Ausgabe 
31.8.1935
 
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bis zwei Jahre früher angeschnitten, fiter beträgt die fiöhe 120 bis 150 Zentimeter.

Die einfachste Zierform ist der senkrechte Schnur­baum. Es ist gewissermaßen ein tragender Ast, der Ichon dicht über dem Boden mit Früchten beladen ft. Alle Seltenäste müssen hier regelmäßig ein­gekürzt werden. Dasselbe gilt von den waagerechten Schnurbäumen, die einarmig oder auch zweiarmig sein können. Auch sie beanspruchen ganz wenig Raum und bringen oft die schönsten Früchte. Läßt man dem veredelten Baum zwei senkrechte Aeste, dann erhält man die sogenannte O-Form. Werden diese noch einmal geteilt, dann gibt es die doppelte O-Form, die sich als Wandbekleidung vorzüglich bewährt hat, desgleichen die sogenannte Verrier- Palmette. Svalierbäume sind ja bekannt, auch sie müssen besonders geformt und herangezogen werden. Jeder Ast bekommt sein besonderes Stäbchen, das ihn zwingt, die gewünschte Richtung zu nehmen.

Für Vorgärten und kleine Hausgärten wählt man bei Birnen in den meisten Fällen die Pyramiden­formen. Sie sehen schön aus, tragen gut und sind leicht in der Form zu halten.

Für alle eingesriedigten Baumstücke werden immer wieder die Buschbäume empfohlen. Sie bieten die gleichen Vorteile wie die Formbäume. Aber bei den Spalieren und Kunstformen muß beständig gekürzt, angeheftet und formiert werden. Beim Buschbaum fällt das alles weg. Es sind gewissermaßen Obst­bäume ohne Stämme. Sie breiten ihre Aeste bald über dem Boden (In der fiöhe von 40 cm) aus und bilden oft große, schöne Kronen. Die fiauptvorteile

beim Buschbaum sind: die frühzeitige Tragbarkeit, die Möglichkeit, durch Auspflücken zu dicht stehender Früchte einen großen Teil erstklassigen Tafelobstes zu erzielen, auch ist die Schädlingsbekämpfung ein­facher, und die Ernte selbst geht rasch und ohne die fiilfe der langen Leitern glatt vonstatten.

Eine neuere Art von Zwergbäumen sind die sogenannten fiochbüsche. Sie bilden ihre Krone etwa 60 bis 90 Zentimeter über dem Erdboden. Die fiochbüsche sind die gegebenen Bäume für größere, eingezäunte Obstanlagen.«

In Heuchelheim werden auch Versuche mit Pflan­zenschußmitteln von der Hauptstelle für Pflanzen­schutz Dorgenommen. Alle Obstbaumzüchter haben ja leider mit vielen pflanzlichen und tierischen Schädlingen zu kämpfen. Diese zu beseitigen und nur gesunde und widerstandsfähige Bäume zu züch­ten, ist eine Hauptaufgabe des Obstbaues. Und wenn dabei die besten Mittel erprobt und aus­findig gemacht werden, dann können wir das nur begrüßen.

Die neueren Bestrebungen im Obstbau gehen da­hin, möglichst wenig Sorten zu pflanzen. Es sollen guttraaende und widerstandsfähige Sorten sein. Rur dadurch wird es möglich sein, daß wir genügend deutsches Obst erhalten. Dementsprechend bestehen die meisten Hochstämme in den Baum­schulen aus diesen Standardsorten. Daneben aber kommen auch die Liebhaber zu ihrem Recht. In den Baumschulen Heuchelheims werden zur Zeit etwa 30 Sorten Aepfel, 20 Sorten Birnen und 20 Sorten Steinobst gezüchtet.

Wirtschaft.

Nhein-Mainische Börse.

Mllagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 30. Aug. Obgleich der Ul­timo für die Börse überwunden ist, vermochte sich das Geschäft nicht zu beleben, es hat vielmehr eine weitere Schrumpfung erfahren. Die Zurückhaltung der Kundschaft veranlaßt auch die Börsenkreise zu vorsichtigen Dispositionen, zumal anregende Mittei­lungen für heute nicht vorlagen.

Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung uneinheitlich, eine freundliche Grundstimmung blieb aber unverkennbar. Am Montanmarkt ergaben sich zumeist leichte Befestigungen, wobei Buderus 1 v. H., Klöckner 0,65 v. H., Hoesch 0,50 v. H. und Mannes­mann 0,25 v. H. gewannen, Stahlverein lagen un­verändert, wogegen Rheinstahl 0,65 verloren. IG. Farben eröffneten mit 157 (157,25) nicht ganz be­hauptet, später erhöhten sie sich auf 157.50. Am Elektromarkt lagen Lahmeyer matt, sie kamen nach eintägiger Pause mit 131 (133,25) zur Notiz, ferner gaben Gesfürel und Siemens je 1 v. H. und Licht & Kraft 0,65 v. H. nach. AEG. zogen 0,25 v. H. an, Felten und RWE. lagen behauptet. Aus den übrigen Marktgebieten fehlten zumeist erste Notierungen. Fest lagen Daimler Motoren mit 101,50 (100), außerdem notierten Schiffahrtsaktien bis 0,50 v. H. höher, während Kunstseide AKU. 0,40 v. H. nach­gaben. Reichsbank und Zellstoff Aschaffenburg sowie D'utscher Eisenhandel lagen gut behauptet.

An den variablen Rentenmärkten herrschte ebenfalls fast Geschäftsstille bei unveränderten Kursen, so für Altbesitz mit 111,40, Zinsvergütungs- scheine mit 90,65 und späte Reichsschuldbuchfvrde- rungen mit 96,75. Etwas fester lagen von zertifizier­ten Dollar-Bonds 6 v. H. Preußen mit 61 nach 60,50. Auslandsrenten lagen zunächst still.

In der zweiten Börsenstunde stagnierte das Ge­schäft fast vollkommen. Kursveränderungen von Be­lang waren nicht zu verzeichnen, etwas höher lagen nochmals Hoesch mit 98,75 und 98,25. Sonst bröckel­ten Daimler und ZG. Farben je 0,25 v. H. ab. Die später notierten Werte lagen nicht ganz einheitlich, aber meist kaum verändert.

Auch am Rentenmarkt herrschte starke Geschäfts- stille. Gold- und ßiquibationspfanbbriefe lagen be< behauptet, Kommunal-Obligationen verloren ver­schiedentlich 0,13 v. H. Stadtanleihen notierten meist i ^verändert. Industrie-Obligationen lagen still. Von Auslandsrenten gingen Ungarn Gold auf 9,65 (9,75) zurück, im Freiverkehr zeigte sich etwas Nachfrage nach Serben, 1909er und Talonserben je 7,90 (7,50). Tagesgeld war gesucht und erhöhte sich auf 3,25 (3) v. H.

Abendbörse behauptet.

An der Abendborse herrschte weitestgehende Zu­rückhaltung, Kursveränderungen traten bei völliger Geschäftsstille kaum ein. ZG. Farben eröffneten mit 156,50 (156,65), waren aber später auf 156,75 erholt. Um Bruchteile eines Prozentes niedriger lagen Rheinstahl mit 113 (113,40), Buderus mit 103,75 (104) und Stahlverein mit 84,25 (84,50). Im übrigen konnten sich die Berliner Schlußkurse etwa behaupten. Renten lagen ebenfalls sehr still und unverändert.

U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111,25, 6 v. H. Stahlverein 102,50, IG. Farben-Bonds 127,50,

Reichsbahn-VA. 124,40, 4 v. H. Rumänen 4,90, Adca 79,50, Bayr. Hyp.-Bank 91,90, Commerzbank 92,40, DD.-Bank 92, Buderus 103,75, Harpener 113,50, Mannesmann 88,50, Rheinstahl 113, Stahl- verein 84,25, AKU. 60,50, Bekula 143,65, Deutscher Eisenhandel 108,25, Scheideanstalt 237, Deutsche Linoleum 162,25, Licht & Kraft 133,50, IG. Farben 156,50 bis 156,75, Gesfürel 127, Holzmann 96,50, Junghans 87,50, Moenus 87, Rheag 145,50, RWE. 131,75, Schuckert 128, Thür. Lieferung 118,75, Südd. Zucker 203.

