglückenden Erkenntnis: Deutschland lebt, denn es marschiert für den Führer!
Empfang beim Führer.
Nürnberg, 13. September. (DNB.) Die Führer der Partei waren am Sonntagabend Gäste des Führers in seinem Quartier „Deutscher Hof". Der Führer sprach seine be- sondere Befriedigung über den Verlauf des diesjährigen Reichsparteitages aus und dankte allen Parteigenossen, die an der Organisation und Durchführung dieses Werkes teilhaben, für ihre Ar- beit und Leistung. Der Stellvertreter des Führers, Pg. Heß, gab in seiner Erwiderung den Gefühlen des Dankes Ausdruck, die die Partei -em Führer entgegenbringt für seinen per- sönlichen Einsatz und die Kraft, die er allen Parteigenossen in Nürnberg gegeben hat.
Mein Lebenskampf ist nicht umsonst gekämpst."
Oer Führer spricht auf der großen Kundgebung der HZ. zur deutschen Jugend.
Zunges Volk steht aus!
Nürnberg, 12. Sept. (DNB.) Strahlender Sonnenschein und der wolkenlose blaue Himmel am schönen Sommertage lagen am Samstagoormittag über dem gewaltigen Appell der Hitler- Jugend vor dem Führer. 45 000 Hitler- jungen und 5000 BDM.-Mädel legten als die Auslese der sechs Millionen deutscher Jugend ein Bekenntnis der Treue zu Führer, Volk und Bewegung ab.
Das Stadion war auch diesmal wieder der würdige Rahmen für diese einzigartige Kundgebung. Von den hohen Masten rings um die Kampfbahn wehten die HJ.-Fahnen leicht im Winde. In wohlgeordneten Reihen füllten die aufmarschierten Formationen der HI. das gesamte Feld und die hohen Ränge. Zuvorderst standen die 1500 Hitlerjungen, die am „Adolf-Hitler-Marsch" mit ihren Bannfahnen aus allen deutschen Gauen nach Nürnberg gezogen sind. Auf der der Ehrentribüne gegenüberliegenden Seite standen die 5 0 0 0 B D M. - Mädel. Vor der Ehrentribüne waren etwa 1000 Mann der Marine-HI. angetreten. Auf der Ehrentribüne hatten wiederum das gesamte Führerkorps der Bewegung, die' ausländischen Diplomaten und die führenden Persönlichkeiten der Wehrmacht, der Reichs- und Staatsbehörden und des Reichsarbeitsdienstes Platz genommen.
Eine Viertelstunde nach 10 Uhr betrat der Führer, von brausenden Heil!-Rufen begrüßt.
das Stadion. Nach der Meldung des Reichsjugendführers trat der Führer an das Mikrophon und grüßte die Jugend, die seinen Namen trägt: „H e i l, meine Jugend!" Und wie ein vieltausend- fältiges Echo klang es wieder zurück: „Heil, mein Führer!"
Die Feierstunde beginnt.
Die Feierstunde der Jugend wurde gestaltet aus neuem, aus der Jugend heraus geborenem und gewachsenem Kulturgut. Es waren junge, kraftvolle und mitreißende Weisen, einfache und schlichte Worte, die in den Liedern und Rufen der Jugend erklangen. In dieser Dichtung einer neuen Zeit und einer neuen Generation lag das ganze Wesen der neuen Jugend beschlossen:
Ein junges Volk steht auf, Zum Sturm bereit!
Reißt die Fahnen höher, Kameraden!
Wir fühlen nahen unsere Zeit, Die Zeit der jungen Soldaten!"
Helle Fanfarenrufe künden den Einmarsch der Fahnen der Jugend an. Mit erhobener Rechte ehrte das Führerkorps, ehrten die Vertreter der ganzen Welt die Banner der jungen deutschen Generation, die nun durch die Reihen der angetretenen Formationen getragen wurden und dann auf dem obersten Ring das gewaltige Rund des Stadions umsäumten. Darauf nahm der R e i ch s - jugendführer das Wort.
„HrAame,memMrer,jstunseretlnsterbIichkeit"
Die Ansprache des Reichsjuaendführers.
