Ausgabe 
11.4.1936
 
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Kulturfender und Kulturempsänger.

Von Or Heinz potthoff

Was ist im Rundfunk wichtiger, der Sender oder der Empfänger? Die Frage scheint müßig zu fein, denn eins ist so unentbehrlich wie das andere. Ohne einen guten Sender mit guter Sendung sind alle Empfänger, auch die vorzüglich­sten, völlig zwecklos. Aber auch die besten Sender wären zwecklos, wenn ihre Sendungen nicht von Empfängern aufgenommen würden. Empfänger und Sender bedingen sich gegenseitig. Aber nicht immer im gleichen Maße und im gleichen Verhält­nis. Deswegen hat die Frage nach dem Vorrang des einen vor dem anderen einen Sinn, wenn man siegeschichtlich" stellt, d. h. wenn man fragt, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt, ob gerade heute die Verbesserung und Vermehrung der Sender das wichtigste sei oder die Vermehrung und Verbesse­rung der Empfänger.

Das erste ist zweifellos der Rundfunk- sender^ Niemand wird auf den Gedanken kom­men, Empfänger zu bauen, solange nicht Sender bestehen. Wenn aber der erste Schritt gelungen und der Sender vorhanden ist, dann hängt sein Erfolg, sein Wirken, sein Wert und Zweck völlig von der Menge und Güte der E m p f ä n g e r ab, die den Menschen erst die Leistung des Senders vermitteln. Es tritt also einmal der Zeitpunkt ein, in dem die Verbesserung und Vermehrung der Empfänger weit wichtiger ist als die der Sender. Ein solcher Zeitpunkt ist heute. Die Sendetechnik hat eine Vollendung erreicht, die zwar immer noch der Hebung fähig ist, aber diese nicht so dringend macht wie die volle Ausnutzung dessen, was die Sender schon leisten können. Wir können in Deutschland Vorgänge der ganzen Erde mit er­leben. Sendungen aus Amerika und Asien können von den deutschen Sendern übernommen und allen deutschen Hörern gut übermittelt werden. Wir können mit Richtstrahlern unsere Sendungen über die ganze Erde verbreiten. Welche menschliche, kulturelle Wirkung der Rundfunk hat, das hängt (abgesehen vom Inhalt der Sendungen) davon ab, wieviele gute Empfangsgeräte vorhanden sind. Des­wegen ist heute der Empfänger dasjenige, auf dessen Förderung es ankommt. Und der wichtigste Fortschritt im Funkwesen war die Schaffung des Volksempfängers.

Denn die heutige Lage ist die, daß der Aether voll ist von elektrischen Wellen, die Wort und Ton, Vortrag, Gesang und Musik bedeuten, wenn und soweit Ohren da sind, sie zu hören. Die Hauptsache ist nicht, die Zahl der Wellen zu vermehren, son­dern die Zahl der Ohren, das heißt der Funkempfänger. Denn erst dadurch, daß sie gehört werden, erhalten die Wellen einenmenschlichen" Wert. Diese Erkenntnis hat ganz allgemeine Be­deutung. Die ganze Welt ist nur soweit vorhanden, als sie von uns wahr genommen werden kann. Die Welt ist meine Vorstellung", sagt Schopen­hauer mit Recht. Nur was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, ist für uns vorhanden. Ohne mensch­liche Augen und Ohren wäre die Welt dunkel und stumm. Der Rundfunk lehrt uns, wievieles noch in der Welt ist, was wir nicht wahrnehmen. So­lange wir es nicht wahrnehmen können, ist es für uns nicht vorhanden und wertlos.

Das gilt auch von der menschlichen Kultur. Auch sie hat ihre zwei Seiten wie der Rundfunk, hat ihre Sender und Empfänger. In jeder Kultur­geschichte und Philosophie ist bisher viel zu wenig beachtet, daß auch in der Schaffung und Ver­breitung von Kultur ^e Sendung allein gar nichts bedeutet, wertlos, sinnlos ist, sondern daß e r ft der Empfang durch kulturbedürftige und kultur- fähige Menschen ihr den Sinn, den Wert gibt. Natürlich kann Kultur nur fein, wenn sie zunächst geschaffen wird. Aber sie würde nicht geschaffen werden, wenn nicht mindestens die Kultur- schuffer selbst auch Kulturempfänger wären. Und sie würde einen sozialen Wert nicht er­ringen können, wenn nicht auch andere Volks­genossen sie empfangen und genießen könnten.

