Ausgabe 
5.5.1936
 
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Oer Gauleiter spendet für das Dankopfer der Nation.

NSG. Donnerstag vormittag zeichnete sich der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger für ! das Dankopfer der Nation ein. Das Ehrenbuch des Nachrichtensturmes der SA.-Gruppe Hessen war im j Garten des Dienstgebäudes der SA.-Gruppe in würdiger Weise aufgelegt. Begleitet von SA.-Grup- ( penführer Beckerle schritt der Gauleiter die ] Front der Ehrenwache ab und begab sich zur Ein- Zeichnung. . (

In allen Sturmzimmern der SA. liegen noch bis f zum 22. Mai 1936 die Ehrenlisten für alle Volks- - genossen auf. Die Aktion der SA. soll dem Führer die Mittel an die Hand geben, eine Siedlung für den deutschen Arbeiter zu schaffen. ,

Ehrenvolle Berufung. !

Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: 1

Professor Dr. Max Dingler, Leiter der zoo­logischen Abteilung am Forst-Institut der Universi- k tät Gießen, wurde durch das bayrische Ministerium < für Unterricht und Kultur mit Wirkung vom 1. Mai j 1936 als Generaldirektor mit der kommissarischen i Leitung der naturwissenschaftlichen Sammlungen < des Landes Bayern beauftragt.

Spenden

für das Winterhilfswerk 1935/36.

Das Presseamt der Stadtverwaltung Gießen teilt I uns eine Hebersicht über die Spendenbeträge der Arbeiter, Angestellten und Beamten der Stadt Sie- ßen für das Winterhilfswerk 1935/36 mit. Nach i dieser Uebersicht wurden von den vorbezeichneten Spendern im Oktober 844,13 Mark, im November 662,65 Mark, im Dezember 556,60 Mark, im Ja- nuar 934,54 Mark, im Februar 567,06 Mark und im März 616,33 Mark, mithin insgesamt 4181,31 Mark aufgebracht. Im Rahmen des Winterhilfs­werks 1933/34 belief sich die Gesamtsumme der Spenden dieses Spenderkreises auf 3836,67 Mark, i

Oie NSV.

wirbt um deine Mitgliedschaft.

Tage weltgeschichtlicher Ereignisse liegen hinter uns. Das ganze deutsche Volk kann wieder mit : Stolz in die weite Welt blicken. Unendlicher Dank < erfüllt die Herzen aller Volksgenossen. Ein Gefühl, unserem Führer und Reichskanzler Adolf Hit- i l e r diesen Dank in irgendeiner Form auszudrücken, i bewegt wohl heute jeden deutschen Volksgenossen. Unserem Führer können wir keinen besseren Dank darbringen, als daß alle die Volksgenossen, die noch abseits stehen, der Volkswohlfahrt bei­treten.

Der Amtswalter wird in der Zeit vom 2. bis 10. Mai dein Haus besuchen und um deinen Beitritt werben! Tue auch du deine Pflicht und unterstütze die Aufgaben und Ziele der NS.-Volkswohlfahrt durch deine Beitrittserklärung. Jeder Tatsozialift er­wirbt sich durch seinen Beitritt die Mitgliedsnadel der NSV.!

Achtung, Gozialversicherte!

Die Zeit der Teilnahme an Lehrgängen für Zwecke der Leibeserziehung und an einer Hebung der Wehrmacht gilt als Ersatzzeit für die Erfüllung der Wartezeit, sowie für die Erhaltung der An­wartschaft in der Invaliden-, der Angestellten- und der knappschaftlichen Pensionsversicherung. Hierzu hat das Reichsversicherungsamt soeben eine Be­kanntmachung erlassen; diese enthält u. a. das Muster einer Bescheinigung für die Lehrgangsteil­nehmer und die Einberufenen zum Zwecke des Nachweises der Ersatzzeiten.