„Mein Führer! In diesen Wochen sind es fünf Jahre, daß Sie mir die Aufgabe stellten, die Führung der nationalsozialistischen Jugend zu übernehmen. Sie forderten damals, daß wir eine Gemeinschaft der Jugend errichten sollten, in der es kein anderes Gesetz des Aufbaues geben sollte als das der Leistung. Hier unter den Führern der HI. stehen die Söhne der Aermsten unter Hunderttausenden. Was sind überhaupt die Begriffe der Armut und des Reichtums vor der Wirklichkeit jeder Gemeinschaft? In noch späterer Zukunft wird man nur den arm nennen, der in seiner Jugend nicht zu dieser Gemeinschaft aehört hat. (Stürmischer Beifall.) Und weiter forderten Sie, mein Führer, was wir die Jugend nicht nur in Begeisterung zusammenschließen sollten, sondern auch in Zucht und Ordnung. Heute ist auch diese Ihre Forderung verwirklicht, und stolz fühlen wir uns als einen würdigen Teil Ihrer
großen nationalsozialistischen Bewegung. Nur einer der Forderungen gegenüber, die Sie uns stellten, waren wir ohnmächtig. Sie sagten uns damals, es würde Ihnen als ungeheurer Erfolg erscheinen, wenn es uns gelingen würde, hunderttausend der deutschen Jugend in einer Organisation zusammenzufassen. Mein Führer, Sie vergaßen dabei, daß Sie dieser Gliederung Ihren Namen gegeben hatten — hunderttausend forderten sie, und alle sind gekommen. (Nicht endenwollender Beifall.) Und die Zahl dieser Jugend ist auch etwas, auf das diese Jugend stolz ist. Sie hat damit bewiesen, daß es eines gibt, das noch stärker ist, als Sie dachten, mein Führer, die Liebe des jungen Deutschlands zu Ihnen. (Stürmische Heil- Rufe!) Im Jahre der Jugend gibt es viele frohe Stunden. Diese aber ist in jedem Jahre unsere glücklichste. Denn mehr als andere, meine Führer, fühlen wir uns durch den Namen, den wir tragen, in Ihre Person gekettet. Ihr Name ist das Glück der Jugend, Ihr Name, mein Führer, ist unsere Unsterblichkeit! Unser Führer
— Sleg-Heil!
„Zn Euch ist eine neue lugend entstanden."
Der Führer spricht.
Der Führer hielt dann folgende Ansprache: „Meine deutsche Jugend!
Ihr habt das Glück, Zeugen einer ebenso bewegten wie großen Zeit zu sein. Das ist nicht allen Geschlechtern beschieden gewesen. Wenn ich an die Jugend meiner eigenen Zeit und an die Zeit meiner eigenen Jugend zurückdenke, dann kommt diese mir wahrhaft leer vor gegenüber dem, was die heutige Zeit und in ihr auch die heutige Jugend erfüllt, was die heutige Zeit an Aufgaben stellt und was für Aufgaben auch der heutigen Jugend gestellt werden. Es ist wirklich wunderbar, in einem solchen Zeitalter zu leben und in ihm wachsen und werden zu dürfen. Und ihr habt dieses große Glück.
Ihr erlebt nicht die Wiederaufrichtung eines Staates, denn ihr habt ja das alte Reich nicht gekannt. Ihr erlebt die Geburt einer großen Zeit, die ihr messen könnt am Vergleich mit unserer Umwelt! Wie ist unser heutiges Deutschland wieder schön und herrlich! Das werden auch eure jungen Augen fassen. Wie ist heute dieses Deutschland in seiner Ordnung, in seiner großen Disziplin, in seinen überwältigenden Leistungen der Arbeit herrlich und wundervoll!
Wie fühlen wir nicht wieder, daß um uns Werke wachsen, die sich den besten Leistungen unserer deutschen Geschichte zur Seite stellen! Wir alle wissen es: Das, was wir schaffen, wird bestehen können neben unseren alten Domen, neben den Pfalzen unserer alten Kaiser, neben unseren großen Rathäusern der Vergangenheit. Deutschland arbeitet wieder für eine völkische große Zukunft, und wir erleben das nicht nur, sondern wir alle können an diesem Schaffen teilnehmen.
