Die Leichtathletik beim Sausest
^JL-Sport
Aus den preußischen Nachbargebieten
Die letzten Urteile im Darmstädter Kommunistenprozeß.
Lpd. Darmstadt, 28. Juli. Am vierten und letzten Verhandlungstag im Prozeß gegen die 23
Heinrich Konrad Doll, der noch schafft wie ein Junger und am 8. August dieses Jahres 80 Jahre alt wird. Seit über 50 Jahren gehört er dem Gesangverein „Germania" als aktiver Sänger an und versäumt heute noch keine Singstunde.
Große Strafkammer Gießen.
Der Georg D u ck st e i n aus Bad-Nauheim, der Kurt Diefenbach und der Rudolf Diefenbach aus Friedberg waren wegen Verbrechens gegen § 2 des Gesetzes gegen die Neubildung von Parteien vom 14. Juli 1933 angeklagt. Während Duckstein zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde, die mit der erlittenen Untersuchungshaft als verbüßt gelten, wurden die beiden anderen Angeklagten freigesprochen.
Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte das Gericht gegen den Karl Sack III. aus Wohnbach, Kreis Friedberg, wegen eines Verbrechens nach § 172 in Tateinheit mit einem Verbrechen nach § 173 StGB., weiter eines Verbrechens nach § 173 StGB, und schließlich eines versuchten Verbrechens nach § 173 StGB, in zwei Fällen (Blutschande und Notzucht). Das Gericht verurteilte den Angeklagten in eine Gesamtzuchthausstrafe von fünf Jahren. Außerdem wurden dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren aberkannt. Die außerdem angetlagte Maria Sack wurde freigesprochen.
Kleine Strafkammer Gießen.
Der Eh. Sch. aus Brühl wurde vom Amtsgericht Butzbach wegen falscher Anschuldigung zu einer Gefängnis st rase von acht Monaten verurteilt. Gegen dieses Urteil legten sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein. In der gestrigen Hauptverhandlung ergab sich, daß der Angeklagte am 15. März 1934 in der Zellenstrafanstalt Butzbach, wo er sich aur Strafverbüßung aufhielt, einem Beamten der Staatspolizeistelle gegenüber wider besseres Wissen erklärte, ein anderer Gefangener habe ihm gesagt, er büße seine Strafe für einen früheren politischen Leiter in Viernheim ab. Er habe außerdem in der KPD. in Viernheim, die heute noch bestehe, eine große Rolle gespielt. Daneben habe G. noch über die heutige Regierung geschimpft. Die Beweisaufnahme ergab, daß die ganzen Behauptungen nicht der Wahrheit entsprachen. Das Gericht verwarf kostenpflichtig beide Berufungen.
der 4X400-m-Staffel ist Gießen durch 1900 vertreten. In der 4X1500-m-Staffel haben Reichsbahn Gießen, Tv. Heuchelheim und Kasseler Turngemeinde gemeldet. 1900 Gießen ist durch Baumstieger, Peters, Langrock und Becker sehr kampfstark, für Reichsbahn Gießen werden wohl Pfaff, Schön, Weber und Sobezak lausen.
Frauen:
Zu den volkstümlichen Frauen-Wettkämpfen sind Meldungen von Tv. 1861 Eschwege, Tgm. Fulda, Reichsbahn Gießen, Mto. Gießen, 1900 Gießen, Tv. Korbach, Tgm. Nassau und C. T. Kassel ein- gegangen.
Im 1 0 0 - m - L a u f hat die Gaumeisterin, B r e h l - Fulda, Gelegenheit, sich erneut gegen ihre Angreiferinnen zu wehren.
Für den Hochsprung sind 14 Meldungen eingegangen. Es sind Brehl-Fulda, Malkomesius- C. T. Kassel, Sonneborn-Korbach, Guth und Lippert- Gießen besonders zu nennen.
Beim Speerwerfen treffen Schmidt-Nassau, Schellhas-Eschwege, Lippert-Gießen auf die Kasseler Werferinnen Dülfer und Malkomesius.
Die 4X100-m-Staffel für Frauen bringt zunächst zwei hochinteressante Vorläufe. Im ersten Lauf stehen sich Oberlahnstein, Tgm. Fulda, 1900 Gießen und C. T. Kassel gegenüber. Im zweiten Dorlauf kämpfen Reichsbahn Gießen, 61 Eschwege und Tgm. 1837 Hanau a. M. um die Berechtigung, am End- lauf teilzunehmen.
