3. MchsilährffandsauMellnng in Irankfuri
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14 Fortsetzung
Nachdruck verboten!
Die Männer traten schwer auf in ihren hohen
Stiefeln, mit den kurzen Samthosen und den schwarzen 1 Samtjacken, unter denen das schneeweiße Hemd her-
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Resultat von 1:1 endigte dieses Spiel.
1. Jugend — Steinbach 1. Jgd. 8:0 (2:0).
Weit bessere Leistungen sah man in dem
Leihgestern I — Hungen I 3:2 (2:2).
Am Sonntag weilte die erste Mannschaft fälligen Rückspiel in Hungen und konnte einen dienten 3:2-Sieg erringen. Leihgestern hatte
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„Also schön — darf ich zum Kaffe bitten, Tante Giesecke?"
Benedikte hielt Fräulein Giesecke ihren Arm hin und führte sie zum Kaffeetisch. Denn jetzt erschien Josua mit einem Tablett und darauf eine Riesenkanne Kaffee, Eierbecher mit bunten Wollhütchen und einen Riesennapfkuchen.
„Wünschen ich guten Osterfrühstück", sagte er und rückte den Napfkuchen recht dicht vor Benedikte hin neben das Glas mit den ersten Weidenkätzchen.
„W«s für ein herrlicher Kuchen", sagte Benedikte. ,rS)at Josua gebacken", erklärte Fräulein Giesecke. „Was, Josua? Du bist ja ein Zauberkünstler!" „Sein ich nur Koch", sagte Josua mit angenommener Bescheidenheit, aber der Stolz leuchtete ihm aus den dunklen Kulleraugen.
Daß Hans-Hermann heute am Dfterfeiertag zum Frühstück nicht bei ihnen war, war Benedikte ein leiser Kummer. Sie hätte so gern gewünscht, den ersten Tag in aller Gemeinsamkeit begehen zu können.
Aber da mar ja der Kirchgang, da war Jens Petersen. Sie wurde ganz rot, als sie daran dachte.
„Und was beginnen Sie nun, Benedikte?" fragte Fräulein Giesecke nach dem Frühstück. „Ich möchte, wenn Sie es gestatten, den Wagen anspannen lassen und zur Kirche hinüberkutschieren. Der Weg ist für mich doch ein wenig weit."
„Selbstverständlich, lassen Sie sich nur von Josua hinüberfahren, Tante Giesecke."
Fräulein Giesecke lachte: I
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ren stets überlegen und schossen in gleichen Abständen acht Tore. Die vorzügliche Hintermannschaft vereitelte durch ausgezeichnete Leistungen auch das Ehrentor der Gäste. Schiri Keller, Lich, amtierte gerecht.
ihrer besten Leute zu ersetzen, und daß sie trotzdem gewannen, dürfte sehr hoch einzuschätzen sein.
Leihgestern Schüler — 1900 Gießen 2. Schüler 2:2 (0:1).
Die Schülermannschaft trat in Gießen auf dem 1900er-Platz an und konnte ein achtbares Unentschieden erringen.
1 1. Mannschaft — Vuhbach I 7:1 (5:1)
Das Spiel der ersten Mannschaften zeigte sehr viele spannende Momente und war äußerst schnell und temperamentvoll. Der ausgezeichnete Schiri. Bender-Fellingshausen hatte bei dem wohl harten, aber doch stets anständigen Spiel keine all zu schwere Aufgabe. Spielverlauf: Schon nach 15 Minuten Spielzeit stand das Spiel 3:0 für die Teutonen. Fett war der Schütze der drei Tore. Ein Strafstoß aus 20 Meter Entfernung und gute Vorlagen von O. und K. Haas waren die Einleitung zu diesen Erfolgen. Blitzschnell änderten sich die Situationen und oft mußte sich die einheimische Hintermannschaft voll einsetzen, bis endlich Lang das Resultat auf 4 und 5 stellte. Beim Stand von 4:0 gelang es den Gästen, den verdienten Ehrentreffer anzubringen. Mit dem Resultat von 5:1 wurden die Seiten gewechselt. Bei Wiederbeginn stellte Butzbach um und verlegte sich mehr auf Abwehr. So wurde Ecke auf Ecke erzielt, bis der Rechtsaußen Karl Haas durch wuchtigen Nachschuß auf 6:1 erhöhte. Immer wieder sah man die Teutonen im Angriff. Läuferreihe und Schlußleute rückten auf und Butzbachs Elf wurde zurückgedrängt und hatte sich jedoch bis kurz vor Schluß geschickt verteidigt. Lang war es noch einmal, der durch Alleingang zum 7. Tore einschoß, und damit war das Spiel zu Ende. Der Teutonen-Elf gebührt ein Gesamtlob. Jeder einzelne hat auch diesmal wieder Anteil an diesem schönen Erfolg. Spieler waren: Happel; Jung, Burger; Burger, Schmandt, Schmitt; Fett, O. Haas, Brückel, Lang, K. Haas.
