Ausgabe 
8.1.1936
 
Einzelbild herunterladen

ist jedoch nur möglich, wenn es gelingt, die Er­zeugung bis auf den letzten Bauernhof zu über­sehen und sachgemäß zu leiten. Ohne engste ver­trauensvolle Zusammenarbeit aller an der Erzeu­gungsschlacht Beteiligten wird sich dieses Ziel nicht erreichen lassen. Es gilt also, diese Zusammenarbeit schnellstens und für die Dauer zu schaffen.

Neben einer planvollen Ordnung der Erzeugung wird es im zweiten Jahre der Erzeugungsschlacht vor allem darauf ankommen, die bisher lei- stungsfchwächften Betriebe, die leider noch einen großen Teil der gesamten deutschen Landwirt­schaft ausmachen, zu erfassen und durch zweckent­sprechende Aufklärung und Beratung dafür zu sor­gen, daß diese Betriebe in kürzester Frist in ihren Erträgen an den Durchschnitt gutgeleite­ter Betriebe herankommen. Es kommt mir also nicht darauf an, in wenigen Betrieben übertriebene Leistungsziele zu erreichen, sondern viel wichtiger erscheint es mir, die gewaltige Masse der unter dem Durchschnitt liegenden Be­triebe, um die sich bisher niemand gekümmert hat, auf ein höheres Maß der Leistung zu bringen. Das fetzt voraus, daß in Zukunft viel mehr, als das bisher geschehen ist, i n d i e B r e i t e gearbeitet wird, daß an Stelle von großen Ver­sammlungen, zu denen doch stets nur ein bestimm­ter Kreis von besonders interessierten Bauern und Landwirten erscheint, örtliche Hofbegehungen und Feldbesichtigungen treten. Zu diesen örtlichen Ver­anstaltungen sind dann aber alle Bauern des Dor­fes mit ihren Frauen und auch alle Landarbeiter hinzuzuziehen. Auf diese Weise, glaube ich, werden wir am schnellsten dahin gelangen, daß der Bauer das, was ihm an sich bereits bekannt ist, auch wirk­lich im eigenen Betriebe anwendet und so zu einem überzeugten Mitkämpfer in der Erzeugungsschlacht wird.

Entsprechend den in allen Landesteilen, ja fast in jedem Dorf anders gelagerten natürlichen Ver­hältnissen, läßt sich auch nicht ein bestimmtes Rezept, das für alle Gültigkeit hätte, für die Durchführung der Erzeugungsschlacht aufstellen. Es kommt viel­mehr darauf an, daß überall mit unbändiger Tat­kraft an den gerade für den betreffenden Bezirk vordringlichen Aufgaben gearbeitet wird. Eins hat aber für alle Gebiete Gültigkeit und steht daher unverrückbar fest: Niemals dürfen wir bei aller Begeisterung für die Ertragssteigerung und die hohe Leistung an sich, dahin kommen, daß durch die Erreichung irgendeiner Teilaufgabe ein anderes Gebiet vernachlässigt oder gar übersehen wird. Die gesamte landwirtschaftliche Erzeugung ist ein or­ganisches Ganzes, von dem wir nicht beliebig den einen oder anderen Teil bevorzugen oder ver­nachlässigen dürfen, ohne unerwünschte Nacken­schläge zu bekommen, die die gesamten erreichten Erfolg- zunichte machen können. Gerade die letzten Jahrzehnte mit ihrer völligen Vernachlässigung des Oel- und Gespinstpflanzenanbaues, der wirtschafts­eigenen Futteroersorgung, der Schafhaltung usw. sind uns warnendes Beispiel dafür, wie man es un­ter keinen Umständen machen darf. Wenn wir heute gezwungen sind, den letztgenannten Gebieten unsere ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen, so ein­fach nur deshalb, weil es hier gilt, alte jahrzehnte­lang Sünden wieder gutzumachen und damit das organische Gefüge unserer deutschen Landwirtschaft wieder herzustellen.

