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und 536 der
vorragende Preise. 224 sehr gute Preise 133 gute Preise erzielt, zusammen also Preise, die eine Leistung darstellen, mit man sehr zufrieden sein kann.
Frankfurt a. M., 12. Jan. (LPD.) Die sechs Musikkapellen des IX. Armeekorps, dabei auch das Musikkorps unseres Gießener Infanterie-Regiments 36 unter Obermusikmeister K r a u ß e, die am gestrigen Samstag von hier aus ihre Konzertreise nach der entmilitarisierten Zone antraten, wurden vormittags im historischen Römer vom Magi st rat der Stadt in Gegenwart von Vertretern der Partei, der Wehrmacht, einer Anzahl Kriegsbeschädigter und anderer Volksgenossen herzlich begrüßt. Ansprachen hielten dabei Bürgermeister Linder als Vertreter der Stadt, Major Spangenberg (Gießen) im Namen des Generals des IX. Armeekorps und des Leiters der Heeresdienststelle 8, ferner der Gaubeauftragte des WHW., Pg. Haug. Nach dem Empfang erfolgte ein gemeinsamer Marsch der 300 Militärmusiker mit der SA., SS., HI., Jungvolk, NSKK., Landespolizei und Schupo durch die Stadt, wobei die lange Marschkolonne überall begeistert begrüßt wurde.
Am Samstagabend fand in der bis zum letzten Plätzchen von rund 25 000 Zuhörern besetzten F e sitz a l l e das erste g r o ß e K o n z e r t der sechs Musikkapellen zum Besten der Winterhilfe statt. Hunderte von Volksgenossen mußten wahrend des dreistündigen Konzerts sich mit Stehplätzen begnügen, jedoch stellten die 300 Musiker m der Pause ihre Stühle dem Publikum zur Verfügung und spielten während der zweiten Hälfte der Vortragsfolge stehend
und Rheinhessen oem Bezirk Äooiead tliiieqieui sind, ist Oberhessen zum Bezirk Kassel gekommen. Die Bezirke teilen sich in Ortskameradschaften, die sich
Die intensive Arbeit der Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft zeitigte die entsprechenden Erfolge. Die Ortsgruppe hielt im Jahre 1935 im März und im Dezember Leistungs- schreiben ab. Ferner beteiligte man sich am Leistungsschreiben bei der Kreistagung in Wetzlar und beim Stenographentag in Frankfurt. Bei diesen Wettbewerben konnten allein 55 Ehrenpreise errungen werden. Dieses Ergebnis beweist die Führung der Ortsgruppe in Oberhessen und in den angrenzenden preußischen Gebieten.
Aus diesen 55 Ehrenpreisen wurden 124 her-
Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger begrüßte vor Beginn des Konzertes Oberst G a l l e n k a m p , die Heeresmusiker und damit die gesamte Wehrmacht. Nachdem er seiner Freude über die Wiedererrichtung der Armee Ausdruck verliehen hatte, wies er darauf hin, daß gerade wir in der entmilitarisierten Zone die Nöte der Wehrlosigkeit ausgekostet hätten und deshalb um so freudiger die Wiederaufrichtung der Wehrmacht begrüßten. „Und dieser riesige Besuch dieses Konzertes soll Ihnen beweisen, wie die Herzen der Frankfurter Bevölkerung Ihnen entgegenschlagen." Zmn Schluß dankte der Gauleiter den Musikern, daß sie sich in den Dienst des Winterhilfswerkes gestellt haben.
Für die Wehrmacht überbrachte dann Oberst Gallenkamp die Grüße des Kommandierenden Generals des IX. Armeekorps. Er dankte für den überaus herzlichen Empfang und die große Begeisterung für die Heeresmusiker. Wenn die Militärmusiker auch nur als Gäste nach der entmilitarisierten Zone kommen könnten, so fühlten sie sich doch mit dem Volke dieses Gebietes verbunden, und sie wollten mit ihm gemeinsam den unblutigen Krieg des Führers gegen Not und Elend führen. Sein Wunsch sei, daß sich die Bande zwischen Wehrmacht und Volk weiter festigten und in der Jugend den Wunsch Hervorrufen, auch in dieser Wehrmacht zu dienen, die dem Frieden gewidmet sei und das stärkste Schild sei für die Freiheit der Arbeit der Volksgenossen.