Oie Beteiligung der Schwimmer.
Die Schwimmwettkämpfe werden in der Müller- schen Badeanstalt an der Lahn ausgetragen und beginnen am Samstag, 3. August, vormittags 8 Uhr. Zu den 25 Wettkämpfen (Schwimmen, Wasserspringen, Mehrkämpfe) haben sich etwa 100 Teilnehmer vom Deutschen Schwimmverband und der Deutschen Turnerschaft gemeldet. An Vereinen werden sich beteiligen die Turngemeinde Kassel, Kasseler Schwimm- oerein, Sportverein Kurhessen Kassel, Wasserfreunde Fulda (DT.), Turnverein Corbach 1850, Turnverein Gelnhausen, Turn- und Sportverein 1860 Marburg, 1. Hanauer Schwimmverein, Turngemeinde Friedberg, Turngemeinde Bad-Nauheim, Turnverein Wetzlar, Turnverein Großen-Linden, Gießener Schwimmverein, Turnverein 1846 Gießen.
Allgemein sind die Wettkämpfe der Klasse 2 stärker belegt als die der Klasse 1. Besonders erfreulich ist dabei die Besetzung des Mehrkampfes in der Klasse 2 für Männer.
Die Meldungen sind leider nicht so zahlreich ein- gegangen, wie es eigentlich für ein Gaufest zu erwarten wäre. Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, daß erst vor 14 Tagen am selben Orte die Gcm- meisterschasten ausgetragen wurden, und gerade diese Teilnehmer zum größten Teile fehlen. Zum Wasserballspiel haben sich nur die beiden Lokalvereine, Schwimmverein und Tv. 1846, gemeldet. Der Ausgang ist nicht vorauszusagen, er dürfte für die Gießener Zuschauer von besonderem Interesse fein.
ftger Einwohner namens Schweitzer. Durch einen plötzlichen Ruck fielen beide vom Wagen. Das Mädchen geriet unter die Räder und erlitt schwere innere und äußere Verletzungen. Das bedauernswerte Kind wurde sofort in das Krankenhaus zu Friedberg gebracht. Dort erlag es jedoch bald nach der Einlieferung den schweren Verletzungen. Schweitzer erlitt ebenfalls Verletzungen, die sich aber glücklicherweise als nicht lebensgefährlich erwiesen.
Kreis Bübingen.
r Echzell, 30. Juli* In der jüngsten G e - meinderatssitzung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Groth wurde beschlossen, die Gern e rn d e v i e h w a a ge für I u d e n und für solche Personen, die mit Juden Geschäfte pflegen, zu sperren. Außerdem sollen alle Gemeindebediensteten, die gegen das I u d e n p r o g r a m m ver- st o h e n, ihres Dienstes enthoben werden.
Kreis Schotten.
• Groß-Eichen, 30. Juli. Der langjährige Seelsorger unserer Gemeinde, Pfarrer König, wurde mit Wirkung vorn 1. August nach Klein- Linden (Kreis Gießen) versetzt.
$ Ulfa, 30. Juli. Der Landwirt I o h. Gott- w a l s, mit dem üblichen Ortsnamen der alte „Hirschekrämer" genannt, wird am 2. August dieses Jahres 90 Jahre alt. Dabei ist der vollkommen aufrecht aehende Greis körperlich und geistig noch derart rüstig, daß er daheim in Haus unb Hof und Stall noch all« Arbeiten felbftänbig versieht, wenn di« Angehörigen im Felde mit der Ernte beschäftigt sind. Früher war er auch Jäaer, doch übt er die Saab seit vielen Jahren nicht mehr aus. Don Enkeln und Urenkeln wird das alte Bauerngeschlecht fortgepslanzt. Der mit dem Geburtstagsgreise im gleichen Hause — dem schönsten Fachwertbau des Dorfes — wohnende Schwiegersohn Karl D ö l l hat der Gemeinde viele Jahre als außerordentlich tüchtiger Bürgermeister vorgestanden, später war er Untererheber und Gemeinoerechner, yeute ist er noch Mitglied des Kirchenvorstandes. Noch ein Jahr älter als der 90jährige I. Gottwals ist die verwitwet« Frau Margarethe Fleischer, und ganz nahe an 90 Jahren ist das Ehepaar Schmitt, der Mann ist der letzte hier noch lebende ^eldzugs- teilnehmer aus dem Kriege 1870/71. Möge ein gütiges Geschick den Alten noch einen sonnigen Lebensabend bescheren. Das wünschen wir auch dem noch immer äußerst rührig tätigen Landwirt
Gefängnis« und Geldstrafen für angetrunkene Autofahrer.