Das sieht man vielleicht am besten, wenn wir zum Vergleich heute den Blick von uns wegwenden in ein anderes Land! Hier die Ergebnisse einer wunderbaren Ordnung, die erfüllt ist von einem wahrhaft frischen Leben — dort ein anderes Land, das erfüllt ist von Greueltaten, von Mord und Brand, von Zertrümmerung und Erschütterung, nicht von Leben, sondern nur von Grauen, von Verzweiflung, von Klagen und von Jammer. Wie groß dieser Unterschied ist, der zwischen einer um uns liegenden Welt und unserem heutigen Deutschland besteht, das könnt auch ihr ermessen! Daß aber dies so ist, verdanken wir nicht einem Zufall und auch nicht dem, daß wir die Hände in den Schoß legten und auf ein Wunder warteten. Das einzige Wunder, das uns diesen neuen Aufstieg unseres Volkes geschenkt hat, ist der Glaube an unser eigenes Volk, die Ueberzeugung, daß dieses tausendjährige Volk nicht zugrunde gehen kann, daß wir selb st es heben und an ihm arbeiten müssen. Wir selbst müssen das Schicksal unseres Volkes gestalten, so wie wir es zu sehen und zu erleben wünschen! (Brausende Zustimmung.)
Das, was wir heule find, sind wir geworden kraft der Beharrlichkeit unseres eigenen Willens! Die Vorsehung gibt dem Starken, Tapferen, Mutigen, Fleißigen, Ordentlichen und Disziplinierten auch den Lohn für seine Opfer. Jahrelang hat dieses Deutschland nicht gelebt, aber das, was heule vor uns steht, das ist nun wieder Deutschland! (Jubelnde Heilrufe der Zehn-
tausende.) So ist aus einer unermeßlichen Gemeinschaftsarbeit, aus Opfer und Hingabe dieses neue Reich entstanden. So haben sich, feine Fahnen durchgeseht, die Fahnen des Vekennt- nisses zu den Idealen eines Volkes. So schaffen heute Millionen und Millionen und fügen Stein zu Stein zu dem großen Quaderbau unseres nationalen Hauses, unseres völkischen
Tempels.
Was würde aber die Arbeit sein, wenn sie gebunden wäre an die Vergänglichkeit einer Generation. Indem wir Jahrzehnt um Jahrzehnt für Deutschland kämpften, sind viele unter uns weiß und grau geworden. Eine wundersame alte Garde war oas, meine Kameraden. Ich bin einer der wenigen Glücklichen der Welt, der höchste Treue, Höch st e Kameradschaft, Höch ft e Opfer- Willigkeit kennenlernen durfte. (Stürmische jubelnde Heilrufe.) Diese alte Garde, die, als Deutschland am ärmsten war, sich wieder in Marsch setzte, im Glauben an den ewigen völkischen Reichtum unserer Heimat, diese Garde, die in der Zeit ihrer eigenen größten Armut ihre Groschen und Pfennige gab, diese Garde, die herauskam aus allen Schichten unseres Volkes, um zu beweisen, daß der ewige Wert einer Nation nicht in Aeußer- lichkeiten liegt, nicht im Namen, nicht in der Herkunft, nicht in der Stellung, nicht im Vermögen und nicht einmal im sogenannten Wissen! Das deutsche Herz hat sich mir erschlossen und hat sich nun Deutschland hingegeben. Die Jahre des Kampfes sind nicht spurlos an dieser alten Garde vor- übergegangen. Aber ihr Gei st ist immer lebendig geblieben, wie ihr Glaube immer unerschütterlich war: Es muß uns doch gelingen! Deutschland wird wieder auferstehen! (Stürmische Heilrufe.j
