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Der Bauerntag in Friedberg.

Vom Kreisbauernsührer der Kreisbauernschasi Obechessen-West, Ott.

Der vom 10. bis 14. Oktober in Friedberg statt­findende Bauerntag der Kreisbauernschaft Ober- Hessen-West mit der damit verbundenen Heimctt- und Lehrschau ist ein Rechenschaftsbericht der ge­leisteten Bauernarbeit eines Jahres, zugleich aber auch ein Ansporn zur freudigen weiteren Mit­arbeit am Aufbau unseres Vaterlandes auch in kommenden Zeiten.

TNilliardenwerte gehen alljährlich der deutschen Volkswirtschaft verloren durch Verderb wert­voller Nahrungsgüter. Auch du sicherst die deutsche Nahrungsfreiheit, indem du der Parole folgst: Kampf de.m Verderbt

Dauernarbeit ist hart und schwer, ihr Erfolg hänat mit von den unbestimmbaren Witterungs- einflussen ab. Wird, wie schon so oft, diese harte Arbeit einmal am Ende eines Jahres durch eine schlechte Ernte nicht gelohnt, so hält das doch unser Landvolk nicht davon ab, im nächsten Jahre mit demselben Fleiß und mit derselben Zähigkeit wie

vorher seinen Boden zu bestellen, zu säen und zu schaffen im festen Glauben an eine neue Ernte. Es tut dies nicht um des Gewinnes willen, etwa nur um Geschäfte zu machen und zu verdienen, sondern weil in ihm das Bewußtsein verankert ist, der Nährer und Erhalter des Volkes zu sein. Wir können mit Stolz heute sagen, daß sich in unseren Tagen das Landvolk dieser hohen und heiligen Aufgabe voll bewußt ist.

Wie der Bauer heute an diese Aufgabe heran­geht, um sie zum Wohl der Gesamcheit zu lösen, wie ihn der Reichsnährstand dabei unterstützt und belehrt und ihm die Ziele und Richtlinien weist, und wie der Führer unser deutsches Landvolk zur Grundlage des Wiederaufbaues unseres ganzen Volkes bestimmt hat, das zeigt der Bauerntag un­serer Kreisbauernschaft Oberhessen-West und die Heimat- und Lehrschau.

Alle Männer und Frauen, die Jugend der Dör­fer unserer schönen Kreisbauernschaft, werden durch ihre Teilnahme am Bauerntag in Friedberg be­weisen, wie sehr sie mit den ihnen gestellten Auf­gaben verbunden sind und wie tief sie in der hei­ligen Volksgemeinschaft wurzeln, die wir unserem I Führer zu verdanken haben, und der ihre Lebens­arbeit gilt.

Flugzeuge bedrohen den Viehbestand.

Diele deutsche Bauern können sich nicht vorstellen, daß im Kriege auch ihr Heimatdorf von feindlichen Fliegern bedroht ist. Sie glauben nur an Gefahren für die große Stadt. Das ist falsch. Im Ernstfall sind Stadt und Land bedroht. Der Gegner wird sich nicht scheuen, seine Flugzeuge zu vollem Einsatz zu bringen, um die Widerstandskraft des Volkes zu erschüttern und zu brechen. Er kann es tun, weil die Flugzeuge viel leistungsfähiger find als 1918, und er wird es tun, weil er durch Vernich­tung von Viehbeständen die Ernährung des Volkes in Frage stellen kann.

Deshalb muß auch der Bauer in vollem Um­fang an der Vorbereitung des Selbstschutzes in der Heimat teitnehmen und schon im Frieden alle erforderlichen Maßnahmen treffen.

