Platz" liegen? Und doch hat der kleine Pimpf endlich sein Ziel erreicht, als ihn nämlich einer, den er fragte, mißverstand und ihn nach dem — C 0 u - bertrn-Dlatz wies, wo er auch richtig seine Eltern fand. Der greise Baron de Coubertin, der Schöpfer der Olympischen Spiele der Welt, dem zu Ehren man dem Platz vor dem Südtor des Stadions seinen Namen gab, würde wohl herzlich auflachen, wenn er von diesem Mißgeschick des kleinen Berliner Pimpfen hören würde.
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Wie sich am Reichssportfeld die Massen drängen und stoßen, so auch unter den „Linden" und ganz besonders an der historischen Kranzler- E ck e. Diese Ecke, an der sich das alte Cafe Kranz- ler befindet, besitzt von jeher internationalen Ruhm. Hier trifft sich seit undenklicher Zeit die Welt und gibt sich bei einer Tasse Kaffee ein Stelldichein. Und — beim olympischen Zeus! — auch jetzt wieder ist diese Ecke Mittel- und Treffpunkt der Welt gewesen. Don neuem hat sie ihren Ruf befestigen können? Denn an dieser Ecke trafen sich an einem Nachmittag der Olympischen Spiele zwei riesengroße Kraftwagen. Der eine kam die Friedrichstraße, der andere die „Lindep" herauf. Plötzlich ein markerschütternder, doppelter Freudenschrei! Zwei Freunde, in zwei verschiedenen Staaten Nordamerikas beheimatet, sahen sich seit vielen, vielen
Jahren, zum erstenmal wieder. Aber nicht tn ihrer amerikanischen Heimat, sondern eben — an der Kranzler-Ecke in Berlin! Es bedurfte aller Kunst des den Verkehr regelnden Wachtmeisters, um die beiden, sich heißumarmenden Freunde zu veranlassen, ihre Wiedersehensfreude um etliche Minuten hinaus» und die inzwischen herrenlos parkenden Kraftwagen vom Schnittpunkt Friedrichstraße- Unter den Linden wegzuschieben!
ImSegelflugzeug von Berlin nach Kiel
Berlin, 13. Aug. (DNB.) Der ungarische Segelflieger Rotter bat dieser Tage mit einem Segelflugzeug eigener Konstruktion, das er eigens für Streckenflüge konstruiert hat, einen Ueberland- flug vorn Sportflughafen Rangsdorf bei Berlin nach Kiel-Holtenau ausgeführt. Rotter ließ sich um 12.30 Uhr in Rangsdorf von einem Motorflugzeug 400 Meter hochschleppen, gewann infolge thermischer Aufwinde größere Höhe und ging in nördlicher Richtung auf Strecke. Er flog über Berlin, Schwerin, Lübeck, Kiel und landete um 17.40 Uhr in Holtenau bei Kiel, nachdem er vorher über der Kieler Bucht mehrere Loopings ausgeführt hatte. Graf Baillet-Latour, Dr. Lewald, Staatssekretär General der Flieger Milch und Reichsluftsportführer Oberst Mahnte beglückwünschten telegraphisch den erfolgreichen Segelflieger.
Wie sieht es in der Wirtschaft aus?
