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ltr.262 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)
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Aus der Provinzialhauptstadt.
Der 9. November.
Aufruf des SA.-Gruppenführers Beckerle.
Eintopf einst und heute.
Die Begegnung mit einem alten Freund nach längerer Zeit, den man schätzen gelernt hat, ist immer mit Freude verknüpft. Die frohe Stimmung ist dann um so. größer, je reicher die Erinnerungen sind, die man mit dem Freund gemeinsam hat. Jeder wird das im eigenen Leben verspürt haben. Denn wahrhafte Freundschaft, bei der die Herzen in völligen Gleichklang schwingen, ist kein Ding, dis an der Oberfläche haftet. Eine solche Freundschaft hat Bestand; Sturm und Wetter vermag sie zu überdauern; sie wird sich auch bewähren, wenn e; gilt, ihr den Charakter eines Bekenntnisses zu geben. Das sind keine alltäglichen Gewinne, sondern Werte von starker Bedeutung.
Von dieser hohen Warte sehen viele Volksgenossen auch den Eintopf an. Mit ihm wissen sie sich eng verbunden durch ein gewaltiges gemeinsames Erlebnis, durch ein schicksalhaftes Gemeinschafts' • bekenntnis. Die alte Freundschaft mit dem Eintopf ist insbesondere der Generation zu eigen, die im großen Kriege die Front stellte, die mit ihren Leibern die Heimat deckte, die aber auch daheim trotz des Drucks von sehr viel Not und Entbehrungen materiell und seelisch die Kameraden im Felde stützte. Dort draußen inmitten von unendlich viel Leid und Sterben, wo die hohe Pflicht des Opferns und des Verzichts auf viele Annehmlichkeiten des Lebens eisernes Gesetz war, dort erhielt der Eintopf und das Bekenntnis zu ihm feine tiefe Verwurzelung im Leben der Schicksalskameraden. Wer die Front niterlebt hat, der weiß, welche große Bedeutung der Eintopf draußen als Lebensgrundlage für alle hatte. Aus diesem Eintopf der Feldküche empfing täglich jeder seinen „Schlag". Und wie gut schmeckten aus ihm eine Erbsensuppe, oder Bohnen mit Rindfleisch, eine gute Nudelsuppe, oder auch ein Kochgeschirr voll Graupen, oder der bekannte „blaue Heinrich", der Reis, ein schmackhaftes Krautgericht, auch wenn es die sog. „Fußlappen" waren, und so mancherlei andere Gaben dieses Eintopfs, sogar der „Drahtverhau", das Dörrgemüse, wenn es gut gubereitet war. Mancher Feldgraue ging da gerne „kapitulieren", ja er scheute sich nicht,' wenn es möglich war, noch eine „dritte Linie" für den Abend zu verwahren, wo dieser dritte „Schlag" gar prächtig schmeckte. Der Eintopf war uns Feldsoldaten eben schnell so zur Selbstverständlichkeit geworden, daß wir uns mit ihm einig fühlten in der Daseins- gcmeinschaft. Mancher Mann der Front bekam ztoar gelegentlich auch ein Päckchen von daheim, in etwas zum „brutzeln" war. Wenn dann wirk- lih die „Brutzelei" vor sich ging, fühlte sich der rchte Kamerad eigentlich etwas unbehaglich, weil fit ne Schicksalsgefährten im gleichen Unterstand jpt)ne" waren; meist wurde dann das „Gebrutzelte" unter die engste Kameradengemeinschaft geteilt und von ihr gemeinsam verzehrt — der Geist der echten Kameradschaft triumphierte! Dieses Bekenntnis zum Eintopf als Grundlage der Lebensgemeinschaft einer kämpfenden und ringenden Front aber war das alle Kameraden eng umschließende Band, seine Iragfeftigfe'it überdauerte den Krieg und läßt auch heute noch in der Erinnerung der alten Feldsolda- ten immer wieder den starken ethischen Gehalt dieser „Waffe" der Front wirksam werden.
