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Ausgabe ein Barbestand von 757,23 Mark. Pfarrbesoldungsfonds balancierte sich aus 2169,45 Mark in Einnahme und Ausgabe, bürgerliche Gemeinde Langsdorf
Fwd. Der Vorsitzender der Hauptvereinigung der deutschen Eierwirtschaft hat eine Anordnung Nr. 1/36 betr. Erzeugerpreise, Großhandelseinkaufspreise, sowie Verbraucherhöchstpreise für inländische Hühnereier erlassen. In ihr wird bestimmt, daß mit Wirkung vom 6. Februar 1936 für den Aufkauf von Hühnereiern beim Erzeuger durch Wiederverkäufer nachfolgende Erzeugermindest- und Höchstpreise festgesetzt werden. Für den Eierwirtschafts- verband Hessen-Nassau, Kurhessen wurde bestimmt: Mindestpreis 1,20 Mark je Kilogramm, Höchstpreis 1,25 Mark je Kilogramm. Die Preise verstehen sich ab Hof des Erzeugers. Der stückweise Ankauf ist nicht gestattet. Der festgesetzte Erzeugermindestpreis darf nicht unterschritten, der Erzeugerhöchstpreis darf nicht überschritten werden. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung der HV. der deutschen Eierwirtschaft.
Absatz II bestimmt für deutsche Handelsklasseneier folgende Großhandelseinkaufspreise, die mit Wirkung vom 10. Februar 1936 Gültigkeit haben. Die Preise dürfen weder über- noch unterschritten werden: Deutsche Handelsklasseneier: 1.0 1 (vollfrische Eier) S Sonderklasse über 65 Gramm 9/4, A Große 60 bis 65 Gramm 854, B Mittelgroße 55 bis 60 Gramm 8%, C Gewöhnliche 50 bis 55 Gramm 754, D Kleine 45 bis 50 Gramm 7K Pf. — 2. 0 2 (frische Eier) S Sonderklasse über 65 Gramm 9, A Große 60 bis 65 Gramm 854, B Mittelgroße 55 bis 60 Gramm 8, C Gewöhnliche 50 bis 55 Gramm 7%, D Kleine 45 bis 50 Gramm 7 Pf.
Die Preisfestsetzung erfolgt in Reichsfennigen je Stück. Die Großhandelseinkaufspreise gelten für waggonweisen Bezug versteuert einschl. Kennzeichnung, Verpackung und Banderolierung: 1. bei Verbringung aus dem Gebiet eines Eierwirtschaftsverbandes in das Gebiet eines anderen Wirtschaftsverbandes ab Verladestation, bei Eiermengen, die im Gebiet eines Wirtschaftsverbandes verbleiben, frachtfrei Empfangsstation.
Dem Käufer von Eiermengen, soweit diese 5000 Stück ie Woche überschreiten und aus dem Gebiet eines Wirtschaftsverbandes in das Gebiet eines anderen verbracht werden, erstattet die HV. der deutschen Eierwirtschaft auf seinen Antrag die Frachtkosten. Der Verkäufer hat für diese Eiermengen zur Deckung der Fracht einen von der HV. festgesetzten Frachtanteil abzuführen.
Bei der Abgabe an den Verbraucher werden nachstehende Höchstpreise, die mit Wirkung vom 17. Februar 1936 Gültigkeit haben, festgesetzt: Für das Gebiet der Eierwirtschaftsverbände Hessen-Nassau, Kurhessen: Deutsche Handelsklasseneier: 1.0 1 (vollfrische Eier) S Sonderklasse über 65 Gramm 11, A Große 60—65 Gramm 10'/-, B Mittelgroße 55 bis 60 Gramm 10, C Gewöhnliche 50—55 Gramm 9'/-, D Kleine 45—50 Gramm 9. — 2. G 2 (frische Eier) S 103A, A 10V4, B 93/4, C 9'/4, D 8’/4.
