Ausgabe 
3.7.1936
 
Einzelbild herunterladen

SS. hält die Ehrenwache am Grabe Heinrichs I. (Scherl-Bilderdienft-M.)

Eröffnung -es Reichskriegertages

Begrüßung der Kameraden des Garde-Korps durch den Führer des Kyffhäuser-Bundes Oberst a. D. Reinhard vor dem Bahnhofsgebäude in Kassel. (Scherl-Bilderdienst-M.)

zu Potsdam an der Gruft unseres großen Königs die Fahnen der nationalsozialistischen Jugendverbände geweiht. Später hatte ich die Ehre, im Braunschweiger Dom an der Gruft Heinrichs des Löwen der Führerschaft der nationalsozialistischen Jugend die Richt- lin,ien für ihre Arbeit zu geben, heute stehen wir hier im Dom zu Quedlinburg an der Gruft jenes großen Sachsenherzogs, der später Deutscher Kaiser und Gründer unseres Reiches wurde. Ich weihe euch, ihr Fahnen der Jugend, in seinem Gedächtnis! Denn ihr jetzt an feiner Gedächtnisstätte vorübermar-

Oer Mainzer Gistmor-prozeß

Am vierten Verhandlungstag sagte ein Friedhofs­arbeiter aus, daß der inzwischen verstorbene Fried- Hofswärter auf Wunsch von Frau Vogler das Grab des alten Vogler gleich nach dessen Be­erdigung eingeschwemmt habe, angeblich um bald Blumen pflanzen zu können. In Wirklichkeit hatte man sich der Hoffnung hingegeben, daß da­durch das Thalliumgift schneller aus dem Körper verschwinde. Ein früheres Dienstmädchen der Frau Vogler sagte, Frau Vogler habe zu Gästen, die um die Mittagszeit in die Gastwirtschaft Vogler kamen und nach dem alten Vogler fragen, geäußert:Ich habe meinem Alten wieder mal ein Pulver gegeben, dann schläft er länger". Der alte Vog­ler habe oft geklagt, der Kaffee sei so bitter. Frag Vogler habe den Kaffee stets selbst in das Zimmer ihres Mannes gebracht. Ein Zeuge bekundet, Georg Vogler sei bereits in der Sterbenacht seines Vaters auf die Straße gelaufen und habe dort gebrüllt:Die alte Sau hat meinen Va­ter vergiftet". Ein Bruder des ermordeten Vogler berichtet, ein Spiritist solle der Frau Vog­ler nach dem Tode ihres Mannes gesagt haben, er habe mit dem Geist ihres Mannes gesprochen, und dieser habe mitgeteilt, er werde seinen Sohn Georg bald zu sich holen. Frau Vogler will das geglaubt haben.

Der Zeuge Adolf hoch wurde als Rechtskonsu­lent in Wiesbaden von der Angeklagten mehrfach in Anspruch genommen. Er macht Aussagen über die Giftherstellung des Wiesbadener Pharmazeuten Müller., der mit dem Apotheker Holländer in Wiesbaden in guten Beziehungen stand. Er soll mit Saponin, das er aus wilden Kastanien gewonnen hat, ein Gift hergestellt haben, das in fester und flüssiger Form in den Magen eingeführt werden konnte und als Pflanzengift später im menschlichen Körper schwer nachweisbar war. Der

liehen und Führertugenden nachzuleben, mit denen er vor einem Jahrtausend unser Volt glücklich ge-

Zutiefst danken müssen wir ihm, daß er nie­mals den Fehler beging, den deutsche und auf der anderen Seite europäische Staatsmänner durch Jahrhunderte hindurch bis in unsere heu­tige Zeit begangen haben: außerhalb des Lebensraumes wir sagen heute geo­politischen Raumes seines Volkes fein Ziel zu sehen. Er ist nie der Versuchung an­heimgefallen, die vom Schicksal aufgerichtete Scheide des Lebens- und Ausdehnungsgebietes der Ostsee und des Ostens, des Mittelmeeres und des Südens, die Alpen, zu überschreiten. Er verzichtete dabei, wie wir wohl annehmen können, aus dieser Erkenntnis heraus, bewußt auf den klangvollen Titel desRömischen Kaisers Deutscher Ration".

Oie Olympiabesucher sind Oeuischlands Gäste.

Aufruf des Reichsministers Dr. Goebbels.

