Ironlsoldaten-undKriegsopferehrentagamRhem
NSG. Mainz, 10. Juni. Nachdem sich am letzten Sonntag in Hersfeld die Frontsoldaten und Kriegsopfer der NSKOV. zu einem größeren Treffen zusammengefunden hatten, werden am Sonntag, 14. Juni, 40 000 Frontsoldaten und Kriegsopfer nach Mainz an den Rhein eilen, um dort ihren Ehrentag zu erleben.
Ehemalige Dragoner aus Darmstadt, Dragoner aus Mainz, Füsiliere aus Wiesbaden, Musketiere vom Westerwald, aus Rheinhessen und O b e r h e s- s e n, Kriegsteilnehmer und Frontsoldaten aus der Kurpfalz und dem Saargebiet wollen dort, an dem Lebensstrom des deutschen Volkes die Worte ihres Reichskriegsopferführers hören, und wollen bekennen, daß alte Soldatenkameradschaft und Front- und Schützengrabengeist nicht vergessen sind, sondern daß mit dem Fühlen und Denken des Führers Adolf Hitler bis zum letzten Musketier des großen Krieges wieder neue Wurzeln soldatischer Zusammengehörigkeit geschlagen worden sind.
Aber nicht nur die ehemaligen Soldaten des großen Krieges eilen zu dem großen Treffen, sondern auch Tausende von Witwen und Kriegereltern fühlen sich durch ihr Opfer hinaezogen zu den Kameraden, bei denen einst ihr Liebstes gestanden hat So liegt in dem großen Treffen am Rhein ein innerer Kern, der mehr ist, als alle Aeußerlichkeiten erkennen lassen.
Aus der Fülle der Veranstaltungen treten b-son. ders hervor:
S a m s t a g , 13. Juni, 17 Uhr: Einweihung ^uru^rsDnltän^pfer^ebIunfl am Fort Stahlberg durch den Rerchskriegsopferführer. 18 Uhr: Appell der Ortsgruppenobmäner der NSKOV. aus dem Bezirk Mainz 20 Uhr: Kameradschaftlicher Abend im Volkspark. Militärkonzert
14. Juni, 6 Uhr: Wecken. 6.32 bis
-Uhr: Eintreffen der 30 Sonderzüge mit 30 000 Teilnehmern. Marsch nach dem Volks- park. 9 Uhr: Gefallenenehrung auf dem Ehren- friedhof m Mainz. 10.55 Uhr: Der Reichskriegs- opferfuhrer trifft ein und spricht zu den Frontsol- daten und Kriegsopfern im Volkspark. Anschließend Aufstellung zum Vorbeimarsch.
OieFahrt der oberhessischen Teilnehmer
Die NS. ° Kriegsopferversorgung, Ortsgruppe Gießen, teilt mit:
Transporkzug TXt. 15.
Abfahrt von Gießen am 14. Juni 6.30 Uhr; Rück- fahrt von Mainz (Hauptbahnhof) 17.30 Uhr; An- kunft in Gießen am 14. Juni 20.06 Uhr. Mit die-
sem Zuge fahren die Teilnehmer der Zelle Süd und Oer Stützpunkte Alten-Buseck, Heuchelheim, Klein-Linden, Wieseck. Es st eigen zu die Kameraden in: Großen-Linden um 6.41, Lang- Göns 6.50, ferner in Butzbach 7.03, Ostheim bei Butzbach 7.08, Bad-Nauheim 7.19, Friedberg 7.33, Groß-Karben 7.48, Dortelweil 7.53 usw.
Kleidung: Dienstanzug, blauer Anzug (soweit vorhanden), sonst dunkler Anzug, blaue NSKOV.- Mütze mit Abzeichen und Hakenkreuzbinde.
Die Obmänner der einzelnen Ortsgruppen und Stützpunkte haben sofort einen Transportbegleiter mir namhaft zu machen, der zur Unterstützung des Transportführers zur Verfügung steht, der Dafür zu sorgen hat, daß der Transport seiner Teilnehmer reibungslos vor sich geht. Die Teilnehmer, die von Gießen abfahren, haben sich um 6 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude einzufinden, sämtliche Transportbegleiter oder Ortsgruppen- bzw. Stützpunktobmänner melden mir schriftlich die genaue Stärke, getrennt nach männlich, weiblich und Kinder. Die Anzahl der Schwerkriegsbeschädigten ist mir sofort zu melden.
