Deutsche Brücken über Länder und Meere
dem
Nach
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30 Lahre Großfunkstelle Nauen
Biskaya. Es stand Mittwoch früh um 8.Ö8 Uhr bei Cap Vilano an der Küste Nordwest- fpaniens.
zwi- den der
sonders eingehend wird der Flug über das holländische Gebiet geschildert. In Rotterdam und im Haag sahen Zehntausende das Luftschiff, dessen Erscheinen unter der Bevölkerung größten Jubel auslöste.
Das Luftschiff kam, nachdem es kurz nach 15 Uhr die englische Hafenstadt Folkestone überflogen hatte, um 16.15 Uhr auf der Höhe von Eastbourne in Sicht. Große Anerkennung zollt die
Die erste Südamerika-Fahrt des LZ^mbenburg"
deutschen Luftschiffbau.
Nach 12stündiger Fahrt hat das Luftschiff scheu der Insel Wight und Bournemouth K d F. - D a m p f e r „O c e a n a" getroffen.
Hamburg, 1. April (DNB. Funkspr.) Mitteilung der deutschen Seewarte überquerte das Luftschiff „Hindenburg" in der letzten Nackt h i e
Durchbruch zur Nation.
Von Dr. Wilhelm Krick, Reichs- und preußischem Minister des Innern.
„Birmingham Post" am Dienstag anläßlich der ersten Ätlantikreise des „LZ Hindenburg"
daher an, daß bis zum 15. April 1936 der allgemeine Dienst des K o t<p * ruht. Die Einheiten haben jedoch dafür Sorge zu tragen, daß die laufende Arbeit der Dienststellen sichergestellt bleibt. Cs lebe der Größte aller Deutschen: Adolf Hitler, unser Führer!"
Deutsche Siegesglocken läuten in Palästina.
Jerusalem, 31. März. (DNB.) Zur gleichen Stunde wie die Glocken in Der Heimat läuteten am Dienstag zur Feier des deutschen Wahlsieges a u ch die deutschen Kirchenglocken in Palä° st i n a. Don den Türmen der Erlöserkirche in Jerusalem, der Weihnachtskirche in Bethlehem sowie von den Kapellen der Augusta-Diktoria-Stiftung auf dem Delberg und des syrischen Waisenhauses und anderer deutscher Gotteshäuser erklangen die
Einschaltung schwimmender Flughäfen, wie sie sich in Form der „Westfalen" und „Schwabenland" gut bewährt haben, dem Verkehrsflugzeug erschlossen werden. Die schwimmenden Flugstützpunkte haben einmal die Aufgabe, die große Wasserstrecke zu unterteilen, zum anderen ermöglichen sie den vollbeladenen Flugbooten den ungefährlichen Start mit Hilfe der Großflug-Schleuderanlagen. Wann der Nordatlantik für das Verkehrsflugzeug verkehrsreif wird, läßt sich mit Bestimmtheit nicht ooraus- agen, sicher ist jedoch, daß Deutschland — auch England und Frankreich sind bemüht, einen solchen Dienst einzurichten — dank seiner Erfahrungen im Südatlantik und dank der Kenntnisse, die der Schleuderflugdienst von Bord der beiden Lloyd- Dampfer „Bremen" und „Europa" vermittelte, wohlgerüstet an diese große und wichtige Aufgabe geht.
Das Dritte Reich hat der Luftfahrt im Aufbau der Nation einen wichtigen Platz angewiesen. Die Leistungen, die im Luftverkehr und in der Luftschiffahrt in den Jahren seit der nationalsozialistischen Revolu-
So gewiß alle diese Millionen Wähler vom vergangenen Sonntag dem Führer und Reichskanzler für das gewaltige Werk des Wiederaufbaues dankten und mit ihrer Wahl den innerpolitischen Grundlagen des nationalsozialistischen Staates zustimmten, so sicher ist dieser Wahlerfolg begleitet mit der Volkwerdung der Nation. Das deutsche Volk hat nach Jahren härtester Prüfung erkannt, daß es ohne Kraft und Einheit keine Freiheit gibt. Wer in den letzten Wochen durch Deutschland fuhr und wie ich die Stimmung des deutschen Volkes am Rhein und in Oberschlesien, in Bayern, in Mitteldeutschland oder in Schleswig- Holstein kennenlernte, der hat das große Erlebnis dieses gewaltigen Aufbruchs der Nation erfahren und bewundern können. Kein Stand und kein Land machte eine Ausnahme. Die Abstimmungszahlen sind ihr sprechender Ausdruck.
