Ausgabe 
11.11.1936
 
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PREIS NVRN°CH um 2350aW

liden-, Unfallrente usw., Rat und Unterstützung. Auch bei durch das Arbeitsamt verhängten Sperren der Unterstützung griff die Rechtsberatungsstelle häufig vermittelnd ein.

So war insgesamt wieder ein guter Erfolg zu verzeichnen. Den staatlichen Stellen wurde manche Arbeit erspart. Die Rechtssuchenden konnten manche unnötigen Kosten vermeiden. Der Gemeinschaft un­seres Volkes aber erwuchs Vorteil daraus, daß der Streit in friedliche Bahnen gelenkt wurde.

Achtung,

Eigentümer von Kraftfahrzeugen!

Dom Kreisamt Gießen wird uns mitgeteilt: Der Eigentümer eines Kraftfahrzeugs muß der Zu- lasiungsstelle Anzeige erstatten, wenn er seine Woh­nung wechselt, das Fahrzeug veräußert, es um­baut oder außer Betrieb setzt. Verzieht er mit dem Fahrzeug in den Bezirk einer anderen Zulassungs­stelle, hat er sich bei der einen abzumelden und bei der anderen anzumelden. Wechselt er seine Woh- nung im Bezirk der gleichen Zulassungsstelle, sind die Angaben über die Wohnung im Kraftfahrzeug­brief und -schein und in den amtlichen Karteien zu berichtigen. Es ist auch der Zulassungsstelle zu mel­den, wenn technische Aenderungen am Fahrzeug vorgenommen werden, z. B. der Motor ausgewech­selt, der Aufbau geändert, zu einem Kraftrad ein Beiwagen beschafft wird. Dabei ist immer der Kraft­fahrzeugbrief vorzulegen. Wird das Fahrzeug nicht nur vorübergehend außer Betrieb gesetzt, so sind Kraftfahrzeugbrief und -schein abzuliefern.

Ohne pünktliche Erfüllung dieser Verpflichtungen durch die Eigentümer der Kraftfahrzeuge ist die richtige Führung der Kraftfahrzeugkartei bei den Behörden nicht möglich. Nachlässigkeit der Kraft­fahrzeughalter bei diesen Obliegenheiten muß daher bestraft werden, und zwar mit Geldstrafe bis zu 150 Mark, oder mit Haft bis 6 Wochen. Zeder deutsche Eigentümer eines Kraftfahrzeugs sollte aber aus eigenem Antrieb diese Pflichten gegen­über dem Staat, der den Kraftverkehr vielfältig fördert, erfüllen.

ÄHE. Gießen.

Man berichtet uns: Ein Herbsttag, wie er nach der grauen Eintönigkeit der Vortage und einer regenreichen Nacht nicht schöner hätte sein können, vereinigte am vergangenen Sonntag Mitglieder des Zweigvereins Gießen vom VHC. zur gemeinsamen November-Wanderung. Annähernd 60 Wander­freunde hatten sich auf der Lahnbrücke eingefunden. Dem Gleiderger Weg folgend wurde zunächst dem Bismarckturm ein Besuch ab gestattet. Eine reichlich fühlbare Südwestbrise hatte die anfänglich bedenk­lich erscheinende Wolkendecke durchbrochen, und mancher der Teilnehmer konnte bereits hier die Schattenseiten einer Herbstwanderung auf luftiger Höhe kennenlernen. Meilenweit bis über die Kämme der umliegenden Gebirgszüge war die Sicht. Meister Lampe, von der sonntäglichen Störung nicht besonders erbaut, suchte in vielen Exemplaren die Weite.

Nach Umgehung des oberen Hardthofs mit seiner mustergültigen Hühnerfarm und der Bahn Wetz­larLollar folgend, wurde der Wettenberg, im Volksmund als Napoleonsnase bekannt, bestiegen. Leider ist der früher uneingeschränkte Ausblick auf der Höhe verwachsen. Es wäre zu begrüßen, wenn die zuständige Forstbehörde hier Besserung schaffen könnte.

Ueber die Sieben-Hügel mit prachtvollem Aus­blick auf das im veränderten Licht liegende Lahn­tal und an Launsbach vorbei erreichte die muntere Wanderschar nach dreistündiger Wanderung zur Mittagsrast Wißmar, wo auf der Höhe der Rad­fahrklub Germania eine mit Sitzgelegenheit ver­sehene, baumbestandene Anlage als Gedächtnis­stätte errichtet hat. Goldgelb schimmert, umrahmt von dunklen Nadelbeständen, die Lärche als letztes buntes Zeichen des scheidenden Herbstwaldes, dessen Schönheiten wir noch in verschwenderischer Fülle vor kurzem vollauf genießen konnten.