Berlin, 2. Juli. (DRV.) Der Reichsminl- sler für Volksaufklärung und Propa­ganda erläßt folgenden Aufruf:

Rach dem Willen des Führers hat Deutschland für die Olympischen Spiele 193 6 Vor­bereitungen wie kaum ein anderes Land zuvor getroffen. Die hunderttausende ausländischer Gäste sollen würdig empfangen werden und ein besonders glänzendes Beispiel deut­scher Gastfreundschaft erleben. Ich bin gewiß, daß jeder Deutsche seine Ehre darin sehen wird, den ausländischen Besuchern, die alle unter dem Schuh des Deutschen Reiches stehen, zuvor- k o mm end gegenüberzutreten und, wenn sie einer Hilfe bedürfen, ihnen mit Rat und Tat Beistand zu leisten.

Berlin, den 1. Juli 1936.

Gez.: Dr. Goebbels.

macht hat, und um uns wieder vorzunehmen, daß wir ihn am besten dadurch ehren, daß wir den Mann, der nach tausend Jahren König Hein­richs menschliches und politisches Erbe wieder aufnahm, unserem Führer Adolf Hitler, für Deutschland, für Germa­nien mit Gedanken, Worten und Taten in alter Treue dienen.

DieFahnenweihe derWerjugend

Nun trat Reichsjugendführer Baldur von

Trauerfeier -er Leibstan-arte.

DerFührer an den Särgen der verunglückten

Kameraden.

Berlin, 2. Juli. (DNB.) Im Hof der ehe- maligen Kadettenanstalt in Lichterfelde, dem Stand­ort der Leibstandarte Adolf Hitler, fand am Don­nerstagabend die Trauerfeier für die vier bei Magdeburg tödlich verun­glückten Kameraden des Musikkorps der Leib standarte statt. Ehrenposten standen neben den mit der Fahne des neuen Deutschland be­deckten Särgen, auf denen die Stahlhelme der Ver­unglückten lagen. Im offenen Viereck waren das erste und dritte Bataillon, das Musikkorps und die technischen Einheiten sowie das Führerkorps der Leibstandarte angetreten. Gegen 21 Uhr erschien der Führer in Begleitung von Obergruppenführer Brückner, Obergruppenführer Sepp Dietrich und Generalleutnant Schaumburg.

Leise setzte das Musikkorps mit einem Trauer­marsch ein. Als die Melodie verklungen war. trat der Kommandeur der Leib stand arte, Obergruppen­führer Sepp Dietrich vor die aufgebahrten Ka­meraden, um ihnen einen letzten kurzen Abschieds­gruß zuzurufen. Es fei nicht soldatisch, zu klagen und zu weinen, sondern hart zu bleiben, wie es die Toten bis zum letzten Augenblick gewesen seien. Wer sich den Beruf des Soldaten ausgesucht habe, der müsie jeden Tag zum Sterben bereit sein. Das Musikkorps habe auf seiner zehntägigen Konzertreise unendlich vielen Volksgenossen Freude bereiten können, als Zeichen der Beliebtheit, der sich das Musikkorps erfreue, seien unzählige Bei­leidsschreiben eingegangen.

Während das Lied vom guten Kameraden er­klang, die Fahnen sich senkten und der Führer stumm die Toten grüßte, dröhnte der Ehrensalut über den Platz. Noch einmal erklang das Deutsch­land- und das Horst-Wessel-Lied gen Himmel. Dann trat das erste Bataillon mit dem Musikkorps zu einem letzten Vorbeimarsch an. hierauf wurden die Särge in die Eingangshalle des Adolf-Hitler- Hauses getragen. Am Freitag wird die lieber- führung in die Heimatorte der Toten stattfinden.

b) alle seit dem 1.1 a n u a r 1921 aus der Wehrmacht oder der Landespolizei ausgeschie­denen D e ck o f f i z i e r e, Unteroffiziere und Mannschaften sowie alle Männer, die durch eine von der Wehrmacht oder Landespolizei veranlaßte kurzfristige Ausbildung militärisch geschult sind, sofern sie einem älteren Ge- vurtsjahrgana als 1913 (in Ostpreußen 1910) angehören. Auskunft über die Zugehörigkeit zu diesem Personenkreis erteilen die Wehrersatz­dienststellen. Die polizeilichen Meldebehörden ertei­len keine Auskunft.

Die polizeilichen Meldebehörden haben für die genannten Personen, die sich anmekden, in der Zeit vom 13. Juli bis 2 2. August 1936 das Erfassungsverfahren unter sinnge- mäßer Anwendung der Bestimmungen des ersten bis dritten Teils Der Erfassungsoerordnung durch­zuführen, soweit nicht nachstehend etwas anderes bestimmt ist. Stichtag ist der 13. Juli 1936.