Fußballabteilung des Turnvereins Alten-Buseck.
Allen-Vuseck I — Heuchelheim I und II komb. 2:1 (1:1).
Zu diesem Spiel trat Alten-Buseck mit Ersatz an. Von Anfang an legten beide Mannschaften ein scharfes Tempo ins Spiel. Heuchelheim konnte die Führung an sich reißen. Dann drückte Alten-Buseck merklich, konnte aber vorerst nichts erreichen. Kurz vor Halbzeit konnten die Einheimischen durch einen unhaltbaren Elfmeter den Gleichstand Herstellen. Nach der Halbzeit kämpften beide Mannschaften um den Sieg. Mitte der zweiten Halbzeit konnte Alten Buseck den Siegestreffer erzielen. So blieb es bis zum Schluß. Alten-Buseck konnte als verdienter Sieger den Platz verlassen.
Allen-Vuseck Schüler — Garbenleich Schüler 5:2.
Die Kleinsten lieferten sich ein schönes Spiel. Hier war Alten-Buseck besser und konnte einen hohen Sieg erringen.
Gpielabteilung 2». 1889 Klein-Linden
Klein-Linden 1. Jgd. — Grohen-Linden 1. Jgd. 4:2.
Am Sonntag traten nur die beiden Jugendmannschaften auf den Plan.
Die 1. Jugend bestätigte ihre derzeitige gute Form durch einen eindrucksvollen Sieg über Großen- Linden 1. Jugend. Durch zwei Deckungsfehler der einheimischen Verteidigung gingen die Gäste mit 2:0 in Führung. Kurz vor Halbzeit konnte jedoch der Halbrechte auf eine schöne Vorlage hin ein Tor aufholen. Nach der Pause waren die Gastgeber bedeutend besser, sie konnten noch drei Tore erzielen, während die Gäste leer ausgingen.
Klein-Linden 2. Igd. — Allendors (Lahn) 1. Jgd. 3:0.
Auch die 2. Jugend konnte ihren Gegner aus Allendorf nach einem überlegen geführten Spiel mit einer 3:0-Niederlage nach Hause schicken.
Spielvereinigung 1926 Leihgestern.
Die 2. Jugend errang gegen die gleiche des Lokalgegners, nachdem das Spiel bei Halbzeit noch unentschieden stand, einen glatten 4:1-Sieg.
Die 3. Jugend schlug die 2. von Heuchelheim in einem stets spannenden Kampfe mit 4:2 Toren.
Die 1. Schüler verloren in Lollar unter verkürzter Spielzeit mit 2:0 Toren, dürften aber die Punkte zugesprochen bekommen.
Die 2. Schüler warteten in Lollar vergeblich auf die gleiche des SV. 20.
Oie Aufstiegspiele zur Bezirksklasse beendet.
SD. Lollar — Sportfreunde Wetzlar 3:2. Aßlar — Burg 0:3.
Auf Grund dieser Ergebnisse nimmt Lollar den ersten Tabellenplatz ein. Die Leistungen der Mannschaft waren während der Dauer der Aufstiegspiele konstant.