In der Kultur wechseln, wie im Rundfunkwesen, die Zeiten und ihre Bedürfnisse. Wie dort, so leben wir auch hier in einer Zeit, in der d i e Entwick­lung des Empfanges das allerwich­tigste ist. Denn es ist eine solche Fülle von wundervollsten Kulturgütern in Dichtung, Musik, bildender Kunst, Religion, Wissenschaft usw. vor­handen, daß ungezählte Millionen von Menschen sich daran innerlich bereichern können. Die technische Möglichkeit dazu ist vorhanden. 2JHt Schrift und Bild, mit Buch und Zeitung, mit Konzert, Theater, Kino und Vortrag, mit dem Funkhören und dem­nächst dem Fernsehen können wir die Schöpfungen aller Länder und Zeiten vor die Augen und Ohren aller deutschen Volksgenossen bringen, und zwar

in einer Art der Wiedergabe, die einen vollen Ge­nuß des Kulturgutes ermöglicht.

Aus dieser technischen Möglichkeit erwächst die Aufgabe der Massenkultur als die besondere Kultur­aufgabe unserer Zeit. Natürlich will und soll unsere Zeit auch Kulturgüter neu yervorbringen; denn jede Zeit hat sich selbst und der Nachwelt etwas besonderes zu sagen und hat eine besondere Form des Ausdruckes für das, was die Menschheit von Ewigkeit bewegt. Aber diesesFortschreiten" der Kultur wird an Bedeutung weit überwogen durch die Verbreitung und Vertiefung der Kulturwirkung, die wir durch die Massen­wirkung alles Kulturellen erzielen. Das ist ja das Wesen wahrer Kultur, daß sie nicht vergänglich ist. Die Schönheit griechischer Tempel und Bildsäulen, die Erhabenheit der Werke Michelangelos oder der gotischen Dome kann Menschen von heute entzücken und beglücken. Aus uralter Weisheit nordischer und indischer Völker schöpfen wir heute noch wich­tigste Erkenntnis. DieKlassiker" deutscher Kultur, Goethe und Schiller, Mozart und Beethoven, Kant und alle die vielen anderen sind uns heute lebendig; sie haben heute vielleicht eine noch größere Be­deutung als je. Sie bedeuten heute zehnmal mehr

als zu ihren Lebzeiten, denn der Kreis derer, die sich an ihrer Kunst und Weisheit erfreuen und be­reichern, ist jetzt hundertfach größer als vor einem Jahrhundert.

Zulange hat man den Kulturstand eines Volkes gemessen an den Spitzenleistungen der Großen oder an den Bedürfnissen einer dünnen Oberschicht von Bildung und Besitz". In einem Volksstaat muß dieseexklusive" Auffassung überwunden werden. Uns mutzdeutsche Kultur^ ein sozialer Be­griff sein, nämlich der Kulturzustand der achtzig Millionen Menschen, die deutsch reden, denken und fühlen. Den kulturellen Zustand dieser Millionen zu heben, ist die große Aufgabe unserer Zeit. Das aber ist eine Aufgabe, die der Schaffung des Volks­empfängers im Rundfunk entspricht, eine Hebung desVerbrauches", des Empfanges von Kultur­eindrücken. Kein neues Buch ober Bild oder sonsti­ges Kulturerzeugnis kann sich an sozialer Bedeutung mit den Bestrebungen zur Verbreitung von Kultur messen, wie sie z. B. die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" betreibt. Kultursendungen sind genug und über genug imAether" der Menschheit. Das wichtigste ist, den Kulturempfang nach Menge und Güte zu steigern.

Männer hinter den Kulissen.

Hunderttausende im Dienste des Eisenbahnverkehrs.

Von Or. Wolfgang Mejer.

