Ausgabe 
10.6.1936
 
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Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Mai. Berlin, 9.Juni. (DNB.) Wie die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung mitgeteilt hat, hat die Zahl der Arbeitslosen im Mai um 2 7 1 5 7 3 a b a e . n o m men und betrug Ende d. M. nur nnrfi im^Oi 2In bcr Entlastung waren zahlenmäßig d.e Außenberufe mit 111232 und die übri­gen mehr konjunkturabhängigen Be­ruf s g r u p p e n mit 160 341 beteiligt. Dabei ist ^ro(lrrdus.berüdfi^ti9en' baß in den Außenberufen, insbesondere im Baugewerbe, eine betracht- Uche Zahl von Arbeitskräften aus den konjunktur- abhängigen Berufen sowie aus dem Kreise der ent­lassenen Notstandsarbeiter Beschäftigung ge- runden hat. Die aber auch trotzdem immer noch sehr erhebliche Abnahme der Arbeitslosigkeit in den konjunkturabhängigen Berufsgruppen und Wirtschaftszweigen, vor allem auch in den Ver­brau ch s g ü te r in d u st r i e n , läßt jedoch ein­dringlich auf den starken und nachhaltigen kon- ^.^turellen Auftrieb schließen, in dessen Zeichen die deutsche Wirtschaft steht. Dafür spricht auch, daß die Entlastung in den dicht besie- Selten und industriereichen Landesarbeitsamts- bezirken und in den Großstädten besonders ?ra ?)ar $te Zahl der Notstandsarbeiter konnte im Mm um rund 39 000 auf 132144 vermindert werden.

Der Führer empfängt eine Abordnung des Gemeindekongreffes.

Berlin, 9. Juni. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing im Beisein von Reichs­minister Dr. Frick das Präsidium und die Dele­gationsführer des VI Internationalen Gemeinde­kongresses, sowie die Vorsitzenden und Präsidenten bes Deutschen Gemeindetages. Es nahmen u.a. teil der Präsident des Internationalen Gemeindeoerbandes Harris (Großbritannien), die Vizepräsidenten des Verbandes und die Führer der größeren ausländi­schen Kongreßdelegationen, unter ihnen der Direktor des Städteverbandes der Vereinigten Staaten Dr. Stutz, Oberbürgermeister Dr. Szendy (Buda­pest), Oberbürgermeister Dr. Sortuyn (Rotter­dam), Stadtpräsident Dr. W l o d e k (Graudenz), der Vorsitzende des österreichischen Städtebundes Bürgermeister Dr. Bock (Linz) und Generalsekretär Ardy (Genua). Von deutscher Seite wohnten dem Empfang bei Staatssekretär Pfundtner u. Mi­nisterialdirektor Dr. Duren vom Reichsministerium des Innern, Reichsleiter Oberbürgermeister F i e h - l e r (München) und Oberbürgermeister Dr. Wei­de m a n n (Halle) die Vorsitzenden des Deutschen Gemeindetages, sowie Dr. Jeserich und Dr. Z e i t l e r , die geschäftsführenden Präsidenten des Deutschen Gemeindetages.

Präsident Harris sprach namens der ausländi­schen Kongreßteilnehmer dem Führer den Dank da­für aus, daß sie Gelegenheit hatten, die Arbeit der deutschen Gemeinden und insbesondere die außer­ordentlich anschauliche AusstellungDie deutsche Ge­meinde" kennen zu lernen. Der Führer gab in seiner Erwiderung unter Anerkennung der Arbeit des internationalen Gemeindeverbandes der Hoffnung Ausdruck, daß die ausländischen Kongreßteilnehmer im Verlaufe des Kongresses in Berlin und München einen m ö g l i ch st tiefen Einblick in die Ar­beit der deutschen Gemeinden erhalten mögen. Er richtete die Bitte an sie, diese Eindrücke und Erfah­rungen in ihren Ländern weiter zu vermitteln.

