„Sie haben 30000 Mark gewonnen!"
Das hört man gern, aber selten. - Vier Mecklenburger waren die Gewinner.
Während der Ziehungstage der Preußisch-Süd- deutschen Klassenlotterie flammt in Millionen deutscher Volksgenossen ein stilles Hoffnungslämpchen: Vielleicht kommt mein Los diesmal mit einem Gewinn heraus? — Fiebrig schlagen die Losinhaber dann jeden Abend die Zeitung auf und lassen den Blick aufgeregt durch die Zahlenreihen der tzrohen Gewinne wandern. Sie haben ihre Losnummer zwar so genau im Kopfe, daß sie die sechsstellige Zahl im Schlafe hersagen können, aber beim Studieren der Gewinnauszugliste vergleichen sie doch immer wieder die Zahlen der hoch herausgekommenen Lose mit ihrer Nummer. Ebenso schlägt ihnen das Herz bis zum Halse, wenn im Rundfunk die größten Gewinne bekanntgegeben werden. Es ist eben eine aufregende Sache das Lotteriespiel. Oder würden Sie kalt bleiben, wenn Ihr Los mit etlichen tausend Mark gezogen würde?
Bei der Ziehung der 5. Klasse der Preußisch- Süddeutschen Staatslotterie fiel vor einigen Tagen einGewinnvon300000Mark auf die Losnummer 101896. Das Los wurde in beiden Abteilungen in Achteln gespielt. Der Staatliche Lotterieeinnehmer in Mecklenburg, zu dessen Vertrieb die I. Abteilung dieses Loses gehört, hat vier in seiner Nähe wohnende Gewinner persönlich benachrichtigt und erzählt darüber, wie die Glücklichen die Freudenbotschaft ausgenommen haben, folgendes:
Zunächst führte mich der Wegzu einem alten Rentnerpaar, das in bescheidensten Verhältnissen lebt und ein Pflegekind mit aufzieht. Der Mann stutzte, als er gefragt wurde, welche Losnummer er spiele. Warum fragt mich der Lotterieeinnehmer noch einmal?, mochte er bei sich denken. „101 896 spiele ich", sagte er, und seine Stimme war etwas unsicher vor hoffender Erregung. „Nun, da kann ich Ihnen mitteilen, daß Sie 30 000 Mark gewonnen haben!". Ungläubig wiederholte der Mann djse große Summe, und dann wußte er sich vor Freude nicht mehr zu halten. Tränen schwammen ihm in den Augen, als er rief: „Da kann ich wenigstens der Wohlfahrt das zurückzahlen, was sie mir alles gegeben hat! Nun brauche ich nicht auf Armenkosten beerdigt zu werden. Das war mir der schrecklichste Gedanke seit Jahren, denn wir haben früher gute Tage gesehen."
Ich ließ das alückstrahlende alte Paar allein in seiner unerwarteten Freude und ging zu dem nächsten Gewinner, einem verheirateten Kellner. Als seine Frau die Botschaft gehört hatte, stürzte sie ins Schlafzimmer, riß ihr schlafendes Kind aus dem Bett und küßte es wie außer sich ab. Einen wahren Freudentanz führte die Frau auf. Der Mann konnte es noch kaum fassen. „Was werden Sie mit dem Geld tun?" „Ja, da werde ich mir wohl ein eigenes Lokal kaufen und mich selbständig machen. Darnach hatte ick schon immer gestrebt, hatte aber die Hoffnung beinahe aufgegeben. Nun soll es wahr werden? Nein, ist das ein Glück!"