Wer in einem Schnellzug durch die deutschen Lande fährt, etwa im Speisewagen behaglich feinen Kaffee trinkend, in der Gewißheit, zur bestimmten Stunde an einem bestimmten Ort anzukommen, der wird kaum aus den Gedanken kommen, wieviel Vor­arbeithinter den Kulissen" notwendig ist, um sicher, schnell und bequem seinem Reiseziele ent­gegenfahren zu können.

Blitzsauber sind die Abteile, wenn der Zug zur Abfahrt bereit im Bahnhof steht. Vor wenigen Stunden erst sind seine Wagen verstaubt und ver­regnet, mit wenig schönen Spuren von Tabakasche, Papier, Speiseresten hier angekommen. Sobald ein Zug am Endbahnhof von den Reisenden verlassen ist, werden die Wagen auf Abstellgeleise gezogen, W agenreiniger" fegen die Abteile mit un­glaublicher Schnelligkeit, spritzen sie mit starkem Wasserdruck ab und reinigen die Polster mit Staub­saugern. Alles wird geputzt, geölt. Das Aeußere des Wagens säubern dieW a g e n w ä s ch e r" mit Spritzbürsten. Dazu müssen die Fenster geputzt, die Beleuchtung vorgerichtet, Wasser und Handtücher er­gänzt werden. Jede Hausfrau wird ermessen, welche Riesenarbeit in ein paar Stunden, oft nachts, an einem einzigen Zuge erledigt werden muß!

Dann kommt das Zusammenstellen des Zuges nach genauemZ u g b i l d u n g s p l a n". Jeder Lauf eines Wagens wird ständig überwacht und geleitet. Das Rangieren ist darum eine der wichtigsten und verantwortungsvollsten Tätigkeiten im Eisenbahndienst, ganz besonders im Güterverkehr, da hier dieFahrgäste" nicht, wie die lebenden Reisenden, umsteigen können. DieRangierer" müs­sen erst einmal die Kupplungen der Wagen lösen, bevor sie neu zusammengestellt werden können. Auf großen Rangierbahnhöfen tun dies besondere Kräfte. Güterwagen werden meist von einemAb­laufberg" aus verteilt.Hemmschuhleger" eilen her­bei und bringen die heranrollenden Wagen an der gewünschten Stelle zum Stehen. Neuerdings erleich­tert ihnen auf einigen Bahnhöfen dieGleis- brems e", eine deutsche Erfindung, die Arbeit.

Die Ausführung des Rangierdienstes liegt in der Hand der Rangiermeister und Rangierführer, von denen etwa 14000 im Dienst der Deutschen Reichs­bahn stehen. Rangiermeister, Weichenwärter und Hemmschuhleger erfahren vomRangierzettel- schreibe r", der rasch nach den Bekleb^etteln der Güterwagen Listen anlegt, die Nummern Der Gleise, auf denen die einzelnen Wagen zu neuen Zügen zusammengestellt werden. Bei den Personenwagen ist das Rangieren meist etwas einfacher, weil die Stammwagen" eines Zuges immer beisammen bleiben.

Lokomotiven sind hochentwickelte und stark bean­spruchte Maschinen, die ebenso gepflegt sein wollen wie etwa em Kraftwagen oder ein edles Rassepferd. Hat die Lokomotive einen Zug gebracht, so fährt sie zum Schuppen und wird für die nächste Fahrt mit Kohle und Wasser versorgt. DieF e u e r m ä n - n e r" entschlacken und reinigen sie innerlich. Lok­führer und Heizer untersuchen die einzelnen Organe des Stahltiers, ob sie etwa während der Fahrt Schaden erlitten haben. Dann erst beginnt ihre Ruhepause. Wenn ein paar Stunden später d i e neue Schicht des Maschinenpersonals antritt, haben die Feuermänner bereits ein neues Feuer

unter dem Kessel angelegt. Auf dem meterlangen Rost ein ganx gleichmäßiges Feuer zu entfachen, ist eine Kunst für sich. Maschinenführer und Heizer überwachen dasD a m p f m a ck> e n", prüfen alle Teile der Maschine nochmals gründlich, putzen Be­schläge und Griffe, schmieren da und dort. Wenn das alles erledigt, wenn die Männer vom Schuppen noch geölt haben, dampft die Lokomotive in den Bahnhof.

