Ehrengabe für versorgungs berechtigte Frontkämpfer.
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leitung des Führers befand sich Generalleutnant . Witzleben und Generalmajor Busch. Der sichrer begab sich gegen 18 Uhr in Begleitung von ^eichsminister Rudolf Heß und Reichssportführer o n Tschammer und Osten vom Olympiastadion nach der D e u ts ch l a n d h a l l e, wo die lewichtsh^ber - Entscheidungen im Mittel- und Schwergewicht stattfinden.
Empfang beim Reichsaußenminister.
Berlin, 6. Aug. (DNB.) Der Reichsminister ?s Auswärtigen und Freifrau von Neurath ^ranstalteten am Mittwochabend anläßlich der I. Olympischen Spiele Berlin 1936 im Schloß harlottenburg eine Abendtafel mit an» fließendem Empfang zu Ehren des Präsiden- n und des Bollzugsausschusses des Internationalen Olympischen Komitees und zur Zeit in Ber- Jn weilender ausländischer Fürstlichkeiten und taatsmänner. Unter den Gästen befanden sich ein* Königliche Hoheit der Kronprinz von t a l i e n, Seine Königliche Hoheit der Kron- rinz von Griechenland, Ihre Königlichen oheiten Erbprinz und Erbprinzessin ustav Adolf von Schweden, die beteilig- bn Missionschefs und deutsche Persönlichkeiten mit Ören Damen.
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Entscheidungen gab es am Mittwoch auch im Gewichtheben der Mittelgewichts- Klasse und im Florett-Fechten der Frauen. Beim Gewichtheben errangen Rudi 3 3 m a 9 r, der Sieger von 1932, die Silberne und Wagner- Essen die Bronzene Medaille. Olympia- Sieger 1936 wurde der Aegypter Touny. Im Frauen-Florett-Einzel-Fechten erwies sich die Uniatin Frau Ilona Schacherer-Elk ihren großen Gegnerinnen Helene Mayer- Deutschland und Ellen P r e i ß - Oesterreich überlegen. Frau Schacherer wurde Olympiasiegerin, Helene Mayer iclegte den zweiten Platz vor ihrer Bezwingerin ,on Los Angeles, Ellen Preiß.
Im Florett-Einzelfechten der Männer wurden am Mittwoch die Dor- und Zwi- chenrunde durchgefochten. Aus der Vorrunde kamen erfreulicherweise alle drei Deutschen — Cas - mir, Heim und Eisenecker in die Zwischen- unde. Altmeister Erwin Easmir dabei sogar ohne cbe Niederlage mit 6" Siegen in seiner Gruppe. Am päten Dienstagabend holte sich Italien im Äannschafts-Florett-Fechten die Goldene Medaille or Frankreich, Deutschland und Oesterreich.
Das Freistil-Ringen ist abgeschlossen. Deutschland, das sich zum ersten Male daran be- eiligte, schnitt mit einer Silbernen und zwei Bron- enen Medaillen dabei recht gut ab. Wolfgang E h r l ölte sich im Leichtgewicht hinter K a r p a t i - Un» am die Silberne, Herbert und Siebert gewan- en im Bantam- bzw. Schwergewicht Bronzene Medaillen.
Oer Führer bei den OlympischenSpielen
Reichssportfeld, 5. August. (DNB.) Der führet und Reichskanzler erschien heute ormittag bereits um 9 Uhr mit seiner Begleitung m Olympischen Schwimmstadion. Er wohnte
ten vor Oblt. T h o f e l t - Schweden (23V») und Lt. Leonard - U8X. (32 Punkte). Besonders zeichnete sich beim Schwimmen Lt. L e m p - Deutschland aus, der diese Konkurrenz (300-Meter-Freistil) in 4:15,4 Min. vor Orban- Ungarn (4:23,4jr unt) Thofelt (4:34.9) gewann. Lt. Lemp schaffte sich daourch vom 11. auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung vor. Vierter im Schwimmen wurde Unteroffizier B r a m f e l d - Deutschland. Er kam damit vom 28. auf den 15. Platz. Die Fünfkämpfer haben jetzt noch als letzte Uebung den Gelandelauf zu
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Berlin, 5. Aug. (DNB.) Zum Erinerungs- i g e des Kriegsbeginns 1914 sind dem sichrer durch freiwillige Spenden nam- ifte Beträge für die Kriegsbeschädigten zur Der- igung gestellt worden. Der Führer hat diese i yrengabe von sich aus auf eine halbe Mi! - l o n Mark erhöht und angeordnet, daß dieser ketrag für solche versorgungsberech- tigte Frontkämpfer verwendet wird, die nid) den geltenden Vorschriften die Frontzulage nicht erhalten können und sich in besonders bedürftiger Lage befinden. 3^r Linderung dringender Not in solchen Fällen hct er die Spende dem Reichs- und Preußischen l'beitdminifter überwiesen.