Der dritte Gewinner hatte zwei Achtellose gespielt, also gegen 60 000 Mark gewonnen. Er besitzt ein Pensionshaus in einem Ostseebad und schlägt sich schlecht und recht durchs Leben. Es war am zeitigen Nachmittag, als ich ihn aufsuchte. Der Mann sank geradezu in den nächsten Stuhl, und sein Verstand schien stillzustehen, als ich die Zahl 60 000 genannt hatte. „Wollen Sie es denn nicht auch Ihrer Frau sagen?" — „Nein, nein, ganz unmöglich! Die hat letzt noch mit Essenkochen zu tun, und wenn sie das erfährt, läßt sie womöglich alles stehen und liegen, und meine Gäste bekommen nichts zu essen." — „Sie haben doch eine Tochter. Was wird die wohl mit dem Geld anfangen, das Sie ihr doch gewiß von dem großen Gewinn abgeben?" — „Meine Tochter, tja, die ist Sekretärin, 26 Jahre ist sie im Sommer geworden, da wird sie sich wohl etwas für die Aussteuer anschaffen wollen. Wäsche hat sie, glaube ich, schon genug, aber wegen der Möbel hat sie sich schon lange den Kopf zerbrochen. Nun kann sie ja gleich kaufen gehen!" — „Und Ihr Sohn, der Tischler?" — „Mein Walther, nun, der macht bald seine Meisterprüfung; da wird er sich eine Werkstatt kaufen wollen, um selbständig zu werden." — „Na schön, und Sie selbst, was haben Sie vor?" — „Ach, das muß ich natürlich erst noch genau bedenken. Wahrscheinlich werde ich mein Haus vorrichten und etwas vergrößern lassen. Fest steht allerdings schon eins: Im nächsten Sommer lasse ich zehn Arbeitsopfer, zehn kinderreiche Mütter und zehn bedürftige Kinder ein paar Wochen umsonst bei mir wohnen. Das kann ich der NSV. schon heute versprechen. Und am Winterhilfswerk kann ich mich nun endlich so beteiligen, wie ich es schon längst gern getan hätte."
Nun blieb noch ein Hofbesitzer in einem kleinen Dorfe. Ich traf nur seine erwachsenen Kinder an. Sie hatten die Losnummer nicht im Kopfe und machten sich daher in fliegender Hast darüber, das Los zu suchen. In der Aufregung, denn sie ahnten schon etwas ganz Besonderes, konnten sie das unscheinbare Los natürlich nicht gleich finden. „Ach, das hat Mudding oben in der Kommode im Geheimfach!" Tatsächlich, dort war es. Und nun die wunderbare Mitteilung. „Oh, wie ist das möglich?", brachte die Tochter nur gedehnt über die Lippen. Dann weinte sie vor Freude, während der Sohn erst ganz aus dem Häuschen war und dann recht still wurde. 30 000 Mark! 30 000 Mark! Schließlich sagte er mit innerer Befriedigung: „Nun können sich die Eltern in Ruhe auf ihr Altenteil zurückziehen."
So erlebte ich viermal, wie in stillen und arbeitsamen mecklenburgischen Häusern plötzlich riesen- große Freude und Ueberraschung einkehrte. Und so wie diesen vier Gewinnern kann es jedem anderen eines Tages auch gehen, der auf das Glück bauend in der Staatslotterie spielt.
Oberheffen.
VHE -Gedenkfeier
auf der Herchenhainer Höhe.
3) Herchenhain, 6. Sept. Wie alljährlich, so fand auch in diesem Jahre an dem V H C. - Ehrenmal auf der Herchenhainer Höhe eine Gedenkfeier zu Ehren der im Weltkriege gefallenen VHC.-Brüder statt. Um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, noch an dem Bergturnfest auf dem Hoherodskopf teilzunehmen, wozu die Wanderer von den Turnern eingeladen worden waren, wurde die Feier von 14.30 Uhr auf 11 Uhr verlegt. Trotz des sehr nebeligen, regnerischen Wetters war eine sehr stattliche Zahl DHCer auf der Höhe erschienen, die gefallenen Brüder zu ehren. So war allein der Gießener Zweigverein in einer Stärke von 38 Leuten angewandert, die Frankfurter kamen in einem Kraftwagen mit ebensoviel wackeren Mitgliedern, auch Darmstadt, Mainz, Hanau, Offenbach, Fulda, Lauterbach, Büdingen, Schotten, Hungen, Herbstein u. a. waren vertreten.