LPD. Marburg, 30. Juli. Mitte April d. I. befanden sich der 27jährige H. Cordes aus Hamburg und seine Braut auf einer Motorrad- fahrt durch Deutschland. Als sie abends bei diesigem Wetter die Landstraße Rennertshausen—Röddenau entlang fuhren, kam ihnen ein Personenkraftwagen entgegen, der trotz wiederholter Warnungszeichen auf der linken Straßenseite fuhr. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bog Cordes nach links ab. Im gleichen Augenblick wollte auch das Auto die oorschriftmäßige Straßenseite befahren, und schon erfolgte der Zusammenstoß. Das Motorrad flog zur Seite, Cordes blieb mit einer Gehirnerschütterung und schweren Beinbrüchen, seine Braut mit leichteren Verletzungen liegen. Eine sofortige Untersuchung ergab, daß der Führer des Autos, Karl Blöcher aus Herzhausen, und sein Begleiter, Ernst Raabe aus Rennertshausen, stark nach Alkohol rochen. Nunmehr standen sie als Angeklagte vor dem Marburger Schöffengericht. Cordes mußte in der Marburger Klinik das rechte Bein bis auf einen kurzen Stumpf amputiert werden, fein linkes Bein ist auch schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die beiden Angeklagten bestritten, durch Alkoholgenuß im Führen des Kraftwagens beeinttächtigt gewesen zu sein. Nach längerer Verhandlung, in der mehrere Zeugen sehr belastende Aussagen für die beiden Angeklagten machten, kam das Gericht zu dem Ergebnis, daß der Unfall allein durch den Genuß von Alkohol seitens der Angeklagten zurückzuführen fei. Es erkannte daher wegen fahrlässiger Köperverletzung und Uebertretung der Kraftfahrzeugverkehrsordnung für Blöcher auf zwei Monate Gefängnis, für Raabe auf 300 Mark G e ld st r a f e.*Die Rentenansprüche des invalide gewordenen Motorradfahrers dürften noch hinzukommen.
Geistesgegenwärtiger Krastwagenlenker.
26 Menschen schwebten in Lebensgefahr.
Limburg, 30. Juli. (LPD.) Erst jetzt wird ein aufregender Vorfall bekannt, der sich dieser Tage in dem Dorfe Langendernbach zugetragen hat. Auf der Landstraße Irmtraut—Langendernbach kam ein mit 380 Zentnern Eisen beladener Lastkraftwagenzug die abschüssige Straße hinunter. Plötzlich versagt en die Bremsen, und in sausender Fahrt ging es durch das Dorf. Der Kraftwagenlenker hielt das Steuer fest in den Händen und bemerkte beim Befahren einer Kurve 2 0 Arbeiter, die mit der Instandsetzung der Dorfstraße beschäftigt waren. Kurz entschlossen lenkte er den Wagenzug in einen Hof, überfuhr in schneller Fahrt eine dort aufgestapelte Schotterschicht für den Straßenbau, zertrümmerte einen Bauernwagen vollkommen, riß.mehrere Basaltblöcke aus dem Erdreich und rannte schließlich gegen eine Scheunenmauer. Hier kam der Lastzug endlich zum Stehen. Der Führersitz und das Motorgehäuse waren vollkommen aertrümmert. Wie durch ein Wunder blieben der Wagenlenker, feine beiden Begleiter und drei aus Bochum stammende Touristen, die mit ihren Fahrrädern auf dem Anhänger Platz genommen hatten, unverletzt. Wie sehr die Nerven des mutigen Wagenlenkers, dem es gelungen war, viele Menschenleben zu retten, bei dieser gefährlichen Fahrt gelitten hatten, geht aus der Tatsache hervor, daß er noch lange Zeit nach dem Unfall bewegungsunfähig war und sich in einer Art Lähmungszustand befand.
