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7. Fortsetzung.
Nachdruck verboten!
eigenen Passivität, aber innerlich schien er doch etwas zu rebellieren.
„Der Großmannsteufel sitzt, ihm immer im Nacken", jagte sogar sein Vater, der alte Oberst Preysing, düster zu Benedikte.
Diese lächelte:
„Ich glaube, dort auf Oevenshöe wird der Groß- mannsteusel keine Gelegenheit zu athletischen Frei- Übungen finden, ich fürchte, er wird wenig Spatz haben, der Großmannsteufel. Denn dort wird er sich nicht austoben können. Und du wirst sehen, Onkel, dort wird Hans-Herrnann auch bald vernünftig werden."
Oberst Preysing seufzte:
„Wenn er's bei dir nicht lernt, lernt er's niemals!"
Benedikte gab dem Onkel einen herzhaften Kuß:
„Man soll niemals .niemals' sagen, Onkel. Paß auf, wir werden sehr gut miteinander auskommen, Hans-Hermann und ich!"
4.
Frühlingssturm brauste über die kleine Insel. Die Bäume oben am Norderende seufzten und bogen ihre laublosen Zweige. Das Meer brüllte gegen die Klippen. Es war ein ewiges Sausen und Dröhnen. Alles Leben auf Oeveshöe schien erfüllt von diesem Sausen, das unablässig und gleichmäßig durch die herbe Luft schwang.
Jens Petersen stand in hohen Schaftstiefeln, Windjacke, den Schal um den Hals, in seinem Gärtchen hinter dem Schulmeisterhause. Kraftvoll und unermüdlich stieß er den Spaten in das Erdreich. Ein paar halbwüchsige Jungens, flachshaarig, blauäugig, waren hinter ihm ebenfalls eifrig an der Arbeit. Auch sie senkten die Spaten mit gleichmäßigem Schwung in die aufbrechende Scholle.
Dom Turm der kleinen Dorfkirche hoch oben auf dem Hügel über dem Dorfe klang die Mittagsglocke. Fast verlor sich der Schall in dem Sausen des Windes und dem Dröhnen des Meeres. Aber Jens Petersen mit seinen scharfen Sinnen hatte den Klang doch vernommen. Er formte die Hände zum Sprachrohr:
„Mittagszeit, Jungens", rief er, „schönen Dank, Kameraden! Wir haben heut ein ordentliches Stück geschafft."
Malte Gau, der größte unter den sechsen, lehnte sich auf den Spaten, prüfte die umgegrabene Erde:
Jedenfalls hatte man niemals gehört, daß Josua irgendwie krank geworden wäre' Aber nichtsdestoweniger war seine Abneigung gegen das Wetter auf Oevenshöe abgrundtief. Besonders Herbst und Frühling mit ihren Stürmen konnte er nicht ver- tragen. In jedem Jahre behauptete er erneut, daß niemals Frühling würde, das war so sicher wie ein Regen im April.
„Nur ein bißchen Geduld, Josua", tröstete Jens Petersen, „paß mal auf, in vierzehn Tagen sitzt du schon in der Sonne und schmorst."
„Schmoren?" fragte Josua in tiefer Verachtung, „kann fein Mensch schmoren in dieses Land. Müßtest du kennen Sonne im Busch, Mr. Schulmeister, da kannst du dir schmoren Seele aus Leib! Josua manchmal wünschen, zu sein das Stück Schweinkotelett in Topf von Missis Giesecke, da sein es wenigstens schön warm."
Jens Petersen lachte laut auf. Josuas Vergleiche waren unbezahlbar.
„Wie wär's denn zur Erwärmung mit einem Korn, Josua?"
Josua grinste über das ganze Gesicht:
„Bin ich gleich drüben", rief er und rannte am Zaun entlang zur Gartentür heraus, um sofort vor Jens Petersens Schulmeisterhaus zu landen.
„Korn fein sehr gut für Erkältung", versicherte er.
„Und zwei Korn sind noch besser", lachte Jens Petersen. Er nahm Josua in die Küche und schenkte ihm von dem Stralsunder Korn ein Doppelglas ein.
„Was wird denn nun aus euerm Hause, Josua?" fragte er, nachdem Josua sich so recht behaglich auf die Bank neben dem glühenden Herd niedergelassen hatte.