Den 2. Platz hält Burg, die in Aßlar überraschend sicher siegten. Durch die Niederlage haben die Aßlarer jede Aufstiegchance vergeben.
Die Wetzlarer Mannschaft war in manchen Spielen vom Pech verfolgt, zeigte aber auch nicht die Leistungen, die man von ihr erwartet hatte. Wenn keine Neueinteilung der Gruppe kommt, so dürften sich Burg und Lollar den Aufstieg zur Bezirksklasse erkämpft haben.
„FC.Teutonia-Watzenborn-Steinberg
2. Mannschaft — Großen-Linden I 1:1 (1:0)
Wohl zeigte das erste Spiel (2. Mannschaft gegen 1. Mannschaft von Großen-Linden) wenig ansprechenden Fußballsport. Es war ein mitunter planloses Ball-hin und hertreten, und es überboten sich hierbei beide Mannschaften. Bei durchweg überlegenem Spiel verstanden es die einheimischen Stürmer nicht, einen eindeutigen Sieg zu erringen. Sogar ein Elfmeter wurde ausgelassen. Mit dem
Olympia-Wehrstaffel
NSG. Der (Saubeauftragte des Reichssportführers, Gruppenführer Becker le, hat für den 24. Mai eine 56X100-Meter-Staffel für Wehrformationen ausgeschrieben. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. im Reichsverband für Leibesübungen ist mit der Durchführung dieser Wehrstaffel beauftragt. Hier werden erstmals die Männer der Wehrformationen, im Gegensatz zu der bisher üblichen Sportbekleidung, die Staffel im Dienstanzug mit Tornister, Brotbeutel und Feldflasche laufen und damit dem Wehrcharakter Ausdruck verleihen. So kämpft die große Einheit für Turnen und Sport, der Reichsbund für Leibesübungen, Schulter an Schulter mit den Wehrformationen für dos gemeinsame Ziel. Die erfreuliche Zusammenarbeit wird lebhaft begrüßt, so daß diese Wettkämpfe in Zukunft auch auf die Reserveeinheiten der Wehrformationen und die Hitlerjugend ausgedehnt werdep können. Leider läßt sich dies infolge der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit in diesem Jahre noch nicht durchführen.
Sportamt „Krast durch Freude".
heute folgender Kursus:
Allgem. Körperschule, Frauen und Männer. Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.
Vorbereitungskursus für das Reichsfporlabzeichen.
Am kommenden Samstag beginnt auf dem Universitätssportplatz am Kugelberg ein Vorbereitungskursus für das Reichssportabzeichen. Die Kosten für den 6ftünbigen Kursus betragen für Mitglieder der DAF. 1,80 Mark, für Nichtmitglieder 3 Mark. Am Schluß dieses Kursus wird die Prüfung für das DRA. abgenommen. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, entgegen.
Reiten.
Für einen Reitkursus Montags werden noch Anmeldungen angenommen.
Tennis.
Auch für die Tenniskurse Sonntags (vormittags) werden noch Anmeldungen angenommen.
Rettungsschwimmen.
Es ist ein Dorbereitungskursus zur Erlangung des Grund- und Leistungsscheines der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft vorgesehen. Anmeldungen hierzu nimmt die Geschäftsstelle entgegen.
VfB.-Beicksbahn Gießen.
Jugendfußball.
Das Spiel der 1. Jugend mußte ausfallen, da die Butzbacher das Spiel absagten.
Die Geflügellehrschau auf der Reichsnährstandsausstellung.
Anläßlich b^r 3. Reichsnährstandsausstellung in Frankfurt a. M. findet eine G e f l ü g e l l e h r - sch a u auf dem Festhallengelände statt, die alljährlich von der Reichsfachgruppe Landwirtschaftliche Geflügel- und Herdbuchzüchter auf dieser großen Schau gezeigt wird. Ein Teil der anerkannten Ver- mehrullgszüchter der Landesbauernschaft Hessen- Nassau hctt die Belieferung der einzelnen Abteilungen dieser Lehrschau mit Leistungsgeflügel übernommen.
