Oberheffen
Wirtschaft
82,50 Werte
Zeremonien."
V Watzenborn-Steinberg, 9. Nov. Am Samstagabend fand hier im Saale „Zum goldenen Löwen" eine Kundgebung statt, zu der außer den Gliederungen der Partei die gesamte Einwohnerschaft eingeladen war. Ortsgruppenleiter Philipp eröffnete die Versammlung. Schulungsleiter M t • chel, Gießen, sprach über das Thema „Der Weltfeind, der.Bolschewismus". Mit großer Aufmerk- samkeit folgte die Versammlung den spannenden Ausführungen des Redners. Dann wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.
ex, Eberstadt, 8. Nov. Bei der Pfund- s a m m l u n g durch den BDM. wurden hier 20 Pfund Mehl. 17 Pfund Bohnen, 12 Pfund Reis, 2 Pfund Gerste und 1 Pfund Grieß für das WHW.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachwittag geschlossen.
Kreis Alsfeld.
3) Alsfeld, 7. Nov. Der Voranschlag der Gewerbeschule für das R j. 1937 sieht einen Zuschuß der Stadt in Höhe von 5382 RM. vor. Die Schülerzahl für das Wintersemester 1936/37 beträgt bis jetzt 26, die sich voraussichtlich auf 30 erhöhen wird. Es wird eine Steigerung der Schu- lerzahl für notwendig erachtet, da andernfalls der Weiterbestand der Schule gefährdet erscheint. Der Voranschlag wurde von den Ratsherren in der vorgelegten Form genehmigt.
gange mehr. IG. Farben 173 nach 173,75, Mans» felder 156 nach 156,75, Aschaffenburger Zellstoff 140,75 nach 141,25. Etwas höher lagen AKU. mit
nen, doch ergaben sich auch keine stärkeren Rück» mehr. IG. Farben 173 nach 173,75, Mans»
bis 81,75 nach 81. Die später notierten lagen meist schwächer, höher aber Rheinmetall mit 153 (152), Moenus mit 100 (99,50), Südd. Zucker mit 200,50 (200) und Braubank mit 134 (133).
gesammelt. — Zur Beseitigung der starken Mäuseplage hat unsere Gemeinde eine gemein« fame Bekämpfung der Mäuse mit Giftweizen durchgeführt. — Die Genossenschafts- Dreschmaschine hat ihre Arbeit in unserem Dorfe beendet. Sie war hier rund 12 Wochen lang tätig.
LJ Lich, 9. Nov. Am heutigen Montag rann Frau Witwe Katharina Schäfer ihren 8 0. G e • burtstag feiern. Frau Schäfer erfreut sich noch einer vollen geistigen und körperlichen Frische und verfolgt noch mit regem Interesse das Tagesgeschehen.
^Nieder-Bessingen, 7. Nov. Der hiesige Gemischte Chor nahm am gestrigen Freitagabend seinen Singstundenbetrieb wieder auf. Zu Beginn der Stunde widmete der Vorsitzende, -Bur« germeister Maul, in einer Ansprache dem nach Lich versetzten Chorleiter Lehrer Hinkel herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung für ferne Tätigkeit als Jugenderzieher unserer Gemeinde und als Chorleiter des Gemischten Chors. Lehrer H i n- k e l dankte für die Ehrung und bat die Sänger, zur weiteren Pflege des deutschen Liedes ebenfo eifrig tätig zu fein wie bisher. — Hur Holzfällungim Gemeindewald wurden zwei Rotten zu je sechs Mann aufgestellt, die voraussichtlich Ende dieses Monats mit ihrer Arbeit beginnen werden. — Gegenwärtig findet in unserem Dorfe ein M e l k - k u r s u s statt, der von der Landesbauernschaft veranstaltet wurde. Die Beteiligung an dem Kursus ist recht zahlreich.