Das ganze deutsche Volk ist erwacht. Mit angespanntem fanatischem Wollen richtet es sich auf. Alles hinter sich werfend, tritt die Millionen- Gefolgfchaft der deutschen Nation, geführt vom Führer und geformt von seiner Bewegung, in die Arena der Geschichte. Auf ihren Fahnen steht das Zeichen des Friedens, der Freiheit und der Ehre. Nur in diesem Zeichen wird ein wahrer Frieden Europas möglich fein.
Eine wahrhaft geschichtliche Volksabstimmuna liegt hinter uns. Das ganze deutsche Volk hat sich in beispielloser, in der Welt einzig dastehender Weise hinter seinen Führer gestellt und mit 99 v.H. aller abgegebenen Stimmen seine Politik bestätigt. Dieses geschah in jenem bedeutungsvollen Augenblick, da die europäischen Staatsmänner vor entscheidenden Beschlüssen stehen. Mir erscheint aber noch wesentlicher als diese Tatsache, so bedeutungsvoll sie ist, eine andere, die festzustellen an diesem historischen Tage nötig ist. Die Wahl vom 29. Marz 1936 hat den Beweis erbracht, daß dem Führer der große Wurf gelungen ist: Adolf Hitler hat in zähem jahrelangen Ringen das geistige Gesicht der Nation von den kleinen Fragen des Alltags den großen Dingen der Geschichte und der Außenpolitik zugewandt. Das ist der Durchbruch zur Nation!
Der Führer hat das ganze Volk hellhörig gemacht. Er hat ihm im jahrelangen fanatischen Kampfe eingehämmert, daß nicht die Wirtschaft, sondern die Politik das Schicksal der Völker ist, und daß ein Volk auch wirtschaftlich nur hochkommen kann, wenn es eine ehrenhafte, saubere, auf seine eigene Nationalkraft beruhende Außenpolitik zu machen bereit und in der Lage ist. Das deutsche Volk hat sich vor wenigen Jahren noch im Bruderkampfe zerrissen. Es war in Dutzende hadernder Parteien zersplittert, die sich wie. Hyänen um die lächerlichsten Fragen der Innenpolitik bis aufs Blut bekriegten. Parteien gab es, die nackten Landesverrat betreiben durften oder den alle na-
Meter) abgewickelt, die dann mehr und mehr von den Kurzwellen (etwa 15 bis 60 Meter Wellenlänge) verdrängt wurden. Die Großfunkstelle Nauen erhielt mehrere Kurzwellensender mit Richtantennen. Bei Beelitz (Mark) wurde eine neue Empfangsanlage errichtet.
Am 1. Januar 1932 find die Anlagen der „Trans- radio A. G. für drahtlosen Ueberses-Derkehr" in den Besitz und den Betrieb der Deutschen Reichspost übergegangen und seitdem wiederum erheblich erweitert worden. Auf der Großfunkstelle Nauen befinden sich heute zwei Langwellensenderanlagen mit je 400 ^.Hochfrequenz, leiftung. Die zugehörigen Antennen sind an zwölf Masten aufgebracht, von denen zwei eine Höhe von 265 Meter haben. Ferner sind hier zahlreiche Kurzwellensender von 20 bis 50 ^-Ausgangsleistung in Betrieb. Diese Sender stehen in wahlweiser Verbindung mit einer Reihe von Richt- antennen, die der geographischen Lage der Gegenstationen entsprechend aufgestellt sind. Für diese Richtantennen sind ferner noch mehr als 20 Türme von 32 bis 75 Meter Höhe vorhanden.
