Ausgabe 
7.10.1936
 
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schnittszahlen der von den einzelnen Winterhilfs­werken betreuten Volksgenossen von- 16 617 000 oder 13 866 000 auf 12 909 000 im ver- aangenen Winterhilfswerk jurürfgegangen seien. Es gehe daraus eindeutig die günstige Auswirkung der Arbeitsschlacht hervor, die die Zahl der zu Betreuenden inzwischen um fast 4 Millionen herabgedrückt habe. Das Gesamt­aufkommen durch die Zahl der Betreuten zu divi­dieren, wie das eine gewisse Auslandspresse miff günstigerweise getan habe, sei reine Unvernunft. Man müsse ja bedenken, daß sich unter den Betreu­ten weit über 4 Millionen anderweit Unterstützte befunden hätten. Diese Kritiker täten, so erklärte Dr. Goebbels unter stürmischer Zustimmung, besser, sich um die Winterbetreuung in ihren eigenen Ländern zu kümmern.

Weiter teilte Dr. Goebbels mit, daß die Zahl der gegen Entgelt beschäftigten Hel­fe r nur 0,6 v. H. a u s m a ch e, und daß die Aufwendungen für Löhne und Gehäl­ter, gemessen an der Gesamtleistung, nur 1,64 v. H. bar ft eilten. Wenn die Eintopf- spende eine Steigerung von 2 385 000 RM. zu verzeichnen hätte, so sei das ein Zeichen dafür, daß dieser anfangs bekämpfte Bestandteil des WHW. sich zunehmender Beliebtheit erfreue.

Wie tief der nationalsozialistische Gedanke im Volk Wurzel gefaßt habe, beweise vor allem auch dos glänzende Sammelergebnis des Tages der Nationalen Solidarität. Die S a m m - lung unter den Ausländsdeutschen habe eine Erhöhung um 95 v. H. auf 1 791 000 Reichsmark erbracht. Ich möchte diese Gelegenheit benutzen, so erklärte der Minister unter lebhaftestem Beifall, um vor allem unseren fern von der Hei­mat lebenden Brüdern für dieses Bekenntnis zum Werk des Führers den besonderen herz­lichen Dank des deutschen Volkes zum Ausdruck zu bringen.

Stürmischer Beifall erhob sich, als Dr. Goebbels unter Hinweis auf die Gesamtergebnisse der bisherigen winlerhilfsmahnahmen mitteilte, daß die Leistungen nunmehr insgesamt die Alilllarde weit überschritten haben. Das Sie, mein Führer, bei jedem Winterhilfs­werk von uns verlangt haben, ist erfüllt worden. Dir haben jedesmal die vor­angegangenen Leistungen bedeutend übertroffen. Das deutsche Volk hat sich zu dieser lang anhaltender stürmischer Beifall unter­strich diese Worte des Ministers daß das auch im kommenden Winlerhilfs- w e r k der Fall sein wird. Der Arme will nicht nur wissen, daß er nicht zu hungern braucht, sondern er soll das Gefühl haben, daß er national,wirtschaftlich und sozial als gleich­berechtigtes Glied in unsere Ge­meinschaft ausgenommen worden ist. Und er soll in dem Reich, das Sie, mein Führer, gegründet haben, nicht mehr das Ge­fühl der Deklassierung empfinden, er soll auch nicht das Gefühl haben, daß ihm Almosen ge­geben werden, sondern daß mit unserer Hilfe­leistung eine soziale Pflicht erfüllt wird!

Wenn Sie, mein Führer, das deutsche Volk auf- rufen, so weiß die Nation, worum es geht. Des­halb wird auch dieser Appell nicht ungehört ver­hallen. Wieder wird die Nation Ihnen einmütig und ohne Vorbehalte Gefolgschaft leisten. Das ist uns allen eine Herzenspflicht. Auch für das Win­terhilfswerk des kommenden Jahres gilt für uns alle das Wort:Führer befiehl, wir fol­gen!" Die Rede des Ministers fand den lang an­haltenden stürmischen Beifall der Massen, die die Deutschlandhalle füllten.

