Ausgabe 
31.8.1935
 
Einzelbild herunterladen

und Maschinenschreibern ift der Aufftiea leichter gemacht als anderen. Viele von denen, die heute in leitenden Stellungen sind, haben als gute Steno­graphen die Grundlage für ihr Vorwärtskommen geschaffen. Durch die ständige enge Zusammenarbeit mit dem Leiter des Geschäftes bekamen sie einen viel größeren Ueberblick über den Betrieb als andere, die sich über die Kurzschrift und das Ma­schinenschreiben erhaben dünkten. Sie konnten sich daher leichter in alle Arbeitsgebiete einarbeiten, verwuchsen schneller mit dem Betriebe. Außerdem lernte der Chef die Fähigkeiten seines Mitarbeiters eher kennen als die anderer Angestellten, mit denen er weniger zusammenkam. Der Weg zum späteren selbständigen Arbeiten und damit zum Aufstieg stand ihnen damit natürlich offen.

Auch heute noch ist für jeden guten Stenographen und Maschinenschreiber Gelegenheit geboten, sich mit Hilfe seiner Fertigkeiten eine Stellung zu er­ringen, die ihm immer weitere Fortkommensmög­lichkeiten bietet. Darum lerne jeder Vorwärtsstre­bende beizeiten Kurzschrift und Maschinenschreiben. Jeder, der schon über Kenntnisse auf diesem Ge­biete verfügt, vervollkommne sich bis zu den Lei­stungen, die über dem Durchschnitt stehen, an die andere also nicht so leicht heranreichen.

Ab Montag und Dienstag bietet sich hierfür wie­der eine günstige Gelegenheit, denn an diesen Abenden beginnen die neuen L e h r g ä n g e d e r Deutschen S t e n o g r a p h e n s ch a f t Diese Lehrgänge sind so aufgebaut, daß die Teilnehmer bei einigem Fleiß sich bis zu Höchstgeschwindigkeiten von 200 bis 300 Silben emporarbeiten können. Eine Bestätigung dafür, daß dies möglich ist, sind die diesjährigen Leistungsschreiben, bei denen die Mitglieder der Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft 'hervorragend abschnitten. So errangen sie z. B. beim Leistungsschreiben der oberhessischen Stenographen in den Geschwindig­keiten von 180 bis 280 Silben alle Ehrenpreise. Beim Maschinenschreiben errang die Ortsgruppe die höchste Anschlagszahl.

Jeder Vorwärtsstrebende besuche deshalb unsere Kurse. Was die finanzielle Seite anbelangt, so bietet sie dem Teilnehmer überhaupt keine Schwie­rigkeit, denn die Gebühren sind so niedrig, daß sie von jedem Volksgenossen ohne Mühe aufgebracht werden können. Die Redeschriftkurse, die für den Aufstieg sehr wichtig sind, sind für die Teilnehmer an den Diktatkursen kostenlos.

Die Lehrgänge für Kurzschrift beginnen um 19 Uhr in der Alten Pestalozzischule, Wernerwall, die Lehrgänge für Maschinenschreiben beginnen am Dienstag um 19.15 Uhr in der Oeffentlichen Han- delslehranstalt, Liebigstraße 16 (Alte Klinik). Nähe­res ist in der heutigen Anzeige zu ersehen.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag: NSG. Kraft durch Freude": Winzerfest in der Volkshalle. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Mach' mich glücklich". Spielvereinigung 1900: Kommers in der Stadt Wetzlar aus Anlaß des 35jährigen Be­stehens. Baugenossenschaft 1894: 20.15 Uhr im Aquarium", Walltorstraße, ordentliche Hauptver­sammlung.

Tageskalender für Sonntag: NSG. Kraft durch Freude": Winzerfest in der Volkshalle. BDM.: Sportfest auf dem Unioersitätssportplatz am Kugelberg. Landschaftsbund Volkstum und Heimat: Heimatkundliche Führung durch Alt-Gießen, Treffpunkt 11 Uhr vor der Stadtkirche. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Mach' mich glücklich".

Spielvereinigung 1900: Jubiläums-Fußball auf dem Platz an der Liebigshöhe.

*

** Eine öffentliche Mahnung an säu­mige Zahler veröffentlicht die Stadtkasse im heutigen Anzeigenteil. Auf die Bekanntmachung sei besonders aufmerksam gemacht.

