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4. Bekanntgabe des Prüfungsberichtes vom 24. Juli 1936 und Stellungnahme desAufsichtsrates zum Bericht
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Dieburg geliefert worden war. Der Jude Joseph erklärte selbst, daß aus diesen Rohfetten noch mindestens 50 v. H. aussortiert und für die Herstellung von Speisetalg verwandt werden sollten. Außer diesen „Rohfetten" wurde noch eine Lieferung von ausgelassenem Talg vorgesunden. Dieser Talg war zum Teil mit einer dicken Schmutzkruste überzogen und sollte bei der Herstellung von SpeisetalH Verwendung finden. Außerdem stellte die Polizet noch fünf Fässer Talg sicher, die als Speisetalg an eine Frankfurter Firma geliefert werden sollten. Das Verhalten des Juden Joseph war derart frech und ausfällig, daß man ihm mit Polizeigewahrsam drohen mußte.
Amtsgericht Gießen.
Der 55jährige W. W. von Schmiedefeld hat am 14. Oktober in angetrunkenem Zustand in Reiskirchen gebettelt und groben Unfug verübt, indem er auf der Ortsstraße zu Reiskirchen herumschrie, daß ihm die Einwohner „nichts gegeben" hätten. Wegen Bettelns verurteilte ihn das Amtsgericht zur höchstzulässigen Strafe von sechs Wochen Haft und wegen groben Unfugs zu drei Wochen Haft. Außerdem wurde die Unterbringung des Angeklagten in einem Arbeitshaus angeordnet.
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Lpd. Darmstadt, 6. Nov. Schon feit langer Zeit ließen, wie die „Hess. Landeszeitung" berichtet, verschiedene Vorkommnisse darauf schließen, daß es in der jüdischen Talgschmelze Hermann Joseph in Darmstadt, deren Inhaber der Jude Julius Joseph ist, nicht einwandfrei zuging. Aber immer fehlte es an einer geeigneten Handhabe, gegen die Firma vorzugehen. Der Jude redete sich damit heraus, daß es sich bei den beanstandeten Materialien um technische Fette handele. Als Joseph im Juli d. I. elf Fässer Speisefett nach Bremen lieferte, wurde die Sendung von der dortigen Polizei angehalten und untersucht. Dabei stellte sich heraus, daß dieser S p e i s e t a l g nicht nur Tierhaare, Holzteil chen, Sackfasern und andere Fremdkörper enthielt, sondern auch einen derartig unappetitlichen Geruch verbreitete, daß die Annahme gerechtfertigt erschien, es seien bei der Herstellung
Speisetalg aus verdorbenen und tuberkulösen Fetten
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den. Der hinzugezogene medizinische Sachverständige erklärte, daß diese Rohsette zum Teil bestenfalls zur Herstellung von technischen Fetten verwandt werden könnten; ein großer Teil aber müsse in die Abdeckerei geschafft werden. Am gleichen Tage hatte Joseph eine andere Lieferung von Rohfetten im Gesamtgewicht von mehr als vier Zentner erhalten. Als diese Rohfelle zum Zwecke der Antersuchung aus einer holzpritsthe ausgebreitet wurden, ergab sich ein ekelerregender AnbNck. Richt nur, daß die Fette einen fast unerträglichen, an Fäulnis erinnernden Geruch verbreiteten, sondern es fanden sich auch überwiegend Teile darunter, die von den Schlachthöfen sonst als sogenannte Konfiskate auf die Abdeckerei gebracht wurden. Der Sachverständige stellte außerdem fest, daß sich unter diesen „Rohfetten" eine Anzahl von Stücken befanden, die als tuberkulös zu bezeichnen feien.
Nach Aussagen des jüdischen Geschäftsinhabers sollten diese Rohfette aus dem Schlachthof Dieburg stammen. Es stellte sich jedoch heraus, daß die Sendung unter der Bezeichnung „Rohfett" von dem jüdischen Händler Siegfried Goldschmidt m
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verdorbene und stinkende Rohfette verwandt worden. Die Staatsanwaltschaft Bremen strengte darauf ettt- Strafverfahren gegen Joseph an, das zur Zeit noch schwebt.
Auf Grund dieser Vorfälle ordnete die Staatsanwaltschaft in Darmstadt die Vornahme einer überraschenden Kontrolle im Betrieb der Firma Joseph an, die am Mittwoch durchgeführt wurde. Die Entdeckungen, die die Gewerbe- und Kriminalpolizei bei dieser Kontrolle machen mußten, spotten jeder Beschreibung.
Aus einer völlig verschmutzten Holzpritsche lagen etwa 100 Kilo Rohfelle, die entsetzlich stanken und stark mit Schmutz behaftet waren. Diese Rohfette sollten, wie die weitere Untersuchung ergab, am folgenden Tage eingeschmolzen werden und zum Teil zu Speisetalg verarbeitet wer-
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