Standquartiere in Mainz sind: „Braunes Haus" Mainz, Kaifer-Friedrich-Straße 7, „Zum Erbprinz", Kaiser-Friedrich-Straße, „Zum Kaisertor", Rhein- allee 2. Sammelplatz für die Abfahrt in Mainz: Vor dem Braunen Haus, Schloßplatz. Antreten 16.30 Uhr. Weitere Anweisungen erfolgen in Mainz.
Georg Mohaupt, Gießen, Schottstraße 5, Transportsührer des Zuges Nr. 15.
Transportzug TU. 16.
Abfahrt von Gießen am 14. Juni, 7.43 Uhr; Rückfahrt von Mainz am 14. Juni, 19 Uhr; An- kunft in Gießen 21.15 Uhr.
Mit diesem Zug fahren die Teilnehmer der Zellen Gießen-Mitte, -Nord und -Ost, ferner von den Stützpunkten Annerod, Großen-Buseck, Hausen, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Watzenborn-Steinberg, Lich, Hungen und Krofdorf. Ein späteres Zu- st eigen ist nicht möglich, weil der Zug von Gießen big Frankfurt durchfährt. Die Teilnehmer haben sich um 7.15 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude zu sammeln.
Standquartier in Mainz: „Zum Birnbaum", Birnbaumgasse. Sammelplatz für die Abfahrt in Mainz: Am Standquartier am Brandplatz. Antreten 18 Uhr.
Im übrigen gilt das gleiche wie für den Transportzug Nr. 15.
Hermann Volz, Klein-Linden, Frankfurter Str. 19, Transportführer des Zuges Nr. 16.
S.ji.-fpott
„FC.Teutonia"Watzenborn-Steinberg
Leihgestern I — Wahenborn-Sleinberg I 1:5 (1:3).
Während die unteren Mannschaften der Teutonen durch die schlechte Wetterlage die Spiele ausfallen ließen, begab sich die erste Mannschaft im strömenden Regen nach Leihgestern, um dort ihr fälliges Gesellschaftsrückspiel auszutragen. Sie trat an mit: Happel; Burger, Jung; Burger, Schmandt, Schäfer; Haas, Fett, Brückel, Lang, Haas.
Das Spiel wurde von Seiten der Leigesterner mit 10 Mann begonnen und stand nach Eintritt des letzten Spielers schon 1:0 für die Teutonen. In der Folge wurde der Halblinke O. Haas (eine wertvolle Stütze des Sturmes) verletzt und erschien nur noch als Statist. Bis zur Halbzeit wurden noch zwei der sicheren Torgelegenheiten verwandelt. Das Ehrentor für Leihgestern schoß der Verteidiger Burger von Watzenborn-Steinberg. Die Teutonen gaben auch nach der Pause den Ton an, Fett auf halblinks konnte durch die schlechten Platzverhältnisse seine Bombenschüsse nicht anbringen, denn vor beiden Toren war der Boden völlig aufgeweicht. Bis zum Schluß konnte Fett noch zwei weitere Tore erzielen und so das Resultat auf 1:5 stellen. Hervorzuheben war der Geist der Hintermannschaft von Leihgestern, die auch viel mithalf, daß das Resultat nicht höher wurde. Schiedsrichter Grote leitete korrekt.
Aus dem Reich der Schwimmer.
Olympia-Kernmannschaft probk in Hannover.
Die deutsche Olympia-Kernmannschaft im Schwimmen und Springen unterzieht sich am 21. Juni im Rahmen des Wasserball-Länderkampfes Deutschland—Holland in Hannover einer offiziellen Prüfung. Der Sportwart des Fachamtes Schwimmen hat für diese Kämpfe die folgenden Schwimmer und Springer ausersehen:
Schwimmer: Jabusch, H. Schwartz, Fischer, von Eckenbrecher, Plath, Heimlich, Gaucke, Heibel, Nüske, Freese, Arendt, Balke, Sietas, P. Schwarz, Heina, Ohligschläger, Hans Schwarz, Schlauch, Gerstenberg.
Schwimmerinnen: Arendt, Halbsguth, Schmitz, Lohmar, Pollack, Groth, Hölzner, Genen- ger, Wollschläger, Engelmann, Rupke, Stelle, Helling.
Springer: Esser, Stork, Marauhn, Weiß, Zeigler, Viebahn, Grote, Greusing, Haster, Kitzig, Hoff, Lorenz, Zander.
Springerinnen: Jensch, Daumerlang, Köhler, Heinze, Kapp, Singel, Bartsch, Ehscheid.