Im Ringen um die Nahrungsfreiheit muß also die Leitung stets besorgt sein, ihre Kraft nicht zu verzetteln und in Teilaufgaben zu erschöpfen, son­dern sie muß sich den Blick auf das große Ganze freihalten und in ganz besonderem Maße darauf achten, daß an allen Fronten gleichzeitig vorgegan­gen wird. Sie muß weiterhin darüber wachen, daß stets eine schnurgerade Linie eingehalten wird, die sich nicht nach vergänglichen Augenblicksbedürfnisfen richten darf, sondern die in richtiger Erkenntnis des einmal gefaßten Plans mit allen Kräften auf schnellstem Wege und mit den geeignetsten, der je­weiligen Lage angepaßten Mitteln dem Ziel zu- ftcuert.

So gewaltig, ja schier unlösbar auch vielen heute noch die zu bewältigenden Aufgaben der Erzeu­gungsschlacht erscheinen mögen, und so schwierig die endgültige Erreichung des Ziels auch sein mag, so sicher ist doch der Endsieg, wenn alle deutschen Bauern und Landwirte sich voll und ganz ihrer schweren Aufgabe bewußt werden und mit eiserner Energie und nie ermüdender Tatkraft an die Ar­beit in ihrem Frontabschnitt Herangehen. Der Füh­rer hat uns im Frühjahr dieses Jahres nach un­säglich schwierigen Vorarbeiten die Wehrfreiheit und damit die erste Voraussetzung für die Freiheit eines Volkes erkämpft. An dem deutschen Bauern und Landwirt liegt es nun, auch noch die zweite Vor­bedingung für die Freiheit einer großen Nation, das ist die N a h r u n g s f r e i h e i t, zu schaffen. Ich habe das felsenfeste Vertrauen, daß das deutsche Bauerntum dem Führer und dem gesamten Volke keine Enttäuschung bereiten wird, sondern im Gegenteil den Beweis erbringen wird, daß es be­reit ist, alles für die Freiheit und Größe feines Volkes zu leisten.

Wirtschaft.

Neuzulaffungen von Kraftfahrzeugen im Dezemver uni» im Jahre 1935.

DNB. Das Jahresende hat infolge der Preis­nachlässe bei einigen viel gekauften Kraftfahrzeug­marken und infolge vermehrter Käufe, die noch im letzten Monat des vergangenen Jahres getätigt wurden, um die vorteilhaften Möglichkeiten der Anrechnung des Kaufpreises bei der Einkommen­steuer auszunutzen, eine erhebliche Steigerung der Zahl der neuzugelassenen Kraftfahrzeuge (im gan­zen plus 20 d. H.) gebracht. Diese Entwicklung kam vor allem den Personenwagen zugute, von denen 17 490 neu zugelassen wurden (gegenüber dem Vor­monat plus 56 d. 5).). An Lastfahrzeugen kamen 3470 neu in Verkehr (minus 5 v. H.), darunter 774 dreirädrige. An Krafträdern gelangten 3255 (minus 37 v. H.) zur erstmaligen Zulassung, an Omnibus­sen 65 und Zugmaschinen 486.

Im ganzen Jahr 1935 wurden damit 359 422 Kraftfahrzeuge im Reich neu zugelassen, darunter 180 329 Personenwagen, 43 969 Lastwagen (einschl. 11710 dreirädrigen), 127 166 Krafträder, 1832 Kraftomnibusse und 6126 Zugmaschinen. Das dritte Jahr der Motorisierungspolitik hat damit zu einer Erhöhung der Zulafsungsziffern bei den Personen­wagen um 38 ü. $)., bei den Lastfahrzeugen auf beinahe das Doppelte, wobei ein wesentlicher An­teil allerdings auf die Dreiradfahrzeuge entfällt, bei den Krafträdern um 42 v. 5). und bei den Kraft­omnibussen auf mehr als das Doppelte geführt.