Dieses unvergeßliche Erleben an allen Fronten des Weltkrieges hat der alte Feldsoldat, unser Führer Adolf Hitler in dem Eintopf des Winterhilfs- verks auf einen besonderen Ehrenplatz der Volks- o?meinfd)aft gestellt. Er hat damit eine wertvolle Erinnerung von Millionen deutscher Männer aus b.m Bereich der Vergangenheit mitten hineingerückt ir dar Leben der Gegenwart, damit auch die her- d-iffteigenbe junge Generation des ideellen Segens Hilhaftig werde, der aus der Gemeinsamkeit des Eintopfes und aus dem in ihm enthaltenen Be- k nntnis erwächst. Es ist zwar auch jetzt nicht so, drß der weitaus überwiegende Teil unserer Volks- cuneinfchaft den Eintopf nur dann kennt, wenn er an ö n festgesetzten Tagen während des Winterhilfswerks tzls Symbol der Verbundenheit aller Volksschichten auf dem Mittagstisch erscheint. Die Regel dürfte viel-
Die alte G'.üksche.
Von Wilhelm Busch.
Wir entnehmen die folgende kleine Geschichte mit Genehmigung des Insel-Verlags zu Leipzig dem soeben erschienenen Buch „Aus alter Zeit" von Wilhelm Busch. Die alte Slüksche fjatte eine rechte Schnüffelnase und konnte gleich alles riechen, was im Dorfe gebacken oder gebraten wurde. Nun wohnte da auch en junger Bauer mit feiner Frau, der fing, da er enes Tages auf dem Felde pflügte, einen Hafen, pb ihn dem Knechte und schickte ihn damit zu sei- rsr Frau, daß sie ihn auf den Mittag braten und prichten sollte. Die Frau kriegte den Hasen auch z» Feuer, und als er nun recht briet und brutzelte und schön braun wurde, so hatte es die alte Slüksche gleich gewittert, kam in die Küche und schnüffelte mit ihrer langen Nase um den Braten herum. „Ach Gott, Nachbarin", svrach sie zu der Bauersfrau, „das riecht mal schön und ist so appehthcf), lasse Sie uns mal ein Stück davon probieren!" „Nein, nein", sagte die Frau, „wenn das mein Mann merkt, so 'kriege ich Schläge!" „Ach Gott", sagte die alte Slüksche und hielt ihre Schnüffelnase dicht über >-n Braten, „nur ein ganz kleines Stückchen, das merkt er ja nicht." Da ließ sich die Frau bereden und schnitt ein Stück von dem Braten ab, und das hmeckte jo schön, daß sie noch ein zweites Stuck ^schnitt, und als sie erst in den Geschmack kamen, da verzehrten sie endlich den ganzen Braten. ,.O v-eh", sprach da die Frau, „was soll ich nun sagen, r>enn mein Mann zu Hause kommt und findet den traten nicht?" „Och", sagte die alte Slüksche, „wenn e- fragt, so sagt nur, Ihr wüßtet von nichts; er mochte wohl geträumt haben." Damit wischte sie iir Maiil und ging weg.
Den Mittag, da der Bauer nach Hause kam und d e Frau ihm sein gewöhnliches Essen vorsetzte, fragte er, wo denn der Hase märte, den sie ihm auf |P-n Mittag hätte zurichten sollen. „Ich habe keinen fa'fen gesehn", antwortete die Frau und stellte sich !6wz verwundert. „Ei!" sprach der Mann, „ich habe br doch diesen Morgen durch den Knecht einen §asen geschickt und dabei sagen lassen, du solltest l' N auf den Mittag zurechtmachen, und nun weißt •04 von nichts?" „Ach, Mann, das hat dir die Nacht öoh( nur ne träumt, besinne dich nur recht, so wird es dir wohl einfallen." Es ist doch sonderbar, dachte br r Bauer, daß man so lebhaft träumen kann, meinte '0 doch, ich hätte meiner Frau einen leibhaftigen Hosen geschickt, und nun ist es doch nur ein Traum gewesen.
Wir 52L-2Uänner sind gewohnt, leichten und frohen Herzens über die Schwierigkeiten des Alltags hinwegzugehen und nur das Große und Erhabene im Vorwärtsschreiten der Bewegung zu sehen. Leicht vergessen wir die Stunden der Bedrückung und all das Häßliche, das wir an Not und Elend erlebt haben.
