Ausgabe 
14.3.1936
 
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Samstag, 14. Mrz 1956

186. Jahrgang

Nr. 63 Erstes Blatt

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-WM General-Anzelger für Oberheffen K-M

richten. G 6 behördliche Anzeigen 6Rpf.

Zrantturt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätrvuch- und Ztemdruckerei R. Lange ln Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel ö

Sietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Der Führer spricht heute in der Hauptstadt der Bewegung.

München und der Tradiiionsgau rüsten zu einer gewaltigen Treuekundgebung für den Führer.

München, 13. März. (DNB.) Keine Stadt im Reich ist mit der Geschichte der nationalsozialistischen Beweauna so eng verbunden wie München. Hier hat Adolf Hitler sein Programm verkün- det, hier die ersten Versammlungen ab- aehalten, hier hatte die Partei die e r st e n Kämpfe mit fanatischen Gegnern zu bestehen, von hier aus trug die Bewegung ihren Kampf in das Reich, von hier aus trat sie ihren Sieges- z u g a n , der zur Eroberung der Macht in Deutsch­land führte. In München steht das Mahnmal an der Feldherrnhalle, in München haben auf dem Königsplatz die ersten Blutzeugen der Bewegung die ewige Wache bezogen, München hat vom Führer den EhrennamenHauptstadt der Bewegung" erhalten. Der Führer hat diese Stadt aber auch zur Hauptstadt der deut­schen Kunst auserkoren und er hat durch die monumentalen Parteibauten, durch das Haus der deutschen Kunst und durch andere Bauschöpfungen der' Stadt ein neues Gesicht gegeben, in dem der heroische Geist unserer Zeit auch seinen archi­tektonischen Ausdruck findet. So setzt denn München seinen Stolz und seine Ehre darein, schon zu Be­ginn des Wahlkampfes in einer gewaltigen K und- g e b u n g, an der Hunderttausende teilnehmen werden, dem Führer seine Liebe, Dankbar- keitund Treue zu bezeugen und ihm zu zeigen, «daß er sich auf die Hauptstadt der Bewegung wie auf den Traditionsgau München-Oberbayern am 29. März verlassen kann.

In einer gewaltigen nächtlichen Kundgebung wird Ine Bevölkerung mit den Zehntausenden von aus­wärts herbeiströmenden Volksgenossen am Sams- lagavend ein Gemeinschaftsbekenntnis 3 u Adolf Hitler ablegen und der Welt einen neuen überwältigenden Beweis erbringen für die Unerschütterliche Geschlossenheit, in der das deutsche Volk hinter feinem Führer steht. Schon am Frei­lag konnten die wichtigsten Vorarbeiten für die «Großkundgebung zum Abschluß gebracht werden, sowohl auf der etwa eine Million Menschen fassen­den Theresienwiese zu Füßen der Bavaria wie in den Ausstellungshallen auf der Therefien- höhe, wo der Führer zu den Volksgenossen über die Entscheidende Bedeutung des 29. März sprechen »vird. Auf der Theresienwiese allein, wo die beiden größten deutschen Lautsprecherfirmen im Zusam- «nenhcmg mit den technischen Behörden der Stadt Ein bisher in München noch nie dagewese- mes Lautsprechernetz errichteten, arbeiteten insgesamt 250 Techniker und Hilfkräfte darunter 75 Mann aus dem Reichsarbeitsdienst an der Aufstellung der 200 Lautsprecher und ebenso vieler Zuleitungsmasten, denen eine Gesamtsprechleistung non zweimal 3000 Watt zur Verfügung steht. Auch cn den Ausfallstraßen des Bavariaringes stnd Lautsprecher aufgestellt, die die Stimme des Füh­rers noch weit in die an die Theresienwiese angren­zenden Straßen hineintragen werden.

