Ausgabe 
14.1.1936
 
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Zehntausende von kurzen Lagern während ,

gingen aus Fahrt und schlugen an jedem Tag an anderer Stelle ihre Zelte auf. Unter Einrechnung all dieser kleineren Zeltlager und Fahrten ergibt sich für 1935 eine Gesamtbeteiligungsziffer von e t w a 2 Millionen Jungen an den Freizeit­aktionen der HI. und des Jungvolks. Die Parole für 1936 lautet: Jeder deutsche Junge ins

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Winterhilfswerk des Deutschen Volkes

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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel 2). 21. XII. 35: 11300. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

dige Besetzung von je 1000 bis 2000 Jungen. Die Freizeitaktion der Hitlerjugend wurde somit zu einem unerwartet großen Erfolg. Innerhalb der 25 Gebiete der HI. steht das Gebiet Hessen- Nassau an zweiter Stelle hinter Sachsen mit 40 000 bis 50 000 Jungen.

Unzählige Betriebsführer und Handwerksmeister haben das neue Erziehungswerk durch Bewilligung mehrwöchiger Freizeit für Jungarbeiter und Lehr­linge unterstützt, und viele von ihnen übernahmen sogar die Verpflegungskoften ihrer jungen Betriebs­mitglieder. Neben den Jungarbeitern reihten sich Tausende von Schülern ein in dieHohe Schule der sozialistischen Gemeinschaft". Neben den Ertüch­tigungslagern längerer Dauer verbrachten noch ~ ' * Hitlerjunaen ihre Freizeit in

:end der Wochentage, Taufende

schwäbifch-deutschen Kulturbundes aufgelöst. Mit Berufung auf die Tätigkeit der im November des vorigen Jahres aufgelösten Jugendabtei- l u n g der Ortsgruppe wegen angeblicher politischer Betätigung, die über den Rahmen der Satzungen des Kulturbundes hinausgehe. Das Hauptorgan der deutschen VolksgruppeDas deutsche Volks­blatt" in Neusatz bedauert die Entscheidung der jugoslawischen Behörden, und erklärte die Begrün­dung für wenig verständlich. Es sei besonders schmerzlich, daß nunmehr auch die Ortsgruppe Neu­satz aufgelöst worden sei, wo sich der Sitz des schwäbisch-deutschen Kulturbundes befinde. Mit Neusatz wurde in den letzten Monaten die dritte Ortsgruppe des schwäbisch-deutschen Kulturbundes durch die jugoslawischen Behörden zur Einstellung ihrer Tätigkeit gezwungen.

Wohn., geboten: Sonnige4-3im.- Altwohnung.

Schriftliche An­gebote unt. 0191 andenGieß.Anz.

polnischen Innenminister P i e r a ck i und auf Bei­hilfe zur Flucht des Mörders. Das Gericht ver­urteilte die drei Hauptangeklagten Bandera, Lebed und Karpynec zum Tode. Die To­desstrafe wird jedoch auf Grund des kürzlich erlas- jenen BegnMgungsgesetzes in lebensläng­liche Gefängnisstrafe umgewandelt werden. Don den üblichen Angeklagten wurden zwei zu lebenslänglichem Gefängnis, vier Angeklagten zu je 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Wieder eine Ortsgruppe des schwäbisch-deutschen Kulturbundes in Jugoslawien aufgelöst.

Belgrad, 13. Jan. Die jugoslawischen Behör- den haben die Ortsgruppe Neusatz des

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Der erste Partner Greta Garbos in ihren ame« rikanischen Filmen, der Filmschauspieler John G i l b e r t, ist in Hollywood einem Herzschlage er­legen. Seine Glanzzeit hatte Gilbert in der Periode

der Stummfilme. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Wetterbericht

des Reichswelterdienstes. Ausgabeort Jrantfurf.