Jetzt erst beginnt der Teil des Dienstes von Lok­führer und Heizer, von dem die Mehrzahl der Reifenden eine gewisse, meist aber auch wohl eine viel zu geringe Vorstellung hat. Mit gespannter Auf­merksamkeit heftet der Führer den Blick auf Signale und Strecke. Er trägt d i e Verantwortung für Hunderte v o n M e n s ch e n l e b e n ! Der Heizer muß indessen immer wieder an dem Glut- rachen der Feuerkiste schaffen. Mehr als zwan­zig Zentner Kohle frißt eine neuzeitliche Schnellzugmaschine in der Stunde. Der Heizer wacht darüber, daß der Kessel stets den nötigen Dampf gibt und unterstützt den Lokführer in Der Beobachtung von Strecke und Signalen. Bei jedem Halt wird das Triebwerk der Maschine geprüft. Rund 60 000 Lokomotivführer und Heizer beschäftigt die Reichsbahn, und neben ihnen arbeiten noch fast 18 000 Betriebsarbeiter und Handwerker im Loko- motivdienst.

Nicht minder verantwortungsvoll ist die Tätigkeit der Männer, die den Zügen ihren Weg bahnen. Oben im B e f e h l s st e l l w e r k, der Kommando­brücke des Eisenbahnverkehrs, lenkt der Fahr­dienstleiter nach Fahrplan und Fahrordnung den Lauf der Züge. Kein Zug darf ohne seine Er­laubnis in den Bahnhof einfahren, kein Signal ohne feine Genehmigung auf Fahrt gestellt werden. Die Weichenwärter in den Stellwerken bedienen die Hebel und stellen damit Weichen und Signale fo, daß kein Zug den anderen gefährden kann und jeder feinen richtigen Weg durch das Gleisdickicht findet. Stört einmal eine Verspätung den richtigen Gang, so muß der Fahrdienstleiter blitzschnell einen Aus­weg finden. Etwa 39 000 Männer sind Tag und Nacht an den fast 300 000 Hebeln und Kurbeln der Reichsbahnstellwerke auf dem Posten. Die Sicherheit von vielen tausend Leben und ungeheueren Sachwerten, die Pünktlichkeit des ganzen Bahnbetriebes liegt ständig in ihrer Hand.

Von dem schnell vorüberbrausenden Zug aus ge­sehen macht das Leben des Bahnwärters einen fast romantischen. Eindruck: oft weit entfernt von Stadt und Dorf hat er feinen Posten, ist mit dem Heimatboden verbunden. Blühende Blumen und Bäume schmücken das Bahnwärterhaus, ein wohl- gepflegtes Gärtchen spendet reichen Früchtesegen, der Lärm der großen Welt bringt nicht in seinen Frie­den. Hinter diesem Idyll am Bahndamm verbirgt sich aber strenge, selbstlose Pflichterfüllung im Dien st e der Verkehrssicherheit. Bahnübergänge, Strecke und Signale sind zu über­wachen, Schranken zu schließen und zu öffnen, Fern­sprecher zu bedienen. Mehr als 30000 Bahnwärter, Schrankenposten und Streckenläufer versehen diese Arbeiten bei der Reichsbahn. Wenn die deutschen Eisenbahnen den höchsten heute erzielbaren Grad von Sicherheit erreicht haben, so ist das mit diesen Männern zu danken, die bei Tag und Nacht, bei

Wind und Wetter, oft in völliger Einsamkeit über die Strecken wachen.

Der Oberbau der Strecke wird ständig auf feine Beschaffenheit und Lage geprüft. Rund 100 000 Mann des gesamten Personals der Reichsbahn find allein für diese Bahnunterhaltung tätig. In der Mehrzahl sind es Bahnunterhaltungsarbeiter, die in Rotten zusammengefaßt werden. Der Takt ihrer Stopfhacken" ist jedem Reisenden vertraut. Auch die Fahrzeuge wollen unterhalten sein. An 70 000 Hand­werker, Schmiede, Schlosser, Dreher, Anstreicher, Tischler, Polsterer und andere Handwerker fehen in den Werkstätten der Reichsbahn jede Lo­komotive, jeden Wagen in vorgeschriebenen Zeit- abftänben gründlich nach und bessern alle Schäden aus.

