Ausgabe 
7.10.1936
 
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Drei Kahenanaen brd Maae«.

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dem Alltag". Gloria-Palast, Seltersweg

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nen 70. Geburtstag begehen. Prof. Dr. Roloff

usw.

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innere sich noch an die Zeit, wo bei uns alles drun­ter und drüber ging und wo keiner noch aus und

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Arbeits- 18, Zim-

einzeichnung bereitzuhalten. Die Sammlung erstreckt sich während der Dauer des WHW. wieder auf alle Volksgenossen.

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Auskunft und Anmeldung durch die schule der DAF.. Gießen. Schanzenstraße mer 5 Fernsprecher 3275

Lehrgang für Fuhrleute, Kraftfahrer

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der Volkswirtschaft erkennt, wird sich zielbewußt in den Kampf gegen den Verderb einschalten und an ihrer Stelle dafür Sorge tragen, daß die Erzeug­nisse der deutschen Scholle, die mit Mühe und Schweiß von deutschen Menschen dem deutschen Boden abgerungen wurden, vor Verlust geschützt werden und wird durch diese Kleinarbeit in ihrem eigenen Haushalt mithelfen, die Unabhängigkeit Deutschlands in seiner Ernährung und damit in seiner politischen Freiheit zu sichern.

Die Arbeitsschule der Deutschen Arbeitsfront be­absichtigt, auch in diesem Winterhalbjahr wieder einen Lehrgang für Fuhrleute, Kraftfahrer usw. ein­zurichten. Zur Behandlung kommt die neueste Ver­kehrsordnung. In Anbetracht der Wichtigkeit der zu behandelnden Fragen haben wir die Gebühr für den Lehrgang auf nur 2 RM. zuzüglich 0,20 RM. Versicherungsgebühr festgesetzt, um allen Interessen­ten den Besuch zu ermöglichen.

Auskunft und Anmeldung durch die Arbeitsschule der Deutschen Arbeitsfront, Gießen, Schanzenstraße 18, Zimmer 5, Fernsprecher 3275.

fest gefeiert wurde, das einen annähernden Erfolg wie das Winzerfest hatte. Das diesjährige Winzer­fest findet nun vom 10. bis 12. Oktober in der Gießener Volkshalle statt. Wer die Gießener Volks­halle noch vom vorjährigen Fest in Erinnerung hat, wird sie dieses Jahr kaum wiedererkennen, denn die Ausgestaltung wird in diesem Jahr in

** Gießener Ehrendoktor gestorben. Der Ordinarius der systematischen Theologie an der Universität Jena, Geh. Kirchenrat Professor D. Dr. Heinrich Weinel ist im 63. Lebensjahr ge­storben. Er war Ehrendoktor der Gießener Uni­versität und stammte aus dem Kreise Büdingen. 1899 habilitierte er sich in Berlin, ging 1900 nach Bonn, wo er gleichzeitig Inspektor des Evangelisch- Theologischen Stiftes war und folgte 1904 einem Rufe als Extraordinarius an die Universität Jena.

** Eine Siebzigjährige. Ihren 70. Ge­burtstag feiert Frau Bianca von Bienen- stamm, Asterweg 16. Sie wurde 1866 in der Domfurie in Brandenburg a. d. H. geboren, wo ihr Vater, der spätere Generalmajor Frhr. von Puttkamer-Jassen, der bereits bei der Erstürmung der Düppeler Schanzen mit dem Pour le merite ausgezeichnet worden war, Chef des 35. Infanterie- Regiments war. 1898 verheiratete sie sich mit dem Kurländer Peter von Bienenstamm, mit dem sie nach Livland zog. Infolge der russischen Revolution 1905 mußten sie nach Deutschland fliehen und ließen sich in Danzig-Langfuhr nieder. Vor einigen Jahren kam die alte Dame, die trotz erlittener Enttäuschun­gen sich einen gesunden Humor bewahrt hat, nach Gießen. In bester geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit verfolgt sie die Tagesereignisse und war schon frühzeitig in der RS.-Frauenschaft tätig.