Kameraden, für die die Versicherungsbeiträge eine starke finanzielle Belastung bedeuten würden, können auf Antrag durch den Bund Erleichterungen gewährt werden. Die Einteilung des Soldatenbundes erfolgt nach Bezirken. Mit der Aufhebung der seitherigen Landesverbände ist auch der Landesverband
wieder in Infanterie-, Artillerie- usw. Kameradschaften gliedern können.
Kassenwart, Kam. Friedrich, erstattete die Rechnungsablage. An Sterbebeihilfen konnten ansehnliche Beträge ausgezahlt werden.
Der Kameradschaftsführer verband mit der dem Kassenwart erteilten Entlastung den Dank und die Anerkennung für seine uneigennützige Arbeit im Dienste der Kameraden. Wie die Kameradschaft ihren Beitrag zum Winterhilfswerk beisteuert, so wird sie auch weiterhin nach besten Kräften die Wohlfahrt in den eigenen Kreisen fördern.
Stellv. Kameradschaftsführer Bill sprach noch einmal allen Kameraden, die ihn während seiner Führung in Abwesenheit des Kameraden Schwen- der unterstützt haben, Dank und Anerkennung aus. Besonders dankte er dem Ehrenführer Ritter (Universität) und dem Geldverwalter Friedrich.
In das Schlußwort schloß Kameradschaftsführer Schwender das Treuegelöbnis zum Führer ein.
Jungarbeiter! Lehrlinge!
Ihr seid hunderttausende und nur eine Seele! Ihr nehmt geschlossen am 3. Reichsberufswett- kämpf vom 2.—15. Februar teil. Anmeldungen werden bis 15. Januar von den zuständigen kreis- und Ortsjugendwaltungen der DAF. entgegengenommen.
Die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft hielt am Samstag in der „Stadt Lich" ihre Generalversammlung ab. Der Vereinswalter Heinz Graf begrüßte die Mitglieder und wies zunächst kurz auf die Bedeutung des Jahres 1936 für die Gießener Stenographenschaft hin, die in diesem Jahre die Feier des 75jährigen Bestehens begehen kann. Er wies ferner darauf hin, daß in Verbindung mit dem Jubiläum gleichzeitig der 5 6. Gautag des Gaues Hessen der Stenographenschaft stattfindet, der etwa 12 000 bis 15 000 Stenographen nach Gießen führen werde. Neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung verspreche man sich von diesem Gautag auch eine erhebliche Belebung des stenographischen Lebens. In seinen weiteren Ausführungen gab der Vereinswalter- das vorgesehene Programm für diesen Gautag bekannt.
Im Anschluß an die einführenden Worte des Ver- einswalters erstattete der Unterrichtsobmann und erste Schriftführer Paul Dehmer den Jahresbericht, der in umfassender Weise nicht nur über die Tätigkeit der Gießener Stenographenschaft einen Ueberblick schuf, sondern das Wesen und Wirken der gesamten Deutschen Stenographenschaft herausstellte.
Er kennzeichnete das Jahr 1935 als ein Jahr des Sieges für die deutsche Kurzschrift und betonte, daß heute die deutsche Kurzschrift unangefochten d i e Kurzschrift des Deutschen Reiches sei. Nachdem der Schriftführer auf die hohen erzieherischen Werte der stenographischen Betätigung eindringlich hingewiesen hatte, nachdem er die Bedeutung der Organisation innerhalb des NSLB. herausgestellt hatte, gab er noch einen interessanten Bericht über das große Erlebnis des Deutschen Stenographentages in Frankfurt a. M.
Dann widmete er sich in längeren Ausführungen der Arbeit der Ortsgruppe Gießen.