Wenn sich beim Kleinverkauf Bruchteile von Pfennigbeträgen ergeben, so ist die Aufrundung des gesamten Rechnungsbetrages (nicht des Preises für das einzelne Ei) auf volle Pfennigbeträge dann zulässig, wenn der überschießende Bruchteil mindestens 54 Pfennig beträgt.
Für ungekennzeichnete Hühnereier, die im Inlands erzeugt sind, wird ein Verbraucherhöchstpreis von 8 Pf. je Ei, der mit Wirkung vom 17. 2. 1936 gilt, festgesetzt.
Die Anordnung tritt am 6. 2. 1936 in Kraft. Gleichzeitig werden die bisherigen Anordnungen betr. Erzeugerpreise, Großhandelseinkaufshöchstpreise und Verbraucherhöchstpreise mit der Maß- gaber aufgehoben, daß die bisherigen Verbraucherpreise für inländische Hühnereier bis zum Ablauf des 16. 2. 1936 gelten.
In einer Anordnung Nr. 2/36 für ausländische Hühnereier werden folgende Großhandelseinkaufspreise für ausländische Hühnereier, die mit Wirkung vom 10. 2. 1936 Gültigkeit haben, festgesetzt. Die Preise dürfen weder über- noch unterschritten werden.
Auslandseier: A: Holländer, Dänen, Belgier, Schweden, Norweger, Finnen, Estländer, Iren: Größe (Gewicht) entsprechend S über 65 g 8V4; Größe (Gewicht) entsprechend A 60 bis 65 g 8V4; Größe (Gewicht) entsprechend B 55 bis 60 g 73/4; Größe (Gewicht) entsprechend C 50 bis 55 g 7'A>; Größe (Gewicht) entsprechend D 45 bis 50 g 8%. — B: Bulgaren, Ungarn, Jugoslawen, Polen, Rumänen, Argentinier, Türken, Albanier: Größe (Gewicht) entsprechend S 854; A 8; B 754; C 7; D 8%; Bulgaren Original 7)4. Die Preisfestsetzung erfolgt in Reichspfennigen je Stück. Die Großhandelseinkaufspreise gelten für waggonweisen Bezug, frachtfrei Empfangsstation, versteuert, verzollt, einschließlich Unterschiedsbetrag, Kennzeichnung und Verpackung.
II. Bei der Abgabe an den Verbraucher werden für ausländische Hühnereier nachstehende Höchstpreise, die mit Wirkung vom 17. Februar 1936 Gültigkeit haben, festgesetzt:
Hofstraße sofort nach Bereitstellung der erforderlichen Mittel in Angriff genommen werden. Weiter wurde bekanntgegeben, daß die vom Verkehrsverein aufgestellten Ruhebänke neuhergerichtet werden sollen und daß in Zukunft für die Namhaftmachung der Personen, die diese Bänke beschmutzen oder beschädigen, eine Belohnung ausgesetzt wird. Für den Monat Mai soll ein Photowettbewerb ausgeschrieben werden. Für den im vergangenen Jahre verstorbenen 2. Vorsitzenden wurde Hotelbesitzer Hugo Hummel ernannt. Zum Schluß der Sitzung wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die gemeinnützige, dem Wohl aller Volksgenossen unserer Stadt gewidmete Arbeit ferner rege Unterstützung aus allen Bevölkerungskreisen unserer Stadt finden möge.