Die deutschen Funkwege nach Uebersee „via Transradio" umfassen heute — außer den Nachrichtendiensten — 15 Verkehrslinien für Telegraphie, und zwar: ab 1919 (1913) mit den Vereinigten Staaten von Amerika, ab 1923 mit Aegypten, ab 1924 mit Argentinien und Nordchina (früher Mukden, jetzt Hsinking), ab 1925 mit Nie- derländisch Indien, ab 1926 mit Brasilien und Ja- pan, ab 1927 mit den Philippinen, ab 1929 mit Chile, Mexiko und Siam, ab 1930 mit Kuba (z. Zt. eingestellt), Persien und Südchina (Schanghai), ab 1931 mit Syrien und Venezuela. Daneben besteht noch ein Dienst mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Argentinien und Siam.
Auf einigen Linien ist neben der Telegraphie auch ein Sprechverkehr eingerichtet worden. Es sind dies heute folgende acht Linien: Berlin—Buenos Aires im Betrieb feit 1928, Berlin—Rio de Janeiro (1930), Berlin—Buenos Aires (1930), Berlin —Bangkok (1931), Berlin Maracay (1932), Berlin —Kairo (1932) Berlin—Manila (1933) und Berlin-Tokio (1935).
Eisenbahn und Krastwagen.
Das Gesetz über den Güterfernverkehr in Kraft getreten.
Berlin, 31. März. (DNB.) Am 1. April 1936 tritt dos Gesetz über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen vom 26. Juni 1935 in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt ist vom Reichs- und Preußischen Verkehrsminister eine umfangreiche Durchführungsverordnung zu dem Gesetz erlassen worden. In dem Gesetz war vorgesehen, daß sich die Deutsche Reichsbahn und der Reichskraftwagen-Betriebsverband, der die im Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen tätigen Unternehmer umfaßt, über einen Tarif für d i e Kraftwagen verständigen sollten. Diese Verständigung ist erzielt worden. Eisenbahn und Kraftwagen, die sich in anderen Ländern einen heftigen Wettbewerb bereiten und sich die anfallenden Frachtgüter gegenseitig durch Tarifunterbietungen abzunehmen versuchen, haben sich nun in Deutschland auf ein gemein- James Tarifschema geeinigt, ohne daß es für den Reichs-Verkehrsminister notwendig gewesen wäre, den Tarif seinerseits zu bestimmen.
Aufgabe des Reichskraftwagen-Betriebsverbandes wird es nun fein, den Kraftwagen im Güterfernverkehr zu entwickeln und stärker einzusetzen und damit der Wirtschaft die großen Möglichkeiten zu erschließen, welche ihr der Kraftwagen mit feiner Eigenart bietet. Die Bindung des Kraftwagens an die sozialistischen Gedanken der Eisenbahn ist nicht geschaffen, um den Kraftwagen in seiner Entwicklung zurückzuhalten oder gar abzutöten. Das Gesetz' über den Güterfernverkehr hat im Gegenteil die Absicht, die Motorisierung der Land- st raße zu fördern: es will aber verhindern, daß ein privatwirtschaftlich geleiteter Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen das sozialistische Gefüge der Deutschen Reichsbahn erschüttert.
Frankreich macht eine „Geste".
Das Zeppelinluftschiff „Hindenburg" hat seine erste Südamerikareise mit einem kleinen Umweg beginnen müssen. Da d i e Erlaubniszum Ueberfliegen französischen Gebietes bis zum Start nicht eingetroffen war, bliob nichts anderes übrig, als den Rhein entlang über Holland, also um Frankreich herum zu fliegen. Wir fragen uns, warum die Erlaubnis nicht erteilt worden ist, da das Luftschiff „Graf Zeppelin" bisher regelmäßig den französischen Luftraum passieren durfte, ohne daß deswegen Frankreich irgendwelchen Schaden genommen hat. Möglich, daß die französische Bürokratie wieder einmal im Schneckentempo gearbeitet hat, möglich aber auch, daß eine kleinliche Denkweise dazu führte, die Genehmigung solange zu verschleppen, bis sie praktisch wertlos wurde. Wie dem auch sei: mit dem erzwungenen Umweg des Luftschiffs „Hindenburg" hat Frankreich alles andere denn einen Beitrag zur Besserung der beiderseitigen Beziehungen geleistet. Gerade in diesem Punkte hätte sich unser westlicher Nachbar durch rechtzeitige Erteilung der Genehmigung in ein angenehmes Licht setzen können.