Die zur Zeit im Vater Bender-Heim weilenden Primanerinnen aus E s ch w e g e eröffneten die Gedenkfeier mit einem geeigneten Liede. Dann legte Rektor Ludwig Sern (Offenbach a. M.), Mitglied des VHC.-Führerrats, mit der Mahnung „Vergiß, mein Volk, die teuren Toten nicht, und schmück' auch ihre Stätte mit dem Eichenkranz!" im Namen des Vogelsberger Höhenklubs einen großen Kranz an dem Ehrenmale nieder, der auf den Hakenkreuzschleifen die Inschrift trug: „Der VHC. seinen gefallenen Brüdern." In der Ansvrache wies der Redner auf die großen Opfer hin, die von unseren braven Feldgrauen im Weltkriege gebracht worden sind, und forderte auf, zu gleicher Pflichttreue gegen
Heimat und Vaterland. Die Fahnen senkten sich unter dem Klange des gemeinsam gesungenen Liedes „Ich hatt' einen Kameraden". Nach dem Vortrag von zwei an passenden Stellen eingelegten Gedichten („Totenehrung" von Hch. Anacker und „Den toten Helden" von Heinz Kübting) durch Anneliese Sern (Offenbach a. M.), sprach der Redner von Deutschlands größtem Frontsoldaten, dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, der in seinem unerschütterlichenGlauben an das deutsche Volk unserem geliebten Vaterlande durch zähen, unbeugsamen Willen wieder Ehre und Ansehen zurück- gewonnen und erkämpft hat im Rate der Pölker, nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt. So fand die Gedenkfeier am VHC.-Ehrenmal mit einem durch ein jubelndes „Sieg-Heil" zum Ausdrucke kommendes Gelöbnis und den Deutschlandliedern einen weihevollen Abschluß.
Der Erweiterungsbau des Klubhauses auf dem Hoherodskopf.
z S ch o t t e n, 7. Sept. Mit den Ausschachtungsarbeiten für den Erweiterungsbau d e s alten Klubhauses auf dem Hoherodskopf ist nunmehr durch den Bauunternehmer R ö tz e l, Breungeshain, begonnen worden. Man hofft, den Anbau noch vor Eintritt des Winter- wetters unter Dach und Fach zu bringen. Dank der Opferwilligkeit der Mitglieder des Vogelsberger Höhenklubs ist bis jetzt aus freiwilligen Spenden der Betrag von 7213,50 Mark für den Umbau aufgebracht worden, und es ist bestimmt zu hoffen, daß der für den Erweiterungsbau erforderliche Restbetrag auch noch durch eifrige Tätigkeit in den Zweigvereinen zusammenkommt. Wenn
durch den beabsichtigten Anbau auch nicht die Zahl der Unterkunftsräume für Uebernacktungen vermehrt wird, so wird doch wenigstens der Raumnot für den durch die neue Autostraße außerordentlich gesteigerten Tagesverkehr sowie bei dem Andrang an Skitagen, Vereins- und Schulausflügen, „Kraft- durch-Freude"-Fahrten u. a. vorläufig abgeholfen.
Landkreis (Dießen
* Großen-Linden, 7. Sept. Am Samstagabend stießen hier an der engen Stelle der Frankfurter Straße ein Lastzug und ein Personenauto mit den Seiten leicht zusammen. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden, Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.
* Steinbach, 7. Sept. Am gestrigen Sonntag gegen 18.30 Uhr stieß hier an der scharfen, unübersichtlichen Kurve der Ortsdurchfahrt der in Oppenrod beschäftigte Landhelfer Franz Wahl aus Essen, der auf seinem Fahrrad fuhr, mit einem Personenauto aus Gießen zusammen. Der Radfahrer kam zum Glück mit einigen Prellungen davon, er mußte aber von der Gießener Sanitätskolonne nach der Gießener Klinik ver- bracht werden.
ch Mainzlar, 6. Sept. Gestern wurden in unterer Gemeinde die Zwetschen versteigert. Sie Bäume kosteten je nach Behang etwa 2 bis 7 Reichsmark.
