Mangel an Arbeitskräften werden neue Vermittlungen nur selten stattfinden können. Dem Bauern wird vorerst noch dadurch geholfen, daß er 1800 Mark für die Errichtung von Arbeiterwohnungen erhalten kann. Es sollen vor allem kinderreiche Landarbeiter beschäftigt und ihnen Tariflohn gezahlt werden. Im Kreise Friedberg stehen solche Landarbeiter noch zu Verfügung.
3n Oberhessen sollen Landarbeitersiellen eingerichtet werden, denen eine Wohnung oder ein Siedlungshaus und zehn Morgen Land zur Verfügung gestellt werden.
Vor allem wird die Ostsiedlung gefördert, wo der Siedler 40 bis 60 Morgen Land m 60 Jahren auch ohne Bargeld erwerben kann; ferner die Siedlung in Mitteldeutschland. Das Anwerben von Landarbeitern in anderen Bezirken ist verboten. Gleichzeitig wird darauf gesehen, daß die Landarbeit keine Zwangsarbeit wird.
Für die Unterstützung bei der Beschaffung von Notstandsarbeiten sagte der Vortragende den Bürgermeistern Dank und Anerkennung. Ob erhes- s e n steht mit der Beschäftigung von N o t st a n d s- arbeitern in Höhe von 5000 an der Svitze im Landesverband. Ab 1. April können neue Anträge nicht mehr berücksichtigt und nur bereits genehmigte Projekte durchgeführt werden. Zur Durchführung gelangen nur noch Meliorationen, sofern sie über 400 Tagewerke betragen Die Beihilfe wurde für Ledige auf 1,50 Mark, für Verheiratete au 2 Mark gesenkt. Für die Beschäftigung von großstädtischen Arbeitskräften werden 3,50 Mk. bezahlt.
Für Notsiandsarbellen können nur noch Leute berücksichtigt werden, die mehr als 2 Kinder
haben und nur noch für höchstens 13, in den dringendsten Fällen für 26 Wochen.
Die Erfahrungen mit den großstädtischen Arbeitern im Kreise Lauterbach haben sich bewährt. Aber während auf 1000 Menschen in den Kleinstädten nur noch 10 bis 12 Arbeitslose kommen, sind es in Frankfurt 45 und in Wiesbaden 50. Im B e- zirk Gießen sind nur noch Notstandsarbeiter vorhanden, die nicht mehr zur gewohnten Arbeit fähig sind, so daß aus den Bezirken Dillenburg, Wetzlar und Limburg Kräfte herangeholt werden müssen.
Oberregierungsrat Or. Gchönhals besprach dann noch einige Dienstfragen, so u. a. die Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten, Haushaltsfragen und Etatsgebarung, bei der er allerschärfste Sparsamkeit empfahl. Ausführlich behandelte er die Durchführung der „Polizei-Aufklärungs- Woche", wobei er in Zusammenarbeit mit der Gendarmerie und den Lehrern öffentliche Rundfunkübertragungen empfahl. Bürgermeister, Gendarmen, Beigeordnete und die Feuerwehr sollen am Tage der Polizei, am 20. und 21. März, gemeinsam Haussammlungen durchführen.
Verwaltungsinspektor S ch e l d behandelte anschließend die praktische Durchführung der Haushaltsvoranschläge.
Regierungsrat Grein brachte weitere Dienstfragen vor, wobei er darauf aufmerksam machte, daß durch die Anerkennung der Freiwilligen Feuerwehren als öffentliche Feuerwehren diese nun die Pflicht haben, am Tag der Polizei mitzuwirken.
Mit dem Treugruß an den Führer wurde die arbeitsreiche Tagung geschlossen.
der Gewinner der Olympischen Kombination, Odd- björn Hagen, in 1:56,14 Stunden vor Sigurd V e st a d.
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Auch am Holmenkollen wird man jetzt darangehen, eine neue Großschanze zu erbauen. Die Vorarbeiten für den. Bau einer solchen Schanze an der klassischen Stätte des Skispringens werden demnächst ausgenommen.^
Zims-Küster wurden für die Pariser „Nacht" Mitte April verpflichtet. Die Kölner haben bekanntlich in diesem Jahre vier Nachtrennen gewonnen und werden diesen Erfolg wohl durch einen Sieg in Paris krönen wollen. Wahrscheinlich werden die Kölner auch am 22. März in Amsterdam fahren. *
DasDeutscheSt. Leger wird am 20. September in Hoppegarten gelaufen. Beim ersten Nennungsschluß lagen zu dem über 2800 Meter führenden, mit 21 000 Mark ausgestatteten Rennen 43 Meldungen vor.