Ueber die Lahn und durch die baumbestandene Niederung des linken Lahnufers wurde die Baden­burg und von hier aus, der alten Marburger Straße folgend, das Endziel der Wanderung, die Karls­ruhe, ausgesucht. Raschelnd fährt an Der Lahn der zunehmende Wind durch die bereits ihres Blätter­schmuckes beraubten Zweige der alten Weiden und Erlen, und jedem kam zum Bewußtsein, daß die Herrlichkeit des Herbstes bald zu Ende geht.

Bei Musik und Tanz fand die schöne Wanderung auf der Karlsruhe ihren Abschluß.

Auskunft bei Verkehrsunfällen!

Der Reichsführer SS. und Chef der Deutschen Polizei weist in einem an alle Polizeibehörden ge­richteten Runderlaß darauf hjn, daß den Beteiligten in Verkehrsunfallsachen obet ihren Beauftragten, insbesondere auch Versicherungsgesellschaften, durch die Polizei nach Abschluß des polizeilichen Derfah- fahrens auf Antrag Aktenauskünfte erteilt werden

können, sofern die Men nicht an die Strafoerfol- gungsbehörden abgegeben find und sofern ein be­rechtigtes Interesse des Antragstellers vorliegt, fer­ner die Pflicht zur Amtsverschwiegenheit nicht ver­letzt wird und die Anfragen keine unbillige Be­lastung des Dienstbetriebes mit sich bringen. Rechts­anwälten könne darüber hinaus auch die Aktenein­einsicht gewvhrt werden. Aktenauskünfte, die schrift­lich erteilt werden, sind in Preußen nach der preu­ßischen Derwaltungsgebührenordnung gebühren­pflichtig. Die mündlichen Auskünfte und die Erlaub­nis zur Akteneinsicht dagegen sind gebührenfrei.

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** Universitätspersonalle. Der ordent­liche Professor der Nationalökonomie und Direktor am Institut für Wirtschaftswissenschaft an der Uni­versität Gießen, Dr. Heinrich Bechtel, wurde als Ordinarius an die Technische Hochschule in München berufen. Professor Bechtel, der vor drei Jahren von der Universität Breslau nach Gießen kam, hat seine Vorlesungen in München bereits aufgenommen, versieht aber noch bis zum Frühjahr nächsten Jahres an zwei Tagen in jeder Woche seine Dorlesungstätig­keit In Gießen.

** Der Wirtschaftsbetrieb auf Burg Staufenberg wird in einer Bekanntmachung des Forstamts Gießen in unserem heutigen An­zeigenteil zur sofortigen Verpachtung ausgeschrieben.

Zusammenstoß zwischen Auw und Eisenbahnzug.

Lauterbach, 11. Nov. Arn Montag gegen 18.45 Uhr ereignete sich an der Bahnüberfüh­rung der Strecke LauterbachGedern zwischen Grebenhain und Crainfeld ein Zusam- menstoß zwischen einem Auto und dem Abendzug von Lauterbach in Richtung Gedern- Stockheim. Der Lenker des Personenautos, das in Fulda zuständig ist, hatte auf der Fahrt von Gre­benhain nach Crainfeld, wo man die Landstraße und insbesondere die Bahnstrecke weithin übersehen kann, den Versuch gemacht, die Schienen noch unmittelbar vor dem herankommen­den Personenzu zu überqueren. Da­bei wurde das Auto, das mit dem Vorderbau die Gleise bereits hinter sich hatte, am rückwärtigen Teile der Karosserie von der Lokomotive gefaßt, umgerissen und eine Strecke weit mitgeschleift. Der Kraftwagen wurde vollständig zer­trümmert, die im Wagen mitgeführten Waren­pakete fielen heraus und lagen eine Strecke weit neben dem Bahndamm verstreut. Der Autolenker wurde am Kopfe leicht verletzt und mußte mit dem Abendzug nach Fulda zurückkehren. Nach eimvand- reier Feststellung des Vorganges und nach Frei­gabe des Personenautos wurde dieses gestern mit der Bahn nach Fulda zurückgeschickt. Nach Lage der Dinge dürfte kein Zweifel darüber bestehen, daß die Schuld an dem Vorfall den Autolenker trifft.