Zwei neue Rekorde anerkannt.
Das Fachamt Schwimmen hat die folgenden Rekorde anerkannt: 10 0 Meter Kraul in 56,8 Sekunden von Helmuth Fischer-Bremischer SV. (aufgestellt am 26. April in Berlin) und 3 mal 10 0 Meter Lagen (Frauen) in 4:11 von Nixe Charlottenburg (erzielt am 13. Mai in Berlin).
Süddeutsche Schwimmer in Marseille erfolgreich.
Die süddeutsche Wasserball-Auswahl ging am Dienstag auf französischem Boden — in Marseille — an den Start; im Gegensatz zu ihrem Gastspiel in Mailand hatten die Süddeutschen diesmal mehr Glück; obwohl sich in der französischen Mannschaft des Rose SC. so bekannte Leute wie Navarre und Cavalero befanden, gewannen die „Auslandsreisenden" mit Ausnahme der 100 Meter Kraul sämtliche Schwimmwettbewerbe. Auch im Waster- ballwettkampf triumphierten sie über den Rose SC. klar mit 8:3.
Zweimal Freese in neuer Rekordzeit.
Ein Beweis für den leistungsmäßigen Anstieg auch unserer Langstreckenschwimmer sind zweifellos die beiden neuen Rekorde, die der Bremer Freese (Bremischer SD.) im Rahmen der in den letzten Tagev !n Berlin durchgeführten Olympia-Prü-
fungsschwimmen aufstellte. Im Kampf gegen Arendt (Poseidon Berlin) und Przywara (Hindenburg) wendete er innerhalb der 1500 Meter bei 1000 Meter in der neuen Rekordzeit von 13:27.3 Minuten, und als er das Ziel erreicht hatte, stand mit 20:29 eine weitere deutsche Bestleistung fest. Die beiden allen Rekorde hielt der gleiche Schwimmer mit 13:38,8 bzw. 20:39. Da die Prüfung unter amtlicher Kontrolle auf einer 50- Meter-Bahn stattfand, dürfte der Anerkennung nichts im Wege stehen.
Das Geiie-an-Geite-Tan-em
I
WZ
Etwas ganz Neues wurde auf einer Tagung der englischen Radfahrer in London gezeigt, nämlich ein Seite-an-Seite-Tandem. Der Herr und die Dame sitzen nebeneinander auf dem besonders konstruierten
Fahrrad. (Deutsche-Presse-Photo-Zentrale-M.)
Traimngsbegmn auf dem Nürburgring
Von den rund 200 Fahrern, die am kommenden Sonntag das Eifelrennen auf dem Nürburg-Ring bestreiten, ist bereits ein großer Teil an Ort und Stelle eingetroffen. Neben verschiedenen Motorradfahrern sah man am Mittwoch auch den Schweizer Kautz mit seinem Maserati und Kohlrausch mit seinem MG. im Training. Von der Mercedes- Rennmannschaft befindet sich Manfred von Brau- chitsch schon seit Samstag in Adenau, die übrigen Mercedes-Fahrer Chiron, Caracciola, Faaioli und Lang sind im Laufe des Mittwoch eingetroffen. Das erste offizielle Training beginnt für alle Klassen — Motorräder, Sportwagen, Rennwagen — am heutigen Donnerstag und endet am Samstag.
Mercedes-Benz ließ den Ring bereits am Mittwochnachmittag für zwei Stunden sperren. Man- freb von Brauchitsch und Hermann Lang drehten einige Runden, und die dabei erzielten Zeiten ließen erkennen, daß die Nordschleife Des Ringes durch die verschiedenen Verbesserungen und Ausbauten, die an ihr vorgenommen wurden, tatsächlich „schneller" geworden ist. Von Brauchitsch kam schon bei der Startrunde unter elf Minuten und später bei einer weiteren Runde sogar auf 10,33 Minuten. Das Stundenmittel betrug bei dieser Runde rd. 130 km/st.
Als Brauchitsch dann seine Reifen wechselte und
| noch schneller über den Ring sagte, hatte er großes Glück. In voller Fahrt sprang ihm hinter dem „Schwedenkreuz" ein Vorderrad weg, das in hohem Bogen ins Feld flog und später 200 Meter von der Unfallstelle entfernt wiedergefunden wurde. Brauchitsch aber brachte seinen Wagen auf drei Rädern nach 150 Meter glatt zum Stehen, ohne den geringsten Schaden zu nehmen.
