Ausgabe 
5.3.1936
 
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Landesbischof Dr.Dieirich spricht in Gießen

Frauen und Lustschuh

trug bräunliche Joppe oder bräunlichen lieber«

zieher. Vermutlich führt er ein Fahrrad bei sich, i Handarbeiten, Bastel- und Wertarbeiten, sowie der Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminal- Spielsachen und Beschäftigungsgegenstände findet Polizeistelle Gießen. demnächst statt.

Der Artitteristentag in Gießen

so

1870

1000 Aus

bäum züchten kann, selbst wenn man noch kunstvoll Dünger daran verschwendet.

Die rassenpolitische Lage war so, daß wir

** Straßensperre. Wegen starker Beschä­digung werden die Landstraßen I. Ordnung Rod­heimNidda und BorsdorfUlfa bis zum Abzweig nach Unter-Schmitten bis auf weiteres für jeglichen Durchgangsverkehr gesperrt. Der lokale Waldver­kehr auf beiden Straßen ist nur auf eigene Gefahr gestattet. Umleitung erfolgt über HungenBerstadt und NiddaBad Salzhausen bzw. NiddaUnter- Scbm'Uen.

** Baulandumlegung im Eichgärten- gebiet. In einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil wird die Zusammensetzung des Umle­gungs-Ausschusses für die Baulandumlegung im Eichgärtengebiet bekanntgegeben. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen.

** Examen i m Fröbelseminar. Die Ab­schlußprüfungen im Fröbelseminar sind beendet. Neunzehn Seminaristinnen bestanden das Examen als Kindergärtnerinnen und zehn als Kinderpflege- und Haushaltsgehilfinnen. Die Ausstellung der

wird. ~ .

Die Sachbearbeiterin für den Frauenluftfchutz der Landesgruppe Hesfen-Rheinland-Süd des Reichs­luftschutzes und Gauluftschutzreferentin der NS.- Frauenschaft, Frau Elisabeth Seidel (Darmstadt) gab in einem einstündigen Vortrag einen Einblick in die Vielseitigkeit des zivilen Luftschutzes und stellte die Aufgaben der großen Organisation vor Augen, die bis in das kleinste durchgeführt und reibungslos funktionieren muß, wenn sie von Wert sein soll. Das Ziel des Schutzes von Volksvermö­gen und die Bewahrung des Einzelnen vor Schä­den seiner Gesundheit wird eine solche Organisation aber nur dann erreichen können, wenn jeder ein­zelne Volksgenosse sich dem großen Werk anfchließt

und tatkräftig mithilft! Der Frau erwächst dabei eine besonders große und ernste Aufgabe, für die sie sich nicht frühzeitig und gründlich genug schulen lassen kann. Nur wenn sie ihre Aufgabe erkennt, wird sie auch die ihr und ihren Angehörigen im Ernstfälle drohende Gefahr übersehen können und sie furchtlos zu bannen wissen. Wenn sie sich mit den ihr zufallenden Aufgaben vertraut macht, wird sie im Ernstfälle schnelle Arbeit leisten und durch entschlossenes Begegnen die Gefahr bannen und ihre Angehörigen vor Schaden sichern. Sie wird sich dadurch bewußt an die Seite des Mannes stellen, dem sie nicht nur im Leben, sondern auch im Ernstfall ein rechter und mutiger Kamerad fein wird. Sie wird die Front der Abwehr des Volkes schließen und ihren Platz voll ausfüllen, den chr die Volksgemeinschaft zuweist.

Nach einer Musikeinlage wurde an einem länge­ren Film die praktische Arbeit gezeigt, die der Frau in Land und Stadt zufällt. In eingehender Weise wurden die technischen Vorbereitungen be­handelt, die notwendig sind, um den umfangreichen Apparat der Organisation schlagkräftig und erfolg­reich anwenden zu können. Dabei wurde sehr an­schaulich die Entrümpelung gezeigt, bei der eine Unmenge von noch verwendbaren Sachen für die NSV. zum Vorschein kamen, die einfache Hand­habung bei der Einrichtung der Schutzkeller, und schließlich eine Luftschutzübung in Berlin. Auf­nahmen vom Appell des Reichsministers Hermann Göring mit einem verbindenden Wortlaut, der neben dem Aufruf des Volkes zur Mitarbeit und zur Opferbereitschaft auch die Hinweife auf die ent­sprechenden Gesetze enthielt, beschlossen den Film.