Der Reichs- und Preußische Mini st er des Innern hatte am Dienstagabend im Namen der Reichsregierung zu einem Empfang einge- laden. Der Weiße Saal des Berliner Schlosses und die angrenzenden Festräume gaben den feierlichen Rahmen für diesen festlichen Höhepunkt des Inter­nationalen Gemeindekongresses. Das Havemann- Ouartett spielte das Streichquartett e-moll von Beethoven. Erna Berqer von der Staatsoper Ber­lin sang Arien von Händel, Mozart und Rossini. Nach dem Konzert gab Reichsminister Dr. Frick in den Festräumen des Schlosses einen Imbiß, zu dem die führenden Persönlichkeiten der ausländi­schen und inländischen Delegationen eingeladen waren Von der Reichsregierung nahmen außer dem Reichsminister Dr Frick die Reichsminister Graf Schwerin-Krosigk und Darrs so- wie die Staatssekretäre Pfundtner, Rein­hard, Zschi n ts ch und Stuck art und der Gauleiter und Oberpräsident Schwede teil. Es waren weiter anwesend der spanische Botschafter und die Gesandten von Oesterreich und der Schweiz sowie der polnische und der lettische Geschäftsträger.

Das Handwerk betreut feine Jugend.

LPD. Frankfurt a. M., 9. Juni. Im Rahmen der Sondertagung der Gaujugendwal- ter und Referentinnen anläßlich des Reichshandwerkertages in Frankfurt a. M. sprach Reichshandwerksmeister Schmidt über die Auf- aaben der Jugend und gab zugleich eine Zielrich­tung für den weiteren Aufbau der Jugendarbeit im Handwerk. Unklarheiten, die bisher noch drau­ßen im Lande über die Ausmaße und die Abgren­zung der Jugendarbeit bestanden, sind nun besei­tigt Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der Reichshandwerksmeister sind sich einig m der An­sicht daß der Betrieb eine E ' n h e i t dar- stetti und daß diese Einheit, die auch in dem Drei- klana Meister - Geselle - Lehrling zum Ausdruck k nickt gestört werden darf. Dies wird kommt, N l ch g l Ausdruck kommen,

bak bie Betreuung aller handwerklichen Jugendlichen b rufl ch m wie auf sozialpolitischem Geb.et aus- ich a ft Ha n o w . Weiterentwick-

Grundlage gegeben für eine gw Anfang

Ä'S"»S jS» **<»»« ,°ch° °ng- Verbundenheit zur Jugend zum Au-.

Die Giaaischefs derKlemenEniente indukarest.

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Am sechsten Jahrestage der Thronbesteigung König Carols von Rumänien weilten die Staatschess der Kleinen Entente als Gäste in Bukarest. Unsere Ausnahme zeigt die Ehrentribüne während der Parade vor König Carol. Von links nach rechts: der tschechische Staatspräsident Dr. Bene sch, König Carol von Rumänien, Prinzregent Paul von Jugoslawien und Prinz Nikolaus von Rumänien.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Aus der Jugendzeit der ElekinziiAslehre.

Zum 100. Todestage Amperes und zum 200. Geburtstage Coulombs.

Von Joachim Boehmer.

Wir pflegen die E le ktr i ts l e h r e zu den jüngsten Wissenschaften zu zählen, mit Recht, weil noch kein Jahrhundert vergangen ist, seitdem wir lernten, elektrische Erscheinungen in beabsichtigte Bahnen zu lenken und sie nach Maß und Zahl oorauszuberechnen. Damit war die technische Nutzung der Elektrizität gegeben. Aber die Kenntnis von dem Vorhandensein elektrischer Zu- tände verfolgen wir um Jahrtausende zurück. So oll schon Thales von Milet sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung die anziehende Kraft des geriebenen Bernsteins gekannt haben, und von dem in griechischer Sprache Elektron benannten Wun­derstein rührt der Name Elektrizität her.