Mit Rücksicht aus die Wichtigkeit dieser Beschei­nigungen ist es dringend notwendig, daß sich die Teilnehmer früherer Lehrgänge und Hebungen der Wehrmacht bemühen, in den Besitz einer solchen Bescheinigung zu gelangen. Sie wenden sich zu dem Zwecke an die Stellen, bei denen die Lehrgänge veranstaltet worden sind oder die Hebungen statt­gefunden haben. Für die zurückliegende Zeit ge­nügt auch eine schon vorhandene Bescheinigung über die Dauer der Teilnahme am Lehrgang oder der Hebung, z. B. Führungszeugnis ober andere mili­tärische Papiere, oder eine amtlich beglaubigte Ab­schrift von diesen Hrkunden.

«SportamtKraft durch Freude".

heute folgende Kurse:

Kindergymnastik. Von 17.30bis 18.30Hhr, Frankfurter Straße 60, Gartenhaus.

Fröhliche Gymnastik und Spiele (Frauen). Don 20.30 bis 21.45 Hhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

Reiten. Don 21 bis 22 Hhr, Hniversitäts-Reit- institut, Brandplatz.

Schwimmen (Anfänger und Fortgeschrittene). Don 20 bis 21 Uhr, Frauen und Männer, Dolks- bab. Von 21 bis 22 Hhr nur für Frauen.

Tenniskurse.

Die Tenniskurse beginnen in ber nächsten Woche. Alle Teilnehmer, welche sich bisher schon gemelbet haben, werben gebeten, im Laufe biefer Woche bie erforberlichen Sportmarken (DAF.-Mitglieber 4,80, Nichtmitglieber 6 Mark) auf ber Geschäftsstelle, Schanzenstrahe 18, zu lösen. Neuanmelbungen wer­ben noch angenommen.

Reichssportabzeichen.

Bei günstiger Witterung beginnen die Dorberei- tungskurse für das Reichssportabzeichen in der näch­sten Woche. Die Kosten für den sechsstündigen Kur­sus betragen für Mitglieder der DAF. 1,80, für Nichtmitglieder 3 Mark. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, entgegen.

Oer Zirkus in der Stadt.

Heute morgen um 7 Hhr rollte der Sonderzug des Zirkus Althoff im hiesigen Güterbahnhof ein. Nahezu 80 Wagen? Rasch wurde, nachdem ber Zug an den Rampen ftanb, mit bem Auslaben begon­nen. Schwere Traktoren schleppten bie Wagen in die Stadt. Bald nach der Ankunft begann auf Os- waldsgarten die Aufbauarbeit eine Arbeit, f systematisch, wie sie die Voraussetzung dafür ist, da der Zirkus bereits heute abend feine erste Dor stellung geben kann. Heute mittag, voraussichtlich in der Zeit zwischen 13 und 15 Hhr, werden auch die Tiere den Weg nach Oswaldsgarten antreten. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Ställe aufge­baut sein.

Für wenige Tage hält also die eigene Welt der Zirkusleute hier Einzug! Sicherlich werden auch diesmal viele Einwohner unserer Stadt dieser Welt zwischen Schein und Wirklichkeit ihre Aufmerksam­keit nicht versagen.

Tag der Nationalen Arbeit des Gießener Gaststätiengewerbes. Das Gießener Gaststättengewerbe, das viel zum guten Gelingen des Tages der Nationalen Arbeit beigetragen hatte, feierte feinenTag der natio­nalen Arbeit" am Montagabend im Cafe Leib. Don der Behörde war die Polizeistunde so früh angesetzt, daß alle Angehörigen des Gaststättenge­werbes daran teilnehmen konnten. Sehr viele Be­triebsführer waren mit ihren Gefolgschaften voll­zählig erschienen.

An der Feier nahm auch der Kreisleiter der DAF. teil, der im Verlauf des Abends besonders auf die großen Aufgaben im Jahre der Olympiade hinwies.