Der Führer spricht

Nun tritt der Führer an das Rednervult. Gewaltig braust Jubel auf, in dem eine unendliche Liebe zum Ausdruck kam, in diesem Augenblick, als Mols Hitler sich anschickte, das ganze deutsche Volk zum großem sozialen Dienst im Winterhilfswerk aufzurufen. Die Gemeinschaft der 20 000, die die Halle füllte, war nichts anderes als ein Re­präsentant des ganzen deutschen Vol­ke % dis Vertretung der vielen Millionen Menschen in allen deutschen Gauen, die alle bereit sind, mitzumarschieren in dem kommenden großen Kampf gegen die Not des Winters.

Gespannt lauschten die Zuhörer zunächst den ersten Sätzen des Führers, als er den Zustand schilderte, der im Jahre 1918 heraufbeschworen worden war, die Zeit des politischen und wirtschaft­lichen Wahnsinns und die Demokratie, die nur eine Lüge ist. Als dann der Führer die Abrechnung hielt mit dieser Verlogenheit der Demokratie, da gaben die Zuhörer mit ihrem Beifall ein Bekenntnis ab, das deutlich und stark genug aller Welt die Meinung des ganzen deutschen Volkes klar machte.

Es war ein stolzes Erinnern an die Kampfzeit und die Tage des Umbruches, als der Führer mit aller Eindeutigkeit betonte, daß ganzalleinder Sieg der nationalsozialistischen Be­wegung der Anlaß dafür gewesen sei, daß es i n Deutschland anders geworden ist und als er vom Glauben und vom Optimismus sprach, der die Männer der Bewegung vom Anfang des Kampfes bis zum endgültigen Siege erfüllte.

Ls ist ein neuer deutscher Mensch geschaffen worden und dieser neue deutsche Mensch hat unerhörte Opfer auf sich genommen. Eindringlich sprach der Führer von diesem Dunder, das die bürgerlichen Kriti­ker des Nationalsozialismus in der Kampfzeit und die ausländischen Kritiker auch heute noch nicht begriffen haben. Ergriffenheit lag in den Dorten Adolf Hitlers, als er vom Opfer- muf und dem Glauben dieser neuen deutschen Menschen in der schwersten Zeit des Kampfes und des Mihverstehens sprach, und er dann gedachte, wie sie damals mit unendlichem Idealismus oft das Schwerste er­tragen und alles aufs Spiel sehen muhten. 3n dem zum Sturm anwachsenden Beifall, mit dem die 20 000 Zuhörer diese Worte aufnahmen, lag zugleich der Dank des Volkes für diese Getreuen, die mit dem Führer marschiert waren, bis das neue Reich gegründet werden konnte.

Diese Heraufbeschwörung des ganz einzigartigen Idealismus der Kampfjahre schlug alle Anwesenden in den Bann einer großen Stunde, in der wieder vieles wach wurde, was man vielleicht zu leicht ver­gessen könnte. Dann beschwor der Führer noch etwas anderes herauf: Die gewaltige Idee des deutschen Volkstums, die Idee seiner Größe, Stärke und Einheit, der er in eindringlicher

Für die Volksgemeinschaft ist kein Opfer zu groß.

Oer Rechenschaftsbericht des Winterhilfswerks 1935 ein Ansporn zu neuen Leistungen.

Jrn Jahre 1933 hat der Führer und Reichskanz­ler Adolf Hitler zum ersten Male zu jener großen Hilfsaktion aufgerufen, die als das Winterhilfs­werk des deutschen Volkes (WHW) einen großen Teil des öffentlichen Interesses beansprucht. Er hatte längst erkannt, daß eine Zeitperiode, die bis zu 7 Millionen Arbeitslose gesehen hatte, ihre Schatten nicht bald verlieren könne. Es war also Grund genug vorhanden, den R u f an die nationale Solidarität zu richten, um auf freiwilligem Wege die Mittel für ein umfassendes Winterhilfswerk aufzubringen.

