Ausgabe 
7.9.1936
 
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Sie haben 30000 Mark gewonnen!"

Das hört man gern, aber selten. - Vier Mecklenburger waren die Gewinner.

Während der Ziehungstage der Preußisch-Süd- deutschen Klassenlotterie flammt in Millionen deut­scher Volksgenossen ein stilles Hoffnungslämpchen: Vielleicht kommt mein Los diesmal mit einem Ge­winn heraus? Fiebrig schlagen die Losinhaber dann jeden Abend die Zeitung auf und lassen den Blick aufgeregt durch die Zahlenreihen der tzrohen Gewinne wandern. Sie haben ihre Losnummer zwar so genau im Kopfe, daß sie die sechsstellige Zahl im Schlafe hersagen können, aber beim Studieren der Gewinnauszugliste vergleichen sie doch immer wieder die Zahlen der hoch herausgekommenen Lose mit ihrer Nummer. Ebenso schlägt ihnen das Herz bis zum Halse, wenn im Rundfunk die größten Gewinne bekanntgegeben werden. Es ist eben eine aufregende Sache das Lotteriespiel. Oder würden Sie kalt blei­ben, wenn Ihr Los mit etlichen tausend Mark ge­zogen würde?

Bei der Ziehung der 5. Klasse der Preußisch- Süddeutschen Staatslotterie fiel vor einigen Tagen einGewinnvon300000Mark auf die Losnummer 101896. Das Los wurde in bei­den Abteilungen in Achteln gespielt. Der Staatliche Lotterieeinnehmer in Mecklenburg, zu dessen Vertrieb die I. Abteilung dieses Loses gehört, hat vier in seiner Nähe wohnende Gewinner persönlich benachrichtigt und erzählt darüber, wie die Glücklichen die Freuden­botschaft ausgenommen haben, folgendes:

Zunächst führte mich der Wegzu einem alten Rent­nerpaar, das in bescheidensten Verhältnissen lebt und ein Pflegekind mit aufzieht. Der Mann stutzte, als er gefragt wurde, welche Losnummer er spiele. Warum fragt mich der Lotterieeinnehmer noch ein­mal?, mochte er bei sich denken.101 896 spiele ich", sagte er, und seine Stimme war etwas unsicher vor hoffender Erregung.Nun, da kann ich Ihnen mit­teilen, daß Sie 30 000 Mark gewonnen haben!". Ungläubig wiederholte der Mann djse große Summe, und dann wußte er sich vor Freude nicht mehr zu halten. Tränen schwammen ihm in den Augen, als er rief:Da kann ich wenigstens der Wohlfahrt das zurückzahlen, was sie mir alles gegeben hat! Nun brauche ich nicht auf Armenkosten beerdigt zu wer­den. Das war mir der schrecklichste Gedanke seit Jahren, denn wir haben früher gute Tage gesehen."

Ich ließ das alückstrahlende alte Paar allein in seiner unerwarteten Freude und ging zu dem näch­sten Gewinner, einem verheirateten Kellner. Als seine Frau die Botschaft gehört hatte, stürzte sie ins Schlaf­zimmer, riß ihr schlafendes Kind aus dem Bett und küßte es wie außer sich ab. Einen wahren Freuden­tanz führte die Frau auf. Der Mann konnte es noch kaum fassen.Was werden Sie mit dem Geld tun?" Ja, da werde ich mir wohl ein eigenes Lokal kaufen und mich selbständig machen. Darnach hatte ick schon immer gestrebt, hatte aber die Hoffnung beinahe auf­gegeben. Nun soll es wahr werden? Nein, ist das ein Glück!"