00 Langsdorf, 10. Febr. In diesen Tagen fand die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Unsere vor zwei Jahren gegründete junge Wehr erfreut sich gesunden Gedeihens. Ihre Mitgliederzahl ist auf 43 gestiegen. Dadurch, daß die Gemeinde eine 24-?8-Motorspritze mit 500 Meter Schlauchleitung erwarb, konnte eine Ausbildung der Mannschaft im modernen Löschwesen erfolgen. Daher ist auch der Korpsgeist der Wehrmänner gut. Der Kommandant der Wehr, Heinrich Roth XX., gab einen kurzen Jahresbe-
wendungen gemacht. Zuerst wurde vom Ma- rienstift Lich die Bau- und Unterhaltungspflicht an den Pfarrgebäuden abgelöst. Diese Pflicht übernahm das Kirchspiel, wofür das Marienstift die Pfarrhofreite und 14'/- Morgen Land übergab. Danach wurde ein neues Pfarrhaus gekauft. Das alte ging an die Gemeinde über, die es zu Kleinwohnungen einrichtete. Schon vorher war eine neue wertvolle Orgel beschafft worden. Vor einigen Jahren wurde aus freiwilligen Stiftungen der Gemeindeglieder unser Glockengeläute auf vier Stimmen ergänzt, und im letzten Jahr wurde das Innere der Kirche künstlerisch einwandfrei wiederhergestellt. Von all diesen kostspieligen Aufgaben blieben den zwei Kirchspielgemeinden Langsdorf und Bettenhausen nur noch 12 500 Mark Schulden mrück. Wenn damit alle äußeren Vorbedingungen für ein wertvolles kirchliches Leben erfüllt sind, so ist man der Gemeindeverwaltung, die vorsichtig und doch weitschauend zu wirtschaften pflegt, großen Dank schuldig.
richt und sprach dann über die Aufgaben im Luftschutz. Die Rechnung wurde erstattet und dem Rechner Otto Schmidt II. Entlastung für die pünktliche Amtsführung erteilt. Die Begründung ber Freiwilligen Wehr und ihre Ausbildung im zeitgemäßen, technisch leistungsfähigen Löschwesen ist für unsere Gemeinde eine große Beruhigung. Denn da im alten Dorfteil die Gehöfte sehr eng inefft- andergeschachtelt sind, bestanden für den Ernstfall die größten Befürchtungen. Die Hauptversammlung wurde in ihrem offiziellen Teil in gewohnter nationalsozialistischer Weise geschlossen. — Der hiesige Kirchenvorstand hatte vorgestern die von Kirchenrechner Karl Pauli gestellte Rechnung für 1934 (RI.) zu begutachten. Obschon im vorigen Sommer die Kasse vor eine große, unvorhergesehene Ausgabe gestellt war, gestaltete sich der Rechnungsabschluß günstia. 3m Kirchenwnds blieb bei 6774,34 Mark Einnahme und 6020,11 Mark
goslawen, Polen, Rumänen. Argentinier, Albanier: S 1054, A 954, B 9*/4, C 83/<, Bulgaren Original 9.
Diese Anordnung tritt am 10. Februar Kraft. Gleichzeitig werden die bisherigen nungen, soweit sie die Großhandelseinkaufshöchstpreise und Verbraucherhöchstpreise für ausländische Hühnereier betreffen, mit der Maßaabe aufgehoben, daß die bisherigen Verbraucherhöchstpreise bis zum Ablauf des 16. Februar 1936 gelten.
y Watzenborn-Steinberg, 11. Febr. Am morgigen Mittwoch begehen die Eheleute Johannes Schäfer und Frau Katharine, geb. Buß, Schlageterstraße, das Fest der Silbernen Hochzeit.