Hermann Lang fuhr ebenfalls sehr schnelle Runden.
Deutsche KunstflugmeisterschastlS36.
Die Luftsport-Landesgruppe 14 München führt bekanntlich in diesem Jahre auf dem Flughafen München-Oberwiesenfeld am 11. und 12. Juli die deutsche Kunstflugmeisterschaft durch. Am ersten Tage gelangen die Pflichtübungen zum Austrag, während der Schlußtag dem selbstverfaßten Kürprogramm überlassen bleibt. Dem Sieger dieses Wettbewerbs fällt ein Ehrenpreis des Reichsluftsportführers zu; außerdem stehen Geldpreise im Gesamtwerte von 6000 Mark zur Verfügung.
Kurze Gportnoiizen.
Kilian-Vopel beteiligten sich am Dienstagabend an Radrennen in Kopenhagen, blieben jedoch erfolglos.
Im Kampf um das Championat der deutschen Rennreiter führen augenblicklich M. Schmidt bei den Flachrenn-Jockeys, W. Wolff bei den Hindernisreitern und Lt. W. Hasse bei den Amateurreitern.
Die Auslosung für den Davispokalkampf zwischen Deutschland und Irland, der am Freitag auf den Berliner Rotweiß-Plätzen feinen Anfang nimmt, ergab folgenden Sp^lplan: Freitag: von Gramm — Rogers, Heinrich Henkel — McVeagh; Samstag: Doppel Cramm-Henkel — Roggers- McDeagh, Sonntag: Henkel — Rogers, Cramm — McVeagh.
Gportamt „Kraft durch Freude".
heute folgende Kurse:
Leichtathletik, Frauen undMänner- Von 17.15 bis 20.30 Uhr Universitätsfportplatz am Kugelberg.
Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen: Von 20 bis 21 Uhr, Lyzeum, Damm» straße 26. Von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Damm* straße 26.
Reiten: Don 21 bis 22 Uhr, Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz.
10 Zahre FL. 1926 Großen-Buseck.
Am vergangenen Sonntag begina der FC. 1926 Großen-Buseck sein lOjähriges Stiftungsfest. Trotz des schlechten Wetters nahm die Bevölkerung einen lebhaften Anteil. Vorbereitung und Organisation waren sehr gut getroffen und so konnte es nicht ausbleiben, daß das abwechslungsreiche und gut zusammengestellte Programm jedem Teilnehmer ein paar unterhaltsame Stunden bereitete, die gleichzeitig von guter Kameradschaft zeugten.
Am Samstagabend bereits fand ein Fackelzug statt, dem sich unterwegs im Orte die einzelnen Vereine anschlossen. Im Vereinslokal versammelte man sich zu einem
Festabend,
der durch Musik- und Gesangsoorträge der hiesigen Kapelle bzw. der beiden Gesangvereine verschönt wurde. Nach der Begrüßung durch den Vereinsführer gab der Ehrenvorsitzende Ludwig Brück einen kurzen Ueberblick über die Vereinsgeschichte. Er erwähnte insbesondere, daß in Großen-Buseck bereits kurz nach dem Kriege der Sportgedanke aufkam, da man durch das Diktat von Versailles des besten Mittels zur Erziehung der deutschen Jugend, nämlich der Wehrpflicht, beraubt war. Aeltere Frontkämpfer und kaum aus der Schule entlassene Jungen gründeten am 9. Juni 1926, nachdem sie vorher bereits sportlich tätig waren, den FC., der sich dem damaligen Westdeutschen Spielverband anschloß. Neben der Pflege der Kameradschaft war das Hauptziel des Vereins die körperliche Ertüchtigung der Jugend. Der Verein erkämpfte sich den Aufstieg in hie I. Kreisklasse, vorübergehend auch in die II. Bezirksklasse. Doch dann kam auch eine Zeit, in der der Verein schwer zu kämpfen hatte durch die Gründung einer Freien Turnerschaft. Viele Mitglieder gingen damals verloren, aber trotzdem wurde entschlossen für die Sache des deutschen Sportes weitergekämpft, denn der Stamm war gesund. Durch die Machtübernahme des Nationalsozialismus und die Auflösung der Freien Turnerschaft war dann auch diese Aufopferung der Mitglieder nicht umsonst gewesen. Heute kann der Verein, dessen erste Mannschaft in den letzten Jahren stets in der Spitzengruppe der 1. Kreisttasse zu finden war und dessen Jugend ebenfalls zu den besten Mannschaften zählt, auf feine ßeiftunaen stolz sein.