Erhöhte Krastfahrzeugproduktion im November 1935.

Fwd. Die Produktion von Personenkraftwagen übertrifft im November den Vormonat um 17 v. H. Diese für die Jahreszeit ungewöhnliche Entwick­lung steht lautWirtschaft und Statistik" damit im Zusammenhang, daß infolge Betriebsumstellun­gen eines großen Werkes die Erzeugung von Personenkraftwagen im Oktober men­genmäßig geringer ausgefallen war, als erwartet wurde, und daß Preismaßnahmen auf dem Auto­markt den Absatz entgegen der Saisontendenz stark belebt haben. Auch Produktion und Absatz von Automobilomnibusfen haben sich erhöht, dagegen ist der Absatz von Liefer- und Lastkraftwagen leicht, der von Krafträdern stark zurückgegangen. Der Ge­samtabsatz an Personenwagen überschreitet das Er­gebnis vom Oktober um 5 v. $)., das des gleichen Vorjahresmonats um nahezu die Hälfte (48 v. H.).

Oie Znduftrie-

und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

1419: Lieferbedingungen für kunstfeidene Wirk- und Strickstoffe.

1420: Neuregelung des jugoslawischen Zahlungsver­kehrs mit Deutschland.

1421: Bekanntmachung KP 85 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

1422: Die französischen Einfuhrkontingente für Jn- dustrieerzeugnisfe und für landwirtschaftliche Erzeugnisse für das 1. Vierteljahr 1936.

1423: Zusammenfassung der italienischen Außenhan­delswirtschaft. Gründung eines italienischen Staatssekretariats für Waren- und Zahlungs­verkehr.

1424: Keine Erteilung von Reifebewilligungen nach der Schweiz mehr.

1425: Die Verwendung von Sperrguthaben zur Zeichnung von 4,5-v. H.-Schatzanweifungen der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft.

1426: Bekanntmachung KP 86 der.Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.

1427: Verlängerung der niederländischen Einfuhr- kontingente für Papier und Papierwaren.

Aindermarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Rinder- (Nutzvieh-) Markt in Gießen standen 657 Stück Großvieh, 121 Fresser und 142 Kälber zum Verkauf. Es koste­ten: Milchkühe und hochtragende Kühe 1. Qualität 430 bis 590 Mark, 2. Qualität 320 bis 420, 3. Quali­tät 190 bis 320, Rinder, bis %jäf)rtg 120 bis

200, bis 2jährig 190 bis 280, tragend 250 bis 500, Kälber, bis 3 Wochen alt 26, bis 4 Wochen alt 40, bis 6 Wochen alt 55 Mark. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverkauf: lebhaft, geringer Heber» stand. Nächster Markt: 21. Januar 1936.

* Sperrguthaben zur Zeichnung von 4,5-v. H.-Schatzanweifungen der Deut­schen Reichsbahngesellschaft. Der Leiter der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat an- geordnet, daß, soweit Beträge aus Sperrguthaben und Wertpapierguthaben zur Zeichnung der 4,5-v.H.- Schatzonweisungen der Deutschen Reichsbahngesell- schaft, fällig am 2. Januar 1944, Verwendung finden

sollen, diese Verfügungen genehmigungsfrei er­folgen.

Rhein-Mainische Börse.

IHiftagsbörfe: still, aber freundlich.

Frankfurt a. M., 7. Jan. Die Börse lag wie­der sehr still und brachte bei Eröffnung kursmäßig nur geringe Veränderungen. Die Stimmung war weiterhin freundlich, wobei die günstigen Nachrich­ten aus der Wirtschaft ihren Eindruck nicht verfehl­ten. Beachtung fand vor allem der volle Zeich­nungserfolg auf die Preußischen Schatzanweisungen. Dom Publikum lagen verschiedentlich kleine Kauf­orders vor, die Kulisse zeigte sich dagegen immer noch zurückhaltend.