♦ Ober-Bessingen, 8. Nov. Der 33 Jahre alte Arbeiter Heinrich Keil verunglückte bei Arbeit e n am hiesigen Bahnhof. Der Verunglückte mußte mit einem Unterschenkelbruck des linken Beines nach Gießen in die Klinik gebracht werden.
cZVillingen, 8. Nov. In unserer Gemarkung wurde schon seit längerer Zeit von Wildschweinen großer Schaden verursacht. Trotz eifriger Bemühungen gelang es bisher nicht, die Schwarzkittel durch die Jagdpächter zu stellen. Dieser Tage konnte man abends zwischen 21 und 22 Uhr ein großes Rudel von 25 Wildschweinen in der Nähe der Straße nach Hungen beobachten und in der Richtung nach Nonnenroth verschwinden sehen.
# Hungen, 8. Nov. In geistiger und körperlicher Frische kann am 9. November unser Mitbürger Karl Knorr seinen 85. Geburtstag feiern. — Der in den Monaten September und Oktober hier stark in Erscheinung getretene Scharlach ist bisher noch nicht völlig zum Stillstand gekommen. Immer noch treten, wenn auch nur in vereinzelten Fällen, Neuerkrankungen auf.
Rhein-Mainische Börse.
Schwächer.
Frankfurt a. M., 7. Nov. Die Börse lag bei fast völliger Geschäftsstille zum Wochenschluß schwächer. Es erfolgten kleine Abgaben des Publikums, auch die Kulisse realisierte. Die abermals schwache Haltung der Auslandswerte im Zusammenhang mit einem Rundschreiben des Zentraloerbandes für das private Bankgewerbe blieb auch für den In- landsaktienmarkt nicht ohne Einfluß.
Am Aktienmarkt ließen die Kurse durchschnittlich 1 bis 1,5 v. H. nach. Montanwerte setzten überwiegend 0,5 bis 1 v. H., Hoesch 1,75 v. H. und Mansfelder 1,25 v. H. schwächer ein, Buderus und Rheinstahl blieben gut behauptet. JG.-Farben verloren 1 v. H. auf 173,75, Scheideanstalt 3 v. H. auf 271. Schwach lagen Zellstoffpapiere, Aschaffenburger 141,25 (142,50), Waldhof 162 (165,50), Feldmühle Papier 143 (144,75). Von Elektroaktien waren besonders Siemens gedrückt mit 202,75 (206,50), auch RWE. büßten 1,65 v. H. und AEG. 0,40 v. H. ein, dagegen lagen Schuckert unverändert. Motorenwerke lagen ebenfalls matt, Daimler 122,50 (125,25), BMW. 143,50 (144,75). Von (Eimelroerten tarnen Reichsbank 1,13 v. H., Westdeutsche Kaufhof 0,50 v. H., Bemberg 0,90 v. H. niedriger zur Notiz. Von Auslandsaktien ermäßigten sich Aku auf 81 (83,25), später etwas erholt auf zirka 82, Chade A—C 328,25 (362).
Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz 0,25 v. H., Kommunal-Umschuldung 0,25 u. H. ab. Zertif. Dollar-Bonds lagen schwächer, 6 v. H. Preußen 76,25 (78). Don Auslandsrenten waren Mexikaner angeboten, da die angekündigte Bereitschaft zu Schuldenverhandlungen starker Skepsis begegnete. 5 v.H. äußere Goldmexikaner 14,13 (14,40), 4pro- zentige 10,40 (11), 5 v. H. innere Silber 6,25 (6,50). Auch Ungarn Gold weiter nachgebend auf 11,10 (11,35), Anatolier I 35 (35,80).
Im Verlause unterlagen die Aktienkurse bei anhaltend kleinem Geschäft geringen Schwankun- gen, Erholungen waren jedoch kaum zu oerzeich-
gelegt werden.
Anlegung einer Stadtchronik: Von dem Erwerb eines solchen Werkes, das auf der Bürgermeisterversammlung in Gießen gezeigt wurde, soll im Hinblick auf die Höhe der Kosten (147 Mark) vorerst Abstand genommen werden.