} Lich, 8. Febr. Gestern abend hielt der Vorstand des Verkehrs- und Verschöne- runqsvereins Lich im Rathaus seine erste Sitzung im neuen Jahre ab. Der 1 Vereinsführer, Lehrer Hild, wies einleitend an Hand verschiedener Vorlagen und Beispiele auf die von den Nachbarstädten in verstärktem Maße durchgefuhrte Fremdenverkehrswerbung hin. Er betonte, daß die heutige Zeit einen stark erhöhten Aufwand für Werbungskosten erfordere, denn Stillstand sei Rückgang. Zur Aussprache gelangte eine große Anzahl Vorschläge, die insbesondere die Verschönerung des Stadtbildes betreffen. Als vordringlichste Arbeit wurde die Wiedereröffnung des Heimatmuseums und der Neudruck von Werbeblättern besprochen. Im Rathauseingang wird neben dem Briefmarkenautomaten in Kürze ein Postkartenautomat Aufhang finden. Bürgermeister Geil teilte mit daß die Fahrbahn in der für den Autoverkehr so gefährlichen Doppelkurve Braugasse-Unterstadt durch weiße Streifen gekennzeichnet werden soll. Ferner sollen die Arbeiten zur Ausbesserung der Bahn-
A: Holländer, Dänen, Belgier, Schweden, Norweger, Finnen, Estländer, Irren: S 1014, A 10, B 954, C 9, D 854. — B: Bulgaren, Ungarn, Ju- ~ ' Türken,
das Kirchspiel haben für unser kirchliches sen in den letzten elf Jahren bedeutsame Auf-
ZdR. Mit besonderem Nachdruck setzt fick der Staat dafür ein, die Freude am Buch zum Allgemeingut zu machen. Im Vorjahre brachte die „Woche des deutschen Buches" erstmalig die planmäßige Zusammenfassung aller für die Pflege und Verbreitung des guten Buches in Betracht kommenden Kräfte. Als Träger der Bewegung entstand die „Reichsarbeitsgemeinschaft für Deutsche Buchwerbung". Sinn der Gründung war aber, nicht nur einmalig im Jahre in einer Woche, sondern ohne Unterbrechung für das Buch zu werben. Das soll im Herbst durch die Buchwoche und soll von jetzt an in den Monaten Februar bis April durch die Fachbuchwerbung verstärkt hervortreten.
Das Fachbuch verdient es wahrlich, daß feines kulturwertes mehr als bisher gedacht wird.
Bei der Vorkriegsentwicklung in Industrie, Handel und Gewerbe war das Fachbuch der auf tausend Teilgebieten dienende Helfer; beim Wiederaufbau ist es nicht weniger notwendig. Bei einer Riesenaufgabe, etwa wie der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht, kann es niemals als entbehrlich beiseite geschoben werden. „Ein Volk, das ein wahres, volkstümliches Bücherwesen besitzt" — so sagt Friedrich Ludwig Jahn — „ist Herr von einem unermeßlichen Schatze." Das sonst arme deutsche Volk ist hier besonders reich. Es entschließe sich nur, die in seinem Buch- und Fachbuchwesen ruhenden Schätze zu heben!
Die Fachbuchwerbung steht zeitlich in engster Verbindung mit dem Reichsberufswettkampf. Darum wird jetzt auch die Losung ausgegeben:
Jeder Vetriebsführer und Handwerksmeister gebe feinem aus der Lehre scheidenden Lehrling und dem in der Ausbildung stehenden Jung
arbeiter ein Fachbuch als Geschenk mit auf den weiteren Lebensweg.
Die Aufforderung ergeht auch an diejenigen, die — wie die bäuerlichen Betriebsleiter mit den eigenen Kindern — einen förmlichen Lehrvertrag nicht abschließen, die aber dennoch — nicht nur im Sinne der Fachbuchwerbung — als ein wichtiger Teil des Lehrherrn anzusprechen sind. Zunächst mag die rechte Auswahl unter Fülle der Fachbücher nicht leicht erscheinen. Abgesehen davon aber, daß es bereits die Fachpresse von je als Ehrenpflicht betrachtet hat, der Herold des guten Fachbuches zu fein, fo daß schon hierdurch fast jeder in Stadt und Land hinreichend beraten ist, erscheint in allernächster Zeit, zusammengestellt von einem Unterausschuß der genannten Reichsarbeitsgemeinschaft, noch eine besondere Liste empfehlenswerter Fachbücher. Die Liste wird die Grundlage der Fachbuchwerbung sei, nur darf das Erscheinen eines Buches auf ihr vom einzelnen Verlag in feiner Eigenwerbung nicht als Wettbewerbsmaßnahme verwertet werden. Damit wird beim Fachbuch nachgeholt, was beim politischen und schöngeistigen Buch bereits unmittelbar nach der innenpolitischen Wende erreicht wurde: durch Sichtung zur Auslese des wirklich Empfehlungswerten!
Die Bevorrechtung der Volksteile um „Vesih und Bildung" gehört der Vergangenheit an. Darum geht die Fachbuchwerbung quer durch das ganze Volk.