Frankfurter Elermarkt.

Frankfurt a. M., 30. August. Angesichts des Monatsendes nahm das Geschäft einen etwas ruhi­geren Verlauf, da auch die Nachfrage des Klein­handels ruhiger geworden ist. Die Zufuhren an deutschen Frischeiern reichten nahezu aus, im übri­gen standen Bulgaren, Jugoslawen und Holländer sowie Kühlhauseier zur Verfügung. Mit Beginn

Die Arbeitsdienstgruppenkapelle 222 spielt beim BDM.-Sportfest.

des neuen Monats dürfte sich das Geschäft all­gemein wieder beleben. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsver­kaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Marken­eier S 12,25, A 11,50 bis 11,75, B 10,75 bis 11, C 10 bis 10,25, D 9,50 bis 9,75. Holländer S 11,75, A 11, B 10,25. Jugoslawen A 11, B 10,25. Bul­garen B 10,25, bis 10,50. Kühlhauseier^ S 11,25, A 10,75, B 10,25, C 9,50, D 9.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 30. August. Die Anliefe­rungen in deutscher Butter zeigten eine weitere Abnahme. Trotz des Monatsendes nahm das Ge­schäft einen verhältnismäßig lebhaften Verlauf, so daß die Zufuhren restlos abgesetzt werden konnten. Es notierten in RM. pro 50 kg frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 144 bis 145, feine deutsche Molkereibutter 142 bis 143, deutsche Molkereibutter 140. Landbutter 125, Kochbutter 115 bis 120. Hol­ländische Butter 144 bis 146.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung I

AG. Die Gebühren für die Ablegung der Gehil­fenprüfung betragen nach den von der Reichshand­werkerschaft feftgelegten Sätzen für einen Lehrling, der im Handwerksbetrieb steht, 6 Mark: für einen Lehrling, der im Industriebetrieb gelernt hat, wer­den 12 Mark erhoben. Die Gebühren sind im all­gemeinen vom Prüfling zu entrichten. Der Meister stt zur Uebernahme dieser Kosten nicht verpflichtet.

Senkung der SpeisekaMelpreise

Die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft gibt soeben die neuen Erzeuger - Speisekartoffelpreise be­kannt.

Für die Gebiete Ostpreußen, Mecklenburg (außer Lübeck), Pommern, Kurmark und Schlesien wurde für weiße, rote und blaue Sorten 2 Mark bis höch- chens 2,30 Mark je Zentner, für gelbe Sorten 2,30 bis 2,60 Mark je Zentner frei Empfangsstation der Derbraucherplätze festgesetzt. Für das übrige Reichsgebiet lauten die Preise für weiße, rote und blaue Speiseware 2,30 bis 2,50 Mark, für gelbe 2,60 bis 2,80 Mark je Zentner frei Empfangsstation der Verbraucherplätze.

Diese Preise gelten ab 1. September und blei­ben für die Monate September, Oktober und November unverändert.

Von Dezember ab erhöhen sich die Preise für je­den Monat um 10 Pf. je Zentner. Di-e Preise enthalten alle Fracht- und Versandspesen bis zum Empfangsort. Die Fracht darf jedoch 50 Pf. je Zentner nicht übersteigen.

Auf der Grundlage dieser Preise frei Empfangs­station werden in den einzelnen Bedarfsgebieten nach Anhörung der Kartoffelwirtschaftsverbände von den Preisüberwachungsbehörden noch Ver­braucherpreise für den zentnerweisen und pfund-

weisen Sauf festgesetzt. Diese Preise werden di- obengenannten Frankopreise um bestimmte Höchst- Zuschläge überschreiten, die den Preisüberwachungs­behörden vom Reichsminifterium für Ernährung und Landwirtschaft und nach Anhörung der Haupt- Vereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft vorge- schrieben werden. ,r v. .