Der dritte Gewinner hatte zwei Achtellose gespielt, also gegen 60 000 Mark gewonnen. Er besitzt ein Pensionshaus in einem Ostseebad und schlägt sich schlecht und recht durchs Leben. Es war am zeitigen Nachmittag, als ich ihn aufsuchte. Der Mann sank geradezu in den nächsten Stuhl, und sein Verstand schien stillzustehen, als ich die Zahl 60 000 genannt hatte.Wollen Sie es denn nicht auch Ihrer Frau sagen?"Nein, nein, ganz unmöglich! Die hat letzt noch mit Essenkochen zu tun, und wenn sie das erfährt, läßt sie womöglich alles stehen und liegen, und meine Gäste bekommen nichts zu essen."Sie haben doch eine Tochter. Was wird die wohl mit dem Geld anfangen, das Sie ihr doch gewiß von dem großen Gewinn abgeben?"Meine Tochter, tja, die ist Sekretärin, 26 Jahre ist sie im Sommer ge­worden, da wird sie sich wohl etwas für die Aus­steuer anschaffen wollen. Wäsche hat sie, glaube ich, schon genug, aber wegen der Möbel hat sie sich schon lange den Kopf zerbrochen. Nun kann sie ja gleich kaufen gehen!"Und Ihr Sohn, der Tischler?" Mein Walther, nun, der macht bald seine Meister­prüfung; da wird er sich eine Werkstatt kaufen wollen, um selbständig zu werden."Na schön, und Sie selbst, was haben Sie vor?"Ach, das muß ich natürlich erst noch genau bedenken. Wahr­scheinlich werde ich mein Haus vorrichten und etwas vergrößern lassen. Fest steht allerdings schon eins: Im nächsten Sommer lasse ich zehn Arbeitsopfer, zehn kinderreiche Mütter und zehn bedürftige Kinder ein paar Wochen umsonst bei mir wohnen. Das kann ich der NSV. schon heute versprechen. Und am Winterhilfswerk kann ich mich nun endlich so beteiligen, wie ich es schon längst gern getan hätte."

Nun blieb noch ein Hofbesitzer in einem kleinen Dorfe. Ich traf nur seine erwachsenen Kinder an. Sie hatten die Losnummer nicht im Kopfe und mach­ten sich daher in fliegender Hast darüber, das Los zu suchen. In der Aufregung, denn sie ahnten schon etwas ganz Besonderes, konnten sie das unscheinbare Los natürlich nicht gleich finden.Ach, das hat Mudding oben in der Kommode im Geheimfach!" Tatsächlich, dort war es. Und nun die wunderbare Mitteilung.Oh, wie ist das möglich?", brachte die Tochter nur gedehnt über die Lippen. Dann weinte sie vor Freude, während der Sohn erst ganz aus dem Häuschen war und dann recht still wurde. 30 000 Mark! 30 000 Mark! Schließlich sagte er mit innerer Befriedigung:Nun können sich die Eltern in Ruhe auf ihr Altenteil zurückziehen."

So erlebte ich viermal, wie in stillen und arbeit­samen mecklenburgischen Häusern plötzlich riesen- große Freude und Ueberraschung einkehrte. Und so wie diesen vier Gewinnern kann es jedem anderen eines Tages auch gehen, der auf das Glück bauend in der Staatslotterie spielt.

Oberheffen.

VHE -Gedenkfeier

auf der Herchenhainer Höhe.

3) Herchenhain, 6. Sept. Wie alljährlich, so fand auch in diesem Jahre an dem V H C. - Ehrenmal auf der Herchenhainer Höhe eine Gedenkfeier zu Ehren der im Weltkriege gefallenen VHC.-Brüder statt. Um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, noch an dem Bergturnfest auf dem Hoherodskopf teilzunehmen, wozu die Wanderer von den Turnern eingeladen worden waren, wurde die Feier von 14.30 Uhr auf 11 Uhr verlegt. Trotz des sehr nebeligen, regnerischen Wet­ters war eine sehr stattliche Zahl DHCer auf der Höhe erschienen, die gefallenen Brüder zu ehren. So war allein der Gießener Zweigverein in einer Stärke von 38 Leuten angewandert, die Frankfurter kamen in einem Kraftwagen mit eben­soviel wackeren Mitgliedern, auch Darmstadt, Mainz, Hanau, Offenbach, Fulda, Lauterbach, Bü­dingen, Schotten, Hungen, Herbstein u. a. waren vertreten.