Er gab zunächst Kenntnis von einigen Veränderungen im Vorstand und kennzeichnete dann die Arbeit, die unter dem Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" von den Vorstandsmitgliedern ehrenamtlich geleistet wurde. Die Ortsgruppe Gießen war nach besten Kräften bemüht, die Verbreitung und Förderung der deutschen Kurzschrift als allgemeines Bildungsgut im Rahmen des nationalsozialistischen Bildungszieles, ferner die Pflege des Maschinenschreibens, die Hebung der Allgemeinbildung und Leistungssteigerung seiner Mitglieder zu pflegen, um Behörden und Wirtschaft mit ausgebildeten Arbeitskräften zu versorgen. Im Ziel dieser Bestrebungen trat die Ortsgruppe häufig und mit gutem Erfolg werbend an die Oeffentlichkeit. Durch intensive Arbeit der Ortsgruppenführung gelang es auf allen Gebieten große Fortschritte zu erzielen. Im Laufe des Jahres wurden drei Anfänger-Lehrgänge, drei Lehrgänge zur Fortbildung, neun Redeschriftkurse und zwölf Diktatkurse abgehalten. Besonders Gewicht wurde auf die mittleren Geschwindigkeiten gelegt.
3m 3ahre 1934 waren 20 Kurse mit 527 Teilnehmern abgehalten worden, im Jahre 1935 dagegen konnten 27 Kurse mit 922 Teilnehmern durchgeführt werden. Erfreulicherweise sind auch die neuen Kurse für das 3ahr 1936 überraschend gut besucht.
Für das neue Jahr wurde zum ersten Mal ein besonderer Kurs zur Vorbereitung auf die Handelskammer-Stenographenprüfung eingelegt. Die Unterrichtsgebühren wurden allgemein für das Jahr 1936 erheblich herabgesetzt.
Die Mitglieder der Ortsgruppe beteiligten sich im Oktober außerdem an einem Leistungsschreiben der Deutschen Arbeitsfront.
Seit dem Januar 1935 wurde auch das Maschinenschreiben in den Unterrichtsplan ausgenommen. Der Maschinenschreib-Unterricht war von 106 Teilnehmern besucht. Insgesamt hielt also die Ortsgruppe Gießen der Stenographenschaft im Jahre 1935 33 Lehrgänge (Kurzschrift- und Maschinenschreiben) mit insgesamt 1028 Teilnehmern ab.
Nachdem Paul Dehmer in seinem Jahresbericht noch kurz die harmonisch verlaufenen gesellschaftlichen Veranstaltungen gestreift hatte, schloß er mit Worten der Freude und der Genugtuung über die geleistete Arbeit und mit dem Versprechen, daß sich die Ortsgruppe auch in ihrem 75. Lebensjahr bemühen werde, mit außerordentlichen Leistungen aufzuwarten.
Nachdem der Vereinsführer dem ersten Schriftführer für die in diesem Jahresbericht geleistete sorgfältige Arbeit gedankt hatte, erstattete der Rechner Karl Heß den Kassenbericht, der einen günstigen Stand der Vereinskasse, wie auch des Vermögens auswies. Der Vereinswalter Graf gab dann bekannt, daß Oberzahlmeister Bötig die Gefchäftsstenographenprüfung bestanden hat und Regierungsbaurat L e m m e r s erfolgreich an einem Reichsleistungswettbewerb teilnahm. Nach Worten des Dankes an den Vorstand und an die Mitglieder für alle Arbeit und bewiesene Treue wurde unter dem Vorsitz von Kreisgebietsführer Kuhl die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen. Herr Kuhl schlug der Versammlung in dankbarer Würdigung der Verdienste des Vereinsführers dessen Wiederwahl vor, die einstimmig gutgeheißen wurde. Vereinswalter Graf bestimmte sodann seine Mitarbeiter in den Vorstand, der sich von der seitherigen Vereinssühruna nur unwesentlich unterscheidet und folgendes Aussehen hat: Ortsgruppenführer Heinz Graf, Stellvertreter Andreas Merle, Rechner und Obmann für Veranstaltungen Karl Heß, Kassierer Fritz Ziegler, Unterrichtsobmann und 1. Schriftführer Paul Dehmer, 2. Schriftführer Hans Werner, Wettschreibobmann August Siebert, Obmann für Zeitschriften Rudolf Günter, Bibliothekarinnen Johanna Bohl und Emma Reitz; zur besonderen Verwendung stehen August Haas, Fritz D ö r f n e r und Thea Schwarz bereit. Ferner wurden Oberzahlmeister Bötig, Unteroffizier Kilthau und Hermann Blum in den Vorstand berufen.