** 45 Jahre Wäscherei Engeler. Am morgigen Sonntag, 1. September, kann die Wäsche­rei Engeler auf ein 45jähriges Bestehen zurück- blicken. Die Familie Engeler zählt seit über 50 Jahren zu den treuen Lesern des Gießener An­zeigers. Ä

** Ein Alarm der Bahnsirene. Der städtische Brandinspektor Lenz teilt mit: Anläßlich eines Alarms des Bahnhilfszuges ertönte am ver­gangenen Mittwoch gegen 22 Uhr die Bahn-Alarm­sirene. Es liefen sofort zahlreiche fernmündliche An­fragen nach dem Brandort bei der Feuerwache ein. Die Bahnsirene, die nicht für den Feueralarm, son­dern lediglich für den Bahnbetrieb eingesetzt ist, un­terscheidet sich wesentlich in Ton und Art des Alar­mes von den städtischen Feuersirenen. Die städti­schen Feuersirenen zeigen den Feueralarm durch langanhaltendes Sirenenheulen an. Dieser Alarm ist in erster Linie für die Angehörigen der Gieße­ner Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsmann­schaften bestimmt. In diesem Zusammenhang sei noch einmal daran erinnert, daß heute gegen 15 U h r die Feueralarmsirenen probeweise ertönen werden.

** Rindermarkt in Gießen. Am kommen­den Dienstag findet in Gießen Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt. Die Bürgermeisterei weist in der heu­tigen Bekanntmachung besonders darauf hin, daß der Handel am V o r Markttage vom 2. September ab verboten ist. Spannvieh muß beim Ausladen sofort gemolken werden. Das Herrichten der Kühe zum Verkauf ist nur für den Markttag gestattet.

** Schweinezwischenzählung am 4. September. Eine Bekanntmachung der Bür­germeisterei Gießen in unserem heutigen Anzeigen­teil betrifft die Schweinezwischenzählung am 4. Sep­tember in der Gemarkung Gießen und Schiffenberg. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 1. September:

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Be­kenntnisse zur Zeit.Vom neuen deutschen Baustil". Von Robert Brandes. 10: Deutsche Morgenfeier der HI. 10.30: Unterhaltungskonzert. Als Einlage: Vom Schauinsland-Bergrennen. Staffelhörbericht. 11.30: Joh. Seb. BachSchauet doch und sehet". Kantate. 12: Musik am Mittag. 12.45: Aus dem Leben des schaffenden Volkes: Ein Schlosser erzählt aus seiner Lehrzeit. 13: Blaskonzert. Als Einlage: Vom Schau­insland-Bergrennen. 14: Unterhaltungskonzert. Als Einlage: Vom Schauinsland-Bergrennen. Hör­berichte. 15: Stunde des Landes. 16: Nachmittags­konzert. 18: Jugendfunk. 18.30: Die Freude soll leben. 19.15: Dichter im Dritten Reich. Der Goethe- preisträger Hermann Stegemann. 19.30: Echo vom Fünfländer-Leichtathletik-Kampf. ItalienJapan SchwedenUngarnDeutschland (2. Tag). 20: Lud­wig van Beethoven. Das sinfonische Schaffen. 21.30: Der Main. Schicksalsbild eines Flusses zwischen Nord und Süd. 22. Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Länderboxkampf Deutsch­landPolen. 22.45: Sportspiegel des Sonntags. 23: Tanz in der Nacht. 24 bis 2: Nachtmusik.

Montag, 2. September:

6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Früh­konzert. In der Pause 7: Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 10: Sendepause. 10.15: Schulfunk. Theode- rich! Ein Hörspiel. 11.45: Bauernfunk. 12: Schloß­konzert des Niedersächsischen Symphonieorchesters. 13: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Mitten im Werktag. Sozial- und Wirt­schaftsdienst in bunter Folge. 15: Nachrichten. 15.15: Kinderfunk. 15.30: Staatliche Wirtschaftsführung in der Vergangenheit. Die Wirtschaftspolitik Fried­richs des Großen. 15.45: Singapur und die Phi­lippinen. Drei Großmächte ringen um den Fernen Osten. 16: Kleines Konzert. 16.30: Die Heldentat des Leutnants von Gleißenthal. Erzählung von Helene Illing. 16.45: Bücherfunk. 17: Nachmittags­konzert des Rundfunkorchesters Stuttgart. 18.30: Jugendfunk. Reichsfunkschule Göttingen der HI.! Ein Zwiegespräch. 18.45: Das Leben spricht. 19: Unterhaltungskonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Der blaue Montag. Wir tanzen um die Welt. 21.30: Ludwig van Beethoven. Das Lied. 22: Nachrichten; anschließend Nachrichten aus dem Sendebezirk und Sportbericht. 22.20: Tanzweisen für alt und jung. 23: Musik zurGuten Nacht".