** D i e öffentliche Ziehung der Aus­los u n g s r e ch t e zu den Ablösungsan­leihen der Stadt Gießen für das Jahr 1936 findet am Dienstag, 20. Oktober, im Stadt­haus, Bergstraße, statt. Auf die heutige Bekannt­machung sei besonders aufmerksam gemacht.

** Lieferungsvergebung. Die Direktion der Landes-Heil- und Pflegeanstalt gibt bekannt, daß sie die Lieferung von 1500 Zentner gelbflei­schiger Speisekartoffeln und 100 Zentner Kuhmist zu vergeben hat. Näheres über diese Lieferungs- oergebung ist im heutigen Anzeigenteil zu lesen.

** Meisterprüfungs-Vorbereitungs- k u r f e. Die Kreishandwerkerschaft Gießen fordert in unserem heutigen Anzeigenteil die interessierten Handwerker zur Anmeldung an einem Buchführungs- Vorbereitungskursus auf. Näheres in der Anzeige.

** Die Sperrzeit fürTaubenist von der Stadtverwaltung auf die Zeit vom 7. Oktober bis 7. November festgesetzt worden. Die Taubenbesitzer seien auf die heutige Bekanntmachung besonders hin­gewiesen.

** Laune der Natur. Heute morgen wurde uns das Beweisstück einer merkwürdigen Laune der Natur in die Schriftleitung gebracht. Verwal­tungsinspektor Lorenz Eifert (Schiffenberger Weg 9) hat in seinem Garten am Rodtberg 03 einem seiner Himbeerbüsche einen Zweig entdeckt, der mit einer Anzahl reifer Beeren geschmückt muK< Außerdem zeigte der Zweig noch einen weiteren reichen Beerenansatz. Es ist sicherlich nicht alltäg­lich, eine solche Ernte in den kühlen Monaten des Herbstes halten zu können.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherung hat die Reichs- Verkehrswacht ein Zeichen erdacht, das die Zahl der Anhänger anzeigt. Sie legt jedem Lastwagenbesitzer nahe, wenn er mit einem Anhänger fährt, zwei Rück­strahler in Dreiecksform links unten anzuhängen. Der Ueberholende weiß bann, daß er zwei Wagen zu überholen hat. Wenn zwei Anhänger mitgeführt werden, sollen drei Dreiecks-Katzenaugen angebracht werden. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Verwaltungsstelle 19.

Wir bitten unsere Mitglieder aus der Deutschen Angestelltenschaft, ihre alten Mitgliedsbücher bzw. Karten an den zuständigen Ortsgruppen- oder Be­triebsgemeinschafts-Walter gegen eine Gebühr von 50 Rpf. zur Umschreibung einzureichen.

Die Lehrgänge der Arbeitsschule der DAF. beginnen!

Die Arbeitsschule der DAF. gibt allen Schaffen­den die Möglichkeit, sich im Rahmen ihres Berufes weiterzubilden. Die Arbeitsschule der DAF. er­wartet aber auch, daß alle Schaffenden von dieser Möglichkeit regsten Gebrauch machen. In Kürze be­ginnen folgende Lehrgänge: Kurzschrift, Maschinen­schreiben, Deutsch, Kaufm. Rechnen I. u. II. Buch­führung I u. II, Abschlußtechnik, Durchschreibduch- führunq. Plakatschrift f. Anfg. u. Fortgeschrittene, Englisch und Französisch f. Anfg. und Fortgeschrit­tene, Textilwarenkunde, Fachzeichnen f Tischler, Lehrgang f. Schriftsetzer usw., Technisches Rechnen, Lehrgänge für Kraftfahrzeug-Handwerker u. a. m.

Es ist Pflicht eines jeden, sich die Kenntnisse an­zueignen bzw zu erweitern, die notwendig sind, um eine berufliche Leistungssteigerung zu erzielen. Darum prüfe auch du. wo sich noch Lücken im be­ruflichen Wissen befinden und melde dich noch heute zu dem in Frage kommenden Lehrgang.

einem völlig neuen Rahmen gehalten. Es wird für jeden Besucher bestimmt eine Freude sein, allein diese Halle zu betrachten. Zum Ausschank gelangen die (Siebener Patenweine. Das Glas kostet 25 Vf., einschl. Bedienung. Es ist allo jedem Volksaenossen möalich. ein paar frohe Stunden auf dem Gießener Wmzerfest zu verleben. Die SA.-Standarten-Kapelle 116 svielt zum Tanz auf und wird die bekannten Rheinlieder erklingen lassen.