Jedoch uns scheint, als ob auch ein klein wenig Neid in Frankreich mitspielt, der im Verhältnis von Volk zu Volk ganz gewiß keinen Platz haben sollte. Denn was der einen Nation auf diesem ober jenem Gebiete versagt ist, das besitzt sie dafür doppelt oder dreifach auf einem andern. Wo sollten wir hinkommen, wenn nun auch noch der Neid zu seinem Recht kommen sollte. Für den Schmerz, wie er im „Petit Parisien" zum Ausdruck kommt, daß gerade in dem Augenblick das Luftschiff „Hindenburg" die Ueberquerung des Südatlantik vornimmt, l der die Einstellung der französischsüdamerikanischen Flugpo st - Verbindung sieht, haben wir volles Verständnis. Wir würden uns aber ein sehr schlechtes Zeugnis ausstellen, wollten wir diesen Tatbestand hämisch glos- fieren oder angesichts der kleinlichen Hinauszögerung der Ueberfluggenehmigung das französische Mißgeschick auf der Südatlantikstrecke mit besonderem Behagen registrieren.
Oie Italiener besehen das Sultanat Aussa.
Asmara, 31. März. (Vom Kriegsberichterstatter des DNB.) Nach einem wochenlangen Marsch durch die Dankali-Wüste besetzten italienische Truppen das ganze Sultanat Aussa, das etwa 350 Kilometer südwestlich von Assab liegt. Die Truppen wurden bei ihrem Marsch durch 25 Flugzeuge verproviantiert und durch Flugzeuggeschwa- der gegen feindliche Angriffe gesichert. Die Bevölkerung von Aussa ist größtenteils i s l a m i s ch und
Zession erteilt; bis dahin hatte das Reich den Betrieb in Pacht.
Die Wiederaufnahme des Verkehrs mit den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1919 hatte eine starke Belebung des Betriebes zur Folge. Es wurde nötig, die bisherige Betriebsabwicklung im Wechselverkehr zu verlassen und zum Duplexbetrieb (das ist Senden und Empfangen gleichzeitig) überzugehen. Dazu wurden errichtet eine besondere Empfangsanlage in Gel- t o w bei Potsdam und eine besondere Betriebszentrale, die inzwischen in das Haupttelegraphenamt Berlin verlegt worden ist. Die rasche Zunahme des Verkehrs machte eine Verbesserung der Großfunkstelle Nauen erforderlich. Diese Arbeiten wurden 1922/25 nach einem im Benehmen mit der Deutschen Reichspost aufgestellten Erweiterungsprogramm durchgeführt. Etwa bis zum Jahre 1923 wurde der Ueberfee-Funkverkehr nur auf langen Wellen von etwa 15 bis 30 kHz (10 000 bis 20 000
Man hat vor gar nicht fo langer Zeit die Frage „Luftschiff oder Flugzeu g?" aufgerollt. Zu unrecht, denn ein solches Problem gab es nicht, gibt es nicht und wird es niemals geben. Die beiden Luftverkehrsmittel find nicht Konkurrenten, sie e r - gänzen f i ch vielmehr. Dies kann nicht deutlicher zum Ausdruck kommen als durch die Tatsache, daß die Deutsche Lufthansa, die Trägerin der deutschen Luftverkehrsinteressen, zu den Hauptaktionären der Deutschen Zeppelin-Reederei gehört und dadurch maßgeblichen Einfluß auf die Durchführung von Verkehrsaufgaben mit Hilfe der Luftschiffe ausübt. Deutschland hat zum ersten Male mitbemßuft1 schiff eine Brücke über den Südatlantik nach Südamerika geschlagen, Deutschland richtete auch den ersten planmäßigen Transozeanluftverkehr m i t Flugzeugen ein. Darauf dürfen wir mit Recht stolz sein, denn der Luftpostdienst Deutschland- Südamerika, der die bisherige Laufzeit für Postsendungen um ein Vielfaches verkürzte und es ermöglicht, daß ein Brief über die etwa 14 000 Kilometer lange Strecke in rund 85 Stunden, also in 3V2 Tagen befördert wird, ist zu einem wichtigen Bindeglied zwischen der europäischen und südamerikanischen Wirtschaft geworden. Rund 6,5 Millionen Luftpostbriefe beförderte der deutsche Dienst bisher, und es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß an diesem Postaufkommen nicht nur Deutschland und die südamerikanischen Staaten, sondern f a st alle europäischen Nationen beteiligt sind.