Die zur Zeit im Vater Bender-Heim weilenden Primanerinnen aus E s ch w e g e eröffneten die Gedenkfeier mit einem geeigneten Liede. Dann legte Rektor Ludwig Sern (Offenbach a. M.), Mitglied des VHC.-Führerrats, mit der MahnungVergiß, mein Volk, die teuren Toten nicht, und schmück' auch ihre Stätte mit dem Eichenkranz!" im Namen des Vogelsberger Höhenklubs einen großen Kranz an dem Ehrenmale nieder, der auf den Hakenkreuz­schleifen die Inschrift trug:Der VHC. seinen ge­fallenen Brüdern." In der Ansvrache wies der Red­ner auf die großen Opfer hin, die von unseren bra­ven Feldgrauen im Weltkriege gebracht worden sind, und forderte auf, zu gleicher Pflichttreue gegen

Heimat und Vaterland. Die Fahnen senkten sich unter dem Klange des gemeinsam gesungenen Lie­desIch hatt' einen Kameraden". Nach dem Vor­trag von zwei an passenden Stellen eingelegten Ge­dichten (Totenehrung" von Hch. Anacker undDen toten Helden" von Heinz Kübting) durch Anneliese Sern (Offenbach a. M.), sprach der Redner von Deutschlands größtem Frontsoldaten, dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, der in seinem unerschütterlichenGlauben an das deutsche Volk un­serem geliebten Vaterlande durch zähen, unbeug­samen Willen wieder Ehre und Ansehen zurück- gewonnen und erkämpft hat im Rate der Pölker, nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt. So fand die Gedenkfeier am VHC.-Ehrenmal mit einem durch ein jubelndesSieg-Heil" zum Ausdrucke kommendes Gelöbnis und den Deutschlandliedern einen weihevollen Abschluß.

Der Erweiterungsbau des Klubhauses auf dem Hoherodskopf.

z S ch o t t e n, 7. Sept. Mit den Ausschachtungs­arbeiten für den Erweiterungsbau d e s alten Klubhauses auf dem Hoherods­kopf ist nunmehr durch den Bauunternehmer R ö tz e l, Breungeshain, begonnen worden. Man hofft, den Anbau noch vor Eintritt des Winter- wetters unter Dach und Fach zu bringen. Dank der Opferwilligkeit der Mitglieder des Vogels­berger Höhenklubs ist bis jetzt aus freiwilligen Spenden der Betrag von 7213,50 Mark für den Umbau aufgebracht worden, und es ist bestimmt zu hoffen, daß der für den Erweiterungsbau er­forderliche Restbetrag auch noch durch eifrige Tätig­keit in den Zweigvereinen zusammenkommt. Wenn

durch den beabsichtigten Anbau auch nicht die Zahl der Unterkunftsräume für Uebernacktungen ver­mehrt wird, so wird doch wenigstens der Raumnot für den durch die neue Autostraße außerordentlich gesteigerten Tagesverkehr sowie bei dem Andrang an Skitagen, Vereins- und Schulausflügen,Kraft- durch-Freude"-Fahrten u. a. vorläufig abgeholfen.

Landkreis (Dießen

* Großen-Linden, 7. Sept. Am Sams­tagabend stießen hier an der engen Stelle der Frankfurter Straße ein Lastzug und ein Per­sonenauto mit den Seiten leicht zusammen. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden, Per­sonen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

* Steinbach, 7. Sept. Am gestrigen Sonn­tag gegen 18.30 Uhr stieß hier an der scharfen, unübersichtlichen Kurve der Ortsdurchfahrt der in Oppenrod beschäftigte Landhelfer Franz Wahl aus Essen, der auf seinem Fahrrad fuhr, mit einem Personenauto aus Gießen zusam­men. Der Radfahrer kam zum Glück mit einigen Prellungen davon, er mußte aber von der Gieße­ner Sanitätskolonne nach der Gießener Klinik ver- bracht werden.