Unter einem Wald von über 80 großen Hakenkreuzfahnen, die auf der Theresien- roiese ine beiden Seiten der Zugangsstraße ein- ffassen, werden 200 000 Mann aufmarschieren und Sem Führer den Gruß der Hauptstadt der Be- rvegung und des Traditionsgaues, der sich mit Adolf Hitler ja von jeher ganz besonders verbunden weiß, entbieten. Vier rot verkleidete Pylonen wer­den mit ihren lodernden Flammen den Weg weisen zu der Ausstellungshalle I, in her der Führer spricht. Auch in dieser großen Halle, die in den letzten Jahren wiederholt der Schauplatz erhebender Massenkundgebungen der nationalsozia- !-istischen Bewegung war, arbeiteten am Freitag neben Arbeitsdienstmännern ungezählte Zimmer- eute und Dekorateure emsig an der Ausschmückung und am Einbau von Sitzgelegenheiten und Tribünen 'ür die Zehntausende, die hier und in den angren­zenden Hallen 2 und 3 den Worten des Führers auschen werden.

Die Hauptstadt der Bewegung ist ge­rüstet. Die ganze Bevölkerung weiß: Wenn sie Samstag abend geschlossen auf der Theresienwiese antritt, so tritt sie damit vor dem Führer und f ü r Deutschlands Zukunft an.Treue dem Führer!" Das ist der Wahlspruch, der mit leuch- : enden Lettern über diesem denkwürdigen Abend ckehen wird. Und mit derselben Begeisterung, mit demselben unerschütterlichen Vertrauen zum Führer werden die Massen auch an dem geschichtlichen »9. März an die Wahlurne treten und reudig ihr Stimme abgeben für Adolf Hitler, den Schöpfer des neuen Deutschland und den unermüd­lichen Kämpfer für den Frieden der Welt!

M Dr. Goebbels im Wahlkamps durch die Aordmark.

DerReichsproPagandaministcrsPrichtinKicl

Kiel, 13. März. (DNB.) Reichspropaganda- 'eiter Dr. Goebbels begab sich am Freitagabend von Hamburg aus nach Kiel. Taufende und aber Taufende von begeisterten Hamburgern jubelten »em Minister zu, mit den Formationen der Be- wegung zusammen ein dichtes Spalier bildend, das »ch erst draußen im Weichbild der Stadt verlor. Und dann ging es in rasender nächtlicher Fahrt willen durch die Nordma r k des Rei­ches, durch Dörfer und Flecken, wo überall größere -der kleinere Ansammlungen der Einwohner den Minister in Nacht und Kälte erwarteten, um ihrer

Treue und Anhänglichkeit Ausdruck zu verleihen. Ein wahrer Begeisterungssturm durch­brauste die kleine Stadt Neumünster. Hier war buchstäblich die ganze Stadt auf den Bei­nen. Eine Stunde werden sie wohl gewartet haben, um schließlich nur einen Augenblick, dafür aber um so herzlicher, Dank und Gruß zu entbie­ten. Die Nordmark steht in Treue zum Führer und wird ihm, ihrer Pflicht folgend, am 29. März ihre Stimme geben!

Zu den deutschen Großstädten, die einst durch Parteigezeter und Kriegsfolgen Unsägliches lit­ten, gehörte die Kriegsmarinestadt Kiel. Hoch vor drei Iahren war Kiel eine tote Stabt, der Hafen verödet, die großen Hellingen auf dem Oftufer leer, still war es auf den großen Werftbetrieben, heute fpürt hier in der Kriegs- marineftadt jeder Volksgenosse Tag für Tag,

was der Führer für ihn bedeutet. Der deutsche Werftmann ist stolz, daß seiner Hände Fleiß entsprechende Achtung zu Teil wird, die sich auch das Ausland nicht versagen kann. So zeigen die in den letzten Wochen in Auftrag gegebenen beiden 15 OOO-Tonnen-Groh-Tanker des Auslandes für eine Kieler Werft das Ver­trauen in die deutsche Arbeit.

Bereits eine Stunde vor Beginn der Kundgebung bildete die Nordostseehalle in Kiel ein einziges Köpfemeer und kein Steh- geschweige denn Sitz­platz war noch zu haben. Die Halle mußte wegen Ueberfüllung polizeilich geschlossen werden. Die noch Einlaß begehrenden Volksgenossen wurden auf die Parallelkundgebungen in derDeutschen Wacht" und demEichhost^ verwiesen. Auch vor der Halle, wo für Lautsprecherübertragung gesorgt war, sam­melten sich viele Tausend an. Kurz nach 20.30 Uhr kündigte ein nicht enden wollender Jubel die An­kunft von Dr. Goebbels an.