Der Eintrittsvrois einschl. Tanzgeld beträgt in diesem Hahr 40 Pf., so daß die Prelle auch in die­ser Hinsicht kleiner geworden sind. Um das lange Stehen an der Kasse zu vermeib"n. Hnb Karten im Vorverkauf zu haben bei: Musikhaus Challier, Neuenweg, Schakvlabenhaus Hunt-mann, Selters- weq. KreisdienststelleK d. F.", Schanzenstraße 18,

Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:

und sämtlichen B"triebswarten.

Die Reisezeit 1936 geht zu Lude!

Die letzten Urlaubsfahrten sind vom 10.

18. Oktober nach Thüringen. Eine

Frauenparadies" Evangel. Bekenntnisgemeinde, 20.15 Uhr, Vortrag von Lic. Kreck, Frankfurt a. M., Das Abendmahl nach A-mussens Christenlehre" im Johannessaal. 16 und 20.30 Uhr, Kaffeestunde mit Wäsche-Modenschau im Hotel Hindenburg

Sladttheater Gießen.

Heute abend findet die Aufführung des rheini­schen VolksstücksDer Sprung aus dem Alltag" statt. Lustspiel von Heinrich Zerkaulen. Spielleitung: Fritz Walter. Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr. Mittwoch-Miete. 3. Vorstellung.

Ortsgruppe Gießen der Kneipp-Bewegung.

Am morgigen Donnerstag veranstaltet die Orts­gruppe Gießen der Kneipp-Bewegung imBayeri­schen Hof", Bahnhofstraße, einen Vortrag über die Heilkraft des Wassers". Auf die heutige Anzeige fei hingewiesen.

Prof. Dr. Roloff 70 Jahre alt

schönsten Urlaubsfahrten führt in das Gebiet, des­sen Schönheit bekannt ist Lichte, Ernstthal. Neu­haus, Steinheid. Limbach, Siegmundsburg, Scheibe, Alsbach, Lauschau sind die Orte, die dem Urlauber nlles bieten, was seiner Erboluna dient. Herrliche Svaziergänge in dem gesunden Klima aeben dem Urlauber neue Kraft für die Arbeit. Wanderunaen in hi" 1lm'>"huna mm B"ifni"s wr A"fte ^nhitra. zum Rennsteig, gestalten den Aufenthalt abwechse- lungsreich. D'" Fahrt geht mit Omnibussen in Frankfurt a. M ab am 10. Oktober, vormittaas 9 Uhr. Der Teilnehmervreis beträgt 3\50 Mark.

Vom 21. bis 27. Oktober nach Berlin. Den Abschluß des Fahrtenvroarammg in diesem Sichre bildet eine Fahrt zur Reichshauvtstodt. In sechs Taaen bietet sich dort G"l-aenHeit, Berlin und f»tn° zahlr-ichen S"b"nswürdiakeiten, wie National- Mnlerie, Peraamon-M'iseilm, Zeughaus, Ehrenmal, ftunfturm und das Reichssvortfelb zu besichtigen. Fahrten in die Umaebuna her Reichshauvtsiaht zum Wannlee, nach Vnt«;ham ulw. aeb°n aleichfalls G»- feaenhoit, neue Einh^ncke iu vermitteln. So bietet diese Fahrt fo viel Abwochllunasreiches und fo nies» Crl"dnisse h"tz pa, sich schon verlohnt, daran t»il- zunebmen. Anmeldungen w-wden auf der Kreis­dienststelle, Schanzenstraße 18, entgegengenommen.

3m Dienste des deniscken Liedes.

Werbewoche der Reichsbahn-Gesangvereine.

