und Maschinenschreibern ift der Aufftiea leichter gemacht als anderen. Viele von denen, die heute in leitenden Stellungen sind, haben als gute Stenographen die Grundlage für ihr Vorwärtskommen geschaffen. Durch die ständige enge Zusammenarbeit mit dem Leiter des Geschäftes bekamen sie einen viel größeren Ueberblick über den Betrieb als andere, die sich über die Kurzschrift und das Maschinenschreiben erhaben dünkten. Sie konnten sich daher leichter in alle Arbeitsgebiete einarbeiten, verwuchsen schneller mit dem Betriebe. Außerdem lernte der Chef die Fähigkeiten seines Mitarbeiters eher kennen als die anderer Angestellten, mit denen er weniger zusammenkam. Der Weg zum späteren selbständigen Arbeiten und damit zum Aufstieg stand ihnen damit natürlich offen.
Auch heute noch ist für jeden guten Stenographen und Maschinenschreiber Gelegenheit geboten, sich mit Hilfe seiner Fertigkeiten eine Stellung zu erringen, die ihm immer weitere Fortkommensmöglichkeiten bietet. Darum lerne jeder Vorwärtsstrebende beizeiten Kurzschrift und Maschinenschreiben. Jeder, der schon über Kenntnisse auf diesem Gebiete verfügt, vervollkommne sich bis zu den Leistungen, die über dem Durchschnitt stehen, an die andere also nicht so leicht heranreichen.
Ab Montag und Dienstag bietet sich hierfür wieder eine günstige Gelegenheit, denn an diesen Abenden beginnen die neuen L e h r g ä n g e d e r Deutschen S t e n o g r a p h e n s ch a f t Diese Lehrgänge sind so aufgebaut, daß die Teilnehmer bei einigem Fleiß sich bis zu Höchstgeschwindigkeiten von 200 bis 300 Silben emporarbeiten können. Eine Bestätigung dafür, daß dies möglich ist, sind die diesjährigen Leistungsschreiben, bei denen die Mitglieder der Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft 'hervorragend abschnitten. So errangen sie z. B. beim Leistungsschreiben der oberhessischen Stenographen in den Geschwindigkeiten von 180 bis 280 Silben alle Ehrenpreise. Beim Maschinenschreiben errang die Ortsgruppe die höchste Anschlagszahl.
Jeder Vorwärtsstrebende besuche deshalb unsere Kurse. Was die finanzielle Seite anbelangt, so bietet sie dem Teilnehmer überhaupt keine Schwierigkeit, denn die Gebühren sind so niedrig, daß sie von jedem Volksgenossen ohne Mühe aufgebracht werden können. Die Redeschriftkurse, die für den Aufstieg sehr wichtig sind, sind für die Teilnehmer an den Diktatkursen kostenlos.
Die Lehrgänge für Kurzschrift beginnen um 19 Uhr in der Alten Pestalozzischule, Wernerwall, die Lehrgänge für Maschinenschreiben beginnen am Dienstag um 19.15 Uhr in der Oeffentlichen Han- delslehranstalt, Liebigstraße 16 (Alte Klinik). Näheres ist in der heutigen Anzeige zu ersehen.
Vornotizen.
— Tageskalender für Samstag: NSG. „Kraft durch Freude": Winzerfest in der Volkshalle. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mach' mich glücklich". — Spielvereinigung 1900: Kommers in der Stadt Wetzlar aus Anlaß des 35jährigen Bestehens. — Baugenossenschaft 1894: 20.15 Uhr im „Aquarium", Walltorstraße, ordentliche Hauptversammlung. —
— Tageskalender für Sonntag: NSG. „Kraft durch Freude": Winzerfest in der Volkshalle. — BDM.: Sportfest auf dem Unioersitätssportplatz am Kugelberg. — Landschaftsbund Volkstum und Heimat: Heimatkundliche Führung durch Alt-Gießen, Treffpunkt 11 Uhr vor der Stadtkirche. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mach' mich glücklich". —
Spielvereinigung 1900: Jubiläums-Fußball auf dem Platz an der Liebigshöhe. —
*
** Eine öffentliche Mahnung an säumige Zahler veröffentlicht die Stadtkasse im heutigen Anzeigenteil. Auf die Bekanntmachung sei besonders aufmerksam gemacht.