Die interessante Veranstaltung wurde mit d^m Treugruk an den Führer und dem Gesang der Nationallieder beendet.

das nicht einmal die Bevölkerungsziffer erreichte und zwangsläufig abnehmen mußte. Dieser Zu­stand wäre schon 1945 eingetreten. Unser Volk wächst nur, weil der Lebensdurchschnitt der alten

Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 50, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 15 Pf.

Gesunde Sippen wurden durch fremde Rassen und artfremde Menschen verseucht. In zehn Jahren sind die Erbkranken in Anstalten von 170 000 auf 300 000 angewachsen: wir haben 450 000 Schwach­sinnige und 80 000 Hilfsschüler. Die Kosten für die Ernährung und Unterhaltung solcher Kranken waren 1933 auf 1,5 Milliarden Mark angewachsen, während kinderreiche und gesunde Menschen und Familien nicht das nötige Auskommen hatten. Selbst dem Verbrechertum wurden Paläste gebaut. Gleichzeitig herrschte das Einkinderlnstem. Wir brauchen von gesunden Familien mindestens vier Kinder, wenn das Volk gesund bleiben soll.

Der Nationalsozialismus, der mit der neuen Weltanschauung dem Volke wieder neuen Glauben an die Zukunft brachte, schuf das Ehestandsdarlehen und ein Gesetz, das die Kinderreichen-Veihilfe bestimmte. Der Erfolg war, daß die Geburtenziffer um 25 v. H. an- wuchs, ein großartiger Erfolg, der sogar den Neid Italiens erweckte.

Die Ziffer müßte aber um insgesamt 45 v. H. steigen, wenn wir 1960 noch ein Volk von 60 Mil­lionen Deutschen fein wollen. Wir werden dieses Ziel erreichen, wenn dem ersten auch die weiteren Kinder in jeder Familie folgen. Der Redner be­sprach dann die Regierungsmaßnahmen zum Schutze kinderreicher Familien und die Gesetze zur Ver­hütung erbkranken Nachwuchses. Zum Schluß setzte er sich mit den Gegnern, besonders mit denen aus konfessionellen Kreisen auseinander, deren wider­sprechende Gedankengänge er aufzeigte.

Die eindrucksvollen, von starkem Beifall aufge­nommenen Ausführungen unterstrich der Redner durch zahlreiche Lichtbilder.

stattet hat, versteht sich bei den herzlichen kamerad­schaftlichen Beziehungen zwischen der I. Abt. Art.- Regt. 9 und dem Artillerie-Verein Gießen natürlich von selbst.

Ferner ist für die Stunden nach dem Besuch der Artillerie-Kaserne, die als kameradschaftliches Bei­sammensein gemeinsam im Cafe Leib verbracht werden, ein genußreiches Unterhaltungsprogramm nach echter alter Soldatenart vorgesehen.

Nach alledem kann den allen Soldaten, die zum

Artilleristen-Tag am 15. INärz nach Gießen kommen, heute schon ein Tag der schönsten Soldatenkameradschaft zugesagt werden.

Anmeldungen von allen das sei noch ein­mal besonders betont ehemaligen Artilleristen sind bis spätestens zum 9. März an Kamerad Wil­helm Stephan, Gießen, Bahnhofstr. 24, Fern­sprecher 3729, zu richten. Dorthin sind auch die Kosten des Beitrags, einschließlich Mittagessen in der Kaserne, von 1,50 Mark pro Mann einzusen­den. Das Festabzeichen zur Erinnerung an diesen Waffentag der Artilleristen wird den Teilnehmern bei ihrer Ankunft in Gießen ausgehändigt werden.