Neuverpachtung der Grabstücke aus der Käswiese: Wegen der geplanten Errichtung eines Arbeitsdienstlagers auf biejem Platze wurde im August den Inhabern der dortigen Grab- stucke gekündigt. Eine Entscheidung über die Errichtung des Lagers auf diesem Platze ist noch nicht erfolgt,' nach privaten Mitteilungen soll dagegen das Lager in die Nähe der oberen Ziegelhütte kommen, weil dieser Platz wegen der für Grünberg, Lehnheim und Weickartshain vorgesehenen Feldbereinigung, die bis 1940 bzw. 1941 beendet sein soll, zentral gelegen sei. Da die Sache wohl bald geklärt wird,'soll mit der Neuoerpachtung bis Januar gewartet werden. Bürgermeister Wagner bemerkt noch, daß er im Wege der Verhandlungen mit einigen Inhabern, die nicht unbedingt auf diese Grabstücke angewiesen sind, versuchen will, diese zum freiwilligen Verzicht zugunsten unbemittelter Bewerber zu veranlassen. Eine Anzahl anderer Grundstücke, deren Pachtzeit abgelaufen ist, soll demnächst öffentlich neu verpachtet werden.
Mitteilung: Zu der Beratung in der vorigen Sitzung über die Neufestsetzung des Preises für sog. bereitgehaltene Reihengräber auf dem Friedhof gibt der Bürgermeister seine Entschließung bekannt: Die Gebühre wird van 300 Mark auf 250 Mark herabgesetzt. Im Einzelfalle, wobei ein Alter von 60 Jahren Voraussetzung ist, kann nach Beratung mit den Ratsherren eine Ermäßigung bis auf 100 Mark erfolgen; wobei eine Ausnahme von der Regel nur im Falle der Bedürftigkeit und Würdigkeit des zu Bestattenden geschehen soll.
Wiedererrichtung des alten Markbrunnens und Erbauung eines hölzernen Aussichtsturmes auf dem Tannen köpf: Die Ratsherrn stehen diesen beiden Projekten sympathisch gegenüber und sind damit einverstanden, daß beide Pläne auf ihre Durchführ
barkeit geprüft werden. U. a. wird angeregt, die Kosten für die Stadt durch freiwillige Spenden möglichst niedrig zu gestalten.
Zn der Scheune tödlich abgestürzt.
HI Saubringen, 9. Nov. Beim H e u h o l e n in der Scheune stürzte am gestrigen Sonntagnachmittag die 63 Jahre alte Landwirtswitwe Frau Margarete Opper so unglücklich von der Leiter ab, daß die Bedauernswerte tot am Fuße der Leiter liegen blieb.
Landkreis Gießen
S Alten-Buseck, 9. Nov. In der hiesigen Volksschule wurde eine Sammelstelle eingerichtet, zu der die Schulkinder alle Arten von Altmetall mitbringen. So wird schon die Jugend zu Sparsamkeit erzogen und darf schon mithelfen in dem großen „Kampf dem Verderb".
ch Mainzlar, 8. Nov. Bei der hier durchgeführten Honigsammlung wurden bis jetzt über 100 Pfund Honig gesammelt und abgeliefert.
-i- A l b a ch , 9. Nov. Am gestrigen Sonntag hielt der hiesige Kaninchenzuchtverein im Saale xur „Stadt Lich" eine gut beschickte Ausstellung ab. Das Tiermaterial war zum größten Teil in bester Qualität. An Preisen wurden vergeben auf: Deutsche Riesen: Karl Hermann 2. E. und 2. Preis. Groß Chinchilla: Heinrich Hahn, E., 1. und 2. Pr.; Heinrich Brück, 2. und 3. Pr. Französische Silber: K. Hermann, 3. Pr. Weiße Wiener: M. Then, 2. Pr. Rhein. Schecken: W. Stumpf, 1. und 2. Pr. Klein-Silber: W. Schäfer, 2. und 3. Pr.; H. Braun, 3. Pr.; K. Happel, E.; K. Schmidt, zwei 1. und ein 3. Pr.; W. Will, 1. Pr.; K. Koch, E., zwei 2. und ein 3. Pr. Engl. Schecken: L. Need, 2. und 3. Pr. Holländer: M. Then, 2. Pr. Hermelin: H. Koch, E., 1., 2. und 3. Pr. Zur Unterhaltung der Gäste fand ein Preisschießen statt.