Am Sonntagmorgen erfolgte ourcy den Spielmannszug der HI. der
Weckruf.
Gegen 9.30 Uhr trafen die Gäste aus Sinn, deren Jugend und 1. Mannschaft zu einem Werbefpiel verpflichtet worden waren, ein.
Noch am Vormittag standen sich die Jugendmannschaften beider Vereine gegenüber. Das Spiel zeigte recht ansprechende Leistungen. Die Gäste blieben mit 4:3 glücklicher Sieger. Bei Halbzeit lagen sie bereits mit 3:1 in Führung, doch arbeiteten die Einheimischen nach der Pause — obwohl der Tormann verletzt ausgeschieden war — prächtig zusammen und konnten den Gleichstand erzielen. Kurz vor Schluß waren aber die Gäste noch einmal erfolgreich.
Der Nachmittaa braute das Spiel
FL. Grohen-Vuseck I — VSL. Sinn Liga.
Trotz des strömenden Regens hatten sich unentwegte Zuschauer eingefunden, die ein schönes und spannendes Spiel zu sehen bekamen. Die einheimische Mannschaft arbeitete von Beginn an tadellos zusammen und schuf heikle Situationen vor dem Tor
der Gäste, die jedoch von der ausgezeichneten Hintermannschaft, aus der der Torhüter besonders her- oorragte, restlos geklärt wurden. Großen-Buseck verschaffte sich eine kleine Feldüberlegenheit, die jedoch — auch ein zugesprochener Elfmeter — zu Erfolgen nicht verwertet werden konnte. Dann zeigte auch Sinn sich von der besten Seite und wurde wiederholt gefährlich. Die Gäste gingen denn auch bald mit 1:0 in Führung. Bis zur Halbzeit erzielten sie durch gute Zusammenarbeit noch ein weiteres Tor. Nach der Pause waren die Gäste meistens etwas schneller am Ball, doch auch die Einheimischen kämpften unverdrossen um eine Verbesserung des Resultates. Sinn war es Vorbehalten, durch einen Prachtschuß des ersten Läufers mit 3:0 in Führung zu gehen, ehe Großen-Buseck einen 3:1-Stand erzielte. Jrn Anschluß an eine schön hereingegebene Ecke konnten die Gäste zum vierten- mal erfolgreich fein, während die Einheimischen durch den auf Linksaußen vorgegangenen Mittelläufer das Schlußresultat auf 4:2 stellten. Die Gäste hatten damit in einem prächtigen Spiele, dem es nie an Spannung mangelte, einen verdienten Sieg erkämpft.
Weihe der Vereinsfahne.
Der im Anschluß an das Spiel vorgesehene Festzug mußte wegen des anhaltenden Regens a u s f a H e n. Mit Musik, unter Teilnahme der aktiven Spieler wurde die Vereinsfahne in bas Vereinslokal gebracht, wo sie ihre Weihe durch den erschienenen Kreisführer des Reichsbundes für Leibesübungen, Herrn D r. Schäfer (Gießen), erhielt. Nach der Begrüßungsansprache des Vereinsführers Wilhelm Schwalb und dem Lied des Gesangvereins „Germania" („Deutschlands heilger Name") trug zunächst Frl. Anna Harbach einen Vorspruch zur Fahnenweihe vor.
Alsdann ergriff der Kreisführer des Reichsbundes für Leibesübungen, Herr Dr. Schäfer, das Wort. Er überbrachte die Glückwünsche des RfL. und der ihm angeschloffenen Vereine. Sein Dank galt dann all denen, die sich für die Sache des deutschen Sportes in uneigennütziger Weise einsetzten und appellierte an alle, sich auch weiterhin für die Verbreitung des deutschen Sportes, der nunmehr unter der einheitlichen Führung des RfL. stehe, einzusetzen, denn der Sport soll ja nicht Selbstzweck einzelner Gruppen sein, sondern in das gesamte Volk hineingetragen werden. Das Ziel des RfL. fei, ein starkes Geschlecht in Deutschland heranzubilden, das sich der ihm gestellten Aufgaben stets gewachsen zeige. Wenn der Verein nunmehr für die Zukunft eine Fahne vorweg tragen lasse, so sei das ein Symbol, das die Mitglieder stets an ihre hohe Verpflichtung gegenüber dem deutschen Sport ermahnen solle, getreu dem Wablspruch: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer". Mit diesen Worten übergab Herr Dr. Schäfer die Fahne dem Verein. Das Horst-Wessel-Lied und das Deutschlandlied beschlossen die eindrucksvolle Feier.