Mit der neuen Preisordnung ist die Marktord- nung der Kartoffelwirtschaft gerade zum Schutze der Verbraucher ein tüchtiges Stuck meiterentroirfelt worden.

An die Stelle von 20 bzw. 24 verschiedenen Einkaufspreisen beim Erzeuger im vorigen Jahre treten seht klare und einheitlich über- wachte Preisverhältniffe, die eine wesentliche Verbilligung bringen werden.

Schon jetzt ist festzustellen, daß die Frankopreiss (Einkaufspreise des Großhandels frei Empfangs­station) um mindestens 50 Pf., z. T. erheblich mehr, unter dem vorjährigen Preisstand liegen. Die Ge­samtbereinigung des vor der Marktordnung beson­ders unübersichtlichen und stark spekulativen Kar- toffelmarktes und Kartoffelhandels gewährleistet also dem Verbraucher eine sichere und billige Versor­gung und zugleich dem Erzeuger einen angemesse­nen Preis.

Obecheffen

Gegen den Zelddiebstahl.

}) Lich, 30. AuF. Die Bürgermeisterei Lich weist in einer Bekanntmachung darauf hin, daß sie sich infolge der in der letzten Zeit über­handnehmenden Felbbieb stähle in der Ge­markung Lich veranlaßt sieht, folgende Maßnah­men zu ergreifen: 1. Für die Herbstmonate wird ein Hilfsfeldschütz eingestellt. 2. Durch po­lizeiliche Anordnung ist die Felbgernarkung Lich in der Zeit von abends 8 Uhr bis morgens 6 Uhr gesperrt. Jeder, der während dieser Zeit in der Feldgemarkung angetroffen wird, wird unnachsichtlich zur Anzeige gebracht. 3. Alle Felddiebe werden von jetzt ab in den Licher Bekanntmachungen" angeprangert. 4. Die Bevölkerung wird gebeten, die Bürgermeiste­rei bei dem Schutz des Eigentums zu unterstützen und ihr die Namen aller angetroffenen Felddiebe mitzuteilen. Ferner weist die Bürgermeisterei Lich in einer weiteren Bekanntmachung daraus hin, daß auf Anordnung des Forstamtes Lich das noch im Licher Stadtwald lagernde Nutz- und Brennholz von den Käufern bis zum 1. September entfernt werden muß. Diejenigen Käufer, die dieser Anzeige keine Folge leisten, werden zur Anzeige gebracht. Vom Kreisamt Gießen ist als Feld- schütz der Gemarkung Lich Ludwig Th al acker von hier bestätigt und verpflichtet worden.

Canbfrei« Gießen

z Großen-Linden. 29. Aug. Die Braun- fteinbergroerte Gießen der Firma Krupp in Essen, Niederlage Weilburg, verpachtete dieser Tage ihre in der Gemarkung Großen-Linden liegen­den Sieder auf weitere sechs Jahre. Bevorzugt wurden bei der Zuteilung besonders diejenigen Pächter, deren Gelände im Frühjahr dieses Jahres enteignet morden war. In den Feldwiesen liegt das Erz hoch. Man hat deshalb damit begonnen, das Erz im Tagebau zu gewinnen. Ueber dem manganhaltigen Erz findet man, in einer Lehm­schicht eingebettet, auch den Braun-Eisen st ein Ferner wird Kalk abgebaut. Auch guter Sand ist vorhanden.