Man kann nicht früh genug beginnen. Jrn letzten Augenblick ist es zu spät. Selbstverständlich ist das wichtigste die Sorge um die Erhaltung des Viehbestandes, weil die größte Gefahr durch Brände und Rauch entsteht. In vielen Fällen wird es möglich sein, Pferde, Rinder, Schweine, Schafe usw. nicht in den Ställen, sondern auf den Weide­plätzen und in den Wäldern unterzubringen. D i e plötzliche Ueberführung der Tiere muß geübt sein. Das notwendige Personal muß genau eingeteilt sein; Räumungstrupps müs­sen zusammengestellt werden. Futter- und Tränke­stellen sind anzulegen; man kann auch wenn örtliche Verhältnisse es erlauben daran denken, das Vieh in Kriegszeiten in abgelegenen Stallun­gen unterzubringen. Die Hauptsache ist, daß die Anweisungen zur Räumung der Ställe frühzeitig gegeben werden und jeder seine Aufgabe genau kennt. Gleichzeitig muß dafür gesorgt werden, daß Tiere, die in den Wintermonaten dem Aufenthalt

im Freien nicht gewachsen sind, auf die vorhande­nen Ställe verteilt werden.

Alles muh von dem Standpunkt betrachtet wer­den, daß angreifende Flieger unter dem Vieh möglichst wenig Schaden anrichten können.

Da in vielen Fällen eine Unterbringung des Viehes im Freien nicht möglich ift, muß auch der Sicherung der Ställe besondere Aufmerk­samkeit geschenkt werden. Vor allem ist Schutz gegen Splitter und chemische Kampfstoffe nötig. Meist wird die Abdichtung der Stallöffnungen durch Stroh oder Mist in ähnlicher Weise, wie sie bei strenger Kälte üblich ist, genügen. Auch das Benageln oer Türen und Fenster mit dicken Säcken, die öfters angefeuchtet werden, ist vorteilhaft. Wichtig ist auch die Abblendung des Lichts in den Ställen; keinerlei Lichtstrahlen dürfen nach außen fallen.

Da die ernsteste Gefahr im Entstehen von Bränden liegt, muß überall dem Feuerlösch­wesen größte Beachtung geschenkt werden, hier kann und muß in allen Dörfern wesentlich mehr als bisher geschehen.

Ueber die Wasserversorgung bei besonderer Brand­gefahr muß man sich schon im Frieden klar werden. Die Anlage von Teichen und die Wiederinstand­setzung von Brunnen kommt in Betracht. Die Dorf­bewohner müssen zu Hebungen zusammengefaßt werden. Frauen und Kinder sind schon im Frieden weitgehend auszubilden, damit sie im Kriege die abwesenden Männer ersetzen können.

Neue große Aufgaben treten an Deutschlands Bauern heran. Sie müssen gelöst werden, wenn die Zukunft des Reiches gegen alle Angriffe von außen gesichert sein soll.

GießenMarburg in der Kurve dicht hinter Lollar, bei Kirchberg, ein schwerer Verkehrsunfall. Dort stieß der auf seinem Motorrad fahrende Heinrich Letsch aus Groß-Seelheim bei Marburg mit einem kleinen Lastwagen zusammen. Dabei erlitt Letsch am Kopf und an den Beinen schwere Der- letzungen, die seine Heberführung in die Chirurgische Klinik erforderlich machten.

Gondergericht in Gießen.

Der 42jährige Karl Schmidt aus Butzbach war angeklagt, über die Wehrmacht abfällige Äußerun­gen gemacht, sowie ruhestörenden Lärm verursacht zu haben. Die Schuld des Angeklagten konnte bezgl. der Beleidigung nicht einwandfrei erwiesen werden weshalb der Angeklagte freigesprochen wer­den mußte. Wegen der Ruhestörung erhielt er eine Geldstrafe von fünf Mark, Hilfsweise ein Tag Haft auferlegt.

Wegen Beleidigung der Reichsregierung verur­teilte das Sondergericht den 59jährigen Max N a - lenz aus Danzig zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei. Monaten so­wie zur Tragung der Kosten des Verfahrens.