Der Ruf ist, wie man weiß, nicht vergebens er­klungen. Der Rechenschaftsbericht des Winterhilfswerks 1935/36 beweist das aufs Neue, wenn er folgende Gesamtzahlen zusam­menfaßt:

Leistungen 1933/34 350 Mill. RM.

Leistungen 1934/35 360 Mill. RM.

Leistungen 1935/36 372 Mill. RM.

Diese Opfer waren möglich, weil es jedem Deut­schen klar geworden war, daß es sich nicht um ge­legentlicheLiebesgaben" handelte, durch die man sich feiner Pflichten billig entledigen mochte, son­dern um einen Feldzug der nationalen Verantwortung. Es soll keiner der Betreuten das Gefühl haben, Almosen zu empfangen, sondern der Ueberzeugung sein, daß die Gesamtheit sich seiner Sorgen deshalb annimmt, weil sie damit eine Bruderhilfe aus innerer Pflicht heraus übernimmt, genau so, wie eine Familie ihren Kindern oder Geschwistern beisteht, wenn trübe Tage über sie gekommen sind.

Der unbekannte Sammler.

Die Statistik des WHW ist eine lehrreiche Lektüre für jeden, der Zahlen zu lesen versteht. Demnach sind insgesamt (einschließlich ihrer Familienange­hörigen) 12 909 000 Menschen vom WHW betreut worden. Das bedeutet mit anderen Wor­ten, daß jeder fünfte Deutsche unter dem Schutz dieser Hilfsgemeinschaft stand, die das ganze Volk gebildet hatte. Eine derartige Riesenarbeit erfordert ein ganzes Heer von Helfern. Trotzdem waren im ganzen Reich nur 7820 Per­sonen für diesen Zweck hauptamtlich tätig. Dadurch sind die Unkosten so bescheiden geblieben, daß sie gar nicht ins Gewicht fallen. Die hauptamt­lichen Helfer haben die große Verantwortung, Gelder und Güter zentral zu erfassen, an alle Landesteile zweckmäßig zu verteilen und vor dem Verderb zu schützen. Das Gros der Helfer aber hat ehrenamtlich gearbeitet. Diese große Armee der Freiwilligen zählte 1 235 000 Männer und Frauen, also auf 50 Köpfe der deutschen Be­völkerung einen Mitarbeiter des WHW.

Wem wurde geholfen?

Bemerkenswert ist die Verteilung der Hilfsbe­dürftigen nach dem Familienstand. Rund 884 000 waren Allein st ehende, weitere 997 000 waren kinderlose Ehepaare. In beiden Fällen wird es sich vorwiegend um alte und nicht mehr erwerbsfähige Volksgenossen handeln. Familien mit mehr als 4 Kin­dern wurden 454 000, mit 3 Kindern 396 000, mit 2 Kindern 639 000, und mit einem Kinde 838 000 betreut. Von diesen Unterstützten waren im Jahresdurchschnitt 1 272 000 Empfänger von Ar­beitslosenunterstützung oder Krisenfürsorge, 350 000

unterstanden der Wohlfahrt, 855 000 waren Ren­tenempfänger. Alssonstige" Betreute sind 1,6 Millionen angeführt, das waren zumeist Volksge­nossen, die erst kurze Zeit in Arbeit stehen. Diese Zahlen gewinnen noch dadurch an Bedeutung, daß zu ihnen noch 8,7 Millionen Familienmitglieder treten, die mit unterstützt wurden.

Bargeld und Sachwerte.