ch Mainzlar, 6. Sept. Gestern wurden in un­terer Gemeinde die Zwetschen versteigert. Sie Bäume kosteten je nach Behang etwa 2 bis 7 Reichsmark.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 4. Sept. Heute voll­endete der Landwirt Konrad Graf dahier fein 8 0. Lebensjahr. Ser Jubilar ist körperlich und geistig noch sehr rüstig und hilft im landwirtschaft­lichen Betrieb seines Sohnes noch tüchtig mit. Mit ihm und feiner Familie freute sich unsere ganze Einwohnerschaft und wünschte ihm noch einen langen und gesegneten Lebensabend.

Eichelsdors, 6. Sept. Sie Versteige­rung der Zwetschenernte erbrachte unserer Gemeinde einen guten Erlös. Ser Zentner Zwet­schen stellte sich am Baum auf etwa 3 Mark.

* Eichelsdorf, 6. Sept. Sie Mitglieder der hiesigen NS.- Frauenschaft kochten unter An­

leitung von Frau Marg. H ü h n aus von der meinde zur Verfügung gestellten Falläpfeln 40 Piund Gelee für das W H W. Geleegläser und Zucker ftift». tete unsere Ortsgruppe der NSV. Unsere tret Schulklassen lasen auf ganz kleinem Raun, binnen zwei Stunden vier Säcke Weizen« kolben. Ser Körnerertrag fließt der Ortsgruppe. Eichelsdorf der NSV. für das WHW. zu. Singe., sichts des Ergebnisses eines Nachmittags wird er- schreckend klar, welche Körnermengen alljährlich in Deutschland ungenutzt verlorengehen. Auch taucht die Frage auf, warum in Eichelsdorf die nicht Land­wirtschaft treibende Bevölkerung nicht auch wie anderswo Aehren las.

Kreis Wetzlar.

-s- W i ß m a r, 5. Sept. Durch die frühe Reife der Zwetschen hat die Gemeinde bereits ihre Zwet-^ schenbäume zur Versteigerung gebracht. Zahl-- reiche Interessenten hatten sich eingefunden. Es wur­den annehmbare Preise erzielt.

Nundfunkprogramm.

Dienstag, 8. September.

6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schul­funk. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernsunk. Grundsätze und Auswirkungen des Reichstierzuchtgesetzes. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! Nordische Musik. 15: Volk und Wirtschaft. Fische eine wert- volle Nahrung. Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen. 15.15: Das deutsche Lied. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Lieder und Arien. 17.45: Reichsparteitag. 19: Aus Suiten und Ballettmusiken. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Bunte Unterhaltungsmusik. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtmusik.

Wirtschaft.

Vorschützung der deutschen Ernte von Flachs und Frühkartoffeln.

Fwd. Im Hinblick auf die besondere Bedeutung der Flachsernte für die Fett- und Rohstoffversor­gung ist tm gesamten Reichsgebiet eine Vorschützung der Ergebnisse der Flachsernte durchgeführt wor­den. Wie das Statistische Reichsamt mitteilt, ist 1936 ein Durchschnittsertrag von 35,7 Doppel­zentner je Hektar Rohstengelflachs und 7,7 Doppel­zentner je Hektar Leinsamen zu erwarten. Der Hektarertraa beim Rohstengelflachs liegt also mit 35,7 Doppelzentner um etwa 5 Doppelzentner höher als im Vorjahr. Wenn auch in den einzelnen Ge­bieten recht unterschiedliche Hektarerträge errechnet worden sind, so sind im ganzen gesehen diese Hektar­erträge doch als recht gut zu bezeichnen. Unter Zugrundelegung der für Mitte Mai ermittelten vor­läufigen Anbauflächen ist mit einer Ernte von 150 200 Tonnen Rohstengelflachs und 32 400 Ton­nen Leinsamen zu rechnen. Die Rohstengelernte ist über zweimal und die Leinsamenernte fast zweimal so groß wie die Vorjahrsernten. Der Strohflachs dürfte in diesem Jahre ausreichen, um völlig den Bedarf der Leinenindustrie im Wirtschaftsjahr 1936/37 zu decken.