Landkreis Gießen.

Z Alten - Buseck, 10. Nov. Hier sprach in dem dritten Schulungsabend der Luftschutz- Grundschulung Sanitäter Seibert über erste Hilfe bei Verletzungen und Gaserkrankungen, Anlegen von Verbänden, Lagerung und Transport von Verletzten. Er veranschaulichte seine Vorfüh­rungen durch einige praktische Üebungen. Ferner sprach im vierten Schulungsabend Dr. Mitter- meier zunächst über Luftschutz und Städtebau, Schutzraumbau, Verdunkelung, Entrümpelung und über das luftgeschützte Haus. Im zweiten Teil seines Vortrags erklärte er die Möglichkeiten der Brandbekämpfung. Der Luftschutzortsgruppenführer Dr. Haas sprach das Schlußwort und gab hierbei noch praktische Anleitungen über Zimmerverdunke- hmg und Lampenabblendung.

* Lollar, 11. Nov. Die Eheleute Philipp Klein, Lumdastrahe, können am morgigen Don­nerstag das Fest ihrer silbernen Hochzeit begehen.

~Y~ Harbach, 10. Nov. Auf dem Obstbaumge­lände in der Nähe unserer Kirche entdeckten spie­lende Kinder eine Singdrossel. Sie flatterte in geringer Höhe über den Boden und ließ sich nach kurzer Flugdauer immer wieder auf die Erde nieder. Es verursachte deshalb keine große Mühe, das Tier einzufangen. Bei näherer Untersuchung konnte festgestellt werden, daß sich der Vogel der neben der Weindrossel die kleinste unserer Drosseln ist eine Verletzung zwischen Unterbrust und Bauch zugezogen hatte. Allem Anschein nach mar es den Fängen eines Raubvogels entwischt, oder gegen einen spitzen Gegenstand geflogen. Da die Wunde frischen Schorf trug und überdies noch Blut aus der Schnabelöffnung floß, muh die Ver­letzung erst vor kurzem erfolgt fein. Demnach kann es sich auch kaum um einen unfreiwilligen Nachzügler aus Der großen Armee unserer Zug­vögel handeln. Allgemein zählt man die Singdrvs-

** Unfall Im Gießener Güter bahn- Hof. Nach Schluß des gestrigen Viehmarktbetriebes im Gießener Güterbahnhof bemühten sich zwei Reichsbahnbeamte um die Schließung des schweren eisernen Tores, das den Zugangsweg zum Güter- bahnhofgelände von der Straße her abgrenzt. Da­bei fiel das schwere Eisentor um und traf die bei­den Beamten so unglücklich, daß sie mit erheblichen Verletzungen in die Chirurgische Klinik eingeliefert werden mußten.

** Treibjagd im Gießener Stadt­wald. Arn gestrigen Dienstag veranstaltete der Pächter der Jagd im Gießener Stadtwald in den Revieren zwischen Gießen und Annerod eine Treib­jagd, an der sich mehrere Schützen beteiligten. Das Ergebnis der Jagd betrug 20 Hasen, ferner zwei Fasanen und eine Schnepfe. Es war bei die­ser Gelegenheit die Beobachtung zu machen, daß das Rehwild im Gießener Stadtwald zahlreicher vertreten ist, als der Hase.

Große Strafkammer Gießen.

Die Angeklagten Chr. Pf. und O. Sch., beide aus Kirchhain, hatten sich wegen Untreue und Unter­schlagung zu verantworten. Die Beweisaufnahme währte gestern bis in die späten Abendstunden. Die Sache wurde dann auf heute vormittag zur weiteren Verhandlung vertagt.

et zu den Vögeln, die sich nur während des Som­mers bei uns aufhalten, die rauhe Jahreszeit aber im warmen Süden verbringen. Mithin dürfte es sich hier um einen Ausnahmefall handeln. Nach forg- amer Pflege wurde das hübsche Tierchen in Frei­heit gesetzt. Sein Gefieder war auf der Oberseite oüobraun und auf der Unterseite gelbbraun. Auf der Ober- und Unterbrust trug es schwarzbraune Flecken. Diese verloren sich allmählich nach dem Bauch und den Unterschwanzdeckfedern. Hoffentlich ist der muntere Frühjahrssänger keiner Katze zum Opfer gefallen und überwintert gut!

