Sesdiäftsi>erle£un£!
Meiner werten Kundschaft zur gefl. Kenntnis, cfeß sich mein Geschäft, Metzgerei und Wirtschaft, ab 1. November 1935
fteinftraße 21
befindet. Das mir seither entgegengebrachte Vertrauen bitte ich mir auch weiterhin zu erhalten.
Jfcinricfi Sörr, JHetzgermeifier
— 627QP
Nationalsozialistische Rechtsphilosophie.
Professor Dr. Bley spricht vor den Iungjuristen auf dem Gleiberg.
Die Jungjuristen im Gleiberg-Lager hatten sich am Dienstagmorgen wieder zur ernsten Schulungsarbeit zusammengefunden. Der Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Gießen
Professor Är. Ney
gab ihnen in klaren, packenden Worten eine Einführung in die Grundgedanken nationalsozialistischer Rechtsphilosophie. Weil der Nationalsozialismus als Weltanschauung kein theoretisch-wissenschaftliches Gebilde ist, kann auch seine Rechtsphilosophie nicht mehr Philosophie im Sinne aufgeklärter, „voraussetzungsloser" Wissenschaft sein. Sie ist keine „Professorenphilosophie von Philosophieprofessoren", wie Schopenhauer sie nannte, in der die reine Vernunft im Sinne rationalistischen Denkens durch Auflösung in begriffliche Bestandteile, durch Klassifizierung und durch das Hineinzwängen in willkürliche Schemata die Wahrheit zu erforschen suchte und dabei noch glaubte, auch das geistige Band zwischen all den begrifflichen Bestandteilen finden zu können. Der Nationalsozialismus kenpt keine „voraussetzungslose" Philosophie. Für ihn hat sie einen praktischen Zweck. Sie soll den Menschen anleiten, sich in der Welt zu orientieren, soll ihm Auskunft geben in den ewigen Menschheitsfragen nach Gott, Freiheit und Unsterblichkeit. Diese praktische Seite aller Philosophie bringt es mit sich, daß sie notwendig an ihre Zeit gebunden ist, in ihrer Zeit denkt und die Sprache ihrer Zeit redet. Auch Rechtsphilosophie soll dem wirklichen, praktischen Leben zuführen, soll nicht nur theoretische Erkenntnisse vermitteln. Dies wird heute noch weitgehend verkannt, und mit Unrecht hält man diese Art Rechtsphilosophie, die nicht nur reine, abstrakte Vernunft voraussetzt und nicht nur analysierend denkt, für ein sinnloses Beginnen.
Bei der Begründung nationalsozialistischer Rechtsphilosophie sucht man heute vielfach an ältere philosophische Systeme anzuknüpfen. Im Vordergrund steht dabei die Hegelsche Rechts- und Staatsphilosophie, die tatsächlich recht praktische Einschläge aufweist, eine preußische Staatsphilosophie im Geiste des Soldatentums und Beamtentums war und den ethischen Grundgedanken der Pflichterfüllung auch bis zur Aufgabe des Lebens besonders in den Vordergrund rückte. Diese Grundgedanken Hegels sind auch in weite Schichten des deutschen Volkes gedrungen, und der Nationalsozialismus konnte an diese Tradition anknüpfen. Trotzdem wäre es falsch, den Nationalsozialismus „h e g e li sch zu begründe n", seine Rechts- und Staatsphilosophie einfach zu übernehmen. Denn sein Fühlen und Denken war auch zeitgebunden, was das Denken der Freiheitskriege, des absolutistischen und konstitutionellen Staatssystems und letzten Endes des Frühliberalismus der Zeit eines Freiherrn vom Stein, Scharnhorst, Hardenberg usw., den der preußische Staat übernommen hatte. Hegel will die Welt aus einem Prinzip ableiten, vom menschlichen Bewußtsein der Selbstexistenz. Das individuelle Bewußtsein des lebendigen Menschen wird bei ihm gleichgestellt
। der Idee, ist Konstitutionsfaktor der Welt, menschliches Bewußtsein ist Schöpfer und Baumeister der Welt, ein Stück Verwirklichung des schöpferischen Weltgeistes.
Wie Hegel so eine Entwicklung der Welt aus dem Selbstbewußtsein des Menschen lehrt, so ist für seine Jünger in der Jetztzeit der Nationalsozialismus eine Entwicklungsstufe des menschlichen Bewußtseins, die genau so abwandelbar ist wie seine Antithese, der Liberalismus. Dieser Entwicklungsgedanke ist jedoch echt liberalistisch und widerspricht nationalsozialistischer Auffassung. Trotz der vielen praktischen Grundgedanken in Hegels Rechts- und Staatphilosophie, die auch im Nationalsozialismus eine großartige Wiederbelebung fanden, kann diese Rechtsphilosophie heute nicht schlechthin als nationalsozialistische übernommen werden.
