der Haut und stehen mit den großen Halsneroen und den Venen der Schädeldecke und der Gehirn- haut in Verbindung. So ist es den Krankheitserregern im Gesicht leichter gemacht als sonst, in die Blutadern einzudringen, und es ist verständlich, daß der Rus des Gesichtsfurunkels nicht gut ist. Man toll ihn vor allem nicht ausdrücken, weil man dadurch den Eitererreger in die Blutadern hineinpreßt. Man soll nicht kauen und nicht viel sprechen, denn beides bewegt den Krankheitsherd und kann die Ausbreitung der Krankheitserreger fördern; also flüssige Nahrung und Vermeidung jeder körperlichen Anstrengung, unter Umständen völlige Bettruhe. Fieber oder gar Schüttelfrost beim Gesichtsfurunkel ist eine ernste Mahnung, sofort den Arzt zu holen.
Gießener Dochenmarktpreise.
* Gießen, 7. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10%, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 11, Wirsing, das Pfund 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 18, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 50 bis 60 Pf., Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 35 bis 70, Kartoffeln 5, 10 Pfund 45 Pf., der Zentner 3,70 bis 3,90 Mk., Aepfel, das Pfund 20 bis 50 Pf., Zwetschenhonig 40 bis 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 25 bis 50, Salat 20 bis 35,
Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 20, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, das Bund 15 Pf.
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** Von der Universität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Dozent an der Univerfität Berlin Dr. K i e n a st ist durch Verfügung des Herrn Reichs- und preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung mit der Versetzung der ordentlichen Professur für Mittelalterliche Geschichte an unserer Universität im Sommersemester 1936 beauftragt worden.
** Die städtische Kanalgebührenordnung hat einen Nachtrag erhalten, der mit Wirkung vom 1. April 1936 ab in Kraft getreten ist. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung der Stadtverwaltung ersichtlich.
** D i e Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen gibt in unserem heutigen Anzeigenteil bekannt, daß ihre Kasse am kommenden Samstag für den öffentlichen Verkehr geschlossen bleibt und die fälligen Krankengelder bereits am Mittwoch und Donnerstag bezahlt werden können. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen.
** Kleine Unfälle. Der 35jährige Former Philipp Schad aus Hausen, der in Gießen beschäftigt ist, erlitt gestern bei seiner Arbeit erhebliche Verbrennungen am linken Unterschenkel. Er wurde sofort in die Chirurgische Klinik gebracht. — Gestern stürzte ein etwa zehnjähriger Junge von einem Garagendach auf die Erde und mußte mit einem Armbruch in die Klinik gebracht werden.
Oie Gießener Polizei im März.
Bericht der Gießener Polizeidirektion.
Wenn man die Einwohnerzahl der Stadt Gießen lediglich nach der Tätigkeit des Einwohnermeldeamtes beurteilt, so läßt sich für den vergangenen Monat März eine Verminderung um etwa 100 Personen feststellen (Zuzüge 545 Personen, Wegzüge 638 Personen). Diese Feststellung entspricht jedoch keinesfalls den tatsächlichen Verhältnissen, weil hier die Zahl der Geburts- und Sterbefälle (die bekanntlich bei dem Standesamt eingetragen werden), unberücksichtigt geblieben ist.
Von der Gewerbe polizei wurden im Monat März 51 Betriebe einer Kontrolle unterzogen. Diese Kontrollen, die außer den ständigen Revisionen durchgeführt wurden, erstrecken sich hauptsächlich auf die Nacheichung der Maße und Gewichte. Zwei Milchkontrollen, die ebenfalls erfolgten, ergaben die Nachprüfung von 240 Kannen Milch. Die Zahl der im Monat März erhobenen und dem Chemischen Untersuchungsamt zugeleiteten Lebensmittelproben beträgt 7. Wie in den letzten Monaten, so war auch im abgelaufenen Monat eine ständige Inanspruchnahme der Gewerbepolizei durch die Ueberwachung der Preisgestaltung, sowie der Kennzeichnung von Lebensmitteln (Eier, Butter usw.) zu verzeichnen. Die Zahl der Betriebsunfälle, die bei der Gewerbeabteilung zur Anmeldung gelangten, beträgt 73 und hat sich im Vergleich zum Vormonat um 8 erhöht. Auf Ersuchen der Berufsgenossenschaften wurden 28 polizeiliche Unfalluntersuchungen (gegen 21 im Monat Februar) durchgeführt.