Sitzung der Ratsherren in Grünberg.
-f- Grünberg, 6.Nov. Beiträge der Stadt Grünberg zu den Ko st en der Oberrealschule: Zur Beratung dieses Punktes waren Oberstudiendirektor Hüthwohl und Stadtrechner Geh ringer zugezogen, die eingehende Darlegungen über die finanzielle Seite der Schule gaben. Im diesjährigen Voranschlag sind für die Oberrealschule an Einnahmen 2500 Mark, an Ausgaben 28 044,64 Mark vorgesehen. Ein Abbau der drei oberen Klassen würde für die Stadt die Ausgaben um 3830 Mark verringern. Mit einer Ausnahme sind sämtliche Ratsherren der Meinung, die Anstalt in der seitherigen Form weiter bestehen zu lassen. Der Bürgermeister behält sich feine Entschließung vor, erklärt aber, daß er an emen Abbau für nächstes Jahr nicht denke, sondern zunächst für einige Jahre eine abwartende Haltung in dieser Frage einnehmen werde. Es müsse versucht werden, und diesen Standpunkt vertrat auch Oberstudiendirektor Hüthwohl, weitere Einsparungsmöglichkeiten zu finden, ähnlich wie im vorigen Jahre, als man durch Zusammenlegung einzelner Stunden in den Oberklassen eine Lehrkraft eingespart habe, was den städtischen Zuschuß um mehrere tausend Mark verminderte.
Einführung einer anderen Art der Getränkesteuer: Diese Steuer wurde seither nach Pauschalsätzen erhoben und erbrachte etwa 400 bis 500 Mark im Jahr. Sie soll künftig nach dem Beispiel anderer Städte auf Grund monatlicher Steuererklärungen der Gastwirte erhoben werden. Man erwartet dadurch einen erhöhten Betrag. Die Ratsherren sind mit dieser Neuregelung einverstanden.
Beitrag zum D e u t s ch tum s f o n d s des Deutschen Gemeindetages. Der seither gezahlte Jahresbeitrag von 10 Mark wird wieder bewilligt.
Nachtschutz in Gründ erg: Da von den beiden Nachtwächtern der eine seit einiger Zeit auf der Bürgermeisterei beschäftigt wird, liegt der Nachtschutz in den Händen nur eines Nachtwächters. Die Ratsherren sind der Meinung, daß dies in Zukunft weiter so gehandhabt werden soll, außerdem soll dem Nachtwächter ein Wachhund beigegeben werden. M
Verkehrswerbeprospekt: Auswahl der Lichtbilder und Beschaffung des Werbetertes: Bürgermeister Wagner legt eine große Zahl meist von chm selbst angefertigter Aufnahmen der schönsten Punkte der Stadt und Umgebung vor. Für einen von Dr. Vaud el dazu geschriebenen Werbetext werden 20 Mark bewilligt. Die endgültige Auswahl der Lichtbilder und des Werbetextes soll den Ratsherren nochmals vor-
Oer Arbeitsdank marschierte in Mainz.
Aufnahme in die Deutsche Arbeitsfront.
LPD. Mainz, 8. Nov. Am Samstag und Sonntag hatten sich aus 370 Gruppen des Gaues Hessen-Nassau die ehemaligen Arbeitsdienst» möbel und Arbeitsdien st männer in Mainz zu einem Treffen eingefunden. In herzlicher Kameradschaft wurde hier die Erinnerung an gemeinsam vergangene Tage gepflegt und gleichzeitig die Uederführung des Arbeitsdank in die Deutsche Arbeitsfront feierlich vorgenommen.