Innerhalb der Deutschen Reichsbahn mit ihren rund 700 000 Bediensteten hat das deutsche Lied eine gute Pflegestätte. Schon feit etwa 80 Jahren haben sich fangesfreubige Eisenbahner in Eisen- bahngesangvereinen zusammengeschlossen und ver­schönern die ernsten und geselligen Veranstaltungen, Kameradschaftsabende und Jubiläen durch ihre Vorträge. Viele Vereine haben ihr Können der­artig vervollkommnet, daß sie mit Konzerten vor die Oeffentlichkeit treten und weit über ihre Hei­matstadt hinaus einen guten Ruf genießen. Dielen Pionieren des deutschen Liedes ist ihr unermüd­licher Eifer um so höher anzurechnen, als sie trotz unregelmäßigem Tag-, Nacht- und Sonntagsdienst und angestrengter körperlicher Beanspruchung die Chorproben besuchen. Sie pflegen neben den schönen alten Volksliedern das neue Liedgut des

dOy Me deutsche Arbeitsfront

lL5.=üemeinf(haftfifaft durch Freude"

Gießen hört den Führer.

Eröffnung der Winterhilfswerks 1936/37 vor stark besuchten Gemeinschastö empfangen in Gießen.

welen. der uns herausgerissen habe. Jeder von uns müsse sich fragen, ob er seine Pflicht ganz getan habe. Jetzt wollten wir alle die Versicherung ab­geben. mehr als bisher zu h-lfen. Dank gebühre besonders den Helfern der NSV. für ihre opfer­bereite Arbeit: er wisse, daß sie auch im kommen­den Winter wieder ihre Pflicht erfüllen werden.

Dann gab der Ortsgruppenleiter noch einen klei­nen Ausschnitt aus der Arbeit der Ortsgruppe Gießen-Süd in den letzten Jahren. Vor allem gab er einige Zahlen bekannt, die die Grösie des Hilfs­werks bei der Ortsgruppe Gießen-Süd betrafen. Mit nochmaliger Aufforderung, dem Führer für die Freiheit und Wohlfahrt unteres deutfchen Vol­kes zu danken, tchloß der Ortsgrurwenleiter mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer die ein­drucksvolle Kundgebung.

Winzerfest vorn 10. bis 12. Oktober in Gießern

Das Gießener Winzerfest, das erstmalig im Jahre 1934 unter dem MottoLeere Fässer für Winzer" gefeiert wurde, fand derartigen Anklang bei der oberhessischen Bevölkerung, daß sich die NSG. Kraft durch Freude" entschloß, dieses Fest jedes

Jahr zu wiederholen. Der Erfolg im Vorjahr zeig: denn auch, daß in Gießen bis jetzt noch kein Volk-

. .. Mittwoch, 7. Oktober, werden die Spenden (Pfundsammlung) durch die NS. Frauenschaft em= gesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, b"n Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen und die Mitgliedskarte zur Quittung»-

fpannter Aufmerksamkeit verfolgten alle die Aus­führungen des Reichspropagandaminifters Dr. Goebbels und des Führers Adolf Hitler. Zum Abschluß der Veranstaltung hielt Ortsgruppen­leiter Kreuder eine kurze Ansprache, in der er seiner Freude über den starken Besuch des Abends Ausdruck gab. Dann wies er auf die kommenden Aufgaben im Dienste des Winterhilfswerkes hin. Er forderte besonders die Jugend auf, mitzuhelfen am Gelingen des Winterhilfswerkes, ha gerade die Jugend manche Aufgabe in diesem Hilfswerk be­wältigen könne, die den Erwachsenen schwerer zu lösen möglich sei. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und mit den gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutschland- und des Horst-Wessel- Liedes beschloß die Ortsgruppe den Abend.

Ortsgruppe Gießeu-Mitte.

Der Große Hörsaal der Universität erwies sich als zu klein für den Gemeinschaftsempfang der Besucher aus der Ortsgruppe Mitte, die sich hier um den Ortsgruppenleiter Horst scharten. Es war für einen ausgezeichneten Empfang gesorgt. Orts­gruppenleiter Horst begrüßte die vielen Volksge­nossen, die hier in der Gemeinschaft die Eröffnung des Winterhilfswerkes miterleben wollten. Nach der Rede des Führers vereinigten sich die Volksge­nossen mit allen denen, die in Berlin und im Reiche die Feierstunden miterlebten, in dem gemein­samen Gesänge der Nationallieder. Sie stimmten frudig in das vom Ortsgruppenleiter ausgebrachte Sieg-Heil auf den Führer ein.