Berlin erweckt in diesen Tagen mit seiner durch keine Polizeistunden gehemmten Unruhe den Eindruck einer Weltstadt. Fremde Sprachen klingen durch die Straßen, durch die Verkehrsmittel, durch die Geschäfte. Fremde Trachten, fremde Gesichter auf allen Straßen. Nicht nur Sportler find es, die in diesen Tagen die Stadt bevölkern, sondern eine ganze Äeihe Menschen aus aller Herren Länder, die das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und neben dem sportlichen das wirtschaftliche Leben Deutschlands studieren. Immer wieder hört man die Versicherung von Ausländern, daß sie über die Vielgestalttgkeit und die starke Zusammenballung wirtschaftlicher Unternehmungen in der Reichshauptstadt höchst überrascht sind. Das kann nicht weiter wundernehmen, wenn man berücksichtigt, daß saft alle Wirtschaftszweige hier mit großen, angesehenen Unternehmungen vertreten sind. Berlin ist eines der großen Schaufenster des Reiches. Allein ein Drittel aller in der elektrotechnischen Industrie Deutschlands Beschäftigten sind in der Reichshauptstadt tätig, lieber 50 000 Betriebe des Bekleidungsgewerbes haben hier ihren Sitz. Optische, feinmechanische Fabriken, Maschinenbau, Apparate- und Fahrzeugbau, Eisenwaren-, Stahlwaren- und Metallwaren-Fabri- ken sind in dieser Weltstadt Mitteleuropas vertreten. Die bedeutsamsten Organisationen des Groß- und Einzelhandels sind hier zu Hause. Um den Olympia-Besuchern ein anschauliches Bild von den Leistungen der Wirtschaft der Reichshauptstadt zu geben, wurde kurz vor dem Beginn der Olympischen Spiele in dem alten Exportviertel Berlins eine Werbemu st erschau ins Leben gerufen, die als ständige Messe gedacht ist. In dem „Exportblock Ritterstraße" haben mehr als 1200 Firmen der deutschen Wirtschaft eigene Musterlager. Diese Werbemusterschau hat nicht die Aufgabe, an Ort und Stelle Aufträge entgegenzunehmen, sondern sie -soll an Hand einer kleinen Auswahl dem Fachvertreter, der in die Reichshauptstadt kommt, einen Ueberblick über die Firmen verschaffen, die auf dieser Werbemusterschau durch ihre Erzeugnisse vertreten sind. Gezeigt werden, um nur einige Gebiete herauszugreifen, Glas-, Porzellan- und Keramikartikel, Lederwaren jeder Art, Spielzeug und Christbaumschmuck, Eisen-, Stahl- und Metallwaren, elektrotechnische Erzeugnisse, Beleuchtungsgegenstände, kurz und gut, eine Fülle von Fertigwaren, die eine wichtige Rolle im deutschen Ausfuhrgeschäft spielen.
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Der Ausländer, der sich in dieser Werbeschau umsieht, findet ebenso wie der Inländer einen eindrucksvollen Ueberblick von dem deutschen Qualitätsschaffen. Eine Frage die in diesen Tagen begreiflicherweise oft gestellt wird lautet: Was kaufen di e Olympia-Besucher hauptsächlich? Bei dieser Frage ist vor allem an die vielen kleinen und größeren Dinge gedacht, die der Olympia-Besucher für sich selbst als Reiseerinnerung an Deutschland und als Reisemitbringsel für die Sei- nigen kauft. Wider Erwarten werden die als Olympia-Waren gekennzeichneten Artikel weniger gekauft als gerade die deutschen Qualitätserzeugnisse, die seit jeher Weltruf haben und sich aller deutschlandfeindlicher Propaganda zum Trotz auch in den letzten Jahren im Ausland behauptet haben.
Größter Wert wird dabei bei allen diesen Artikeln auf die Kennzeichnung der Ware als deutsche Ware gelegt. Fast alle Olympia-Besucher kaufen Spielsachen und unter diesen wieder hauptsächlich solche, die beweglich sind und aufgedreht werden müssen wie beispielsweise Autos und Tanks in kleineren und größeren Ausführungen. Zur größten Ueberraschung ist die Nachfrage nach Bernstein- schmuck ungewöhnlich rege. Vor allem Armbänder in dem gelben Ambra sind beliebte Mitbringsel. Kleine Schmuckstücke in Gold und Silber, Zigarettenetuis und Puderdosen werden ebenfalls viel und gern gekauft. Starkes Interesse zeigt sich für Schirme, Schallplatten mit neuen Schlagern oder mit den deutschen Nationalliedern, sowie mit dem Olympischen Marsch „Im Olympischen Dorf". Unter den Musikinstrumenten werden vor allem Mundharmonikas verlangt. Die Jugend, namentlich die studierende, interessiert sich für bayerische Maßkrüge in allen erdenklichen Ausführungen. Und dann die Erzeugnisse der Optik! Brillen und Photoapparate wurden gekauft, daß manche Lager fast geräumt sind. Ein neuer Beweis für den Qualitätsruf dieser Waren. Schon im vergangenen Jahr zeigte übrigens die deutsche Photo-Apparateausfuhr eine beträchtliche Steigerung. Im ersten Halbjahr 1936 stieg sie auf 3410 Doppelzentner gegenüber 2834 Doppelzentner zur gleichen Zeit des Vorjahres. Auch wertmäßig ist die Ausfuhr gestiegen, die stärksten Abnehmer unter den überseeischen Käufern find die Vereinigten Staaten und Japan. Unter den europäischen Käufern spielt vor allem England eine gewichtige Rolle.
