Sozialismus der Tat.
Nach der Machtübernahme durck den Nationalsozialismus ist der gesamte landwirtschaftliche Abschnitt der deutschen Wirtschaft im Reichsnährstand zusammengefaßt worden. Während früher in der Getreidewirtschaft z. B. der Erzeuger in der Land- Wirtschaftskammer, die Mühle und der Handel in der Industrie- und Handelskammer vertreten waren, so sind sie jetzt in einem Marktverband zusammengeschlossen, in dem ihre berechtigten Interessen vertreten werden.
Der Reichsnährstand ist keine einseitige Vertretung eines Standes. Der gemeine Ruhen ist richtunggebender wert.
Vom Bauern als einem Sozialisten zu sprechen, schien in der liberalistischen Zeit eine Unmöglichkeit zu sein. Und doch hat der Bauer im Jahre 1934 seinen praktischen Sozialismus bewiesen. Die Ernte des Dürrejahres 1934 hätte beim Weiterbestehen der freien Wirtschaft zu einer Preiserhöhung geführt, die für den Verbraucher untragbar gewesen wäre. Das F e st p r e i s s y st e m und die Marktregelung haben der städtischen Derbraucherschaft eine Mehrbelastung erspart.
Die nationalsozialistische Agrarpolitik hat Gesetze geschaffen, die nicht nur dem Bauern seine Existenz sichern. Auch der städtische Verbraucher landwirtschaftlicher Produkte ist vor Lebensmittelteuerungen geschützt.
Früher war es möglich, daß Spekulanten, wenn sie ein Geschäft witterten, alle vorhandene Ware aufkauften, um dann, wenn in der Knappheit die Preise genügend gestiegen waren, wieder zu verkaufen. Den Schaden aber trugen Erzeuger wie Verbraucher.
Die Tarnung dieser Uebervorteilung hieß bann: es ist nicht die Spekulation, die die hohen oder die niedrigen Preise bestimmt, sondern lediglich das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Daß dieser Regulator der angeblich freien Wirtschaft aber in fast allen Fällen willkürlich bestimmt wurde auf Kosten des bäuerlichen Erzeugers, wie des letzten Verbrauchers, wurde verschwiegen. Ausgestreute Gerüchte von knappen Ernten konnten genügen, um den Spekulanten große Gewinne einjutragen.
Heute wird das Getreide nicht mehr an der Börse gehandelt, sondern es werden dafür Festpreise ein- gesetzt. Jede Einfuhr von Auslandsgetreide, die den Bedarf übersteigt, wird eingedämmt.
Die Festlegung der Preise hat nicht allein für den Dauern den Vorteil, daß feste Einnahmen ihm die geordnete Fortführung der Wirtschaft ermöglichen, Festpreise sichern auch dem Städter die Wertbeständigkeit seines Einkommens und Lohnes.
Früher waren die Einnahmen infolge der Lebensmittelspekulation in ihrem Werte schwankend, jetzt ist durch die Marktregelung ein festes und unverändertes Verhältnis zwischen dem Wert des Lohnes und dem der Lebensmittel geschaffen worden.
So ermöglicht die Reichsnährstandsgesetzgebung dem Bauern wie dem Städter
eine geregelte Wirtschaftsführung.
Indem sie allen Teilen des deutschen Volkes dient und den nationalsozialistischen Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" verwirklicht, ist sie ein Baustein unter anderen zum deutschen Sozialismus.
Ist Vaterlandsliebe „altmodischer- Imperialismus?