Es soll bei dieser Lehrschau den Bauern und Geflügelhaltern vor Augen geführt werden, durch welche Maßnahmen eine Erhöhung der Durchschnittsleistungen ihres Geflügels erreicht werden kann. Bekanntlich sind im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, und zwar in den Dienstbezirken der Landwirtschaftsschulen und Wirtschaftsberatungsstellen in Gießen, Wetzlar, Friedberg, Usingen und Michelstadt schon seit längerer Zeit hauptamtliche Geflügelzuchtberater (innen) tätig, die durch Beratung und Aufklärung versuchen, die Geflügelhaltung der Bauern und Landwirte wirtschaftlich zu gestalten. Die Lehrschau wird noch weitere Aufklärungsmöglichkeiten geben, wird doch hier gezeigt, wie durch unsachgemäße Haltung und Pflege des Geflügels nur unwirtschaftliche Leistungen erzielt werden können, während auf der anderen Seite durch richtige Haltung, Pflege und Fütterung besonders wirtschaftlicher' Rassen eine durchgreifende Leistungssteigerung erzielt werden kann.
Neben dieser Lehrschau wird auch auf dem Bauernhof ein Mustergeflügelstall zu sehen sein, der insbesondere mit Leistungsgeflügel aus den anerkannten Vermehrungszuchten unserer Landesbauernschaft beschickt wird. Auch hier kann der Bauer und Landwirt sehen, wie durch eine richtig betriebene Geflügelzucht auch aus diesem Betriebszweig der Landwirtschaft Erfolge erzielt werden können. Der Besuch der Lehrschau wird allen Geflügelhaltern . empfohlen. Geeignete Beratungskräfte stehen zur Verfügung, um über alle Fragen, die die Geflügelhaltung betreffen, bereitwillig Auskunft zu geben.
Oie deutsche Milchwirtschaft stellt ihre Leistung unter Beweis.
Im Rahmen der deutschen Volkswirtschaft nehmen die Milch und die aus ihr hergestellten Erzeugnisse eine überaus bedeutungsvolle Stellung ein. So ist allein der Wert der Trinkmilch-Erzeugung größer als der des gesamten Kohlenbergbaues. Es dürfte daher nicht wundernehmen, daß auf der 3. Reichsnährstands-Ausstellung in Frankfurt die gesamte Milchwirtschaft in großem Rahmen zum Aufbau kommt. Ein besonderes „Haus d e r M i l ch" vereinigt alles, was mit der Milchwirtschaft irgendwie in Zusammenhang steht. Im Gegensatz zu den beiden letzten Jahren hat sich diesmal die Milchwirtschafts-Schau die Aufgabe gestellt, einmal die Arbeit, die zur Verbesserung der Güte der deutschen Milch und Milcherzeugnisse in den letzten Jahren geleistet wurde, der Öffentlichkeit oorzuführen.
Der gewaltige Kuppelbau des „Hauses der Milch" wird beherrscht von der Darstellung der Ergebnisse der großen Milch- und Butterbewerbe, die beeits vor der Ausstellung zur Durchführung gekommen sind, und der Spitzenleistungen der deutschen Käseerzeugung. Einen besonderen Eindruck dürfte allen Besuchern der Aufbau der Spitzensorten aller deutschen Käse vermitteln. Diese Schau steht unter dem Qualitätszeichen für deutsche landwirtschaftliche Markenware, um somit gewissermaßen die gewaltigen Anstrengungen, die zur Verbesserung der Käseerzeugung geleistet wurden, zum Ausdruck zu bringen.
Das Allgäu als charakteristisches Käseland hat an bevorzugter Stelle seine Erzeugnisse aufgebaut. Die beiden riesigen Ausstellungsstände dieses Gebietes flankieren, verbunden durch die Beschriftung, in Form eines riesigen Torbogens den Haupteingang des „Hauses der Milch". Im Mittelteil der Halle findet man zur linken Seite den großen Stand des gastgebenden Verbandsgebietes, des Milchwirtschaftsverbandes Hessen. Als typisches Erzeugungsgebiet für Sauermilchkäse werden auf diesem Stand die Entwicklungsstufen der Sauermilchkäseerzeugung im Wandel der Jahrhunderte gezeigt. Daneben sehen wir hier ein großes natur-
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„Josua brauche ich dazu nicht, hier kutschiert jeder selbst. Und Sie, Benedikte, gehen Sie zur Kirche?"