Nach kurzer Begrüßung begann der Minister, immer wieder von begeisterten Beifallskundgebun­gen unterbrochen, seine Ausführungen, die die Zehn­tausende immer wieder zu« Beifallsstürmen hinrissen. Kein einziges Wort lassen sich die 40 000 Menschen entgehen, die in der langgestreckten Halle gedrängt nebeneinander sitzen oder draußen vor der Halle sowie in zwei Paralleloersammlungen die Rede an­hören. Fast zwei Stunden spricht der Minister. An die Zeiten erinnernd, da eine Auflehnung gegen bas Versailler Diktat als Hoch- und Landesverrat von Gerichten der Weimarer Republik abgeurteilt wurde, sprach Dr. Goebbels von dem Wunder der Volkwerdung, das sich im Zeichen des Hakenkreuzes vollzog und das in dem so knappen

Zeitraum von drei Jahren in einer Unzahl von greifbaren Erfolgen praktisch zur Auswirkung kam.

Als Dr. Goebbels die Halle verließ, hatten die Abfperrmannfchaften große Mühe, die auf ihn zudrängende Menge zurückzuhalten. Nicht geringer war die Begeisterung der Taufende, die in der Um­gebung der Halle durch Lautsprecher die Rede mit anhören konnten. Auch Kiel das hat diese ge­waltige Kundgebung der 40 000 gezeigt wird am 29. März dem Führer freudig seine Stimme geben.

Bischof Dr. Bornervasier begrüßt die Trierer Garnison.

Trier, 13. März. (DNB.) Der Bischof von Trier, Dr. Bornewasser, hat seinen Stellver­treter, den Generaloikar Dr. Meurers, einen ehemaligen Frontoffizier, beauftragt, dem Stand-

ortälteften der Garnison Trier in seinem Na­men zu begrüßen, da der Bischof sich sehr gefreut habe, daß die alte Garnisonstadt Trier wieder von unserer Wehrmacht bezogen wurde. Er sieht in ihr, wie in dem ehemaligen Heer, den Hort des Friedens, der Ordnung, der Zucht und der echten christlichen Gottesfurcht.

Oie NGKOV.

in vorderster Front.

Mit dem Führer für Deutschland.

Berlin, 13. März. (DNB.) Der Reichskriegs­opferführer hat die Bezirksobmänner der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung nach Berlin berufen, um die Richtlinien für die Arbeit zum 29. März zu erteilen. Wie die Nationalsozia­listische Kriegsopferversorgung in vorderster Front stand beim Kampf gegen Hunger und Kälte, wie sie in vorderster Front stand bei der Volksabstimmung 1933, so soll sie auch in vorderster Front stehen bei den Wahlen am 29. März. Die Parole lautet: M i t dem Führer für Deutschland! In Referaten der Abteilungen Presse, Organisa­tion, Propaganda wurden die Maßnahmen näher dargelegt. Die Tagung brachte bereits in überzeu­gender Weise zum Ausdruck, daß alle Frontsoldaten und Kriegsopfer, daß somit jeder deutsche Soldat in Treue und Stolz zum Führer steht.

Die für Anfang April angesetzten Vertrau­ensratswahlen sind mit Rücksicht auf den Reichstagswahlkampf verschoben worden. Der neue Termin für die Vertrauenratswahlen wird, wie Ndz. meldet, noch betanntgegeben.

Europas neue Chance.

Heute vor einer Woche erlebte die Welt die histo­rische Stunde, in der Deutschland den Rest ent­ehrender Fesseln aus dem Versailler Diktat von sich warf und durch die Wiederherstellung feiner vol­len Souveränität über das ganze Reichsgebiet die Voraussetzung für ein neues Friedensgebäude gleichberechtigter Nationen schuf. Denn die Kündi- S des Locarnovertrags durch Deutschland als