Josua zuckte die Schultern:
„Wissen ich nicht, was wird werden. Master Zedlitz große Testament machen. Sollen kommen Verwandte von ihm. Aber wer wird kommen auf dieses Insel, wo immer sein Wind, schreckliche Wind? Keine Katze wird kommen, das ich schwören, Mr. Schulmeister!"
Jens Petersen klopfte Josua auf die Schulter:
„Man soll nicht so herumschwören, Josua! Siehst du, mir könntest du euer ganzes Afrika mit allen Palmen, Affen und Kokosnüssen anbieten, ich würde nicht von meiner Insel heruntergehen. Ich liebe alles hier, so wie es ist, sogar den Wind."
(Fortsetzung folgt!)
„Wird auch Zeit, Schulmeister, es wird Frühling! Bald werden wir säen und pflanzen können."
Jens Petersen schaute nach dem Horizont, wo eine zarte Sonne immer wieder für wenige Minuten die Wolken zu durchdringen versuchte. Ja, es wurde Frühling. Man spürte es sogar yier auf dieser Insel, die spät erst und karg zum Blühen erwachte.
Die Jungens hatten ihre Spaten zusammengestellt:
„Nach dem Mittag kommen wir wieder", versprachen sie, einer nach dem andern schüttelte Jens Petersen die Hand. Er sah ihnen nach, wie sie mit dem schweren Seemannsschritt, den alle Kinder hier auf der Insel schon jung annahmen, über die Wiese stapften. Da gingen sie alle: Malte Gau, Heinrich Schliefer, Wilhelm Hübner, alle einstmals seine Schüler, jetzt seine jungen Kameraden — mit ihm verbunden, wie die ganze Insel miteinander verbunden war. Ohne, daß er sie zu bitten oder zu fragen brauchte, traten sie im Frühling Morgen für Morgen an, um ihm zu helfen, bis fein Garten und fein Stückchen Feld in Schuß war. Ja, es war auch Zeit, es wurde Frühling!
„Wird es nie Frühling werden in diese abscheuliche Land?" hörte er eine frächzende Stimme.
Lachend schaute er über den Zaun. Da stand Josua, das Faktotum des alten Hubert Zedlitz, stand da in einem Aufzug, der unwillkürlich an die Kleidung einer Vogelscheuche erinnerte. Er trug den Diel zu langen und viel zu weiten Lodenmantel seines verstorbenen Herrn, den er nach eigenem Geschmack auf eine phantastische und farbenbunte Art geflickt hatte. Die Flicken schien er der Mottenkiste von Fräulein Giesecke entnommen zu haben. Rot, blau, gelb prangten sie auf dem Mantel. Dazu hatte Josua sein braunes Gesicht bis zu den Ohren in einen lila-weiß gewürfelten Schal eingehüllt. Eine alte Schiffermütze saß auf seinem Wollkopf. Unter der Mütze schaute sein braunes, verrunzeltes Gesicht kläglich und verschnupft in die Welt:
„Wird niemals Frühling in dieses Land, Mr. Schulmeister", wiederholte er eigensinnig, „immer kalt — hu." Er zog die Schultern ein.
Jens Petersen mußte über dieses Bild des Jammers lachen. Es war drollig mit Josua. Seit vielen Jahren lebte er nun schon auf Oevenshöe und hatte sich eigentlich ganz gut an das Klima gewöhnt.
„Was wird aus deinen Händen werden? Du wirft unmöglich fein, Benedikte!"
Da fühlte Benedikte wieder, wie unendlich weit der Abgrund war zwischen ihr und der Mutter.
„Unmöglich? Vielleicht, um bei deinem Bridge- Tee herumgereicht zu werden!"
Es klang herb, beinahe scharf.
„Aber für Oevenshöe werde ich nicht unmöglich sein. Und das, was Onkel Hubert von mir erwartete, als er fein Testament machte, das werde ich hoffentlich in seinem Sinne tun!"