Nachdem noch einige interne Einzelheiten besprochen worden waren und bereits ein vorbereitender Ausschuß für den Gautag genannt wurde, fand der offizielle Teil der Versammlung mit einem dreifachen „Sieg-Heil?" auf Führer und Vaterland seinen Abschluß.
Hauptversammlung der Gießener Stenografen
19Z6-Iubiläumsjahr des 25jährigen Bestehens.
Sechs Musikkapellen des IX. Armeekorps auf einer Konzertreise für das Winterhilfswerk
Glänzender Beginn in Frankfurt. - 25000 begeisterte Zuhörer.
einen Sonderzuschuß durch den Bund. Sie 1 Kellen anfaeteilt worden. Während Starkenburg ।
rungsbeiträge sind gestaffelt. Für die Gewährung ri s.
des Bundeszuschusses ist die Länge der Bundesmitgliedschaft maßgebend. Dadurch sollen nach Möglichkeit unbillige Härten ausgeglichen werden. Alten
Dann nahm das Konzert unter der Leitung des Hceresmusikinspizienren Professor Hermann Schmidt seinen Anfang. Von Stück zu Stück steigerten sich die Begeisterung und der Beifall der Massen. Der „Hohenfriedberger", und der „Große Zapfenstreich", die „Saarland-Fanfare", „Volk ans Gewehr" und der „Parademarsch der langen Kerls" waren Glanzstücke der Darbietungen und gaben Anlaß zu immer neuen Beifallskundgebungen der mitgerissenen Zuhörer.
Und als schließlich Oberst Gallenkamp die
Veranstaltung mit einem donnernden Sieg-Heil auf den Führer schloß und das Deutschlandlied und das Horst-Wessellied durch die weite Hatte gebraust waren, da verließen die Volksgenossen mit StoH und dem erhebenden Bewußtsein die Festhalle, day der schützende Arm unseres Volksheeres unsere Rechte wieder verteidigen kann, daß die Zeiten der Knechtschaft und der Unterdrückung unserer eigenen Meinung im Rate der Völker vorbei sind. Deutschland hat sich seinen Platz an der Sonne wieder erkämpft!
Karnevalsbeginn in Mainz.
Oie erste Herrensihung des MCA.
Ein Bild von der ersten Herren-Sitzung in Mainz. — (DNB.-Heimatbilderdienst. Photo: Petri.)