Die im Ausland ausgegebenen Fahrscheinhefte geben ebenso wie die Anmeldungen zur Leipziger H e r b ft m e f f e (30. August bis 3. September) und der Königsberger Ostmesse (23. bis 26. August) einen zuverlässigen Anhaltspunkt dafür, daß zahlreiche Olympiabesucher an diesen großen Wirtschaftsveranstaltungen des Reiches teilnehmen werden. So können beide Messe-Veranstaltungen mit einem ansehnlichen Geschäft rechnen. Dieser starke Auslandzuspruch ist namentlich für K ö - n i g s b e r g Anlaß zu besonderer Zufriedenheit. Im Gegensatz zu manch anderer Nachkriegs-Messe- grünbung hat die Ostmesse, die erst 1925 ins Leben gerufen wurde, ihre Lebensfähigkeit in den letzten Iabren immer wieder aufs neue bewiesen. Die von Jahr zu Jahr steigende Zahl der Aussteller und Besucher zeigt, daß sie einen außerordentlich wichtigen Faktor im Wirtschaftsleben des gesamten Ostens darstellt. Sie ist recht eigentlich Deutschlands Schaufenster für Osteuropa. Sowohl die Inländer wie die osteuropäischen Einkäufer haben die Bedeutung der Ostmesse erkannt und nehmen daher immer mehr die Gelegenheit zu diesem Messebesuch wahr. Der Abschluß des neuen deutsch-litauischen Wirtschaftsvertrages bietet eine wichtige Voraussetzung zur Neubelebung auch dieser seit Jahren stockenden Wirtschaftsbeziehungen. Estland ist erstmalig mit einer Kollektivausstellung seiner Landeserzeugnisse beteiligt. Die Tür- fei und Lettland erweitern ihre Sammelausstellungen und auch Polen wird durch eine Kollektivausstellung vertreten sein. Britisch-Jn- dien, das in den letzten Jahren auf der deutschen Ostmesse ausstellte, hat sich auf Grund der vorjährigen Verkaufserfolge ebenfalls wieder angemeldet.
Besuch bei der brasilianischen Zechimeisierin.
Hilde von puttkamers Eindrücke in Deutschland.
Mit welcher Begeisterung Deutschland seine Olympia-Gäste empfangen hat, dafür werden tag» täglich in Berlin Beweise genug geliefert. Eine besondere Freude ist es aber für die Gastgeber, wenn es sich um Gäste aus Ueberfee handelt, die deutscher Abstammung sind, die die Farben eines fernen Landes vertreten, das ihr rechtmäßiges Vaterland ist und die doch zugleich in Deutschland die alte und unverlierbare Heimat ihres Blutes grüßen. Diese Gäste, die durch Herkunft und Schicksal den olympischen Gedanken des Dölkerfriedens doppelt lebendig in sich selber verkörpern, sie find keine Fremden, sondern vielmehr erne, heimgekehrte Verwandte. So spüren sie es elber, und so spürt man es, wenn man mit ihnen pricht.
Ein solcher Gast auf deutschem Boden und beim olympischen Fest ist Hilde von Puttkamer, die brasilianische Fechtmeisterin. Sie ist die einzige Fechterin, die Südamerika herübergeschickt hat, aber der Abstammung nach ist sie rein deutsch. Ihr Großvater väterlicherseits, aus einer alten pom- merschen Familie, ist 1860 nach Brasilien ausge- wandert, ihre Mutter ist Deutsche. Das große schlanke blonde junge Mädchen spricht ihre Muttersprache so vollkommen, so ohne jeden Akzent, daß man ihr das Brasilianerturn zuerst kaum glaubt. Auf eine diesbezügliche Bemerkung lächelt sie: „Ja, darauf halten wir sehr. Wir sprechen zu Hause immer deutsch."