Da schwieg die Mutter. Aber ihr Mund war schmal und abweisend. So oft Benedikte es auch in Den letzten Tagen versuchte, die Mutter verschloß sich vor ihr wie ein eigensinniges Kind, dem man entgegen war. So gab Benedikte die Versuche auf, die Spannung zwischen ihr und sich zu beseitigen. Da konnte wohl nur die Zeit helfen. Wenn die Mutter sehen würde, wie man in dem neuen Leben wurzelte und daß man um keinen Preis zurück wollte, dann würde sie sich mit den Tatsachen vielleicht abfinden. Dann würde es zwischen ihr und der Mutter vielleicht wieder gut werden.
Hans-Hermann nahm ihr an Laufereien und Besorgungen ab, was er konnte, aber so eifrig er auch war, Benedikte mußte in manchem bremsen. Sowie er Geld in der Hand hatte, wurde er em wenig leichtsinnig. Er behauptete, „dies brauchen wir", und „jenes müssen wir haben", obwohl Benedikte solche Notwendigkeiten nicht immer einsah. Dann mußte sie ihm predigen:
„Vergiß nicht, Hans-Hermann, wir sind keine großen Gutsbesitzer. Wir werden ganz, ganz kleine Bauern dort, ach, noch nicht einmal Bauern — kleine Besitzer! Wir müssen jeden Groschen Zusammenhalten, Hans-Hermann. Ich habe keine Ahnung, was wir dort noch vielleicht hineinstecken Müssen."
Dann fügte sich der junge Mann imt der chm
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Vornan von Marlise Köllinq.
Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau.
alsdann dem Vorstand Entlastung erteilt. Der seitherige Direktor Heinrich Becker III. lehnte eine Wiederwahl infolge seines vorgeschrittenen Alters ab. Es wurde hierauf als 1. Direktor Ludwig Becker I. und als 2. Direktor der Ortsbauernführer Heinrich Braun IV. gewählt. Der Rechner Ludwig Jung V. blieb in feinem Amt. Für den verstorbenen Lagerhalter Heibertshaufen wurde dessen Ehefrau bestimmt. 3 v. H. des Reingewinnes wurden an die Mitglieder verteilt. Der Rest wird der Betriebsrücklage gutgeschrieben. Zum Schluß wurde dem ehemaligen Direktor herzlich für die hervorragenden Dienste gedankt.
△ Allendorf a. d. L d a., 4. Mai. Gestern nachmittag fand im Saale der Gastwirtschaft von Horn eine A b s ch i e d s f e i e r für die aus Gesundheitsrücksichten am 1. Januar dieses Jahres in den Ruhestand getretene Handarbeitslehrerin Fräulein Merkel statt. Es nahmen an der Feier neben der hiesigen Gemeindevertretung und dem Schulvorstand auch die Vertreter der Gemeinden Treis und Climbach teil, da diese Gemeinden ebenfalls zu dem Wirkungskreis der Gefeierten zählten. Die hiesige Ortsgruppe der NS.-Frauenschaft war fast vollzählig erschienen, um an der Ehrung von Fräulein Merkel, die als Vertreterin der Ortsgruppenleiterin noch tätig ist, teilzunehmen. Außerdem waren die Schulkinder der ersten Klasse sowie auswärtige Schüler und andere Personen anwesend. Schulrat N e b e l i n g, der sein Erscheinen in Aussicht aestellt hatte, war noch im letzten Augenblick am Kommen verhindert worden. Der Schulleiter Lehrer Strack eröffnete die Feier und hielt dann eine Ansprache, in der er in humorvoller Weise den Dienst von Frl. Merkel besprach. Besonders hob er ihr großes Pflichtbewußtsein, ihren kameradschaftlichen Sinn und ihren Diensteifer hervor. Fräulein Merkel, so führte der Redner weiter aus, habe in den 30 Jahren ihrer Wirksamkeit selbst bei schlechtestem Wetter und trotz ihrer manchmal recht angegriffenen Gesundheit keinen Weg zu ihren auswärtigen Wirkungskreisen gescheut, sobald der Dienst rief. Am Schlüsse feiner Rede überreichte Lehrer Strack im Auftrage des Schulvorstandes und der Gemeindevertretung als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und der Anerkennung für die treu» geleisteten Dienste der Gefeierten einen von der Stadt gestifteten Ruhesessel mit dem Wunsche, daß es ihr vergönnt sein möge, ihn noch lange benutzen zu können. Passende Gedichte und Liedervorträge der Schulkinder sowie gemeinsame Gesänge der Erwachsenen unter Klavierbegleitung durch Lehrer Schone, und insbesondere auch Einzelgesänge der Frau Albert (Climbach) verschonten die Feier. Reichliche Geschenke, besonders an Blumen, wurden Fräulein Merkel auch von den Gemeinden Treis und Climbach zuteil. Von der hiesigen Frauenschaft wurde ihr außerdem das Buch Adolf Hitlers „Mein Kampf" mit entsprechender Widmung überreicht. Nach dem Gesang je eines Verses des Horst-Wessel- Liedes und des Deutschlandliedes wurde die Feier mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler geschloffen.