Der Fall der 14jährigen Schülerin Maud Mason, die in einem Aufsatz geschrieben hatte: „England ist das schön ste Land der Welt" und dafür von einem Schulinspektor getadelt worden war, wurde im englischen Unterhaus zur Sprache gebracht. Der Lehrer des Machens war von dem Inspektor zurechtgewiesen worden, weil er den Schulkindern einen „altmodischen Imperialismus" beibringe. Als der konservative Abgeordnete Sir Gerald H u r st im Unterhaus den Kultusminister Stanley fragte, ob er gegen den betreffenden Inspektor disziplinarisch vorgehen wolle, wurde ihm stürmischer Beifall von allen Bänken zuteil. Stanley erwiderte, das Kultusministerium betrachte es als durchaus falsch, wenn irgendein Inspektor den Stolz und die Liebe für das Vaterland entmutige. Diesem besonderen Fall brauche man jedoch keine allzu große Bedeutung beizumessen und er wolle daher keine Maßnahmen treffen. Diese Mitteilung des Kultusministers wurde von den Abgeordneten mit lauten Entrüstungs- rufen ausgenommen. Der Abgeordnete Sir Gerald Hurst teilte hierauf mit, daß er die Angelegenheit zum Gegenstand einer be sonderen Unterhausaussprache machen wolle.
Pariser Polizeibeamler von einem Arbeitslosen niedergeschossen.
Dor dem Rathaus des 19. Pariser Arrondissements wurde ein Polizeiunteroffizier ohne jeden Anlaß von einem Arbeitsl.osen niedergeschossen. Ehe das Publikum eingreifen konnte, richtete der Mörder die Waffe gegen sich selbst und schoß sich eine Kugel durch die Scyläfe. In der Tasche des Mörders wurde folgenber Brief gefunden: „Ich heiße Porcer. Mein Opfer ist durch Los unter sechs Kategorien von Feinden der Arbeiter bestimmt worden." Man nimmt an, daß es sich um einen Geistesgestörten handelt. Der Polizeiunteroffizier ist seinen Verletzungen erlegen. Der Mörder wurde in bedenklichem Zustand ins Krankenbaus einqeüefert.
Riesige Zollschiebungen in Frankreich.
Nachdem in der vergangenen Woche das geheimnisvolle Verschwinden einer aus Le Havre ausgegangenen Waffensendung die französische Polizei in Aufregung versetzt hatte, wurde nun eine großangelegte Zollschiebung gemeldet, die wiederum
Le Havre zum Ausgangspunkt hat. Diesmal sind die französischen Steuerbehörden um über 15 0 Millionen Francs geschädigt worden. Seit über zwei Jahren hatte es eine über ganz Frankreich verzweigte Organisation fertiggebracht, von Le Havre aus tonnenweise Photo - und E l e k t r o a p p a r a t e, Radiolampen und Einzelteile, ohne einen Pfennig Zoll zu bezahlen, einzuführen und das zwar nicht verbotene, aber doch in der Einfuhr begrenzte Material im ganzen Lande abzusetzen. Erst in den letzten Tagen gelang es der Polizei, hinter die Schliche der Zollschieber zu kommen.
Fünf Todesopfer eines Doolsunglücks auf dem Gardasee.
Bei einer Kahnfahrt auf der Gardasee sind fünf Personen ums Leben gekommen. Eine Reise- gesellschaft aus Brescia hatte einen Ausflug nach dem Orte P o r t e f e unternommen und wollte zu später Nachtstunde in einer Barkasse nach Salo zurückkehren. Doch schon nach kurzer Zeit bemerkten die Teilnehmer, daß sich das Boot mit Wasser füllte. Es entstand eine Panik unter der Gesellschaft, die Ausflügler drängten alle auf eine Seite, und das Boot kenterte. Nur einem gelang es, schwimmend das Ufer zu erreichen. Die anderen, die nicht schwimmen konnten, klammerten sich an den Fährmann, zogen ihn in die Tiefe und ertranken sämtlich. Don den Ertrunkenen wurde keine Spur mehr entdeckt.
Staatsfeindliche Geistliche in der Türkei.
Der islamitische Geistliche Scheik Mussa, der ein geschworener Gegner der republikanischen Türkei ist, hat fast täglich in einer Moschee Vorträge gehalten, in denen er heftige Angriffe gegen die Neuerungen in der Türkei richtete. Er hatte starken Zulauf. Täglich waren 200 bis 300 Menschen in der Moschee versammelt, während die anderen islamitischen Gotteshäuser Istanbuls ziemlich verwaist sind. Er und zahlreiche andere islamitische Geistliche muhten polizeilich verwarnt werden, weil. sie nach dem Inkrafttreten des Gesetzes über die' Abschaffung geistlicher Kleidung auf den Straßen ohne Hut ober mit Sportmützen gegangen sind, um gegen die Kleidergesetzgebung zu protestieren. Die türkische Regierung ist entschlossen, mit allen Mitteln den Widerstand der religiösen Fanatiker gegen die politischen Grundsätze der Republik zu brechen.