Und doch gibt es einen Tag im Jahr, an dem jeder SA.INann voll schmerzlicher Erinnerung eine Stunde des Rückschauens und der inneren Sammlung begeht. Diese Stunde gilt dem Gedenken der Kameraden, die einst mit ihm gelacht und gesungen haben, die mit ihm marschiert sind und die mit ihm das erkämpft und erstritten haben, was wir heute als Sieg des Führers und des Nationalsozialismus erleben.
Voll Wehmut und Dankbarkeit senken wir an jedem 9. November unsere Fahnen vor den Gräbern unserer ermordeten Kameraden. Als Zeichen der Ehrung neigen wir das Haupt vor ihnen, die mehr gegeben haben als wir alle und denen das Schicksal nicht vergönnt hat, den Siegeslorbeer auf ihr Haupt gedrückt zu sehen.
Und deshalb ist auf der anderen Seite gerade dieser 9. November für uns eine Stunde neuen Aufschwungs. Wenn wir unsere Ermordeten ehren, überkommt uns von ihnen erneute Kraft für unseren neuen Kampf.
Und fo soll dieser 9. November für uns nicht
nur eine Stunde fein, in der wir unseren Ermordeten Dank und Verehrung zollen, sondern auch eine, in der unsere Toten uns neu beschenken mit dem Geschenk gesteigerten Opfersinns, vertiefter Kameradschaft und heißeren nationalsozialistischen Kämpferwillens.
Der Führer der SA.-Gruppe Hessen: Beckerle, Gruppenführer.
Zum Schutze des Gedenktages vom 9. November.
DNB. Der 9. November ist in der deutschen Geschichte durch die Opfer der NSDAP, am Odeonsplatz zu München für alle Zeiten zu einem Tag des ernsten Gedenkens geworden; er wird vom ganzen deutschen Volk als ein Tag der Einkehr und des nationalen Erinnerns begangen werden. Die Bedeutung dieses Gedenktages wird durch die Veranstaltungen der Partei besonders gewürdigt. Der Reichs- und Preußische Minister des Innern Dr. Frick hat nunmehr zum Schutze des Gedenktages für die Ermordeten der Bewegung am 9. November eine Verordnung erlassen, durch die am 9. November 1936 in Räumen mit Schankbetrieb musikalische Darbietungen jeder Art, mit Ausnahme der Darbietungen der deutschen Rundfunksender, und ferner alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen verboten werden, sofern bei ihnen nicht der diesem Tage entsprechende ernste Charakter gewahrt ist. Für jeden Fall der Nichtbefolgung dieser Verordnung sind Polizeisttafen angedroht.
unter Einsatz aller Kräfte gerne beisteuern zu dem großen sozialistischen Hilfswerks des WHW., das der Führer und Frontsoldat Adolf Hitler mit der Kriegserinnerung an den Eintopf so eng verbunden hat, daß beide in den Herzen der deutschen Männer und Frauen unauslöschlich ihren Platz haben. B.
Dornotizen.
Tageskalender für Samstag.
Stadttheater (NS.-G. KdF.): 20 bis 22 Uhr, „Der Bettelstudent". — Kurzschriftoereinigung der Deutschen Arbeitsfront (NS.-G. KdF.), 20 Uhr: Fröhliches Wochenende mit Tanz auf der „Karlsruhe". — Arbeitsgemeinschaft der Gießener Soldatenkameradschaften, 20.30 Uhr, Kameradschaftsabend im Caf6 Leib. — Ruderklub „Hassia", 30. Stiftungsfest im Bootshaus. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Stärker als Paragraphen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mädchen in Weiß". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr, Ausstellung von Oelgemälden, Aquarellen und Tempera.