Sie spricht zu allen Altersstufen, zum Bauern und Arbeiter, zu Stadt und Land. Sie will zum Besten unserer Zukunft die allgemeine Leistungssteigerung. Helfe daher jeder zu seinem Teile mit, dem großen Vorhaben den Weg zu bahnen!
fingen Sonntag in der „Germania" ihre diesjährige ordentliche General-Versammlung ab, die einen außerordentlichen Besuch aufwies. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates T a u b e r t leitete die Versammlung und gedachte zunächst der im vergangenen Jahre durch Tod ausgeschiedenen drei Genossenschafter und ehrte sie in der üblichen Weise. Aus dem vom Direktor Geißler erstatteten Geschäftsbericht für das Jahr 1935, der im allgemeinen ein recht befriedigendes Bild ergab, entnehmen wir: Der Genossenschaft gehörten Ende 1935 207 Mitglieder an. Bei einer beträchtlichen Umsatzerhöhung betrug das Mehr in dem Stand der Spareinlagen einschließlich der Kündigungsund Termingelder 34 900 Mark gegenüber dem Vorjahre. Dabei hat sich die Zahl der ausgegebenen Sparbücher um 80 erhöht. Trotzdem die Kleinspareinrichtung, d. h. der Kartenverkauf in der Schule, nicht gerade als schlecht zu bezeichnen ist, wäre zu wünschen, daß gerade hierbei eine Besserung eintreten würde. Das Guthaben der Genossenschaft bei
der Landesbauernkasse Frankfurt a. M. zeigte ebenso ein ansehnliches Mehr. Die Steigerung Der Aufwendungen ist nicht nennenswert. Der Gewinn im Geschäftsjahr 1935 betrug 2598,97 Mark (im Vorjahre 2384,39 Mark) und wird wie folgt verwendet: 4 0. H. Dividenden auf den eingezahlten Geschäftsanteil unter Tragung der lOproz. Kapital- ertragfteuer, eine Zuschreibung zu den Rückstellungen, ebenso eine solche zu dem Reservefonds, den Rest zur Betriebsrücklage. Daraus ist ersichtlich, daß sich die Kasse in einer steten, gesunden Entwicklung fortbewegt. Der Bericht des Aufsichtsrats, von dessen Vorsitzenden erstattet, war in allen Teilen befriedigend, so daß beiden Aemtern Entlastung erteilt werden konnte. Bei der Vorstandswahl wurde das satzungsgemäß ausscheidende Vorstandsmitglied Erich E s p i ch wiedergewählt. In den Aufsichtsrat wurde wiedergewählt Wilhelm Schwalm und für Johannes Schäfer Kaufmann Karl Gilbert. Unter Punkt „Verschiedenes" fanden einige interne Angelegenheiten ihre Erledigung.
* ©taufenberg, 10. Febr. Heute vormittag kam im Stalle des Landwirts Walter Muller ein $ am m zur Welt, das einen Kopf, einen Rumpf und sieben Beine hatte. An dem 7. Bein befanden sich vier Klauen. Das Tier kam lebend zur Welt, verendete aber bald darauf.
t Treis a. d. L d a., 10. Febr. Die hiesige Ortsgruppe des Evangelischen Bundes hielt gestern abend in der Kirche einen gut besuchten Vortragsabend statt. Nach den Begrüßungsworten des Ortspfarrers, der auf die in 50 Jahren bewiesene segensreiche Arbeit des Evangelischen Bundes für Volk, Staat und Kirche hinwies, sprach Pfarrer Trapp (Gießen) in eineinhalbstündigen klaren Ausführungen über die Frage: „Deutscher Glaube oder Christusglaube?" Der Redner verstand es, die hohe Bedeutung unseres christlichen Glaubens vor allen anderen sogenannten Glaubensbewegungen in überzeugender Weise vor Augen zu stellen.