Im Saale des Cafe Leib fand am gestrigen Mitt­woch ein von der Kreisleitung der NS.-Frauenschaft | in Verbindung mit dem RLB. veranstalteter Vor- § tragsabend über d i e Aufgaben der Frau im zivilen Luftschutz statt.

Nach dem von Mitgliedern des Musikzuges der SA.-Standarte 116 gespieltenEinzug der Gaste ausTannhäuser" begrüßte die Kreisleiterin der NS.-Frauenschaft Frau Wrede die zahlreich Er­schienenen, unter denen sich auch der Kreisreferent für den zivilen Luftschutz der NSDAP., Reh­berg, und der Bezirksgruppensuhrer des Relchs- luftschutz-Bundes für Oberhessen und Gießen, Poppe, befanden.

Die Sachbearbeiterin für den Frauen-Luftschutz der Bezirksgruppe Oberhefsen und Kreisreferentin für den Frauenluftschutz, Frau Hummel, wies einleitend auf die Notwendigkeit des zivilen ßutt= schutzes hin, zu dessen Förderung auch in Gießen helfende Hände und opferbereite Menschen in gro­ßem Umfange erforderlich sind, um die Arbeiten so weit vorwärts zu treiben, wie es gewünscht

Leute von 47 auf 58 Jahre angestiegen ist. In den Jahren 1950 bis 1960 wird das große Sterben einsetzen, weil dann die Jugend fehlt. Wir haben 10 bis 14 Millionen Kinder zu wenig, eine Zahl, die praktisch nicht mehr aufgeholt werden kann. Zwei Millionen der wertvollen Menschen gingen im Weltkrieg verloren. Das ist bei den anderen Völkern auch nicht anders, und das nordische Blut hat die größten Verluste erlitten. Das deutsche Volk hat 32 Millionen Menschen an Amerika ab­gegeben und die Tragik erlebt, daß 40 v. H. aller amerikanischen Offiziere deutschblütig waren und gegen ihr Volk kämpften. Das ist ein unerträg­licher Zustand.

Darum ist der Friedenswille unseres Führers absolut ehrlich: denn wie wir, haben sicher auch die anderen Völker nicht die Absicht, wieder die besten Menschen zu verlieren.

Der Geburtenrückgang bei uns war katastrophal. Aber er war nicht in allen Ländern so, besonders nicht bei den slawischen Völkern. Europa wird bald zu 50 v. H. von Slawen bewohnt sein. Ruß­land hat ein riesiges Menschenreservoir, und da dies Asiaten sind, läuft jetzt die asiatische Grenze an der polnisch-russischen Grenze entlang. Im Osten ist auch Japan von 30 auf 65 Millionen ange­wachsen, und China zählt 460 Millionen Menschen. Auch im Westen wächst durch die Vernegerung Frankreichs eine Gefahr, so daß die Grenze Afri­kas bald am Rhein entlang laufen wird. Der Vor­tragende brachte erschütternde Zahlen über die Ver- bastardisierung Frankreichs, an der Deutschland kein Interesse hat. Französische Hygieniker sind mit Hochachtung erfüllt über dieRassenpolitik in Deutsch­land.

In Deutschland mußten wir seslstellen, daß das Volk immer erbkranker wurde.

Schöffengericht Gießen.

Wegen Diebstahls wurde der H. M. aus Assen- heirn zu vier Monaten Gefängnis ver­urteilt. Der Angeklagte, der bereits vorbestraft ist, hatte ein Fahrrad entwendet.

Der I. M. aus Butzbach wurde wegen versuchter Umsatz- und Einkommensteuerhinterziehung zu 2000 Mark Geldstrafe verurteilt, die im Unein­bringlichkeitsfalle mit je einem Tag Gefängnis für je 5 Mark zu verbüßen ist. Der Angeklagte wurde von einem Geschäftsmann mit der Ausfüllung dessen Steuererklärung beauftragt. Dabei machte er Angaben, die dem tatsächlichen Umsatz des Ge­schäftsmannes bei weitem nicht entsprachen.