Die Reichsleitung brachte rund 51,4 Mill. RM. in Geld auf, darunter ist der Wert unent­geltlicher Güterbeförderung durch die Eisenbahnen (10 Millionen) und der Ertrag der Winterhilfs- ßotterie in Höhe von 7,6 Mill. RM. mitenthalten. Die Gaue sammelten 183,4 Mill RM., so daß unter Hinzufügung eines Barbestandes von 15 Mill RM. aus dem Vorjahre fast eine Vier­telmilliarde RM zur Verfügung stand. Das Geldspendenaufkommen setzt sich aus dem Opfer von Lohn und Gehalt in Höhe von 62 710 744,36 RM., den Spenden von Firmen und Organisationen von 75 139 176,08 RM., dem Rein­gewinn der WHW-Lotterie von 7 609 616,79 RM., dem Ertrag der Reichsgeldsammellisten mit 5 758 035,85 NM., der Büchsensammlungen mit 1 384 334,74 RM., den Eintopfspenden mit 31 967 154,49 RM., den Reichsstraßensammlungen mit 18 409 314,29 RM., der Gaustraßensammlungen mit 3 363 341,50 RM., des Tages der Nationalen Solidarität mit 4 084 813,49 RM. und weiteren Spenden und Sammlungen zusammen. Die Samm­lung der NSDAP-Auslandsorganisation erbrachte allein 1 791 499,47 RM. Die Frachtoergütungen der Deutschen Reichsbahn und der privaten Klein­bahnen ergaben insgesamt 15 615 770,40 RM.

Oie Aufstellung der verteilten Spenden ergibt folgende wertmäßige Leistung des WHW. 1935/36:

Nahrungs- und Genußmittel 125 652 729,75 Mk.

Brennmaterialien 78 201 270,02

Bekleidung 80 024 239,36

Haushaltungsgegenstände 9 472 089,16

Gutscheine und Leistungen 65 509 072,39

Sonstige Sachspenden 6 970 316,21

Insgesamt: 365 829 716,89

Besonders eindrucksvoll und anschaulich sind die Zahlen über die mengenmäßigen Leistun - gen der verteilten Spenden. Hiervon können nur einige Beispiele wiedergegeben werden, die dafür um so deutlicher den Umfang der fieiftung des Winterhilfswerks erkennen lassen. So wurden u. a. verteilt: 11968 192 Zentner Kartoffeln, 2 115 928 Eier, 130007 Zentner Brot, 414076 Zentner Roggen, 113582 Zentner Zucker, 8565 Zentner Fleisch, 159 752 Zentner Fleisch­konserven, 23 156 Zentner Wurst waren, Schinken und Speck, 4 007 145 Liter Frischmilch, 2 536 764 Dosen Milch, 9059 Zentner Butter, 52 078 574 Zentner Kohlen. An Bekleidung wur­den u. a. allein 226 677 Anzüge und 560 993 Kleider und Röcke ausgegeben. Außerdem wurden 2 170 310 Paar Schuhe und 1 632 738 Paar Strümpfe verteilt. Auch 32 451 Baby- Ausstattungen, 3 020 Babykörbe und 12116 Kinderwagen wurden vom Winter­hilfswerk im letzten Jahr weitergegeben. Unter den Leistungen des Deutschen Winterhilfswerks befin­den sich aber auch viele Dinge, die Hunderttausende

von Volksgenossen in anderer Hinsicht Freude i« ihren Alltag brachten. So befanden sich unter den Sachspenden auch Bücher, Musikinstrumente, Radioapparate und Karten für Theater, Konzerte und Kino, sowie Spielzeug für die Kinder.