J_ Odenhausen a. d. Lda., 4. Mai. Die hiesige Landwirtschaftliche Bezugs» und Absatzgenossenschaft hielt ihre Diesjährige Generalversammlung unter Leitung des Aufsichtsratsoorsitzenden Hch. Nachtigall bei Gastwirt Belling ab. Zunächst erstattete Rechner Werner den Jahres- und Geschäftsbericht und den Bericht über den Abschluß des Gewinn- und Verlustkontos. Aus dem Bericht war zu entnehmen, daß der Geschäftsgang der Genossenschaft sich in stetiger Aufwärtsentwickelung befindet. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aussichtsrates Otto Konrad b,fD. Nachtigall wurden einstimmig wiedergewählt. Sodann wurde die Versammlung mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen. Don der Versammlung der hiesigen M i l ch a b - satzgenossenschaft sind die gleichen Feststel- jungen wie bei der Bezugs- und Absatzgenossenschaft zu berichten. — Am gestrigen Sonntag hielt Die hiesige Kriegerkameradschaft ihr erstes Preisschießen nach einer Reihe von Jahren ab, nachdem der Schießstand neu hergerichtet worden war. Die Beteiligung an dem Schießen war sehr gut, die Ergebnisse wurden als sehr zufriedenstellend bewertet.
00 Klein-Linden, 4. Mai. Am Samstagabend hielt der G e f l ü g e l z u ch t v e rein Klein- Linden im Cafe Lutz eine Mitgliederversamm- lung ab. Vereinsführer August Lenz erstattete Bericht über die letzte Kreisversammlung. U. a. wurde beschlossen, am 7. und 8. Januar 1937 im
Saale der Wirtschaft „Zur Burg" eine örtliche Werbeschau durchzuführen. Ferner wurde über die Anschaffung eines Brutapparates beraten. Der Vereinsführer warb noch für den Weltkongreß im Sommer und gab die Bedingungen zur Ausstellung von Tieren dafür bekannt. Schließlich wurde noch über die Beringung der jungen Tiere mit dem A-lRing gesprochen, ohne den die Tiere nicht mehr auf Ausstellungen gezeigt werden dürfen.
§ Garbenteich, 4. Mai. In unserem Dorfe wurde ein Kirchen chor ins Leben gerufen. Zu diesen haben bereits eine große Anzahl von Frauen und Mädchen unserer Gemeinde ihren Beitritt erklärt. Der Chor, der unter dem Namen Frauenchor der evangelischen Kirchengemeinde Garbenteich sich dem Landesverband Hessen der evangelischen Kirchenchöre anschließt, wird namentlich an kirchlichen Feiertagen bei dem Gottesdienst mitwirken. Die Leitung des Chors als Dirigent hat Herr Schäfer von hier übernommen.
* Grüningen, 5. Mai. Zum Bürgermeister unserer Gemeinde wurde Otto M a r ft e 11 e r ernannt und verpflichtet.
= Cid), 4. Mai. Die Stadtverwaltung Bad-Nauheim hatte gestern ihre ganze Gefolgschaft 3u einer Betriebsfeier eingeladen, die als ein Ausflug in die nördliche Wetterau durckgeführt wurde. Es nahmen daran nahezu 400 Personen teil, die mit einem Sonderzug der Wetter t a l b a h n morgens nach L i ch fuhren. Nach Besichtigung unseres Städtchens ging es über die Hardt und durch das schone Gottesackertal nach Kloster Arnsburg, das zu längerer Rast einlud. Die Klosterruine wurde besichtigt und anschließend aus einer Feldküche das gute und reichliche Mittagsmahl dargereicht. Dann führte die Fußwanderung nach Münzenberg, wo am Spätnachmittag der Sonderzug die Teilnehmer zur Heimfahrt aufnahm. Alle waren hochbefriedigt von den vielen Sehenswürdigkeiten, die der Ausflug geboten hatte.