Die Wehrpflichtigen sollen außer den in der Er­fassungsoerordnung aufgeführten Papieren auch die Papiere über geleisteten aktiven Dienst im früheren Heere, der Schutztruppe, der Kaiserlichen Marine und Reichswehr (Reichsheer und Reichsmarine) mitbringen. Die Toten Wohn­sitzmeldungen (Forntblätter ld) sind nicht auszu- füllen, sondern zu vernichten.

auch nur mit einem Wort verletzend zu werden, Die Salbung durch die Kirche abgelehnt. Er habe I dann Bayern und Schwaden dem Reiche eingeglie- dert und das bereits völlig verlorene Elsah- Lothringen zurückgewonnen. Den neunjährigen Waffenstillstand mit den Ungarn habe Heinrich zur heeresreform benutzt, er habe Burgen an Der O stgrenze angelegt, aus denen dann nam­hafte deutsche Städte entstanden seien. Dank dieser Vorbereitungen Heinrichs 1. sei der Einfall Der Ungarn im Jahre 933 für diese zu einer ver­nichtenden Niederlage bei Riade an der Unstrut geworden. Und nun interessiert uns, die wir nach einer Epoche furchtbarsten Niederbruchs in einer Zeit des abermaligen deutschen Aufbaues aller­größten Stiles unter Adolf Hitler leben dürfen, aus welchen Kräften heraus die Schöp­fung Heinrichs 1. möglich war. Die Frage beant­wortet sich, wenn wir Heinrich I. als germa­nische Persönlichkeit kennen lernen.

Er war ein edler Bauer seines Volkes, das immer freien Zutritt zu ihm hatte und unbeirrt um staat­lich notwendige, organisatorische Maßnahmen per­sönlich mit ihm zusammenhing. Er war d e r E r st e unter Gleichen, und es wurde ihm eine grö­ßere und wahre menschliche Ehrfurcht entgegenge- bracht, als späteren Kaisern, Königen und Für- ft en, die sie nach volksftemdem, byzantinischem Ze-

remoniell forderten, je zuteil wurde. Er hieß her- Kassel, 2. Juli. (DNB.) Am Donnerstagvor- zog und König und war ein Führer vor tausend mittag wurde im reichgeschmückten Festsaal der Jahren. Stadthalle in Anwesenheit von Vertretern Der

Und nun muß ich zum Schluß ein für unser Partei, Der Wehrmacht und der Behörden Der Volk tief trauriges und beschämendes Geständnis Reichskriegertag 1936 feierlich eröffnet, oblegen- Die Gebeine des großen deutschen Füh» Nach einem kurzen Oraelspiel überbrachte der Stell- rers ruhen nicht mehr in ihrer Begräb- Vertreter Des Bundesführers, Generalmajor a. D. nisstätte Wo sie sind, wissen wir nicht. Wir von Kuhlwein, Der Versammlung Die Gruße können uns nur Gedanken darüber machen. Es mag des leider diensllich verhinderten Bunde sfuh- fein daß treue Gefolgsmänner den ihnen heiligen r e r s und gedachte dann d e s F u h r e r nut einem Leichnam an sicherer Stelle würdig aber unbekannt dreifachen Sieg-Heil. Nachdem Oberbürgermeister beiaesetzt haben es mag sein, daß finsterer, unver- Dr. L a h m e y e r die Teilnehmer herzlich willkom- söhnlicher haß ' politisierender Würdenträger seine men geheißen hatte, betonte Der Landesfuhrer von Asche ebensosehr in alle Winde verstreute, wie er Hessen, Generalleutnant a. D. Fett, besonders Die Die verkrümmten Gebeine gefolterter und zu Tode vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Organisations- gequälter Menschen, deren Gebeine würdig zu be- leitung, Stadt und Partei und dankte der SA. für statten wir als ehrenvolles Vermächtnis erachten, ihre Mitarbeit.

vor Dem Ausgang dieser Krypta im Boden verschar- Dann nahm der Stellvertreter des Bundesfuh- ren [jß6 rers, Generalmajor a. D. von K u h l w e i n, das