* Harbach, 10. Nov. Die Pfund samm- lung, die in diesen Tagen durchgeführt wurde, brachte wieder ein erfreuliches Ergebnis. Es wurden 2 Pfund Grieß, 5 Pfund Gerste, 10 Pfund Reis, 12 Pfund Mehl und 18 Pfund Bohnen gespendet. Einen weiteren Beweis von der Opferfreudigkeit unserer Einwohnerschaft lieferte die Eintopf- ammlung; es gingen 22,40 RM. ein. Mit Ge­nugtuung konnte man aus den Spendelisten ersehen, daß zahlreiche Volksgenossen ihre Beiträge frei­willig erhöht haben.

£ B elter sh ain, 11. Nov. Unser Mitbürger Heinr. Rühl wird am nächsten Freitag 75Jahre alt. 30 Jahre lang war Herr Rühl als Bahnwärter tätig. Er ist körperlich und geistig sehr rüstig und verrichtet noch alle Feldarbeiten.

O Leih gestern, 10. Nov. Ihre silberne Hochzeit können am Donnerstag, den 12. No­vember, der Landwirt Ludwig Schaum und seine Ehefrau Marie, geb. Heß, Hindenburgstrahe 52, begehen.

69 Leihgestern, 10. Nov. Am Sonntag fand in unserer vollbesetzten Kirche der erste G e meindeabend statt, in dessen Mittelpunkt das von Pfarrer Köhler (Darmstadt) behandelte Thema stand:Ist die Bibel Gottes Wort?" In tiefer, jedem verständlichen Art wußte der Redner klar zu machen, daß die Bibel in ihrer Mannig­faltigkeit doch eine vollkommene Einheit ist, die Gott den Herrn und Schöpfer und Richter, den Heiland und Versöhner der Welt zeigt. Nicht ein gewesener Gott ist der in dem Buch der Bücher Bezeugte, der nur zu den Menschen der damaligen Zeit redete, sondern der Gott, mit dem mir es heute zu tun haben, von dem und durch den und zu dem alle Dinge sind gestern, heute und in Ewig­keit. Aus dem Leben des Einzelnen, wie aus der Geschichte unseres Volkes wies der Redner nach, daß der Mensch, auch wenn er sonst noch so sehr auf die eigene Kraft pocht, nach diesem Wort greift und sich an dies klammert in den Zeiten des Kum­mers und der Not. In großer Spannung folgte die Gemeinde den fachlichen Darlegungen. Die Feier­stunde war von Vorträgen des Kirchenchors, unter Leitung des Dirigenten Häuser (Steinberg), und des Posaunenchors unter seinem Chormeister Leun umrahmt. Das Schluß- und Dankeswort sprach der Ortspfarrer.

J) Lich, 10. Nov. Am vergangenen Eintopf­sonntag wurden in unserer Stadt nahezu 290 Mark gespendet. Don den Einnahmen bei dem vom Turnverein 1860 Lich zugunsten des Winterhilfs­werkes durchgeführten Handballspiel am vergange­nen Sonntag konnten der NSV. 15 RM. zugefüyrt werden. Bei der 2. Reichsstraßensammlung, die in unserer Stadt von Mitgliedern der SA., SS. und des NSKK. durchgeführt wurde, gingen 146,82 RM. ein.

flrete Friedberg.

= Butzbach, 10. Nov. Nach endgültiger Zeit­teilung beträgt das Ergebnis der Eintopf« a m m I u n g am vergangenen Sonntag rund 556 Mark. Am Samstag und Sonntag ver­anstaltete die Hitler-Jugend in ihrem hiesigen Heim eine Führers chulung des Bannes W e 11 e r a u, wobei sportliche Hebungen und Vor­träge die Tagung ausfüllten. Bannfuhrer Cuntz aus Bad-Nauheim hatte die Leitung der Schulungs­tagung übernommen. Die Arbeiten des im Sommer in Angriff genommenen Radfahr­weges zwischen hier und Pohl-Göns über die Eisenwerke hinaus, sind beendet worden. Im kom­menden Jahre soll voraussichtlich das letzte Stück sowie derselbe Weg auch auf der anderen Straßen­seite angelegt werden. Nach dem Erdaushub wurde der Radfahrweg regelrecht, wie jede neue Straße, zunächst gestückt, dann mit Grobschotter und ge­teertem Feinschotter überdeckt und zuletzt mit einem feinen Kalksplitt abgedeckt. Daneben ist ein Fuß- gängermeg angelegt worden. Bei diesen umfang­reichen Arbeiten wurden gleichzeitig die zahlreichen Strahenkuroen abgeflacht, zum Teil überbaut und neu hergerichtet. Straßengräben und Gartenein­friedigungen mußten verlegt werden, um den not­wendigen Platz zu gewinnen. Mit der Anlage dieses Radfahrweges ist einem dringenden Bedürf­nis Rechnung getragen worden.