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater, 11.30 bis 12.30 Uhr, 4. Morgen- oeranftaltung „Kantaten" (E. Wolfgang Möller); 19.30 bis 21.30 Uhr, „Der Bettelstudent". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Stärker als Paragraphen" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mädchen in Weiß". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 11 bis 13 Uhr, Ausstellung von Oelgemälden, Aquarellen und Tempera. — Heimatoereinigung „Schiffenberg", 15.30 Uhr, Familien- Zusammenkunft auf dem Schiffenberg. — 30. Stiftungsfest des Ruderklubs „Hassia" im Bootshaus. — Musikalische Abendfeier, 17 Uhr, in der Johan- neskirche. — Eoang. Stadtmisfion, Jahresfest, 15 und 20.15 Uhr spricht Herr StadtmissionsJnspektor Schöpwinkel, Offenbach a. M. — Harmonika- Spielabend, 20.30 Uhr im Caf6 Leib (Spielgruvpe Gießen und Marburg). — Russisches Originalkonzert, 20.30 Uhr im „Burghof" (Cafe Ebel).
Stadttheater Gießen.
Heute abend findet eine geschlossene Vorstellung für die NSG. „Kraft durch Freude" statt. Es geht
Sprach der Mann: „Nun Frau, wie haben die Schläge geschmeckt?" „Welche Schläge?" „Nun die mit den drei Haselstöcken." „Ich glaube gar, du hast wieder geträumt, ich habe keine Schläge gekriegt." „So? dann habe ich dir auch wohl die Haare nicht' abgeschnitten? Setz mal gleich deine Mütze ab!" Das tat die Frau, und da sah der Bauer, daß sie noch alle Haare auf dem Kopfe hatte. „Hol mich der Kuckuck", rief er da, „nun sehe ich doch wohl ein, daß alles nur ein Traum gewesen ist."
Die alte Slüksche mit der Schnüffelnase hatte aber noch lange einen blauen Buckel zu tragen und schnüffelte so bald nicht wieder.
Ein neuentveckles Meisterwerk von Hieronymus Boscb.
lieber ein Gemälde von Hieronymus Bosch, das vor kurzem in der Münchener Alten Pinakothek entdeckt wurde, werden- in der Leipziger „Jlluftrirten Zeitung" nähere Mitteilungen gemacht, denen Abbildungen des Meisterwerkes beigegeben sind. Grade bei Bosch hat die große Zahl der Kopien und Nachahmungen seiner Bilder die Züge seiner künstlerischen Persönlichkeit verwischt, und es sind oft eigenhändige Werke für Kopien, Kopien aber für Originale gehalten worden. So ging es auch dem jetzt entdeckten Gemälde, das unbeachtet im Depot lag, bis es im vorigen Jahre aus dem Dunkel her- oo'rgeholt wurde. Das Bild ist das Bruchstück eines „Jüngsten Gerichtes", das auf eine große Eichentafel gemalt ist. Zum erstenmal wird es erwähnt im Jahre 1822 in der Staatlichen Galerie zu Nürnberg, und es wird in den älteren Inventaren als ,^angeblich Brueghel, Johann" angeführt. Dann kam das Bild nach München und später in das Schleiß- Heimer Depot. Dort fiel das verschmutzte, von vergilbten Firnisschichten überkrustete und durch eingreifende Uebermalungen entstellte Bild auf, und es wurde in der Restaurierungsabteilung der Alten Pinakothek sorgfältig gereinigt und wieder hergestellt. Jetzt zeigte es sich, daß man ein echtes Gemälde von Hieronymus Bosch gefunden hatte, denn die künstlerische Handschrift, die frische, sprühende Malerei des Meisters trat klar zu Tage. Das Werk, das von einem phantastischen Formenreichtum ist, dürfte um 1500 entstanden fein. Wahrscheinlich ist es ein Tcilstück des im Jahre 1504 von Philipp dem Schönen bei Bosch bestellten Jüngsten Gerichtes. Auf dem Bilde sieht man links ein Gräberfeld, in dem aus tiefen Gruben menschliche Gestalten aufsteigen, während noch das Feuer von unten herauf- leuästet. Wilde Höllengestalten bewegen sich in der