ch Lich, 30. Aug. Wie wir bereits berichteten, begeht der Turnverein 18 6 0 L i ch am 14. und 15. September sein 75jähriges Bestehen. Mit dieser Feier wird zugleich das 2. Alters­treffen des VIII. Turnkreise Gießen- Wetzlar verbunden sein. In der jüngsten Vor­standssitzung des Turnvereins, zu der die Führer der NS.-Gliederungen, Formationen und Verbände, die Vertreter der Stadt Lich und die Vereinsvor­stände geladen waren, gab der 1. Vereinsführer des Turnvereins, Karl Volz, das Festprogramm be­kannt. Danach soll die Veranstaltung mit einem Festkommers am Samstag, 14. September, ihre Einleitung finden. An diesem Abend werden die besten Turner des Kreises, sämtliche Abteilungen des To. Lich und die SängervereinigungCäcilia" Lich mitwirken. Der Fests-nntag wird sämtliche Alters­turner des ganzen Turnkreises in unserer Stadt ver­einen. Nach einer Besichtigung der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten wird ein gemeinschaftliches Gin* tovfessen gereicht. Der Kreisdietwart, Dr. Roemer (Großen-Linden), wird in einer schlichten Feier­stunde in einer Ansprache die großen Aufgaben und Ziele, die der Turnergemeinde gestellt sind,

davlegen und mancherlei Anregung geben. Der Nachmittag wird durch Wettkämpfe und Darbie­tungen der Alterstumer ausgefüllt werden. Kame­radschaftliches Beisammensein, Konzert und Tanz in der Turnhalle werden den frohen Ausklang des Festes bilden.

Kreis Büdingen.

O Nidda, 30. Aug. Wiederholt hat man ge­plant, die Kanalisation der ganzen Stadt durchzuführen, allein es scheiterte bis jetzt an den erforderlichen Mitteln. Da der Plan auf einmal nicht ausgesührt werden kann, fo hofft nun die Stadtverwaltung, schrittweise zum Ziele zu kommen. Man beabsichtigt, in nächster Zeit zuerst Auf dem Graben", einem der niedrigstgelegenen Stadtteile, einen Kanal in der Länge von etwa 130 Meter bis zum sogenannten Räuner Graben zu legen. Die Anlieger tragen einen Teil der Kosten. Dieser Betrag wird ihnen später bei Erhebung der Kanalbenutzungsgebühren gutgeschrieben. Bei der Versteigerung des Grummetgrases löste die Stadt den geringen Betrag von ungefähr 440 Mark, das ist ein Durchschnittspreis von etwa 11 Mark je Morgen. Nur die im feuchten Niddatal gelegenen Wiesen waren begehrt, auf die Wiesen an Bergen bot man nicht, da sich das Mähen nicht lohnt.

Amtsgericht Gietzen.

In der gestrigen Sitzung wurde zunächst das Ur­teil gegen den H. St. verkündet. Der Angeklagte wurde wegen vorsätzlicher leichtfertiger falscher An­schuldigung in Tateinheit mit übler Nachrede mit einer Geldstrafe von 50 Mark belegt. Dem Beleidigten wurde außerdem die Publikationsbefug» nis zugesprochen.

Der 68 Jahre alte PH. H. aus Eisenach wurde am 14. August in Gießen beim Betteln betroffen. Das Gericht verurteilte ihn zu 6 Wochen Haft unter Anrechnung von 2 Wochen erlittener Unter­suchungshaft. Außerdem wurde die Unterbringung in einem Arbeitshause angeordnet.

Der A. I. aus Gießen ließ im März als Bau­herr auf feinem Grundstück durch eine Baufirma eine genehmigungspflichtige Werkstätte errichten, ohne die baupolizeiliche Genehmigung zu besitzen. Durch Strafbefehl wurde er mit einer Geld­strafe von 20 Mark belegt. Der dagegen ein­gelegte Einspruch blieb ohne Erfolg.