dankte für die Begrüßung seiner Ansprache als Leuchi
Obecheffen
Provinzialdirektor Dr. Wehner, Oberbürgermeister Dr. Barth und die Vertreter von Partei, Staat und Stadt. Provinzialdirektor Wehner
Oie Himmelfahrt-Sternwanderung nach Butzbach
pb. Butzbach, 11. Jan. Die beiden hiesigen Ortsgruppen des Taunusbundes und des V H C. hatten auf gestern abend zu einer Besprechung im „Hessischen Hof" eingeladen, zu der auch der Reichswanderführer Prof. Dr. Werner erschienen war, um über die am Himmelfahrtstag d. I. stattfindende Sternwanderung nach Butzbach Richtlinien zu geben. Nach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des Taunusklubs, Kaufmann F ü l l i n g , in der er auch des plötzlich verstorbenen Wanderbruders, Juftizober- infpektors Schmalz gedachte, sprach Prof. Dr. Werner. Er hob zunächst hervor, daß in den letzten Jahrzehnten in bezug auf die Wanderfache allenthalben sehr Gutes geleistet worden sei. Dann sprach er über die Butzbacher Sternwanderung, die schätzungsweise etwa 2- bis 3000 Wanderer nach Butzbach führen werde. Vorzusehen fei eine Kundgebung auf dem Marktplatz, welcher als Abschluß ein geselliges Zusammensein auf dem Viehmarktplatz, oder in der Festhalte am gleichen Platz folgen müsse. Es sei ein Voranschlag über die Kosten für Musikkapellen usw. aufzustellen, die wohl durch Verkauf eines Festabzeichens zu decken feien. Insbesondere sei vorher festzustellen, welche Wandervereine der näheren und weiteren Umgebung an der Sternwanderung sich beteiligen würden. Dies sei Sache des zu bildenden Ausschusses aus beiden hiesigen Vereinen. Das Treffen solle eine imponierende Kundgebung für die deutsche Wanderfache werden, deshalb fei eine starke Beteiligung wünschenswert. Lebhafter Beifall dankte dem Redner für feine Ausführungen, dem der Vorsitzende Fül - fing noch besonderen Ausdruck gab.
Todesopfer eines Derkehrsunfalls.
* Inheiden (Kreis Gießen), 12. Jan. Der Maurer Wilhelm Fink von hier, der — wie von uns berichtet — am Mittwochabend bei der Heimkehr von seiner Arbeitsstätte in Hungen von einem Kraftwagenfahrer mit dem Auto überrannt und schwer verletzt worden war, dann vom Hungener Krankenhaus nach der Chirurgischen Klinik in Gießen verbracht werden mußte, ist dort in der Nacht zum Sonntag an seiner schweren Verletzung gestorben.
Landkreis Gießen
* Wieseck, 13. Jan. Im Keller des Oberschaffners i. R. Philipp Strack II., Möferstraße 18, wurde in der Nacht zum Sonntag ein Einbruch verübt. Dem Täter fielen etwa 15 Eier, mehrere Pfund Aepfel und eine Flasche Wein in die Hände. Die behördlichen Ermittlungen sind eingeleitet.
glückhafte Fahrt nach London und richtete schließlich einen Appell an d i e Jugend: „Wer nicht mehr von Herzen lachen kann, ist alt, wir aber müssen jung sein!"
Hatten stürmische Lachsalven und begeisterte Zustimmung die Ausführungen des Provinzialdirektors oft unterbrochen, so erntete Oberbürgermeister Dr. Barth nicht minderen Beifall. Das Stadtoberhaupt freute sich besonders darüber, daß zu den „eingeborenen" und „eingewanderten" Mainzern nun bald auch die „e i n g e z o g e n e n" kommen werden.
Der „offizielle Teil" war damit sozusagen erledigt, und nun kamen sie alle wieder und schwangen die närrische Pritsche. Rheinischer Humor und Mainzer Schlagfertigkeit beleuchteten mit sprühendem Feuerwerk die Geschehnisse des vergangenen Jahres in der kleinen und großen Welt. Und als die mitternächtige Stunde nahte, dann ging es auf zur — Nachtsitzung.
I und entpuppte sich in jte der närrischen Redekunst. Zwei Sorten von Leuten hätten 21 n g ft vor dem Humor, die einen, weil sie ihn nicht verstehen, die andern, weil sie sich immer betroffen fühlten. Er wünschte dem närrischen Sekretär eine
LPD. Mainz, 12. Januar.
„Ein Volksfest ist's für jedermann, nicht für ’ne kleine Schar,
Der Unterschied ist da verwischt, es gibt nicht arm und reich, Der Narrenstaat, seit er besteht, er schaltet alles gleich."
Ein mit Urmainzer Humor und Mutterwitz durchtränktes Eröffnungsspiel „W e ck, W o r s ch t, W o i", das natürlich zur glücklichen Wiederauffindung des Prinzen Karneval führte, leitete die erste Herrensitzung des Mainzer Carneval- Vereins ein.