Am Samstagmittag schon marschierten singende Abteilungen durch die Straßen des „Goldenen Mainz. Aus Frankfurt war ein Sonderzug gekommen. Am Abend führte die ehemaligen Arbeits- bienftmänner ein Kamerabschaftsabenb zusammen. Dabei veranstalteten Möbels ber Frankfurter Arbeitsbankaruppe einen Lagerabenb, so wie er ba- mals in den Lagern abgehalten wurde.
Die eigentliche Wiedersehensfeier fand am Sonn- tagoormittag in der Mainzer Stadthalle statt. Hierzu hatten sich führende Persönlichkeiten der Partei und ihrer Gliederungen, an ber Spitze Oberbürgermeister unb Kreisleiter Dr. Barth, einge° funben. Ein Dorspruch, ber von ber Pflichterfüllung im Arbeitsbienst sprach, leitete über zu den Worten bes Gauarbeitsbankwalters Krause. Er sprach über bie Ausgaben des Arbeitsbankes, ber für den Arbeitsplatz unb die Kleidung sorge, der die Kameraden unterstütze, einen Teil für die Siedlung oorbereite unb sie auch weiterhin in ihrem Leben betreuen wolle. Anschließenb übernahm der (Bau» obmann der DAF., Willi Becker, die Männer m die Deutsche Arbeitsfront.
Zum Zeichen ihrer jederzeitigen Einsatzbereitschaft marschierten bie Versammelten bann burch die Straßen ber Stabt unb würben hier später aus Feldküchen gespeist.
Am variablen Rentenmarkt ergaben sich keine Veränderungen, zertif. Dollar-Bonbs blieben unerholt, 6 v. H. Spargiro 75 nach 75,50 (76,75). Ungarn Gold etwas gebessert mit 11,25 nach 11,10. Gokdpsandbriefe blieben unverändert, Liquidations- Pfandbriefe waren gefragt und 0,13 bis 0,25 v. H. fester, auch einzelne Stadtanleihen etwas freundlicher. Reichsanleihen blieben unverändert, 4pro- zentige von 1934 98,40, Sprogentige von 1927 101,40. Schweiz. Bahnanleihen waren angeboten, ebenso IG. Chemie Bafel, die sämtlich mit „Minus-Zeichen" angeschrieben wurden und bis 10 v. H. verloren.
Im Freiverkehr galten Adlerwerke 105, Pokorny 123,50, Wayß & Freytag 126,75, Growag 91, Frankfurter Handelsbank 31. — Tagesgelb unverändert 2,50 v. H.
$cantfurter Schlachlviehmartt.
Frankfurt a. M., 9. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 800 Rinder (137 Ochsen, 78 Bullen, 403 Kühe, 182 Färsen), 411 Kälber 153 Schafe, 3034 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 37 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 38 bis 44, Kälber 40 bis 65, Lämmer und Hämmel 45 bis 50, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe ruhig.