Von der Kapelle Daudertshäuser durch Konzertmustk eingeleitet, eröffnete der Kreisgrup» penleiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, Leopold Herr, den Abend mit freundlichen Begrüßungsworten für die so zahl­reich Erschienenen.

Kreisleiter der DAF. Wagner richtete dann einige bemerkenswerte Worte an die Erschienenen. Er wies darauf hin, daß, wenn das ganze Volk die Feier des Tages der nationalen Arbeit begeht, das Gaftstättengewerbe daneben stehen muß, aber er gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß auch das Gießener Gaftstättengewerbe in so bereitwilliger Weise zum guten Gelingen dieses Tages beigetra­gen hat. Darum ist es erfreulich zu sehen, daß die o zahlreich erschienenen Angehörigen des Gewerbes den für sie bestimmten Tag fröhlich und geschlossen begehen wollen.

Im Jahre der Olympiade, in dem sehr viele Ausländer in unser Vaterland kommen werden, hat das deutsche Gaststättengewerbe seine besondere Mission zu erfüllen. Die Ausländer werden nicht nur das sportliche Geschehen betrachten, sondern auch das neue Deutschland sehen wollen, feinen Geist kenen lernen und vergleichen wollen, wie die Wirklichkeit zu den Greuelmärchen steht. Dabei werden sie zuerst die Gastwirtschaften und die Ho­tels aufsuchen müssen. Wie sie dabei empfangen, bedient und welche Auskunft ihnen dabei gegeben werden wird, dos wird eine Empfehlung für das neue Deutschland sein. Die Angehörigen des deut­schen Gaststättengewerbes werden darum mit die Repräsentanten des neuen Deutschland sein und sie müssen sich der schweren aber so schönen Aufgabe bewußt werden, die sie für das Volk und die Bewe­gung zu bewältigen haben. Wenn die Angehörigen des Gaststättengewerbes so ihre Pflicht erfüllen, dann dienen sie im besten Sinne dem Volke und dem Führer.

Tagung der Oekanats-Kirchengesangvereine. Im GasthausHindenburg" zu Gießen tagten die Vorsitzenden und Dirigenten der evang. Kir­chenchöre des Dekanats Gießen und einiger benach­barter Gemeinden. Pfarrer Weisel (Heuchelheim), der Dekanatsobmann der Kirchenchöre, berichtete über die geplante Durchführung des Dekanats- kirchengesangvereinsfestes am Sonntag vor Pfing­sten, das in Heuchelheim abgehalten werden oll. Da die dortige Turnhalle groß genug ist, alle 21 Chöre aufzunehmen, kann das Fest m diesem Jahre ohne Teilung vorgenommen werden.

Die Hauptprobe beginnt um 12.30 Hhr, zuerst für die gemischten Chöre, dann für die Frauenchöre. Der Festgottesdienst in der Turnhalle soll um 13.30 Hhr seinen Anfang nehmen. Festprediger ist Pfarrer Steiner (Hausen), der über den Grundgedanken des FestesHnser Glaube ist der Kieg, der Die Welt überwunden hat" predigen wird. Im Festgottes­dienst wird der festgebende Chor von Heuchelheim einen Chor mit Orchesterbegleitung vortragen. Die gemischten Chöre singen als gemeinsame Chöre Lobt Gott getrost mit Singen" undDie Welt singt Gottes Preis", die vereinigten Frauenchöre tragen den ChoralLobe den Herren, o meine Seele" vor. Als Leiter der Masienchöre wurden Oberreallehrer Blaß (Gießen) für die gemischten Chöre und Finanzsekretär Sommer (Watzenborn- Steinberg) für die Frauenchöre bestimmt. Die Nach­feier beginnt mit einer nationalen Kundgebung und bringt mehrere Mafsenchöre der mehr als 700 Sän­ger und Sängerinnen. Die gemeinsam gesungenen Choräle begleitet der Posaunenchor von Watzen­born-Steinberg. Jeder Dekanatsverein trägt in der Nachversammlung seinen selbstgewählten Chor vor.