T Lauter, 4. Mai. Wie es bereits in anderen Orten Sitte ist, soll auch hier am zweiten Pfingst- feiertag zum ersten Male die Feier der goldenen Konfirmation stattfinden. — Auch in diesem Jahre scheint hier eine rege Bautätigkeit einzusetzen. Neben kleineren Jnstand- setzungsarbeiten und Umbauten werden demnäckst die Arbeiten an zwei neuen Wohnhäusern in Angriff genommen. Außerdem wird ein hiesiger Geschäftsmann eine neue Werkstatt errichten.
# Obbornhofen, 4. Mai. Im Gemeindehause wurde die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr beschlossen, der sofort 43 junge Leute beitraten. Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Kammer machte Regierungsrat Grein vom Kreisamt Gießen längere Ausführungen über Bezuschussung für Ausrüstungsgegen- ftänqe durch die Brandoersicherungskammer und begrüßte Die Neugründung der Wehr, der im neuen Reiche neue Aufgaben harren und deren vornehmste Pflicht es sei, sachliche Werte der deutschen Volkswirtschaft zu erhalten. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier besprach die organisatorischen Maßnahmen bei der Schaffung der freiwilligen Feuerwehr. Zum Brandmeister wurde Richard Hahn bestimmt.
8 Obbornhofen, 4. Mai. In Begleitung von Pfarrer Schäfer unternahmen unsre diesjährigen Konfirmanden mit einem Omnibus der Firma Lehmann (Hungen) einen Ausflug an den Rhein. Die Fahrt ging über Frankfurt a. M., wo man ein Stück Wegs die Reichsautostraße benutzte, zuerst nach Rüsselsheim zur Besichtigung Der Opelwerke. Mit Staunen sah man hier die Fabrikation dieser technischen Wunderwerke am laufenden Band; von der Niete bis zum gebrauchs- ertigen Wagen. Nach einem kleinen Imbiß in Der dortigen Werkskantine ging die Fahrt weiter über Hochheim, Mainz-Kastel, am schonen Rheinufer entlang bis Rüdesheim, dem eigentlichen Reiseziel. Den markantesten Teil des Reiseprogramms, das Niederwald de nkmal, erreichte man mit der Zahnradbahn. Begünstigt durch schönstes Frühlingswetter hatte man von hier einen wundervollen Ausblick über das Rhein- und Nahetal. Nach dem Abstieg machte man auf einem Motorboot noch eine kurze Rheinfahrt von Rüdesheim bis Bingen und zurück. Ein Gang durch die Drosselgasse in Rüdesheim beschloß den Tag. Von allen Teilen der Fahrt sehr befriedigt, traten Die Teilnehmer, auch einige Erwachsene, in fröhlichster Stimmung gegen Abend die Heimreise an. Das Erlebnis des Tages wird allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben.
Kreis Schotten.
um eine
Der „fliegende Mensch
Kreis Alsfeld.
csd Alsfeld, 4. Mai. Der Vorsteher des hiesigen Bahnhofs, Reichsbahninspektor Luh, ist
* Laubach, 5. Mai. Im Anschluß an den Bericht über die Eröffnung des B DM.-Sommer- l a g e r s in Laubach ist, wie uns der Reichsverband der Jugendherbergen, Gau Main-Rhein-Lahn-Fulda mitteilt, Die irrtümliche Meinung aufgetaucht. Daß die JugenDherberge Laubach nur Den Zwecken des BDM.-Sommerlagers dient. Demgegenüber ist fest- zustellen, daß es sich bei Dem Hause Jugendherberge handelt, die als solche nad) wie vor besteht, in Deren Räumen aber lediglich für den Sommer das BDM.-Lager untergebracht ist.