Sechs Jahre Zuchthaus für einen schweren Zungen.
Frankfurt a. M., 30. Juli. (LPD.) In der Zeit von Februar bis April d. I. wurden in Frankfurt zahlreiche Einbrüche verübt. Der Dieb hatte es dabei in der Hauptsache auf Mansarden, Büros und sonstige Geschäftsräume abgesehen. Selbst einem Krankenhaus stattete er einen Besuch ab, um sich dort Schmucksachen, Wäsche und das Bargeld der Schwestern anzueignen. Bei einem Einbruch im Volksbildungsheim fielen ihm mehrere hundert Mark in die Hände.
Der Täter stand jetzt in der Person des 29jäh- rigen Ernst Fabian aus Nordenburg in Ostpreußen vor der Großen Strafkammer. Er ist bereits mehrfach vorbestraft und faß zuletzt fünf Jahre im Zuchthaus. Mit ihm stand feine Geliebte, die 26 Jahre alte Bertha Adorf, wegen Hehlerei ebenfalls vor Gericht, mit der der Angeklagte bis zum Jahre 1927 ein festes Verhältnis hatte. Als er dann ins Zuchthaus kam, heiratete sie einen anderen, der sie jedoch bereits nach Jahresfrist verließ. Nun reifte sie in die Heimat Fabians und war nach dessen Entlassung aus dem Zuchthaus wieder mit ihm zusammen. Da Fabian arbeitslos war, ging er in Königsberg auf Diebstähle aus und verübte u. a. einen Einbruch in die Königsberger Universitätsklinik. Mit dem Erlös der Beute bestritt er die Fahrtkvsten für sich und seine Geliebte bis nach Frankfurt a. M., wv er feine Diebstähle fort« setzte.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu sechs Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Sicherungsverwahrung, die auf ein Jahr Prüfungsfrist beschränkt wurde. Die Geliebte Fabians erhielt vier Monate Gefängnis.
Ein internationaler Zuwelendied.
LPD. Frankfurt a. M., 30. Juli. Es maa als ein erfreuliches Zeichen gebucht werden, daß die internationalen Gauner Frankfurt meiden, denn schon seit Jahr und Tag ist bei Gericht keiner mehr „aufgetreten". Nach langer Zeitspanne hatte es jetzt ein Schöffengericht wieder einmal mit einem internationalen Juwelendieb zu tun, dem 41jährigen Stanislaus Mackiewiecz aus Warschau, der sich bei seiner Verhaftung Kamarofs nannte und in der Schweiz unter dem Namen Rosenthal aufgetreten ist. Er weilte früher in Brasilien und wurde später in Warschau, Amsterdam und Köln gerichtlich bestraft.
Im Mai dieses Jahres kam er mit 107 Mark nach Frankfurt und will die Absicht gehabt haben, sich nach Polen au begeben. Da er aber nicht mit so viel Geld ins Ausland hätte reifen dürfen, wollte er — wie er meinte — feiner Schwester ein Geschenk kaufen. So erschien er denn morgens in einem Juweliergeschäft und ließ sich hier mehrer« Ketten vorlegen. Ein in dem Geschäft tätiger Schlosser bemerkte plötzlich, wie sich der Käufer eine Kette aneignete und in der Rocktasche verschwinden ließ. Geistesgegenwärtig entfernte sich nun der Schlosser aus dem Laden und verständigte einen Polizisten, der den internationalen Dieb festnahm.
Das Gericht diktierte ihm nun eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren zu, so daß aus feiner Reife nach Polen zunächst nichts werden dürft«.
Königsschießen der Schützengesellschast 1926 Gießen.
Am vergangenen Sonntag hielt di« Schützen- 1 aesellfchaft 1926 Gießen ihr diesjähriges Königs- schiehen ab, das sich allgemeiner Beliebtheit erfreut unb auch gut besucht war. Geschossen wurde wie immer auf einen Adler in 100 Meter (Entfernung. Die Königswürde errang hierbei Juwelier Erich Beyer, der den letzten Rest von der Stange schoß. 1. Ritter wurde Hans Kummerow und 2. Ritter Adolf Sommerlab, Wieseck.