Am Aktienmarkt entwickelten sich die Kurse wiederum uneinheitlich, es überwogen jedoch mä­ßige Erhöhungen. Etwas größeres Geschäft hatten AEG. mit 38,40 bis 38,90 (38,50). Die übrigen Elektropapiere lagen zumeist unverändert, etwas höher Siemens und Betula. In der Farben-Aktie war der Umsatz zu 147 (147,50) ebenfaUs lebhaf­ter. Scheideanstalt gewannen 0,50 v. H. Montan­aktien wurden wieder stark vernachlässigt, Stahlver­ein und Hoesch zogen leicht an, Mannesmann gaben 0,40 v. H. nach. Im einzelnen eröffneten Deutsche Linoleum, Holzmann, Muag und Reichsbank je 0,50 v. H., Hapag und Haufwerke Füssen je 0,25 v. H. freundlicher, dagegen Daimler 0,50 und Aschaf­fenburger Zellstoff i v. H. schwächer.

Am Rentenmarkt war das Geschäft sehr ge­ring. Altbesitz gaben auf 109,60 (109,80), Kommu- nal-Umschuldung auf 87,60 (87,75) nach, späte Schuldbuchforderungen lagen mit 96,50 behauptet, während Zinsvergütungsscheine auf 92,20 (92) an­zogen. Von Auslandsrenten notierten Ungarn etwa 0,1-3 o. H. fester.

Im Verlaufe war die Haltung freundlich, das Geschäft erfuhr aber keine nennenswerte Ausdeh­nung. Beachtliche Umsätze fanden noch in AEG. und IG. Farben statt. Im Durchschnitt vermochten sich die Kurse um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. zu heben, Scheideanstalt fest mit 209 nach 207. Höher lagen ferner Klöckner mit 81 (80), Allgemeine Lokal & Kraft mit 119 (118), dagegen Ilse Genuß 125 (125,75).

Am Rentenmarkt bröckelten Kommunal-Umschul- dung noch etwas ab, sonst ergaben sich keine Ver­änderungen. Goldpfandbriefe lagen ruhig und un­verändert, Liquidations-Pfandbriefe notierten etwas uneinheitlich. Stadtanleihen lagen meist etwas fester, besonders 4,5 Heidelberg 89,50 (88,50), ferner 4,5 (6) Frankfurter 91,60 (91,25). Industrie-Obliga­tionen blieben voll behauptet. Staatsanleihen lagen ruhig, ebenso Auslandsrenten. Tagesgeld un­verändert 2,50 v. H.

LPD. Wie die Landesbauernfchaft Heffen-Naffau u. a. mitteilt, wurden in Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Ueberwachungsstellen und dem Kar- toffelwirtschaftsverband Hessen-Nassau die Speise- kartoffelpreise für den Staat Hessen wie folgt festgesetzt:

1. Bei Lieferung der Erzeuger an Verbraucher:

frei Keller, ohne weitere Aufschläge, in den Städten Mainz, Darmstadt, Offenbach, Gießen und Bingen:

gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 3,20 bis 3,40

Mark; Februar 1936: 3,30 bis 3,50 Mark;

rote, weiße, blaue Sorten: Januar 1936: 2,90 bis

3,10 Mark; Februar 1936: 3,00 bis 3,20 Mark;

in sämtlichen übrigen Gemeinden:

gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 3,00 bis 3,20

Mark; Februar 1936: 3,10 bis 3,30 Mark;

rote, weiße, blaue Sorten: Januar 1936: 2,70 bis 2,90; Februar 1936: 2,80 bis 3,00 Mark.