Von der Kriminalpolizei stelle wurden 162 Anzeigen wegen begangener Verbrechen und Vergehen bearbeitet. Es soll hier nur die Zahl der wichtigsten Straftaten angegeben werden: Betrug
31, Diebstahl 44, Einbruch 5, Brände 9, Körperverletzung 15, Meineid 1, Unterschlagung 13, Urkundenfälschung 2, Widerstand 1, Sittlichkeitsdelikte (Abtreibung, Kuppelei, Vornahme unzüchtiger Handlungen und Sittlichkeitsverbrechen) 8; außerdem wurden von der Kriminalpolizei 4 tragische Ableben, 16 Gnadengesuche und 7 Dermißtenan- zeigen bearbeitet. Aus Ersuchen auswärtiger Behörden wurden in 36 Fällen Ermittlungen zur Aufklärung von Straftaten durchgeführt, während weiterhin noch in 302 Fällen Amtshilfe geleistet wurde. In 15 Fällen wurden Tatortaufnahmen gefertigt. Der Erkennungsdienst hatte 3 Personen zu behandeln. Zu dieser Tätigkeit der Kriminalpolizei kommt noch die Sicherstellung von 6 Fahrrädern und die Durchführung von 14 Kontrollen der Gastwirtschaften und Herbergen.
In bezug auf Beachtung der Verkehrsoorschriften kann erfreulicherweise festgestellt werden, daß eine ganz erhebliche Besserung auf diesem Gebiet eingetreten ist. Während im Monat Februar noch 461 Strafanzeigen wegen Zuwiderhandlung gegen die Verkehrsvorschriften erstattet wurden, wurden im Monat März nur 205 solcher Anzeigen vorgelegt. Hiervon wurden nur 96 Anzeigen an die Gerichtsbehörde weitergeleitet; in den übrigen Fällen handelte es sich um Uebertretungen geringfügiger Natur. Gegen die hierbei in Frage kommenden Personen wurden nur gebührenpflichtige Verwarnungen verfügt. Die Zahl der im Berichtsmonat gemeldeten Verkehrsunfälle beträgt 20. Bei 10 Unfällen sind Personen verletzt worden (3 Schwerverletzte, 7 Leichtverletzte), während bei den übrigen Verkehrsunfällen lediglich Sachschaden entstanden ist.
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Oberheffen.
Ratsherrensitzung in (Schotten.
□ Schotten, 6. April. In einer Sitzung der Ratsherren, die in Gegenwart des Kreisleiters K r o m m stattfand, wurde der neu in den Gemeinderat berufene Ratsherr Karl Mei- s k i von Bürgermeister M e n g e l in sein Amt eingeführt und vereidigt. Kreisleiter K r o m m richtete eine Ansprache an die Ratsherren, in der er betonte, die Ratsherren hätten keinerlei Sonderinteressen zu vertreten, sondern sie müßten sich als selbstverantwortliche Männer ihre eigene Meinung über die kommunalen Angelegenheiten bilden, stets das Allgemeinwohl über alles stellen und dem Volksganzen dienen. Kreisleiter Kromm überreichte hierauf dem neuen Ratsherrn die Berufsurkunde. Im weiteren Verlaufe der Sitzung beschäftigten sich die Ratsherren mit der Beratung über die weitere Verwendung des Grundstücks „Posthäuschen". Es wurde die Auffassung vertreten, daß diese altbekannte Gaststätte unbedingt erhalten bleiben müsse. In dieser Angelegenheit sollen weitere Verhandlungen geführt werden. Sodann wurde die Sitzung mit Sieg-Heil-Rufen auf den Führer geschlossen.
werer Betriebsunfall.
* Hungen, 6. April. Der 42 Jahre alte Bergmann Johannes Rahn von hier erlitt am heutigen Montag bei seiner Arbeit auf der Grube „Wilhelm" einen schweren Unfall. Mit erheblichen inneren Verletzungen mußte der bedauernswerte Mann durch die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz in Gießen nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden. Der Verunglückte wurde sofort operiert Sein Befinden ist ernst.