Die Turnerinnen des Turnvereins zeigten bann noch zwei schöne Reigen und auch ber Gesangverein „Heiterkeit-Sängerkranz" brafyte noch ein Lieb zu Gehör.
Im gemütlichen Beifammenfein verlebten sämtliche Teilnehmer noch einige frohe Stunden ber Kamerabschaft, benen auch bie Gäste aus Sinn bis zu vorgerückter Stunbe beiwohnten.
Aus den preußischen Nachhargebieten.
Oeutsch-englischeS Frontkämpfertreffen in Limbura a. d. £
Der Gau Südwestbeutschland ber ReichsVereinigung ehemaliger Kriegsgefangener rüstet zum Gautag 1936 in Limburg, der eine besondere Bedeutung dadurch erhält, daß die Bundesleitung mit ihm ein deutsch-britisches Frontkämpfertreffen verbindet. Dabei werden unsere ehemaligen Schützengrabengegner auch Gelegenheit haben, festzustellen, daß der deutsche Frontsoldat nickts heißer ersehnt, als den Frieden und daß er entschlossen ist für ihn einzutreten, wenn er auf Freiheit und Gerechtigkeit aufgebaut ist.
Jeder Kriegsgefangene erlebte besonders eindringlich den Wert der Kameradschaft. Sie wollen sich auch heute bereit halten für den Dienst am Aufbau unseres Vaterlandes. Die Gautage der Reichsver- einigung ehemaliger Kriegsgefangener sollen Zeugnis ablegen von dem Grad innerer Festigung, von dem Stand der Arbeit. Und sie sollen auch Antrieb geben zu weiterer restloser Arbeit und Hingabe für bas Vaterland. Der Gautag 1936 des Gaues Süd- westdeutschland der REK. wird ein nachhaltiges Erlebnis werden.
Ueber250 Diamantsteine unterschlaaen
LPD. Hanau, 10. Juni. Der seit längerer Zeit in einer Hanauer Diamantschleiferei tätige 26jährige Ph. K. hatte es verstanden, nach und nach über 250 Diamant ft eine, die er zu bearbeiten hatte, zu unterschlagen und sie zum Teil an den ebenfalls in einer Diamantschleiferei tätigen 55jährigen H. zu verkaufen. Das Schöffengericht Hanau verurteilte den Diamantendieb wegen fortgesetzter Unterschlagung in Tateinheit mit Untreue zu acht Monaten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe, seinen Komplicen wegen
Hehlerei ebenfalls zu acht Monaten Gefängnis.
Verlegung der „Deutschen photographischen Ausstellung".
Lpd. Frankfurt a. M., 10. Juni. Nach eingehenden Verhandlungen mit dem Reichsinnungs- verband des Photographenhandwerks und sonstigen in Frage kommenden führenden Stellen ist man da- hm übereingekommen, die ursprünglich für das Jahr 1936 vorgesehene „Deutsche Photographische Aus- stellung" in Frankfurt a. M. auf das Jahr 1937 zu verlegen.
Kreis Wetzlar
+ Dutenhofen, 10. Juni. Am Sonntag feierte der hiesige K r i e g e r o e r e i n in der Gast- wirtschaft „Zum Adler" fein 60jähriges Bestehen. Das Jubiläum wurde in engerem Rahmen began- gen. Am Nachmittag marschierten die Kameraden von der Bismarckslinde unter Marschmusik der Kapelle Damme nach dem Gefallenen-Denkmal, um dort einen Kranz niederzulegen. An dieser Feier am Ehrenmal beteiligten sich auch die Formationen der Bewegung und der Gesangverein. Trotz des strömenden Regens hatten sich viele Volksgenossen eingefunden. Nach einem Liede des Gesangvereins gedachte der Kameradschaftsführer Weber der Ge- fallenen in ehrenden Worten. Mit dem Liede „Ich hat einen Kameraden" und bei gesenkten Fahnen fand bie Feier ihren Abschluß. Sodann fand die Feier im Festlokal statt, bei ber in einer längeren Ansprache bie Geschichte bes Kriegervereins bärge« stellt würbe. Die Kameraden Schmidt und Weber wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Bel Musik und unterhaltsamen Vorträgen verbrachte man einige kameradschaftliche Stunden.