Der aus Hemelingen gebürtige 39 Jahre alte Wilhelm Heus hatte sich wegen Betrugs, Unter« fchlagung, sowie eines Vergehens gegen § 1 des Heimtückengesetzes (Beleidigung von Regierungs­mitgliedern) zu verantworten. Der mehrfach, auch einschlägig vorbestrafte Angeklagte wurde zu 2'/- Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Der Angeklagte ist im Laufe dieses Jah­res in verschiedenen Städten Deutschlands herum- aereist, hat auf seinen Reisen angegeben, er sei holländischer Kaufmann, seine im Auto mitgeführ- ten Waren seien in Deutschland beschlagnahmt wor­den, er stünde zur Zeit ohne Geld da, und ver­langte von den angegangenen Volksgenossen einen gewissen Betrag als Darlehen, den er, wie er an» gab, sofort nach seiner Rückkehr nach Holland be­schaffen wolle. Bei diesen Gelegenheiten erzählte er in vielen Fällen Greuelmärchen und beleidigte Regierungsmitglieder.

Oberhessen.

40 Jahre im Dienst.

Der Gendarmeriemeister Georg von der Au in Lollar konnte am 3. Oktober auf eine vier­zigjährige Dienstzeit zurückblicken. Der Jubilar war am 3. Oktober 1896 bei dem Dragoner- Regiment Nr. 23 in Darmstadt eingetreten und hatte dort bis zum 30. April 1909 gedient. Am 1 Mai 1909 trat er zum hessischen Gendarmerie- Korps über, wo er angestellt wurde. Er bestand dann die Gendarmeriemeisterprüfung und ist seit einer Reihe von Jahren als Gendarmeriemeister in Lollar stationiert. Von seinen Vorgesetzten wird er als gewisserhafter und tadelloser Beamter sehr ge­schätzt, ferner erfreut er sich infolge feiner vortreff­lichen Charaktereigenschaften und seiner ausgezeich­neten kameradschaftlichen Gesinnung bei seinen Kameraden, wie auch in weiten Kreisen der Be­völkerung großer Beliebtheit.

ßbrung eines altenBanernqeschiechtes.

dem alt- seit

* U tf a (Kreis Schotten), 6. Okt. Am Dienstag, 6. Okt., feiern Herr Georg Schmidt und seine Ehefrau Elisabeths, geb. Döpfer, in Ulfa das seltene Fest der Eisernen Hochzeit. Schmidt ist Alt­veteran von 1870/71 und wurde bei Gravelotte schwer verwundet. Wie wir hören, beabsichtigt die Gemeinde, am Hochzeitstage der lieben Alten eine besondere Ehrung dadurch zuteil werden zu lassen, daß ein Gottesdienst in der Kirche abgehalten wird, an dem die ganze Gemeinde teilnehmen wird. Herr Schmidt ist 86. seine (Ehefrau 90 Jahre alt. Beide sind chrem Alter entsprechend noch sehr rüstig.

3n der Sandgrube tödlich verunglückt.

* Butzbach, 5. Okt. Der Fuhrmann Häuser aus Hausen bei Butzbach war am heutigen Mon­tagnachmittag in der Sandgrube bei Griedel mit dem Ausladen von Sand auf sein Fuhrwerk beschäftigt. Plötzlich kam eine umfangreiche Schicht des Erdreichs rasch in Bewegung und verschüttete den Mann vollständig. So­fort eingeleitete Rettungsarbeiten führten erst nach etwa Inständiger Ausgrabungstätigkeit zu dem Er­folg, daß man den Verunglückten aus dem riesigen Sandberg herausbringen konnte. Leider war in­zwischen der Tod durch Ersticken eingetreten. Der bedauernswerte Mann hinterläßt eine Frau und zwei Kinder.

Seqelfluqzeua^ause in Schotten.