Landkreis Gießen
* Annerod, 6. April. Am Samstag hielt die hiesige Freiwillige Feuerwehr ihre ordentliche Jahresschluß-Generaloersammlung ab. Der erste Kommandant Kam. Wächter erstattete^ den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß im verflossenen Jahre 8 Hebungen abgehalten wurden und die Inspektion der hiesigen Wehr die Bewertung „Gut" erhielt. Dem Rechner wurde im Anschluß an seinen Bericht Entlastung erteilt. Der Kommandant wies weiter darauf hin, daß im Dritten Reich unter unserem Führer Adolf Hitler die Freiwilligen Feuerwehren in ihrem Ansehen gegenüber früher wesentlich gehoben worden seien und daher jeder Feuerwehrmann die Pflicht habe,
sich durch eine disziplinierte, soldatische Haltung des gesteigerten Ansehens würdig zu erweisen. Die Versammlung wurde in Üblicher Weise geschlossen, anschließend blieben die Kameraden noch einige Stunden in froher Geselligkeit beisammen.
wg Großen-Buseck, 6. April. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde ein Geländetausch beschlossen, durch den es der Gemeinde möglich wird, einen Steinbruch zu erwerben. Dem Turnverein 1899 wurde die Genehmigung erteilt, auf dem Gemeindegarten bei der neuen Schule auf dem Tale eine Turnhalle zu errichten. Bürgermeister Rebholz gab die Ablösungssumme für das Landbesteuerungsrecht der Gemeinde Trohe bekannt; sie beträgt 4505 Mark. Beschlossen wurde im weiteren Verlaufe der Sitzuna, die Kanalisation unseres Dorfes in jährlichen Abschnitten fortzusetzen, und zwar in der Bismarckstraße, im Alten- Busecker Weg, in der Zeilstraße und in der Bahnhofstraße. Zur Finanzlage der Gemeinde teilte der Bürgermeister mit, daß die Belastung infolge der Kosten, die sich aus dem Abschluß der Feldbereinigung ergaben, gestiegen sei. Die Gemeinde hat für die Mehrzuteilung von Gelände und Obstbäumen 7000 Mark und für den Hauptgeldausgleich 21 000 Mark zu entrichten. — Die Gemeindeverwaltung hat zur Förderung der Erzeugungsschlacht auf der Löser und in der Unterstruth je einen Morgen Wiesengelände mit Maulbeerbäumen zur Seidenraupenzucht anpflanzen lassen. Beide Stücke sollen zur Instandhaltung an einen privaten Inhaber vergeben werden. — Nachdem im vergangenen Jahre die im Gemeindebesitz befindlichen Ob ft bäume einer gründlichen Spritzung unterzogen worden waren, wurde in diesem Jahre bereits ein Drittel aller in Prioatbesitz befindlichen Obftbäume einer Spritzung unterworfen. — In den letzten Tagen wurden zur Bekämpfung der Rabenplage Gifteier ausgelegt. Die Eltern werden besonders darauf hingewiesen, ihre Kinder anzuhalten, weder Eier, noch tote Raben aufzuheben.
I Großen-Linden, 6. April. Die hiesige Bezugs - und Absatzgenossenschaft hielt am Samstag ihre ordentliche Generalversammlung bei Gastwirt Schaum ab. Aus dem Geschäftsbericht des Direktors ging hervor, daß die Warenbezüge zum Teil gegenüber dem Vorjahre zurückgegangen sind. Dementsprechend ist auch der Umsatz niedriger. Die Bilanz wurde ohne Widerspruch genehmigt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die turnusmäßig ausscheidenden Vorstands
und Aufsichtsratsmitglieder Ludwig Schäfer TI., Ludwig Lang III. und Louis Dem wurden wiedergewählt. — In unmittelbarer Nähe des Fabrikgebäudes der Firma Rinn & Cloos wird ein neuer Brunnen für Leitungswasser gegraben. Der Brunnen ist bis jetzt 5 Meter tief. Äste man erfährt, ist Wasser vorhanden, aber bis jetzt noch nicht genügend.