Wir stehen heute vor der leeren Grabstätte als Wort. Nach dem Rechenschaftsbericht wies er dar- Verirrter Des gesamten Deutschen Volkes, Der Be- auf hin, Daß Der Bundesführer bei Der Uebernahme roeauna und Des Staates, im Auftrage un- Der BunDesführung es als wichtig betrachtet habe, seres Führers Adolf Hitler und haben den Frontgeist des großen Krieges bei Kränze der Ehrfurcht und Des Andenkens gebracht, seinen Kameraden wach zu halten zum Nutzen von Wir legen auch einen Kranz auf Den Steinsarg Volk und Staat. Der nationalsozialistische Staat Der vor mehr als neuneinhalb Jahrhunderten neben habe den Gedanken Der W e h r f r e i h e i t und Die ihrem Gatten bestatteten Königin Machilde, Des Einführung Der Wehrpflicht verwirklicht. Die aroßen Königs großer Lebensgefährttn, nieder. Wir ehemaligen Frontkämpfer hätten Die Aufgabe, an alauben auch Damit Den großen König zu ehren, der Versöhnung der Volker zu arbeiten, wenn wir in seinem Sinn der Königin Mathilde, den Frieden zu erhalten und für Generationen zu Diesem Vorbild höchsten deutschen Frauentums, ge- vertiefen. Für Dieses Ziel werde sich der Reichs- Dacht haben kriegerbund in Zukunft ganz besonders einsetzen.

Dieses einstmalige Grab auf dem seit Jahrtausen- Der Stellvertreter des Bundesführers skizzierte den von Menschen unseres Blutes bewohnten Burg- weiter das Verhältnis zwischen Dem Reichs­berg mit Der wunderbaren, aus sicherem germanl- kriegerbund, dem neuen Soldatenbund schem Gefühl heraus geschaffenen Gotteshalle soll und der Nationalsozialistischen Kriegsopfer- eine Weihestätte fein, zu Der wir Deutsche Versorgung, Die sich alle k a m e r aD s ch a f t - wallfahren, um König Heinrichs zu geDenken, sein lich zusammenfinden mußten, um sich ge- Andenken zu ehren und auf diesem heiligen Platz genseitig zu unterstützen zum Nutzen Des Vater- im stillen Gedenken uns vorzunehmen, Die mensch- landes.

vix v----i In Vertretung des Gauleiters Wemrich gab dann

stellvertretender Gauleiter Dr. Burkhardt einen

Rückblick über Die Arbeit unD den Einsatz Der ersten Frontsoldaten Der NSDAP., als es galt, Der natio­nalsozialistischen IDee gegenüber Dem kommunisti­schen Gesindel zum Siege zu verhelfen.Wir wer­den", so schloß der Redner,immer eintreten für Die Volksgemeinschaft, für Das Deutsche Volk, Das Deutsche VaterlanD und unseren Führer Adolf Hitler."

Der Chef des Generalstabes Des IX. Armeekorps, Oberst Keitel, übermittelte Darauf Die Grüße Des Kommandierenden Generals des IX. Armee­korps, General der Artillerie D o l l m a n n, und gab dann im Auftrage des Reichskriegsministers einen allgemeinen Ueberblick über den Aufbau Der deutschen Wehrmacht. Schließlich sprach General­leutnant a. D. von Fabeck über die Wohl­fahrtseinrichtungen Des Reichskrieger- bunDes.

Oie Erfassung ausgebildeter Wehrpflichtiger.

Berlin, 2. Juli. Der Reichsminister des In­nern und Der Reichskriegsminister haben eine23er- orbnung über Die Erfassung militärisch ausgebtl- Deter Wehrpflichtiger älterer Geburtsjahr­gänge" erlassen, in Der es heißt: Zur Regelung ihres Wehrpflichtverhältnisses haben sich nach Den Vorschriften Der Verordnung über Das Erfassungs- roefen vom 7. November 1935 (Erfaffungsoerord- nung) entsprechend Der Durch Die Kreispolizeibehör- Den erlassenen öffentlichen Bekannt­machung persönlich bei Der polizeilichen Meldebehörde folgende wehrpflichtige Deutsche, die ihren Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt im Deutschen Reich haben, anzumelden:

a) Die Offiziere und Beamten aller Gat­tungen, die Dem aktiven oder Beurlaub- tenstände des früheren Heeres, der Schutztruppe, Der Kaiserlichen Marine, Der Reichs­wehr (Des Reichsheeres und Der Reichsmarine) an­gehört haben;

schiert, seid euch dessen bewußt, daß ihr euch würdig zu erweisen habt eines Jahrtausends der deutschen Ge­schichte, und fühlt euch verpflichtet, eine Jugend zu führen in ein neues Jahr­tausend gleicher Gröhe und glei­cher Ehre!"