Wirtschaft.
Oie Fndusirie- und Handelskammer Gießen flibt Auskunft:
1008: Endgültiger Abschluß der Wirtschaftsverhandlungen mit Belgien.
1009: Anordnung 10 der Ueberwachungsstelle für Bastfasern (Einkauf und Uebernahme von Leinengarnen, Hanfgarnen, Web- und Zwirngarnen aus Ramie).
Ruhiger Kartoffelmarkt.
Die Anlieferungen von Frühkartoffeln aus dem Rhein — Main - Gebiet halten sich im bisherigen Rahmen, wenn auch infolge des Beginns der ©etreiebeernte bas Wiesbabener Gebiet zur Zeit ber Erntebergung bie Anlieferung ziemlich eingestellt hat. Aber dafür finb inzwischen bie Wetter a u unb auch Rheinhessen mit größeren Ernte- meygen, vor allen Dingen ber Sorte „Böhms Aller- srühste", am Markt. An erster Stelle wirb die lebhafte Nachfrage bes Rhein—Main-Gebietes unb feiner Verbraucherstädte bebient, baneben läuft auch noch ein je nach ben Anlieferungen ausfaHenber Versanb nach Sübbeutschlanb, vorwiegenb Bayern, unb gelegentlich auch Mitteldeutschland. Die Preislage ist burch bie vorgeschriebenen Festpreise bestimmt, so daß zur Zeit 4,90 Mark ab Station für „Böhms Allerfrühste" gefordert werden. Die Kleinhandelsabgabepreise liegen in Frankfurt a. M. zwischen 7,5 und 8,5 Pfennig je Pfund.
Die Erfüllung von Aorabschlüssen in Obst.
Fwd. Bei der Hauptvereinigung ber Deutschen Gartenbauwirtschaft laufen Klagen barüber ein, daß in den verschiedenen Gegenden bie Obstanbauer unb Obsthänbler sich unter Berufung auf anderweitig erzielbare höhere Preise weigern, die zu festen Preisen auf Lieferungsverträge bereits vorverkauften Obstmengen abzuliefern. Hier unb da soll auch versucht werden, durch Hervorkehrung unvorhergesehener Ernteschäden u. dgl. sich von solchen Lieferungsverträgen zu befreien. Gegenüber solchen
Lieferungsweigerungen weist die Hauptvereinigung der Deutschen Gartenbauwirtschaft mit Nachdruck darauf hin, daß eine einseitige Lösung der Lieferungsverträge jeder Rechtsgrundlage entbehrt. Vielmehr ist es notwendig, daß die Lieferungsverträge, die als eins der wichtigsten Hilfsmittel für einen geregelten Absatz des Obstanbaues und einer nor- , malen Versorgung ber Verwertungsbetriebe angesehen werden, genau eingehalten werden. Ergeben sich Streitigkeiten aus ber Nichterfüllung berarti- aer Lieferunasvertröge fo ist im Einzelfall genau 3u prüfen, ob unbegrünbete Weigerung ober tätliche Lieferungsbehinberung durch wirklichen stefchaden vorliegt. Ist eine solche Behinderung *)t erwiesen und unterbleibt bie orbnungsmäßige Belieferung, so hat der Anbauer die etwaigen Fol- , gerungen aus feinem Verhalten selbst zu tragen Die Gartenbauwirtschaftsverbänbe werben bafür Sorge tragen, bah bei etwaigen Streitigkeiten bieser Art 1 eine sorgfältige unb beiden Teilen gerecht werbende Regelung gefunden wird.