t Treis a. d. Lda., 6. April. Die Spritzung der Ob ft bäume mit Obstbaumkarbolineum wurden in den letzten Wochen auch in unserer Gemeinde durch den hiesigen Obstbauverein durchgeführt. Die geringen Kosten werden von den Baumbesitzern erhoben werden. — Die von der Hauptstraße nach dem Friedhof führende Darfst r a ß e ist dieser Tage mit einem Kostenaufwand von etwa 2500 Mk. neu chauffiert worden. Die Arbeiten sind von der Firma Heinrich Seibert III., Alten-Buseck, ausgeführt worden. —
<£ Queckborn, 6. April. Die hiesige Spar« und Darlehenskasse hielt ihre ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem vom Aufsichtsratsoorsitzenden Wilhelm S ch o m p e r t erstatteten Geschäftsbericht ging hervor, daß die Kasse auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine günstige Ent- Wicklung nahm. Der Rechner Wilhelm Heßler verlas die Bilanz, die von der Versammlung gutgeheißen wurde. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung zuteil.. Das ausscheidende Vorstandsmitglied Heinrich Brück III. und das Aufsichtsratsmitglied August Müller wurden einstimmig wiedergewählt. Der Aufsichtsratsoorsitzende Wilhelm S ch o m p e r t ermahnte zum Schluß, auch weiterhin dazu beizutragen, daß sich die Kasse auf gesunder Grundlage fortentwickeln könne. Mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Führer fand die Versammlung ihren Abschluß.
ch Lauter, 6. April. Bei der hiesigen Listensammlung für d i e NSV. und bei dem Verkauf des Schmetterling-Abzeichens kam ein Gesamtertrag der Sammlung in Höhe von 38,35 Mark zusammen. Davon entfallen 14,75 Mark
auf die Listensammlung, 23,60 Mark auf den Abzeichen-Verkauf.
T ßid), 6. April. Das letzte Stück der Straße Hungen —Li ch, zwischen dem Eisenbahnübergang in der Bahnhofstraße und dem Hohlen Weg, wird bis Anfang kommenden Monates fertiggefteüt fein. Die Fahrbahn wird beträchtlich verbreitert und die Decke mit einer Mischung von Teer, Asphalt und Beton in besten Zustand gebracht. Der Fußgängersteig wird gehoben und mit Randsteinen von der Fahrbahn abgetrennt.
<x) Eberstadt, 6. April. Sämtliche Amtswalter der hiesigen Gemeinde-Gruppe des Reichsluftsckutzbundes wurden von dem Bürgermeister und dem Ortsgruppenführer der für unsere Gemeinde zuständigen Luftschutzbund-Ortsgruppe Lich verpflichtet. Der Ortsgruppenführer ßid) wies noch einmal auf den Zweck des zivilen ßuftschutzes hin, erläuterte die Amtspflichten der einzelnen Mitarbeiter und forderte sie zu weiterem regen Wirken im Dienste des ßuftschutzes auf. Mit besonderer Anerkennung erwähnte er, daß die ßuft- schutzbund-Amtswalter in unserem Orte in der Hautsache Frauen und Mädchen sind, die durch ihre Einsatzbereitschaft bewiesen haben, daß sie hinsichtlich des ßuftschutzes die Ausgaben unserer Zeit erkannten und sich bereitwillig dem Dienst an der Volksgemeinschaft zur Verfügung stellen. Die Gemeindegruppe Eberstadt wird unter ßeltung des Gemeindegruppenführers Heinrich W ehrum auch weiterhin treu und allezeit tatbereit ihre Pflicht im ßuftschutzdienft erfüllen.
Kreis Friedberg.
pb. Butzbach, 6. April. Am Samstag hatte die Frauengruppe des VDA. zu einem Volksdeutschen Abend in den Singsaal der Turnhalle eingeladen. Es sprach die Dichterin und Deutsch-Baltin Mia M u n i e r - W r o b l e w s k a. Sie schilderte den Existenzkampf der Deutschen im Baltenland und verstand es, die Zuhörerschaft ganz in den Bann ihrer Darstellung zu bringen.