mehr so sein, daß der Eintopf in den meisten Familien das ganze Jahr über auch während der Wochentage öfter sein Dasein bekundet. Daneben gibt es aber auch Familien, bei denen der Eintopf seltener auftritt. Und hier soll vor allem die ethische Mission des Eintopfes wenigstens während der Dauer des Winterhilfswerks mehr als sonst in den Vordergrund treten. Der tiefere Sinn des Eintopfes beim WHW. ist ja nicht der, durch die Sammlungen nur Geld in die Kaffen des Winterhilfswerks zu bringen, sondern er soll vor allem ein Symbol der Kameradjchaft der Front sein, die in den Kriegsjahren alle guten Kräfte unseres Volkes zu einer kämpferischen Einheit zusammenschmiedete und uns dadurch eine Stärke verlieh, die imstande war, unseren Bestand als Reich und Nation gegen eine Welt von Feinden zu behaupten. Und wenn heute auch nicht mehr das Sperrfeuer um Deutschland dröhnt, wenn nicht mehr Frauen und Kinder daheim den ßebensfampf allein zu führen hpben, während der Ernährer fechtend vor dem Feinde steht, so ringt unser Volk doch als eine kämpferische Gemeinschaft noch gegen viele Widersacher, ja Feinde unseres im Dritten Reich geeinten deutschen Volkes, daß wir alle miteinander uns gerne zu dem Eintopf als Symbol einer großen kämpferischen Zeit bekennen. Auf dieser Grundlage finden sich heute nicht nur die alten Feldsoldaten mit ihren Alterskameradinnen der Frauenfront der Kriegsjahre zusammen, auf dieser Linie steht mit uns Aelteren heute in erfreulicher Uebereinftimmung auch eine Jugend, in deren Herzen und Gedanken der Frontgeist der Kameradschaft und der Schicksals- salsgemeinschaft lebendig ist, der in Not und Tod des Krieges geboren und von dem Führer Adolf Hitler in das neue Deutschland gerettet wurde.
An diesem hohen ethischen Gehalt des Eintopf- Symbols wollen wir uns auch am morgigen Sonntag bei dem zweiten Eintopf des Winterhilfswerks 1936/37 wieder erinnern. Dem Eintopf gebührt an diesem Tage in allen deutschen Haushaltungen die Ehre, den Mittagsttsch der Familie schmücken zu dürfen. Und in dem Bekenntnis zu diesem Eintopf, in der Erinnerung an seine Geschichte im Leben unseres deutschen Volkes wollen wir unsere Spende
Eine Zeit danach trug es sich zu, daß der Bauer auf dem Felde eine Wachtel fing, da schickte er sie durch den Knecht zu seiner Frau und ließ ihr sagen, sie sollte die Wachtel auf den Mittag braten und zurecht machen. Die Frau kriegte das Wachtelchen auch gleich in die Pfanne, und als es nun recht briet und brutzelte, so hatte es die alte Slüksche mit ihrer Schnüsfelnase gleich gewittert und kam in die Küche geschlichen, und als sie da das Wachteichen so schön braun in der Pfanne liegen sah, sprach sie zu der jungen Frau: „Ach Gott, Nachbarin, das riecht so schön und ist so appetitlich, lasse Sie uns doch ein Stückchen davon probieren." „Ach nein!" sagte die Frau, „wenn das mein Mann merkt, so kriege ich Schläge." „Ach, nur ein kleines bißchen", sprach die alte Slükjche, „das merkt er ja nicht." Da ließ sich die Frau bereden und schnitt dem Wachteichen erst ein Bein ab und dann das andere, und endlich verzehrten die beiden das ganze Wachtelchen, daß nichts davv^l überblieb. „O weh", sprach da die Frau, „roas'fange ich nun an, wenn mein Mann nach Hause kommt und findet das Wachtelchen nicht?" „Och", sagte die alte Slüksche, „wenn er fragt, so sagt nur, das möchte ihm wohl geträumt haben." Damit wischte sie ihr Maul und ging weg.