Don der Michsautobahn im Kreise A'SkelV

A Alsfeld, 5. Okt. Bei den Arbeiten an der Reichsautobahn an der Baustelle zwischen Alsfeld und Eifa sollte eine der dort einge­setzten Baggermaschinen nach einer anderen Stelle verbracht werden. Bei dem Transport über eine Wiese brach das 100 Tonnen schwere Gerät an einer sumpfigen Stelle fast zwei Meter tief ein. Die sofort eingeleiteten Arbeiten zur Hebung des Baggers führten bis jetzt zu keinem Erfolg. Es soll mit Hilfe besonders zu diesem Zwecke herbeizu­schaffender Maschinen versucht werden, das schwere Gerät wieder zu heben und transportfähig zu machen. Das ungewohnte Schauspiel hatte am

bauernführer L. Großhaus überreichte Landwirt Otto Z ö ck l e r die Ehrentafel für eingesessene Bauerngeschlechter, da feine Sippe 17 3 3 auf ihrem Hofe erbeingefeffen ist.

Eiserne Hochzeit.

anwesenden Ortsgruppen zur Parade vor dem ver­hüllten Flugzeug an. Der Propagandaleiter der Landesgruppe Richter sprach in eindringlichen Worten über die hohe Bedeutung des Segelflug­sportes. Eine ungeheure Klein- und Vorarbeit werde durch diese Nachwuchserziehung für unsere Luftflotte geleistet. Der erste Arbeitsabschnitt, die Werkstattleistung, sei glücklich vorüber, nun beginne die Hauptarbeit, der Flugbetrieb und die Wehr­freudigkeit. Begeistert sprach er über die hohen, edlen Ziele der Fliegerei. Er nahm dann die Weihe und Taufe des Flugzeuges vor. Eine Flasche Sekt zerschellte, die Hülle des Flugzeuges fiel. Es führt den Namen der Heimatstadt Schotten.

Bürgermeister Menge! überbrachte dann die Glückwünsche der Stadt Schotten und knüpfte da­bei an das Stadtwappen an, den weißen Falken auf blauem Grunde, der auch auf das neue Flug­zeug aufgemalt ist. Er richtete einen Appell an die Jugend, sich im Interesse der großen nationalen Sache freudig diesem herrlichen Sport hinzugeben.

Der Leiter der Ortsgruppe Gedern Engel über­brachte die Glückwünsche der Ortsgruppe Gedern.

Hierauf hielt Ministerialrat Ringshausen eine längere Ansprüche, deren tiefere Bedeutung darin lag, daß nicht der Mensch zu einer toten Maschine werden solle, sondern mit freudiger Hin­gebung an die Nation seine Seele und seinen Willen für sein Volk einsetzen muß. Reicher Beifall folgte den Ausführungen.

Kreisleiter K r o m m sprach in seinem Schluß­wort, im Hinblick an die Einweihung des Panzer­schiffesScharnhorst", über die Bedeutung der Fliegerei für die nationalsozialistische Jugend. Sein Sieg-Heil galt dem Führer. Die deutschen Lieder wurden aefunqen. Danach folgte der gemütliche Teil.

Der Stützpunkt Schotten wurde durch

4- Grünberg, 5. Okt. Die hiesige Erntedank- feier am Sonntagabend in der Turnhalle, die gut besucht war und im wesentlichen Darbietungen von HI., BDM. und Turnverein brachte, erhielt da­durch eine besondere Bedeutung, daß mit ihr die Ehrung eines über 200 Jahre alten Bauerngeschlechtes verbunden war. Orts-

y. Schotten, 4. Okt. Der Segelflieger- Verfügung der Landesgruppe zur Ortsgruvpe Stützpunkt Schotten hatte gestern einen erhoben, die damit einen erneuten Auftrieb erfährt, großen Tag: Das von ihm erbaute Segels lug-, zeug wurde e i u g ° w - i h t Die Turnhalle war festlich geschmückt und sehr gut besetzt. Viele benach­barte Segelslieger-Ortsgruppen, so Gedern, Nidda, Ulrichstein, Butzbach, waren sehr stark vertreten. Die Landesgrupp- Hessen war durch ihren Prvpa- aandaleiter Richter vertreten Besondere Freude löste es aus, daß auch Ministerialrat Rings- hausen erschienen war.