Auch in den folgenden Jahrhunderten ist die Er- orschung dieser Erscheinungen niemals zum Still- tand gekommen, ohne daß allerdings bis ins 17. Jahrhundert nennenswerte Fortschritte zu erkennen wären. Dor kurzem erinnerten wir uns des Magde­burger Bürgermeisters Otto von Guericke, dem wir die Grundlagen der Luftleere, des Vakuums, ver­danken. Die Magdeburger Halbkugeln können als Keimzelle dieses Zweiges der modernen Technik bezeichnet werden. Derselbe Guericke soll auch al- erster mit Hilfe einer Maschine Elektrizität erzeugt haben. Kein Wunder, daß spätere Forscher auf einen Erkenntnissen aufbauten

Bei der Untersuchung der elektrischen Wirkung erkannte man bald chemische und magnetische Er- cheinungen. Man muß sich vorstellen, daß die For- cher bei der Entdeckung einer Aehnlichkeit zwischen Magnetismus des Eisens und dem des elek­trischen Stromes aufs Höchste überrascht wurden. Und als vor etwa 150 Jahren der französische Physiker Andre Marie Ampere (1775 bis 1836) nachwies, daß sich zwei stromdurchflossene Draht­schleifen zu einander verhalten wie Magnetstäbe, da war seine Behauptung zunächst wenig glaubwür­dig. Durch scharfsinnige Experimente und lieber« legenheit gelang jedoch Ampere der Beweis sei­ner Behauptung, so daß wir ihn den Begrün­der der Elektrodynamik nennen dürfen.

Seine Forschungen brachten die Erkenntnis, daß in dem elektrischen Strom eine geheimnisvolle, aber sehr große Kraft stecke, für deren Nutzbarmachung man nur die richtige Einrichtung zu schaffen brauche. Diesesnur" war aber nicht so leicht zu finden, und erst im letzten Drittel des 19. Jahr­hunderts fand Werner Siemens den Weg zur Beherrschung elekrodynamischer Kräfte. Das schmä­lert indessen das Verdienst Amperes nicht was auch daraus zum Ausdruck kommt, daß dasAm­pere zur internationalen Maßeinheit für die Stärke elektrischer Ströme geworden ist. Die Instrumente die diese Aufgabe zu erfüllen

haben, bezeichnen wir heute noch als Ampere oder Strommesser.

Zu den für die Nutzbarmachung des elektrischen Stroms grundlegenden Erkenntnissen gehört auch die in unseren Physikbüchern verzeichnete A m - peeresche Schwimmregel. Sie will eine gedankliche Hilfsbrücke bei der Ermittlung der Drehrichtung elektrischer Ströme in einem Strom­kreis sein:Denkt man sich in der Richtung eines positiven elektrischen Stromes schwimmend, mit dem Gesicht der Magnetnadel zu, so wird der Nord- vol der Magnetnadel nach links abgelenkt." So be­deutungslos uns diese Regel Vorkommen mag, sie bietet doch die Grundlage für den Bau von Elek­tromotoren!

Ampere konnte die praktische Auswirkung seiner Erkenntnisse aus unser Jahrhundert allerdings kaum ahnen. Zur Ueberheblichkeit liegt aber darum für uns kein Grund vor. Denn auch wir wissen heute noch nicht, was eigentlich Elektrizität ist, wir ken­nen und beherrschen nur ihre Wirkungen. Wieviel bedeutender muß daher jede Erkenntnis sein, die Forscher in früheren Jahrhunderten fanden. Hierzu gehört vor allem die des französischen Physikers Charles Augustin Coulomb (1736 bis 1806), des­sen zweihundertsten Geburtstag wir in diesen Ta­gen begehen. Das Coulombsche Gesetz (1785) besagt:Die Kraft, die zwei elektrische Körper auf­einander ausüben, ist gleich dem Produkt ihrer Elektrizitätsmenge, dividiert durch das Quadrat ihrer Entfernung."

