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Eröffnungs-Skispringen auf der Olympiaschanze
ganisations-Komitee seine Pflicht erfüllen werde.
Ser Paarlaus in den Olympischen Winter-Wettbewerben
men worden ist. Der Facharntswart hat nicht ein-
Jhr sehr ergebener
sorgfältiger Prüfung an Hand einwandfreier Unter
lagen aufgestellt. So klaffen in der Rekordliste noch gez.: Daniel I. Ferris, Secretary-Treasurer.'
bei den schlechtesten Wetter- Dank gebühre dem deutschen Wehrmacht, die in vorbild- die Olympiaschanze sprung- Auch von den Ausländern
fach di."bLh'LgH."İKb°stz°°,7n'7l/'Lr°rd- L“ eine ftarte Mannschaft zu-
übernommen, sondern die neue Liste auf Grund sammenzustellen.
Zu den Veranstaltungen der Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen, in denen das Streben nach Formschönheit zu besonderem Ausdruck kommt, gehört der Paarlauf. Für uns Deutsche ist dieser Wettbewerb vor allem auch deshalb von hervorragender Bedeutung, weil das deutsche Paar Ernst Baier (Berlin) und Maxi Herber (München), die Europameister, zu den besten Hoffnungen berechtigt. — (Schirner-M.)
Sandiner in Hamar Schnellster.
In Hainar, dem Hauptquartier der norwegischen Eisschnelläufer, das auch die deutschen Meisteriäufer Willi Sandtner und Heinz Sarnes zu Trai- ningszwecken aufgesucht haben, fand Silvester ein 1500-Meter-Rennen statt, an dem sich die beiden Deutschen auszer Wettbewerb beteiligten. Dabei erzielte Willi Sandtner in 2:34,8 die weitaus beste Zeit. Sieger des Wettbewerbs wurde der Norweger Arve Sinnerud in 2:37,6, während Heinz Sarnes 2:41,4 benötigte. Weder Staksrud noch Eugnesstangen hatten sich am Start eingefunden
Ungarischer 10 000-INeter-Rekord.
Im Rahmen eines Kunstlaufens in Budapest wurden auch Schnellaufwettbewerbe durchgeführt. Dabei stellte der Ungar Hidveghy über 10000 Meter mit 18:51 einen neuen Landesrekord auf.
Ein verdienter hessischer Turnveteran.
Der Gaukassenwart des Gaues XII Hessen, Wilhelm Herzog-Kassel, kann in diesen Tagen auf eine 25jährige Tätigkeit in seinem turnerischen Ehrenamte zurückschauen. Bürooberinspektor i. R. Wilhelm Herzog, der jetzt fast Siebzigjährige, ist ein Muster eines aufrechten deutschen Turners,, der heute noch in verantwortungsvollem Ehrenamte im Dienste seiner Turnsache steht. Er wurde 1910 Kreiskassenwart des ehemaligen Oberweser-Kreises der DT. und blieb in diesem Amte, als bei der Neugliederung 1933 der neue Gau XII Hessen entstand. Am Auf- und Ausbau des neuen Gaues hat der noch jugendfrische Jubilar an hervorragender Stelle verdienstvoll mitgearbeitet. Die Deutsche Turnerschaft hat an Wilhelm Herzog schon vor 8 Jahren ihre höchste Auszeichnung, die Ehrenurkunde, verliehen, und die preußische Staatsregierung erkannte seine Verdienste auf dem Gebiete der Leibesübungen durch Verleihung der Staatsplakette an.
Die erste amtliche Liste der Staffel-Schwimmrekorde.
Nach der Einführung amtlicher deutscher Rekorde im Staffelschwimmen liegt nunmehr die erste amtliche Liste der deutschen Staffelrekorde vor. Sie ist bei weitem nicht so umfangreich, wie von den beteiligten Vereinen hier und da vielleicht angenom
erhebliche Lücken, denn bei den Männern stehen von 22 Höchstleistungen noch sechs offen, bei den Frauen von 20 sogar 14, doch wird sich das Bild schon in nächster Zeit fraglos erheblich abrunden.