Den Mittag, da die Frau ihrem Manne sein gewöhnliches Essen brachte, fragte er, wo denn das Wachtelchen wäre, das er ihr diesen Morgen geschickt hätte. „Du hast wohl wieder geträumt", jprach die Frau und tat ganz verwundert, „ich habe kein Wachtelchen gesehen." „Ei!" sagte der Bauer, „es ist doch jonderbar, daß man so lebhaft träumen kann." Aber diesmal hatte er doch gemerkt, daß ihn seine Frau zum besten hatte, und dachte, warte nur, dich will ich anführen, schnitt sich drei Haselstöcke und brachte sie heimlich in die Kammer. No ja, dachte die Frau, die es gesehen hatte, nun gehts mir aber schlecht. Sie wußte sich aber doch zu helfen.
In der Abendzeit, während ihr Mann nicht zu Hause war, ging sie zu der alten Slükschen und sagte zu ihr: „Wißt Ihr was? Ihr könntet diese Nacht wohl mal bei meinem Manne in der Kammer schlafen." „Liebend gern", sagte die alte Slüksche, „das will ich wohl tun." Und den Abend ging sie hin und legte sich in der Frau ihr Bett. Bald danach kam der Bauer, der meinte, seine Frau läge da im B"tte, im Dunkeln hereingeschlichen, schnitt ihn die Haare ab und prügelte sie so lange, bis die drei Haselstöck" in Stücken waren, bann gab er ihr noch einen Schub, daß sie aus der Tür flog.
Am andern Morgen aber brachte die Bauersfrau ihrem Manne' ganz vergnüglich den Kaffee.
Samstag, I.November 1956
der große Erfolg „Der Bettelstudent", Operette von Carl Millöcker in Szene. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Es findet kein freier Kartenverkauf statt. — Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.
Der Spielplan des Stadllheaters Gießen vom 8. bis 15. November.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am Sonntag, 8. November, wird im Rahmen der 4. Mvrgenveranstaltung des Stadttheaters zum erstenmal Eberhard Wolfgang Möller in Gießen 3u Worte kommen. Zur Aufführung gelangen drei feiner „Kantaten", für die er im Jahre 1935 den nationalen Buchpreis erhielt. Ausgewählt wurden: „Die Bauernkantate", „Anruf und Verkündung der Toten" und „Die. Briefe der Gefallenen". Diese drei Gedichte werden unter der Spielleitung des Intendanten in szenischer Form dargestellt. Als Sprecher wirken mit: der Intendant; Damen: Birkmann, Stirl; Herren: Frickhoefser, Geiger, Geißler, von Gschmeidler, Kühne, Lindt, Neuhaus, Rosenthal, Schorn, Walter. Vor und zwischen den Kantaten singt Wilhelm Greif, am Flügel begleitet von Kapellmeister Ernst Bräuer, Lieder von Hugo Wolf. Dauer der Feier von 11.30 bis 12.30 Uhr. Für Platzmieter ist der Eintritt frei. Am Abend findet zum letztenmal eine öffentliche Aufführung des großen Erfolges „Der Bettelstudent", Operette von Carl Millöcker, statt. Die musikalische Leitung führt Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Anfang 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr. Außer Miete. — Dienstag, 10. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr: „Der Zarewitsch", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Dienstag-Miete. 8. Vorstellung. — Mittwoch, 11. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: Erstes Orchesterkonzert. Leitung: Prof. Stefan Temesvary. Solistin: Karin Schenk. Der Bauerfche Gesangverein. Mittwoch-Miete. 8. Vorstellung. — Freitag, 13. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, Erstaufführung: „Der Bogen des Odysseus", Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Spielleitung: der Intendant. Freitag-Miete. 9. Vorstellung. — Samstag, 14. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr, Theaterring der NS.-Kulturgemeinde. 3. Vorstellung: „Ein idealer Gatte", Schauspiel von Oscar Wilde. Spielleitung: Wolfgana Kühne. — Sonntag, 15. November, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr, 5. Morgenveranstaltung: „G. F. Händel". Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Für Platzmieter ist der Eintritt frei. — Anfang 19 Uhr, Ende 21.45 Uhr: „Der Zarewitsch", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Außer Miete.
Konzert des Gesangvereins „Heiterkeit".