Zum Schluß teilte Dekan Sattler noch einiges aus dem Geschäftsgang der Dekanatsvereine mit und bat im Interesse der Chöre und Dirigenten um gewissenhafte Ausfüllung der Fragebogen.

(Biebener lvochenmarktpreife.

* Gießen, 5. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Gier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10%, Klasse B 10, Klasse C 9%, ungezeichnete 8, (Enteneier 9, Weiß­kraut, das Pfund 15 vis 20, Rotkraut 20 bis 25, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 12 bis 15, Römischkohl 12, Spargel 45 bis 90, Hnter- kohlrabi 8, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 12 bis 20, Meerrettich 30 bis 65, Schwarz­wurzeln 20 bis 35, Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln [ 5 Pf., 10 Pfund 45 Pf., der Zentner 3,70 bis 3,90 Mk., neue, das Pfund 20 bis 22 Pf., Aepfel, das Pfund 25 bis 50, Salat, das Stück 15 bis 20, ' Salatgurken 40 bis 60, Oberkohlrabi 15 bis 20, ' Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich, alte 10 bis 25, neue, das Bündel 30 bis 40, Radieschen, das Bündel 10 bis 15 Pf.

*

** Aufgehobene Straßensperre. Die Straßensperre auf der Provinzialstraße Lang- Göns Niederkleen ist wieder aufgehoben . worden.

; ** Dankopfer der Nation. Zu unserem

' Bericht über den Verlauf der Feier des 1. Mai in Gießen und den Wagen, der im Rahmen der Marschgruppe für das Dankopfer der Nation warb, ist festzustellen, daß der Wagen vom Reserve- 3 sturm 12/116 (nicht vom aktiven Sturm 12) ge» . stellt worden war.

3 ** Sonntagsrückfahrkarten zumZir-

- k u s b e s u ch. Zu den vom 5. bis 7. Mai in Gießen i stattfindenden Vorstellungen des Zirkus Althof ° werden von den Bahnhöfen der Strecken Fried­bergCölbe, GießenHerborn, GießenWeilburg, Stockhausen (Lahn)Ulm (Kr. Wetzlar), Wetzlar- Lollar, LollarLondorf, GießenBurg- und Nie- h der-Gemünden und GießenNidda Sonntagsrück- h fahrkarten ausgegeben. Die Karten gelten von i. 0 bis 24 Hhr (spätester Antritt der Rückfahrt).

3 Unfall. Heute morgen ereignete sich in der ^euen Bäue ein Verkehrsunfall. Ein 17jcihriges r Lehrmädchen, dos auf dem Fahrrad unterwegs h war, stieß mit einem Motorradfahrer zusammen und It kam 3u Fall. Die Verunglückte erlitt, soweit bisher i- festgestellt wurde, eine Handverletzung und wurde zum Arzt gebracht.

Ein Reichs-Feuerwehr-Ehrenzeichen.

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Der Führer und Reichskanzler genehmigte den vom Reichsinnenminister vorgelegten Entwurf eines Reichs-Feuerwehr-Ehrenzeichens, das in zwei Klaffen (links 1. Klasse, rechts 2. Klasse) verliehen wird. Die Inschrift lautet:Für Verdienst im Feuerlöschwesen". (Presse-Bild-Zentrale-M.)

Obecheffen.

Kreistreffen der Evang. Frauenhilfe.

X Wieseck, 4. Mai. Am gestrigen Kreis- treffen der Evangelischen Frauen- Hilfe wehte zum Gruß von unserem schönen Kirchturm die Kirchenfahne. Die Kirche war am (Eingang und im Inneren reich mit Tannengirlan­den geschmückt, die schon zur Maifeier in der Ge­meinde Verwendung gefunden hatten und die dan­kenswerter Weise der örtlichen Evangelischen Frauenhilfe überlassen worden waren. Heber dem blumengeschmückten Altar war groß das Zeichen des Verbandes angebracht.