Auch die Jungschützen der Schützengesellschast hielten ihr Königsschießen mit Kleinkaliber auf 60 Meter ab. Hier wurde der Jungschütze Heinz Decker Schützenkönig, während Ludwig Schnei- ber 1. Ritter und Alois P f l i ch t 2. Ritter wurde. Der Dereinsführer Eduard G o n d n e r nahm am Nachmittag die Königsproklamation vor, überreichte den beiden Schützenkönigen die Königsketten und den Rittern wertvolle Orden.
Anschließend nahm der Dereinsführer noch di« Einweihung der neuerbauten Schießhalle vor und betonte in seiner Rede, daß die Schützengesellschaft 1926 es sich zur höchsten Pflicht und Ehre anrech- n«t, auch ihrerseits an der Wehrhaftmachung unseres Volkes beizutragen, denn es genüge nicht, wenn jetzt auch die jungen Leute beim Militär im Schießen ausgebildet werden, es müßte ihnen auch Gelegenheit geboten werden, sich nach beendeter Dienstzeit im Schießen zu üben. So weihte er die neu erbaute Schiehstätte zum Wohle Deutschlands und im Gedenken an den Führer Adolf Hitler.
llngimstiae Wetterlage in der Hhön. Bisher insgesamt 28 000 Mgkilometer zurückgelegt.
Bei reichlich ungünstiger Wetterlage — böige Winde und tiefe Wolken — konnten am Dienstagnachmittag nur 25 Starts unternommen werden. Das Wegkommes vom Hang war für unsere Segelflieger nicht ganz leicht. Dennoch gingen sieben Piloten über Land unb kamen bis in die Gegend von Oberfranken (etwa 130 bis 190 Kilometer), darunter auch Ludwig Hoffmann.
Don den Fernfliegern, von denen die genauen ßanbeorte bisher noch fehlten, trafen folgende Nachrichten aus der Tschechoslowakei ein:
Bartaune (Hannover) auf „Rhönadler" nordwestlich Brünn (etwa 483 Kilometer); Peters (Essen) auf „Rhönsperber" bei Jglau (423 Kilometer); Spaeth« (Dresden) auf „Kondor" in Deutschbrot (419 Kilometer) unb Wagner (Nürnberg) auf „Rhönbussard südlich von Prag (etwa 320 Kilometer).
Don Heini Dittmar ging eine bisher noch unbestätigte Meldung ein, wonach er ebenfalls in der Gegend von Prag gelandet fein soll. Bei bislang insgesamt 375 ausgeführtenWettbewerb- ft art • entfallen
97 auf Fernflüge über 60 Kilometer
86 „ „ „ 100
26 „ „ „ 200 „
9 „ „ „ 300
7 „ „ „ 400
5 „ „ von 500 „
Die bei diesen Ueberlandflügen bewältigte Gesamtstrecke beträgt ungefähr 28 000 Flugkilometer.
Nie Ergebnisse der Deutschen Rudermeisterschasten. Vierer ohne Steuermann: 1. und Deutscher Meister 1935 Derbandsmannschaft Würzburg (Eckstein, Rom, ©aber, Menne) 7:47,4; 2. Etuf Essen 7:51,2; 3. 1. Breslauer RD. 7:54,3; 4. RG. Wiking Berlin 7:59,2 Minuten.
Vierer mit Steuermann: 1. unb Deutscher Meister 1935 Derbandsmannschaft Würzburg 7:24,0 (Eckstein, Rom, ©aber, Menne); 2. Wasser- sportverein Godesberg 7:28,9; 3. Etuf Essen 7:38,8; 4. Limburger RC. 07 7:40,2 Minuten.
Einer: 1. und Deutscher Meister 1935 Dr. Buhtz (Berliner RC. 8:21,0; 2. Franz Has- (ebner (RG Dresden) 8:26,5; Willi Kaidel (Ber- bandsmannschaft Würzburg) und Gustav Schäfer (Dresdener RD. Dresden-Blasewitz) ausgeschieden.
Zweier ohne Steuermann: i. und Deutscher Meister 1935 Dresdner RD. Dresden-
Es besteht kein Zweifel: Das Fachamt Leichtathletik betreut alle die Disziplinen, die der Sportler schon früher unter Leichtathletik verstand: Laufen, Springen, Werfen, und gleichzeitig die Uebungen, die der Turner als volkstümliches Turnen benannte. Wir haben uns längst geeinigt: Auf den Geist des Kampfes, auf das Herz des Kampfes kommt es an.