Witt man mit Rücksicht auf den heutigen Stand- der Luftverkehrstechnik die Aufgaben von Luftschiff und Flugzeug kurz umreißen, so kommt man zu folgendem Schluß: im Personenverkehr ist das Flugzeug dem Luftschiff auf kurzen Strecken dank feiner beträchtlich größeren Geschwindigkeit weit überlegen, auf bängeren Strecken jedoch und insbesondere auf solchen, die über Ozeane führen, gebührt dem Luftschiff das unbestrittene Vorrecht. Der Zeppelin allein vermag dem Reisenden auf mehrere Tage dauernden Flügen alle diejenigen Bequemlichkeiten zu bieten, die er als selbstverständlich fordert und auf diesen Strecken genügt die relativ geringere Geschwindigkeit der Luftschiffe vollauf. Anders dagegen ist es mit der P o ft. Hier hat das schnellere Flugzeug wiederum den Vorrang, während dem Luftschiff, das räumlich weit größere Möglichkeiten besitzt, die Beförderung von Luftexpreßgutsendungen obliegt. So sind die Aufgabengebiete grundsätzlich geschieden, und durch die Zusammenarbeit der Deutschen Lufthansa mit der Deutschen Zeppelin-Reederei ergänzen sich die beiden Luftverkehrsmittel sinnvoll auf die beste Weise.
Im Hinblick auf die bevorstehenden Reisen unseres neuen deutschen Luftschiffes sei auch das Problem der Nordatlantikflüge betrachtet. Es steht außer jedem Zweifel, daß LZ 129 ü6er dem nördlichen Teil des Atlantischen Ozeans eine große Pionierarbeit leisten wird. Seit der beispiellosen Fahrt des Zeppelinluftschiffes ZR III und feit der Weltfahrt des „Grafen Zeppelin" ist der Beweis dafür erbracht, daß jedenfalls vorläufig für die Beförderung von Fluggästen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten allein das Luftschiff in Betracht kommt. Es gibt heute kein Flugzeug, das in der Lage ist, den metereologifch so schwierigen Nordatlantik verkehrsmäßig zu bezwingen. Andererseits vermag das Flugzeug einstweilen dem Fluggast noch nicht die Bequemlichkeit zu bieten, deren er auf einer so langen Reise be« Darf.