Aus der Himmelsgrundschanze in Schreiberhau bestritten 21 Springer, die am Län- üerkampf gegen Polen beteiligten Studenten fehlten am Start, das Schlesische Skispringen. Die besten Sprünge erzielte der Olympiateilnehmer Körner, der mit Weiten von 48 und 52 Meter und Note 217,8 Sieger in der Klasse II wurde.
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D i e Einladungen aus Amerika an die österreichischen Eiskunstläufer sind jetzt doch von diesen abgelehnt worden. Auch die Reise von Maxie Herber und Ernst Baier nach Japan wird nicht Zustandekommen.
Sonnreln, deutscher Torwart gegen llnaorn.
Zum zweitenmal tritt der Hanauer Sonn r e t n in der deutschen Nationalmannschaft bei einem Länderspiel in Erscheinung, und zwar bei dem Spiel gegen Ungarn am 15. März in Budapest. — (Schnner-M.)
Wehrsporttag in Gersfeld
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die ein.
Am 8. Würz, am letzten Eintopfsonntag des Winterhilfswerks 1935/36, teilt der Sozialismus der Tat mit anderen, die bedürftig find. Dein Opfer zeigt deinen Willen zur Einsatzbereitschaft.
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Beim Internationalen Abendschwimmfest in Krefeld konnte der Dortmunder Brustschwimmer B al k e aus der Strecke über 100 Meter eine neue deutsche Bestzeit mit 1:12,4 Minuten aufstellen. — (Schirner-M.)
Zur Förderung des Geräteturnens führt Fachgruppe I (Turnen) Rundenkämpfe die wie folgt ausgetragen werden: Mehrere Vereine stellen je eine Mannschaft von vier Turnern, die an jedem Gerät je eine Pflicht- und Kürübung sowie eine Freiübung turnen. So treffen am kommenden Sonntag in der Turnhalle zu Lang-Gons die Mannschaften von G r o ß e n - L t n den, Al- lendorf a. d. L., Lich und Lang-Gons zu-
Utn die Sicherung der Aahrungsfreiheil
Zweiter Tag der preffefahrt durch Heffen-Naffau.
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zum Austrag kommenden Abfahrtslauf genanr haben. Am Sonntagvormittag wird auf der Sm melsberger Schanze der Sprunglauf entschiedet ür den sich 30 Springer eingeschrieben haben.
Die Gesamtleitung der Veranstaltung liegt m Händen von Gruppenführer B e ck e r l e (Frankfurt), dem Südwest-Gauführer des Reichsbundes für Leibesübungen. Der Reichssportführer von Tschammer und Osten hat für diese Veranstaltung einen Wander- und einen Ehrenpreis gestiftet. Ferner wurden Ehrenpreise von den Gauleitern Weinrich und Sprenger, dem Regierungspräsidenten von Monbart den Oberbürgermeistern von Frankfurt a. M., Kassel und Fulda, sowie dem Bürgermeister von Gersfeld gegeben.
Nachdem die Rhön seit vergangenem Freitag eine geschlossene Schneedecke hat und aus dem Wetterbericht sich schließen läßt, daß die Sonnenbestrahlung dieses weiße Kleid nicht zerreißen wird, ist der Wehrsporttag in Gersfeld auf den 7. und 8. März angesetzt. SA., SS., NSKK., Luftsportverband, Reichsarbeitsdienst und Wehrmacht werden sich an den verschiedenen skisportlichen Wettbewerben beteiligen, die jetzt schon ein ausgezeichnetes Nennungsergebnis aufweisen.
Am Vormittag des 7. März wird ein 18- Kilometer-Ski-Patrouillenlauf durchgeführt, bei dem die aus einem Führer und vier Mann bestehenden Patrouillen einige Ballons abzuschießen haben. 29 Mannschaften haben für diesen Wettbewerb ihre Meldungen abgegeben und genau so viel sind es, die für den am Nachmittag
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vieh unentbehrlich ist, dem Hof eine gesunde Grundlage verschafft.
Den Schluß der Fahrt und gleichzeitig den Höhepunkt bildete die Besichtigung des neuen
Erbhofdorfes Riedrode im Ried.