Wie das Statistische Reichsamt ferner mitteilt, ist in diesem Jahre mit einer Ernte an Früh- fartoffeln von 1,54 Millionen Tonnen zu rechnen. Das sind etwa 200 000 Tonnen mehr als im Vor­jahr geerntet wurde. In den einzelnen Gebieten ist die große Ausgeglichenheit der Hektarerträge be­merkenswert. Die Abweichungen vom Reichsdurck- schnitt find, abgesehen von kleineren Gebieten, recht gering.

Nhein-Mainische Börse.

Freundlich.

Frankfurt a. M., 5. Sept. Nach vorbörslich etwas höher genannten Kursen war der amtliche Beginn am Aktienmarkt gegen die Kurse von gestern abend gut behauptet. Da Aufträge kaum Vorlagen, bewegte sich das Geschäft wieder in sehr engen Grenzen, später wurde es auf Teilgebieten etwas lebhafter. So bei IG. Farben, die ntit 160,13 (161) eröffneten und dann auf 160,75 er­holt waren. Montanaktien lagen überwiegend freundlich, aber sehr ruhig. Harpener plus 1,25 v. H., Klöckner plus 0,90 v. H., Rheinftahl plus 0,75 v. H., die übrigen Werte gehalten. Von Elektro­papieren notierten Siemens 2,65 v. H. höher mit 187,65, Licht & Kraft gewannen 1,50 v. H. auf 147,50, Felten und Gesfürel bis 0,50 v. H. fester, dagegen Schuckert mit 150,50 (151) nur knapp ge­halten. Gebr. Junghans waren nach dem Rückgang

voll erholt mit 98,50 (95,75). Don Zellstoffwerten erhöhten sich Aschaffenburger etwas verspätet auf 119,25 (117), nachdem bereits gestern der Berliner Kurs 119,50 war. Waldhof etwas vernachlässigt und mit 147,50 zirka (148,25) knapp gehalten. Für Sckiff- fahrtswerte bestand etwas Nachfrage bei anziehen­den Kursen, Hapag 13,7514,25 (13,25). Nordd. Lloyd zirka 14,50 (13,75). Sonst notierten'Reichsbank mit 183183,50 (183), Südd. Zucker tnit 205 dann 207, (206), Daimler mit 119 (119,25) und Aku bet größeren Umsätzen mit unv. 64,50.

Der Rentenmarkt lag bei aut behaupteten Kursen sehr ruhig. Altbesitz unv. 114,75. Im Frei- oerkehr zogen 5proz. Wiener Schatzscheine v. 1922 mit aufgedrucktem deutschen Stempel und Cupon o. 1924 bei größeren Umsätzen auf 56 (4) an. Von amtlich notierten Ausländsanleihen gaben 5proz. äußere Mexikaner auf 13,40 (14) nach, Un­garn Gold blieben mit 9,60 behauptet.

Im Verlaufe blieb die Haltung am Aktien­markt freundlich, bei kleinen Umsätzen wiesen die Kurse gegen den Anfana kaum Veränderungen auf. IG. Farven wieder auf gestrigem Schlußstand mit 161,25, Aku etwas schwankend mit 64,5064,75 bis 64,50, Zellstoff Waldhof schließlich 147,7548 (148,50). Deutsche Erdöl 1 v. H. niedriger mit 122,75. Am Kassamarkt waren Frankfurt Hof ge­sucht, Taxe 78 (1. K. 74), ebenso Aschaffenburger Buntpapier, Taxe 6566 (1. K. 63).

Am Rentenmarkt erhöhten sich Kommunal- Umschuldung auf 88,13 (88), sonst biteben die An­fangskurse auch hier unverändert. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen behauptet. Von Stadt­anleihen 4,5proz. Heidelberger 91 (91,50). Liqui­dationspfandbriefe lagen uneinheitlich, 0,65proz. schwächer lagen Hamburger mit 100,75. Von Aus­landsrenten 1914er Ungarn 9,20 (9,13), 1913er 9,25 (8,90). Im Freiverkehr hatten Oesterr. Kriegs­anleihe sehr große Umlätze mit 0,25 (0,15).