für das:
LU
Die Leistungen inierhilsswerk1935/36 in Lich
D ßich, 7. April. Zum Abschluß des Winterhilfswerks 1935/36 kann mit Genugtuung festge- ftellt werden, daß der Nationalsozialismus der Tat, der Gedanke der Schicksals- und Opfergemeinschaft in unserer Stadt in immer größer werdendem Umfang feste Wurzel gefaßt hat. Dies beweist insbesondere das Spendenaufkommen im vergangenen Winter für dieses größte Hilfswerk aller Zeiten. Während der sechs Monate des WHW. gingen in ßich an Geldspenden bei den Eintopfsammlungen im Oktober 270,80 Mark, November 281,15, Dezember 269,90, Januar 271,90, Februar 280,65 und März 281,45 Mark; bei den Reichsgeldsammlungen 292,10 Mark; beim Abzeichenverkauf der Beamten und Handwerker am 1. Dezember 109,12; am Tage der nationalen Solidarität 164,20; beim Verkauf der Weihnachtsabzeichen durch die Hitlerjugend 101,42; bei der Sammlung der Kriegsopfer, Kriegerhinterbliebenen und Kriegsteilnehmer am 5. Januar 114,60; beim Abzeichenoerkauf der SA., SS., NSKK. am 2. Februar 116,18; am Tage der weißen Narzisse (Sammlung der Deutschen Arbeitsfront) 234,50 Mark ein. An Bargeld konnten demnach aus Eintopfspende und Abzeichenv-rkauf insgesamt 2 787,87 Mark dem WHW. zur Verfügung gestellt werden. Außerdem wurden dem WHW. die erzielten Reineinnahmen von einem Konzert des Motorsturms 5/M 147, eines Militärkonzerts, einer
Filmvorführung des Kyffhäuferbundes, vom Winterhilfsschiehen der hiesigen Schützenvereine und sonstiger Veranstaltungen zugeführt. Auch der Aufruf zu Sachspenden zeitigte einen sehr guten Erfolg. Vom ßebensmittel-Opserring, bei den monatlichen Pfundsammlungen, bei der Brotsammlung für die Hilfsbedürftigen der Stadt Offenbach und bei der Sammlung der karitativen Verbände für das WHW. ging eine ansehnliche Spende Nahrungsund Stärkungsmittel ein. Die Wäsche- und Kleidersammlung war gleichfalls mit einem günstigen Ergebnis durchgeführt worden. Eine große Zahl hilfsbedürftiger Volksgenossen in der Stadt Offenbach konnte 'mit Weihnachtspaketen aus ßich erfreut werden, ebenso mit einer Kuchenspende, die 105 Formkuchen zeitigte. Neben den vorgenannten Spenden wurden in unserer Stadt dem Winterhilfswerk' mehrere hundert Zentner Kartoffeln und Getreide, ferner große Mengen Fleisch, Wurst, Eier, Mehl, Obst und sonstige Lebensrnittel zur Verteilung an hilfsbedürftige Volksgenossen zur Verfügung gestellt. Die hiesige NS.-Frauenschaft hat ebenfalls in tatkräftiger Weise dem WHW. ihre Unterstützung angedeihen lassen, indem fie im vergangenen Herbst das an den Provinzialstraßen gesammelte Fallobst zu Honig und Gelee verarbeitete und somit unterstützungsbedürftigen Volksgenossen einen guten und jchmackhaften Brotausstrich bereitete.
Kreistag des Kreises Alsfeld.
* Alsfeld, 6. April. Unter dem Vorsitz des gegenwärtigen Leiters des Kreisamtes, Regierungsrat Dr. K r ü g e r , fand heute mittag die diesjährige ordentliche Sitzung des Kreistages hes Kreises Alsfeld statt. Die Kreistagsmitglieder nahmen an der Tagung vollzählig teil.
Regierungsrat Dr. Krüger stellte sich zunächst dem Kreistag als derzeitiger Leiter der Kreisverwaltung vor, wies dann auf das eifrige und verdienstvolle Wirken feines Amtsoorgängers, des jetzigen Kreisdirektors Dr. Lotz in Gießen, zum Nutzen des Kreises Alsseld hin und lenkte hierauf den Blick auf die innige Verflochtenheit der Geschicke des Kreises mit dem Schicksal des ganzen Reiches und der gesamten Nation. In diesem Zusammenhänge erinnert? er an die vom ganzen deutschen Volke mit freudiger Zustimmung begrüßte befreiende Tat des Führers vom 7. März, die ihren überaus eindrucksvollen, begeisterten Widerhall in der beispiellos in der Welt dastehenden Vertrauenskundgebung des deutschen Volkes für seinen Führer Adolf Hitler am Tage der Reichstagswahl fand. Weiter ermahnte er, in treuer Gefolgschaft zum Führer stets auch im kleineren Rahmen des Kreijes mit voller Hingabe die Pflichten im Dienste der Gesamtheit zu erfüllen und dadurch dem Führer bei seinem großen Aufbauwerk behilflich zu sein. Nachdem der Redner noch um das Vertrauen des Kreistags gebeten hatte, wurde in die Tagesordnung eingetreten.