Hier ist nun alles in die Tat umgesetzt, was auf der zweitägigen Fahrt durch Hessen und Nassau an erstrebenswerten Zielen vor Augen geführt worden ist. Da sind zunächst die einwandfreien Bauernhöfe; Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude räumlich ziemlich getrennt, aber verbunden durch einen aus-
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Spielpause zum Helden-Gedenktag.
Am Heldengedenktag, dem kommenden Sonntag, werden alle Spiele 10 Minuten nach der Pause aus eine Minute unterbrochen, in der Spieler und Zuschauer schweigend der toten Kameraden gedenken. Die Faynen auf den Sportplätzen werden am Sonntag auf Halbmast wehen.
23. Deutscher Turntag.
Der 23. Deutsche Turntag wird am 28. April in Berlin veranstaltet. An dieser nicht öffentlichen Tagung nehmen der Führerstab und Fachwarte der Deutschen Turnerschaft sowie die von den Gauführern berufenen Vertreter teil.
Der Turnländerkampf Italien gegen Deutschland wurde jetzt für den 5. Mai endgültig nach Mailand abgeschlossen.
Oer Tag des deutschen Rudersports.
Anrudern am 5. April.
Schon seit drei Jahren wird die neue Ruderzeit mit großem Erfolg mit dem „Tag des deutschen Rudersports", dem gemeinsamen Anrudern der 650 deutschen Rudervereine einaeleitet. Das Anrudern in diesem Jahre wurde mit Rücksicht auf eine große Veranstaltung des Reichsbundes für Leibesubungen vom 19. auf den 5. April vorverlegt. Das Festjahr des Rudersports — die Ruderer begehen shr 100. Jubiläum — wird mit einer Reichssendung von Hamburg aus eröffnet. Auf ein Kommando werden die Flaggen gehißt und bei dem folgenden Startschuß setzen sich die Hunderte von Booten in allen Gauen Deutschlands zur ersten Fahrt in den Vorfrühling in Bewegung.
100 Meter Brust: 1:12/4
Nachdem der erste Tag der Pressefahrt — wir berichteten darüber— in der Hauptsache der ausgiebigen Einsichtnahme in die Entwicklung und Erfolge der Erzeugungsschlacht in praktischer Beziehung durch Stallbesichtigungen und Hofrundgänge galt, war der zweite Tag oer Unterrichtung der Fahrtteilnehmer über die theoretischen Vorbereitungen gewidmet, die die Voraussetzung für die erfola- reiche Durchführung der Erzeugungsschlacht sind. An keinem Orte konnte das besser geschehen, als in der
Wirtschaftlichen Versuchsanstalt in Darmstadt.
Direktor Dr. Schmidt gab einen geschichtlichen Rückblick über die -Versuchsanstalt. Die Anstalt ist in erster Linie dazu berufen, der Landwirtschaft bei der Erreichung des Zieles der Ernährungsfrel- heit gute Dienste zu leisten. Bodenuntersuchungen, Prüfung der Düngemittel und die Untersuchung der Sämereien auf ihre Keimfähigkeit und damit auf ihren Ertrag sind die Hauptaufgaben, die die Anstalt heute zu erfüllen hat. Heute ist es so, daß jeder einzelne Bauer seinen Boden zu untersuchen veranlaßt wird, damit festgestellt werden kann, was ihm fehlt, sei es Phosphor, fei es Kalk oder Kali. Kein Düngemittel und keine Sämereien dürfen heute mehr in den Handel gebracht werden, wenn sie nicht von einer dieser staatlich anerkannten Versuchsanstalten untersucht und für gut befunden worden sind. So erweist sich die Tätigkeit der Versuchsanstalt als ein wahrer Segen. Interessant ist, daß fast 25 v. H. der eingehenden Proben, die untersucht werden sollen, aus dem Auslande stammen.
Auf einem ähnlichen Gebiet liegt die Arbeit der
Lehr- und Versuchsanstalt für Gemüse- und Obstbau
in Groß-Umstadt. In dieser Anstalt werden besonders junge Bauernsöhne mit der Kultivierung des Frühgemüses vertraut gemacht. Auch die Wiedereinführung eines kleinen Gewürz- und Heilkräutergärtchens für den Hausgebrauch wird in dieser Anstalt propagiert.
