Ausgabe 
5.2.1936
 
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Nr. 30 vierter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Mittwoch, 5. Februar Mb

Das Spiel kann beginnen.

Don unserem W. B.-Sonderberichterstatier Garmisch, 4. Febr

München entbietet den ersten Gruß Seine Kopsstationen fangen den Strom der Gäste auf leiten ihn zum Starnberger Bahnhof un­ter dem Olympiazeichen des Eingangs in die ae- schmückte Vorhalle, die durch lange einfarbige Wim­pel gegliedert ist, und an die Züge, deren Strecken­schilder über dem Ziel die fünf verschlungenen Ringe tragen. Auf der Hinfahrt unterbrechen nur wenige Menschen die Reise in München und be­merken den vielsprachigen Willkommensgruß der an den Hotels, Restaurants und Läden hängt und die Gastfreundschaft der Stadt allen anbietet, die zu dem bedeutenden Ereignis aus der ganzen Welt Zusammentreffen: den Angelsachsen, Franzo­sen und Belgiern, den Italienern, Skandinaviern und Holländern, den Balten, Griechen und Türken und unfern östlichen Nachbarn.

Mit elektrischen Bahnen, mit den Aussichtswagen desgläsernen Zuges" fahren sie nach G a r m i s ch, das seit Monaten gerüstet hat, seit Wochen zum feierlichen Empfang vorbereitet und in diesen Ta­gen sein Festgewand angelegt hat. Der Bahnhof ist geschmückt und über die Straßen werden Triumphbogen aus Tannengrün gezogen, die das Sinnbild der Olympischen Spiele tragen und die Fülle der Flaagen und Fahnenmasten vergrößern und zusammenfassen.

Der Verkehr hat großstädtischen Umfang ange­nommen, die Bahnhofstraße wurde zur Einbahn gemacht. Polizisten aus den bayerischen Groß­städten tun hier Dienst während dieser Tage, die alle Kräfte von Verwaltung und Organisation in Anspruch nehmen. Nach den Aktiven sind nun auch die offiziellen Vertreter der teilnehmenden Länder eingetroffen, die Journalisten beziehen ihre Quar­tiere, die Zahl der Schlachtenbummler mehrt sich. Sie genießen die einzigartige Schönheit der Berg­welt, die ebenso sehr wie der Wintersport den Ruf dieses Kurortes begründet hat, sie bewundern die baulichen Zeugen seiner reichen und kunstsinnigen Vergangenheit, die Frucht der vielen Kaiserzüae, die deutsche und italienische Kultur durch dieses Tal führten, die Frucht der Kaufmannszüge, die seinen frühen Wohlstand schufen.

Im übrigen wird vom Wetter gesprochen. Denn das Wetter ist kein Verlegenheitsthema, wie anderswo, sondern eine Lebensfrage für die Durch­führung her Spiele und also wichtigster Gesprächs­stoff. Di* Temperaturen bewegten sich um Null Grad, es gab Regenfälle, und Schnee hielt sich nur in den höheren Lagen; die einheimischen Wetter­propheten flöteten in Moll oder sprachen von dem Umschlag, der gewiß kommen würde. Einzig die Eisläufer lächelten überlegen, denn sie sind (jeden­falls die Kunstläufer) autark gegenüber allen Wit­terungseinflüssen: die Betonplatten des Eislaus- stadions werden chemisch gekühlt, mit Wasser über­rieselt und bieten auch bei höheren Wärmegraden zuverlässig eine gute Eisfläche. Im Rundfunk wurde Schnee angekündigt, und es gab Schnee; das Wetter entwickelt sich wie im vorigen Jahre, und wir our- fen hoffen, daß es in olympischer Hochform bleibt.