Die Spende ist zu einem großen Teil eine Gabe btr Deutschen Arbeitsfront, der NS.-Dolkswohl- schrt und des Reichsbundes der Deutschen Bearn- tei. Dieser Beweis wahrer Volksgemeinschaft kann dcm Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. iüsy, dem Reichswalter des Reichsbundes der deut- |icn Beamten Neef, und dem Hauptamtsleiter hi l g e n f e l d t sowie allen hinter ihnen stehenden Volksgenossen nicht genug gedankt werden. Sie be- Itugcn damit nicht nur, wie tief sie sich mit den kregsbeschädigten Kameraden, die in ihren Reihen stkhen, verbunden fühlen, sondern danken damit j zugleich dem Führer, der dem deutschen Volk „Ehr' urd Wehr" wiedergegeben hat. Aus der gleichen gl inneren Verbundenheit heraus hat insbesondere der Leußische Ministerpräsident Generaloberst Gö- । ring es sich angelegen sein lassen, die Spende burd) einen namhaften Betrag zu fördern. Zum Ausdruck unverbrüchlicher Kameradschaft zwischen ber alten und der neuen Wehrmacht beteiligte sich te- Kreichskriegsminister Generalfeldmarschall von 3l o m b e r g mit einer wesentlichen Summe an br Spende.
Ein Zwischenfall in England, voher Beamter des Luftfahrtministeriums fristlos entlass.«.
London, 6. Aug. (DNB. Funkspruch.) Wegen -3-rstoßes gegen die Beamtenehre ist auf Deran- pnung des Ministerpräsidenten Baldwin der ftän» Hje Sekretär des Luftfahrtministeriums, Sir Chri- ‘Jj.er Bu! lock, aus dem Staatsdienst mit so- '0 "ger Wirkung entlassen worden. Der (Ent» alun9 liegt folgende Vorgeschichte' zugrunde: . » 2°hr. 1934 teilte Bullock unter vier Augen te? Generaldirektor der Imperial Airways, Sir mic Geddes, mit, daß er dem damaligen Lust- 1 rtm^i[ter Lord Londonderry vorgeschlagen one,^Geddes in Anerkenung seiner Verdienste um f! ö*C6t in den Peer st and zu erheben oder F sonstige Weise zu ehren. Gleichzeitig ließ Bul- l»<k Durchblicken, daß er selbst im Staatsdienste keine
weiteren Zukunftsmöglichkeiten habe und gern der Nachfolger von Sir Eric Geddes als Direktor der Imperial Airways werden möchte. Als Geddes erwiderte, daß er nicht beabsichtige, von feinem Posten zurückzutreten, machte Bullock den Gegenvorschlag, ihm bei der Ernennung zum Reaierunasdirektor der Imperial Airway behilflich zu fein.
Bei einer späteren Unterhaltung gab Geddes seiner Verwunderung Ausdruck, daß die in Aussicht gestellte Ehruna am Geburtstage des Königs aus- geblieben sei, worauf Bullock ihm unter Wieder
holung ferner früheren Angebote auf einen späteren Zeitpunkt vertröstete. Sir Eric Geddes über» Sab hieraus die Angelegenheit den Behörden. Ein ntersuchungsausschuß kam zu dem Ergebnis, daß das Verhalten Bullocks in vollem Widerspruch zu dem Geist der für die englische Beamtenschaft geltenden Bestimmungen stehe. Auf Grund dieses Berichtes hat Ministerpräsident Baldwin jetzt die Entlassung des Beamten verfügt, der damit auch seiner sämtlichen Pensionsansprüche verlustig geht.
Griechenlands Kampf gegen den Kommunismus.
Metaxas begründet die Verhängung des Kriegsrechts.-Einer kommunistischen Revolution zuvorgekommen.
Athen, 6. Aug. (DNB. Funkspruch.) Minister» Präsident Metaxas hat sich in einer Botschaft an das griechische Volk gewandt, um die letzten Maßnahmen der Regierung darzulegen, und zu begründen.