Q Allendorf a. d. Lda., 9. Febr. Bei der im hiesigen Stadtwalde abgehaltenen 5. H 0 lzverst e i g e r u n g bewegten sich die Preise annähernd auf der seitherigen Hohe. Es kosteten je zwei Raummeter: Buchenscheitholz 19 bis 20 RM., Eichenscheit- holz 12 bis 14, Fichtenscheitholz 6 bis 9, Buchenknüppel 12 bis 15, Eichenknüppel 9 bis 11, Kiesern- und Fichtenknüppel 6 bis 7, Buchen-Stockholz 10 bis 12, Eichen-Stockholz 6 bis 8 RM. je fünf Raummeter: Buchen-Reisholz 6 bis 10 RM., Eichen-Reis- holz 0,50 bis 2, Fichten-Reishol^ 1 bis 2 RM. Fichten-Derbstangen. pro Stück 1. Klaffe, 0,50 bis 1, 2 Kl. 0,20 bis 0,50, 3. Kl. 0,20 bis 0,40 RM. — Gestern abend veranstaltete der hiesige Kir- chengesanqverein im Saale der Gastwirtschaft Horn einen Familienabend, der in allen Teilen als wohlgelungen zu betrachten ist. Mit diesem Familienabend war gleichzeitig die Geburtstagsfeier des Chorleiters Lehrer Heil verbunden. Der Dereins- vorsitzende, Pfarrer Andres, hielt die Begrüßungsansprache, in der er auf die Bedeutung und den Wert der Kirchengefangoereine hinwies und deren Wirkungskreis in kurzen Worten umschrieb. Gleichzeitig würdigte er die Verdienste des Chorleiters Heil um den Verein und überreichte ihm als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und als Geburtstagsgeschenk im Auftrage des Vereins einen prachtvollen Geschenkkorb. Nach einer Anzahl vorgetragener Chöre, die alle Zeugnis von der Tüchtigkeit des Chorleiters und des Chores ablegten, trat eine Pause ein, in der sich die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen erfrischten. Tombola - Verlosung, Gesellschaftsspiele, sowie Gesangs- und Musikstücke, von einzelnen Teilnehmern der Gesellschaft vorgetragen, hielten die Teilnehmer dann noch mehrereStunden in vergnügter Stimmung beisammen.
•y Watzenborn-Steinberg, 11. Febr. Der hiesige Autoschlosser Otto Sommer, der am Sonntag'(wir berichteten darüber) mit seinem Motorrad am Bahnübergang auf der Landstraße Reiskirchen—Gießen gegen einen Laternenpfahl fuhr, erlitt, wie sich nach der Untersuchung herausstellte^ nicht nur einen Schlüsselbeinbruch, sondern auch innere Verletzungen. Der bedauernswerte junge Mann ist gestern vormittag in der Chirurgischen Klinik zu Gießen feinen Verletzun-
General-Amtswatter-Appell der DAF.
Am Freitag fand im Paulinenschlößchen zu Wiesbaden ein General-Amtswalter-Appell der DAF. statt. Nach der Eröffnung durch den Kreiswalter Pg. Münch sprach der Gauobmann des Arbeitsdankes, Pg. Krause, zur Eingliederung des Arbeitsdankes in die DAF. Er erwähnte dabei, daß es heute jedem jungen Volksgenossen, der durch die Schule des Arbeitsdienstes gegangen fpi, möglich gemacht werde, sich aus eigener Kraft emporzu- fchaffen.
Zu den kommenden Vertrauensratswahlen sprach der Gaubetriebsgemeinschaftswalter der RBG. „Verkehr und öffentliche Betriebe", Pg. Goebel, der auf die wichtigen Aufgaben hinwies, die dem Amtswalter heute innerhalb der DAF. und des Betriebes zufallen. Der Kameradschaftsgeist des Arbeitsdienstes soll hinein in die Arbeitsfront getragen werden, so daß diese große Gemeinschaft eine Kameradschaft aller Schaffenden sei.