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als Leiter des Güterbahnhofs nach Gießen versetzt worden Er war seit dem Jahre 1927 in Als- seid tätig und hat sich um die Ausgestaltung des lokalen Verkehrswesens große Verdienste erworben, insbesondere bei der Errichtung Der Haltestelle Auerberg auf der Strecke Alsfeld—Niederaula, die heute schon zu einem beliebten Ausflugspunkt geworden ist. Dem Verkehrsverein gab er viele wertvolle Anregungen.
* Alsfeld, 4. Mai. Mit feinem Motorrad tödlich verunglückt ist auf der Fahrt von Eifa nach Rainrod Der 30 Jahre alte Schuhmacher Lorenz Karl Küster von Rainrod. Der bedauernswerte Mann erlitt bei dem Sturz einen schweren Schädelbruch, an dem er im hiesigen Krankenhause verstarb.
Legen Sie Wert auf ein gepflegtes Aussehen? Dann sollten Sie Nivea-Zahnpasta benutzen. Der außerordentlich feine Putzkörper schont den Zahnschmelz und reinigt gründlich. Regelmäßige Pflege mit Nivea-Zahnpasta erhält die Zähne weiß und gesund.
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Auffliegspiele zur Bezirkskiaffe.
Burg — Sportfreunde Wetzlar 7:1; Aßlar — Lollar abgebrochen.
Durch diesen unerwartet hohen Sieg scheinen die Burger gegenüber Aßlar durch das Torverhältnis die Entscheidung über den Aufstieg herbeiführen zu wollen.
DfB.-Reichsbalm Gießen.
Egelsbach I — VfVR. I 4:2 (1:1).
Nachdem auch L. Schmidt und Anthes nicht nach Egelsbach mitfuhren, war eine Niederlage sicher. Aber Die Gießener Mannschaft enttäuschte roieDer einmal nach Der angenehmen Seite. Trotzdem die ungewohnten Platzverhältnisse, der Boden bestand aus lauter Sand, an die Gießener Mannschaft die höchsten Anforderungen stellte, so war sie doch mit Begeisterung bei ihrer Aufgabe. Der Gegner hatte ihnen an Stellungsspiel, Spielauffassung und Technik viel voraus, konnte sich aber gegenüber Der letzten Hingabe Der Gießener nicht entfalten. Bei Den Gießenern war Balser diesmal der Held des Tages, fein Spiel war in jeder Hinsicht fehlerlos. Hintermannschaft und Läuferreihe waren wie gewohnt gut. Der Gießener Sturm, von Wlodareck geführt, zeigte ein gutes Zusammenspiel und vergaß auch nicht, im richtigen Moment zu schießen. Dem Schiedsrichter stellten sich die Gießener mit
Balser; Lehrmund, Leutheuser II; Hauptfeld, Knaus, Feuster; Lotz, Fehling, Wlodareck, Heß und Szponik.
Die Egelsbacher hatten Anstoß. In der zweiten Spielminute legte Hauptfeld den Ball steil zwischen die gegnerische Verteidigung. Wlodareck war zur Stelle und schoß unhaltbar ein. Durch diesen Erfolg ermutigt, griffen die Gießener immer wieder an, konnten aber die jetzt aufmerksam spielende Hintermannschaft des Gastgebers nicht überwinden. In der Mitte der 1. Halbzeit übernahmen Die Gastgeber das Spiel und drängten stark. Aber gerade in dieser Drangperiode zeigte die Gießener Hintermannschaft überragendes Können. Nachdem ein gut vorgetragener Angriff Der Gießener im Aus gelandet war, erhielt vom Abstoß an der Halblinke den Ball, umspielte zwei Gießener und schoß unhaltbar in die rechte untere Ecke. Dieser Erfolg bildete zugleich das Ende der Drangperiode des Gastgebers.
Wollen Sic einen guten Einbruch machen?
3m Auftrage einer Londoner Zeitung gab ein junger Amerikaner auf einem Flugplatz bei London eine Vorführung des ersten Menschenfluges. Er hatte einen Anzug mit Schwingen und Schwanzflügeln, die mit Armen und Beinen bewegt wurden. Aus 3000 Meter Höhe sprang er ab und vollführte bann einige Spiralen. Erst in 300 Meter Höhe öffnete er feinen Fallschirm und landete wohlbehalten. — Unser Bild Zeigt ben Flieger vor bem Start. — (Scherl-Bilberbienst-M.)
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