Es ist im Zusammenhang mit den Verhandlun- gen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten über die Aufnahme von Versuchen zur Einrichtung eines planmäßigen Luftpostverkehrs über den Nordatlanttk bereits davon die Rede gewesen daß die Deutsche Lufthansa die Vorbereitung zur Schaffung eines solchen Dienstes ausgenommen hat. Nach den sehr günstigen Erfahrungen,, die auf dem Südatlantik mit der Verwendung schwimmender Flugstützpunkte gemacht wurde, soll auch diese schwierige Strecke durch die
Vor 30 Jahren, im April 1906, errichtete die „Telefunken-Gesellschaft für drahtlose Telegraphie" in der Nähe der Stadt Nauen eine Versuchsanlage zur Durchbildung von Funksendern größerer Leistung. Der erste hier ausgestellte Sender arbeitete mit Knallfunken. Als Kraftanlage diente eine Wechselstrommaschine, die von einer 35»PS= Lokomobile angetrieben wurde. Die Knallfunken wurden bald ersetzt durch die tönenden Löschfunken. Die Senderleistung stieg auf etwa 100 Kilowatt. Im Jahre 1913 begannen die ersten Versuche mit Maschinensendern in Verbindung mit ruhenden Frequenzwandlern. Mit einem solchen Sender konnte Sprache nach Wien und Telegramme nach Sayville bei Neuyork gesandt werden. Die Großfunkstelle Nauen ging dann im Jahre 1918 in den Besitz der neugegründeten Gesellschaft „Drahtloser Uebersee-Verkehr AG." über, die 1923 den Namen „Transradio AG. für drahtlosen Uebersee-Verkehr" annahm. Der Gesellschaft wurde 1921 eine Kon-
des Korps im Dienste der Wahlpropaganda während der letzten drei Wochen zurückgelegt wurden. Einige hunderttausend Kraftfahrzeuge waren auf- geboten, und Tausende von Propaganda- [ährten sind durchgeführt worden. Wo immer ich in den letzten Wochen in Deutschland hinkam, Überall sah ich das gleiche Bild und hörte mit Freude und Genugtuung von den Gauleitern Worte größter' Anerkennung über die vorzügliche Arbeitsleistung des Korps.
Nun haben die Herzen gesprochen, und Glocken und Fahnen künden landauf, landab den Sieg. Euer Einsatz war mustergültig und überwältigend die Beweise eurer Treue und Zuverlässigkeit. Ich spreche euch hierfür meinen Dank und meine ganz besondere Anerkennung aus. Nach harter entsagungsvoller Arbeit sollt auch ihr jetzt eine Zeit wohlverdienter Ruhe finden. Ich ordne
tionalen Kräfte zerstörenden Klassenkampf auf ihre Fahnen geschrieben hatten. Ueber alle diese Zi setzungserscheinungen hinweg ist das deutsche Volk wieder zu einer großen Einheit zusammengeschweißt worden.
mit 600 Urlaubern von Madeira kommt. Die Begegnung wurde auf beiden Seiten mit großer Begeisterung ausgenommen.
Das Lustschiff »Hindenburgs an der spanischen Küste.
Das Luftschiff „Hindenburg", das in den frühen Morgenstunden des Dienstags in Friedrichs- yafen vollbesetzt zu seiner Südamerikafahrt gestartet ist, erschien um 9.53 Uhr über Köln. Ein Funkspruch des Sonderberichterstatters des DNB. lautet: Um 10.30 Uhr haben wir bei Roermonü die holländische Grenze überquert, nehmen also geraden Kurs auf Den Haag und die Südküste Englands etwa auf der Hohe von London. Die bisherige Reife ging bei sonnigem, windstillem Wetter und ruhigster Fahrt über Schwaben, am Taunus und Westerwald entlang nach Köln. Don dort an wurde es diesig. Die Teilnehmer fühlen sich auf dem Luftschiff schon vollkommen zu Hause. Ueber- all wo wir hinkommen — auch in Holland — ist die Bevölkerung in heller Begeisterung über unser stolzes Luftschiff, das volle Fahrt macht. Kurz nach 12 Uhr haben wir, nachdem Dordrecht, Rotterdam und Den Haag überflogen wurden, die Nordsee ungefähr bei Scheveningen erreicht. Das Wetter ist leider wenig klar. Der Wind ist günstig. Der Küchenchef bringt zum ersten Mittagessen Suppe, junge Mastgans und Nachtisch, was die Stimmung erheblich steigert. Nach dem Mittagessen wird zum erstenmal die R a u ch k a b i n e zur Benutzung frei- gegeben. Die Aschenbecher sind mit Wasser gefüllt. Außerdem gibt es nur elektrische Anzünder.