Alltäglich zieht die Gast-Bevölkerung Garmisch- Partenkirchens hinaus an die Stätten J.Pprtim)er Uebung und kommenden Kampfes. Sportliche Mei- duna ist modisch geworden und man mutz oft g nau zusehen, ob einer der Aktiven ober einer der Auch-Sportler (und -Sportlerinnen) oder etwa em Garnicht-Sportler demselben Ziel zustrebt. Und das verrät das Gesicht; gelockert, ausgeruht von gleich­mäßiger Lebensweise, konzentriert, beherrscht Training ist der Ausdruck der Olympiareifen die alle abendlichen Zerstreuungen meiden deren Gar­misch Die ganze Spanne von der einfachen। 6^ stube mit Maßkrügen bis zu Tanzcafes und Bars im Großstadtstil bietet, manchmal alle in einem ^Mtäglich proben und arbeiten fie, feilen bie Kunstläufer an ihrer Leistung, eilen dieJ^- läufer, ihre Geschwindigkeit zu halten suchen Die Skiläufer nach allen Abfahrtsmoghchkelten die am Tage des Kampfes zur Strecke bestimmt werden könnten und nach den Langlaufwegen gleiten Di Springer von den Schanzen. Der Andrang allen Plätzen ist groß und wird vermehrt durch Gäste, die nicht an den Kämpfen teilnehmen und au ihrem Vergnügen in Garmisch Winter port trei­ben S zu jeder Tages- und Nachtzeit ist an den Schämen und im Eisstadion Betrieb, und die Kreuze ckb ahn, die erste bayerische Schwebe- bobn fahrt unter Tag ununterbrochen, sechsmal in der Stund zur 900 Meter höher gelegenen Berg- ftntinn oon der man so ohne den Zeitverlust eines

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Ruud (Norwegen), von dem man aber weiß, daß er sich wegen seiner Kopfverletzung von Kitzbühel noch zurückhält. Die Stetigkeit und Ruhe der Wett­kämpfer ist bei diesen nicht nur körperlichen Be­anspruchungen zu bewundern.

Während überall eifrig trainiert wird, ist bie Bobbahn fertig vereist worden, mußte aber wegen Regens, der die Oberfläche aufgeweicht hatte, nach einigen Versuchen unbenutzt bleiben; gleichzeitig weihte Staatsminister Wagner das neue Rathaus von Garmisch-Partenkirchen, das die Zusammengehörigkeit der beiden Gemeinden auch nach außen hin zeigt. Ein Festsaal wurde er­öffnet, der bei einer Ausdehnung von 32 zu 76 Meter 1100 Sitz- und 500 Stehplätze enthält; er wird auch in späterer Zeit repräsentativen Veran­staltungen des Wintersport- und -kurortes dienen, vor allem aber in den nächsten Wochen von größ­ter Bedeutung sein. Reichsärzteführer Dr. Wagner übergab das Olympia-Aerztehaus feiner Bestimmung, das auseinandernehmbar aus Stahl hergestellt ist und im Sommer nach Berlin gebracht werden soll Es enthält moderne Krankenräume und

Laboratorien mit Röntgenapparaten und Kurz­wellenapparaten für Hitzebehandlung.

Wie bei allen großen Veranstaltungen hat die P o st für Publikum, Presse und Nachrichtenüber­mittlung reichlich Möglichkeiten geschaffen und für die Zeit vom 6. bis 16. Februar einen Olympia­stempel in Garmisch-Partenkirchen eingeführt. Die Dienststunden der Aemter sind verlängert, und ein besonderes Pressepostamt ist eingerichtet worden, ein Sender f ü r Bildtelegraphie steht bereit, und aus zahlreichen Sendekabinen werden die Ergebnisse der Kämpfe gleichzeitig in verschiede­nen Sprachen verbreitet werden.

Garmisch ist gerüstet. Es sorgt für eine Zahl von Gästen, wie es sie noch nie beherbergt hat. Es spricht und antwortet in über zwanzig Sprachen. Es wartet. Alle warten in Garmisch. Die Welt wartet auf den Augenblick, da die Spiele eröff­net werden, die sie sich geschaffen hat, auf den Augenblick, da Deutschlands Skimeister Willy Bog­ner den Olympischen Eid leistet für alle, die ein­treten wollen in den friedlichen Wettkampf der Völker.

Führende Mnner der Olympischen Spiele.

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Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Gras Baillet-Latour (Zweiter von rechts), traf in diesen Tagen in Garmisch-Partenkirchen ein. Rechts neben ihm sieht man Ritter v o n Halt, den Präsidenten der IV. Olympischen Winterspiele. Links Baron le Fort, den Generalsekretär des Winter-Olympia, ferner Exzellenz Lewald, den Präsidenten des Deutschen Olympischen Aus­schusses, und ganz links Dr. H a r st e r, den Leiter des Olympischen Presseamts in Garmisch-Parten­kirchen. (Scherl-Bilderdienst-M)

Karimsch-Partenkirchen im Zeichen der fünf Hinge

Hund um die Wettbewerbe.