Von den Geldspenden, die dem WHW. zuaegan- gen sind, entfallen 1 791000 Mark auf die Aus- lanösorganifation der NSDAP., ein schönes Zeichen von der Schicksalsgemeinschaft der Deutschen in aller Welt mit der alten Heimat, be­sonders, wenn man beachtet, daß die Volksgenos­sen im Auslande auch für das dortige Deutschtum erhebliche Opfer bringen. Der Rechenschaftsbericht gibt auch eine genaue Aufstellung, wie sich i n d e n 3 2 Gauen das Erträgnis der einzelnen Sammel­aktionen gestaltet hat. Die Ziffern lassen sich nicht ohne weiteres vergleichen, weil die Gaue sowohl nach ihrer Einwohnerzahl wie nach ihrer sozialen Struktur ganz verschieden gelagert sind. An der Spitze der Bareinnahmen steht Groß-Ber­lin mit 19,16 Millionen Mark, es folgt Sachsen mit 13,7 Millionen, Düsseldorf 9,6 Millionen, Westfalen- Süd 8,2, Hamburg 7,9, Württemberg 7,6, West­falen-Nord 7,6, Schlesien 7,4, Hessen-Nassau 7,08, Kurmark 6,8, Köln-Aachen 6,2, Thüringen 5,75, Baden 5,6, Magdeburg-Anhalt 5 Millionen Mark usw.

Die Abzeichen.

Die Reichsstraßensammlungen, die, wie gesagt, 18,4 Millionen Mark erbrachten, erfreuen sich besonderer Volkstümlichkeit wegen der hübschen Abzeichen, die sie zum Verkauf bringen, zumal dadurch die notleidende Heimindustrie ganzer Be­zirke Aufträge und Arbeitsmöglichkeiten erhielt. Es ist nun interessant zu hören, welche Ab­zeichen und Plaketten den größten Anklang gefunden haben. Die Narzisse brachte den Höchst­betrag mit 4,7 Millionen Mark, das Reit er le in zu Weihnachten 2,99 Millionen Mark, der Edel­stein 2,75 Millionen Mark, der Fridericus 2,7 Millionen Mark, das Schiffchen 2,3 Mil­lionen Mark.

WHW. als Wirlschastsmoior.

In der Regel verteilt das WHW. kein Bargeld, sondern gibt Gutscheine aus, die zum Waren­bezug berechtigen. Außer den Sachspenden sind für rund 275 Millionen Mark solcher Gutscheine aus­gegeben worden. Es ist klar, daß damit auch eine wirtschaftsfördernde Tat ersten Ran­ges geleistet wurde, denn die soziale Lage der Be­treuten ist meist derart, daß sie aus eigener Kraft solche Einkäufe nicht machen konnten.

Die nüchternen Zahlen beweisen am besten, daß die Parole des WHW. wahrgemacht worden ist: Kampf gegen Hunger und Kälte, niemandsoll frieren und darben! Das wird auch für das Werk gelten, das nun für 1936/37 eingeleitet wird, mit der gleichen Tatkraft der Führung, der Freudig­keit der ganzen Bevölkerung und der Hingabe der Helfer und Helferinnen. Die genannten Zahlen wären aber nichts ohne den Geist der Gemeinschaft und dieser wäre nicht möglich ohne den Tatwillen des Führers. Der schlichte Satz des Rechenschafts­berichtes:Die Leistungen des dritten Winterhilfs­werkes sind der Ausdruck der vom Führer geweckten hohen sittlichen Kraft der deutschen Nation" soll auch im kommenden Winter zur leuchtenden Wahrheit werden.

Dem Mm Föhrerkorps zum Gruß.

Charakterisierung die einstigen Schemen von rechts und links gegenüberstellte.

Die Spannung, mit der die Menschen die Worte des Führers aufnahmen, stand auf allen Gesichtern in der Riesenhalle zu lesen. Sie löste sich immer wieder in lauten Kundgebungen der Z u - stimmung und des begeisterten Dankes aus, mit dem die Sätze der großen Rede des Füh­rers unterbrochen wurden.

