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70 Jahre Vaterländischer Frauenverein

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Matrosen Gobel ins Handgemenge kam und Die|en hinterrücks in den Rhein stieß. Als sich dann der Matrose wieder aus dem Wasser herausarbeiten wollte und das Ufer hinaufkletterte, stieß Wilhelm ihn mit Fußtritten wieder in den Strom zurück. Darauf versank der Matrose in den Wellen uno kam nicht mehr zum Vorschein. Der Angeklagte Wilhelm Höfer schilderte jedoch alles ganz anders. In der Zeugenvernehmung stehen die in scharfem Widerspruch zueinander. Die lung mußte zur Ladung eines neuen Zeugen aus-

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bei der Knrzschrlfiverelnignng der Deutschen Arbeitsfront Beginn 20 Uhr

Johann HöfSk aus Miesenheim und dert gleich- eitrigen Wilhelm Höfer aus Homberg. Dl- An- geklagten, die in keinem verwandtichaftllchen Ver­hältnis zueinander stehen, leugnen, die Tat began­gen zu haben, belasten sich aber gegenseitig stark. Am Abend des 6. November 1922 ging der Ma­trose Gobel mit mehreren Arbeitskameraden von Bord seines in Urmitz .vor Anker liegenden Dampfers an Land, um Einkäufe 3^.tätigen. -P1 Matrosen kehrten anschließend in die Wirtschaft ein. Nach einer Auseinandersetzung im Lokal gab es aus der Straße eine Prügelei, wobei Gobel mit Ge­walt in den hochgehenden Rhein geworfen wurde und ertrunken ist. Der Täter konnte damals nicht

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Gestern mittag verschied plötzlich nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Luise Weller, geb. Lepper

im Alter von 56 Jahren

Die trauernden Hinterbliebenen:

Heinrich Weller 16., Schuhmachermeister

Luise Weller

Adolf Weller und Frau

Gießen,Wieseck,Offenbach, Hörbach, Neunkirchen/Saar, den 5.Nov.l936

Die Einäscherung findet in aller Stille statt

Bekanntmachung.

Die Bauarbeiten für einen Schmutzwasserkanal im Sandkauterweg sollen auf Grund der Reichsverdin­gungsordnung für Bauleistungen öffentlich vergeben werden. 7043D

Die Verdingungsunterlagen und Angebotsvor­drucke sind ab Montag, den 9. d. 21L, bei uns er­hältlich.

Die Angebote sind spätestens zum Erösfnungs- termin am

Samstag, dem 14. b. 21L, vormittags 10 Uhr, an das Städtische Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg 9, abzugeben, wo die Oeffnung der Angebote erfolgt. Zuschlags- und Bindefrist vier Wochen.

Gießen, den 6. November 1936.

Städtisches Hoch- und Tiesbauamt. G r a v e r t.

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ÄdR. lieber der Niederung lastet ein schwerer, grauer Himmel. Der Sturm heult und laßt den rasenden Fluß immer mehr anschwellen. Die Wellen lecken am Deich hinauf, die Bauern und Landarbei- er freiwillige Helfer der verschiedensten Organi­sationen arbeiten fieberhaft, den Deich zu halten. Da plötzlich ein Schrei, vielstimmig, rauschend schießt das Wasser durch die Einbruchstelle, strömt weiter bis zu den Häusern hinter dem Deich. Bal­ken krachen, Steine fliegen umher, Frauen und Kinder schreien und weinen. In den umliegenden Ortschaften ist Alarm. Jeder freiwillige Hel­fer des Roten Kreuzes, jede Samariterin und Helferin hat die Arbeit liegen zu lassen, ver­tauscht das Arbeitskleid mit der grauen Uniform und der weißen Haube mit dem Roten Kreuz und eilt zur Unglücksstätte. Aus der nahegelegenen Stadt fahren die Frauen und Mädchen heran, ihre Arbeit im Betrieb oder Haushalt blieb liegen, denn die Organisation fordert ihren Einsatz, und sie sind bereit.