Ortsgruppe Gießen-Süd.

In der reichgeschmückten großen Tageshalle des Studentenhauses am Leihgesterner Weg hatte am gestrigen Abend die Ortsgruppe Gießen-Süd ihren Gemeinschaftsempfang. Bis auf den letzten Platz füllten die Partei- und Volksgenossen den Saal. Vor allem die Politischen Leiter der Ortsgruppe, die Walter und Walterinnen der NSV., die Ma- rine-SA., HI., BDM. und NS.-Frauenschaft waren stark vertreten. Der Propagandaleiter der Orts­gruppe Gießen-Süd, B l i n z i g , eröffnete nach dem Fahneneinmarsch den Abend. Mit lautloser Stille wurde die Uebertragung angehört. Nach den beiden Nationalliedern sprach der Ortsgruppenleiter I Heinz Holländer das Schlußwort. Jeder er-

möchte. Ortsgruppenamtsleiter der NSV. Jöckel, machte sodann die Mitarbeiter der NSV. mit den nächstliegenden Aufgaben ihrer ehrenamtlichen Tä­tigkeit bekannt

Oisarvpve G eken-Ost

Im Schützenbaus vereinigte die Ortsgruvve Gie- ritzlr-iche Volksg-nasfen zum G"mein- schaftsempfang der Rundfunkübertragung. Mit ge-

wurde am 7. Oktober 1866 zu Ober-Röblingen (Provinz Sachsen) geboren, besuchte die Gymna­sien in Eisleben und in Berlin und bestand Ostern 1886 am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin die Reifeprüfung. Er studierte dann in Tübingen und in Berlin. Im Jahre 1891 wurde er zum Doktor der Philosophie promoviert. 1898 habili­tierte er sich in Berlin, wo er vom Wintersemester 1898 bis zum Wintersemester 1908/09 als Privat- dozent der Berliner Universität wirkte. Seit 1. April 1909 lehrte er als ord. Professor an der Universität Gießen, deren Rektor er vom 1. Okto­ber 1921 bis 30. September 1922 war. Am 1. April 1935 trat er unter Anerkennung seiner langjährigen ausgezeichneten Dienste in den wohl­verdienten Ruhestand. Er verlegte im Frühjahr dieses Jahres seinen Wohnsitz nach Berlin.

Professor Roloff erwarb sich durch seine vor­trefflichen menschlichen Eigenschaften, wie auch durch feine hervorragenden Leistungen als Wissenschaft­ler und Hochschullehrer in Öen Kreisen der Univer­sität und darüber hinaus weithin in Stadt und Land größte Wertschätzung. Er beschränkte sich nicht darauf, seinen Schulern in den Vorlesungen die Früchte seiner wissenschaftlichen Forschungen und feiner geschichtlichen Erkenntnisse zu übermitteln und ihnen damit eine gute Ausrüstung für den Lebens­weg zu geben, sondern er ließ auch weite Schich­ten der Volksgenossen in Stadt und Land durch

Schrift und Wort teilhaben an seinem reichen Wissen und an seinen klaren geschichtlichen Feststel­lungen. 11. a. sprach er als geschätzter Mitarbeiter desGießener Anzeigers" in unseren Spalten häufig zur breiten Oeffentlichkeit, insbesondere im Rahmen des deutschen Kampfes gegen die Kriegs- schuldlüge. Ferner stellte er sich in öffentlichen Vor­trägen in Gießen und in zahlreichen anderen Städten dem Dienst für sein Volk zur Verfügung. Wenn heute auch eine große räumliche Entfernung zwischen ihm und seinen vielen Gießener und ober- hessischen Freunden und Bekannten liegt, so ist doch die Verbundenheit unserer engeren Heimat mit diesem ausgezeichneten Gelehrten und echt deutschen Manne unvermindert erhalten geblieben.

NG.-Lehrerbund, Ziehen.