Benedikte wurde ein roenig verlegen.
„Ja, aber — aber ich möchte zu Fuß gehen, ich — ich habe mich nämlich verabredet."
Mit Erstaunen sah Fräulein Giesecke sie an.
Sehr schnell, um es heraus zu haben, erzählte Benedikte:
„Ja, denken Sie, ich habe schon eine Bekanntschaft gemacht, unfern Nachbarn, den Lehrer Jens Petersen."
„Jens Petersen? Da haben Sie gleich einen der wertvollsten Menschen auf unserer Insel kennengelernt, Benedikte. Aber wieso? Haben Sie ihn denn schon gesprochen?"
Da erzählte Benedikte von ihrem Morgenspaziergang und der Begegnung mit Jens Petersen.
„Kennen Sie ihn näher, Fräulein Giesecke?"
„Ja, er war im vorigen Winter, als Ihr Onkel starb, fast allabendlich hier drüben. Ein feiner Mensch! Es steckt viel, viel mehr in ihm, als man hinter seiner einfachen, beinahe schüchternen Art erwarten könnte."
Das weiß ich, lag es Benedikte auf der Zunge. Aber sie schluckte die Bemerkung herunter. Sie hatte plötzlich durchaus keine Lust, irgend jemanden zu erzählen, daß ihre Bekanntschaft mit Jens Petersen schon viel älteren Datums war.
7.
Die kleine Dorfkirche oben auf dem Hügel am Norderende war weit geöffnet. Glockenklang floß über die Insel und mischte sich mit den hallenden Tönen der alten Orgel. Der Organist Mathes saß vor dem alten Instrument. Die fröhlich-frommen Klänge einer Bachschen Fuge klangen den Kirchgängern entgegen.
Da kamen sie alle paarweise oder in kleinen Gruppen. Die Fischerfrauen in ihrer alten Tracht, schwarzseidene Schürze über weitem, faltigem Wollrock, eine schwarze Schoßjacke eng geschlossen. Die Frauen trugen kleine schwarze Hüte, die jungen Mädchen gingen ohne Kopfbedeckung, so daß die hellen Haare in der Frühlingssonne leuchteten.
Kührertagung der HZ. des Gebiets Hessen-Nassau.
Lpd. Wiesbaden, 12. Mai. Am Montag und Dienstag fand am Adolf Hitler-Haus in Wiesbaden, dem Sitz der Gebietsführung, eine Tagung aller Bann- und.Jungbannführer statt. Stabs- lciter Oberbannführer Brandt, der zur Zeit auch die Geschäfte des in Urlaub weilenden Gebietsführers wahrnimmt, leitete die Tagung. Nach einem einleitenden Vortrag des Stabsleiters sprachen die Abteilungsleiter über die einzelnen Aufgabengebiete. Eine an jeden Vortrag sich anschließende kurze Aussprache klärte etwaige Zweifel und vermittelte darüber hinaus neue Anregungen. Im Vordergrund standen besonders die Durchführung der Zeltlager, die körperliche und weltanschauliche Schulung, sowie der neue Aufschwung der Kampfzeitung des Gebiets Hessen-Nassau „Die Fanfare". Am Montagabend vereinigte ein Kameradschaftsabend in der neuen Jugendherberge in Wiesbaden die Bann- und Jungbannführer, sowie Abteilungsleiter der Gebietsführung. Stabsleiter Brandt war ebenfalls anwesend. Die Tagung stand unter dem Eindruck der Geschlossenheit des Führerkorps der hessen-nassauischen HI. Auf Grund der hier gewonnenen wertvollen Erfahrungen erklärte Stabsleiter Brandt, daß diese Tagungen zu einer monatlich wiederkehrenden ständigen Einrichtung würden. Die nächste Führertagung wird am 15. und 16. Juni stattfinden.