Zusammenkunft im Geiste echter Kameradschaft.

Der Deutsche Olympische Ausschuß hatte durch seinen Präsidenten, den Reichssportführer von Tschammer und Osten, die ausländischen Mann­schaftsführer und Begleiter sowie Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees zu einem kameradschaftlichen Beisammensein im Olympia- Haus des Skistadions geladen. An der Spitze sah man den Präsidenten des Internationalen Olym­pischen Komitees, Graf de Baillet-Latour.

Der Hauch von der völkerverbindenden Idee des Sportes war an diesem kameradschaftlichen Bei­sammensein deutlich zu spüren In einer kurzen Begrüßungsansprache legte der Reichssportführer Sinn und Zweck der Zusammenkunft klar. Er sprach den Wunsch aus, daß die Gäste sich in Gar­misch-Partenkirchen recht heimisch fühlen mögen und stieß zum Schluß auf gute Kameradschaft an. Im Namen des IOK. dankte Graf de Baillet-La­tour, der zugleich den Wunsch ausdrückte, daß die in einzigartiger Weise vorbereiteten IV. Olympischen Winterspiele' einen gleichguten Verlauf nehmen mögen.

15 Zentimeter Neuschnee im Tal.

Zur rechten Stunde ist der Winter ins Werden- felser Land eingezogen. Die Schneefälle, die am Montag vorwiegend den höheren Lagen zugute ge­kommen waren, haben im Laufe des Dienstag auch im Tal eine dauerhafte Schneedecke geschaffen. 15 Zentimeter hoch liegt der Neuschnee in Garmisch- Partenkirchen. Die Temperatur sank auch im Laufe des Tages nicht unter Null Grad Auf die Ersatz­strecken für die Skiwettbewerbe wird man also er­freulicherweise doch nicht zurückzugreifen brauchen.

Ausscheidungslaufe und Abschlußtraining.

Am Dienstag sind nun auch die amerikanischen Eishockey-Spieler an der Stätte der Winterspiele eingetroffen. Die Spieler begannen sofort mit dem Training. .. ..

Die Leitung der schwedischen Olympiamannschaft hatte am Dienstagvormittag eine Ausscheidung für die 18-Kilometer-Langläufer angesetzt. Auf einer zwischen dem Gudiberg und Klais oorgefpurten 5-Kilometer-Strecke, die dreimal zu runden war, machten sich 17 Läufer auf den Weg, Dänin er auch einige für die Kombination und den Dauerlauf ge­meldete Vertreter. Die beste Zeit lief Ivar Lmd- qren mit 1:02:55 Stunden heraus.

Aehnlich wie die Schweden machten auch die amerikanischen Tellnehmer am Dauerlauf, Lang­lauf und für die nordische Kombination einen

Traimngslaus. Sie suchten sich hierfür eine 5 Kilo­meter lange Strecke aus, über die sie dreimal gin­gen. Als bester Mann erwies sich Magnus Satxe.

Am Nachmittag waren beide Schanzen gleichzeitig für das Trainina freigegeben worden. Auf der Kleinen Olympiaschanze übten die Kombinations­springer, auf der Großen die Spezialsprungläufer vor mehreren tausend Zuschauern. Zum ersten Male stellte sich auch wieder die deutsche National­mannschaft vor, die nach einem zehntägigenHeim­urlaub" wieder bas Hospiz neben dem Skistadion bezogen hat. Auf beiden Schanzen entwickelte sich ein mächtiger Uebungsbetrieb. Von den Deutschen hinterließen Franz Haselberger (Traunstein), Hans Marr (Oberhof) und Paul Krauß (Jo- hann-Georgenstadt) den besten Eindruck. Eifrig an der Arbeit waren auch die Polen, Norweger und Schweden. Die Oesterreicher hatten ihr einheimisches Trainingsgebiet verlassen und gingen ebenfalls über die Schanzen in Garmisch-Partenkirchen.

Die berühmte Neuner-Strecke, die Olympische Abfahrt, wurde von sehr vielen heimgesucht. Fast den ganzen Tag über wurde von dem Trainings­recht reger Gebrauch gemacht.