Als Adolf Hiller von dem Wunder der neuen Volksgemeinschaft sprach, da fühlte man wieder aus jedem Wort die große Liebe zum Volk und zu jedem einzelnen deut­schen Wenfchen, die das Herz des Führers er­füllt. hier fah das ganze Volk ein leuch­tendes Vorbild, und jeder erkannte ange­sichts der Gröhe dieser Führerworte die Pflicht, die er nun auch im kommenden Winter feinen Volksgenossen gegenüber zu erfüllen hat. Ein­dringlicher konnte der Appell an die Erfüllung dieser Pflicht nicht gestaltet werden, als mit dem leidenschaftlichen Hinweis des Führers auf die Opfer jener, die in schwerster Zeit für die Erringung der politischen und moralischen Ge­sundheit unseres Volkes die größten Opfer mit Selbstverständlichkeil auf sich genommen haben. Spannung und Anteilnahme an den Worten des Führers wandelte sich hier in stürmische Begeisterung um, in der ein Gelöbnis im Na­men des ganzen Volkes lag, ein Gelöbnis, das in den kommenden Wintermonaten restlos er­füllt werden wird.

Wir haben etwas, was unser Leben wieder lebenswert erscheinen läßt: Das ist das deutsche Volt! Diese Worte des Führers waren ein Mahn­ruf, zugleich aber auch ein Bekenntnis. Und als der Führer dann am Schluß d i e Parole für das Winterhilfswerk ausgab und feinen Glau­ben und feine Erwartungen auf ein volles Ge­lingen kundtat, da reckten sich wie zu einem Schwur die Hände in die Höhe, und spontan erklangen aus der Masse als Gelöbnis die Hymnen der Nation. Gewaltiger Jubel brauste auf, als der Führer die Halle verließ und man wußte: Sein Ruf an das ganze deutsche Volk wird auch diesmal nicht u m f o n ft gewesen sein!

Die erste Reichs-Svendenliste.

Wenige Stunden nach der feierlichen Eröffnung des 4. Wniterhilfswerkes des deutschen Volkes durch den Führer liegt bereits die erste amtliche Reichs- Spendenliste vr, die den stattlichen Betrag, insgesamt von 18 682 064,30 Reichs­mark aufweist eine glück- und erfolgverheißende Summe, die noch um Vieles gewaltig vermehrt wer­den wird durch die Spenden jedes einzelnen Volks­genossen.

Die Liste wird eröffnet mit einer Spende von 500 000 Reichsmark der Reichsleitung der NSDAP., München. Die Mitglieder der Wirt­

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger richtete an die alten Kampfgefährten des Führers zu Beginn ihrer Fahrt durch den Gau Hessen-Nassau folgendes Gruhwort:

Die treueste Gefolgschaft des Führers, feine Alte Garde besucht auf ihrer alljährlichen Fahrt diesmal den Gau Hessen-Nassau. Die Ehre, die uns damit zuteil wird, verpflichtet zu Höch st er Dankbarkeit gegenüber diesen be­währten Kämpfern für die Bewegung. Das Land um Rhein und Wain wird ihnen durch seine Schön­heit und Fruchtbarkeit, durch den Arbeitsfleiß und

schaftsgruppe Fahrzeugindustrie und des Reichsoerbandes der Automobil- ind ustri e zeichnen 1344 125 RM. dabei sind je eine Spende von 175 000, 150 000, 110 000 RM., außerdem zwei Beträge von je 100 000 RM. Aus der Unzahl der Spenden seien einige herausgegrif- fen, die bei der Durchsicht der Spendenliste besonders auffallen. Das Rheinisch-WestfälischeKoh- lensyndikat, Essen, spendet 2 680 00RM. Eine Sonderspende der Reichsbahnbediensteten der Deutschen Reichsbahngesellschaft beläuft sich auf 1 Million RM.; das Deutsche Kalisyndikat GmbH., Berlin, spendet 500 000 RM., die I G. - Farbenindustrie AG., Frankfurt a. M., steht mit 1 Million RM. verzeichnet. Bemerkenswert sind auch die Spenden zweier Ungenannter von einer Million und 500 00 0 R M. Der Versicherungsverein Deutscher Eisenbahn- bediensteten aG. in Berlin zeichnet eine Spende von 200 000 RM. Mit Sachspenden haben die weib­lichen Mitglieder des Reichsbundes der Deutschen Beamten begonnen, die dem Win­terhilfswerk des deutschen Volkes 1936/37 cm Tage der Eröffnung 40 000 Kleidungsstücke aller Art im Werte von 90 000 RM. zur Verfügung gestellt haben. Es handelt sich dabei um eine zusätzliche Spende der deutschen Beamtinnen, für die die Vor­arbeiten während der Sommermonate von diesen selbst geleistet worden sind.