Die Großwetterlage ist gekennzeichnet durch einen sich von Island über England nach Frankreich er­streckenden Hochdruckrücken und lebhafte über Skan­dinavien nach Rußland führende Wirbeltätigkeit. Dementsprechend wird eine Zufuhr subpolarer Mee­resluft auf das Festland begünstigt, die auch die in Deutschland bereits gegen Ende der Vorwoche ein­gedrungene Warmluft vollkommen beseitigt hat. Im Bereich dieser Luftmassen wird in der Folge die Warmluft voraussichtlich durch eine kältere und aus mehr arktischen Gebieten stammende Kaltluft ersetzt werden, und es kann mit zeitweiliger Aufheite­rung, aber auch einzelnen Schneeschauern gerechnet werden.

Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis heiter, vereinzeltes Auftreten von Schneeschauern, nachts verbreitete Fröste, Tagestemperaturen bei 0 Grad, Winde um Nord.

Aussichten für Donnerstag: Bei zeit« welliger Aufheiterung und nur noch vereinzelten Schneellfällen weitere Abkühlung.

Lufttemperaturen am 13. Januar: mittags 1,7 Grad Celsius, am 13. Januar: abends 1,5 Grad, am 14. Januar: morgens 0,7 Grad; Maximum 2,0 Grad, Minimum minus 0,7 Grad. Erdtempera­turen in 10 cm Tiefe am 13. Januar: abends 1,9 Grad, am 14. Januar: morgens 1,8 Grad.

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Nationalsozialistische Jugenderziehung

Gemeinschaftsarbeit von Elternhaus, Schule und Hitlerjugend.

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Benzinexplosion. Zwei Eisenbahnwagen wurden völlig zerstört. Dabei wurden vier Perso- neu q e t ö t e t und 20 schwer verletzt. Unter den Opfern befinden sich auch einige Schulkinder. Da man vermutet, daß der Brennstoff sich im Gepäck eines Reisenden befand, wurden alle Fahrgaste ver» haftet. .

In Miajasaki auf der Insel Kluschiu gingen drei Gebäude einer Pulverfabrik in b i e ß u ft. Bisher wurden 15 Tote geborgen. Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt.

Greta Garbos Partner gestorben.

Zeltlager!

Lehrer und Hitlerjugend.

Gebietsführer Potthoff spricht in Weilburg

NSG. In einer Vortragsreihe, die Hitlerjugend­führer vor den Studenten der Hochschule für Leh­rerbildung in Weilburg abhalten werden, sprach als erster Gebietsführer Herbert Potthoff.

Der Gebietsführer legte Wert auf die Feststellung daß die Hitlerjugend in keiner Weise der Lehrer­schaft etwa feindselig gegenüberstehe. Sie lehne nur den Typ des Pädagogen ab, der in Verken­nung ihrer wichtigen Aufgabe auf dem Gebiet der Charakterbildung 'und der weltanschaulichen Schu­lung ihre Arbeit hemme. Sie sei der Ueber- zeugung, daß die Gesamterziehung der deutschen Jugend nur in engsterZusammenarbeit mit der Lehrerschaft erfolgen könne. Die heroische Lebensauffassung, die sich die Hitlerjugend im Gegensatz zur bürgerlichen zu eigen gemacht habe, fände heute vollstes Verständnis bei der Leh­rerschaft, die den Dienst an der Jugend als Beru­fung auffasse. Führerqualitäten bei Junglehrern lasse ohne weiteres die Tätigkeit als Hitlerjugend­führer zu, wenn man dies auch nicht verallgemei­nern könne und dürfe. Ehrlicher Wille und gesunde Anschauung gepaart mit gerader weltanschaulicher Haltung auf beiden Seiten gäbe die Gewähr rei­bungsloser, gedeihlicher Zusammenarbeit auf dem verantwortungsvollen Gebiet der Erziehung der deutschen Jugend.

Kunst und Wissenschast.

Der Führer bei einerkraft-durch-Freude"- Aufführung.