Manche der heutigen Philosophen knüpfen auch an Kant an. Dieser hat in der Mathematik und Naturwissenschaft den Versuch einer theoretischen Grundlage der Wissenschaft unternommen, er gab aber nicht eine theoretische Grundlage für alle Philosophie, wie man es ihm aus Mißverständnis oft unterschob. Seine Grundfragestellung ist: Woran liegt es, daß unser Urteil richtig ist; welches sind die Grundlagen richtigen Urteilens? Belanglos ist es, ob wir das Wesen der Dinge richtig erkennen. Vorausgesetzt ist auch, daß der Mensch richtige Urteile fällen kann. Die Gültigkeitsgründe eines Urteils stammen nicht aus der Erfahrung, sie sind vorgegeben, sind Denkformen oder Kategorien, „Urteile a priori". Doch gelten diese Kategorien nur für Erfahrungstatsachen, können sich nur mit diesen befassen; sie sind transzendental, aber nicht transzendent. Nach Kant ermöglichen die Kategorien nur Erkenntnisse der Mathematik und Naturwissenschaft. Eine Uebertragung auf das Recht ist unmöglich, wie es von jüdischen Gelehrten, von Kelsen und Gen., in echter Prinzipienreiterei getan wurde; dafür ernteten sie von ihrer Zeit besondere Lobeshymnen über ihre „unbestechliche Logik und fabelhafte Konsequenz". In der „Kritik der praktischen Vernunft" hat dann jedoch Kant die Menschheitsfragen nach Sinn und Aufgaben des menschlichen Lebens unabhängig von aller theoretischen Einsicht und allem reflektierenden Denken behandelt und damit auch die Rechtsphilosophie aus dem Bereich reiner rationalistischer Abstraktionen und Theorien herausgehoben.
Auch in der Wert- und Gesellschaftsphilosophie Nietzsches finden sich schon starke Anklänge an nationalsozialistische Rechtsphilosophie. Zerschlagung des alten Individualismus, Erringen neuer Werte, der Uebermensch im Gegensatz zum schwächlichen' weichlichen Mitleidsmenschen, völkisches Selbstbewußtsein und die neue Gemeinschaftsform rassisch starker Menschen sind dort schon vorgezeichnet.
Aus all dem ist zu ersehen, daß nationalsozialistische Rechtsphilosophie weder rein theoretisch, noch geschichtlich ist, sondern eigene Gedanken in eigener Sprache aus unserer Zeit heraus redet. Die rassische Erb lehre steht in ihrem Mit
telpunkt. Dabei ist der Begriff der nordischen Rasse nicht rein biologisch aufgefaßt, wie es überhaupt keinen nordischen Jdealchp gibt. Entscheidend ist die geistige Grundlage, die Rassenseele. Dieser „in- telligible Charakter", wie ihn Kant nennt, ist das, was dem individuellen Menschen die Würde des Menschentums gibt, in ihm das gemeinschaftsbildende Gefühl der Freiheit und Selbstoerantwortung weckt. Es ist jene große metaphysische Ueberzeugung von einem inneren Erlebnis, daß außer der Gemeinschaft ein seelisches Erleben unmöglich ist, dem das frühdeutsche Mittelalter dadurch Ausdruck gab, daß es die „Fremde" das „Elend" nannte, in dem die besten seelischen Kräfte verkümmern mußten. Diese Ueberzeugung ist unbeweisbar, metaphysisch,
In seinem einleitenden geschichtlichen Ueberblick im Jungjuristen-Schulungslager auf dem Gleiberg am Dienstagnachmittag zeigte der Redner zunächst, daß das deutsche Volk feit seinen Anfängen ein Bauernvolk war, daß es den Boden als ein von Gott geschenktes Eigentum ansah, das keine Ware war, sondern gemäß dem Odalsrecht unveräußerlich an den jeweils besten Sproß des Bauern überging.
Der Vortragende schilderte darauf eindringlich, wie diese auf die Verbindung von Blut und Boden gegründete Weltanschauung durch den feit dem frühen Mittelalter in Deutschland sich in verderblichster Weise geltendmachenden Einfluß des Judentums allmählich in den Hintergrund gedrängt, wie der Boden zur Ware wurde, und wie dadurch bedingt sich eine gefährliche Loslösung des deutschen Menschen vom Boden ergab, die ihre schlimmste Auswirkung in der Verstädterung, einem katastrophalen Geburtenrückgang und damit in der Zerstörung der Lebensgrundlage des deutschen Volkes hatte.