Man schreibt uns: Der Gesangverein „Heiterkeit" veranstaltet am kommenden Samstag, 14. November, im großen Saale des Studentenhauses, Leih- gefterner Weg, 20.15 Uhr, sein diesjähriges Konzert. Der chorische Teil sieht Werke von Franz Schubert vor. Dem Gedenken an den großen Meister der Tonkunst Carl Maria von Weber sind aus Anlaß der 150. Wiederkehr seines Geburtstages am 18. Dezember drei seiner schönsten Schöpfungen gewidmet. Es werden Soldatenlieder in bekannter Volksweise folgen. Zur Umrahmung der Männerchöre singt Herr Alfons Forstner, Bassist am Gießener Stadttheater, Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Hugo Wolf. Von der Diolinschule Wilhelm Schüttler werden klassische Werke von Antonio Vivaldi, A. Corelli und Franz Schubert zur Wiedergabe gelangen. Das Konzert
Eine sehenswerte Ausstellung
schöner Teppiche, Gardinen, Dekorationen usw. veranstaltet das bekannte Teppich- u. Gardinenhaus Ludwig, Geise u. Pfaff, früher Brumlik-Haus, Frankfurt a. M., Liebfrauenstraffe 1-3, in einem Laden der Blockstraße Nr. 11. Das Teppich- und Gardinenhaus ist das größte Spezialbaus Süddeutschlands. Eine Besichtigung der Ausstellung ist bestimmt lohnend und wird diesem Hause sicher neue Kunden zuführen. tossV
Mitte, riesige Vögel packen Verdammte, und in der rechten Ecke unten stecken vier mit grimmigem Humor gezeichnete Hexen die Köpfe zusammen. Daneben ist ein katzenköpfiges Scheusal dargestellt, wie es einen der Hölle Verfallenen verschlingt. Das Ganze ist ein Meisterwerk des Künstlers, das eine schon lange empfundene Lücke in der Alten Pinakothek ausfüllt.
Neues von der Garbo.
Greta Garbo, von der schon gleich nach dem Tode des Regisseurs Irving Thalberg berichtet wurde, daß sie auf den Film verzichten wolle, hat einigen ihr Nahestehenden anoertraut, daß sie in der Tat Hollywood verlassen werde, sobald der Vertrag, der sie an die Metro-Goldwyn-Mayer bindet, abgelaufen sein wird, das heißt, in den ersten Monaten des Jahres 1938. Sie will sich dann endgültig in Europa niederlassen, um hier ein ruhiges und zurückgezogenes Leben zu führen. Im Dezember wird sie einige Tage in Paris sein, um ihren schwedischen Rechtsanwalt Lars Herentohld zu sprechen, den sie beauftragt hat, eine große Besitzung in Frankreich zu kaufen. Es sind bereits Verhandlungen mit dem Eigentümer eines prächtigen Schlosses in der Normandie eingeleitet. Bevor Greta Garbo sich vom Film zurückzieht, will sie noch einen letzten Film in Europa drehen, eine neue Fassung der „Freudlosen Straße", durch die sie vor zehn Jahren in der ganzen Welt berühmt wurde. Nach ihrer Abwendung vom Film will Greta Garbo ihr Leben zwischen Frankreich und Schweden teilen. In ihrer schönen Besitzung Haarby, 65 Kilometer von Stockholm entfernt, will sie die die Einsamkeit finden, die sie vor allem sucht. Das Haus ist auf einer Landspitze gelegen, die sich in den Sillen-See vorschiebt. Es ist dicht umgeben von einem traumhaft schönen Garten, in dem sich dreihundertjährige Eichen erheben. Unter diesen Riesen ruhen die Gebeine von 32 Wikingern; der Ort ist für jeden Schweden heilig und steht unter dem Schutze des Staates, so daß bei strenger Strafe niemand seinen Frieden stören darf. Die Einsamkeit dieses Aufenthaltes wird nur bedroht durch ein Haus, das sich am anderen Ende des kleinen Sees befindet und das die Freunde der Künstlerin vergebens mitzukaufen suchten, do die Besitzer die Lage ausnutzten und einen ganz übertriebenen Preis forderten. Hier, so fürchtet man, könnten die Neugierigen aus ganz Schweden zusammenströmen in der Hoffnung, wenigstens einen flüchtigen Blick aus der Ferne auf die große Künstlerin werfen zu können.