Der Ministerpräsident wies zunächst darauf hin, daß sich die im Januar 1936 gewählte Kammer als unfähig erwiesen habe, dem Lande eine Regierung zu geben. Der Kommunismus habe es verstanden, aus dieser Lage und der ihm von gewissen politischen Gruppen gewährten Unterstützung Nutzen zu ziehen. Seine gesteigerte Aktivität, die auf die Vorbereitung eines U m - stürze s hinausgelaufen fei, habe eine ernste Bedrohung des sozialen Regimes dar» gestellt. Die Mai-Ereignisse in Saloniki hätten gewissermaßen den Auftakt gebildet. Schon vor diesem Zeitpunkt, besonders aber in der Folgezeit, habe, der Kommunismus die Kasernen mit Agenten und Flugschriften überschwemmt, in denen die Soldaten zum Bürgerkrieg a u f g e h e tz t worden seien. Gleichzeitig seien zersetzende Einflüsse in den Unterrichts- a n st a l t e n zutage getreten. Der Kommunismus fei auch in d i e Reihen der Beamtenschaft eingedrungen und habe versucht, unter ihnen den Gedanken zu erwecken, daß der Staat eine feindliche Einrichtung sei, dessen Grünblauen unterhöhlt werden dürften. Die kommunistische Wühlarbeit habe es verstanden, sich bei ihrer Propaganda der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes zu bedienen, die zu einem großen Teil durch die schlechte Verwaltung des früheren Regimes verursacht worden sei.
Angesichts dieser Lage, die eine soziale und nationale Katastrophe in bedrohliche Nähe gerückt habe, sei die Regierung zu dem Entschluß gelangt, einem revolutionären Ausbruch zuvorzukommen, dessen Unterdrückung das Land in ein Meer von Blut getaucht hätte. Mit Genehmigung des Königs habe die Regierung daher das Kriegsrecht proklamiert und die Auflösung des Parlaments verfügt. Die Regierung fei ent
schlossen, jeden Widerstand an dem Werk der nationalen griechischen Wiedergeburt rücksichtslos zu brechen.
Der in der vergangenen Nacht ausgerufene Streik ist vollständig zusammengebrochen. Eine Unterbrechung der Arbeit hat nirgends statt- gefunden. In der Hauptstadt nimmt das Leben seinen normalen Verlauf. Im ganzen Lande herrscht vollständige Ruhe.
Ruhe in Saloniki.
Das Echo in Bulgarien.
Sofia, 6. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Telephon- und Telegraphenoerbindungen zwischen Bulgarien und Griechenland sind unterbrochen. Ebenso ist auch die Grenze bei Kula ge» schlossen. Reisende, die mit dem Kraftwagen die griechische Grenze überschreiten wollten, wurden, obgleich sie Einreise-Sichtvermerke besaßen, ä u » rückgewiesen. Mittwoch wurde der griechische Oren 5 po ft en bei Kula durch eine neue Militärabteilung verstärkt. Nachrichten, daß es in Saloniki zu blutigen Zusammen st äßen zwischen Streikenden und Militärabteilungen gekommen sei, scheinen nicht zuzutreffen. Donnerstag früh traf das planmäßige Flugzeug der Lufthansa mit fünf Fluggästen aus Saloniki pünktlich im Sofibter Flughafen ein. Die Reisenden und die Flugzeugbesatzung erklärten übereinstimmend, daß es in Saloniki vollkommen ruhig sei.
Die meisten bulgarischen Blätter bringen zum Ausdruck, daß die Errichtung der Diktatur eine schwere Gefahr von Griechenland abgewendet habe. Die Kommunisten hätten schon seit einiger Zeit offen zum bewaffneten Aufstand gehetzt, zu dem der jetzt ausgerufene Generalstreik das Vorspiel sein sollte. Die Ereignisse in Spanien seien zweifellos eine Lehre und Warnung für die verantwortlichen Staatsmänner Griechenlands gewesen, die jetzt entschlossen schienen, dem Marxismus zu Leibe zu rücken.
Cin deutsch-litauisches Warenabkommen unterzeichnet.