2. Bei Lieferung der Verteiler an Verbraucher:

in Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern: gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 3,50 bis 3,70

Mark; Februar 1936: 3,60 bis 3,80 Mark;

weiße, blaue, rote Sorten: Januar 1936: 3,20 bis 3,40 Mark; Februar 1936: 3,30 bis 3,50 Mark;

in den übrigen Gemeinden, mit Ausnahme des flachen Landes:

gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 3,40 bis 3,60

Mark; Februar 1936: 3,50 bis 3,70 Mark;

weiße, rote, blaue Sorten: Januar 1936: 3,10 bis

3,30 Mark; Februar 1936: 3,20 bis 3,40 Mark;

fürs flache Land:

gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 3,05 bis 3,25

Mark; Februar 1936: 3,15 bis 3,35 Mark;

weiße, rote, blaue Sorten: Januar 1936: 2,75 bis

tibenbbörfe freundlich.

Die Abendbörse war freundlich. Das Geschäft er­reichte indes kein besonderes Ausmaß und lag meist in Händen des berufsmäßigen Börfenhandels. In einigen Werten lagen auch Aufträge der Kundschaft vor. Im Vergleich zum Berliner Schluß ergaben sich überwiegend Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H., darüber hinaus gewannen Scheideanstalt 1 v. H. auf 210 und MAN. 1,50 v. H. auf 94,50. Interesse er- hielt sich außerdem auf Abschlußhoffnungen für AG. für" Verkehrswesen zu 87,75 bis 88 (87,50), ferner waren einige Elektrowerte etwas beachtet, ruhiger lagen aber ÄEG. und Schuckert. Renten hatten nur geringes Geschäft. Zinsvergütungsscheine 92,25 (92,20), Kommunal-Umschuldung 87,65 (87,55).

U. a. notierten: Altbesitz 109,75, Schutzgebiets­anleihen 10,95, 4,5proz. Darmstadt von 1928 91,25, IG.-Farbenbonds 122,50, 6 pro,3. Krupp 104,25, 6proz. NSU. 102,50, 4,5proz. Kasseler Gold 96,50, 4,5proz. Meininger Hyp. Gold, 96,50, 4,20prozentige Oesterr. Silberrente 1,25 bis 1,30, Commerzbank 83,50, Reichsbank 178, Buderus 94,50, Harpener .109,50, Mannesmann 77,65, Rheinstahl 103,50, Stahlverein 73,90, Aku 52, AEG. 39, MAN. 94 bis 94,25, Bekula 136, Conti Gummi 160, Daimler 90,50, Scheideanstalt 210, Dt. Linoleum 139,75, Licht & Kraft 127,25, JG.-Farben 147,50, Felten 112,75, Gesfürel 125,25 bis 125,50, Holzmann 87,50, RWE. 127, Schuckert 121, Siemens 165,50, Westdeutscher Kaufhof 25, Südd. Zucker 197,25, Reichsbahn-VA. 120,75, AG. für Verkehr 87,75 bis 88.

Frankfurter Obst- und Gemüsemackt.

Frankfurt a. M., 7. Jan. Gemüse: Ange­bot für die Jahreszeit sehr gut. Nachfrage gegen die Vorwoche leicht gebessert, Preise unverändert. 11. a. notierten: Blumenkohl Steige 15 und 18 Stück 5,60 bis 6,50 ital., Eskarol 5 bis 15, Feldsalat groß 25 bis 40, klein (Mistbeet) 70 bis 80, Gewürzel gr. Bdl. 30 bis 40, Karotten 4 bis 5, do. frische Bdl. 5 bis 8, Kohlrabi 3 bis 5, Meerrettich 35 bis 45, Rosenkohl 20 bis 35, Rote Rüben 3 bis 6, Rotkraut 6 bis 10, Sellerie je nach Größe 5 bis 30, Spinat 6 bis 10, Weißkraut 4 bis 6, Wirsing 5 bis 8, Win­terkohl 6 bis 7, Zwiebeln 9 bis 11, 11% ungarische.