Dort auf die Verletzung des Locarnogedankens durch den französisch-sowjetruffifchen Beistandspakt darf nur im Zusammenhang mit dem konstruktiven Friedensplan des Führers betrachtet werden, der für ein neues besseres Locarno den Grundriß ent­worfen hat. Es wäre tief bedauerlich, wenn die für die Zukunft Europas verantwortlichen Staats­männer aus der durch den mutigen Entschluß des Führers geschaffenen netten weltpolitischen Lage nichts zu machen verständen. Es könnte nicht ohne schwerwiegende Folgen bleiben, wenn sie die große Stunde ungenützt verstreichen ließen, in der sich ihnen durch den gedankenreichen, aber ganz auf den politischen Realitäten gründenden Friedensvor­schlag Adolf Hitlers noch einmal die Chance bietet, ein neues Blatt europäischer Geschichte zu beginnen, auf dem statt Krieg und Zerstörung, Völkerentrech­tung, und Länderraub die Friedensakte der euro­päischen Völkerfamilie verzeichnet werden soll als Anfang einer Zusammenarbeit zur Rettung abend­ländischer Kultur und Wirtschaft vor blinder Selbst­vernichtung. Die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen ist eine Kette versäumter Gelegen­heiten, versäumt, weil es in Frankreich bisher an dem Staatsmann fehlte, der mutig genug war, in die von einer gefährlichen Tradition zwischen bei­den Völkern errichtete Mauer von Mißtrauen und Argwohn eine Bresche zu legen, um die Hand des Führers zu ergreifen, dessen nationale Erziehungs­arbeit im deutschen Volk den Boden für eine Ver­ständigung mit feinem großen Nachbarn im Westen bereitet hat. Der Führer hat noch einmal in feiner letzten großen Rede in Karlsruhe erläutert, warum gerade er als deutscher Nationalist an die Stelle der vergiftenden, fruchtlosen Lehre von derErb­feindschaft" der beiden größten Völker des euro­päischen Kontinents den von nüchterner Vernunft eingegebenen Glauben an das Ideal einer deutsch- französischen Arbeitsgemeinschaft gesetzt hat, einer Arbeitsgemeinschaft, die nur gleichberechtigte Part­ner kennt und ihre nationalen Interessen respektiert.

Das deutsche Volk und fein Führer sind nicht ent­täuscht oder gar entmutigt, wenn das deutsche Friedensangebot in Frankreich nicht sofort das Echo gefunden hat, das es um feiner Großzügig­keit willen verdient hätte. Wir kennen aus taufend bitteren Erfahrungen die Vorliebe des Franzosen für das Formalistische, für das in Paragraphen gezwängte Buchftabenrecht der Verträge, die man heilig" nennt, wenn die gesunde politische Ent­wicklung ihre Revision fordert, deren Geist man jedoch skrupellos verletzt, wenn die vermeintlichen Interessen Frankreichs es wünschenswert erscheinen lassen. So hat uns Herrn Sarrauts erstesUnan­nehmbar" so wenig überrascht wie Frankreichs An­trag auf Einberufung des Völkerbundsrats und die von Paris aus angeregte Aussprache der Lo­carnomächte. Wir haben nur den einen Wunsch, daß in dieser Aussprache, die zum Vorteil der Sache aus der überhitzten, von vorgefaßten Mei­nungen, Verstimmungen und Ratlosigkeiten ver­wirrten Atmosphäre von Paris und Genf in das kühler Ueberlegung günstigere Milieu der Lon­doner Downingftreet verlegt worden ist, nicht, wie die Franzosen im ersten Schock es anscheinend vor­hatten, stur halt gemacht wird bei der Aufkündi­gung des Locarnopakts, sondern daß der als Ersatz für diesen durch die anderweitige Bindung Frank­reichs sinnlos gewordenen Vertrag vorgeschlagene Friedensplan des Führers mit der Unvoreinge­nommenheit und Sorgfalt geprüft wird, die jede Möglichkeit verdient, die einen Ausweg aus dem stickigen Gestrüpp europäischer Verwicklungen in die reine Luft klarer Verhältnisse bietet. Die Franzosen gingen anscheinend mit der festen Absicht in die Ver­handlungen, in der Wiedererrichtung der deutschen Souveränität am Rhein ausschließlich einenVer­tragsbruch" zu sehen, den man mitSanktionen" beantworten müsse, und das Positive des deutschen Schritts völlig zu ignorieren. Daß sie mit ihrer starren Auffassung offenbar' bei den Engländern keinen Anklang fanden, war die Ursache zur Ver­legung der Konferenz nach London. Flandin hofft wohl hier eher, auf die Stimmung im britischen Kabinett Einfluß nehmen und den einen oder an­dern Minister und Parlamentarier zu seiner Mei­nung bekehren zu können. Baldwin dagegen möchte mit der Verlegung der Konferenz der Gefahr Vor­beugen, daß sich das Schicksal Hoares wiederholt, dessen Friedensoorschlag im Abessinienkonflikt ein Teil feiner Kabinettskollegen als Kapitulation vor den französischen Wünschen empfunden hatte. Außerdem sahen die Engländer mit Recht in Lon­don eher die Möglichkeit, die Verhandlungen aus dem Rahmen rein formaler Behandlung des deut­schen Schrittes nach dem Buchstaben der Verträge, die nach dem Wunsch der Franzosen natürlich mit derVerurteilung" Deutschlands im Stile von Stresa enden sollte, in ein allgemeines Gespräch über künftige Friedenssicherungen gegebenenfalls unter Hinzuziehung deutscher Vertreter überzu­leiten.