Für die Aufrechterhaltung der Ruhe, Sicherheit und Ordnung im Bahngebiet sorgt der etwa 2000 Mann starkeStreifdien st" der Reichsbahn, dem auch etwa 700 Dien st Hunde zugehören. Zu­sammen mit den rund 100 Beamten desF a h n - bungsbienfte s", benen bie Bekämpfung von Diebstahl, Unterschlagung unb Fälschung obliegt, unb bem ungefähr 200 Mann starken örtlichen Wächter- bienft bilben bieStreifer" ben ftänbigen Sicher- heitsbienst ber Reichsbahn. Der Streifbienstbeamte ist auch bem Reisenben behilflich, erteilt Auskünfte unb übernimmt Sanitätsbienst. Er steht gleichsam in ber Mitte zwischen ben Eisenbahnern, biehinter ben Kulissen" für bie Fahrgäste im roüenben Zuge wir­ken unb ben anberen, bie unmittelbar mit bem Reisenben zu tun haben, bie gewissermaßen auf ber Bühne bes Bahnbetriebes hanbeln, wie Fahrkartenverkäufer, Gepäckträger, Beamte ber Ge­päckannahme unb ber Bahnsteigsperre, ber Auf­sichtsbeamte mit ber roten Mütze unb enblich bas Zugbegleitpersonal. Auch ihres Pflichtenkreises Um­fang ist ben meisten Reisenben kaum bekannt; aber wir wissen, baß sie alle unermüblich schaffen im Dienst am Fahrgast ebenso wie bie Männer hinter ben Kulissen bes Eisenbahnverkehrs.

Meine politische Nachrichten.

Der Reichskriegsminister unb Oberbefehlshaber ber Wehrmacht, Generaloberst von Blomberg, hat General ßubenborff folgenbes Telegramm gesandt:Ew. Exzellenz übermittele ich zum Ge­burtstag meine aufrichtigen Glück­wünsche. Mit mir gedenkt die deutsche Wehrmacht am heutigen Tage in Treue und Dankbarkeit bes vorbildlichen ©olbaten und des großen Feldherrn im Weltkriege."

Reichsminister Dr. Frank hat beim Verlassen Italiens an ben italienischen Regie­rungschef ein Telegramm gerichtet, in bem er Mussolini für bie herzliche Ausnahme, bie er unb seine Mitarbeiter währenb ihres Aufenthaltes in Italien erfahren haben, feinen tiefsten Dank aus» spricht.

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Das belgische Parlament hat feine vier­jährige ßegislaturperiobe abgeschlossen. Der Innen­minister kündigte an, daß bie Neuwahlen zur Kammer am 24. Mai unb bie Provinzialwahlen am 7. Juni ftattfinben werben. In ber Schluß­sitzung stimmte ber Senat ber Regierungspolitik nahezu einstimmig zu unb nahm eine Entschließung zur außenpolitischen Lage an, in ber bem Minister­präsidenten unb bem Außenminister erneut bas Vertrauen ausgesprochen wirb, namentlich im Hin­blick auf bie Fortsetzung ber Londoner Verhanb» lungen.

Der litauische Staatspräsibent hat ben im Mernel- lanbprozeß im März vergangenen Jahres zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilten Kriegsinvaliben Ar­tur Hoyer, brei Wolbernaras-Anhänger, ben Oberst ber Flieger Naratas, der beim letzten Putsch zu langjähriger Zuchthausstrafe verurteilt war, sechs Kommunisten und fünf andere Staatsgefangene be­gnadigt. Hoyer, der im Rollstuhl vor Gericht er­schienen war, hatte in der Hast infolge feiner Ver­letzung besonders schwer zu leiden gehabt.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für bie Silber: Dr. Friebrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Vlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort- lief) für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D. A. III. 36: 10 270. Druck unb Verlag: Brühl'schs Universitäts-Buch-unb Steinbruckerei R.Lange,K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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