Obst - und Südfrüchte: Aepfelangebot im Verhältnis z'ur Nachfrage reichlich, Birnen nur noch in geringen Mengen vorhanden. Nachfrage nicht voll befriedigend, Preise kaum verändert. Angebot von Apfelsinen und Mandarinen gut, Preise etwas gefallen, Geschäft gut. 11. a. notierten: Aepfel I 25 bis 30, II 18 bis 20, Kochäpfel 14 bis 20, Boskop 20 bis 30, Goldparmänen 22 bis 30, Renetten 22 bis 26, ital. Tafeläpfel 20 bis 25, amerik. Kists zirka 40 Pfund, rote 16 bis 18, gelbe 22, Apfelsinen blond 14 bis 18 ^pan., kernlos 24 bis 28 span., Pa­terno blond 18 bis 20 ital., Birnen 20 bis 25, Koch­birnen 15 bis 20, Haselnüsse 25 bis 30 ital., Man­darinen 20 bis 25 span., Walnüsse 45 franz., 18 bis 24 bulg., Feigen 25 kg 9 bis 10, Zitronen 300 bis 360 Stück 7,00 bis 8,00.

2,95 Mark; Februar 1936: 2,85 bis 3,05 Mark.

3. Bei 10-pfunb-2tbgabe durch den Kleinhandel:

in Großstädten mit mehr als 100 000 Ein­wohnern:

gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 0,41 bis 0,43 Mark; Februar 1936: 0,42 bis 0,44 Mark;

weiße, rote, blaue Sorten: Januar 1936: 0,38 bis 0,40 Mark; Februar 1936: 0,39 bis 0,41 Mark;

übrige Gemeinden, mit Ausnahme des flachen Landes:

gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 0,40 bis 0,42 Mark; Februar 1936: 0,41 bis 0,43 Mark;

weiße, rote, blaue Sorten: Januar 1936: 0,37 bis 0,39 Mark; Februar 1936: 0,38 bis 0,40 Mark;

auf dem flachen Lande:

gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 0,31 bis 0,33 Mark; Februar 1936: 0,32 bis 0,34 Mark;

weiße, blaue, rote Sorten: Januar 1936: 0,28 bis 0,30 Mark; Februar 1936: 0,29 bis 0,31 Mark.

Erzeugerpreise für den Staat Hessen:

gelbfleischige Sorten: Januar 1936: 2,80 bis 3,00 Mark; Februar 1936: 2,90 bis 3,10 Mark;

weiße, rote, blaue Sorten: Januar 1936: 2,50 bis 2,70 Mark; Februar 1936: 2,60 bis 2,80 Mark.

Für Juli-Nieren erhöht sich der vorstehende, für gelbe Speisekartoffeln vorgesehene Preis je 50 Kilo um 1,00 Mark, für Hörnchen um 2,00 Mark.

Die Erzeugerpreise verstehen sich frachtfrei Emp­fangsstation, d. h. dem Erzeuger ist die Fracht vom Erzeugungsort nach dem Platze des Verbrauches in Abzug zu bringen. Als Berechnungsgrundlage dient die Reichsbahnfracht für 15-Tonnen-Derladung auch dann, wenn andere Verkehrsmittel zum Transport benutzt werden.

Die Gpeifekartoffelpreife für Hessen für die Monate Januar und Februar.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Franuur, a. 2)1.

Ben.n

Schluß­kurs

Schlußl. Abend­börse

Schluß, kurs

Schlußr. Mittag-

Oatum

6.1

7.1. |

6.1. |

7-1.

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927

100,4

100,25

100,5

100,5

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,25

97,1

97,25

97,1

6«/2% Doung-Anleihe von 1930 ..

103,5

103,5

' 103,4

103

Deutsche Anl^Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

109,8

109,75

109,7

109,75

4*/,% Deutsche Reichspostschatzaw

Weisungen von 1934, l.......

99,75

99,9

99,9

99,9

6% ef)em.8% Hess. Volksstaat 1929

(rüctzahlb. 102%) ............