5 Steinbach, 6. Nov. Nach dem Stillstand während einer Woche ist ber große Baggei von hier abgefahren — über fein Versinken im sumpfigen Wiesengrunde und die Schwierigkeiten beim Herausholen wurde im Gießener Anzeiger berichtet — und arbeitet wieder in der Nähe ber Kreisabdeckerei. Eine geschichtliche Erinnerung aus bemfelben Wiesengrunb, nur etwas oberhalb, wo bie Reichsautobahn über den früheren Steinbacher Sportplatz geht, fei angefügt. Dort waren ebenfalls sumpfige Stellen, die einem taperen General zum Verhängnis wurden. An jener Stelle lag in alter Zeit eine Sieblung: Pohlheim, o hießen bie Wiesen im Volksmund Pohlheimer Wiesen. Pohlheim gehörte zum Steinbacher Gericht, das neben Steinbach, Watzenborn, Garbenteich, Steinberg, Obersteinberg, noch einige heute nicht mehr bestehende Dörfer umfaßte. Nach der Steinbacher Chronik wurde am 21. April 1797 der General Ney, der nachmalige Fürst von Moskwa, von österreichischen Husaren in den Pohlheimer Wiesen gefangen. Das Pferd des Generals war an einer sumpfigen Stelle dortselbst steckengeblie- nen. Der Chronikschreiber beruft sich dazu auf Wagner: „Wüstungen im Großherzogtum Hessen" unb schreibt: „Einige Pappelbäume bezeichnen noch heute diese Stelle." Auf dem Hügel seitlich dieser Stelle, der jetzt abgetragen wird, weil bie Reichsautobahn durchgeht, waren im Walde noch Mauerreste zu sehen. Der General wurde gefangen nach Gröningen gebracht. „In dem Marstellerischen Hause empfing ihn der kaiserliche General freundlich mit den Worten: Kamerad, heute mir, morgen Dir! Ein Steinbacher will das gesehen und gehört haben." 1798 waren die Franzosen übrigens wieder in Steinbach und ein hier einquartierter Gor« pvral Georg Fischer von der 6. Komp. 12. Bataillons 1/2 Brigade der Armee von Mainz, gebürtig von Brumstadt im Elsaß, wurde unweit Lich in der „gebrannten Heeg" tot aufgefunden. Sein Tod wurde nicht aufgeklärt, er soll von einem Leihgesterner Fuhrmann im Streit erschlagen worden sein. „Der Tote fand auf dem Steinbacher Kirchhof fein Grab, und ein katholischer Geistlicher aus dem Kloster Arnsburg verrichtete die Leichen--
Kurszettel der Berliner und Krankst
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe ber zuletzt beschlossenen Dividende an. —
irter Börse.
Reichsbankbiskont 4 v.H.,
Jranfturt a. M.
Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
tfranifurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluvl. Abend- börfe
Schluß« kurs
Schlußk. Mittag« börse
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Schlußkurs
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Schlußkurs
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Datum
6-11 -
7-11
6-11.
7.11 ■
Datum
6.11.
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Oaium
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7.11.
6% Deutsche ReichSanleihe v. 1627 4% Deutsche ReichSani. von 1934 W/o Doung-Anleihe von 1930 .
Deutsche Anl.-Ablo>.-Schuld mli AuSlos.-Rechten ............
<V»% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, l.......
4%% ehern. 8% Hessischer Volks float 1929 (rückzahlb. ]02?/o) ...
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6K% ehem. 4N°/<> Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLlqu.
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LandeSb.Goldschuldverfchr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mii
AuSloj.-Rechten ............
101,4
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14
4% oeegl. Serie h ............
5% Numan, vereinh. Rente v. 1903 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .
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143,4
156,75
120,4
202
148
125
116,5
Mansfelder Bergbau....... 6/i
Kokswerke ................ 6
Rheinische Braunkohlen .....le
Rheinstahl.................. 4
Vereinigte Stahlwerke......8/i
Otavi Nttnen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........ 5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7/s
I. G. Farben-Industrie ....... ?
ScheideanstaU...............9
Goldschmidt ................ 5
Rütgerswerke ............... 6
158
232
155,25
123,5
40,75
144,25
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197,5
174,75
274
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| ’ü
83,25
115
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| 30,75
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195
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154,5
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81,75
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162
140,75
123
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61,25
328,25
174
I 31
99
1 200,5
157,5 141
231,5 155,9 123,75
40,75 143,75
139
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175,65
131,5 142,4
156,5
136
102,25 83,5
115
164 142,5 111,75
124
166,25
94 61,65 357 204,5 174,75
1 30 J)
1 198
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154
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39,25
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102,4
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111,5
122,65
165,25
92,75
61,25
330
202
174,75
1 ü
202
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südcnn. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und PrivatBank ... 4
Deutsche Bank und Disconko-
Gesellschaft................4
Dreödner Bank........ 4
Reichsbank .............. 1-
,'l.E.G...................... 0
Bekula..................... 8
Cwktr. Lieferungsgeselhchast ... 6
Uidit und Kraft ..... 7
,reiten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektt.......... 6
Schuckert L Co............... 6
Siemens S Halske............ 8
Lahmeyer & (io......... 7
Buderus ...................