Der Gauwalter der DAF., Pg. Becker, sprach über den Weg, den die nationalsozialistische Weltanschauung gegangen sei, bis sie auch den Zugang zu den Herzen der deutschen Arbeiter gefunden habe. Den nordischen Menschen habe der Verfall gedroht, und einzelne große Männer haben immer und immer wieder versucht, dieses Volk vor dem Untergang zurückzureißen. Er führte den großen Engländer Houston Stewart Chamberlain an, der ein Rufer in dem Kampf um den nordischen Menschen gewesen sei. Adolf Hitler, der Führer des neuen Deutschlands, hat dieses Volk wieder geeint und will es einer neuen und besseren Zukunft zuführen. In diesem Verlauf habe er auch die Judenfrage lösen müssen, jene Frage, die sich immer wieder zwischen die Menschen gestellt habe, da der Jude Zerstörer jedes Volkstums gewesen ist. Im Anschluß daran weihte der Gauwalter mehrere DAF.-Fahnen und gab ihnen die folgenden Dichterworte mit auf den Weg: „Mutter, fei stolz, denn ich trage die Fahne. Mutter, hab mich lieb, denn ich trage die Fahne. Mutter, vergiß mich nicht, denn ich trage die Fahne."
Der Kreiswalter Pg. Münch übernahm die Fahnen, die ein Symbol sein sollten, die uns voranwehen bis zum endgültigen Sieg.
Um- vnb 6crtt>eiferuna^6ou der Marburger Chirurgischen Univ^rsitäisklinik.
LPD. Marburg, 12. Febr. Nachdem im vergangenen Jahre der Um- und Erweiterungsbau der Universitäts-Frauenklinik und vor einigen Monaten der Ausbau des Hygienischen und Pharmakologischen Universitätsinstituts am Pilgrimstein mit einem Gesamtkostenaufwand von rund 154 Millionen Mark abgeschlossen werden konnten, wird am 1. April mit einem großen U m - und Erweiterungsbau der Chirurgischen Universitätsklinik begonnen.
Aundsunkvroaramm
Mittwoch, 12. Februar.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10.15: Schulfunk. 10.45: Nachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk), Schneebericht. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musikalischer Zeitvertreib. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Zwanzig „taktvolle" Finger. 15.30: Launiger Leitfaden für Sprachfreunde. 15.45: Das aktuelle Buch. 16: Violinmufik. 16.45: Freut euch des Lebens. Alte und neue Walzermelodien. 17.40: Von Garmisch-Partenkirchen: Olympia-Echo. 18: Singendes, klingendes Frankfurt! (Unser bunter Frankfurter Nachmittag.) 19.45: Erzeugungsschlacht. 20: Nach- richten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Helden und Händler. 20.45: Bunter Abend 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: Von Garmisch- Partenkirchen: Die letzten Meldungen und Funkberichte der IV. Olympischen Winterspiele 1936 — 7. Tag. _______________________________
wurde von der Versammlung erneut das Vertrauen ausgesprochen', so daß er in derselben Besetzung wie im Vorjahre im Amt verbleibt. Aus Anlaß des 15jährigen Bestehens des Vereins hatte es sich der zweite Vereinsführer Karlheinz Kurz zur Ausgabe gemacht, eine Vereinsgefchichte zu schreiben, für die ihm in der Versammlung Anerkennung und Dank zuteil wurde. Nach Erledigung der Tagesordnung und Verlesung der genannten Vereinsgeschichte hielt der 2. Vereinsführer noch eine kurze Ansprache, die in der Aufforderung gipfelte, unserem großen Führer stets treue Gefolgschaft zu leisten. In üblicher Weise wurde die Versammlung geschlossen.
Landkreis Gießen.
* Heuchelheim, 10. Febr. Am gestrigen Sonntagnachmittag ereignete sich in unserem Orte an der Ecke Wetzlarer Straße und Hauptstraße ein Zusammen st oß zweierPersonenkrast- wagen. Zum Glück kamen die Insassen unverletzt davon, während die beiden Auto beschädigt wurden.
Lollar, 10. Febr. Die Spar- und Dar-