Die Ausschreibung für den Wettbewerb hat 12 Wettkämpfe für b i e Männer und vier für die Frauen vorgesehen. Um den jüngeren Jahrgang der Mädchen auch zu berücksichtigen, ist für sie ein Dreitampf ausgeschrieben worden.
31 Vereine haben mehr als 120 Wettkämpfer gemeldet, die Zahl der Meldungen beträgt rund 200.
Im 100-Meter-Lauf finden sich 23 Läufer am Start, von denen wir nach den bisherigen Ergebnissen Hill vorn Mtv. Gießen als besonders stark ansprechen müssen. Nach ihm haben Knappe und Krück, Hessen-Preußen Kassel, Scharf, CT.-Kas- sel, Leinweber, T. u. Fechtkl. Fulda, Trelle-Hers- seld, Heinemann-Efchwege, Leimbach-Bettenhausen, Beaupain-Marburg und Scheller-Fulda die meisten Aussichten, in den Endlauf zu kommen.
Im 400-Meter-Laus stehen sich alte Gegner wie Pfeiffer, CT. Kassel, Wolter, Hessen-Preußen und Trelle, Hersfeld, gegenüber. Rab, Tgm. Friedberg, Langrock, Gießen, Salzmänn, Bebra, Vogler, Fulda, Millers, Nidda, Zeis, CT. Kassel, und Geibeler, Neustadt, vervollständigen das Feld.
Der 800-Meter-Lauf hat eine verhältnismäßig kleine, aber sehr ausgeglichene Besetzung gefunden. Allein vier Gießener nehmen den Kampf gegen die andern auf. Baumstieger unb Peters von 1900 haben mit Pfaff unb Schön von ber Reichsbahn bie heimischen Interessen zu oertreten.
Im 5000-Meter-Lauf werben bie Gaufestbesucher einen schönen unb spannenben Kampf zwischen ben Brübern Neibel vom Tv. Heuchelheim unb Simon, CT. Kassel, sehen. Gießen stellt Becker, 1900, Pfaff, Weber unb Sobezak, Reichsbahn. 12 Läufer sinb im Rennen.
Stabhochsprung würbe als einziges Sprunggerät gewählt, es haben 9 Turner ihre Melbung abgegeben. Es wird erwartet, daß keiner unter 3 Meter bleibt.
Beim Kugelstoßen sind 13-m-Stößer wie Hartung-Bettenhausen, Mohl und Hermann-Gießen, Werner-Weilmünster und Scheller-Fulda genannt.
Für ben Diskuswurf finb 13 Werfer ge- melbet. Nach ben bisherigen Leistungen muß man Mohl-Gießen, Scheller-Fulda unb Möller-Efchwege für die Stärksten halten.
Im Speerwerfen dürfte wohl keiner an die sickeren 50-m-Würfe Menkels - Bettenhausen- Kassel heranreichen.
Die Staffeln: Während sich in der 4X400- m - S t a f f e l unb in ber 4 X1 5 0 0 - m - S t a f f e l je 4 Mannschaften gegenüberstehen, finb für bie kurze 4X100-m-Staffe( 13 Mannschaften, u. a. auch 1900, VfB.-Reichsbahn unb Mtv. Gießen, genannt worben, bie vier Dorläufe benötigen. In
Blasewitz (Erhard Schmidt und Paul Heyroth) 8:11,6; 2. Mannheimer RC. von 1875 8:17,5; 3. Berliner RD. von 1876 Berlin-Treptow 8:26,1; 4. Kölner RD. von 1877 8:35,2 Minuten.
Zweier mit Steuermann: 1. unb Deutscher Meister 1935 Berliner RC. Hellas (Willi Tietz, Fritz Devantier; St. Werner Katte) 8:25,1; 2. Hannoverscher RC. 1880 8:41,0; 3. Derbanbs- rnannschaft Berlin 8:50,5 Minuten.