Anschließend wurde ein ausgesprochener Weide- betrieb mit gutem Viehstand besucht. Es handelte sich dabei um einen Musterbetrieb, um einen typisch Odenwälder Bauernhof, dessen gesunde Weideaufzucht, die namentlich für das Jung-
fammen.
Kurze Sportnotizen.
Norwegens nationale Skimeisterschaften wurden am Donnerstag bei Kongsvinger mit dem 30-Kilometer-Dauerlauf begonnen, an dem sich 70 Läufer, darunter mit wenigen Ausnahmen die norwegische Extraklasse, beteiligten. Sieger wurde
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Vom Hilfsfonds für den deutschen Sport.
Die Pressestelle des Deutschen Reichs- bundes für Leibesübungen gibt bekannt: „Arn 25. Oktober 1933 verkündete der Reichsportführer die Gründung des „Hilfsfonds für den Deutschen Sport"; gleichzeitig wurde die Erhebung des Sportgroschens angeordnet. Mit der Erhebung des Sportgroschens wurde die Sammlung von Sportbildern für das Werk „Sport und Staat", verbunden mit einer Rückzahlung an die Sammler, die vor dem Beginn der Olympischen Spiele 1936 erfolgen sollte, verkündet.
In kurzer Zeit beginnen nun die Olympischen Spiele. Infolgedessen wird als letzter Termin für das Einreichen von Karten mit den Kontrollstreifen der Sportbilder der 31. März 1936 bestimmt. Für später eingereichte Karten werden keine Wertmarken mehr ausgegeben und infolgedessen auch keine Rückzahlungen geleistet. Die bisher ausgegebenen Sportgroschenquittungen werden zum 1. April 1936 aus dem Verkehr gezogen und durch neue Ausgabe bzw. mit Ueberdruck „Rückzahlung aufgehoben" ersetzt.
Alle Vereine haben etwaige Bestände alter Sportgroschen-Quittungen an die Mitarbeiter oder die Gaugeschäftsftellen des „Hilfsfonds für den Deutschen Sport" zurückzugeben. Die Auszahlung an alle Sammler, die Wertmarken erhalten haben, beginnt im April 1936 durch die Mitarbeiter des Hilfsfonds. Die Auszahlungstermine werden im April 1936 im Reichssportblatt veröffentlicht."
Deutscher Gegelsieg im Mittelmeer
Bei Windstärke 10 und teilweise heftigem Regen wurde im Rahmen der Internationalen Genua- Woche der „Preis des Herzogs von Aosta" ausgetragen, für den die deutsche „Germania" und die italienische „Orietta" als Favoritinnen galten. „Orietta" verschuldete kurz vor dem Start einen Zusammenstoß, bei dem auch die „Germania" etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde. Trotzdem konnte die deutsche Jacht den auf 24 Meilen verdoppelten Kurs in 3:34.17 Stunden als erste zurücklegen und damit Gewinnerin des Pokals werden. Den zweiten Platz belegte „Aria"-Jtalien in 3:35.15 Stunden, während „Vaterland" aufgab.
Mannschastsgerätewettkampf in Lang-Göns.
reichenden Hausgarten. Hinter dem Wirtschaftsgebäude ein Gärfuttersilo sowohl für Grünfutter als auch für Kartoffeln. Der Stall warm, hell und groß genug für das Vieh, das ein landwirtschaftlicher Betrieb von etwa 30 Morgen Land braucht. Und rings herum um das Dorf das neugewonnene Ackerland, das dem Sumpfgelände abgewonnen wurde. Nun steht das herrliche Werk fast vollendet da. Die Siedler find von einem bemerkenswerten Zusammengehörigkeitsgefühl beseelt. Viel zum Gelingen der Erstellung des neuen Erb- dorfes hat auch, wie Landeskulturrat Reich bei seinen fachmännischen Aufklärungen über das große Meliorations- und Siedlungsprogramm im Ried ausführte,der Frauen-Arbeitsdienst Bürstadt unter der Leitung feiner Führerin Fräulein Sauerland beigetragen. Die jungen Mädchen waren besonders bei der Erstellung der Spargel- elder und bei dem Setzen der junaen Pflanzen be« chäftigt und jetzt, nachdem diese Arbeit getan ist, ind sie in die Zwischenbewirtschaftung eingeschaltet. Ein gemütliches Zusammensein im Frauendienstlager beschloß die aufschlußreiche Pressefahrt.