Die ersten Sternflug-Teilnehmer

Aus Dem Flughafen München-Oberwiesenfeld, dem Ziel desInternationalen Sternfluges zur Winter-Olympiade 1936", trafen am Dienstag be­reits die ersten Teilnehmer dieses vom Aero-Club von Deutschland ausgeschriebenen Sternfluges ein. Bis Mittwoch mittag 17 Uhr müssen alle Teilneh­mer in München-Oberwiesenfeld gelandet sein, am Donnerstag 6 Februar, vormittags 11.30 Uhr, wird dann der Gemeinschaftsflug nach Garmisch- Partenkirchen gestartet.

Die Schnellsten starten zuerst!

Die Reihenfolge der Startplätze wurde erfreu­licherweise nicht dem blinden Zufall überlassen, son­dern man einigte sich dahingehend, das Feld in drei Gruppen nach Leistung und Können einzutei­len und innerhalb dieser Gruppen wurde die Aus­losung Dorgenommen. Bei den Männern umfaßt die Leistungsklasse I die Nummern von 1 bis 8, in der mit Ausnahme von Rudi Cranz alle Deutschen vertreten sind. Guzzi Lantschner führt mit Start­nummer 1 den Reigen an, Franz Pfnür folgt als Fünfter und Roman Worndle als Achter. Bei den Frauen zählt die Spitzenklasse bis zur Startnum­mer 13. Die Startplätze Der deutschen Läuferinnen

Zilmvortrag des Deutschen Reichs- bundeö für Leibesübungen.

Am Donnerstag veranstaltet der RfL. in Gießen einen Filmvvrtrag über das ThemaDie Fuß ball- regeln". Der Film wird an Hand von Beispielen und Vorfällen auf den Plätzen die Anwendung der Regeln zeigen. Einleitend spricht der Kreisfachamts­leiter für Fußball Hugo Henkel. Der Film ist der­art zufammengestellt, daß er auch den Nichtschieds­richtern ein klares Bild über die Regeln und ihre Anwendung vermittelt. Anschließend läuft der Film Technik des Fußballspiels".

Fußball

in den Volks- und Höheren Schulen.

In den einzelnen Klassen der Schulen unserer engeren Heimat wird in diesen Tagen das Fußball­spiel in geordnet durchgeführten Spielreihen aufge­nommen. Die Fußballkämpfe werden jeweils Diens­tags und Donnerstags ausgetragen. Es werden von Schulen der verschiedenen Landorte unterein­ander, aber auch mit den Mannschaften der Schul­klassen der Stadt Fußballspiele ausgetragen. Die Spiele beginnen bereits am morgigen Donnerstag, und zwar sind folgende Begegnungen vorgeseh"n:

Allendorf Hausen; Oppenrod Rödgen; Alte Pestalozzischule; Gießen Wieseck; Lollar Al- ten-Buseck und Watzenborn Goetheschule Gießen^

sind: Grasegger Nr. 6, Resch Nr. 8, Cranz Nr. 10 und Pfeiffer Nr. 12.

Die ersten Auslosungen!

Für die ersten Skiwettbewerbe, die am 7. Februar auf der Neuner-Strecke vom Kreuzeck-Joch bis zur Kreuzeck-Talstation zur Durchführung kommenden Abfahrtsläufe für Männer und Frauen, fand am Dienstag im Neuen Rathaus die Auslosung statt. Die für beide Prüfungen abgegebenen Meldungen erhielten auf Grund der im Training gezeigten Lei­stungen einige Abstriche. So sind von 125 gemelde­ten Männern nur noch rund 70 Teilnehmer aus 21 Nationen übriggeblieben. Bei den Frauen sind von 59 Gemeldeten noch rund 40 Teilnehmerinnen aus 14 Nationen am Start zu erwarten.

Der Deutsche Skiverband hat als seine Vertre­tung bei den Frauen Christi. Cranz, Käte Grasegger, Liess Resch und Hadi Pfeiffer, bei den Männern Franz Pfnür, Roman W ö r n d l e , Rudi Cranz und Gustav L a n t s ch- ner bestimmt.

Auslosung zum Olympia-Eishockey-Turnier.