Von den 16 anerkannten Staffelrekorden der Männer gehören neun dem Bremischen Schwimm- Verband, drei Hellas-Magdeburg, zwei dem Magdeburger SC. von 1896, je einer dem 1. Frankfurter SC. und dem SV. Gladbeck von 1913, während die sechs Frauenrekorde durchweg von Nixe Charlottenburg gehalten werden.
Ein Dankschreiben der amerikanischen Schwimmer.
Die Arnateur-Athletik-Union der Vereinigten Staaten sandte dem Deutschen Schwimm-Verband folgendes Dankschreiben für die Aufnahme der amerikanischen Schwimmer in Deutschland auf ihrer Europareise:
„Ich bin erfreut zu hören, daß Sie mit den Leistungen, die die amerikanischen Schwimmer auf ihrer Reise durch Deutschland gezeigt haben, recht zufrieden gewesen find. Sie kehrten vor einigen Tagen nach Hause zurück, voll des Lobes über die glänzende Aufnahme, die ihnen in Ihrem Land zuteil geworden ist.
Wir werden alle Hebel in Bewegung fetzen, um für die im nächsten Sommer in Berlin stattfinden-
großen friedlichen Wettstreit der Olympischen Spiele in Garmisch-Partenkirchen sein werden.
Auch der Präsident des Organisationskomitees, Dr. Ritter von Halt, sprach einige Worte zu den anwesenden Skikameraden. Dieser Sprunglauf, so führte er aus, mußte die einwandfreie Beschaffenheit der Schanze auch Verhältnissen beweisen. Arbeitsdienst und der licher Zusammenarbeit
fertig gemacht haben.
habe er nur Worte der Anerkennung gehört, und er glaube, somit die Gewißheit zu haben, daß auch bei öen Olympischen Spielen im Februar das Or-
Das internationale Eröffnungsspringen auf der Großen Olympiaschanze bei Garmisch-Partenkirchen am Neujahrstag wurde in jeder Hinsicht ein großer Erfolg. Tausende von Zuschauern strömten zu der Anlage am Gudiberg und Hunderte von Autos füllten bald den Parkplatz zu Füßen der großartigen Anlage. Trotz der frühlinghaften Wärme war die Sprungschanze sehr gut hergerichtet, so daß sogar in drei Gängen gesprungen werden konnte. Allerdings war der Schnee für Rekordsprünge etwas zu stumpf, und es gab im Knick zahlreiche Stürze.
Von der Plattform des Anzeigeturms aus verfolgte der Reichssportführer mit seinem Stab das Springen, an dem erstmals auch Oesterreicher und Schweizer teilnahmen.
Der beste Mann des Tages war Birger Ruud, der Olympiasieger von 1932. Er sprang hier besser, als man ihn je zuvor in Deutschland gesehen hat. In wunderbarer Skiführung sprang er 7 2, 8 2 und 78 Meter weit, oein eleganter, schmalspuriger Aufsprung, dabei in den Hüften balancierend, begeisterte die Zuschauer. Nicht viel schlechter war sein Landsmann Randmond Soeren- s e n, er hatte aber das Pech, nach einem 71-Meter- Sprung im ersten Durchgang bei 82 Meter im zweiten zu stürzen, so daß er trotz eines guten 78-Meter-Sprunges beim dritten Versuch für die Placierung nicht mehr in Frage kam. Von den Deutschen war Toni Bader-Partenkirchen ganz überragend mit Sprüngen über 67, 69, 77 Meter. In seiner eleganten Haltung und seinem sicheren Aufsprung stand er den Norwegern kaum nach, nur in der Weite war er etwas schlechter. Der beste Oesterreicher war der 17iährige Jungmann Bradl- Mühlbach, der allerdings bei seinem zweiten Versuch bei 82 Meter stürzte und damit um seine Aussichten kam. Bei den Schweizern war vor allem die stark betonte Knickhaltung vorherrschend, die sie fömlich auf der Luft liegend zeigte. Am meisten ausgeprägt war diese Haltung bei Bühler, der 64, 69,'67 Meter sprang. Marcel Raymond kam auf 66, 76, 70 Meter. Sehr sicher sprang Alfred Kleger mit 59, 60 und 61 Meter. Der Amerikaner Durrance zeigte wenig Absprung, dagegen gute Haltung und einen sicheren Aufsprung.