Und nun sehen wir in Deutschland überall die große Zeit des Weckens, die Zeit der Erhebung, die Zeit des Schaffens und der Arbeit. Aber das ist noch nicht allein der Garant der dauernden und damit wirklichen Auferstehung. Daß Deutschland sich wieder gefunden hat, das fühle ich, das sehe ich im Blick auf euch. Denn in euch ist eine neue Jugend entstanden, erfüllt von anderen Jealen als die Jugend meiner Zeit, erfüllt von einem heiligeren Glauben als die Generation vor uns. Es ist eine neue Jugend gekommen mit anderen Auffassungen, mit anderen Vorstellungen von der Schönheit der Jugend, von der Kraft der Jugend. Ich sehe sie noch vor meinen Augen, d i e Jugend der Vergangenheit. Sie glaubte stark zu sein nur im Genuß. Sie glaubte ihr Nationalgefühl zu betonen nur in der Phrase, jene Jugend, in der der junge Mann damals vermeinte, Vorbild seines Volkes zu werden durch ein möglichst großes Quantum von Alkohol. Nein, meine jungen Freunde! Da wächst heute bei uns doch ein herrlicheres Geschlecht heran. Ihr seit ein schöneres Bild, als die Vergangenheit uns geboten, ja gelehrt hat. Ein neuer Schönheitstyp ist entstanden. Nicht mehr der korzulente Bierphilister, sondern der schlanke, ranke Junge ist das Vorbild unserer Zeit, der fest mit gespreizten Beinen auf dieser Erde steht, gesund ist an seinem Leib und gesund ist an seiner Seele. Und so wächst neben euch Jungen auch heran das deutsche Mädchen.
Vielleicht ist das das größte Wunder unserer Zeit: Bauten entstehen, Fabriken werden gegründet, Straßen werden gezogen, Bahnhöfe errichtet, aber über all dem wächst ein neuer
I deutscher Wensch heran. (Stürmischer Bei
fall.) Wenn ich euch, erfüllt vom glücklichsten Empfinden, ansehe, wenn ich eure Blicke finde, dann weiß ich: Wein Lebenskampf ist nicht umsonst gekämpft, das Derk ist nicht u m- sonst getan! Wit dieser Fahne und in seinen jungen Trägern wird es weiter leben, und eine würdige Generation wird einst für eure Ablösung bereitstehen.
Ihr werdet Männer sein, wie die große Generation des Krieges es war. Ihr werdet tapfer und mutig sein, wie eure älteren Brüder und eure Väter es gewesen sind. Ihr werdet treu sein, wie jemals Deutsche treu sein konnten. Ihr werdet das Vaterland aber mit ganz anderen Augen sehen, als wie wir es leider einst sehen mußten. Ihr werdet eine andere Hingabe kennen an das ewige Reich und an das ewige Volk.
Fünf Jahre sind nun vergangen, seit euer Führer, mein alter Parteigenosse Schirach, der selbst aus der Jugend kam, eure Bildung und Formung übernommen hat. Damals ein schwacher, kleiner Anfang, heute schon eine wundersame Erfüllung. Das soll uns Mahnung und Beruhigung sein für die Zukunft: Wenn wir in fünf Jahren dieses Wunder erreichen konnten, dann werden die kommenden fünf, zehn, zwanzig und hundert Jahre dieses Wunder er st recht erhärten!
Generation um Generation wird sich ablösen in den Aufgaben und in der Erfüllung und immer wieder wird hier in dieser Stadt eine neue Jugend antreten. Sie wird immer stärker, immer kraftvoller und immer gesünder sein und den lebenden Geschlechtern immer größere Hoffnung geben für die Zukunft. Auf diese Zukunft wollen wir unsere gemeinsamen Wünsche vereinen, sie soll unserem Volk Glück und Segen bringen, soll es leben lassen und alle die zum Scheitern bringen, die an diesem Leben rütteln wollen. (Beifall.)
Um uns ist heute eine bewegte Zeit. Aber wir klagen nicht. Und kämpfen sind wir gewohnt, denn aus dem Kampf sind wir gekommen. wir wollen die Füße fest in unsere Erde stemmen, und wir werden keinem Ansturm erliegen. Und ihr werdet neben mir stehen, wenn diese Stunde jemals kommen sollte! Ihr werdet vor mir stehen, zur Seile und hinter mir, und werdet unsereFahnen Hochhalten! Dann mag unser alter Widersacher versuchen, gegen uns anzutreten und sich wieder zu erheben. Er mag sein Sowjetzeichen vor sich hertragen — wir ober werden in unserem Zeichen wieder siegen!