Berlin, 5. Aug. (DNB.) Am 5. August 1936 ist in Berlin im Auswärtigen Amt ein deutsch-litauisches Warenabkommen unterzeichnet worden, das den gesamten Warenverkehr zwischen den beiden Ländern auf der Grundlage der Gegenseitigkeit regelt. Die Zahlungen für den gegenseitigen Warenverkehr werden auf dem Berrech- nungswege abgewickelt werden.
Beide Parteien sind übereingekommen, in Fällen künftiger Schwierigkeiten miteinander in Verhandlungen einzutreten, um eine befriedigende Lösung zu suchen.
Das ganze Vertragswert besteht aus mehreren Abkommen und umfaßt zugleich eine veterinär- polizeiliche Regelung zwischen Deutschland und Litauen, ein Abkommen über die Arbeits- ertaubnis der beiderseitigen Staatsangehörigen in ihren Ländern, sowie insbesondere eine umfassende Neuregelung des Grenzverkehrs zwischen Deutschland und Litauen, der seil geraumer Zeit unterbrochen war. Die zunächst auf ein Jahr geschlossenen Daren- und Verrechnungsabkommen werden bereits vom 15. August ab, das Grenzabkommen vom 25. August ab, vorläufig in Kraft gesetzt werden. Beide Regierungen begrüßen mit Genugtuung, daß nach schwierigen Verhandlungen ein Vertrag geschlossen worden ist, der für das Wirtschaftsleben beider Länder von Nutzen werden kann. Heber diese rein wirtschaftlichen Gesichtspunkte hinaus ist aber das Abkommen beiderseits bewußt vor allem in der Absicht geschlossen worden, dadurch zu einer Entspannung der beiderseitigen Beziehungen beizutragen und insbesondere die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu fördern.
Ein Schritt zur Entspannung.
Es versteht sich von selbst, daß der Warenaustausch zwischen Deutschland und Litauen durch die lange politische Spannung, die zwischen beiden Ländern vorhanden war, sehr stark gelitten hat. Die Einfuhr aus Litauen nach Deutschland betrug im Jahre 1933 22 Millionen Mark, 1935 nur noch 2,6 Millionen. Die deutsche Ausfuhr ging im gleichen Zeitraum von 19 auf 6,7 Mill. RM. zurück. Allerdings hat sich im Laufe dieser Entwicklung die passive Handelsbilanz gegenüber Litauen in eine aktive umgewandelt. Der Rückgang der absoluten Ziffern deutet aber an, daß weite Zweige der deutschen Ausfuhr in diesem Lande lahmgelegt worden sind. Nach langwierigen Verhandlungen ist nun zwischen den Vertretern beider Länder ein Abkommen geschlossen worden, das in mehrere Teile zerfällt und nach dem Wortlaut der beiderseits festgelegten Verlautbarungen dazu bestimmt ist, die wirtschaftlichen Beziehungen zu bessern, um dadurch im Laufe der Zeit auch auf politischem Gebiete ein besseres Verhältnis herbeizuführen. Damit würde die von der deutschen Regierung erstrebte politische Entspannung im Nordosten einen wichtigen Erfolg davontraaen. Ob das gelingt, wird ganz von den Litauern selbst abhängen, bei einem günstigen Verlaus der nun wieder verstärkten Handelsbeziehungen aber auch in anderen wirtschaftlichen Fragen Fortschritte erreichen lassen.
Die neuen Verträge schließen an die alten (praktisch außer Kraft getretenen) Abkommen mit Litauen an und geben zunächst den Arbeitnehmern beider Staaten Die Aufenthaltsbewilligung. Der willkürlichen Verdrängung reichsdeutscher Arbeiter aus dem Memelgebiet wäre damit ein Ende bereitet. Für die Wirtschaftsfragen gelten die Grundsätze der Meistbegünstigung. Die Einzelheiten sind in einem Warenabkommen niedergelegt. Für den Grenzverkehr ist eineZehn-Kilome- terzone geschaffen worden, innerhalb deren erhebliche Erleichterungen ab 15. August eintreten. Die vollständige Grenzsperre, unter der besonders das Memelgebiet zu leiden hatte, hört damit auf.
Das Warenabkommen sieht vor, daß Deutschland so viel Ware aus Litauen und Memel abnimmt, als dort deutsche Erzeugnisse Absatz finden. Es sind für die Einfuhr von Litauen nach Deutschland Kontingente vorgesehen, die einen Umfang von etwa 12,6 Mill. RM. erreichen und aus dem eigentlichen Litauen hauptsächlich Butter, Schweine, Holz und Flachs betreffen. An den übrigen Mengen (Käse, Schlachtvieh, Gänse, Getreide, Kälber, Pferde usw.) wird das Memelland den stärksten Anteil haben.