** 45 Jahre Wäscherei Engeler. Am morgigen Sonntag, 1. September, kann die Wäscherei Engeler auf ein 45jähriges Bestehen zurück- blicken. Die Familie Engeler zählt seit über 50 Jahren zu den treuen Lesern des Gießener Anzeigers. Ä
** Ein Alarm der Bahnsirene. Der städtische Brandinspektor Lenz teilt mit: Anläßlich eines Alarms des Bahnhilfszuges ertönte am vergangenen Mittwoch gegen 22 Uhr die Bahn-Alarmsirene. Es liefen sofort zahlreiche fernmündliche Anfragen nach dem Brandort bei der Feuerwache ein. Die Bahnsirene, die nicht für den Feueralarm, sondern lediglich für den Bahnbetrieb eingesetzt ist, unterscheidet sich wesentlich in Ton und Art des Alarmes von den städtischen Feuersirenen. Die städtischen Feuersirenen zeigen den Feueralarm durch langanhaltendes Sirenenheulen an. Dieser Alarm ist in erster Linie für die Angehörigen der Gießener Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsmannschaften bestimmt. — In diesem Zusammenhang sei noch einmal daran erinnert, daß heute gegen 15 U h r die Feueralarmsirenen probeweise ertönen werden.
** Rindermarkt in Gießen. Am kommenden Dienstag findet in Gießen Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt. Die Bürgermeisterei weist in der heutigen Bekanntmachung besonders darauf hin, daß der Handel am V o r Markttage vom 2. September ab verboten ist. Spannvieh muß beim Ausladen sofort gemolken werden. Das Herrichten der Kühe zum Verkauf ist nur für den Markttag gestattet.
** Schweinezwischenzählung am 4. September. Eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil betrifft die Schweinezwischenzählung am 4. September in der Gemarkung Gießen und Schiffenberg. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 1. September:
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. „Vom neuen deutschen Baustil". Von Robert Brandes. 10: Deutsche Morgenfeier der HI. 10.30: Unterhaltungskonzert. Als Einlage: Vom Schauinsland-Bergrennen. Staffelhörbericht. 11.30: Joh. Seb. Bach „Schauet doch und sehet". Kantate. 12: Musik am Mittag. 12.45: Aus dem Leben des schaffenden Volkes: Ein Schlosser erzählt aus seiner Lehrzeit. 13: Blaskonzert. Als Einlage: Vom Schauinsland-Bergrennen. 14: Unterhaltungskonzert. Als Einlage: Vom Schauinsland-Bergrennen. Hörberichte. 15: Stunde des Landes. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jugendfunk. 18.30: Die Freude soll leben. 19.15: Dichter im Dritten Reich. Der Goethe- preisträger Hermann Stegemann. 19.30: Echo vom Fünfländer-Leichtathletik-Kampf. Italien—Japan— Schweden—Ungarn—Deutschland (2. Tag). 20: Ludwig van Beethoven. Das sinfonische Schaffen. 21.30: Der Main. Schicksalsbild eines Flusses zwischen Nord und Süd. 22. Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Länderboxkampf Deutschland—Polen. 22.45: Sportspiegel des Sonntags. 23: Tanz in der Nacht. 24 bis 2: Nachtmusik.