*
Fwd. Zur Warenausfuhr in Päckchen u n b SB e r t b r i e fe n. Die schriftliche Anmelbung ber über bie Grenzen des beutschen Wirtschaftsgebietes ausgeführten Waren burch Abgabe einer Erport-Valutgerklärung, wie sie jeßt für Pakete "nd Wertkästchen voraefchrieben ist, wirb vom 1. August an auf Päckchen und Wertbriefe aus- aebehnt. Das beutsche Wirttchastsqebiet im Sinne bieser Bestimmung umfaßt bas Reichsgebiet ohne die badischen Zollausschlüsse unb ohne bie Insel Helaolanb. Die in Frage fomnrnben Smbungen müssen in jebem Falle am Postschnlter bem Annahmebeamten überaeben werben. Nicht am Postschalter abgegebene Päckchen, zu benen die Ervort- Vali'tg-Erttäri.fm fehlt, werden nicht befördert.
* Der Absatz von Sveisezwiebeln. Die im ^ahre 193=1 erlassene Anordnung des Reichsbeauftragten für die Regelung des Absatzes von Gartenbauerzeuanissen über den Absatz van Sveife- 'M'e^»ln nnm 10. R in31 bleidt mit Bexua auf bie Verorbnung vom 27. 2. unb Aenberung vom 30. ß. 1935 auch im Fabre 1935 imoeränbert in Kraft. Festvreile werden für Fr'ihzwiebeln bis gnf weiteres nicht veröffentlicht, doch bat ber Reichskommissar die Verausgabe von Festpreisen für Dauerzwiebeln im Grundzuge bereits genehmigt.
Nhein-Mainische Börse.
Zniffagsbörfe ruhig unb wenig verändert.
Frankfurt a. M., 30. Juli. Die Börse lag wiederum außerordentlich ruhig. Trotz ber starken Geschäftsstille blieb die Grundstimmung freundlich,' und das Kursnioeau zeigte gegenüber gestern wie-; ber nur minimale Veränderungen. Das Publikum blieb ebenso wie bie Börse selbst zurückhaltend, zumal besondere Anregungen nicht Vorlagen.
Am Aktienmarkt war die Kursbildung etwas uneinheitlich. IG. Farbenindustrie wurden etwas angeboten und gingen um 1 v. H. auf 157 zurück, während andere chemische Werte voll behauptet blieben, nur Deutsche Erdöl ließen 0,75 o. H. nach. Elektroaktien lagen zumeist etwas fester so Accumulatoren, Mainkraftwerke unb Siemens bei Erhöhungen bis zu 1,25 v. H., Gessürel unb Schuckert lagen unoeränbert, AEG. bröckelten auf 39,25 bis 38,75 (39,25) ab. Kunstseideaktien notierten 0,25 v. H. höher, auch Montanpapiere lagen zumeist 0,25 bis 0,50 v. H freundlicher, außer Mannesmann, die 0,90 o. H. einbüßten. Schiffahrts- aktten gingen leicht zurück, ferner verloren Berger Tiefbau 0,75 v. H., Eßlingen Maschinen 0,25 v. H. Zellstoffpapiere lagen gilt behauptet, Reichsbank setzten 0,50 v. H., Gebr. Junghans 1 v. H. höher ein. Nach den ersten Kursen ergaben sich meist leichte Rückgänge um 0,25 bis 0,50 v. H., die aber später wieder ausgeglichen wurden.
Arn Rentenmarkt war das Geschäft denkbar gering. Späte Reichsschuldbuchforderungen und Kommunal-Umschuldung bröckelten geringfügig ab, Altbesitzanleihe unb Zinsoergütungsscheine lagen unverändert. Industrie-Obligationen waren zunächst ohne Geschäft. Von fremden Werten eröffneten Ana- tolier mit 39 (39,20) und Ungar. Staatsrente von 1914 mit 9,75 (9,90) v. H.
Im Verlaufe blieb die Geschäftstätigkeit klein und nur auf einige Spezialpapiere wie IG. Farben, AEG. unb Kunstseibe Aku beschränkt. Im Allgemeinen ergaben sich nur geringe Veränderungen. Etwas fester waren AKU. mit 62,75 nach 61,75, IG. Farben gingen auf 156,50 zurück, zogen aber wieder auf 157 an. Schwächer lagen Gement Heidelberg mit 121,50 (122,90), ferner verloren RWE. 0,65 v. H. Rheag 1 v. H.