97,75

97

97,25

97,5

4y2% ehem.8% Hessisch? Landes­bank Darmstadt Gold R. 12....

96,4

96,4

5*4% ehein. 4)4% Hess. Landes-

Hypothekenbank DarmstadtLiaui 4/»% ehem. 8% Darmst. Komm.

100,75

100,75

Landcsb.Goldschuldverlchr. R.6

93

93,25

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

_

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

113,13

112,9

112,9

112,75

414% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

96,5

96,5

6)4% ehem. 4*4% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

101,5

101,25

5)4% ehem. 4)4% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

101,4

101,65

101,4

101,4

4)4% ehem. 8% Pr. Landespsand- briefanstalt, Pfandbriese R. 19

97

97

97

4)4% ehem. 7% Pr.Landespsand-

briesanst., Gold Komm. Obl.Vl

97

97

97

Steuergutich.Verrechnungsk. 34-38

108

108,13

108

108,13

4% Oefterreichische Goldrente....

28,5

29,5

4,20% Oefterreichische Silberrente

1,2

1,3

1,3

1 35

4% Ungarische Goldrente.......

9,13

9,175

9,25

9,15

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

9

9,13

9

9,1

4*4% desgl. von 1913..........

9

9,15

9,05

6% obgeft. Goldmexikaner von 99

12,5

12,65

12,7

12,75

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie I....................

9,5

9,5

-

3h anhurt a.M.

Berlin

Gchluß- kurs

cschlußt. Abend­börse

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag­börse

Datum

6-1

7.1.

6-1.

71-'

4% vesgl. Serie 11 ...........

9,5

9,5

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

5,65

5,65

5,7

5,75

4)4%Rumän.vereinh.Renlev.l913

8,85

8,75

8,6

8,65

4% Rumänische vereinh. Rente

4,9

4,9

4,95

4,9

24% Anatolier............

39,4

39,13

39,5

39,5

Hamburg-Amerika-Palet .....

0

14,75

15

14,9

15,13

Hamburg-Südam. Dampfschiff .

0

Norddeutscher Lloyd .........

0

16,75

16,9

16,65

17

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

85

88

85,25

87,75

Berliner Handelsgesellschast ...

6

113,75

115

114,5

114,65

Commerz- und Privat-Bank...

Deutsche Bank und Disconto-

u

83,25

83,5

83,25

83,5

Gesellschaft................

0

82,5

82,5

82,5

82,5

Dresdner Bank...........

0

83,5

83,25

83,5

83,25

Retchsbank ................

12

177

178

177,13

177,75

-21.(5.®....................

C

38,25

39

38,13

39,13

Bekula....................

1"

135,5

136

111,5

135,65

110,9

135,9

111,5

Elektr. Lieferungsgesellschaft..

6

Llcht und Kraft ........... 6)4

126,75

127,25

127

127,5

Felten & Guilleaume.........

4

112,5

112,75

112 9

113,13

Gcsellsch.f.Elektr.Unternehmung

6

125

125,5

125

125

Rheinische Elektrizität ........

6

-

128

Rhein. Wests. Elektr..........

6

127,5

127

128

127

SchuckertSCo. ..............

4

119

121

119,25

121,5

Siemens & Halske............

7

165

165.5

165

165,5

Lahmeyer LCo..............

122,5

124

123,5

123,5

Buderus ..................

4

93,75

107,5

94,5

108,9

93,65

107,75

94,25

108,75

Deutsche Erdöl .............

4

Harpener..................

(

108,75

109,5

109

109,5

Hoesch EisenKöln-Neuessen .

3

83,5

84

84

83,75

Ilse Bergbau ..............

G

154,25

155

Ilse Bergbau Genüsse.......

6

125,75

125

125,5

125

Klöcknerwerke ..............

i

80

81

79,75

81

Mannesmann-Röhren.......