Geschichtliche Arbeitsgemeinschaft.

Donnerstag, 8. Oktober, 17.30 Uhr, im Seminar­zimmer der Oberrealschule.

Dritten Reiches und bemühen sich, auch ihre Be­rufskameraden für den Männerchorgesang zu ge­winnen. Unter diesem Gesichtspunkt führt die Ver­einigung der Reichsbahn-Gesangvereine im Deut­schen Sängerbund, der etwa 250 Vereine mit 20 000 Mitgliedern angehören, einheitlich eine große Werbe­woche durch. Es ist erfreulich, daß sich der deutsche Eisenbahner aus eigenem Antrieb in so reger Weise der Werbung annimmt. In unserer Stadt besteht als Reichsbahn-Gesangverein die Gesangsab­teilung derFachschaft Lokomotiv­führer" Diese Gesangsabteilung besteht feit 1912 und hat sich seit dieser Zeit trotz besonders schwie­rigen Verhältnissen infolge des unregelmäßigen Dienstes, die Pflege des deutschen Männergesangs und damit deutscher Kultur zur Aufgabe gemacht und sich schon oft in den Dienst der Volksgemein­schaft gestellt. Diese Gesangsabteilung wird im Kreise der Berufskameraden in dieser Werbewoche noch manchen Berufskameraden auffordern, sich mit in den Dienst der Pflege des deutschen Liedes zu stellen.

Amt für Do'k<-wohtfahrt.

Gießen-Mtte.

Velr. Pfundsammlung.

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Lebens ist s» Mn. undi W gegenüber».

Aus der Provtnzialhauptstadt

Stadt im Abendlicht.

Es ist etwas Eigenartiges um diesen Vorgang. Ein geheimnisvoller Reiz geht von ihm aus, der eine magische Anziehungskraft besitzt. Liegt es an unserer Empfänglichkeit für die Erscheinung des Lichtes schlechthin oder ist es die Tatsache her lieber- gangswochen, die uns seelisch bewegt? Jedenfalls lockt uns das abendliche Licht der Stadt in ver­führerischer Weise. Wenn nach dem Einfallen der Dämmerung die Lampen erstrahlen und die Schau­fenster blitzen, kommt der Gedanke an einen Bum­mel durch die Geschäftsstraßen geradezu wie von selber.

Und fo man Zeit dafür besitzt, soll man diesen Bummel auch getrost machen. Denn er führt mitten hinein in quirlendes buntes Leben, das sich in tausendfältigen Lichtreflexen zeigt und unsere Phan­tasie bewegt. Es ist kein Zweifel: die Geschäfts­inhaber wissen darum und haben deshalb den Aus­lagen ihrer Schaufenster große Sorgfalt angedeihen (offen. Das glänzt und glitzert in prachtvollster Weife, das leuchtet in zarten und satten Farben und ladet immer wieder zum Verweilen und genießerischen Betrachten ein.

Gewiß, der Geschmack ist verschieden, und wäh­rend die Frauen mit größter Anteilnahme jene Schaufenster bevorzugen, wo kleidsame Sachen sich kokett oder diskret anpreifen, haben die Männer mehr Neigung für andere Geschäfte. Für Buchhand­lungen zum Beispiel, oder für Schaufenster mit Radiogeräten. Andere gewinnen wieder den Aus­lagen der Zigarren- und Delikatessenhändler erheb­liches Interesse ab, und wo Backwaren, Schokoladen unb ähnliche Genußmittel sich feilbieten, sind die Neigungen beider Geschlechter gleichermaßen verteilt. Erfreulicherweise gibt es außerdem aber noch zahl­lose erleuchtete Anziehungspunkte der verschieden­sten Art, deren Wirkungsgrad sich wohl nach per­sönlicher Einstellung, nicht aber nach der Zweitei­lung der Geschlechter richtet.

Es ist auf alle Fälle unterhaltsam, durch die Straßen zu schlendern, den Geschäftsverkehr zu be­obachten und die Stadt im Abendlicht zu genießen Ein roenia Kälte spürt man freilich dabei, unb an zugigen Ecken pfeift der Winb Aber bas gehört zu biefer Jahreszeit, bie uns nachbrücklich auf den Winter vorbereitet. Noch einige Wochen hin. unb die Dorweihnachtszeit wird beainnen. Unb manch­mal meint man in den abendlichen lichter st'illten Geschäftsstraßen auch jetzt schon einen Hauch davon zu verspüren. H. W. Sch.