Wegen Widerstandes wurde der E. St. aus Gie­ßen zu einem Monat Gefängnis verur­teilt. Gleichzeitig wurde die Verbringung in eine Trinkerheilanstalt angevrdnet. Der Angeklagte, ein notorischer und erblich belasteter Trinker, stand am 11. Oktober 1935 ebenfalls unter dem Einfluß des Alkohols. In der Kirchstraße kam es zwischen ihm und einem Zeugen zu einer Schlägerei. Der Auf­forderung eines herannahenden Polizeibeamten lei­stete er keine Folge, so daß er mit Gewalt zur Wache gebracht werden mußte.

Der K. B. aus Friedberg wurde an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche ju 35 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Anas- klagte batte einen Tagesausweis der Musikkammer gefälscht.

Strenge Strafen für Fahrraddiebe.

Zu unserem gestrigen Bericht über eine Anklage wegen Fahrraddiebstahls, die am Dienstag vor Dem Amtsgericht Gießen gegen den Heinrich W e der und den Heinrich Schmidt, beide aus Gießen, verhandelt wurde, ist ergänzend und berichtigend mitzuteilen, daß der Heinrich Schmidt trotz ferner bisherigen Unbestraftheit wegen der Gemeingefahr- lichkeit derartiger Diebstähle sechs -Wo n a t e (nicht einen Monat) Gefängnis erhalten hat. Heinrich Weber wurde bekanntlich wegen Dieb­stahls im erschwerenden Rückfall zu eine i n b a 1 b Jahren Zuchthaus verurteilt. Diese strengen Strafen wirken hoffentlich auf Fahrradmarder in abschreckender Weise.

(Siebener Dochenmarktpreise.

deren Verbleib die Ermittlungen noch nicht abgeschlos­sen sind, der Eigentümerin zurückgegeben werden. Für den vorgenannten Einbruch kommen drei Täter in Frage. Auch in Marburg haben sie einen Personenkraftwagen entwendet.

Wäschediebslahl.

Aus einer Waschküche in der Händelstraße wur­den 4 wollene Bettücher, 3 Ueberschlaglaken, 1 gro­ßer Ueberzug, 2 weiße Tischtücher, 1 Herren-Schlaf­anzug und sonstige weiße Leibwäsche entwendet. Der Täter etwa 1.62 bis 1,65 Meter groß und

auf 1000 Volksgenossen 42 und 1930 auf Volksgenossen nur noch 15 Geburten hatten.

dem Volke des Wuchses war ein solches geworden,

wegen Krankheit tatsächlich nicht mehr arbeitet, es genügt also nicht ein tatsächliches Ausscheiden aus der Arbeit, sondern es wird ein Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis, also eine rechtliche Losung oenangt. Dieses Ausscheiden tritt aber dann ohne weiteres ein, wenndauernde Invalidität" vor­liegt, und entweder der Arbeiter seine Zurruhe­setzung verlangt oder der Betriebssichrer die Zur­ruhesetzung ausspricht. In beiden Fällen genügt die einseitige Erklärung, ohne daß der andere Teil ihr zuzustimmen braucht, und die Erklärung Wirkt so­fort, wenn sie nicht etwa selbst eine Befristung enthält.

Eine Kündigung bedeutet einen Verstoß gegen die guten Sitten und bleibt unwirksam, wenn sie allein den Zweck verfolgt, einen Ruhegeldanspruch dadurch zunichte zu machen, daß man dem mit Sicherheit erwarteten und aller Voraussicht nach begründeten Zurruhesetzungsoerlangen des Arbei­ters zuvorkommt. Nicht zu beanstanden wäre sie dagegen, wenn außer der vorhandenen oder ver­muteten Invalidität des Arbeiters ein gerechtfer­tigter Grund zur Kündigung Vorgelegen hätte.

Oer Echreibmaschinendiebstahl in der Bahnhofstraße oufacfiärf.