Am deutschen Rentenmarkt ergaben sich späterhin keine Veränderungen. Der Pfandbriefmarkt lag still und behauptet. Stadtanleihen waren leicht ange- boten und gingen meist um 0,25 bis 0,50 zurück. Zertif. Gulden-Obligationen lagen etwa 0,50 v. H. fester, so Pounganleihe 85,50 (85), Eschweiler 88,50 (88) und Ruhrverband 86,50 (86). Von Jndustrie- DbHaationen erhöhten sich Farben-Bonds auf 129,60 (129,40). Auslandrenten lagen still.
Von unnotierten Werten waren Adlerwerte Kleyer höher mit 103,50 (102,75), Waiß & Freytag gaben auf 93,50 (94) nach.
Tagesgeld unverändert 3 v. H.
Abendbörse: ruhig.
An der Abendbörse herrschte bei freundlicher Tendenz weiterhin Geschäftsstille, da Anregungen fehl- ten. Die Kurse konnten sich gegen ben Berliner Schluß zumeist gut behaupten. IG. Farben mit
unoeränbert 157,25 unb AEG. mit 39 bis 39,25 (38,90) hatten einiges Geschäft, im übrigen beschränkte sich ber Umsatz auf bas Minbestmaß. Etwas höher lagen ferner Golbschmibt mit 109,25 (108,50), währenb Scheibeanstalt auf 237 (237,50) abbröckelten. Kunstseibeaktien, bie im Mittagsschluß- verkehr stärker angezogen hatten, lagen still und unverändert. AKU. 62,65, Bemberg etwa 118. Am Kassamarkt notierten Großbankaktien behauptet. Don Jndustriepapieren erhöhten sich Schriftgießerei Stempel auf 63 (62) und Württ. Elektro auf 78,75 (78), während Hartmann & Braun nach mittägiger Pause mit 72,75 (74) wieder notiert wurden. Der Rentenmarkt lag vollkommen geschäftslos unb unoeränbert. Etwas Beachtung fanben einige Stabtanleihen unb ßiquibationspfanbbriefe. Fremde Werte lagen still.
U. a. notierten: Altbesitz 111,80, 6 v. H. Reichs- bahn-Schatzanweisung 100,25, 4,5 v. H. Baden- Baden von 1926 90, 4,5 v. H. Hanau 89,65, 4,5 o. H. Koblenz von 1928 90, 5,5 v. H. Mein. Hypotheken- Bank-Liquidation 101,50, 5,5 v. H. Pfälzer Hypo- theken-Bank-Liquidation 101,50, 6 v. H. Krupp 103,40, 5 u. H. Eisenbahn-Bank 84.13, 5 v. H. Eisenbahn-Rentenbank 95.50, Commerzbank 90,50, Dresdner Bank 91,13, Harpener 114,75, Klöckner 101, Mannesmann 91,50, Rheinstahl 114,75, Stahlverein 87, AKU. 62,65, AEG. 39 bis 39,25, Conti-Gummi 155,50, Conti-Linoleum 152,50, Scheibeanstalt 237, IG. Farben 157,25, Golbschmibt 109,25, Malnknast 98, Metallqesellschaft 115,75, Rheaq 138,50, RWE. 133,50, Schriftgießerei Stempel 63, Schuckert 128, Hapaq 17,25.
Frankfurter Obst und Gemüsemarkt.
Frankfurt a. M., 30. Juli. Die Zufuhren nm Gemüsemarkt waren allgemein gut, auch her Verkauf nahm einen befriebigenben Verlauf. Für Einmachgurken zogen die Preise leicht an, für Kartoffel ließen sie weiter nach, während im übrigen gegen bie letzten Notierungen keine Veränderungen eintraten. U. a. notierten: Blumenkohl, Stück 10 bis 35, Buschbohnen 10 bis 16, Stangenbohnen 20 bis 22, Erbsen 15 bis 25. Salatgurken (Freilanb) 5 bis 10, Einmachgurken (Essig) 100 Stück 0,60 bis 1,00, dieselben (Salz) 1,00 bis 1,40, Karotten, Bündel 4 bis 5, Kartoffeln, Erstlinge 6 bis 6.5, Kauf- falat 3 bis 8, Rote Rüben 7 bis 8, Rotkraut 11 bis 15, Svinat 17 bis 18. Tomaten I 25 bis 28, II 15 bis 22. Weißkraut 6 bis 8, Wirsing 10 bis 12, Zwiebeln 5 75 bis 7.