Kreis Schotten.
)—( Ruppertsburg, 4. Sept. Heute vollendete der Landwirt Konrad Graf dahier fein 8 0. Lebensjahr. Ser Jubilar ist körperlich und geistig noch sehr rüstig und hilft im landwirtschaftlichen Betrieb seines Sohnes noch tüchtig mit. Mit ihm und feiner Familie freute sich unsere ganze Einwohnerschaft und wünschte ihm noch einen langen und gesegneten Lebensabend.
Eichelsdors, 6. Sept. Sie Versteigerung der Zwetschenernte erbrachte unserer Gemeinde einen guten Erlös. Ser Zentner Zwetschen stellte sich am Baum auf etwa 3 Mark.
* Eichelsdorf, 6. Sept. Sie Mitglieder der hiesigen NS.- Frauenschaft kochten unter An
leitung von Frau Marg. H ü h n aus von der meinde zur Verfügung gestellten Falläpfeln 40 Piund Gelee für das W H W. Geleegläser und Zucker ftift». tete unsere Ortsgruppe der NSV. — Unsere tret Schulklassen lasen auf ganz kleinem Raun, binnen zwei Stunden vier Säcke Weizen« kolben. Ser Körnerertrag fließt der Ortsgruppe. Eichelsdorf der NSV. für das WHW. zu. Singe., sichts des Ergebnisses eines Nachmittags wird er- schreckend klar, welche Körnermengen alljährlich in Deutschland ungenutzt verlorengehen. Auch taucht die Frage auf, warum in Eichelsdorf die nicht Landwirtschaft treibende Bevölkerung nicht auch — wie anderswo — Aehren las.
Kreis Wetzlar.
-s- W i ß m a r, 5. Sept. Durch die frühe Reife der Zwetschen hat die Gemeinde bereits ihre Zwet-^ schenbäume zur Versteigerung gebracht. Zahl-- reiche Interessenten hatten sich eingefunden. Es wurden annehmbare Preise erzielt.
Nundfunkprogramm.
Dienstag, 8. September.
6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernsunk. Grundsätze und Auswirkungen des Reichstierzuchtgesetzes. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! Nordische Musik. 15: Volk und Wirtschaft. Fische — eine wert- volle Nahrung. Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen. 15.15: Das deutsche Lied. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Lieder und Arien. 17.45: Reichsparteitag. 19: Aus Suiten und Ballettmusiken. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Bunte Unterhaltungsmusik. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtmusik.
Wirtschaft.
Vorschützung der deutschen Ernte von Flachs und Frühkartoffeln.
Fwd. Im Hinblick auf die besondere Bedeutung der Flachsernte für die Fett- und Rohstoffversorgung ist tm gesamten Reichsgebiet eine Vorschützung der Ergebnisse der Flachsernte durchgeführt worden. Wie das Statistische Reichsamt mitteilt, ist 1936 ein Durchschnittsertrag von 35,7 Doppelzentner je Hektar Rohstengelflachs und 7,7 Doppelzentner je Hektar Leinsamen zu erwarten. Der Hektarertraa beim Rohstengelflachs liegt also mit 35,7 Doppelzentner um etwa 5 Doppelzentner höher als im Vorjahr. Wenn auch in den einzelnen Gebieten recht unterschiedliche Hektarerträge errechnet worden sind, so sind im ganzen gesehen diese Hektarerträge doch als recht gut zu bezeichnen. Unter Zugrundelegung der für Mitte Mai ermittelten vorläufigen Anbauflächen ist mit einer Ernte von 150 200 Tonnen Rohstengelflachs und 32 400 Tonnen Leinsamen zu rechnen. Die Rohstengelernte ist über zweimal und die Leinsamenernte fast zweimal so groß wie die Vorjahrsernten. Der Strohflachs dürfte in diesem Jahre ausreichen, um völlig den Bedarf der Leinenindustrie im Wirtschaftsjahr 1936/37 zu decken.