Nach einleitenden Musikstücken begrüßte dir Letter des Stützpunktes Schotten, Dr. Paul W e b e r, tue Gäste und teilte mit, daß an dem Flugzeug von der Schar 2267 Arbeitsstunden bis ^ Fertigstellung m freudiger Hingabe an die edle öadye geleistet wor­den feien. Sofort am nächsten Montag werde mit dem Bau des zweiten Flugzeuges begonnen.

Alsdann traten sämtliche aktiven Flieger aller

gestrigen Sonntag eine große Menschenmenge an die Hnfallstelle gelockt. Im Raum der Gemarkung Alsfeld ist nunmehr auch das große Bauwerk der Heberführung der Schwalm an der Straße Alsfeld Altenburg in Angriff genommen worden.

Landkreis Gießen.

x» Watzenborn-Steinberg, 5. Okt. Eine Versammlung des Obst- und Gartenbau­oereins fand am Samstagabend bei Mitglied Wilhelm Pfaff statt. Der Vorsitzende, Lehrer Rät­ter, sprach über den Obstbau in der Erzeugungs­schlacht. Im vergangenen Jahre hat der Verein 140 Obstbäume für seine Mitglieder zum Verkauf ge­bracht. Auch in diesem Jahre soll ein gemeinsamer Bezug der Bäume stattfinden. Die vom Verein an- geschaffte Obstkelter wurde in diesem Herbst bereits von 30 Mitgliedern benutzt. Der Verein zählt 128 Mitglieder, eine Neuanmeldung kam hinzu. Für den kommenden Winter ist ein Vortrag geplant. Nach reger Aussprache wurde die Versammlung geschlos­sen.

* Leihgestern, 6. Okt. Gestern abend wurde hier der auf dem Fahrrad von feiner Arbeit heim­kehrende Walter Arnold von einem Vieh­transportauto angefahren. Der be­dauernswerte Mann erlitt dabei eine Gehirnerschüt­terung und einige weitere Verletzungen, die seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik erforder­lich machten.

! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 5. Okt. Die Bauern beginnen nun mit der Aussaat der Winterfrucht. Infolge der steten Feuchtig­keit gibt es Heuer zahlreiche Schnecken, doch ha­ben die letzten kalten Nächte wohl ihrem Schäd­lingswerk Einhalt geboten. Eigentümlich ist es, daß es auch verhältnismäßig viel Feldmäuse gibt, die doch sonst nur in trockenen Sommern Vor­kommen. Die Kartoffeln sind zum größten Teil geerntet. Im allgemeinen ist man recht zu­frieden mit dem Ergebnis. Ganz versagt hat aller­dings die SorteIndustrie", die den vielen Regen nicht vertragen konnte. Alle andern Sorten dage­gen brachten eine gute Ernte. Ganz vorzüglich sind in diesem Jahre die Dickwurz und vor allem die Kohlraben geraten. Zu der reichen Heu- unb Grummeternte, sowie zu dem vielen Grün­futter treten nun diese Hackfrüchte, sodaß es den Bauern leicht gemacht ist, chr Vieh durchzuhalten. Man sieht Aecker, auf denen kaum eine Dickwurz unter 5 kg zu finden ist. Allerdings handelt es sich hier um nur bestes und gut gedüngtes Land. Trotzdem fast täglich mehrere Eisenbahnwagen und zahlreiche Lastautos mit Zwetschenladungen abgingen, hängt immer noch ein beträchtlicher Teil

Asf

Sonntag tim vier

wäre ein großes Fußball-Spiel, halle Frau Knufsel ge­sagt, eine entfernte Bekannte von Hase's. Sie wußte es von ihrer Tochter Anni, und die wieder von einer Freun- I bin, die mit einem Sportler so gut wie verlobt roati Eine nette Gelegenheil, dachte sich Hase, den vielen Arger der letzten Tage zu vergesien . . .

Aber draußen am Sportplatz - gähnende Leere!IS um 8 Tage verschoben", sagte der Wachter,hat ja extra drin gestanden!"

Hase weiß mal wieder von nichts.

Tja hätte er Zeitung gelesen!

Aus dritter Hand gibt'Slange Leitung".