An den Berliner Verhandlungen hat auch ein Mitglied des Memel-Direktoriums teilgenommen. Da die litauische Ausfuhr staatlich kontrolliert ist, sind besondere Vereinbarungen darüber getroffen worden, welcher Anteil der deutschen Einkäufe der Wirtschaft des Memellandes zugesichert ist. Das Memelgebiet wird so gewissermaßen die Brücke für einen neuen Warenaustausch, der sowohl der litauischen Landwirtschaft wie der deutschen Industrie zugute kommen kann, der aber auch Memel selbst zum Vorteil gereicht. Aus Vertretern beider Regierungen ist nach Den Vorbildern anderer Verträge ein ftänbiger Regierungsausschuß gebildet, der das Funktionieren des Abkommens zu überwachen, evtl, auch andere Vorschläge zu machen hat.
Gegen einfeitige Bindungen Belgiens.
Entschließung des Militärausschusses.
Brüssel, 5. Aug. (DNB.) Der aus militärischen Sachverständigen und Parlamentariern bestehende Militärausschuß, der einen Plan für die künftige belgische Landesverteidigung ausarbeiten soll, hat hinsichtlich des Einflusses der Außenpolitik auf die Landesverteidigung eine Entschließung angenommen, die besagt, daß die militärische Organisation Belgiens nur das einzige Ziel haben dürfe, Belgien gegen jeden Angriff, von wo er auch kommen möge, zu schützen. Unter Hinweis auf die Notwendigkeit, die geistige Einheit des Landes zu wahren, wird es als unumgänglich erachtet, auch nur den Anschein zu vermeiden, als ob die militärische Organisation Belgiens ständig gegen b e ft i m m t e Staaten gerichtet fei ober als ob Belgien mit bestimmten Staaten in einseitigen Bindungen stehe. Gegen diese Entschließung hat im Aus- schuß nur ein wallonischer Abgeordneter Einspruch erhoben. Die übrigen Mitglieder des Ausschusses mit Einschluß der flämischen Abgeordneten haben der Entschließung zugestimmt.
Oie große Karte des Bolschewismus.
Italienische Warnungen.
Mailand, 6. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Turiner „Gazzetta del Popolo" stellt fest, daß sich der moskowitische Einfluß in Frank« reich unmittelbar nach der Unterzeichnung des französisch-sowjetrussischen Abkommens ausgedehnt und vertieft habe. Don der Wahlschlacht sei man sofort zu der Streikbeweaung übergegangen, die die innere Ordnung und die Wirtschaftslage Frankreichs schwer untergraben habe. Zwischenfälle verschiedenster Art, die offen auf kommunistische Machenschaften ^urückzuführen seien, hätten sich in Fabriken, Kasernen, auf den Schiffen und in den Straßen ereignet. Schwer bewaffnete kommunistische Banden hätten Kämpfe mit politischen Gegnern angezettelt, bei denen es Tote und Verwundete gegeben habe. Der französische Außenminister spreche von Neutralität gegenüber Spanien und nehme gegen jede Einmischung in die inneren Verhältnisse anderer Länder Stellung, aber der rücksichtslose Bolschewismus denke nicht daran, und die ganze Handlungsweise Frankreichs sei darauf gerichtet, die marxistische Regierung in Madrid in jeder Weise zu unterstützen.
Welche Gefahren Frankreich durch dieses Wüten des Kommunismus heraufbeschworen habe, könne man am besten ersehen, wenn man sich vergegenwärtige, was an der französisch-deutschen Grenze vorgegangen sei. Feindliche Kundgebungen und Drohungen an der deutschen Grenze seien herausfordernde Handlungen, die teuer zu stehen kommen könnten. Sie ständen im Gegensatz zu der Einladung, die die französische Regierung an Deutschland wegen der Teilnahme an der künftigen Fünfmächte-Konferenz gerichtet habe.
Im übrigen verfolgt die italienische Presse die Ereignisse in Griechenland mit größter Aufmerksamkeit und stellt auch hier den zersetzenden und schürenden Einfluß der Kommunisten an den Pranger. Griechenland, so bemerkt die Tribuna, versuche jetzt, die Gefahr abzuwenden. Kennzeichnend für
Sonnenbrand ober gesunde Bräunung?