Zunächst stand der Bericht über die Rechnung der Kreiskasse Alsfeld für das Rechnungsjahr 1 93 4 auf der Tagesordnung. Die Rechnung für dieses Geschäftsjahr weist in Einnahme 390 095,65 Mk., in Ausgabe 341 468,12 Mk., mithin einen Rechnungsrest von 48 627,53 Mk. auf. Der Rechnungsrest besteht aus 18 879.22 Mk. Barmitteln, 18 974,38 Mk. liquidierten Außenständen und 10 773,93 Mark Ueberschuß der Gebühren für Fleischbeschau und Trichinenschau. Die Rechnung wurde, vorbehaltlich der Nachprüfung durch die Ober- rechnungskammer, genehmigt und die Kreditüberschreitungen antragsgemäß gutgeheißen.
Weiter lag dem Kreistag der Voranschlag des Kreifes Alsfeld für das Rechnungsjahr 19 3 6 vor. Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 322 976,20 Mk. ab. An Kreisumlagen, für das Rechnungsjahr 1936 sind 139 000 Mark aufzubringen. Dem Kreisausschuß
wurde es überlassen, die hierfür erforderlichen ©teuer» ausjchlagssätze von sich aus festzusetzen. Die Vermögenswerte des Kreises Alsfeld, einschließlich Gebäude, beziffern sich auf 175 800 Mark, an Schulden hat der Kreis 96 234 Mk. zu verzeichnen, einschließlich einer Schuldverpflichtung über 60 000 Mk. für die Einrichtung von Arbeitsdienstlagern in Homberg und in NiederOfleiden, für welche die beiden genannten Gemeinden dem Kreis jährlich fortlaufend die Zins- und Tilgungsbeträge zu zahlen haben. Der Voranschlag wurde in der Fassung des Kreisausschusses festgestellt.
Schließlich beschäftigte sich der Kreitsag noch mit der Frage der Tierkörperverwertungsan st alt in Hopfgarten, die seit einigen Jahren außer Betrieb ist. Der Kreisausschuß wurde ermächtigt, alle Maßnahmen mit rechtsverbindlicher Kraft für den Kreis zu treffen, die zur Wiederinbetriebnahme der Tierkörperverwertungsanstalt Hopfgarten, oder deren bestmöglicher Verwertung erforderlich sind.
Am Schluffe der Sitzung dankte der Vorsitzende dem Kreistag für feine verantwortungsfreudige Mitarbeit, deren Erfolg ein Teilstück zum Gelingen des Werkes unseres Führers sei. Er erinnerte sodann an die große Verpflichtung unseres Volkes zum Dank für das bisherige Wirken des Führers AdolfHit - l e r und grüßte ihn unter freudiger Zustimmung des Kreistags mit dreimaligem Sieg-Heil-Ruf.
Rundfunkprogramm.
Mittwoch, 8. April:
6 Uhr: Choral — Morgenspruch. 6.30: Frühron- zert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik zur Arbeitspause. 11: Hausfrau hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wünsche. 15.15: „Mutter und Kind". Ein Bericht aus dem NSV.- Haus in Kassel. 15.45: Auf Scheffels ©puren. Anläßlich des 50. Todestages des Dichters (9. April). 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: Siedlerfchickfal im fernen Land. Funkfolge vom Ringen der Arbeit. 18: 2 Stunden musikalischer Hochgenuß. 19.45: Er- zeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. Uta von Naumburg. 20.45: Aus der Stadthalle in Kassel: Deutscher Opernabend des preußischen Staatstheaters mit „Kraft durch Freude". 22: Nachrichten.
MAGGI5 WÜRZE
Senf-Soße zu gekochtem Fisch
2 Eßlöffel (40 g) Sutter, 2 Eßlöffel (40 g) Mehl, 1/2 Titer Doffer ober Kochbrühe,) Teelöffel Maggis Würze, 1 Prise Zucker, 3 Eßlöffel Sens, Essig und Solz noch Geschmack. Die Sutter zergehen lassen, bas Mehl darin hellgelb schwitzen, mit dem Wasser oder der Fisch-Kochbrühe aussüllen und unfei ständigem Rühren gut durchkochen. Den Sens mit dem Essig und einer Prise Zucker darunterquirlen, die Soße vom Feuer cebmeu uab noch Solz Hwie Moggi's Würze Lhschmeckerv