Hiermit war die Einheit für eine Elektrizitäts­menge geschaffen, deren Kenntnis für jeden Phy­siker auch heute noch von Wichtigkeit ist. Coulomb brachte durch sein Gesetz eine Beziehung zwischen Kraft oder Gewicht zur Elektrizität in die Physik. Die elektrische Ladung eines Körpers, die wir in Coulomb ausdrücken, könnte also ebenso gut in Kilogramm geschrieben werden; denn die Anziehung oder Abstoßung zwischen zwei geladenen Körpern setzt ja die Wirkung eines Druckes oder einer sau­genden Kraft voraus. Für unsere Begriffe ist das Coulombsche Gesetz nicht vollständig. Denn die Größe der Anziehung oder die Wirkung der elektri­schen Ladung hängt nicht nur von der gegenseitigen Entfernung der Körper, sondern auch von dem zwischen ihnen befindlichen Jsoliermittel ab. Bei Luft ist sie am größten, sie sinkt mit der Isolier­fähigkeit von Stoffen, Flüssigkeiten und Gasen. Vor hundert Jahren (1837) ergänzte der englische Phy­siker Faraday da^Coulombsche Gesetz in dieser Richtung.

Die Lehre der Elektrizität ist also keineswegs jung. Zahlreiche Forscher aller Länder haben um sie gerungen, und wir, als Erben ihrer Erkennt­nisse, dürfe für ihre Bemühungen dankbar sein

druck. Es ist sein Wunsch, daß diese Fragen einen Mitarbeiterstab zu haben, der weltanschaulich, menschlich und fachlich ein erstklassiges Führerkorps darstellt und in der Lage ist, durch diese Eigen­schaften alle die Fragen der Handwerksjugend, die zu bearbeiten sind, zum Wohle der Gesamtheit zu lösen.

Arbeitstagung

des Vuchdrucker-Handwetts.

LPD. Mainz, 9. Juni. Die Arbeitstagung er­öffnete Reichsinnungsmeister Edgar Forsberg- Berlin und wies darauf hin, daß die heutige Or­ganisation des Buchdruckgewerbes kein Selbstzweck sei, sondern ein Mittel, um seine Belange möglichst gut zu vertreten. Die Berufskameraden würden mit den technischen Neuerungen auf den einzelnen Fach­gebieten bekannt gemacht werden, um alle Forde­rungen, die vom Handwerk heute verlangt würden, erfüllen zu können. Harrer-Köln gab einen Ueberblick über die Entwicklung der Organisation im graphischen Gewerbe. Kleinert-Breslau be­handelte das Ausbildungswesen im Buchdruckge­werbe. Die Lehrlinge sollten nicht nur die ratio­nelle Arbeit erlernen, sondern in altmeisterlichen Traditionen erzogen werden. In Gesellen- und Mei- sterprüfungn müsse der Nachwuchs fachlich und weltanschaulich derart ausgesiebt werden, daß wie früher wieder eine Elite deutscher Buchdrucker her- anwachse Professor P f o st - Berlin machte Angaben über ein neues Verfahren zur Herstellung von Druckstöcken, das Vorteile handwerklicher Arbeit und photo-mechanischer Reproduktion vereinigt. Ferner sprach Diplomingenieur Fun k-Berlin über Gleich­strom-Wechselstrom im graphischen Gewerbe, lieber den Druck vom Gummiklichee, Anilin-Druckfarbe und Anilin-Druckmaschinen verbreiteten sich Hil­debrand- Berlin und Dr. Hartmann- Halle.

Der Leiter der Betriebsgemeinschaft Druck, Diplom­ingenieur Ebenböck, forderte eine gesunde Preispolitik als Grundlage einer gleichen Lohnpoli­tik. Von weiteren Fachvorträgen fand der des Dberinqenieurs Lüder- Erfurt über zweckmäßige Beleuchtung des Arbeitsplatzes besonderes Interesse. Der Verbindungsmann der Deutschen Arbeitsfront für die Reichsinnung Buchdruck, R a e d e r - Berlin, machte grundsätzliche Ausführungen über Arbeits­front und Handwerk

Arbeitstagung

des Nahrungsmittelhandwerks.