Der Freiverkehr lag ruhig, etwas höher Kali Wintershall mit 121 (120), Ufa mit 60,75 (60), ferner Dyckerhoff dement 139,25. Tagesgeld wieder gefragt und auf 2,75 (2,50) v. H. erhöht.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 292 Rinder (13 Ochsen, 48 Bullen, 191 Kühe, 40 Färsen), 409 Kälber, 265 Schafe, 1528 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 42 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 62 bis 95, Hümmel 50 bis 62, Schafe 48 bis 58, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hümmel und Schafe lebhaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- dürfe

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag, börse

Datum

4.9-

5.9.

4-9-

5.9-

Datum

4.9.

5-9.

4.9

5-9.

5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1984 6%% Doung-Anleihe von 1980 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii

Auslos.-Rechten ............

4/t% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

4/?% ehem. 8% Hessischer VolkS- staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

4/i% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold fR. 12....

b'/r% ehem. 4-/,% Hess. LcmdeS Hypothekenbank DarmstavtLiau.

4/i% ehem. 8% Darmst. Komm

Landesb.Goldschuldverlchr. 91.6

Oberhessen Provinz-Anlethe mii Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6/2% ehem. 4'/,% Franks. Hyp.

101,25

98,2

102,5

114,75

100

98,75

97

100,9

93,4

127

119,25

97

101

100,75

97,5

95,5

109,6

3,25

9,6

8,85

8,9 14

101,25

98,25

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127

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97

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100,9

97,5

95 109,65

3,25

9,6

9,15

9,25

13,4

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102,5

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100,13

98,5

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101

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95

109,7

30,5

3,3

9,6

9

91

13,75

101,25

98,4

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114,75

100,1

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95

109,7

31,25

3,3

9,5

8,9 9

13,9

4% vesgl. Sene h ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4/,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .

2 N% Anatolier .............

Hamburg-Amertka-Paket .....O

Hamdurg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelügesellschast ... 6

Commerz, und Privat-Bank ... 4

Deutsche Bank und Disconw-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank.............. 4

Reichsbank ........ 12

öl.®.®...................... 0

Betula.....................8

Elektr. LteferungSgesellschaft... 6

Licht und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 8

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schuckert L Co...... 6

Siemens L Halske............ 8

Lahmeyer & Co.......... 7

Buderus ................... »

Deutsche Erdöl .............. 4

Harpener................. 2/2

Hoesch EilenKöln«Neuessen .. 8

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwrrke ............... S

Mannesmann-Rührea........8

7 10,2 5,9

44

13,4

13,75

114,5 122 100

98,75 98,75

183

36 152,5 126,9

146 130 135

130 151 185

139

109 123,75

128 106,25

133 109,5 105,65

7 10,15 5,975 44,25

14,25

14,13

114,25 122

100

99

99 184

36 152 126 147,5 130,5 135,4

131,75 151

187,65 139,25

109 122,5 129,25 106,75

133,5 110,4

105,65

9,4 7

10,2 6

43,65

13,65

13,9 114,75

122

100

98,75

98,75

182,65

35,9 152,13 126,5

146 130,25 134,9

131,5

151

187,5 138,25

109

123,25

128

106,9

165,5

132,5

110,25

105,5

9,5

5,95

43,5

14

39

14,25

114,25

121,5

100

99

99

183,4

36,13

152,4

126,25

147,5

130,5

134,9

131

151,25

187,5

108,5

122,75

129,5

106,5

169

133,25

110,25

105,25

6/i% ehem. 4/i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

4/i% ehem. 8% Pr. Landespfanp briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4/i% ehem. 7% Pr. Landeepfand

oüefanst., Gold Komm. Obl. 2( Steuergutsch.Berrechnungsk. 84-38

4% Oesterretchtsche Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente

4% Ungarische Staatsrente V. 1910

ai/oz hpcni nnn 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1...................