Der Redner stellte klar heraus, daß die Rettung aus dieser Gefahr allein das Verdienst des Nationalsozialismus ist durch seine grundlegenden Gesetze: Reichserbhofgesetz, Reichsnährstandgesetz und das Gesetz zum Neuaufbau deutschen Bauerntums.
Das Reichserbhofgesetz stellt die Verbindung von Blut und Boden wieder her und macht den Bauern wieder zum Treuhänder am deutschen Boden. Die Lebensquelle des Volkes ist dadurch gesichert. Dieser Einbruch in das liberalistische Recht muß aber, darauf wies der Redner besonders hin, in der Zukunft noch weitere Gebiete umfassen, so den städtischen Siedlungsboden für den deutschen Arbeiter.
Durch das Reichsnährstandsgesetz wurden das gesamte Bauerntum und die Verteiler, Be- und Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse in der Organisation des Reichsnährstandes zu'sammen- gefaßt und damit die Grundlage geschaffen für die Hauptaufgabe des Reichsnährstandes, die richtige Verteilung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes.
Das Gesetz zur Neubildung deutschen Bauerntums bezweckt die Verbindung derjeni- gen Bauernsöhne mit dem Boden, die nicht den
ragt ins Jenseits hinein. Nicht biologische Einheit, sondern diese gemeinsame seelische Grund. Haltung bildet ein „Volk". Volk ist daher für den Nationalsozialismus auch nicht eine Summe von Staatssklaven bolschewistischer oder byzantinisti. scher Prägung, sondern die Einheit starker, freier, aber seelisch gleichgerichteter Persönlichkeiten, deren Kräfte und Fähigkeiten gefördert und entfaltet werden sollen zum Nutzen der Gemeinschaft. Weil die seelische Grundeinstellung in der nationalsozialistischen Rechtslehre die Hauptsache ist, wäre es falsch, sie zu zerreden, zu analysieren und zu schematisierens wenn sie sich auch in bestimmten Begriffen aus. wirken und darstellen lassen muß.
väterlichen Erbhof übernehmen können. Die damit verbundene Aufteilung des Bodens im deutschen Osten ergibt durch Verankerung des deutschen Bauern ein zuverlässiges Bollwerk gegen den Bolsche. wismus.
Der Redner schloß seine aufschlußreichen Ausfüh. rungen mit dem Wort Adolf Hitlers: „Der. geht nie, daß das heiligste Recht, das es auf dieser Erde gibt, das Recht auf Erde ist, und das größte Opfer das Blut, das man für diese Erde gibt."
Führertagung
im 6G. -Abschnitt XXX.
Richtlinien für die kommende Winterarbeit.
LPD. Marburg, 30. Okt. Die SS.-Füh. rer des Abschnittsbereiches XXX waren in Marburg zufammengekommen, um die Aufgaben und die Richtlinien für die Winterarbeit entgegen- zunehmen. Nach kurzem Gruß des Führers des SS.-Abschnittes XXX, SS.-Oberführer Ludwig, an die versammelte Führerschaft der SS.-Standar- ten 2 (Frankfurt), 35 (Kassel) und 83 (Gießen) brachte die Arbeitstagung zunächst am Vormittag und später in den ersten Nachmittagsstunden ein. gehende Referate der Sachbearbeiter im Stabe des Abschnitts, die die Führerschaft vertraut machten mit den Aufgaben, die in den kommenden Monaten an die SS. gestellt werden. Zahlreiche Anfragen der Führer der Standarten ergänzten das Bild. Die Sturmbann-Führer berichteten über den Stand der Ausbildung, der Einkleidung und der Erwerbslosig- keit in ihren Einheiten. Am Schluß der Arbeits- tagung sprach SS.-Oberführer Ludwig zusam- mengefaßt über die Aufgaben und Ziele der SS. Seine Ausführungen waren eine klare Absage an öie Kreise, die heute glauben, die Schutzstaffeln seien überflüssig und könnten aufgelöst werden. Sie gaben vielmehr jedem die Erkenntnis, daß die SS. heute wie in allen bisherigen Jahren ein wichtiges Instrument in der Hand unseres Führers ist. Das Sieg-Heil auf den Führer und das Treuelied der SS. beendeten die Arbeitstagung, deren Verlauf die Gewißheit gab, daß auch der SS.-Abschnitt XXX im kommenden Winter mit ganzer Kraft wei- ter die Aufgaben erfüllen wird, die gestellt wurden.
Nationalsozialistische Agrarpolitik.