Montag, 2. September:
6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Sendepause. 10.15: Schulfunk. Theode- rich! Ein Hörspiel. 11.45: Bauernfunk. 12: Schloßkonzert des Niedersächsischen Symphonieorchesters. 13: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Mitten im Werktag. Sozial- und Wirtschaftsdienst in bunter Folge. 15: Nachrichten. 15.15: Kinderfunk. 15.30: Staatliche Wirtschaftsführung in der Vergangenheit. Die Wirtschaftspolitik Friedrichs des Großen. 15.45: Singapur und die Philippinen. Drei Großmächte ringen um den Fernen Osten. 16: Kleines Konzert. 16.30: Die Heldentat des Leutnants von Gleißenthal. Erzählung von Helene Illing. 16.45: Bücherfunk. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters Stuttgart. 18.30: Jugendfunk. Reichsfunkschule Göttingen der HI.! Ein Zwiegespräch. 18.45: Das Leben spricht. 19: Unterhaltungskonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Der blaue Montag. Wir tanzen um die Welt. 21.30: Ludwig van Beethoven. Das Lied. 22: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk und Sportbericht. 22.20: Tanzweisen für alt und jung. 23: Musik zur „Guten Nacht".
Aus alter Wett.
Deutsch-britische Wettflieger in Alaska gelandet.
Die beiden in Mexiko zu einem Weltflug gestarteten Flieger, der Deutsche Fritz Bieler und der Engländer Harold Farquhard, sind in Har- dinglake, 50 Meilen von Fairbanks (Alaska) gelandet.
Die Sieger im Rundfunksprecherwettbewerb.
Die Entscheidung im zweiten Rundfunksprecherwettbewerb ist unter starker Beteiligung der Hörerschaft gefallen. Erster Preisträger wurde der 24 Jahre alte Hermann Rink, Lustsportverband Hamburg. Zweiter wurde der 33 Jahre alte Schriftleiter Diplom-Kaufmann Hans S p e l s- b e r g aus dem Bezirk Leipzig. Dritter wurde der Sieger im Bezirk des Reichssenders Berlin, der Student Fred Wolf. Der Bezirkssieger des Reichssenders Breslau, Günther Brost, erhielt den vierten und der Bezirkssieger des Reichssenders Köln, Sven Hansen, den fünften Preis. Die übrigen fünf erhielten Trostpreise.
Triumph des Münchener vieres auf der Brüsseler Weltausstellung.
Die Münchener Brauereien Löwenbräu sowie Spaten-Franziskaner-Leistenbräu haben unter den vielen auf der Weltausstellung Brüssel 1935 ausstellenden Firmen den „G r a n d P r i x", die höchste Auszeichnung, für ihre Biere durch das Schiedsgericht der Ausstellung einstimmig zuerkannt erhalten.
Todesurteil für einen Mädchenmörder.
In Coburg verurteilte das Gericht den 36jährigen Rudolf Brand wegen Mädchenmordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Brand hat 1934 seine Frau, die von ihm vier Kinder hatte, böswillig verlassen und mit einem 27jährigen Mädchen ein Liebesverhältnis eingegangen. Dem Mädchen gegenüber gab er sich als geschieden aus und versprach ihm die Ehe. Als jedoch das Mädchen den Betrug merkte und das Verhältnis lösen wollte, faßte Brand den Plan, seine Geliebte zu ermorden. Mit Tüchern
erstickte er das Mädchen und warf dann die Leichs in einen Fluß. In Frankfurt a. M. konnte del Mörder gefaßt werden.
Tunneleinsturz in Kalifornien.
In Oakland in Kalifornien stürzte beim Bau eines Autotunnels unter dem Berkeley-Hügel die Holzversteifung in sich zusammen. Els Arbeiter wurden verschüttet. Nach fieberhaften Rettungs- versuchen gelang es, acht Arbeiter mehr oder weniger schwer verletzt zu bergen. Das Schicksal der anderen ist noch ungewiß.
Ein treuer Mitarbeiter.
Seif 65 Jahren auf dem Reuhof tätig.