schließenden Jugendspiel. Gäste waren hier Steinbacher Jugend. Mit lebhaftem Tempo begann der Kampf, und er wurde auch bis zum Schluß mit Elan von beiden Mannschaften in sportlichem Anstand durchgehalten. Die jungen Teutonen wa-
Jens Petersen seufzte auf: „Leider und Gott sei Dank, möchte man in einem sagen, Fräulein Zedlitz. Gott sei Dank, weil mit den Fremden Arbeit, Verdienst und Brot auf die Insel kommt, und das haben unsere Fischer weiß Gott nötig. Sie treiben ein hartes Handwerk, und der Lohn ist gering. Aber wer wie ich die Insel mit ganzer Seele liebt, dem wird sie durch die vielen fremden Menschen doch wie verfälscht. Dort oben zum Beispiel" — er wies auf das große Haus, „da wohnen Leute, von denen ich mich auch jeden Tag frage, was haben sie nur hier zu suchen? Die paßten besser nach Ostende oder Biarritz, bloß nicht hierher. Es gibt wenig Menschen, die hierher passen, Fräulein Zedlitz."
„Und ich?" fragte Benedikte. „Finden Sie, daß ich hierher passe?"
Sie hatte es beinahe lächelnd gesagt, in ihr war so ein glücklicher Uebermut. Sie wußte nicht warum, aber sie fühlte sich sehr froh. Es war Ostersonntag, nun kam der Frühling — es war so schön hier. Und sie ging neben Jens Petersen.
Da schaute Jens Petersen sie an mit einem tiefen, gesammelten Blick:
„Ja, Sie passen hierher", sagte er leise. Und dann schwiegen sie beide, bis die Kirche sie aufnahm. Sie schlüpften in die letzte Bank, denn alles war schön besetzt.
Benedikte sah über die Reihen der Menschen hin. Da saßen sie alle in andächtiger Stille. Sie konnte auf den Bänken ab und zu ein Namensschild lesen: Platz der Familie Hübner, Schlieker, Gau.
Da saßen fie, alle Nachkommen der Geschlechter, die vielleicht feit Hunderten von Jahren lebten, hier verwurzelt waren, hier geboren wurden, aufwuchsen, ihr Leben hatten mit Freude und Mühsal, dem Grabe zugingen und in ihren Kindern und Kindeskindern wieder auferstanden. Das war etwas gänzlich anderes als das Leben der Menschen in der großen Stadt, das wurzellos hier- und dorthin trieb. Ein ungeheures Gesetz zeichnete sich für Benedikte ahnungsvoll ab. Ja, dort in der Stadt lebte man in großen Häusern, zufällig in dem ober jenem, und keiner wußte vom anderen. Dies hier dagegen war eine Gemeinschaft, umschlossen von der Insel, verbunden durch den gleichen Boden, verbunden durch die Natur, die sie alle nährte ...
(Fortsetzung folgt!)
„Bei mir werden Sie schon lebendig sein müssen, Fräulein Giesecke, ich habe ja keine Ahnung, wie ich hier mein »Rittergut' verwalten soll. Sie werden mir tüchtig helfen müssen."
„Das will ich gern tun, Benedikte. Und nun tun Sie mir auch einen Gefallen: Nennen Sie mich so, wie mich meine Nichten und Neffen überall nennen, ich heiße überall nur: Tante Giesecke."
vorschaute. Sie hatten auf dem Kopf ihre lustigen flachen Hüte mit der kleinen grauen Troddel sitzen.
Langsam zog der Zug hinauf zur Kirche. Man sprach nicht viel. Es war ein wortkarges Geschlecht hier, und überhaupt auf dem Weg zum Ostergottes- dienst war man still und gesammelt.