Das Gericht befaßte sich sodann mit zwei Män­nern aus B. wegen Jagdvergehens. Die Angeklag­ten haben in ihrem Jagdrevier den ihnen normaler- weise zukommenden Wildbestand überschritten, in­dem sie mehr abschossen, als ihnen zustand. R. wurde durch Strafbefehl mit 80 Mark Geld- ft r a f e evtl. 16 Tagen Haft, P. mit 18 0 Mark Geldstrafe evtl. 35 Tagen Haft, belegt. Beide Angeklagten legten gegen die Strafbefehle Einspruch ein. In der gestrigen Beweisaufnahme stellte sich heraus, daß die Angeklagten nicht vorsätzlich, son­dern lediglich fahrlässig handelten. Das Gericht er­kannte daher gegen R. auf 7 0 Mark, gegen P. aus 14 0 Mark G e l d st r a f e. Die Schußwaffen werden eingezogen. Die Angeklagten tragen gesamt­schuldnerisch die Kosten des Verfahrens.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankbiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. fi.

Frankfurt a.3Jl.

Aerlin

Schluß- kurs

Schtußt. Abend- börsc

Gchluß- kurs

Echlußk. Mittag­börse

Datum

29-8

308

29 8

308

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

100,75

100,75

100,13

101,13

4% Deutsche Reichsani. von 1934

97,9

97,65

97,9

97,9

6y,% Doung-Anleihe von 1930 ..

103,5

103,13

103

102,5

Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mit

111,4

111,25

111,25

4/»% Deutsche Reichspostschatzan-

100,5

100,4

100,4

100,3

6% ehem.8% Hess. BolkSstaai 1929

(rückzahlb. 102%) ...........

97,65

97,65

97,5

*

4Vi% ehem. Hessische Landesbank

Darmstadt Gold R. 12.......

96,75

96,75

96,75

96 75

6y,% ehem. Hess. LandeS-Hypo-

khetenbanl Darmstadt Liout ...

100,75

100,75

4%% ehem. 8% Darmst. Komm.

LandeSb.Goldschuldoerschr. R.6

93

93

*

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

128,75

128,75

-

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

115

115,3

115

115

ehem.8% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

96.75

96,75

**

ehem. 4!/,% Frank,. Hyp.-

Bank-Liau.-Psandortese.......

100,75

6V|% ehem. 4y,% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe.....

101

100,9

1 01

100,75

4 y>% ehem. 8% Pr. LandeSpsand-

öriesanstalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

4y,% ehem. 7% Pr. Landespfand-

öriesanst., Gold Komm. Cbl.VI

97

97

97

97

Kteuergutsch.BerrechnungSk. 85-39

107,4

107,4

107,4

107,4

4% Oesterretchtsche Soldrente....

29

29

29,1

4,20% Oesterretchtsche Etlberrente

1,5

1,45

4% Ungarische Goldrente.......

9,75

9,65

9,7

9,75

4% Ungarische StaatSrente v. 1910

9,5

9,4

9,65

9,55

4*4% deSal. von 1913..........

9,4

9,5

9,65

9,65

5% abgest. Goldmexikaner von 99

11,25

11,25

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie l.....................

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt 0. M.

Derstn

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a jr

Echluß- kurs

Schlum. Abend- börse

Schluß- Iure

Schlußk. Mittag« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Echlußk. Mittag­börse

29.August Amtlich» Natieruna

30. August

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Datum

29 8

30.8

29.8

30.8.

Datum

29-8.

30.8.

29-8.

30 8

Geld

Srlel

4% desgl. Serie II .............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4y,%Rumän.vereinh.Reniev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 25L% Anatolier............

Hamburg-Amerika-Paket ..... o

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Norddeutscher Lloyd ......... v

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz, und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ................ 12

A.E.»......................0

Bekula.................... 10

Elektr. Lieferungügesellschast... 6

Licht und Kraft ........... ey,

Felten & Guilleaume......... 0

Gesellsch.s.Elekrr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........ 5

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schuckert L Co............... 4

Siemens L HalSke............ 7

Lahmeyer LEo.............. 7

Buderus ....... q

Deutsche Erdöl ...............

Gelsenkirchener.............. 0

Harpener .................. 0

Hoesch EisenKöln-Neuesten .. 0

Ilse Bergbau .............. e

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke .............