Von der Kriminalpolizeistelle der Polizeidirektion

Im Rahmen einer Abendveranstaltung der DAF., l Fachgruppe Hausgehilfinnen, hielt am gestrigen - Mittwochabend nach einleitenden Worten des Kreis- t fachgruppenleiters O. Pipper der Gauamtsleiter : des Rassenpolitischen Amtes, i

0r. Kranz, Gießen,

einen rassepolitischen Vortrag, durch den er die < angehenden Hausfrauen und Mütter mit den , grundlegenden Fragen der Erhaltung unseres Vol­kes vertraut machte, die zugleich mitentscheidend ' über Glück, Ehre und Gesundheit unserer Kinder 1 und Kindeskinder sind. Er ging diesen Fragen nach ' dem Fortbestand eines Volkes gleich auf den Grund und wies an dem geschichtlich erwiesenen Untergang großer Kulturvölker vergangener Jahrhunderte nach, daß in der Geburtenverhütung zur Zeit der Blüte solcher Völker das Grundübel ihres Unter­ganges zu finden fei. Dadurch wurde das organische Wachstum unterbunden, und es drangen artfremde Dolksmasfen, die nicht über die gleich-hohen erb­lichen Qualitäten verfügen, in das Volk ein, ver­mehrten sich rascher und überwucherten die gesun­den und starken Erbmassen solcher Kulturvölker. Diese art- und rassefremden Kräfte setzten sich an die Führung des Staates, machten ihren Einfluß auf allen Lebensgebieten geltend, und so wurde das gesunde Volk nicht mehr befähigt, solche Leistungen zustande zu bringen, wie vorher. Diese Feststellung kann man bei allen Kulturvölkern machen, die zu- gründe gingen.

Zur Durchführung einer Rassen- und Vevölke- rungspolikik gehören eine Führung und die Geführten, der Dille und die Ausnahmebereit- schatt, also eine Gefolgschaft, die nicht aus Rassegemengsel besteht. Als Grundlage ist eine geistig-seelische Grundhaltung erforderlich.

In der Zeit des Marxismus, Individualismus und Egoismus, in denen der einzelne glaubte, sich über die Naturgesetze Hinwegsetzen zu können, die ewige Geltung haben und seit Anfang der Welt bestehen, haben auch wir gegen die Gesetze der Fortpflanzung, Auslese, Ausmerzung und Rasserein­heit verstoßen. Eine Weltanschauung, wie die des Marxismus und Liberalismus, die beide letzten En­des zum Bolschewismus führen, ist irrig und wahn­sinnig. Sie predigte die Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt. Es gab die Lehre von der Umwelt, und meistens jüdische Wissenschaftler ver­suchten zu beweisen, daß man den Menschen for­men könne, wie man ihn haben wolle, und daß man erworbene Eigenschaften vererben könne. An Beispielen aus dem Weltkriege wies der Vortra­gende nach, daß es dem entgegengesetzt ohne Ge­meinschaft kein Leben gibt. An Stelle der irrigen Weltanschauung mußte eine neue Idee treten, die biologisch richtig ist und den eroi-gen, ehernen Gesetzen entspricht. Das ist der National­sozialismus.

Der Nationalsozialismus machte mit der Um­weltlehre Schluß und bewies, daß z. V. der Jude immer ein Jude bleiben muß, wie man auch aus einem Pflaumenkern keinen Kirsch-

Die Rassen- und Bevölkerungspolitik

Vortragsabend in der DAF., Fachgruppe Hausgehilfinnen.

Der Führerrat des Artillerie-Vereins Gießen hat die Vorbereitungen für das A r t i l l e r i st e n - Treffen in Gießen am 15. März schon in weitgehender Weise oorangebracht.

Die Anmeldungen von alten Artilleristen zu diesem Tressen sind bis heute bereits ganz erheblich umfangreicher, als man angenommen hatte. Fortgesetzt kommen dazu immer neue Anmeldungen, so daß man mit Gewißbeil auf eine sehr starke Beteiligung an diesem Waffen­tag der Artillerie in Gießen rechnen kann.

Zur Beseitigung von Zweifeln sei betont, daß nicht etwa nur die in Artillerie-Vereinen oder in einer anderen Organisation ehemaliger Soldaten stehen­den alten Artilleristen zu diesem Tage der Ar­tillerie erwartet werden, sondern daß alle ehe­maligen Artilleristen zur Beteiligung an diesem Kameradschaftstag der Männer vom schwarzen Kragen herzlich eingeladen sind.