Die niederländische Presse widmet der Südamerikareise des Luftschiffes größtes Interesse. Be-
Am Wahlsonntag kehrten unsere beiden Luftschiffe „Hindenburg" und „Graf Zeppelin" von einer viertägigen Triumphfahrt nach Friedrichshafen zurück und schon Dienstag morgen startete das Lufstchifs „Hindenburg" zu seiner ersten planmäßigen Fahrt nach Südamerika, um den Beweis anzutreten, wie schnell und wie leistungsfähig es auch im planmäßigen Luftverkehr ist. „Hindenburg", das größte Luftschiff der Welt, hat auf den ausgedehnten Versuchsfahrten und nicht zuletzt auf der Wahlreise gezeigt, daß es den Erwartungen, die sein Schöpfer Dr. Dürr in sein neuestes Werk setzte, vollauf entspricht. Allein auf der Deutschlandfahrt legte das neue Luftschiff mit 50 Fahrgästen an Bord rund 6675 Kilometer zurück, während sein älterer Bruder etwa 7500 Kilometer bewältigte. Dabei war die Kreuz- und Querfahrt an den ersten Tagen keineswegs vom Wetter begünstigt, sondern stellte zeitweilig harte Ansprüche an Schiffe und Besatzungen.
Wenn das Luftschiff „Hindenburg" sich nun zu feiner ersten Fahrt über den Atlantik erhoben hat, dann begleiten es d i e besten Wünsche der ganzen Nation, zugleich aber auch unsere felsenfeste Ueberzeugung, Daß es über dem Südatlantik und in Südamerika seine Aufgabe als Verkehrsmittel erfüllt, darüber hinaus jedoch wie einst schon „Graf Zeppelin" zu einem wertvollen Botschafter des deutschen Volkes an die Nationen der südamerikanischen Staaten wird. Brücken über Länder und Meere zu schlagen und die Volker einander näher zu bringen, das ist die große Mission des Luftverkehrs, und gerade die deutsche Handelsluftfahrt hat sich von jeher um die Losung dieser Aufgabe bemüht, die mindestens ebenso wichtig ist wie die wirtschaftliche Bedeutung der großen Luftverkehrsverbindungen.
Glocken und kündeten der Welt, daß das deutsche Volk — einig in seinem Wunsch nach Ehre und Frieden — sich mit einem überwältigenden Bekenntnis hinter seinen Führer Adolf Hitler gestellt hat.
Oie Wehrmacht half dem WHW.
Im Januar d. I. fand in der damals entmilitarisierten Zone eine von der Wehrmacht veranstaltete Konzertreise von Kapellen des 9. AK. statt, deren Reinertrag dem WHW. zugeflossen ist. Es konnten insgesamt 8472,35 Mk. dem WHW. zur Verfügung gestellt werden, und zwar wurden dem Gau Hessen-Nassau 4806,12 Mark, dem Gau Saar-Pfalz 1238,55 Mark und dem Gau Koblenz-Trier 2427,68 Mark überwiesen. So hat auch die Wehrmacht ihre Volksverbundenheit durch ihren selbstlosen Einsatz für das vom Führer geschaffene Winterhilfswerk bewiesen. *—
tion zuwege gebracht wurden, zeigen deutlich, daß die deutsche Handelsluftfahrt sich Der Große dieser Aufgabe voll bewußt ist und daß sie mit allen Kräften bestrebt ist, auch auf ihrem Gebiet das Werk zu vollenden, das das Ziel der Arbeit unseres Führers ist. In Deutschland, in Europa und in fernen Erdteilen sind unsere Flugzeuge und Luftschiffe Künder deutscher Schaffenskraft, und die Brücken, die sie über Kontinente und Meere schlagen, sind deutlichster Beweis des aufrichtigsten Frieoenswillens der deutschen Nation, die bereit ist, mit allen Völkern zusammenzuarbeiten in friedlichem Wettbewerb.
Gerade in diesen Tagen ist die erste Ausfahrt des Luftschiffes „H i n d e n b u r g", dieses Wunder deutscher Technik, von besonderer Bedeutung. Nichts kann schlagender beweisen, welcher Geist das neue Deutschland beherrscht, als dieser Gigant der Luft, der herrlichster Ausdruck des völkerverbindenden Verkehrs ist, indem er die Erdteile trennenden Weltmeere bezwingt. In diesem Sinne: „Glückab Hindenburg!" K. J-z.