Immer und zu jeder Stunde müssen die frei­willigen Helfer des Roten Kreuzes bereit fein, sich in den Dienst des Volkes zu stellen. Da gibt es kein persönliches oder berufliches Ereignis, das als Entschuldigung für ein Fernbleiben gelten könnte. Bereit sein, immer, und auf jeden Ruf des Roten Kreuzes sogleich an den Sammelplatz eilen, Sonn- und Feiertags und am Alltag, mitten aus dem Beruf heraus. Wir alle kennen die grauen Zelte mit der weißen Fahne, in denen die Frauen und Mädchen in grauweißen Kleidern und weißer Haube still ihres Amtes walten, in denen sie ihren männlichen Kameraden zur Hand gehen, wenn es gilt, einen Verunglückten zu verbinden, zu betten und fortzuschaffen. Ueberall an Flüssen und Seen, an Autostraßen, auf Festwiesen, bei Versammlun­gen und Aufmärschen treffen wir die Samarite­rinnen des Roten Kreuzes. Vielleicht haben die wenigstens von uns sich Gedanken gemacht, wie es möglich ist, daß diese Frauen immer sogleich be­reit sind, wenn irgendwo ein Unfall geschieht, wenn Ueberschwemmungen oder andere Naturkatastrophen eintreten. Die Samariterinnen und Helferinnen des Roten Kreuzes, die ehrenamtlich ihre nicht immer leichte Pflicht erfüllen, müssen sich verpflichten, auf jeden Ruf der Organisation sofort herbeizueilen. Nur

gefaßt werden. Johann Hofer will am Rhelnufer Zeuge gewesen sein, wie Wilhelm Höfer mit dem Matrosen Gobel ins Handgemenge kam und diesen hinterrücks in den Rhein stieß. Als sich dann der

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der Arbeitsge­meinschaft Gie- ßencrSoldaten- kameradschaft.

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Rauhreif keine Seltenheit. Unmittelbar ünter den Antennen wird der Sender eingebaut. Im Erdge­schoß findet ein Postamt Unterkunft. Bis zum Frühjahr hofft man den Bau fertiggestellt zu haben. Dann werden die Maschinen und Geräte hinaufgeschafft und eingebaut werden. Im Herbst 1937 denkt man den regelmäßigen Sendebetrieb aufnehmen zu können.

Gegen den Wahrsage-Unfug.

Durch eine bis zum 1. November 1946 in Kraft bleibende Verordnung hat der Polizeipräsident jetzt dem Wahrsageunfug für den Stadtbezirk Wiesbaden ein Ende bereitet. Unter Androhung von Strafen wird das entgeltliche Wahrsagen, die öffentliche Ankündigung entgeltlichen oder unent­geltlichen Wahrsagens, sowie der Handel mit Druck­schriften, die sich mit Wahrsagen befassen, verboten. Zu dem verbotenen Wahrsagen gehört das soge­nannte Kartenlegen, die Stellung des Horoskops, die Stern-, Zeichen- und Traumdeutung. Die Deu­tung des Charakters aus der Handschrift «uf wis­senschaftlicher Grundlage fällt nicht unter das Ver­bot dieser notwendigen Verordnung.

Günstige Aussichten

für die Hebung des Wracks derElbe 1 .

Die Arbeiten an der Unfallstelle des Feuer- s ch i f f e sE l b e I" sind soweit gediehen, daß vom BergungsdampferReiher" aus die ersten Tauch­versuche unternommen werden konnten, ote führten zur genauen Feststellung der Lage des untergegangenen Feuerschiffes. Wann mit Der Hebung des Wracks begonnen werden kann, steht im Augenblick noch nicht fest, doch werden die Aussichten, das Wrack zu bergen und emzu- schleppen, bei der gegenwärtig ruhigen Wetterlage als günstig beurteilt.

meuteret in einem amerikanischen Zuchthaus.

Im Zuchthaus von Montgomery im Staate Alabama drangen zwei zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte Sträflinge mit vorgehaltenen Revolvern in das Zimmer des Oberingenieurs und zwangen ihn, die Schlüssel des Kraft­werkes auszuliefern. Die Sträflinge durch­schnitten darauf in einem kleinen Tunnel unterhalb des Kraftwerkes sämtliche L e i t u n g s d r a h t e, darunter auch das Telephonkabel, so daß das Zuchthaus in völlige Dunkelheit getaucht wurde. Bei der allgemeinen Verwirrung sind etwa 10 Sträflinge über die Mauern ent - k 0 m m e n. Die in der dem Zuchthaus angesch offe­nen Baumwollspinnerei arbeitenden Sträflinge versuchten zu meutern und zerschlugen mit Ham­mern die Maschinen; sie wurden jedoch durch Maschinengewehrseuer der Wächter am Ausbruch verhindert.

Ein Mord nach 14 Jahren vor Gericht.