Mit einem Schlag hallte die dichtgefüllte „Narr- halla" wider vom schallenden Gelächter der froh- geftimmten Narrenschar. Das Protokoll des närrischen Sekretärs G l ü ck e r t brachte die Stimmung sogleich auf den Höhepunkt, als er in scharfgeschliffenen Versen das Aschermittwoch-Erlebnis des vorigen Jahres schilderte. „Wo sind unsere Ratsherrn bloß?" fragt der närrische Kanzler. Sie hätten, so meinte er, auch in der eulenäugigen Bütt' Gelegenheit, mit ihrer Rednerkunst zu glänzen. An die Presse richtete er einen Appell um Unterstützung, denn
„Unser goldnes Mainz ist wert, daß man Achtung ihm beschert".
Jubel und Beifall ohne Ende. Dann begrüßte Präsident Bender die Narrenschar, besonders
£ Großen-Buseck, 13. Jan. Unser Mitbürger Wilhelm S ch e l d I., Weichensteller i. R., wird am 16. Januar 80 Jahre alt. Herr Scheid befindet sich körperlich und geistig noch auf voller Höhe, täglich liest er noch fein Heimatblatt, dar er bald 40 Jahre bezieht.
X Annerod, 12. Jan. Am Samstagabend hielt der Gesangverein „Heiterkeit" seins diesjährige Generalversammlung im Lokal von K. W a 11 b o 11 ab. Die Versammlung war sehr gut besucht. Der Vereinsführer H. Haas III. hieß alle Besucher herzlich willkommen. Insbesondere galt sein Gruß dem Kreiswalter des Sängerbundes, Müller, Gießen. Der Kreiswalter sprach dann eingehend über Ziel und Zweck des deutschen Männergesanges. Seme Ausführungen fanden reichen Beifall. Im vergangenen Jahre hat der Verein am Wertungssingen in Heuchelheim mit gutem Erfolg teilgenommen. Die Mitglieder Ludwig Balser, Philipp Krämer III. und Wilhelm Keßler II. wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Vereinsführer gab dem Wunsche Ausdruck, daß das Interesse an der guten Sache im laufenden Jahre in noch stärkerem Maße als seither festzustellen fei. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer wurde der offizielle Teil der Versammlung geschlossen.
* Harbach, 11. Jan. An der gestrigen Feier zu Ehren des verstorbenen Reichs- und Landiags- abgeorbneten Köhler-Langsdorf beteiligte sich auch ein Böckelianer aus unserer Gemeinde. Es ist der weit über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus bekannte Erbhofbauer Heinrich Münch VI. Seit 1894 steht er in der völkischen Bewegung. In den Reihen seiner Mitkämpfer hat der Name Münch einen guten Klang. Mit heißem Herzen kämpfte Herr Münch in den Nachkriegsjahren für die innere Erneuerung unseres Vaterlandes. Unbeirrt strebte er nach diesem hohen Ziel. Völkische Gesundung war und ist die Grundhaltung seiner Lebensauffassung. Durch zähen Fleiß, Sparsamkeit und rationelle'Bewirtschaftung schuf er sich einen schuldenfreien Erbhof, der seinesgleichen sucht.
t Treis a. d. Lda., 11. Jan. Bei der gestrigen Holzversteigerung aus dem fiskalischen Walde wurden gute Preise erzielt. Zwei Raummeter Buchenscheitholz kamen auf 16 bis 18 RM., Buchenknüppel 14 bis 16, Eichenfcheiter 15, Eichenknüppel 12, Buchenstöcke 8 bis 10, 5 Raummeter Buchen- reisig 7,50 RM. Die Preise sind gegen das Vorfahr etwas zurückgegangen.
Kreis Alsfeld.
* Lehnheim, 12. Jan. Der Hilfsarbeiter Hermann Weiß von hier verunglückte bei Arbeiten an der Kreissäge. Der bedauernswerte Mann