LI Leihgestern, 30. August. Am morgigen Sonntag, 1. September, feiert der Neuhof zu Ehren seines früheren Kutschers und jetzigen Hofmeisters Heinrich Winter ein seltenes Jubiläum. (Ieboren in Birklar, trat der Jubilar am 2. September 1870
r-t:
x:
> * L V *, ' ...... LW
bei dem damaligen Besitzer Herrn v. Firnhaber in den Dienst und ist 65 Jahre ununterbrochen auf derselben Stelle geblieben. Kein Wunder, wenn es sich der jetzige Pächter Brückmann nicht nehmen ließ, diese Anhänglichkeit und dieses Verwachsensein mit dem Betrieb und der Scholle durch ein besonderes Fest, an dem das ganze Hofpersonal teilnimmt, zu ehren. Gleichzeitig wird noch fünf weiterer Mitarbeiter gedacht werden, die zusammen 107 Jahre ihre Kraft demselben Hof zur Verfügung gestellt haben. Wir zweifeln nicht daran und alle Vorbereitungen deuten darauf hin, daß auch dieses Fest ebenso wie schon vor fünf Jahren, wo das 60jährige Jubiläum Winters gefeiert wurde, unter dem Zeichen echter Volksgemeinschaft stehen wird.
ao der Jagd
M
Verkaufsräume
ö
Neustadt 5
Gießen, den 31. August 1935.
Familie Wilh. Carle
49^4 D
Neustadt-5
DD C DRUCKSACHEN
VV Ern IX D E» BrUhl’sche Druckerei
2Ho.0pel-Blili
6 Zylinder/64 PS/4000 Radstand
4962 D
Trohe, im August 1935.
49870
terbliebenen den herzlichsten Dank aus.
Frau Maria Köhler Wwe.
Lieh, im August 1935.
Ruf 2847/8.
4906 A
4947 D
Für die innige Anteilnahme am Heimgange unseres lieben Entschlafenen spreche ich im Namen aller Hin*
Edgar
Gießen
Die G. B. Alemannia
I. A.i Weyl (XXX) F. V.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
Ruf 4165
4948 A
Heuchelheim, den 31. August 1935.
... ___________________________________4952 D
Chassis-Tragfähigkeit
3.45 Ta.
Sonder-
Ausstellung
Seltersweg 18
Nachruf!
Am Dienstag, dem 27. August 1935, verstarb unser Mitarbeiter
Herr Lorenz Ament, Hutmacher
Wir verlieren in dem Verstorbenen einen treuen Arbeitskameraden, der fast 40 Jahre in unserem Hause tätig war. Stets werden wir ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.
Betriebsführung und Gefolgschaft der FirmaW. & G. Schuchard.
Danksagung
Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Alt beim Heimgänge unserer lieben Entschlafenen sagen wir hierdurch allen herzlichen Dank
Die trauernden Hinterbliebenen:
Karl Klös und Angehörige
Nfeder-Ohmen, Untergasse 20, den 31. August 1935 4915D
Unterfertigter betrauert aufs tiefste das Ableben ihres 1b. A. H.
Dr. Karl Wohlfarth
(akt. S. S. 1918)
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme u. die Kranzspenden sowie lur die tiostreichen Worte des Herrn Pfarrers Naumann und Herrn Amtmann Wahl, Bahnhof Gießen, beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Herrn Wilhelm Heinrich Brück
sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Erdbeerpflanzen verpflanzt in den Sorten: Deutsch-Evern, früh [036 74 Oberschlesien, mittelfrüh Hansa,mitt elspät Späte von Leo- voldshall, spät sowie Rügen, die rankenlose, immertragende Monatserobeere empf. sortenrein Gärtnerei Dönges Gießen, Marb. Str. 67. Telephon 2321.
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Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme und Liebe bei dem Heimgang unserer teuren, unvergeßlichen Entschlafenen bitten wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank entgegenzunehmen
Für alle trauernden Hinterbliebenen:
Marie Noll
Gießen, Bahnhofstraße 50, den 31. August 1935 494aD
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