Äorrwiizen

Tageskalender für Mittwoch.

Stadttheater, 19.30 bis 22 Uhr, ..Der Sprung aus

Arn heutigen Mittwoch, 7. Oktober, kann frühere ord. Professor für Neuere Geschichte Der Universität Gießen Dr Gustav Roloff

Der Führer unb Reichskanzler Abolf Hitler hat am gestrigen Sienstagabenb, im Anschluß an ben Rechenschaftsbericht bes Reichsrninisters Dr. Goe b- b e I s über bas vorjährige Winterhilfswerk, mit einer großen Rebe bas Winterhilfswerk 1936/37 eröffnet. Die Kreisleitung hatte, um allen Volksgenossen Gelegenheit zum Hören ber Reden zu geben, Gemeinschaftsempfänge in bie Wege geleitet, die innerhalb ber einzelnen Ortsgruppenbereiche stattfanben. Neben ben vielen Volksgenossen, die zu Hause am Rundfunk den Worten von Dr. Goebbels unb ber Rebe bes Füh­rers lauschten, fanben sich in ben Versammlungs­lokalen große Scharen von Männern unb Frauen, sowie männlicher unb weiblicher Jugenb zum Ge­meinschaftsempfang ber Reben ein. Ueberall lauschte man mit großer Spannung ben beiben Reden, lieber ben Verlauf biefer Gemeinschaftsempfänge ist folgendes zu berichten:

Ortsgruppe Gießen-Nord.

Der Saal des Cafe Leib war vollbesetzt, als Orts­gruppenleiter Thomas mit kurzen Worten ben Abenb eröffnete. Dann horten bie Versammlungs­teilnehmer bie Uebertragung der Reden, wobei es bei besonders markanten Stellen der Führer-Rebe an ber beifälligen Zustimmung der Besucher nicht fehlte. In bas vom Führer am Schlüsse feiner Rebe ausgebrachte unerschütterliche Gelöbnis des steten, tatbereiten Einstehens für unser deutsches Volk unb Vaterland stimmte die große Versammlung begei­stert ein. Dann schloß Ortsgruppenleiter Thomas bie Uebertragung mit dem von ber Versammlung freubig aufgenommenen Gruß unb Treugelöbnis

an ben Führer.

Im Anschluß an bie Kundgebung versammelte Ortsgruppenleiter Thomas die Politischen Leiter ber Ortsgruppe, bie Amtswalter unb Amtswalterin­nen, sowie bie Helfer unb Helferinnen der NS- Volkswohlfahrt im engeren Kreise um sich, um ihnen im Namen der Partei für ihre hingebungs­volle und stets pflichtbewußte Mitarbeit beim vor­jährigen Winterhilfswerk herzlich zu danken und sie zu gleicher eifriger und unermüdlicher Tätigkeit im Dienste des neuen Winterhilfswerks zu verpflichten. Er ermahnte sie, bei dieser Arbeit zum Besten unse­rer Volksgemeinschaft stets ihres Treueids gegen­über dem Führer eingedenk zu sein, und im Sinne unb nach bem Willen bes Führers alle Kräfte ein- zusetzen, um zu ihrem Teile auch bas Winterhilfs- w-rk 1936/37 zu c-n-m vollen Erfolq zu brinp-r, ! rouSte. Du fei es der Führer Adolf Hitler ge- Er versicherte bie Politischen Leiter unb alle Helfer - - -- -

der NSV. ber steten Unterstützung und Förderung ber Ortsgruppenleitung, auch im Hinblick auf solche Fälle in benen vielleicht einmal nicht bie aebüb- renbe Würbigung ber seaensreichen Arbeit der NSV zu bemerken sei, unb schloß mit dem Wunsche baß die vom Führer gestellte neue Aufgabe alle Kräfte bor Ort--mnwve aerüftet und stets tatfrob finden