Leichsminister Or. Goebbels enipfängtdieSioßtrupprednerderpartei

Berlin, 6. Okt. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Stoßtruppredner und die in Berlin anwesenden Reichsredner der Partei und bestätigte dabei 23 neue Stoßtruppredner. In einer längeren An­sprache skizzierte der Reichspropagandaleiter die politische Lage zu Beginn des neuen Winterfeld­zuges, dessen Ziel die weitere Vertiefung der innigen Verbindung des deutschen Volkes mit seinem Führer sei. In eindringlichen Worten wies er auf die un­geheure Wichtigkeit der Aufgabe gerade des Red­ners der Partei hin und ermahnte zum unbedingten

die Aufbauleistungen seiner Bewohner wieder ein Stück der deutschen Erde offen* baren.

Ich grüße das Alte Führerkorps der NSDAp^ zugleich im Namen der gesamten Bevöl- gerung des Gaues Hessen-Nassau, die alles daran seht, ihren Gästen den Aufenthalt ztt einem wahren Erlebnis nationalsozia­listischer Kameradschaft und herzlicher Verbundenheit mit allen Volksgenossen werden zu lassen. Sprenger.

Festhalten an den alten Tugenden aus der Kampf« zeit. Jrn Anschluß an die mit brausender Begeiste« rung aufgenommene Ansprache begrüßte Dr. Goeb­bels die neuernannten Stoßtruppredner mit Hand­schlag. Folgende Parteigenossen wurden damit als Stoßtruppredner bestätigt: Büsing, Oldenburg; C a r ft e n s , Hamburg- Dill, Weimar; F l ö r k e, Swinemünde; Ganninger, MdR., Regensburg; G ö h r u m , Stuttgart; Hauptmann, Schöm­berg, Oberschlesien; Jem ar, Landshut, Schlesien; Kasper, Berlin; Kittle r, Glatz; Alfred Klo st ermann, MdR., Groß-Gerau, Hessen; Körner, Leipzig; M o ß m a n n * Stuttgart; Müller, Oldenburg; O d e n b a ch, Berlin; Protze, Berlin; Schick, Hannover; T e n s ch e r t, Beuthen; Venter, Berlin; Dentzki, Stettin; Weimer, Pfaffendorf bei Koblenz; Weise, Bleicherode, Harz; Ziegler, Dresden. Vor einer neuen Hungersnot in der (Sowjetunion.

2500 Traktoren stehen still.

Moskau, 6.Okt. (DNB.) In der Moskauer Presse mehret sich täglich die alarmierenden Be­richte aus dem Lande, die von einer völlig u n - zureichendenHerbstbearbeitungder Fel­der sprechen und die K a t a st r o p h e einer neuen Hungersnot im nächsten Jahre ankün­digen. Nach derPrawda" ist das Gebiet der südlichen Ukraine besonders bedroht. Obwohl dieses Gebiet von heißen transkaspischen Winden schon manchen Schaden erlitten habe, täten d i e Bauern nichts, um diese Wirkun­gen durch eine gute Bodenbearbeitung im Herbst abzuschwächen. Im Gegenteil habe man den Ein­druck, als ob der Bauer nach der Ernte auf dem Felde nichts mehr tun wolle. Das Gebiet verfüge über 2500 Traktoren. Aber diese Maschinen ständen st i l l. Die Zeit, in der jede Feldarbeit werde aufhören müssen, komme mit Riesenschritten heran. Der Regierungsplan der Herbstbestellung sei nur zu 13 und in einigen Gegenden sogar nur 3 n, 2 oder 3 v. H. durchgeführt.