Im überfüllten Gottesdienst hielt Dekan Satt­ler die Festpredigt über 1. Petr. 4, 10 mit dem Thema der Tagung:Mütter helfen Gemeinde bauen." Er begrüßte u. a. die harmonische Zusam­menarbeit mit der NS.-Frauenschaft, die sich auch zeige an der Doppelmitgliedschaft in beiden Orga­nisationen, und unterstrich die Sonderausgabe der Frauenhilfe als Glied der Kirche Zeuge zu sein von dem ihr anvertrauten Evangelium.

Nach dem Gottesdienst begaben sich die Teilneh­mer (etwa 450 von Alten-Buseck, Rödgen, Annerod, Steinbach, Lindenstruth, Saasen, Gießen (Lukas und Markus) mit der hiesigen Frauenhilfe) nach dem schön geschmückten Saal desKühlen Grund", um an der Kaffeetafel Platz zu nehmen. Die Vor­sitzende des Kreisverbandes, Frau Else Kreu - der- Gießen, begrüßte die Versammlung auch mit Segenswünschen der Verbandsvorsitzenden Frau Heraeus und gab einen kurzen Jahresbericht über das Jahr 1935, das fünf Tagungen brachte (Saasen, Allertshausen, Heuchelheim, Hungen, Kirchberg). Die Gesamtbesucherzahl ist gegen die früheren Jahre weiter gestiegen. Die nächste Ta­gung unseres Bezirks soll 1937 in Rödgen statt­finden. Im Namen des Dekanats und der ört­lichen Frauenhilfe, deren Gäste die auswärtigen Teilnehmer waren, sprach Dekan Sattler einen Willkommensgruß mit einem dankbaren Hinweis auf die große Wandlung in unserem Volk feit der letzten hiesigen Tagung (1931). In einem bis zuletzt die Zuhörerschaft stark fesselnden Vortrag mit packenden Beispielen aus den Erfahrungen ihrer Arbeit im Verband zeigte dann Frau Ohly, Als­bach a. d. B., wie Mütter helfen können, Gemeinde zu bauen durch ihre Haltung daheim und draußen, durch ihre Stellungnahme zu dem, was draußen vorgeht, und durch ihr Tun. Sie zeigte, wie die Abende der Frauenhilfe Licht und Stab werden können, betonte Freizeiten, Bibelarbeit und Mütter- erholungsfürforge, die seelischen Nöte unserer Ju­gend. Dasneue Singen" wurde auch am Schluß in einem Kanon geübt. Dem Dank der Anwesen­den gab die Vorsitzende Ausdruck. Pfarrer Nau­mann, Alten-Buseck lud für das dortige Deka­natsmissionsfest am Kantatesonntag ein, Pfarrer Döll, Steinbach sprach in seiner Heimatgemeinde (Sohn des verstorbenen Rektors) das Schlußwort.

Die Kollekte für den Kreisverband betrug 51,65 Mark, und über 300 Postkarten mit Ansichten von unserer Kirche zum Besten unseres Kleinkin­derschulfonds wurden verkauft; auch Schriften für die Verbandsarbeit wurden gerne mitgenommen. Begünstigt durch das Wetter war es eine schöne, harmonische Tagung.

Frankfurter Sänger in Oberheffen.

Bad-Nauheim, 4. Mai. 410 Sänger der Frankfurter Männergesangvererne (Neebscher Männerchor",Männergesangverein e. D." undSchulerscher Männerchor") unternah­men gestern eineSängerfahrt ins Blau e", die nach Oberhes.sen führte. Der Sonderzug machte zuerst Halt in Bad-Nauheim, wo die Gäste von Provinzführer Wendler begrüßt wurden. Nach Besuch des Frühkonzerts in der Trinkkur­anlage rouroe im Teichhaus das Frühstück einge­nommen. Die Fahrt ging dann weiter nach B ü - dingen und Gelnhausen, wo die Gäste ebenfalls herzlich begrüßt wurden. Besonders ge­fallen hat den Frankfurtern Büdingen, das oberhessische Rothenburg", das unter sachkundiger Führung eingehend besichtigt wurde.