Die r i ch 1' g e Nachricht bringt die Zeitung!

Zwetschen. Der Preis für gepflückte Früchte ist im Ansteigen begriffen. Zur Zeit werden 8 RM. und mehr für den Zentner Zwetschen bezahlt. Alle Obst­baumbesitzer, die chre Bäume vorschriftsmäßig ge- spritz hatten und deshalb gutes Obst ernteten, kön­nen in diesem Jahre sehr zufrieden fein, wenn sie Aepfel verkaufen. Die Händler zahlen für tadel­loses, schorffreies Obst sehr hohe Preise. So kosten zur Zeit bessere Tafeläpfel, wie Boskop, Landsber­ger, Blenheim usw. 15 bis 19 RM. je Zentner. Wirtschaftsäpfel kosten etwa 11 bis 12 RM. je Zentner. Das sind Preise, wie man sie in den letzten Jahren nie erhalten hat. In den Gär­ten haben die letzten Frost nächte es wurden drei Grad unter Null gemessen die schönen Herbstblumen, wie Dahlien, Begonien usw. zerstört. Ebenso erfroren alle Tomaten und Bohnen.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg (Kr. Schotten), 5. Okt. Mit herzlichen Dankesworten und Glückwünschen konnte unser Ortsbauernführer Wilhelm Horst im Namen des Reichsnährstandes bei unserer Erntedank- feicr im Schlärbschen Saale an drei Arbeiter und Angestellte in unserem Dorfe für lang­jährige treue Arbeit schöne Anerkennungs­diplome überreichen. Alle drei sind im Forstbe­triebe des Grafen Solms-Laubach tätig, und zwar Friedrich P a r r 29, Wilhelm Graf I. 26 unb Förster Karl Becker 24 Jahre.

Kreis Alsfeld.

§ Alsfeld, 5. Okt. Am vergangenen Donners­tag fand auch hier ein Konzert der Luft­waffe zum Besten der NSV. statt. Der große Saal desDeutschen Hauses" war bis auf den letzten Platz besetzt. Vor Beginn des Konzertes richtete der Kreisamtsleiter der NSV. Götz (Als­feld) herzliche Begrüßungsworte an die Erschienenen und das Musikkorps der Luftwaffe. Rektor H f i n g e r (Alsfeld) als Vertreter des Kreisleiters wid­mete ebenfalls der Kapelle und ihrem Leiter herz­liche Begrüßungsworte namens der Partei. Er wies auf die Volksverbundenheit des neuen deutschen Heeres mit dem deutschen Volke hin. Das Konzert brachte allen Zuhörern einen ausgezeichneten Ge­nuß. Bewunderung erregte die exakte musikalische Leitung und die hervorragende Klangfülle des Mu- sikkorps. Während der erste Teil des Konzertes sorgfältig ausgewählte Konzertstücke brachte, kam im zweiten Teil vorwiegend der militärische Charak­ter des Konzertes mit Militärmärschen zur Gel­tung. Den Abschluß des Konzertes bildete der große Zapfenstreich. Die künstlerisch hervorragenden Lei­stungen, die das Musikkorps unter der Leitung von Obermusikmeister Knauth bot, fanden stürmischen wohlverdienten Beifall.

Gießener Vochenmorktpreise.

* Gießen, 6. Okt. Auf dem heutigen Wochen markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Marken­butter 1,55 bis 1,60, Matte 20 bis 25, Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, % kg 8, Weißkraut 5 bis 8, Rot­kraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8, Bohnen (grün) 15 bis 20, Hnterkohlrabi 8 bis 10, Erbsen 20 bis 30, Rosenkohl 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 15 bis 18, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 70, Kürbis 5 bis 6, Blumenkohl 10 bis 60, Salat 5 bis 15, Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurken 2 bis 5, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 4 bis 8, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 20 bis 25, Radies­chen, Bd., 10, Aepfel 15 bis 28, Birnen 10 bis 15, Zwetschen 9 bis 10, Falläpfel 3 bis 6, Kartoffeln, 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,50 Mark.

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