Von den Deutschen sprang hervorragend Ha selbe r g e r (Traunstein) mit 63, 77, 77 Meter. Günther Meergans (Riesengebirge) erregte durch eine saubere Vorlage und schmalspurigen Aufsprung Aufsehen (57, 67,' 73 Meter). Hans Marr (Oberhof) kam um feinen Erfolg durch seinen Sturz bei 71 Meter, sprang bann sehr gut 80 und 74 Meter. Auch Stoll stürzte nach 66 und 73 Meter im letzten Durchgang bei 80 Meter, lleberragenbes Können zeigte Loisl Kratzer mit Sprüngen über 76, 72, 75 Meter. Max OT ein bi erreichte 64, 74 und 73 Meter.
Bei den I u n g fh a n n e n gefiel deutscherseits am besten der 16jährige Hans Karg (Partenkirchen), in dem uns ein Springer von großer Klasse heranreift (59, 67, 63 Meter).
Zu bemerken ist, daß sich die Oesterreicher begeistert über unsere Olympiaschanze, auf der sie zum erstenmal sprangen, aussprachen. Sie erklärten, daß die Schanze im Gegensatz zu anderen großen Anlagen sehr leicht zu springen sei.
Die preisvcrfeUung.
Bei der Preisverteilung begrüßte der Reichssportführer herzlich die ausländischen Münn- fchaften und kam dabei auf den erzieherischen und völkerverbindenden Wert- des Sports zu sprechen Hier im harten, aber friedlichen Wettkampf zeigt sich wahre Kameradschaft. Diese Kameradschaft aller Sportler, gleichviel, welcher Nation, trägt mehr denn alles zum Frieden unter den Völkern bei. Deutschland ist bereit, zum restlosen Gelingen dieser Olympischen Spiele seine ganze Kraft einzusetzen. Es empfängt seine Sportfreunde aus allen Ländern, bietet ihnen Gastfreundschaft und fühlt sich glücklich, durch Ausrichtung der Olympischen Spiele seinen Beitrag zum Frieden aller Völker geben zu können. Die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 16. Februar 1936 in Garmisch-Partenkirchen sind der Auftakt des Olympiajahres. In ihrem Rahmen nimmt b*r Skilauf einen Erftplatz ein. Dem Reichssportführer ist es schon heute eine Freube, zu wissen, baß viele ber Kämpfer, bie heute ihr Bestes eingesetzt haben, in wenigen Wochen roieber zum
Eamera muß nach Abessinien.
Seinerzeit war ber italienische Boxriese Prirno Camera wegen seiner ungewöhnlichen Körperausmaße vom Militärbienst befreit worben. Jetzt hat man ben einstigen Weltmeister aber doch eingezogen. Camera muß zunächst für 60 Tage mit einem Ge- birgs-Artillerie-Regiment ben Felbzug in Abessinien mitmachen. Die mit Lonboner unb Pariser Veranstaltern gepflogenen Verhanblungen hat Camera baraufhin abgebrochen. Nachdem er feiner Militärpflicht genügt hat, will Camera roieber nach Amerika fahren.
Kurze Sportnotizen.