Für den Empfang der von auswärts nach Gie­ßen kommenden Waffengefährten ist in umfassender Weise Vorsorge getroffen. Ferner hat die Führung des Artillerie-Vereins Gießen es sich auch angelegen sein lassen, für den geschlossenen Marsch der ehe­maligen Artilleristen vom Oswaldsgarten nach der Gießener Artillerie-Kaserne Maßnahmen sicherzu­stellen, die den Marsch der alten Soldaten zu einem eindrucksvollen Erlebnis werden lassen; das be­rittene Trompeterkorps des Artillerie-Regiments 9 wird die Marschmusik stellen. Nicht marschfähige Kameraden, insbesondere Kriegsbeschädigte, werden von der Leitung des Kameradschaftstages zwei Freifahrtscheine zur Benutzung der Gießener Stra­ßenbahn bis nach der Artillerie-Kaserne und von dort zurück bis zum Cafe Leib zum kameradschaft­lichen Beisammensein erhalten. Für die mit Kraft­wagen, Krafträdern ober Fahrrädern von auswärts kommenden Kameraden ist die Möglichkeit zum Parken der Fahrzeuge auf dem Brandvlatz vorge­sehen. Die Führung des Artillerie-Vereins Gießen sieht es als selbstverständlich an, daß die an dem Treffen teilnehmenden Vereine mit Fahnen er­scheinen.

Unsere aktiven Gießener Artilleristen, die I. Abt.

Art.-Regt. 9, werden es sich angelegen fein lassen, den alten Kameraden ihrer Waffe in der Kaserne schone Stunden der soldatischen Kame­radschaft zu bereiten.

Zu Mittag werden sich die aktiven und die alten Soldaten gemeinsam durch ein kräftiges Soldaten­essen stärken, anschließend werden das Geschütz­exerzieren und das Reiten auf dem weiten Ka­sernenhofe das lebhafte Interesse aller Besucher Hervorrufen. Daß der Kommandeur der Abteilung, Hauvtmann Welte, den ehemaligen Artilleristen die Besichtigung aller Kaserneneinrichtungen ge-

sich früherDeutschgläubigkeit" genannt habe unb in sich eine ganze Anzahl von Richtungen enchalte. Alle diese Richtungen bekämpften sich gegenseitig und seien nur einig in dem völkischen Ausgangs­punkt ihrer Lehre und im Kampf gegen ua» Christentum. Sodann behandelte der Redner in großer Ausführlichkeit die Zielsetzung und die Ta- tigkeit der Deutschen Glaubensbewegung einerseits, die Grundlagen und das Wirken der evangelischen Kirche anderseits. Bei dieser Gegenüberstellung und dem Gegeneinanderabwägen zahlreicher^ Argumente von der einen und von der anderen ©eite betonte er als besonders wichtig für die evangelischen Men­schen, daß für sie das beste Mittel 9e9en Deutsche Glaubensbewegung immer noch das Leden d-s Christen im ©tauben fei. Das Christentum gründe sich auf Offenbarung, die Deutfchglaubigkett dagegen kenne keine Offenbarung und sie kenne auch keine Bibel. Der Vortragende fetzte sich hierauf mit dem Schrifttum der Deutschen Glaubensbewegung und den darin ausgestellten Hauptargumenten gegen das Christentum eingehend auseinander, wobei er als Ergebnis seiner umfassenden Betrachtung kelt- ftellte, daß die Argumente der Deutschen Glaubens- b.wcgung gegen das Christentum nicht stichhaltig seien. Er warnte das deutsche Volk eindringlich davor, durch den Bruch mit dem Christentum sich die Hauptlebensader zu durchschneiden und daran zu verbluten, um dann auf dem Boden, der Selbst­bespiegelung zu verkümmern. Für das deutsche Volk könne es kirchlich auch für die Zukunft nur eins geben: Das Bekenntnis zu Jesus Christus.