Wie das Statistische Reichsamt ferner mitteilt, ist in diesem Jahre mit einer Ernte an Früh- fartoffeln von 1,54 Millionen Tonnen zu rechnen. Das sind etwa 200 000 Tonnen mehr als im Vorjahr geerntet wurde. In den einzelnen Gebieten ist die große Ausgeglichenheit der Hektarerträge bemerkenswert. Die Abweichungen vom Reichsdurck- schnitt find, abgesehen von kleineren Gebieten, recht gering.
Nhein-Mainische Börse.
Freundlich.
Frankfurt a. M., 5. Sept. Nach vorbörslich etwas höher genannten Kursen war der amtliche Beginn am Aktienmarkt gegen die Kurse von gestern abend gut behauptet. Da Aufträge kaum Vorlagen, bewegte sich das Geschäft wieder in sehr engen Grenzen, später wurde es auf Teilgebieten etwas lebhafter. So bei IG. Farben, die ntit 160,13 (161) eröffneten und dann auf 160,75 erholt waren. Montanaktien lagen überwiegend freundlich, aber sehr ruhig. Harpener plus 1,25 v. H., Klöckner plus 0,90 v. H., Rheinftahl plus 0,75 v. H., die übrigen Werte gehalten. Von Elektropapieren notierten Siemens 2,65 v. H. höher mit 187,65, Licht & Kraft gewannen 1,50 v. H. auf 147,50, Felten und Gesfürel bis 0,50 v. H. fester, dagegen Schuckert mit 150,50 (151) nur knapp gehalten. Gebr. Junghans waren nach dem Rückgang
voll erholt mit 98,50 (95,75). Don Zellstoffwerten erhöhten sich Aschaffenburger etwas verspätet auf 119,25 (117), nachdem bereits gestern der Berliner Kurs 119,50 war. Waldhof etwas vernachlässigt und mit 147,50 zirka (148,25) knapp gehalten. Für Sckiff- fahrtswerte bestand etwas Nachfrage bei anziehenden Kursen, Hapag 13,75—14,25 (13,25). Nordd. Lloyd zirka 14,50 (13,75). Sonst notierten'Reichsbank mit 183—183,50 (183), Südd. Zucker tnit 205 dann 207, (206), Daimler mit 119 (119,25) und Aku bet größeren Umsätzen mit unv. 64,50.
Der Rentenmarkt lag bei aut behaupteten Kursen sehr ruhig. Altbesitz unv. 114,75. Im Frei- oerkehr zogen 5proz. Wiener Schatzscheine v. 1922 mit aufgedrucktem deutschen Stempel und Cupon o. 1924 bei größeren Umsätzen auf 5—6 (4) an. Von amtlich notierten Ausländsanleihen gaben 5proz. äußere Mexikaner auf 13,40 (14) nach, Ungarn Gold blieben mit 9,60 behauptet.
Im Verlaufe blieb die Haltung am Aktienmarkt freundlich, bei kleinen Umsätzen wiesen die Kurse gegen den Anfana kaum Veränderungen auf. IG. Farven wieder auf gestrigem Schlußstand mit 161,25, Aku etwas schwankend mit 64,50—64,75 bis 64,50, Zellstoff Waldhof schließlich 147,75—48 (148,50). Deutsche Erdöl 1 v. H. niedriger mit 122,75. Am Kassamarkt waren Frankfurt Hof gesucht, Taxe 78 (1. K. 74), ebenso Aschaffenburger Buntpapier, Taxe 65—66 (1. K. 63).
Am Rentenmarkt erhöhten sich Kommunal- Umschuldung auf 88,13 (88), sonst biteben die Anfangskurse auch hier unverändert. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen behauptet. Von Stadtanleihen 4,5proz. Heidelberger 91 (91,50). Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlich, 0,65proz. schwächer lagen Hamburger mit 100,75. Von Auslandsrenten 1914er Ungarn 9,20 (9,13), 1913er 9,25 (8,90). Im Freiverkehr hatten Oesterr. Kriegsanleihe sehr große Umlätze mit 0,25 (0,15).