0

77,75

I 77,65

77,5

77,65

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß». Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

61.

7-1

6J .

7 1.

Mansselder Bergbau.......

.. 6

119

120

119,25

120

Kokswerke ................

.. 6

115,5

115,75

Rheinische Braunkohlen ....

. 12

209,25

210,5

209,25

210,5

Rheinstahl................

.. 4

103,5

103,5

103,5

103,25

Bereinigte Stahlwerke......

.. 0

74

73,9

74

73,75

Ltavi Minen .............

.. 0

17,75

17,75

17,75

17,75

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

122

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

115,5

118,5

119

Kaliwerke Salzdetfurth.....

7'/-

184

184

I. G. Farben-Jndustrte.....

.. 7

147,5

147,5

147,13

147,25

Scheideanstalt.............

.. 9

206,5

210

Goldschmidt ..............

.. 5

106,25

107,5

106

107,5

Rütgerswerke .............

.. 6

113

113,13

113,75

Metallgesellschaft...........

.. 4

111,5

112,25

111,75

111,75

Philipp Holzmann.........

.. 4

86,5

87,5

87

87,5

Zementwerk Heidelberg ....

Cementwerk Karlstadt.......

.. 7

119,5

119

-

.. 6

128

128

-

Schultheis Patzenhofer .....

.. 4

101,75

101,5

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

52,75

52

52,65

52,25

Beinberg.................

.. 5

100

100,25

100,5

101

Zellstoff Waldhof ..........

.. 5

115,5

115,75

115,4

115,5

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

79

78

78,5

78

Dessauer Gas .............

.. 7

119,4

119,5

Daimler Motoren..........

.. 0

90,25

90,5

89,75

90,4

Deutsche Linoleum.........

.. 8

139,5

139,75

139,4

140

Orenstein & Koppel ........

.. 0

73,25

73,13

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

23,9

25

23.75

24,65

Chade.............

7/.

288

288

287,75

288,5

Accumulatoren-Fabrik......

. 12

169

169

Conti-Gummi.............

.. 8

158,5

160

159

160

Gritzner..................

Mainkraftwerke Höchst a.M..

.. 0

.. 4

26,75

88,5

26,75

88,5

26,75

26,75

Süddeutscher Zucker .......

. 10

197

197,25

197

197,25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

6.Januar

7.Januar

Amtliche Notierung

Amtliche

Notierung

Geld

Brief

Geld

I Brief

Buenos Atre-.

0,668

0,672

0,668

0,672

Brüssel ....

41,86

41,94

41,86

41,94

Rio de Jan.

0,137

0,139

0,137

0,139

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,70

54,80

54,73

54,83

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,25

12,28

12,255

12,285

Helsingfors..

5,395

5,405

5,40

5,41

Parts .....

16,40

16,44

16,40

16,44

Holland ....

168,69

169,03

168,72

169,06

Italien....

19,98

20,02

19,98

20,02

Japan .....

0,715

0,717

0,715

0,717

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5-666

Oslo..... :

61,50

61,62

61,54

61,66

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,115

11,135

11,12

11,14

Stockholm..

63,16

63,28

63,19

63,31

Schweiz ...

80,79

80,95

80,80

80,96

Spanien...

33,97

34,03

33,99

34,05

Prag.......

10,29

10,31

10,29

10,31

Budapest ..

Reuyork ...

2,486

2,490

2,486

2,490

Berlin,7. Januar

Geld

Brie,

Amerikanische Noten..............

2,438

2,458

Belgische Noten..................

41,72

41,81

Dänische Noten .................

54,52

54,74

Englische -Noten .................

12,22

12,26

Französische Noten...............

16,35

16,41

Holländische Noten...............

168,30

168,93

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

61,38

61,61

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten......... .....

_

Schwedische Noten...............

63,02

63,28

Schweizer Noten.................

80,62

80,94

Spanische Noten.................

33,63

33'77

Ungarische Noten ................