Fräulein von Puttkamer hat es sportlich nicht leicht gehabt. Noch 14 Tage vor ihrer Abreise wußte sie nicht, ob sie fahren würde oder nicht. Endlich war es entschieden, und das Schiss trug sie zusammen mit der brasilianischen und chilenischen Mannschaft deutschlandwärts. Es war das erstemal, daß sie sich anschickte, sich mit der Meisterklasse der ganzen Welt zu messen, und dann gleich Olympia — eine aufregende Sache! Sie ist, obgleich sie erst vor fünf Jahren angefangen hat, zu fechten, heute die unbestritten beste Fechterin Brasiliens, die ihre Meisterschaft in allen ihren letzten Turnieren siegreich unter Beweis gestellt hat. Aber so auf fremdem Baden, gegen Gegnerinnen, von denen manche bedeutend länger „dabei" sind, viele die internationale Erfahrung haben, die ihr fehlt, das ist doch noch ganz etwas anderes. Dazu hatte sie das Pech, sich zu Beginn ihres hiesigen Trainings eine Knie- verletzung zuzuziehen, wegen der sie sich in ärztliche Behandlung begehen mußte, und bann stieß sie gleich in ihren ersten Runden auf die besten Fechte
rinnen der Welt — Pech muß der Mensch schon haben! Trotzdem schlug Fräulein von Puttkamer sich tapfer durch eine ganze Reihe von Ausschel- bungskämpfen hindurch. Als sie dann endlich doch ausscheiden mußte, erklärte sie mit freier Offenheit, die anderen seien wirklich stärker als sie. Vielleicht ist sie gar zu bescheiden, da sie kein Wenn und Aber in Betracht zieht, gar keine entschuldigenden Gründe für sich sucht, jedenfalls kann man nicht mit mehr Anstand verlieren, und durch nichts drückt der wahre olympische Geist sich ja besser aus.
Von Hause aus ist Hilde von Puttkamer eigentlich Reiterin. Sie hat in ihrem Leben mehr Siege in Reitturnieren davongetragen als im Fechten, und wenn sie nach etwas Heimweh hat, so ist es ihr Pferd, das sie uns gleich im Bild vor- führt. Aber sie hat gar nicht viel Zeit und Gelegenheit zu Heimweh. Dazu ist es viel, viel zu schon in Deutschland. Die Begeisterung ist unmittelbar und überströmend. Schwer für sie zu sagen, was am schönsten ist: die spontane Herzlichkeit, mit der die Gäste hier empfangen worden sind, die Stadt im Festschmuck, das Stadion in feiner überwältigend großartigen und sinnvollen Anlage, die beispiellos genau durchdachte und tadellos klap» penbe Organisation, die eindrucksvolle Eröffnungsfeier und das Festspiel...
Doch, etwas ist zweifellos das Schönste: zu spüren, daß das olympische Fest hier bei uns ein wirk- liches Volksfest ist, und in tieferem Sinn dadurch überhaupt erst ein Fest, daß das ganze Volk sich wahrhaft in der großen festlichen Idee verbunden fühlt, daß es feinen Kellner, keinen Taxichauffeur, keinen kleinen Schuljungen gibt, der nicht von der allgemeinen Teilnahme und Begeisterung ergriffen wäre.
Und gibt es nun auch etwas, was dem südlichen Gast nicht gefällt bei uns? Doch, das Wetter! Kalt, falt, falt ist es in Deutschland! Und das soll nun Hochsommer sein! In Brasilien gibt es so viel Sonne!
Nach der Olympiade will Fräulein von Putt- famer noch ein paar Wochen in Deutschland bleiben, sie möchte Pommern, die alte Heimat ihrer Familie, besuchen, möchte München und die Berge sehen, Heidelbera und Nürnberg, Dresden und Weimar, furz alle die Stätten, wo deutscher Geist sich auf besondere Weise ausgesprochen hat, um, I wenn sie wieder in ihr Vaterland zurückgefehrt ist, deutsche Art und deutsches Wesen weiter zu tragen.
1 A. v. P.
Zur Erleichterung des Messebesuches werden aus vielen Staaten des Ostseeraumes Sonderfahrten zur Deutschen Ostmesse veranstaltet und wenn nicht alle Zeichen trügen, so wird hie diesjährige Ostmesse einen beachtlichen nacholympischen Rekord erzielen.