Begrüßt von Den erhobenen Rechten Der Ehren­gäste und der Männer aller nationalsozialistischen Formationen zogen nun die Fahnenträger mit den neuen HI.- und Jungvolkfahnen unter den Klän­gen des LiedesNie laßt die Fahnen sinken" von den beiden Seiten Des Domschiffes durch die Pfor­ten in die Krypta, vorbei an Den beiDen Grab­stellen unD hinauf auf Den Schloßberg. Dor Dem Dom präsentierte der SS.-Ehrensturm der Ver­fügungstruppe zu Ehren der neuen Fahnen. Die Klänge Des Fahnenliedes vereinigten sich mit Den Fanfaren zu einem gewaltigen Schlußakkord, Der Die weihevolle Feier beendete.

Am Nachmittag fanden auf dem herrlich gele­genen Sportplatz Moorbera bei Quedlinburg rit­terliche und sportliche Wettkampf­spiele der SS st a tt. In Anwesenheit Des Reichsführers SS.-Himmler unD zahlreicher Ehren­gäste zeigten Die SS.-Männer vor vielen Taufenden ihre reiterlichen Kunststücke, wie Fuchsschwanzjagen, hinDernisspringen usw. Am Abend erglänzte Qued­linburg wieder im Lichte unzähliger Kerzen, Die Den strahlenden Rahmen für Den Großen Zapfen st reich Der SS. bildeten. Ein groß­artiges Höhenfeuerwerk auf dem Schloßberg beendete Den festlichen Tag.

Er war, wie seine Zeitgenossen berichten, ein Führer, Der seine Gefolgsleute weit an Kräften, Gröhe und Weisheit überragte. Er führte Durch die Kraft feines starken und gütigen Herzens, und es wurde ihm gehorcht aus der Liebe der Herzen heraus. Der alte und ewig neue ger­manische Grundsatz der Treue des Herzogs und Des Gefolgsmannes zueinander wurde von ihm im stärksten Gegensatz zu den karolingischen kirchlich-christlichen Regierungsmethoden wieder eingeführt. So streng, wie er gegen seine Feinde war, so treu und dankbar war er zu seinen Kameraden und Freunden. Lr war eine der großen Führerpersönlichkeiten der deutschen Geschichte, der bei allem Bewuhtsein der eige­nen Kraft und der Schärfe des eigenen Schwertes genau wuhte, dah es ein größerer und haltbarerer Sieg sei, einen anderen im Grunde anständigen Germanen in offener männlicher Aussprache für bas große Ganze |Sd)irad) Dor um'ggg ncuc Bann- und Jung- ZU gewinnen, als kleinlich sich an Vorurteilen bannfahnen Der hitlerjugenD und Des Deutschen

zu flohen und einen für das gesamte Deutsch- Jungvolkes zu weihen. Er richtete an Die Führer

tum wertvollen Menschen zu vernichten. Der nationalsozialistischen Bewegung und an seine fieilig war ihm bas gegebene Wort unb ber tzanb- Kameraben der Hitlerjugend unb les Jungvolkes schlag. Er hielt getreulich abgeschlossene Vertrage solgenbe Ansprache und erfuhr Dafür in Den langen Jahren feines Le-wir haben einst in der Garnisonkirche bens Die ehrfurchtsvolle Treue feiner dankbaren Gefolgsmänner. Er hatte Respekt vor all Den Ge­fühlen, Die anderen Menschen irgendwie heilig sind, und so sehr er die selbst vor einem Meuchelmord nicht zurückschreckenden Wege politisierender Sir- tenfürften kannte und daher mit unnahbarer elbstverständlichkeit jede Einmischung der Kirche in die Tmjge des Reiches abwies, so-wenig griff er in religiöse Angelegenheiten ein oder behinderte die fromme Gesinnung seiner von ihm geliebten und zeitlebens umsorgten Frau, der Königin Mat­hilde, des alten Widukinds Urenkelin. Er hat keinen Augenblick seines Lebens vergessen, daß Die Stärke des deutschen Volkes in Der Reinheit seines Blutes und Der odalsbäuerlichen Verwurze­lung im freien Boden beruht. Er hatte die Erkenntnis, daß das deutsche Volk, wenn es leben wollte, den Blick über Die eigene Sippe und über den eigenen Raum erhoben und nach Größe­rem sich ausrichten mußte. Er sah Das Ganze und baute das Reich und vergaß dabei nie, welche Kraft der Jahrtausende alten Tradition in den großen germanischen Stämmen schlummerte. Er führte so weise, Daß die urwüchsigen Kräfte Der Stämme und Landschaften willige und getreue Hel­fer bei Der Gestaltung Der Reichseinheit wurDen. Er schuf eine starke Reichsgewalt unD bewahrte ver­ständnisvoll Das Leben Der Provinzen.

Ntgx *

< 2 y

W

3

d