Im Rathaus zu Partenkirchen wurde Montagabend unter dem Vorsitz von Baron le Fort und im Bei­sein einer Vertretung der Internationalen Eishockey- Liga die Auslosung für das Olympische Eishockey­turnier Dorgenommen. Von 17 gemeldeten Mann­schaften werden nur Jugoslawien und Finnland fehlen. Die übrigen wurden in vier Gruppen ein» geteilt, drei zu vier Mannschaften, eine zu drei Mannschaften. Die vier stärksten und die vier schwächsten Mannschaften wurdengesetzt". Die übrigen sieben für Die einzelnen Gruppen ausge» lost. Es spielen also in:

Gruppe A: Kanada, Oesterreich, Polen, Lettland, Gruppe B: Schweiz, Italien, Deutschland, USA, Gruppe C: Tschechoslowakei, Ungarn, Frankreich, Belgien,

Gruppe D: England, Schweden, Japan.

Die beiden Ersten aus jeder Gruppe gelangen in die Zwischenrunde, die vier Besten der Zwischen- runde spielen in der Endrunde jeder gegen jeden, wobei jedoch Spiele der Zwischenrunde angerechnet werden, so daß also Nationen, die bereits in der Zwischenrunde gegeneinander gespielt haben, in der Endrunde ihren Kampf nicht zu wiederholen brau» chen. Hier wird vielmehr das Ergebnis aus der Zwischenrunde gewertet. Aus Sicherheitsgründen wird sich die Vorrunde über vier Tage erstrecken. Am ersten Tage werden vier Spiele, am zweiten und dritten Tage je sieben Spiele und am vierten Tag drei Spiele durchgeführt. Gespielt wird auf dem Riessersee und im Olympischen Kunsteisstadion.

Am Eröffnungstage spielen gegeneinander: Ka­nada Polen, USA Deutschland, Un­garn Belgien, Schweden Japan.

Die genaue Auslosung Der Abfahrts-Spitzengruppe.

Bei der Auslosung der Platznummern für die Abfahrtsläufe der Männer und Frauen in Gar­misch-Partenkirchen erhielten die Läufer und Läu­ferinnen der Spitzenklasse folgende Startnummern:

Nr. 1: Gustav Lantschner (Deutschland); Nr. 2: Allais (Frankreich); Nr. 3: Birger Ruud (Norme- gen); Nr. 4: James Riddel (England); Nr. 5: Franz Pfnür (Frankreich); Nr. 6: Per Fossum (Norwegen); Nr. 7: Lunn (England); Nr. 8: M. Wörndle (Deutsch- land).

Frauen. Nr. 1: Pinching-England; Nr. 2: Anni Rüregg-Schweiz; Nr. 3: Weikert-Oesterreich; Nr. 4: Wiesinger-Jtalien; Nr. 5: v. Schimmelpen- inck-Holalnd; Nr. 6: Käte Grasegger-Deutschland; Nr. 7: Liegh-Boughton-England; Nr. 8: Reid But­ler-Kanada; Nr. 9: Lisa Resch-Deutschland; Nr. 10: Jeannette Keßler-England; Nr. 11: Christ! CranA- Deutschland; Nr. 12: Hadi Pfeiffer-Deutschland. (Startnummern zu Frauenabfahrt berichtigt!)

Die Schweizer Meisterin und im Vorjahre ge­fährlichste Rivalin von Christi Cranz, Anni Rüegg, stürzte am Dienstag beim Training. Sie zog sich eine Muskelzerrung zu, so daß es fraglich ist, ob sie ihrer Startverpflichtung bei den Olym­pischen Spielen wird nachkommen können.

Ausländisches Lob für die Organisation.

Der Sonderberichterstatter DesJour" meldet seinem Blatt aus Garmisch, man glaube sich in das Paradies Der Journalisten versetzt. In Garmisch seien 350 Journalisten aus allen fünf Erdteilen zu­sammengekommen, aber ein jeder werde beraten und erhalte Auskunft, als wenn er allein anwesend wäre. Alles Notwendige habe man der Presse zur Verfügung gestellt, und besonders auf dem Post- amt, Das bis Mitternacht offen sei, werde man mit einer Freundlichkeit empfangen, die sich er­heblich von der Behandlung unterscheide, die die französischen Journalisten in Frankreich gewohnt seien. Die Organisation fei so, daß ein jeder zehn Minuten nach einem Kampf das schriftliche Ergeb­nis in einem eigenen Exemplar in seinen Händen haben könne, man fei wahrhaftig undankbar, wenn man dazu nicht einBravo!" sage. Das Entgegen- kommen und die Liebenswürdigkeit der Offiziellen und der Bevölkerung so hebt der Mitarbeiter DesJour" noch befonDers hervor seien ganz außergewöhnlich.