Langsam gingen die Frauen, das alte Gesangbuch in den Händen. Die jungen Mädels und die jungen Burschen freilich nahmen es mit der Sammlung nicht so genau. Manches Scherzwort wechselte hinüber und herüber. Mancher Blick eines jungen Burschen flog den Mädeln zu. Die kleineren Mädchen schritten stolz und steif. Ihre Haare, mit Zuckerwasser steif gemacht, standen in kleinen, fest geflochtenen Zöpfchen vom Kopf ab. Leuchtend rosa Schleifen waren festtäglich in das Haar gebunden. Die Buben natürlich konnten es nicht lassen, sich selbst auf dem Kirchgang schnell einmal zu raufen, bis ein Machtwort der Väter sie zur Ordnung rief.
Jens Petersen hatte, wie verabredet, vor dem Schulhaus auf Benedikte gewartet. Wie schon sie aussah in ihrem weißen Wollrock mit dem weißen Sweater und der kleinen weißen Kappe. Wie schon und rein und mädchenhaft.
„Es ist wunderbar, daß Sie da sind", sagte er.
Sie erwiderte nichts.
Ein süßes Schweigen spann zwischen ihnen, wie sie nun langsam über die stillen Wiesen der Kirche am Norderende zugingen.
Es war alles so feiertäglich. Die Hütten lagen still. Nur der leise Rauch kam aus den Schornsteinen. Ab und zu muhte eine Kuh irgendwo im Stall. Ein Hund kläffte auf, ein Pferd wieherte, bann roieber Stille, tiefberuhigte, schwingenbe Stille. Ganz fern auf bem Meere sah man bie Rauchfahne eines Dampfers, unb über ben Bobben her kam bas erste Schiff mit Festtagsgästen.
„In einer Stunbe wirb hier ein Gewimmel auf ber Insel sein, baß man sich am besten in fein Haus flüchtet", meinte Jens Petersen, „an Festtagen ist bie Insel arg überlaufen. Das ist nichts für uns Eingeborene."
„Ich kann es ben Leuten nicht Derbenfen", meinte Benebikte, „es ist so schön hier, ba mochte jeber wenigstens ein Stückchen oon ber Herrlichkeit abbekommen. Im Sommer muß boch hier mächtiger Betrieb sein."
getreues Bilb einer neuzeitlichen Harzer Käserei. Gegenüber bem hessischen Stanb fallen befonbers bie Käseausstellungen aus bem Rheinlanb unb aus Ostpreußen auf. Wir sehen bort in einer sehr ein- drucksvollen Bilderfolge bie Erzeugung oon Käse nach Holländer Art. Recht interessant ist auch der Stand für den Tilsiter Käse, der in besonders schmucker Form vom Milchwirtschaftsoerband Ostpreußen ausgestaltet wurde.
An der die Ehrenhalle der Milchwirtschaft abschließenden Wand kommen die Ein^elergebnisse der Leistungsprüfungen von Milch, Schlagsahne, Milchmischgetränken, Butter und Käse zur Darstellung. Daneben sind in zwei großen Glasschränken die Ehrenpreise aufgebaut. Ein Ehrentisch der deutschen Butter gibt Gelegenheit, die wenigen aus den einzelnen Verbandsgebieten zur verschärften Leistungskontrolle, die aus einer dreimonatigen Lagerprüfung besteht, zugelassenen Markenbutterbetriebe, kennenzulernen.
Besondere Aufmerksamkeit dürfte auch der Stand der Dauermilcherzeugnisse finden, auf dem in Form einer Erzeugungskurve die Wichtigkeit der Verwertung von Ueberschußmilchmengen durch die Herstellung von Milchpuloer und Dosenmilch gezeigt wird.
Abschließend kann gesagt werden, daß es jeden Besucher sicherlich sehr stark beeindrucken dürfte, wenn er durch die zahlreichen Stände im „Hause der Milch" wandert und feststellt, daß Tausende von Proben Milch, Butter, Käse, Schlagsahne usw.
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Nomon von Marlise Kölling.
Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau.
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aus allen Teilen Deutschlands in Frankfurt oer»! einigt sind, um ihre Leistung unter Beweis zu stellen.