Mannesmann-Röhre« ........ 0

11,75

6

7,9

4,9

41,4

15,5

17

86,25

117,13

92,75

92,5

92,5

185

40,75

144

114,25

135

107,75

128

147,5

132,5

128,5

179

103

113,25

114

97,75

130

94,25

88,5

6

8

4,9 41,75

15,75

17,13

86,5

117

92,4

92

92 183,75

40,75

143,65

114,75

133,5

107,75

127

145,5

131,75

128

177

131

103,75

112,75

113,5

98,25

130 l 94,25 i 88,5

8,05

4,85

42

15,75 26,75

16,9

86,9

117,5 92,75

92,5

92,5 184,75

40.9 143,9 114,25

134,5 108,25 128,13

132,5

128,25 180

133,5

103,65 113

113,9

97,65

163 130,25 94,25

88,5

6,15 8

4,9

41,9

16

17,25 86,25

117,75 92,4

92

92

183,75

40,5 144 114 134 108

126,5 145,75 131,65 128,25

177,5 132,25

104 112,5

113,5 98,25

130 94,25

88,5

Mansselder Bergbau.........8

Kokswerke ..................6

Phönix Bergbau........ 0

Rheinische Braunkohlen ..... 12

Rheinstahl ................ gy,

Vereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........ 5

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7y,

3. G. Farben-Industrt«.......7

Scheideanstalt............... 9

Goldschmidt ......... 0

Rütgerswerke ...... 4

Metallgeiellschaft............. 4

Philipp HoUmann...... 0

Zementwerk Heidelberg ......5

Cementwerk Karlstadt.........4

Schultheis Patzenhoser ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhos ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum...........6

Orenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof........ 0

(Stabe...................... 0

ölerumulatoren-FabrÜ....... 12

Conti^Summi............... g

Grttzner....................0

Mainkraftwerke Höchst O.DL... 4

Süddeutscher Zucker.........|

114

217

112,9

84,9

19,25

136

188

157,75

237

109,4

117 110,75

96,5

120

61

116 117,5 85,13

100

163

30

279

156,75

203

217

113

84,25 19,13

136,5

156,75

237

108,5

116,5

112

96,5

122

60,5

115,5

117,5

85,13

100,75

162,25

30 278,75

157,5

97

203

114

118

214

112,65

84,9

19

136,75

128,75

188

156,75

109 117

110,5

97

110,75 60,65 114,9 117,4 85,25 133,9

100,13

162,75

88,5

30,13

279

181,5 157

201

115

118

217,5

113,4

84,5

18,9

136,4

128,25

187

156,65

109,25

116,13

112

97

110,65

60,5

115,5

117

85,13

132

100,4

161,9

88,4

29,75

278,9

180

157,5

203

Buenos Atre Brüssel.....

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Amerikanische Belgische Not Dänische Nott Englische Not Französische 9 Holländische 9 Italienische 91 Norwegische 9 Deutsch Leste Rumänische 9" Schwedische 9 Schweizer No Spanische No Ungarische Nr

0,668 41,87 0,139 3,047 55,11 46,99 12,34

5,44 16,435 168,29

20,36 0,729 5,684 62,04 48,95 11,19 63,64 81,08 34,05 10,30

2,483

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0,672 41,95 0,141

3,053 55,23

47,09 12,37

5,45 16,475 168,63

20,40 0,731

5,696 62,16

49,05 11,21

63,76 81,24

34,11 10,32

2,487 Bankno

i»

Schilling

eit

0,668 41,87 0,139 3,047 55,13 46,98 12,345 5,44 16,43

168,36 20,36 0,731 5,684 62,06 48,95

11,195 63,66 81,06 34,03 10,30

2,485

Geld

2,437 41,72 54,93 12,31 16,38

167,94 19,46 61,85

63,44 80,83 33,67

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63,78 81.22 34,09 10,32

2,489

Brief 2,457 41,88 55,15 12,35 16,44 168,62 19,54 62,0t

63,70 81,15 33,81