Doppelzweier: 1. unb Deutscher Meister 1935 Berliner RC. (Hubert Remagen und Ralf Ritter) 7:31,4; 2. RD. Rüsselsheim (Willy Füth/ Georg von Opel) 7:33,3; 3. Frankfurter RG. Germania (Hüllinghosf/Paul) 7:34,4; 4. RG. ber Deutschen Stubentenschaft Münster 1882/Angaria Hannover (Westhoff/Doels) 7:42,4 Minuten.
Achter: 1. unb Deutscher Meister 1935 Der- banbsmannschaft Berlin (1. Boot) 6:38,1; 2. Ber« banbsmannschaft Berlin (2. Boot) 6:40,5; 3. Mainzer RD. 6:42,8; 4. RG. Leipzig 6:46,1 Minuten. Eindeutiger englischer Davispofalsieg.
Amerika verliert 5:0.
Mit einem seltenen Erfolg der Briten endete am Dienstag die Herausforderungsrunde um den Davispokal zwischen England und USA. Die Engländer konnten in Wimbledon nach der 3:0-Führung vom Montag auch noch die beiden letzten Einzelspiele für sich entscheiden unb so einen 5:0«Sieg bavon« tragen. Austin besiegte Bubge mit 6:2, 6:4, 6:8, 7:5 unb Perry blieb gegen Allison ebenfalls in vier Sätzen 4:6, 6:4, 7:5, 6:3 erfolgreich. Seit ber Begegnung USA. — Frankreich im Jahre 1925, bie 5:0 für die Uankees endete, konnte kein Land mehr dieses Ergebnis in ber Herausforberungsrunbe erzielen.
Kurze Gportnotizen.
Caracciola, von Brauchitsch unb Fagioli wurden von Mercedes-Benz bereits jetzt für den am 25. August im Berner Bremgartenroalb stattfindenden Großen Autopreis ber Schweiz genannt. Die offizielle Melbung ber Auto-Union liegt bis jetzt noch nicht vor. Hans Stuck wirb aber als Dorjahressieger bestimmt am Start erscheinen.
Zwei neue Weltrekorde fuhr „Rosalie VIII", ein Drei-Liter-Citroen^Wagen, bei feiner Re- korbfahrt auf der Reimbahn von Linas-Montlh6ry. Er legte 20 000 Kilometer mit einem Stundenmittel von 141,304 Kilometer zurück und kam in 144 Stunden Fahrzeit mit einem Stunbenmittel von 141,357 Kilometer auf 20 355,399 zurückgelegte Kilometer.
Eine Rekorbbeteiligung werden bie am 3. unb 4. August auf ber Grünauer Reaatta-Strecke aum Austrag gelangenben Deutschen Kanumeister- schasten aufzuweisen haben. Für bie zehn Meisterschaftsrennen würben von 90 Vereinen 595 Pabbler mit 328 Booten gemelbet.
7 9 5 Pfunb brachte beim württembergischen Gaufest in Schwenningen ber bekannte Mohringer Schwergewichtler Wahl im Olympischen Dreikampf zur Hochstrecke. Die Leistung würbe Weltrekorb bedeuten, wenn nicht versäumt worben wäre, nach jeber Uebung bas Gewicht nachzuprüfen. So wirb bie Leistung keine Anerkennung finben können.
Die beutschen Stubenten - Fußballer, bie Deutschlanbs Interessen bei ben Akabe- miker-Weltspielen in Bubapest vertreten, unternahmen eine Wettspielreise nach Riga, wo sie zwei Spiele austrugen. Sie besiegten eine Rigaer Stabt« Mannschaft mit 5:1 (2:0) unb trennten sich von Lett- lanbs ßänberelf mit einem 4:4 (1:3).
Z u ben Ruber-Eu-ropameisterschas- ten vom 16. bis 18. August in Berlin-Grünau hat ber Deutsche Ruberverbanb bisher bie neuen beut» schen Meister in den drei Zweier-Rennen und im Achter gemeldet. Für die beiden Vierer unb ben Einer würbe die Auswahl noch nicht getroffen.
Hansheinrich Sievert, ber Zehnkampf- Weltrekordmann unb Inhaber ber deutschen Meisterschaft, wird seinen Titel bei den am 3. unb 4. August in Berlin ftattfinbenben Meisterschaften nicht ver- teibigen. Sievert, ber sich von seiner Erkrankung । noch nicht ganz erhott hat, wirb nur bas Diskuswerfen bestreiten.