Der Freiverkehr lag ruhig, etwas höher Kali Wintershall mit 121 (120), Ufa mit 60,75 (60), ferner Dyckerhoff dement 139,25. Tagesgeld wieder gefragt und auf 2,75 (2,50) v. H. erhöht.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 7. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 292 Rinder (13 Ochsen, 48 Bullen, 191 Kühe, 40 Färsen), 409 Kälber, 265 Schafe, 1528 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 42 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 62 bis 95, Hümmel 50 bis 62, Schafe 48 bis 58, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hümmel und Schafe lebhaft.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- dürfe
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag, börse
Datum
4.9-
5.9.
4-9-
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Datum
4.9.
5-9.
4.9
5-9.
5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1984 6%% Doung-Anleihe von 1980 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii
Auslos.-Rechten ............
4/t% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......
4/?% ehem. 8% Hessischer VolkS- staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...
4/i% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold fR. 12....
b'/r% ehem. 4-/,% Hess. LcmdeS Hypothekenbank DarmstavtLiau.
4/i% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldverlchr. 91.6
Oberhessen Provinz-Anlethe mii Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6/2% ehem. 4'/,% Franks. Hyp.
101,25
98,2
102,5
114,75
100
98,75
97
100,9
93,4
127
119,25
97
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100,75
97,5
95,5
109,6
3,25
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8,85
8,9 14
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95 109,65
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—
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30,5
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9
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3,3
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8,9 9
13,9
4% vesgl. Sene h ............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4/,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .
2 N% Anatolier .............
Hamburg-Amertka-Paket .....O
Hamdurg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelügesellschast ... 6
Commerz, und Privat-Bank ... 4
Deutsche Bank und Disconw-
Gesellschaft................ 4
Dresdner Bank.............. 4
Reichsbank ........ 12
öl.®.®...................... 0
Betula.....................8
Elektr. LteferungSgesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 7
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 8
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
Schuckert L Co...... 6
Siemens L Halske............ 8
Lahmeyer & Co.......... 7
Buderus ................... »
Deutsche Erdöl .............. 4
Harpener................. 2/2
Hoesch Eilen—Köln«Neuessen .. 8
Ilse Bergbau ............... 6
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwrrke ............... S
Mannesmann-Rührea........8
7 10,2 5,9
44
13,4
13,75
114,5 122 100
98,75 98,75
183
36 152,5 126,9
146 130 135
130 151 185
139
109 123,75
128 106,25
133 109,5 105,65
7 10,15 5,975 44,25
14,25
14,13
114,25 122
100
99
99 184
36 152 126 147,5 130,5 135,4
131,75 151
187,65 139,25
109 122,5 129,25 106,75
133,5 110,4
105,65
9,4 7
10,2 6
43,65
13,65
13,9 114,75
122
100
98,75
98,75
182,65
35,9 152,13 126,5
146 130,25 134,9
131,5
151
187,5 138,25
109
123,25
128
106,9
165,5
132,5
110,25
105,5
9,5
5,95
43,5
14
39
14,25
114,25
121,5
100
99
99
183,4
36,13
152,4
126,25
147,5
130,5
134,9
131
151,25
187,5
108,5
122,75
129,5
106,5
169
133,25
110,25
105,25
6/i% ehem. 4/i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...
4/i% ehem. 8% Pr. Landespfanp briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4/i% ehem. 7% Pr. Landeepfand
oüefanst., Gold Komm. Obl. 2( Steuergutsch.Berrechnungsk. 84-38
4% Oesterretchtsche Goldrente...
4,20% Oesterreichische Silberrente
4% Ungarische Staatsrente V. 1910
ai/„oz hpcni nnn 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1...................
Frankfun a. M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß». Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
4.9.