Aus alter Wett.

Deutsch-britische Wettflieger in Alaska gelandet.

Die beiden in Mexiko zu einem Weltflug ge­starteten Flieger, der Deutsche Fritz Bieler und der Engländer Harold Farquhard, sind in Har- dinglake, 50 Meilen von Fairbanks (Alaska) ge­landet.

Die Sieger im Rundfunksprecherwettbewerb.

Die Entscheidung im zweiten Rundfunk­sprecherwettbewerb ist unter starker Betei­ligung der Hörerschaft gefallen. Erster Preisträger wurde der 24 Jahre alte Hermann Rink, Lust­sportverband Hamburg. Zweiter wurde der 33 Jahre alte Schriftleiter Diplom-Kaufmann Hans S p e l s- b e r g aus dem Bezirk Leipzig. Dritter wurde der Sieger im Bezirk des Reichssenders Berlin, der Student Fred Wolf. Der Bezirkssieger des Reichssenders Breslau, Günther Brost, erhielt den vierten und der Bezirkssieger des Reichssenders Köln, Sven Hansen, den fünften Preis. Die übrigen fünf erhielten Trostpreise.

Triumph des Münchener vieres auf der Brüsseler Weltausstellung.

Die Münchener Brauereien Löwenbräu sowie Spaten-Franziskaner-Leistenbräu haben unter den vielen auf der Weltausstellung Brüssel 1935 aus­stellenden Firmen denG r a n d P r i x", die höchste Auszeichnung, für ihre Biere durch das Schieds­gericht der Ausstellung einstimmig zuerkannt er­halten.

Todesurteil für einen Mädchenmörder.

In Coburg verurteilte das Gericht den 36jährigen Rudolf Brand wegen Mädchenmordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte. Brand hat 1934 seine Frau, die von ihm vier Kinder hatte, böswillig verlassen und mit einem 27jährigen Mädchen ein Liebesver­hältnis eingegangen. Dem Mädchen gegenüber gab er sich als geschieden aus und versprach ihm die Ehe. Als jedoch das Mädchen den Betrug merkte und das Verhältnis lösen wollte, faßte Brand den Plan, seine Geliebte zu ermorden. Mit Tüchern

erstickte er das Mädchen und warf dann die Leichs in einen Fluß. In Frankfurt a. M. konnte del Mörder gefaßt werden.

Tunneleinsturz in Kalifornien.

In Oakland in Kalifornien stürzte beim Bau eines Autotunnels unter dem Berkeley-Hügel die Holzversteifung in sich zusammen. Els Arbeiter wur­den verschüttet. Nach fieberhaften Rettungs- versuchen gelang es, acht Arbeiter mehr oder weni­ger schwer verletzt zu bergen. Das Schicksal der anderen ist noch ungewiß.

Ein treuer Mitarbeiter.

Seif 65 Jahren auf dem Reuhof tätig.

LI Leihgestern, 30. August. Am morgigen Sonntag, 1. September, feiert der Neuhof zu Ehren seines früheren Kutschers und jetzigen Hofmeisters Heinrich Winter ein seltenes Jubiläum. (Ieboren in Birklar, trat der Jubilar am 2. September 1870

r-t:

x:

> * L V *, ' ...... LW

bei dem damaligen Besitzer Herrn v. Firnhaber in den Dienst und ist 65 Jahre ununterbrochen auf derselben Stelle geblieben. Kein Wunder, wenn es sich der jetzige Pächter Brückmann nicht nehmen ließ, diese Anhänglichkeit und dieses Verwachsensein mit dem Betrieb und der Scholle durch ein be­sonderes Fest, an dem das ganze Hofpersonal teil­nimmt, zu ehren. Gleichzeitig wird noch fünf weite­rer Mitarbeiter gedacht werden, die zusammen 107 Jahre ihre Kraft demselben Hof zur Verfügung gestellt haben. Wir zweifeln nicht daran und alle Vorbereitungen deuten darauf hin, daß auch dieses Fest ebenso wie schon vor fünf Jahren, wo das 60jährige Jubiläum Winters gefeiert wurde, unter dem Zeichen echter Volksgemeinschaft stehen wird.

ao der Jagd

M

Verkaufsräume

ö

Neustadt 5

Gießen, den 31. August 1935.