Soweit scheint es indessen noch nicht gekommen zu sein, denn die Franzosen suchen mit allen Mit­teln England unter Druck zu fetzen, um sie für ihr« Auffassung zu gewinnen, daß das deutsche Vor­gehen eine Angriffsdrohung fei, für die sieGenug­tuung" verlangen könnten. Sie suchen England auf dessen eigene Politik im Abessinienkonflikt festzu-

Oer Führer spricht in Frankfurt a.M.

3tS(ö. Am Montag, 1 6. März 1 936, wird der Führer und Reichs­kanzler Adolf Hitler in Frankfurt a.21L in der Festhalle sprechen. Karten zu dieser Kundgebung sind bei allen Ortsgruppen dec RSDAP., Kreis­leitung Groß-Franksurt sowie bei allen Kreisleitungen des Gaues zu haben.

O»e Kundgebung beginnt pünktlich um 20 Llhr.

Die Festhalle wird um 17 Uhr geöffnet. Da mit einem ganz ungewöhnlichen Andrang zu rechnen ist, wird derplahvorderFe st Halle, der für jeglichen Verkehr und als Parkplatz gesperrt bleibt, dem Publikum zur Verfügung gestellt. Dort besteht für Zehntausende die Möglichkeit, den Führer zu sehen und die Rede, die durch Lautsprecher übertragen wird, zu hören. Außerdem wird die Kund­gebung noch in 45 Generalmitgliederappellen der Ortsgruppen der RSDAP. von Groß-Frankfurt übertragen.

Da der 16.März derlag bet Wehrmacht" ist, findet vormittMs um 9.30 Uhr in Frankfurt a. M. auf dem Ostpark eine v

Paradeaufstellung der Truppen

des Standortes Frankfurt a. M. vor dem Reichskriegsminister von Blomberg statt. Diese Paradeaufstellung wird kurz nach 10 Uhr beendet sein. Anschließend nimmt der Reichskriegsminister den Vorbeimarsch her Truppen an der Ostparkstrahe ab. Darauf werden die Truppen durch nach­folgende Straßen marschieren: Hanauer Landstraße bis Allerheiligentor, Hans- Handwerk-Straße, Zeil, H a u p t w a ch e. An der Hauptwache teilen sich die For­mationen. Ein Teil marschiert durch die Biebergasse, Vörsenstraße, Hochstraße, Eschenheimertor, Eschersheimer Landstraße nach Vonames. Der andere Teil über 'Kaiserstrahe bis zum Hauptbahnhof nach der Gutleutkaserne.

Anschließend an die Führerkundgebung in der Festhalle ist aus dem Opern- plahin Frankfurt a. M. ein großer

Zapfenstreich der Wehrmacht.

Daran sind beteiligt: drei berittene Musikkorps, ein berittenes Trompeterkorps sowie Spielleute mehrerer Bataillone. Die Musikkorps werden von einigen Kompanien begleitet. Der große Zapfenstreich wird etwa eine halbe Stunde dauern, dann marschieren die Musikkorps durch die Goethestraße, Steinweg, hauptwache, Kaiser­strahe, Hauptbahnhof in Richtung nach der Gutleutkaserne ab.