5-9.
49.
5.9.
ManSselder Bergbau.......
6yt
149
148,5
148,5
148
Koköwerke ................
.. ti
—
——
128,5
128,75
Rheinische Braunkohlen ....
12
220
—
220
Rhetnstahl................
.. 4
134
134,75
134
134,5
Bereinigte Stahlwerke......
6/1
106
105,75
105,65
105,5
Otavi Minen .............
.. 0
32,25
32
32,4
32,13
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
120
119
Kaliwerke Westeregeln......
.. 6
118
118,5
117,5
118
Kaliwerke Salzdetfurth.....
1/1
174
174
174,5
I. G. Farben-Jndustrte.....
.. 7
161
161,5
161
161,25
Schetdeanstalt.............
.. v
272,5
272,5
—
Goldschmidt ..............
.. b
110,75
129
111
110,25
110,75
Rütgerswerle .............
.. 6
130
129,5
129,25
Metallgeiellschast...........
.. 6
131
131
131
Philipp Holzmann.........
Zementwerk Heidelberg ....
Lementwerk Karlstadt.......
.. 4
123,5
123,75
123,5
124
.. 7
.. 6
143
156
142,5
156
-
Schultheis Patzenhofer .....
.. 4
—
—
105,5
105
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. C
64,5
64,4
63,65
64,65
Bemberg.................
.. 5
86
86,75
86
86,5
Zellstoff Waldhof ..........
.. 5
148,25
148
147,75
146
Hellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
——
119,25
119,5
119,5
Dessauer Gas .............
.. 7
——
106,5
105,9
Daimler Motoren..........
.. O
119,25
119
119,5
119
Deutsche Linoleum.........
.. 8
170
170
169,5
Orenstein & Koppel ........
.. 0
——
83,25
83,5
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
53,25
53
53,25
53,25
Chade ....................
.. t
——
— —
Aecumulatoren-Fabrik......
. 12
199
198
198
—
Conti-Gummi.............
. 11
170,5
171
170,13
172
Grltzner....................01
Mainkraftwerke Höchst a.M... 4,
Süddeutscher Zucker ........ 1O|
33 33,25 32,65
93,5 — —
207 1 — | 205,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2IL
4. September
5. September
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld | Ariel
Geld
Arief
Buenos tiitc
0,700
0,704
0,700
0,704
Brüssel ....
42,04
42,12
42,06
42,14
■Rio de Jan.
0,146
0,148
0,146
0,148
Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
55,94
56,06
55,94
56,06
Danzig....
46,80
46,90
46,80
46,90
London....
12,53
12,56
12,53
12,56
Helsingfors.
5,524
5,536
5,524
5,536
Paris .....
16,375
16,415
16,375
16,415
Holland ...
168,90
169,24
168,87
169,21
Italien....
19,57
19,61
19,57
19,61
Japan .....
0,732
0,734
0,732
0,734
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
62,97
63,09
62,97
63,09
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11,385
11,405
11,385
11,405
Stockholm..
64,60
64,72
64,60
64,72
Schweiz ...
81,07
81,23
81,06
81,22
Spanten...
29,97
30,03
29,72
29,78
Prag......
10,27
10,29
10,27
10,29
Budapest ..
—
Reuyork ...
2,488
2,492
2,488
2,492
Banknoten.
Äerlin, 5 September
Geld
----Zrlef Z
Amentanyche »Noten......
2,44
2,46
Belgische Noten..........
41,92
42,08
Dänische Noten .........
55,74
55,96
Englische Noten .........
12,485
12,545
Französische Noten.......
16,325
16,385
Holländische Noten.......
168,45
169,13
Italienische Noten........
Norwegische Noten ......
62,75
63,01
Deutsch Oesterreich, t 1OO Schilling
*•
Rumänische Noten.......
—-
—
Schwedische Noten.......
64,38
64,64
Schweizer Noten.........
80,88
81,20
Spanische Noten.........
28,69
28,81
Ungarische Noten.........
—
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