Inmitten des wirtschaftlichen Lebens wird eigentlich bei uns in Deutschland noch viel zu wenig Auf- merffamfeit den großen Vorgängen in der Landwirtschaft zugewandt. So wichtige Ziffern wie die Erntevorschätzungen, die doch einen geradezu beherrschenden Einfluß über weite Gebiete des wirtschaftlichen Lebens ausüben, gehen einfach im Getümmel des Tages unter. Die erste Erntevorschätzung zu Anfang Juli ist jetzt durch die zweite vom Anfang Auaust überholt worden. In der Zwischenzeit gingen so ungewöhnlich viele Gewitter über Deutschland nieder, daß hie und da ernste Befürchtungen für die Eindringung der Ernte aufgetaucht waren. Darum freuen wir uns doppelt, daß der Rückgang der Augustschätzung gegenüber der über mittelguten Julischätzung in der Getreideernte sich nur auf 570 000 Tonnen beläuft. Damit würde der diesjährige Ernteertrag immer noch u m 1,2 Millionen Tonnen größer fein als der von 1935. Diese Menge unterteilt sich in 12,88 Millionen Tonnen Brotgetreide, 9,32 Millionen Tonnen Gerste und Hafer und eine Million Tonnen Meng-Getreide. Nach der zweiten Schätzung hat der Winterroggen am stärksten unter der Witterung gelitten. Jetzt aber steht schon fest, daß der Bedarf an Brotgetreide restlos in Roggen- und Weizenmehl aus der diesjährigen Ernte gedeckt werden kann. Ganz genaue Ziffern und Schätzungen werden erst dann oorlieoen, wenn wir aus allen Gegenden des Reiches die ersten Druschproben zur Verfügung haben. Möglich, daß sich dann die Zahlen nach oben oder nach unten abrunden werden. Wir dürfen auch ohne weiteres annehmen, daß, so ungünstig die feuchte Witterung sich für die Einbringung der Getreideernte ausgewirkt haben mag, sie andererseits den Kartof ■ .
fein, Rüben und Futtermitteln einen Auftrieb gegeben hat, der sich im Herbst recht erfreulich auswirken kann. Zahlen liegen uns darüber nicht vor. Wir können jedoch nach den bisherigen Ermittlungen mit einer guten Futtermittelernte rechnen. Das Institut für Konjunkturforschung hat inzwischen sehr bemerkenswerte Zahlen über die Zunahme der landwirtschaftlichen Verkaufserlöse herausgebracht. Sie sind im eben abgelaufenen Wirtschaftsjahr 1935/36 mit 8,8 Milliarden Mark eine halbe Milliarde höher als im Vorjahr. Insgesamt haben sie gegenüber dem Tiefpunkt 1932/33 um rund 3 Milliarden angenommen, wenn man den Wert des Selbstverbrauches in der Landwirtschaft hinzurechnet. In diesen Ziffern sind auch recht bemerkenswerte Angaben über die Umstellungen innerhalb der Landwirtschaft in der Erzeugung von wirtschaftseigenem Futter enthalten. Der Verbrauch ausländischer Oelkuchen geht um eine Million Tonnen zurück. Eine Million Tonnen, das sind gleich 9 Millionen Tonnen Wiesenheu in Futterwert. Da wir 22 Millionen Tonnen an Wiesenheu ernten, bedeutet dieser Verbrauchsrückgang etwa 40 v. H. einer durchschnittlichen Heuernte. Andererseits ist jedoch weder die Zahl unserer Schweine noch unserer Milchproduktion gefallen. Ein Beweis für die erstaunlichen Fortschritte, die die Erzeugungsschlacht innerhalb der Landwirtschaft in den letzten drei Jahren gemacht hat.
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In Verfolg der Neuregelung der Beziehungen zwischen Deutschland und Oefterreijf) vom 11. Juli 1936 ist nun auch ein neues Wirtschaftsabkommen getroffen worden, das für Oesterreich eine wesentliche Entlastung bedeutet. Oesterreichs Wirtschaftsnot war vor allem durch die Gebühr von tausend Mark verstärkt worden, die bei einer Ausreise nach Oesterreich in Deutschland gezahlt werden mußten. Darunter litt der Fremdenverkehr, nicht nur in Wien und im Semmering, sondern auch in den übrigen Bundesländern, weil der Anteil der Deutschen am Fremden-
( Spleen-Ernte 33 !)
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«ALYÄ* enthält nicht nur die zulässige Höchft- meng'e an Tabak.fondem - nach dem ALVA-Prin xip-hochwertige macedonifche Provenienzen:
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RUNDE SORTE)