Ein Fußball-Stäbtefpiel führte am Neujahrstag in Offenbach bie Mannschaften von Frankfurt/Offenbach und Kassel zusammen. Die Mainischen siegten durch je drei Tore von Staab- Fechenheim und Simon-Offenbach sowie einen Treffer des Offenbachers Keck mit 7:0 (3:0).
Die Deutschen Hallentenni s-M elfter« schäften werden vom 20. bis 26. Januar in ber Bremer Tennishalle abgewickelt. Titelverteibiger finb G. von Gramm (Männereinzel), Hübe Sper- lina-Krahwinkel (Fraueneinzel), Cramm/Henkel (Männerboppel), Krahwinkel/Horn (Frauendoppel) unb Krahwinkel/Bernarb im Gemischten Doppel.
Der Spengler-Pokal fiel erneut an bie Eishockeymannschaft der Diavoli Rosso Neri Mailand. Das Endspiel zwischen Mailand und dem Veranstalter HC. Davos endete unentschieden 2:2. Davos verzichtete auf Fortsetzung des Kampfes, fo daß der Sieg wieder an die Italiener fiel, die schon im Vorjahre Sieger des Turniers geworden waren.
Die Platzfperre von „Hessen" Bad Hersfeld, die wegen der Vorgänge nach dem Meisterschasts- fpiel Hersfeld — Hanau ausgesprochen worden war, ist durch den Rechtswart des Gaues Nordhessen wieder aufgehoben worden.
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Einen deutschen Rugbysieg gab es am Neujahrstage in Chalon durch eine aus Heidelberger und Frankfurter Spielern bestehende süddeutsche Auswahlmannschaft, die eine Mannschaft des Comite Burgund mit 8:0 (8:0) besiegte. Das Treffen routbe acht Minuten vor Schluß wegen des starken Regens abgebrochen. Dem Spiel wohnten 6000 Zuschauer bei.
Albert Richter, der Kölner Berufsfahrer, war der erfolgreichste internationale Flieger in der beendeten Rennzeit der Sommerbahnen. Richter hak insgesamt 23 Rennen gewonnen und elf zweite, acht dritte und fünf vierte Plätze belegt. Weltmeister Scherens-Belgien folgt mit 22 Siegen, 12 zweiten, fünf dritten und vier vierten Plätzen an 2. Stelle. Don ben übrigen beutschen Berufsfliegern stehen ber Kölner Steffis, fein ßanbsmann Engel unb ber Kölner Rieger auf dem achten, neunten bzw. zwölften Platz.
Oer Bahnbau
Haiger—Babenscheid—Breitscheid.
Beseitigung einer gefährlichen Autofalle.
LPD. Dillenburg, 1. Jan. Die Kreisoer- waltung des Dillkreises teilt mit, daß als eine der größten und wichtigsten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für das Jahre 1936 die Fortführung der Bahnlinie Haiger — Rabenscheid nach Breitscheid bezeichnet werden müsse. Nachdem im Jahre 1935 die nicht ganz leichte Finanzierung gelungen sei, dürfte das Jahr 1936 die Inangriffnahme dieses Projektes bringen.
In diesem Zusammenhang weist die Kreisverwaltung u. a. auch auf bedeutungsvolle, zu Ende geführte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Jahre 1935 hin, für deren Durchführung rund 275 000 Mark aufgewandt worden finb, die zum großen Teil von der Reichsanftalt für Arbeitslosenversicherung im Wege ber Grundförberung aufgebracht würben. Für ben Kraftwagenverkehr von großer Bebeutung war der Ausbau des Landweges Haigerseelbach— Kalteiche. Diese neue Straße ermöglicht nunmehr die Umgehung des für den Autoverkehr fo gefährlichen Ällendorfer Berges auf der Hauptverkehrsstraße Dillenburg—Siegen. Anstatt über Allendorf, kann man jetzt, in Haiger abzweigend, über Haigerseelbach allmählich ansteigend auf die Kalteiche gelangen.
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