Frankfun a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß». Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

4.9.

5-9.

49.

5.9.

ManSselder Bergbau.......

6yt

149

148,5

148,5

148

Koköwerke ................

.. ti

128,5

128,75

Rheinische Braunkohlen ....

12

220

220

Rhetnstahl................

.. 4

134

134,75

134

134,5

Bereinigte Stahlwerke......

6/1

106

105,75

105,65

105,5

Otavi Minen .............

.. 0

32,25

32

32,4

32,13

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

120

119

Kaliwerke Westeregeln......

.. 6

118

118,5

117,5

118

Kaliwerke Salzdetfurth.....

1/1

174

174

174,5

I. G. Farben-Jndustrte.....

.. 7

161

161,5

161

161,25

Schetdeanstalt.............

.. v

272,5

272,5

Goldschmidt ..............

.. b

110,75

129

111

110,25

110,75

Rütgerswerle .............

.. 6

130

129,5

129,25

Metallgeiellschast...........

.. 6

131

131

131

Philipp Holzmann.........

Zementwerk Heidelberg ....

Lementwerk Karlstadt.......

.. 4

123,5

123,75

123,5

124

.. 7

.. 6

143

156

142,5

156

-

Schultheis Patzenhofer .....

.. 4

105,5

105

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. C

64,5

64,4

63,65

64,65

Bemberg.................

.. 5

86

86,75

86

86,5

Zellstoff Waldhof ..........

.. 5

148,25

148

147,75

146

Hellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

119,25

119,5

119,5

Dessauer Gas .............

.. 7

106,5

105,9

Daimler Motoren..........

.. O

119,25

119

119,5

119

Deutsche Linoleum.........

.. 8

170

170

169,5

Orenstein & Koppel ........

.. 0

83,25

83,5

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

53,25

53

53,25

53,25

Chade ....................

.. t

Aecumulatoren-Fabrik......

. 12

199

198

198

Conti-Gummi.............

. 11

170,5

171

170,13

172

Grltzner....................01

Mainkraftwerke Höchst a.M... 4,

Süddeutscher Zucker ........ 1O|

33 33,25 32,65

93,5

207 1 | 205,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2IL

4. September

5. September

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld | Ariel

Geld

Arief

Buenos tiitc

0,700

0,704

0,700

0,704

Brüssel ....

42,04

42,12

42,06

42,14

Rio de Jan.

0,146

0,148

0,146

0,148

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

55,94

56,06

55,94

56,06

Danzig....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,53

12,56

12,53

12,56

Helsingfors.

5,524

5,536

5,524

5,536

Paris .....

16,375

16,415

16,375

16,415

Holland ...

168,90

169,24

168,87

169,21

Italien....

19,57

19,61

19,57

19,61

Japan .....

0,732

0,734

0,732

0,734

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

62,97

63,09

62,97

63,09

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,385

11,405

11,385

11,405

Stockholm..

64,60

64,72

64,60

64,72

Schweiz ...

81,07

81,23

81,06

81,22

Spanten...

29,97

30,03

29,72

29,78

Prag......

10,27

10,29

10,27

10,29

Budapest ..

Reuyork ...

2,488

2,492

2,488

2,492

Banknoten.

Äerlin, 5 September

Geld

----Zrlef Z

Amentanyche »Noten......

2,44

2,46

Belgische Noten..........

41,92

42,08

Dänische Noten .........

55,74

55,96

Englische Noten .........

12,485

12,545

Französische Noten.......

16,325

16,385

Holländische Noten.......

168,45

169,13

Italienische Noten........

Norwegische Noten ......

62,75

63,01

Deutsch Oesterreich, t 1OO Schilling

*

Rumänische Noten.......

-

Schwedische Noten.......

64,38

64,64

Schweizer Noten.........

80,88

81,20

Spanische Noten.........

28,69

28,81

Ungarische Noten.........

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