Landkreis Gietzen.

* Rödgen, 5. Mai. Gestern abend fuhr ein Lastkraftwagen in der engen Kurve an der Kirche gegen bie Scheuer des Ludwig Schwalb. Die Mauer wurde dabei ein­gedrückt und es entstand einiger Sachschaden. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

)( Großen-Buseck, 4. Mai. Am gestrigen Sonntag fand in der neuen Schule zu Großen- Buseck die Prüfung und Verpflichtung von 14 Mit­gliedern der neugebildeten Freiwilligen S a - nitätskolonne vom Roten Kreuz und von 6 Samariterinnen, von denen sich 5 ver­pflichteten, statt. In 15 Doppelstunden hatte in dankenswerter Weise Dr. med. (Sengnagel (Großen-Buseck) das Personal theoretisch und prak­tisch für seine wichtige und im Blick auf die All­gemeinheit unentbehrliche Tätigkeit auf das Sorg­fältigste ausgebildet. Die Prüfung hielt Kreis- kolonnenarzt Dr. med. Pros (Gießen) ab; er sprach in seinen Schlußworten allen Beteiligten seine Anerkennung für die bewiesenen Kenntnisse und Fähigkeiten aus, die auch ein deutliches Zei­

chen für die Gründlichkeit des erhaltenen Unter- richts find. Anschließend nahm die Vorsitzende des hiesigen Alice - Frauenoereins, Baronesse E r n c» ft ine v. Rabenau, in ihrer Eigenschaft als Bezirksleiterin der Samariterinnen die Verpflich­tung der neuen Samariterinnen vor, denen zugleich die Samariterinnen-Brosche überreicht wurde, und dankte Herrn Dr. Gengnagel herzlich für die von ihm geleistete treue und gründliche Arbeit. Die 14 Mann der Kolonne wurden von Kolonnenführer Kratz (Gießen) verpflichtet, der ebenfalls in ein­drucksvollen Worten die Bedeutung des Roten- Kreuz-Dienstes für Volk und Vaterland unterstrich und zur Treue dem Roten Kreuz und feinem Schirmherrn Adolf Hitler gegenüber mahnte. Ab­schließend sprach die Kreisverbandsoorsitzende der Frauenvereine vom Roten Kreuz, Frau Giese, allen Beteiligten ihre Glückwünsche zu der gut be­standenen Prüfung aus und gab ihrer Freude dar­über Ausdruck, daß nun auch Großen-Buseck eine Sanitätskolonne und eine so stattliche Anzahl von Samariterinnen habe (im ganzen 13, da schon vo­riges Jahr 8 ausgebildet worden waren). Im Saale der Wirtschaft von Siegfried war man dann noch gemütlich zusammen, wo bei Kuchen und Kaffee und Singen alter, schöner Volkslieder, kurzen An­sprachen die Zeit schnell verging. Um 20 Uhr fand in Anwesenheit der Kreisoerbandsvorsitzenden eine Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses, des Ar- beits- und Mitgliederausschusses statt. Die Vor­sitzende, Freiin v. Rabenau, erstattete den Jahresbericht, aus dem klar und deutlich hervor- ging, daß der Verein auch im vergangenen Jahre, seinen Aufgaben getreu, in nationaler und sozialer Hinsicht voll und ganz seine Schuldigkeit getan hat und in seinem Dienstbereich gewissenhaft und vor­bildlich mithilft am Aufbauwerk des Führers. Möge der Verein auch weiterhin unter der bewährten Leitung feiner rührigen und allseitig beliebten Vor­sitzenden seinen segensreichen Dienst tun!