Familie Wilh. Carle

49^4 D

Neustadt-5

DD C DRUCKSACHEN

VV Ern IX D E» BrUhlsche Druckerei

2Ho.0pel-Blili

6 Zylinder/64 PS/4000 Radstand

4962 D

Trohe, im August 1935.

49870

terbliebenen den herzlichsten Dank aus.

Frau Maria Köhler Wwe.

Lieh, im August 1935.

Ruf 2847/8.

4906 A

4947 D

Für die innige Anteilnahme am Heimgange unseres lieben Entschlafenen spreche ich im Namen aller Hin*

Edgar

Gießen

Die G. B. Alemannia

I. A.i Weyl (XXX) F. V.

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.

Ruf 4165

4948 A

Heuchelheim, den 31. August 1935.

... ___________________________________4952 D

Chassis-Tragfähigkeit

3.45 Ta.

Sonder-

Ausstellung

Seltersweg 18

Nachruf!

Am Dienstag, dem 27. August 1935, verstarb unser Mitarbeiter

Herr Lorenz Ament, Hutmacher

Wir verlieren in dem Verstorbenen einen treuen Ar­beitskameraden, der fast 40 Jahre in unserem Hause tätig war. Stets werden wir ihm ein ehrendes Ge­denken bewahren.

Betriebsführung und Gefolgschaft der FirmaW. & G. Schuchard.

Danksagung

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Alt beim Heim­gänge unserer lieben Entschlafenen sagen wir hierdurch allen herzlichen Dank

Die trauernden Hinterbliebenen:

Karl Klös und Angehörige

Nfeder-Ohmen, Untergasse 20, den 31. August 1935 4915D

Unterfertigter betrauert aufs tiefste das Ableben ihres 1b. A. H.

Dr. Karl Wohlfarth

(akt. S. S. 1918)

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme u. die Kranz­spenden sowie lur die tiostreichen Worte des Herrn Pfarrers Naumann und Herrn Amtmann Wahl, Bahnhof Gießen, beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Herrn Wilhelm Heinrich Brück

sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Erdbeer­pflanzen verpflanzt in den Sorten: Deutsch-Evern, früh [036 74 Oberschlesien, mittelfrüh Hansa,mitt elspät Späte von Leo- voldshall, spät sowie Rügen, die rankenlose, immertragende Monatserobeere empf. sortenrein Gärtnerei Dönges Gießen, Marb. Str. 67. Telephon 2321.

Prompt lieferbar durch

Motorwagen- Verkanfs6esellschaftm.ö.H. Gießen / Frankfurter Straße 52/56

Chassis..............RM 3550.-

mit Führerhaus 4000.*

Pritsch en wagen....... 4350.-

(Ladefläche 3500x2000)

Preise ab Werk

Anleitung zum richti­gen Ansprache« der heimischen Raubvogel mit 35 Abbildungen von Dr. T. Demandt. Herausgegeben von der Staatlichen Stelle für Naturdenkmal- -pflege in Preußen. Preis kart.RM.-.60 Das Heftchen brinat mit vielen Umrihzeich- nungen die äußere Tr- scheinunounsererwich. tigsten Raubvögel im Fluge und im Sitzen. Neben den wichtigsten Form- und Größenan- aaben sind auch die Flugart und der Ruf kurz gekennzeichnet. Zu beziehen durch jede

Buchhandlung

Hugo Bermühler I Verlag

Berlin - Lichterfelde

Besichtigen Sie un- verbindlich unsere

versorgen sich mit Brennholx aus d. Lager des Gral zu Solms-Laohaclfsclien Forstamtes Laubach (Oberhessen).

___________________________4929 D

Statt Karten

Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teil­nahme und Liebe bei dem Heimgang unserer teuren, unvergeßlichen Entschlafenen bitten wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank entgegenzunehmen

Für alle trauernden Hinterbliebenen:

Marie Noll

Gießen, Bahnhofstraße 50, den 31. August 1935 494aD

diefinaKliltl

Für den Jäger I

Holzgas-Generatoren wi

----------- Wir zeigen Ihnen alle neuzeitlichen' Ofen

und Herde in großer Auswahl

Bor r mann 5: