Ausgabe 
2.12.1936
 
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oanfls erwähnte, am 1. Dezember in Kraft ge- treten« Verordnung werden die Benzin- und Benzolzölle um 4 Mark und die Mineral- ölausgleichssteuer um 5 Mark je Doppel- Zentner erhöht. Hinzu kommt bei den Zöllen der Tarazuschlag. Die Verordnung wirkt sich dahin aus, der Verbraucherpreis je Liter Benzin und Ge­

misch sich um 4 Pfennig je Liter erhöht.

Unter Berücksichtigung der oorangegangenen, durch Ermäßigung der Spritabgabe eingetretenen Senkung der Treiostofspreise um 1 Pfennig je Liter ergibt sich somit eine Erhöhung der Tankstellen- preise gegenüber früher um nur 3 Pfennig je Liter, also etwa um 9 o. H.

Die Maßnahme wird ergänzt werden durch eine entsprechende Anpassung der Gasölzölle. Im Zusammenhang mit den schon früher zugunsten der Reichsautobahnen getroffenen steuerlichen Maßnah­men, und zwar der Erhöhung der Gasölzölle um

4 Mark je Doppelzentner im November 1935 und der Einführung der Defürderungssteuer im Omni­bus- und Kraftwaaengüterfernverkehr (Gesetz zur Aenderung des Beförderungssteuergesetzes vom 2. Juli 1936 und vorläufige Durchführungsbestim­mungen dazu vom 21. September 1936) ist hier­mit eine wesentliche Grundlage für die weitere Finanzierung der Reichsautobaynv geschaffen.

Aus der zunehmenden Vollendung des Netzes der Reichsautobahnen sowie aus dem Ausbau des allgemeinen Straßennetzes überhaupt erwachsen der deutschen Kraftfahrt eine Reihe großer Vorteile. Hierunter fällt auch insbesondere eine wesentlick)e Kraftstoffersparnis, die man bei wirtschaftlichen Geschwindigkeiten im Vergleich mit anderen Stra­ßen im Durchschnitt zu etwa 15 v. H. ansetzen kann, so daß die Mehraufwendungen wieder ausgeglichen werden.

panammkamsche Friedenskonferenz eröffnet.

Oie Ansprache des Präsidenten Roosevelt.

Buenos Aires, 1. Dez. (DNB.) Präsident Roosevelt eröffnete am Dienstag die von ihm einberufene interamerikanische Frie­denssicherungskonferenz. In seiner Er­öffnungsrede betonte er, daß er sich an dieame­rikanische Völkerfamilie" wende, die in Frieden mit­einander lebe und nicht von Kriegsfurcht geplagt sei. Präsident Roosevelt erinnerte an die Tat­sache, daß sein Amtsvorgänger Wilson seinerzeit eine ähnliche weite Reise gemacht habe, die zu dem tragischen Fehlschlag von Versailles geführt habe, und erklärte, daß man in Buenos Aires nicht zu­sammengekommen sei, um Bündnisse abzuschließen, um eine Kriegsbeute zu verteilen, Länder zu zer­stückeln, oder um Menschen zu verschieben, als wenn sie Bauern auf einem Schachbrett wären.

llnfer Ziel ist die Fortsetzung der Segnungen des Friedens". Lin moderner Krieg bedeute nicht nur den Zusammenstoß von Armeen, son­dern auch die Zerstörung von Städten und die Verwüstung von Bauernhöfen. Auch die ame­rikanischen Staaten würden von den Leiden des Krieges selbst dann getroffen werden, wenn sie in den Kampf nicht direkt verwickelt sein soll­ten. Lin bewaffneter Konflikt würde, wie Roose­velt weiter ausführte, auch den amerikanischen Kontinent in vielfältiger Weise bedrohen, ebenso wie der wirtschatliche Zusammenbruch anderer Rationen notwendigerweise auch Rückwirkun­gen auf die wirtschaftliche Lage in Amerika haben würde.

Der Präsident gab dann seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß die Republiken der neuen Welt an

der Abwendung einer drohenden Katastrophe Mit­wirken könnten. Diese Abwendung der Kriegsgefahr habe durch die Verhinderung kommender Kriege zwischen den amerikanischen Staaten und durch einen engen Zusammenschluß zum Zwecke der Be­ratung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen zur Ab­wehr von Angriffen zu erfolgen. Aber auch der Aufbau des Welthandels sei ein wichtiger Faktor im Rahmen dieser Bestrebungen.

Präsident Roosevelt betonte dann seinen Glau­ben an die demokratische Regierungsform, wobei er zum Ausdruck brachte, daß dieser Glaube nicht vollkommen wäre, wenn er nicht durch den Glau­ben an Gott vertieft und ergänzt werden würde. Mit dieser Entwicklung der Menschheit sei das re­ligiöse Empfinden innig verknüpft, und gelegent­liche Versuche der Gottesleugnung seien stets ver­geblich gewesen.

Mit dem Hinweis, daß in diesem Geist die ame­rikanischen Staaten ihren Kontinent bewachen und beschützen werden, schloß der amerikanische Präsi­dent seine Eröffnungsansprache.

Bund der amerikanischen Staaten?

Eine Absage an Genf.

Buenos Aires, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Bei einer Unterredung, die Präsident Roosevelt am Dienstagnachmittag Vertretern der argentini­schen Presse gewährte, beantwortete Roosevelt die an ihn gerichtete Frage, ob ein Beitritt der Ver­einigten Staaten zum Völkerbund möglich sei, mit einem kurzen Nein. Dagegen stellte der ame- rikanische Präsident die Möglichkeit der Bildung eines Bundes der amerikanischen Staa­ten nicht in Abrede.

Oie Kämpfe in Spanien.

Oer amtliche Heeresbericht.

Salamanca, 2. Dez. (DNB. Funtspruch.) Der Heeresbericht des Obersten Befehlshabers in Salamanca gibt einen zusammenfassenden lieber- blick über die Operationen am Dienstag. Im Heeresbericht heißt es: Die Bolschewisten versuchten im Norden der Provinz A l a v a einen Angriff aus die Ortschaft Villa Real, wurden jedoch zurück- geschlagen und verloren dabei drei gepanzerte Last­kraftwagen. Aus dem Abschnitt der 7. Division im Frontabschnitt von Madrid wird berichtet, daß die Bolschewisten ebenfalls einen Angriff versuchten, der durch Artillerie und Maschinengewehre vorbe­reitet und mit sowjetrussischen Tanks durchgeführt wurde. Auch dieser Angriff konnte abgewiesen werden, wobei die nattonalen Truppen sechs Tanks erbeuteten. Auch ein Flanken­angriff wurde unter großen Verlusten für die Bol­schewisten abgeschlagen. In der Ortschaft Villa Harta konnten die nationalen Truppen 40 Ge­fangene machen.

Don der Südarmee wird gemeldet, daß die Bolschewisten die Ortschaft Villa Marta angriffen und blutig zurückgewiesen wurden, wobei sie auch zahlreiche Waffen und viel Ausrüstungsmaterial ver­loren. Unter der an der Madrider Front erbeute­ten Munition befand sich eine große Anzahl von Dum-Dum-Geschossen, die einen Beweis für die grausame Kriegführung der Bolschewisten darstellen. An der Madrider Front standen die nationalen Truppen in der Nacht von Montag auf Dienstag dauernd unter heftigem Feuer. Sie er­öffneten aber trotzdem im Morgengrauen den An­griff auf die feindlichen Linien, in die sie einbrechen konnten.

Eine andere Heeresgruppe beendete am Montag die Säuberung der eroberten Ortschaft P o z u e l o. Die Vorhut der nationalen Truppen erreichte die ersten Häuser der Ortschaft Aravaca, die in der Nähe der nach El Escorial führenden Land­straße liegt.

Bei Pinto und Daldemora, südlich von Madrid, wurde unter großen Verlusten für die Bolschewisten ein Flankenangriff zurückgeschlagen. Es wurde fest- ?efteUt, daß der Anteil der Ausländer an den Ge- allenen 80 v. H. betrug.

Nationale Flugzeuge haben am Dienstag an der Südfront die feindlichen Stellungen bei Villa Harta und Efpiol mit Erfolg bombardiert und bei Pozo- blanca einen Eisenbahnzug zerstört. Eine Ansamm­lung bolschewistischer Abteilungen bei Minojosa wurde ebenfalls unter Feuer genommen. In der Nacht zum Dienstag bombardierten nationale Flug­

zeuge an der Madrider Front die Station Aravaca, sowie die vor dem Dorf Fuencarral gelegenen bol­schewistischen Stellungen.

Am Dienstagvormittag belegten zwei bolsche­wistische Bombenflugzeuge den Flugplatz von Sala­manca mit 14 Bomben, ohne jedoch nennenswerten Schaden anzurichten.

Ein ganzes sibirisches Regiment für die spanischen Bolschewisten!

London, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Ein Berichterstatter derDaily Mail" meldet aus Ta- lavera de la Reina, daß die Bolschewisten in Madrid kürzlich durch 15000 Ma nn frem­der Truppen verstärkt worden seien. Darunter befindet sich ein sibirisches Regiment von 3000 Mann mit Offizieren. Kriegsmaterial neuesten Typs, Tanks, Maschinengewehre usw. seien von Moskau nach Madrid geschafft worden, um die Stadt verteidigen zu helfen.

Völkerbundsrat am 10. Dezember.

Genf, 1. Dez. (DNB.) Das Dölkerbundssekre- tariat hat Dienstagmittag die Ratsmitglieder tele­graphisch auf den 10. Dezember zur Ratsta­gung nach Genf eingeladen. In diplomatischen Kreisen ist man überzeugt, daß die Tagung nur von kurzer Dauer sein wird. Jrn Dölkerbundssekre- tariat wird mit drei Tagen gerechnet.

Die Moskauer Verfassunaskomödie.

Moskau, 1. Dez. (DNB.) Auf dem Mos­kauer Rätekongreß wurde am Dienstag­abend die sogenannte Aussprache über den Ver­fassungsentwurf für beendet erklärt, nach­dem sie sich sechs Tage lang hingeschleppt hatte. Wie nicht anders zu erwarten, brachte diese Aus­sprache keine sachliche Erörterung oder Gegenvor­schläge, sondern erschöpfte sich in den üblichen Ver­herrlichungen desSowjetparadieses", die durch ihre ständige Wiederholung nicht an Ueberzeugungs- traft gewinnen kann. Selbstverständlich fehlte es auch nicht an kriecherischen Ergebenheitsbeteuerungen für dengeliebten Vater" Stalin und an heftigen Ausfällen gegen denFaschismus". Der Verfas­sungsentwurf wurde dann vom Rätekongreß ein­stimmig angenommen.

Englisches Waffentransport-Verbot.

Annahme im Unterhaus.

London, 2. Dez. (DRV. Funkspruch.) Das Unterhaus hat um 2 Uhr früh das Gesetz über das verbot englischer Waffentrans­porte nach Spanien in dritter Lesung mit 182 gegen 88 Stimmen angenommen.

Times begrüßt das neue Gesetz. Die Zeitung erklärt, die einzige vernünftige Politik, die Eng­land treiben könne, sei die, deren Grundsätze Eden in bewundernswerter Form im Unterhaus vertre­ten habe.

Wenn das Richteinmifchungsabkom- men auch unvollkommen fei, fo biete es doch Schuh gegen eine offene Einmischung, die un­ter Umständen zu einem europäischen Kriege führen könnte. Linstweilen könne die englische Regierung nichts weiter tun, als beispielhafte Neutralität wahren und auf den Augenblick warten, in dem sie sich stärker als nur in rein humanitärer Form in die spanischen Dinge einschalten könne.

Selbst spanischem Haß seien Grenzen gezogen. Eines

Tages würden die kämpfenden Parteien in Spa­nien erkennen, daß sie das Land durch eine Fort­setzung des Kampfes zugrunde richten. Wenn es soweit gekommen sei, dann sei für die englische Re­gierung die Zeit zum Handeln da, um ihren un­parteiischen Einfluß dahin geltend zu machen, daß das Blutvergießen abgestoppt werde. Bis jetzt sei aber dieser Zeitpunkt noch nicht gekommen

Daily Telegraph" hebt in seinem Kom­mentar besonders hervor, daß durch das neue Ge­setz der britischen Flotte idas volle Recht gegeben werde, jeder Behelligung britischer Schiffahrt VT« verstand zu leisten.

Die englische Politik werde weiter daraus ab- zielen, alles zu tun, um das liebergreifen des inneren spanischen Konfliktes auf Europa zu verhindern.

Das Blatt der Labour-PartyDaily He­rold" ist mit der Haltung der Regierung natürlich nicht einverstanden und sucht erneut für die Auf­hebung der englischen Nichteinmischungspolitik | Stimmung zu machen.

Der Weltfeind Bolschewismus.

Oie Bo'schew sten Anstifter des ,

London, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Zwei englische Morgenblätter, dieMorning Post" und dieDaily Mail", die sonst in ihren politischen An­sichten keineswegs immer übereinstimmen, nehmen die Rede Roosevelts vor der internationalen Friedenskonferenz und die Unterhaus-Ansprache zum Anlaß, um den Bolschewismus und die Sowjetunion scharf anzugreifen.

M o r n i n g P o st" verweist auf die Rede Litwinow-Finkelsteins auf dem Rätekon­greß und sagt,

seit Bestehen des Bolschewismus in Rußland habe Moskau einen systematischen kommunisti­schen Feldzug gegen die ganze europäische Welt begonnen.

So habe man erst auf dem Kongreß der Komintern im August vorigen Jahres alle möglichen Entschlie­ßungen gefaßt, um fremde Ehre zu zersetzen, um illegale Literatur zu verbreiten und gehime Ver­sammlungen abzuhalten. Damals habe man auch die Taktik derVolksfront" vorgeschlagen, die für Sowjetrußland bereits in diesem Jahre von Er­folg gewesen sei. Die Bolschewisten werden dann in dem Artikel als die eigentlichen Anstifter des Krieges der Weltanschauungen" gebrandmarkt.

Daily Mail" prangert im Zusammenhang mit der Unterhaus-Aussprache schonungslos die Greueltaten der Kommunisten und und Anarchisten in Spanien an. Franco versuche, fein Land von einer blutdürstigen und brutalen Bande zu be­freien, die sich anmaße, Spaniens verfassungsmäßige Regierung zu sein. Die wahre Lage sei aber, so sagtDaily Mail" weiter, folgende:

Bei der letzten allgemeinen Wahl in Spanien im Februar d. 3. habe die Rechte 200 000 Stim­men mehr erhalten, als die Linke. Rur das spanische Wahlsystem habe den Roten im Parlament eine Mehrheit geben können. 3n der Zeit der sog.Volksfront-Regierung" seien täglich im ganzen Lande Anhänger der natio­nalen Parteien ermordet worden, und nicht weniger als 60 Kirchen seien in Flammen aufgegangen.

Die Ermordung des nationalen Führers So- t e l o fei für Franco das Zeichen gewesen, zu den Waffen zu greifen. Seitdem habe Moskau, das zu den Unruhen schon vorher angestiftet und sie gefördert habe, den Bolschewisten in Spanien jede nur denkbare Unterstützung gewährt. Diese hätten dann jede Spur von Menschlichkeit fahren lassen. Der Pöbel und die Verbrecher seien bewaffnet wor­den. Nonnen habe man bei lebendigem Leibe ge­röstet, Priester seien gemartert und ermordet, Spa­niens historische Kirchen zerstört worden. Die ge­meinsten und scheußlichsten Verbrechen habe man begangen. Mindestens 16 000 Priester, Mönche und Nonnen seien ermordet und etwa 20 000 Kirchen, Klöster und religiöse Schulen zerstört. Dazu komme, daß die Bolschewisten Spaniens nationalen Wohl­stand vernichtet haben. Als die nationalen Truppen auf Madrid vorrückten, hatten die Bolschewisten die gesamte Goldreserve der Bank von Spanien in Höhe von 60 Millionen Pfund nach Frankreich ver­schoben. Sogar Privatbanken in Madrid seien von den Roten, diesen skrupellosen Mördern und Die­ben, geplündert worden.

Die höhe sei, daß fehl diese Mörder, Religions­schänder und Räuber von den Marxisten und anderen im Unterhaus noch alsverfassungs­mäßige Regierung Spaniens" bezeichnet würden, der, wie sie sagten, England seinen Segen und seine Unterstützung geben müsse.

Geheimpapiere in London gestohlen.

London, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) G e - Heimpapiere über das Luftfahrtmini­sterium und ein Flugzeugwerk in Bristol find in London aus einem Privatwagen g e st o h - l e n worden. Die Polizei hat sofort die Suche nach den Tätern und Papieren ausgenommen. Bisher hat sie jedoch keinen Erfolg gehabt.

Krieges der Weltanschauungen".

Deutliche Antwort aus Lettland.

Riga, 1. Dez. (DNB.) Als erste lettische Zei­tung antwortet das MilitärblattLatvijas Karei- vis" auf die auf dem Moskauer Rätekongreß gegen die baltischen Staaten gerichteten Drohungen und erteilt Schdanow die verdiente Abfuhr. Das Blatt schreibt u. a.: Die Kommunistische Par- tei ist das Otterngezücht, das unsere Länder zur Operationsbasis gegen unser Volk und unseren Staat machen möchte. Gleichzeitig mit der Wieder­geburt der alten militärischen Rangstufen ist bei einer Reihe bolschewistischer Machthaber derDrang der Gendarmen" wieder aufgelebt, in den Revieren fremder Völker herumzustöbern. Es ist nicht das erste Mal, daß sich von Osten her ein Fenster öff­net, durch das sich Bajonette drängen, um Ver­derben zu bringen; aber die Zeit ist noch gar nicht fern, wo wir unser Land von allen Freibeutern säuberten. Das wird auch ferner mit all denen geschehen, dieungebeten nachsehen wollen, was los ist".

Ein Holländer in Moskau verhastet.

Amsterdam, 1. Dez. (DNB.) Wie erst jetzt bekannt wird, wurde Anfang November in Mos­kau der holländische Ingenieur de Wit von der GPU. verhaftet. Die Verhaftung erfolgte kurz nach der Rückkehr de Wits und feiner Frau aus einem in Holland verlebten Urlaub. De Wit war seit vielen Jahren als Spezialist in Sowjetrußland tätig. Ueber die Gründe der Verhaftung ist bisher nichts bekannt geworden. Die holländische Regie­rung ist bemüht, durch Vermittlung der amerika­nischen Gesandtschaft in Moskau nähere Einzel­heiten über die Verhaftung de Wits zu erfahren.

Die Verhaftung de Wits erregt um so größeres Aufsehen, als er bereits sieben Jahre einen leitenden Posten in einem sowjetrusfifchen Trust für die Her­stellung von Heizanlagen innehatte. De Wit sym­pathisierte bereits seit seiner Studienzeit mit dem Kommunismus und verweigerte aus diesem Grunde seinerzeit auch die Dienstpflicht im holländischen Heer, weswegen er von einem holländischen Kriegs­gericht zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden war.

Schlichtungsverfahren bei Arbeitskonflikten in Frankreich

Annahme in der Kammer.

Paris, 2. Dez. (DNB. Funkspr.) Die Kam­mer hat in einer Nachtsitzung, die bis 2.45 Uhr dauerte, den Gesetzentwurf über die pflichtgemäße Anwendung des Vergleichs- und Schlich­tungsverfahrens bei Arbeitskonflik­ten mit 4 3 8 gegen 13 0 Stimmen angenommen. Jrn Verlaufe der Aussprache über die einzelnen Artikel fanden zahlreiche Dorabstimmungen statt, bei denen sich die Regie­rungsmehrheit als ein Block von 340 bis 368 Stimmen zusammenfand, während die Stärke der Opposition zwischen 230 und 190 wechselte.

Milchpreis in Paris steigt.

Paris, 2. Dez. (DNB. Funkspr.) Der Milch- preis wird in Paris vom 5. Dezember ab von 1,40 Frank für den Liter auf 1,50 Frank für den Liter erhoyt werden.

Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: i. V. Ernst Blumschein; für Feuilleton: vr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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