Dor dem Koblenzer Schwurgericht begann die Verhandlung einer Mordsache, die bereits 14 Jahre zurückliegt. Angeklagt sind zwei Manner, die sich seit Januar d. I. unter dem dringenden Ver­dacht, damals den Matrosen Gobel in Urmitz in den Rhein geworfen zu haben, in Untersuchungs­haft befinden. Es handelt sich um den fahrigen

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durch diese straffe Organisation ist es möglich, m kürzester Zeit den denkbar größten Helferstab zur Verfügung zu haben.

lieber IV« Million Helfer und Helfe- rinnen sind im Roten Kreuz zusammengefaßt. Von diesen VA. Millionen stehen im Bereitschasts- dienst 66 826 Samariterinnen und 6760 Helferin­nen. Die Samariterinnen haben eine Aus­bildung von 20 Doppelstunden hinter sich und sind bestimmt, zusammen mit den Sanitätskolonnen im Rettungs-, Sicherheits- und Hilfsdienst eingesetzt zu werden. Die Helferinnen haben zu der Ausbildung der Samariterin noch eine dreimona­tige Fortbildung im Krankenhaus durchgemacht und dienen im Bedarfsfall als Ersatz der Schwe­ster im Krankenhaus. Die Helferinnen und Sama­riterinnen müssen sich verpflichten, den Dienst am Kranken nicht als Beruf auszuüben, sondern nur im Bedarfsfall eingesetzt zu werden.

Durch Vereinbarungen mit der NS. - Frauen- schaft und der Reichsjugendführung ist die Nachwuchsfrage für die freiwilligen Helferinnen und Samariterinnen des Roten Kreuzes ficher- gestellt. Die Mädel des BDM., die jungen Mäd­chen aus der Frauenschaft sollten sich noch mehr, noch geschlossener für die Erste Hilfe heranbilden lassen, damit jede einzelne von ihnen im Ernstfall gerüstet ist und einspringen kann.

Am 11.November feiert der Vaterländische Frauenverein, dem das Rote Kreuz ange­hört, seinen 70. Geburtstag. Viele hunderttausend Männer und Frauen sind durch seine Kurse ge­gangen und können im Bereitschaftsdienst bei Krankheiten und Notständen eingesetzt werden. Jährlich werden mehrere tausend landwirt­schaftliche Betriebshelfer in Deutschland ausgebildet, über 2000 G e m e i nd e p f l e g e st a > Honen werden auf dem Lande vom Roten Kreuz betreut. Viel Segen hat der Dienst der Rote-Kreuz- Schwestern und freiwilligen Helferinnen und Helfer geschaffen. Noch mehr Segen würde er stiften, wenn sich noch mehr Mädel, noch mehr Frauen im Bereitschaftsdienst ausbilden ließen.

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Liane von Gentzk0w. Der Condot­tiere. Verlag B. Behrs-Friedrich Fedderfen, Berlin. (297) Auf Grund sorgfältiger Stu­dien der italienischen Renaissance des 15. Jahrhun­derts wird hier ein charakteristisches Bild der Söldnerführer dieser Zeit, halb Held, halb Aben­teurer, halb Geschäftsmann, halb Soldat und Herr­scher farbig und lebendig herausgearbeitet. Die spannende Handlung hält den Leser bis zuletzt m Atem.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeork Frankfurt.

Die Wetterlage ist in einer Umgestaltung be­griffen. Während das über Osteuropa liegende Hoch­druckgebiet weiter an Raum gewonnen hat, setzte gleichzeitig über Frankreich und England Drucksall ein. Hierbei kam bei uns eine verbreitete ©uojtro mung in Gang, die erneut Warmluft

Bei der fortschreitenden Umbildung der Wetterlage wird wieder mit stärkerer Unbeständigkeit zu rechnen sein, doch wird der Witterungsablauf sich im ganzen etwas lebhafter gestalten, so daß das Wetter zeitweise auch einen etwas freundlicheren Charakter annimmt.

Aussichten für Samstag: Veränderlich bewölktes Wetter mit zeitweiligen Niederschlagen, bei auffrischenden südlichen bis südwestlichen Win­den ziemlich mild.

Aussichten für Sonntag: Bei Luftzu­fuhr aus Südwest wechselnd bewölktes Wetter mit einzelnen Regenfällen, etwas kühler.

Lufttemperaturen am 5. November: mittags 8,5 Grad Celsius, abends 8,2 Grad; am 6. November: morgens 7,4 Grad. Maximum 8,5 Grad, Minimum heute nacht 6,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm > Tiefe am 5. November: abends 7,6 Grad; am 6. No- vember: morgens 6,9 Grad. Niederschläge 0,2 mm.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. : Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; . für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- . (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der . Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. X. 36: 10 00& ' Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in : Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich ' 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

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