wg. Aus dem Buseckertal, 4. Mai. Das Einholen und Ausrichten des Maibaumes durch die Jugend unserer Orte am Vorabend des 1. Mai erinnert an einen alten, feit langer Zeit allerdings nicht mehr geübten Brauch in unseren Dörfern. Bei unseren Vorfahren galten einst die Birke, die Haselgerte und der Wacholder als Symbol der nie versiegenden Lebenskraft. Die Bauern unseres Tales führten einst bei der Frühjahrsbestellung der Aecker keine Peitsche mit sich, sondern eine lange Birken­gerte, die die Lebensrute der segnenden Gottheit darstellte. Durch Berührung mit dem heiligen Zweig sollte man zugleich mit der segnenden Gottheit, welcher der betreffende Baum gewidmet war, in Verbindung kommen. Einst schlugen sich auch in verschiedenen Dörfern unseres Tales und im Ebs- borfer Grund Burschen und Mädchen mit grünen Birkengerten, womit alles Schädliche und Hem­mende aus dem Körper herausgeschlagen werden sollte. Birkenmaien wurden an den Türen der Kuh- ställe angeschlagen, damit die Milch bei den Kühen steige, wie der Saft in der Birke; Birkensaft wurde auch in den Trank gemischt, den man kalbenden Kühen reichte. Birkensaft im Monat April den Bäumen abgezapft, galt als Heiltrank. An Rheu­matismus erkrankte Glieder umwickelte man dicht mit jungen Birkenblcfttern, um die Glieder dadurch zum Schwitzen zu bringen.

Reiskirchen, 5. Mai. Am Sonntag hielt die hiesige NS. - Frauenschaft im Saale Zum Hirsch" einen Gemeinschaftsabend ab. Der Abend wurde durch ein Musikstück einge­leitet. Die Führerin der hiesigen Frauenschaft Frau Frank betonte die Bedeutung der Veranstaltung. Abwechselnd folgten dann Lieder und Gedichte, vor» getragen von Mitgliedern der Frauenschaft. Des Führers Adolf Hitler wurde mit einem dreifachen Sieg-Heil gedacht. Gemeinsam wurden die beiden Nationallieder gesungen. Dann folgte ein Lichtbil­dervortrag über das Leben und Kämpfen der Kö­nigin Luise sowie über ihr Wirken als deutsche Frau und Mutter. Musik-, Gedicht- und Liedvvr- träge verschönten den weiteren Verlauf des Abends. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete das Rei­genspielMaiglöckchen", ausgeführt von Mitglie­dern des hiesigen Singkreises. (Eine Verlosung bil­dete den Abschluß des Abends.

LI Mainzlar, 5. Mai. Am Samstagabend hielt der hiesige Krieger- und Schützen­verein (im Kyffhäuserbund) bei Gastwirt Fr. Koch einen Kameradschaftsabend ab. Kamerad­schaftsführer L. Wagner wies unter anderem auf den diesjährigen Reichskriegertag in Kassel hin und nahm die Anmeldungen hierzu entgegen.

tD Mainzlar, 4. Mai. Die nachstehend ge­nannten Arbeiter der hiesigen Didier werke konnten am 1. Mai ihr 2 5. Arbeitsjubiläum begehen: Heinrich Vogel, Johann Weide, Wil­helm Wehn und Josef Rohde, sämtlich von Mainzlar. Den Arbeitskameraden wurden die übli­chen Ehrungen bereitet.

= Staufenberg, 5. Mai. Am Samstag» abend fand bei Gastwirt Geisler die General­versammlung der hiesigen Bezug, und Absatz- genossenschaft statt. Die Versammlung wurde durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates eröffnet. Der Rechner gab den Bericht über das abgelaufene Jahr sowie die Jahresrechnung bekannt. Es wurde