Nachdem der minutenlange Beifall geendet, gibt der Reichsjugendführer das Kommando: „Zur Besichtigung durch den Führer — HI. still- gestanden!" Gefolgt von seinem Stellvertreter und dem Reichsjugendführer geht der Führer nun durch die Reihen d"r Gruppen und sieht den dankbaren Jungen ins Auge. In straffer Disziplin stehen die Formationen da, obwohl man es ihnen nachfühlen kann, daß sie in diesem Augenblick, wo der Führer mitten unter ihnen weilt, ihn mit einem Sturm der Begeisterung umgeben möchten. Nach Beendigung der Besichtigung fährt der Führer um das ganze aufmarschierte Feld herum und grüßt die angetretenen Jungen, begleitet oo/ einer sich immer wieder erneuernden Welle nicht mehr zu beschreibender Begeisterung voll jugendlichen Ueberschwanges. Unter den Klängen des Fahnenliedes der HI. verläßt der Führer dann diese Kundgebung der Jugend, die in ihrer elementaren Kraft und schlichten Gestaltung allen Teilnehmern ein unvergeßliches Erlebnis war.
Der Lichtdom
Über dem Zeppelinfelb.
181,2 Milliarden Kerzen strahlen 15000 Meter hoch.
Nürnberg, 13. Sept. (DNB.) Der Licht- dorn über dem Zeppelinfeld bei dem Appell der Politischen Leiter hat im gesamten Jn- und Ausland begeisterte Schilderungen gefunden. Es ist interessant, einige Zahlen über diese außerordentliche Leistung anzuführen. Um das gesamte Zeppelinfeld waren in 11 Meter Abstand 151 Rie- senscheinwerfer der Flakartillerie aufgestellt wor - den. Die Lichtstrahlen gingen über 15 000 Meter hoch, also bis in die Stratosphäre. Es entstand in der Unendlichkeit der Eindruck, als ob die Lichtstrahlen der Scheinwerfer sich am Himmel zu einer Krone vereinigten und so einen ragenden gotischen Lichtdom bildeten. Der Strom für die Scheinwerfer wurde durch 151 Motoren erzeugt, von denen jeder 20 Kilowatt lieferte, sodaß die Stromstärke insgesamt 3000 Kilowatt betrug. Jeder Scheinwerfer verfügte über 1,2 Milliarden Kerzen, mithin setzte sich' die Lichtwirkung aus insgesamt 181,2 Milliarden Kerzen zusammen.
Der Lichtdom war in 160 bis 200 Kilometer Umkreis von Nürnberg zu sehen. Die Idee, über einem Kundgebungsplatz durch Scheinwerfer symbolisch einen Dom zu wölben, geht auf den Schöpfer der Nürnberger Parteitagsbauten und zahlreicher anderer Bauwerke des nationalsozialistischen Deutschland, den Architekten Albert Speer, zurück, der zum ersten Mal anläßlich des Erntedankfestes auf dem Bückeberg im Jahre 1933 einen Versuch mit Scheinwerfern unternahm. Auch anläßlich der Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen und der XI. Olympischen Spiele in Berlin wurden bei einzelnen Feiern erneut Scheinwerferbatterien in gleicher Weise eingesetzt.
Das Programm des Reichsparteitages 1936.
Montag, 14. September.
14 Uhr: Vorführung der Wehrmacht. Der Führer spricht zu den in Paradeaufstellung angetretenen Truppen.
17 Uhr: Vorbeimarsch der Truppen vor dem Führer auf der Zeppelinwiese.
19.30 Uhr: Fortsetzung und Schluß des Partei» kongresses.
24 Uhr: Großer Zapfenstreich der Wehrmacht, ausgeführt von sämtlichen am Reichsparteitag teilnehmenden Musikkorps vor dem Führer am „Deutschen Hof". Anschließend Abtransport aller Formationen.
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