Die Fleischer, Bäcker Konditoren und Müller traten zu Arbeitstagungen zusam­men Reichssachgruppenwalter Fedtke wies auf die bisher in vielen Gauen durchgeführten Be­triebsbesichtigungen hin, die dazu dienen, einen Einblick zu gewinnen, inwieweit gerade hin­sichtlich der sozialen Betreuung eine Leistung im nationalsozialistischen Sinne bisher zu verzeichnen ist Gerade an der Gemeinschaft innerhalb einer Betriebsgefolgschaft werde in großen Gebieten des Reichs zur vollen Zufriedenheit gearbeitet. Den Ausbau der Schulung behandelten Schulungsleiter Müller-Neuhaus und Direktor Pommrich von der Reichsfachschule der Fleischer.

Eine ReichsfachschuleHolz" soll errichtet werden.

Auf der Arbeitstagung der Gau-Fachgruppen- walterHolz" setzte Reichssachgruppenwalter Grau die verschieden gelagerten Aufgaben der DAF und der Organisationen des Reichsstandes auseinander. Das Einhalten der Tarife sei eine Existenzfrage der Betriebe. Es würden in Zukunft keine Zugeständ­nisse an Meister gemacht werden, die die Tarife

nicht einhielten. Die Schulung der Korbmacher und Stellmacher solle in besonderer Weise gefördert werden. Zum Schluß stellte Grau die baldige^ Er­richtung einer ReichsfachschuleH o l z" in Aussicht. Da die kleineren Schulen meistens in keiner Weise den geforderten Ansprüchen genügten, könne nur eine einheitlich nach den Richtlinien der DAF. ausgebaute Reichsschule die Berufserziehung übernehmen.

65. Reichsinnungsverbandstag des Friieurhandwerks.

Auf dem 65. Reichsinnungsverbandstag des Fri- eurhandwerks fand nach dem fachlichen Wettstreit )ie Arbeitstagung im Saal des Palmengartens tatt. Reichsinnungsmeister Benz gedachte des vor !urzem verstorbenen Erfinders der Ondulation, des ranzösischen Berufskameraden Marcel. General- ekretär Dr. B r e tz l e r überbrachte die Grüße des Reichshandwerksmeisters und erläuterte an Hand von statistischen Zahlen die katastrophale Zunahme von Friseurbetrieben in den Jahren 1926 bis 1932. Reichsfachschaftswalter Klasen wies auf die bei den Betriebsbesichtigungen festgestellten Mängel und sozialen Mißstände hin. Der Leiter des Reichs­ackbeirats Meißner wies darauf hin, daß das Friseurhandwerk eines der ersten Handwerke sei, dessen Prüfungsbedingungen vom Wirtschafts- Ministerium bereits genehmigt wären. Drei fach­liche Beiträge mit praktischen Vorführungen von namhaften Friseuren beschlossen die Arbeitstagung.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler empfing Dienstag folgende zur Zeit in Deutschland auf Ur­laub weilende deutsche Botschafter: Den Botschafter in Rom (Quirinal) v. Hassel, den Botschafter in Tokio Dr. v. D i r k s e n, den Bot­schafter in Nanking, Dr. Trautmann und den Botschafter in Rio de Janeiro Dr Schmidt- Elskop.

Der Führer und Reichskanzler empfing den japanischen Botschafter Graf Mushakoji, der ihm den Dank Seiner Majestät des Kaisers von Japan für das kürzlich vom Führer dem japanischen Kaiserhaus gestiftete Bild des Kaisers Saga ein Werk der japanischen Kunst des 14. Jahrhun­derts überbrachte.

Der Führer und Reichskanzler empfing den ägyptischen Gesandten Dr. Nachat Pascha der den Dank des jungen Königs und der ägyptischen Regierung für die Beileidskundgebungen Deutsch­lands beim Ableben König Fuads von Aegypten aussprach.