Kreis Bübingen.

O Nidda, 10.Nov. Anläßlich der Uebersiede- hing des Reichs arb e itsdienftlagers 2/225Dr. Otto Södel" nach Kirtorf fand am Samstagabend unter Mitwirkung der Gruppenkapelle Schlüchtern in der Turnhalle eine Abschiedsfeier statt, an der neben leitenden Persön­lichkeiten von Partei und Staat die Einwohner­schaft Niddas und der Umgebung in großer Zahl teilnahm. Obwohl dem Arbeitsdienstlager für seine wertvollen Arbeitsleistungen während des über dreijährigen Hierseins bei verschiedenen Anlässen schon gedankt worden war, wurde dies an diesem Abend nochmals besonders getan. Als Arbeiten für die Allgemeinheit aus dieser Zeit seien erwähnt: Streckung und Verbreiterung des Flutgrckbens, der bei Hochwasser einen Teil der Wassermassen der Nidda von der Krötenburgsmühle oberhalb der Stadt bis weit unterhalb wieder in die Nidda führt und dadurch die Stadt vor den früher zahlreichen Ueberschwemmungen bewahren wird; die teilweise Verlegung, sowie der Ausbau der Lumdastraße, des Burgeinganges, die Schleifung der sog. .Klei­nen Hohl", wodurch wertvolles Ackerland gewonnen und ein besseres Wegenetz geschaffen wurde; Wald­rodungen, Wegebau und sonstige Arbeiten in eini­gen Nachbargemeinden; Hilfe bei der Getreide» und Herbsternte. Im Dienste des Nächsten nahm die Mannschaft im vergangenen Jahr tatkräftigen Anteil an den Löscharbeiten bei dem großen Brande in Geiß-Nidda und im Holzsägewerk der Firma Himmelsbach.

kreis Schotten.

d Schotten, 9. Nov. Der Schotten er Männerchor 1837 begeht nächstes Jahr die Feier seines 100jährigen Bestehens und beginnt schon mit den Vorbereitungen zu dieser großen Feier. Dor allem gilt es ihm, zu zeigen, daß er in gesanglicher Hinsicht auf der Höhe steht und seinen alten, guten Ruf bewahrt. Am vergange­nen Samstag legte er in einem großen Gesangs­konzert Proben seiner guten Schulung und feines Könnens ab. Unter Leitung seines tüchtigen Diri­genten H. Nagelschmidt, Büdingen, fang der Chor eine Reihe ansprechender Lieder, unter denen die neuen ChöreHeilige Mahd" von Trunk und Psalm der Arbeit" v. Lißmann, besonders zur Wirkung kamen. Als Solisten wirkten Frau Na­gelschmidt (Klavier) und W. Wagner (Vio­line) mit und errangen viel Beifall. Die Darbietun­gen waren von musikalischen Vorträgen des Schot- teuer Orchesters begleitet.

# Groß-Eichen, 10. Nov. Für das W i n- terhilfswer? wurden in unserer Zelle gespen­det: am vorletzten Sonntag bei der Reichsstraßen- fammlung der SA. 23,70 RM., beim jüngsten Ein­topfsonntag, durchgeführt von der Freiwilligen Feuerwehr, 20,60 RM. Für die Kartoffel- und Fruchtsammlung wurden durch die Ortsbauern­schaft Listeneinzeichnungen Dorgenommen, deren Er­gebnis auf 75,19 Ztr. Kartoffeln und 18,42 Ztr. Frucht besteht.

Besinnung im rechten Augenblick.

LPD. Weilburg, 10. Nov. Im Kreisort Aumenau suchte ein anscheinend lebensmü­des junges Liebespaar Die Lahn auf. Die kalte Flut brachte das Paar aber noch recht­zeitig zur Besinnung, und sie halfen sich gegen­seitig wieder aus dem nassen Element. Das Mäd­chen war so erschöpft, daß es im Auto in ärztliche Behandlung gebracht werden mußte.

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