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Schnell braun werden ohne Sonnenbrand — das ist die Kunst! Und doch ist es leicht, wenn Sie Nivea-Creme oder -öl benut- zenl Nivea fördert die Bräu- iftjAj nung,wehrt dem Sonnenbrand und macht „natürlich braun"?®Bj
die Lage in diesem Lande sei es, daß 41 griechische Dampfer wegen fortgesetzter Agitation unter den Seeleuten unter englische Flagge traten. Argentinien suche, wenn auch mit anderen Mitteln, die Wühlarbeit zu unterbinden. In Polen und R u - m ä n i en wurden Spione verhaftet und Moskauer Propagandamaterial beschlagnahmt. Die Dritte Internationale spiele also ihre ganz grotze Karte aus. Unterdessen vertrödele Europa seine Zeit mit diplomatischen Noten, die nur Gegensätze aufzeigten, die sich dann zugunsten der Kräfte des Zerfalls und Der Unordnung auswirkten.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler hat dem Staatssekretär des Reichs- und Preußischen Ministeriums Des Innern Pfundtner aus Anlaß des 55. Geburtstages sein Bild in silbernem Rahmen mit den besten Wünschen übermittelt.
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Der zu den Olympischen Spielen in Berlin weilende Maharadscha von Tripura stattete dem Führer und Reichskanzler einen Besuch ab. Alsdann empfing der Führer und Reichskanzler den kanadischen Handelsminister Euler, der sich zu deutsch-kanadischen Handelsvertragsoerhandlungen in Berlin aufhält.
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Der Führer und Reichskanzler empfing den zum Besuch Der Olympischen Spiele in Berlin weilenden britischen ständigen Unterstaatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten, S i r Robert Vansittart, sowie den früheren britischen Marineminister Lord M o n s e l l. Außerdem nahm der Führer und Reichskanzler Die Meldung des Kommandanten des in Hamburg liegenden brasilianischen Schulschiffes „Almirante S a l- d a n h a", Fregattenkapitän Dutra, entgegen.
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Das Danziger Zentrumsorgan, die „Danziger Volkszeitung" hat einen Aufsatz eines katholischen Pfarrers veröffentlicht, der in ungeheuerlicher Weise Die deutsche und die Danziger Regierung verleumdet und von der überwiegenden Mehrheit der Danziger Bevölkerung als schwere Herausforderung auf- gefaßt werden muß. Der Danziger Polizeipräsident hat die „Danziger Volkszeitung" auf die Dauer von sechs Monaten verboten, da der Aussatz geeignet sei, die Bevölkerung zu verhetzen und die guten und lebenswichtigen Beziehungen der freien Stadt Danzig zum Deutschen Reich zu beeinträch» tigen.
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König Eduard VIII. wird seinen Urlaub voraussichtlich am Samstag antreten. Falls das Wetter es erlaubt, beabsichtigt er, sich im Flugzeug nach Jugoslawien zu begeben und dort in einem nicht näher bezichneten Hasen an Bord der Jacht „N a h l i n" zu gehen. Die Jacht hat Portsmouth vor acht Tagen verlassen, um sich ins Adriatische Meer zu begeben.
Wetterbericht
Des Relchewetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Während es am Mittwoch bei lebhafterer Zufuhr kühler Luftmassen noch vielfach zu Schauerniederschlägen kam, hat sich mit dem Aufbau höheren Luftdrucks über dem westlichen Teil des Festlandes eine Umgestaltung Der Wetterlage vollzogen. Bei schwacher Luftbewegung stellt sich jetzt mehr aufge- heitertes Wetter ein, so daß die Temperaturen tagsüber höher ansteigen; Niederschläge sind zunächst nicht zu erwarten.
Aussichten für Freitag: Meist aufgeheitert und höchstens im Norden des Bezirks vereinzelte Schauer, Tagestemperaturen sehr ansteigend, schwache Luftbewegung.
Aussichten für Samstag: Tagsüber angenehm warmes Wetter.
Lufttemperaturen am 5. August: mittags 14,3 Grad Celsius, abends 12,3 Grad; am 6. August: morgens 9,2 Grad. Maximum 17 Grad, Minimum heute nacht 6,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. August: abends 16,5 Grad; am 6. August: morgens 13,1 Grad. — Niederschläge 4 mm. — Sonnenscheindauer 2,9 Stunden.