Der Führer traf am Montagabend über­raschend in Nürnberg ein und nahm im Stadt­theater an einer ganz ausgezeichneten Aufführung des3 i g e u n e r b a r o n 5" für die Festgemein-

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Königsberg, 14. Jan. (DNB.) Im Rahmen i der in allen Gebieten der HI. stattfindenden Füh­rertagungen veranstaltete das Gebiet 1 (Ostland) eine Kundgebung. Nach einem chorischen Spiel Ruf aus dem Osten" sprach Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Die Organisation der deut­schen Jugend, so führte er u. a. aus, habe die Auf­gabe, den kommenden Generationen Deutschlands den künftigen Weg einer deutschen Nationalerzie­hung zu zeigen. Die Idee der S e l b ft f ü h r u n g der Jugend sei die revolutionäre Tat in der Geschichte der menschlichen Erziehung. Ihre Durch­setzung in einer Organisation von Millionen bedeute einen gewaltigen Umbruch in der Erziehung selbst. Die Idee ist nur denkbar im Rahmen der national­sozialistischen Weltanschauung, weil diese Weltan­schauung eine Offenbarung des ewig Jugendlichen im deutschen Volke ist. Gegenüber all den Kräften, die diese Idee ablehnen, wollen wir fanatisch erklä­ren, daß wir eine Preisgabe dieses Grundsatzes als die Vernichtung der nationalsozialistischen Ju­gendbewegung überhaupt betrachten würden. Es ist unmöglich, daß diese Jugend als Bewegung, als Impuls besteht, wenn ihr das Prinzip genommen wird, daß sie geschaffen hat. Ich möchte das hier mit solcher Deutlichkeit aussprechen, weil ich es für notwendig erachte, das ganze deutsche Volk darauf hinzuweisen, daß die Erziehung und die Bildung der deutschen Jugend nicht Angelegenheit einer einzigen Stelle sein kann. Drei Faktoren müssen in vertrauensvoller, kamerad­schaftlicher Zusammenarbeit an der Lösung dieses Problems schaffen: das deutsche Elternhaus, die deutsche Schule und die Jugendführung des Reiches mit ihren durch­führenden Organen. Nur wenn diese drei als Ge­meinschaft wirken und sich in ihren Grundzügen über die Tendenz ihrer Erziehung klar sind, kann ein wirklich wertvolles Erziehungswerk geleistet werden. Niemals kann einer dieser Teile die For­derung erheben, über alles bestimmen zu dürfen. Es steht auch gegenüber dem Anspruch eines solchen Teiles der historische Anteil der Eltern an der Erziehung ihrer Kinder, der historische Anteil der Schule und der historische Anteil der Hitler­jugend auf dem Gebiete der charakterlich-seelischen Erziehung zur Führung und zum Führertum. Der Reichsjugendführer nahm dann Stellung zu der Führerauslese in der HI. Er kam auf die Bedeutung der Akademie für Jugend­führung zu sprechen, die in Braunschweig und München entstehen solle. Am 24. Januar werde in Braunschweig bereits der Grundstein ge­legt.

500000in denZelllagern der HZ

Nach den Feststellungen des Organisationsamtes der Reichsjugendführung haben im Sommer 1935 rund 500000 Jungen in mehrwöchiger Dauer das Leben in den Zeltlagern der Hitlerjugend kennengelernt. 167000 davon waren Hitlerjungen, 335 000 Angehörige des Deut­schen Jungvolks.. Die Zahl der Zeltlager erreichte fast 1800. Die 64 größten hatten allein eine ftän-

|8tellenangeböte|

Seine Ursprungs* Zeugnisse,

itrnbem nur Zeugnis- abschrifien dem Be- werbungsjchreiben bei­legen I Lichtbilder undB ew erbungsuntev lagen müssen zur Der- metdung von Verlusten auf der Rückseite 'Ka­men und Anschrift des

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schäftKraft durch Freude" teil. Das Publi­kum, fast nur Nürnberger Arbeiter und Angestellte, i bereitete dem Führer eine stürmische Huldigung. In i der Begleitung des Führers befanden sich außer ! seinem Adjutanten Gauleiter Streicher, Gau- i (eiter Staatsminister Wagner- München, der < Kommandeur der 17. Infanterie-Division General- 1 major Ritter von Schobert und Oberbürger­meister Liebel.

Aus aller Wett.