Oer Hauptstabsleiter des Landesbauernführers spricht vor den Lungjuriffen.
FERTIG UND 0
QlNACH MASS
Selbst ist der Mann
6269 A
Vertragslieferant der Heeres-Kleiderkasse
6276 A
der sich zu helfen weiß! Wenn Sie Ihre Filme und Platten selbst entwickeln wollen — bei der Einrichtung Ihres .Privat-Labors" unterstütze ich Sie mit Rat und Tat und stehe auch sonst immer mit guten Tips zur Verfügung. Erkundigen $ie sich einmal unverbindlich bei
G. m. b. H.
Gießen, Marktplatz
Photo-Kino Kreuzplatz 9
Fahrrad-Bornemann ab 4. Nov. Neuen Bäue 22 526oA im Hause der Stadtpost
3 Vorzüge die wichtig sind tadelloser Sitz und Schnitt — gediegene Stoffqualität — wirkliche Preiswürdigkeit — das sind die 3 Vorzüge unserer guten Herren- und Knabenkleidung. Bitte'über- zeugen Sie sich selbst davon durch einen unverbindlichen Besuch.
Winter-Mäntel, Ulster und Paletots RH. 32.-, 45.-, 58.-, 73.-, 87.-, 98.- Große Auswahl in Modellstücken führender Häuser
RM. HO.-, 120-, 130 -, 140 -, 150 -
Straften-Anzüge in den mod. Ausmusterungen RM. 25 -, 35 -, 45.-. 58.-, 65.-, 78.- Modelle: RM. 88 —, 98.—, 108.—, 115.—
Sport-Anzüge, besonders flotte Formen RM. 30 -, 38 -, 45 -, 52.-, 62 -, 75-
Knaben- u. Burschen-Mäntel aus führenden Spezialhäusern
RM. 19.-, 22 -, 24.-, 26.-, 30.-, 35.-
Knaben- und Burschen-Anzüge
RM. 16 50. 18.75, 21—, 24—, 27.-, 32.—
WalÜ- weben
Die ßebcnsgemein. schäft des deutschen Waldes in Bildern
160 eigene Naturaufnahmen aus demTier- undPflanzenleden des heimatlichenWaldes in herrlichem Kupfertiefdruck mit einem auf. fchlll' reichen Einfüh. runqstext v. K. Vier- Hard und ©. Wolff Dieses Buch führt uns mitten hinein in den Wald mit seinen großen und kleinen Geschöpfen und zeigt, wie wir beobachten und mit offenenAugen durch die Natur gehen sollen. Die Tier- u. Pflanzen- welt in ihrer natur- wahren Sielqeftaltig. kett tritt demDeschauer in bildhafterSckönheit vor Augen und wird zumTrlebnis.Preis in Leinen geb.RM.4,8v Ditte verlangen Sie kostenlos unsere debil. dertenWerbeblätterI- DasBuch ist durch jede Buchhandlung z. bez.
tzugoDermühler
Verlag Serlin-Llchterfelöe iniriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
Das Heimatbuch vomdeutschenWald«
und zum Bauen Bin unter Nummer 4:048 an das Fernsprechnetz angeschlossen S. Launsvach Rechtsbeistand
Gießen, Jo Hannes st raste 15
ZweckSBekampMngoei Schwarzarbeit können Slrbeits.Ange. vote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Vorlage bcsGcwerbenachwciie« ausgenommen werden.
Verlag «»e«Gteben e rSin, et gers j Verkäufe
3o oermufen 800 qm
Bonoelöuöe imStadtzentrum von Gießen.
Schr. Anfr. unt. 62721) a.d.G.A.
Sehr gut erhalt. Dant-Wintermänt. Herr.-Mäntel und -Anzüge (®r. 46) bill. zu verk. 04664 Ludwigstr. 40 I. Menlseke mir Glasaufsatz, 2,90 m lang, ein Brotföront und verschiedene Fenster u. Türen sofort zu verkauf.
EvelslMe 2.
XD
Die fesche
im
6244*
Den passenden Rock
finden Sie bei größter Auswahl u. Preiswürdigkeit
Den modernen Wintermantel
Das schöne Kleid
liverseSpielwaren für Knaben, Jugendbücher, bill. abzugeben. 04669 An der Johannes- kirche Nr. 6 III.
Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 7
Kaufgesuche
Gut erhaltenes Piano zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04652 a. d. Gießen. Anzeig.
Gut erhaltener größerer
Siminerofen au kauf, gesucht. Schriftliche 21m geböte m. Preisangabe u. 04672 cm ü. Gieß. Anz.