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Der Führer und Reichskanzler empfing den afghanischen Kriegsminister, Seine Königliche Hoheit Schah M a hm u d , der ihm in Begleitung des afghanischen Gesandten, N a w a z Khan, einen Besuch abstattete. Schah Mahmud hat sich auf seiner Europareise in Berlin einer Ope­ration unterzogen und weilt zur Genesung und zu Studienzwecken einige Zeit in Deutschland.

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Der König von England empfing die Mit­glieder des deutsch-englisch-französischen Kriegs­gräberausschusses. Von deutscher Seite waren u. a. General v. S e e ck t, auf französischer Seite General Guillaumat zugegen.

Die Danzig-polnischen Verhandlun­gen zur Regelung der Fragen, die mit den Aus­wirkungen der polnischen Devisenbewirtschaftung auf Danzig verbunden sind, find durch Unterzeichnung eines Uebereinkommens beendet worden.

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Der spanische Ministerrat hat die Be­reitstellung eines außerordentlichen Kredites für die Errichtung einer spanischen Botschaft in Moskau beschlossen. Der Finanzminister er­klärte, daß Spanien nach Klärung der finanziellen Frage in etwa 10 Tagen in Moskau diplomatisch vertreten sein werde.

Im Schweizerischen Nationalrat wurden für die neue schweizerische Heeresvorlage 139 Stimmen abgegeben, 10 Stimmen waren dagegen, während 12 Stimmenthaltungen festgestellt wurden. 20 sozialdemokratische Parlamentarier stimmten trotz der ablehnenden Stellungnahme des Partei­tages für die Verstärkung der Landesverteidigung. Der Stimmenthaltungsparole waren nur 12 Sozial­demokraten nachgekommen, während der extreme Flügel zusammen mit den beiden Kommunisten gegen die Vorlage stimmte.

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Der niederländische Gesandte in Belgien, Dr. Tjarda van Starkenborgh. Stach ouwer, ist zum Generalgouverneur von Nieder- ländisch-Jndien ernannt worden. In den Jahren 1924 und 1925 war er Gesandtschaftsrat in Berlin. 1925 wurde er Kommissar der Königin in Groningen und bekleidete diesen Posten bis 1933.

Aus aller Wett.

Die Zahl der Rundfunkteilnehmer.

Die Gesamtzahl der Rundfunkteilneh­mer im Deutschen Reich betrug am 1. Juni 1936 7 517 240 gegenüber 7 599 252 am 1. Mai. Im Lause des Monats Mai ijt mithin eine Abnahme von 82 012 Teilnehmern (1,1 v. H.) eingetreten. Unter der Gesamtzahl am 1. Juni befanden sich 568224 Teilnehmer, denen die Rundfunkgebühren erlassen sind.

Starker Reuschnee im Bayerischen Wald.

Der Wettersturz der letzten Tage brachte auch für die höchsten Berge des Bayerischen Waldes Schneefall, und zwar so ergiebig, daß der Ar­ber 35 Zentimeter Neuschnee aufweist, der bis zur 1000-Meter-Grenze herabreicht. Das Weidevieh mußte aus dem Hochwald zu Tal actrieben werden, verheerendes Unwetter in einer armenischen Stadt.

Die armenische Stadt Erserum wurde von wol­kenbruchartigen Regenfällen, die mit Schnee und Hagel gemischt waren, heimgesucht Etwa 30 Wohnhäuser stürzten ein und wurden weg- geschwemmt. Mehrere hundert Menschen sind ob­dachlos geworden.

Schwedisches Passagierflugzeug abgeflürzt.

Das schwedische FlugzeugLappland" stürzte kurz nach dem Start unweit des Flughafens von Mal­ ab. Von den elf Fluggästen und den vier Mann der Besatzung starb ein amerikanischer Kaufmann bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Die Verletzungen der übrigen Personen scheinen glücklicherweise nicht lebensgefährlicher Art zu fein.

Gute Möbel bei Koos

Giessen Schulstr6