Der Vortrag wurde von der großen Versammlung mit starker Spannung entgegengenommen. Am Schlüsse wurden gemeinsam der erste und der letzte Vers des Luther-Liedes gesungen.

* G i e ß e n, 5. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Handelsklasse-Eier, Gütegruppe 1, Kl. S 11, Kl. A 10V2 Kl. B 10, Kl. C 9V2, Kl. D 9, ungezeichnete 8, Wirsing (gelb), das Pfund 12 bis 15, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 8 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 40, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 35 bis 40 Pf., Zwiebeln 10 bis 18, Meer­rettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kar­toffeln, das Pfund 4 bis 4V2, 10 Pfund 43 Pf.,

Am gestrigen Mittwochvormittag weilte der evangelische Landesbischof Lic. Dr. Dietrich zu einem Vortrag in Gießen. Die Vortragsveranstal­tung sollte im Johannessaal ftattfinben, da dieser Saal aber schon lange vor der festgesetzten Zett voll besetzt war und immer neue Besucher hervei- strörnten, wurde der weite Raum der Johannes- kirche zur Stätte des Vortrags bestimmt. In kurzer Zeit war auch die Kirche bis zum letzten Platz von Männern und Frauen aus Stadt und Kreis Gießen besetzt. r f .

Landesbischof Dr. Dietrich sprach m etwa em« einhalbstündiger Rede über das Thema:Warum Evangelische Kirche und nicht Deutsche Glaubensbewegung?". Er gab einleitend seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß man diesen Kampf führen müsse, weil ja auf der ande­ren Seite auch deutsche Volksgenossen stünden und es im Hinblick auf die Volksgemeinschaft schmerzlich sei, sich gegen deutsche Volksgenossen zu wenden. Aber von diesen Volksgenossen sei die evangelische Kirche angegriffen worden, und deshalb müsse sie sich ver­teidigen. Sodann betonte der Redner, die Deutsche 'Glaubensbewegung dürfe nicht mit den Deutschen Christen verwechselt werden. Die Deutschen Christen wollten eine Gruppe evangelischer Christen sein, die sich Deutsche Christen nenne, weil sie die Au>- rechterhaltung der Verbindung von deutscher Ge­schichte und evangelischer Kirche fordere. Die Deut­sche Glaubensbewegung dagegen sei etwas ganz anderes, sie habe mit der evangelischen Kirche nichts mehr zu tun und wolle mit ihr auch nichts mehr zu tun haben, sondern sie sei eine Bewegung außer­halb und gegen die evangelische Kirche.

Im weiteren Verlaufe feiner Rede erklärte der Landesbischof, daß die Deutsche Glaubensbewegung

Gießen wird uns berichtet:

Der in der Nacht zum 23. Januar in der Gie­ßener Verkaufsniederlage derRheinmetall-Schreib- mafchinen" verübte Schaufenstereinbruch, bei dem 1 tV||fclA' tv^ 3'50frte 370 Mk'., Äepfe'l 18 bis 35,

sich die Täter eines Personenkraftwagens bedienten der Zentner , PI

und Schreib- und Rechenmaschinen im Werte von g ,rXnhiihnPr 85 bis% Blumenkohl das Stück

4344 Mark entwendeten, hat seine Aufklärung 9«-Suppenhühner 85 bis , (£Sen 10 bis 25,

fanden. Die Täter und Hehler - es handelt sich 25 bis ^50, Salat^5,bis öO.^nDwien^ * um sechs Personen konnten m Köln und Kaisers­lautern durch die dortige Kriminalpolizei ermittelt und festgenommen werden. Es handelt sich um Kölner Jungens", die ihre nächtlichen Diebesfahr­ten teils mit Leihautos, teils mit gestohlenen Per­sonenwagen ausführten. Sie kommen für eine große Anzahl von Einbrüchen in Frage und zeigten ein besonderes Interesse für Radio-, Manufaktur­waren-, Gold- und Silberwarengeschäfte usw. Die in Gießen entwendeten Rechen- und Schreibmaschi­nen kannten bis nuf eine Schreibmaschine, über