Stärkste Beteiligung an denOlympischenGpielen zu erwarten.

Der Vorstand des Organisationskomitees für die 11. Olympischen Spiele trat in Berlin zur ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen. Anwesend waren u. a. Staatssekretär Dr. Pfundtner, Relchs- fportführer v. TfchammerundO ft e n, Staats­kommissar Dr. Lippert. Staatssekretär a. D. Dr. Lewald führte den Vorsitz. Generalsekretär Dr. Die hm teilte mit, daß nach dem jetzigen Stand der Anmeldungen eine erhebliche größere A n - zahl von Teilnehmern zu den Spielen er­wartet werden müsse, als nach den Erfahrungen der bisherigen Olympischen Spiele angenommen werden konnte. Zur Zeit lägen vorläufige Meldun­gen aus 21 Ländern vor, d. h. noch nicht einmal aus der Hälfte aller teilnehmenden Länder; trotz­dem machten'ihre Mannschaften allein schon 3800 Personen aus. Rechne man die Aktiven der übrigen 28 Nationen in einer Höhe hinzu, die sich heute schon mit ziemlicher Sicherheit schätzen lasse, so komme man auf etwa 5300 Aktive. Das sei mehr als das Dreifache der Teilnehmerzahl von Los Angeles. Staatsrat Dr. Conti legte einen ge­nauen Plan für die ärztliche Versorgung der Ak­tiven und Zuschauer auf den Olympischen Kampf­stätten vor. Zahlreiche Aerzte, an ihrer Spitze Ge­heimrat Bier und Prof. Sauerbruch, haben ihre Mitarbeit zur Verfügung gestellt.

wegen gehässiger Berichterstattung ausgewiesen.

Der bisherige Berliner Berichterstatter des Prager T a g b l a 11 e s", der Jude und tschecho­slowakische Staatsangehörige Ernst Popper, ist aus dem Reichsgebiet ausgewiesen worden, weil er fortdauernd in unzuverlässiger, unsachlicher und gehässiger Weise über Deutschland berichtete und durch seine irreführenden Hetzartikel nicht nur die Interessen des Reiches erheblich geschädigt, son­dern auch die internationale Atmo­sphäre planmäßig vergiftet hat. Popper hat die Pflichten, welche ihm die von Deutschland gewährte Gastfreundschaft auferlegte, aufs gröbste verletzt. Seine Berichterstattung war eine ständige Belastung für die Tätigkeit der zahlreichen anderen ausländischen Journalisten, die sich bemühen, in sachlicher und fairer Weise über deutsche Verhält­nisse zu berichten.

Jüdischer wadchenmörder verhaftet.

Der Mörder, der in der Nacht zum 15. De­zember 1935 diae 30jährige Johanna Schiele in der Puttkamerstraße in Berlin ermordet hatte, konnte jetzt nach mühevollen Ermittlungen der Berliner Mordkommission in der Person des 29jäh- rigen Juden Arnold Zwirn festgenommen wer­den. Unter dem Druck des zusammengetragenen Beweismaterials legte Zwirn ein Geständnis ab. Danach will der Mörder nach einer Auseinander­setzung wegen einer Geldforderung auf das Mäd­chen, mit einem Totschläger eingeschlagen haben.

Eine wutter mit acht Kindern verbrannt.

Ein entsetzliches Brandunglück, dem eine Mutter und'ihre acht Kinder zum Opfer fielen, er­eignete sich in dem Städtchen Tyldesley in der eng­lischen Grafschaft Lancaster. Aus bisher noch unge­klärter Ursache brach in einem Arbeiterviertel der Stadt gelegenen Häuschen, das der Bergmann T y - r e r mit seiner Familie bewohnte, ein Feuer aus, das in kurzer Zeit das kleine Anwesen in lodernde Flammen hüllte. Später barg die Feuerwehr die neun Todesopfer aus den Trümmern der Brandstätte.

Zwei folgenschwere Explosionen in Japan.

\ Bei Fujui nordwestlich von Nagoja in Japan - ereignete sich auf der Eisenbahn eine schwere

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