Metallgesellschaft.............6
Philipp Hölz mann ........... 4
Zementwerk Heidelberg ...... 1
Cementwerk Karlstadt......... 6
Schultheis Patzeuhofer ....... 4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 6
Zellstoff Waldhof ............6
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ........ ...... 7
Daimler Motoren....... 0
Deutsche Linoleum........... 8
Lrenstein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........o
Deutsche Komm. Sammelabl. Aw leihe Serie 1 mit Auc-los.-Rechten
4/i% ehe in .884, Franks. Hyp.-Bant
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6’4% ehem. 4'/r% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese......
f>/,% ehem. 4/i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ...
4/i% ehem. 8% Pr. LandeSpsand- brtesanstalt, Pfandbriefe R. 19
4/i% ehem. 7% Pr. Landespfand
bricsanst., Gold Komm. Obl. 20 Steuergutich.Verrecbnunask. 34-38
4% Oesterreichische Goldrente...
4,20% Oesierrcichijche Silberrente 4% Ungarische Gediente ......
4% Ungarische Staatsrente v. 191C 4y,% desgl. von 1918.........
Deutsche Erdöl .............. 4
Harveuer................. L’/r
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3
Ilse Bergbau ............... 6
Accumutatoren-strabrik....... 12
Contt-Gummi............ 11
Grttzn-r 0
5% abgest. Goldmerikaner von 9t
4% Türkische Bagdaobahn-Anleih«
Serie l......... ..........
alle Bergvau Genüsse........*
Klöcknerwerke ............... k
Mannesmann-Röhren........ 8
Mai'nkraftwerke Höchst a.®L... 4
Süddeutscher Zucker ........ IC
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L
K.Novem'.er
7.November
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Selb
Bridf
Geld
| Brie,
ouenud tim
0,691
0,695
0,690
0,694
Brüssel ....
42,08
42,16
42,11
42,19
Rio de Jan.
0,144
0,146
0,144
0,146
3,053
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
Kopenhagen
54,19
54,29
54,17
54,27
Danzig ....
47,04
47,14
47,04
47,14
London....
12,135
12,165
12,13
12,16
Helsingfors.
Paris .....
5,36
11,505
5,37
11,525
5,365
11,54
5,365
11,56
Holland ...
133,22
133,48
133,52
133,78
Italien ....
13,09
13,11
13,09
13,11
Jaoart.....
0,709
0,711
0,708
0,710
-wgoilawten
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
60,98
61,10
60,96
48,95
61,08
49,05
Wien.......
48,95
11,02
49,05
Lissabon ....
11,04
11,015
11,035
Stockholm..
62,57
62,69
57,24
62,55
62,67
Schweiz ...
57,12
57,16
57,28
Spanien...
22,23
22,27
22,23
22,27
Prag......
8,771
8,789
8,771
8,789
Budapest ..
—
-
Reuyork ..
2,488
2,492
2,488
1 2,492
Banknoten.
Berlin,7 November
«cld
Brief
timentanndje Roten......
........
2,45
2,47
Belgische Noten..........
41,96
42,12
54,01
12,105
54,23
Englische Noten .........
12,145
französische Noten.......
........
11,49
11,53
Holländische Noten.......
133,18
133,72
Italienische Noten........
—
—
' gkorwegische Noten ......
......
60,80
61,00
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling
—
——
Rumänische Noten.......
Schwedische fllntpn......
62,38
67,01
62,64
67,23
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten................
—