Der Dbftmarft verzeichnete gute Anlieferungen von Spillingen und Birnen, im übrigen blieben sie genügend. Der Verkauf befriedigte nur zum Teil. Für Brombeeren unb Himbeeren zogen die Preiese an, Spillinge und Zwetscken gaben nach, sonst lagen sie unverändert. Ausländische Pfirsiche und Birnen wurden lebhaft verkauft. U. a. notierten: Sommer-Aepfel 15 bis 35, Aprikosen 50 bis 65, Zuckerbirnen 10 bis 12. Brombeeren 35 bis 40, Heidelbeeren 30 bis 35. Himbeeren 45 bis 55, Johannisbeeren 20 bis 22, Sauerkirschen 38 bis 45, Pfirsiche 30 bis 50, italienische 27 bis 45, Susinen 30 bis 42, ital., Spillinae 28 bis 35, Stachelbeeren 15 bis 25, Zwetfchen 32 bis 40.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Oatum
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 Doung-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit Auslos.-Rechten ...........
4l/«% Deutsche Reichspostschahan- Weisungen von 1934, I.......
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 irückzahlb. 102%)
*Vi% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
67t% ehem. Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui ...
*7i% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6 vberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten *Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 iTi% ehem. 4*4% Franks. Hyp..
Bank-Ligu.-Pfandbriefe.......
67i% ehem. 4 7t% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse
*7i% ehem. 8% Pr. Landespfand- oriesanstalt, Pfandbriefe R. 19 *7i% ehem. 7% Pr. Landeöpsand- briesanst., Gold Komm. Cbl.VI tzteuergutsch.Berrechnungsk. 35-39
*% Oesterreichtiche Goldrente.... *,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *7i% deSgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie l.............
Frankfurt a. M.
Berlin
Datum
17,5
17,25
6 131,25
I G. Farben-Jndustri«
SchetdeanstaU.......
158,13
157,25
92,75
Banknoten.
61,5
33
9 Ml
•I 193,25 I
34
193,25 1 193,25 | 193,25
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt de|ch tofjenen Dividende an. - Relchsbankdiskont 4 o H.. Lombardzinsfuß 5 o H.
109,25
120,65
116,5
91,5
91,5
188
106
112
91,5
91,5
187,75
119,75
91,25
130
197
93,9
157,5
o 0
12
0 0
0
0
5 0
19,13
85,9
117
91,13
105,5
112
105,13
111,75
91,13
91,13
188,5
132
101
91,5
91,5
91,5
188,75
105,13
111,9
221,5
113,75
87,13
17,5
32,5
288,5
183
155,5
108,5
120
115,5
131,5
100
91,9
19
85,5
117
90,5
17,9
28,25
19,4
86,13
117,5
91,25
62,65
118
120
91,5
v
o
0
0
7
0
6
0
0
0
12
8
Goldschmidt ....
RütgerSwerke ... Metallgeiellschast.
. 6 . 0
12
B/i . 0 .. 0
Schluß- hird
92
122,9
135
39,25
139,5
117,25
133,25
109
127,13
138,5
133.5
128
182,5
133,5
114,75
102,65
170
131,5
100,75
91,5
17,25
28,5
19,13
86
117,5
90,5
71 9 0
182
155,25
157,25
237
109,25
120,5
115,75
Schluß- kurS
39725
139,25
117,75
133,75
109
127
139,5
133,65
128
181,25
134
114,75
103
114,75
103
38,9
139,65
116
133
109
126,75
138,5
134
128,25
182
133
221,5
114
87,4
17,5
131,75
129,75
197
221,5
114,9
87
18
132,5
130
198,25
115
103,13
169
132
100,25
92,13
221 114,75
87 18
132 129,5
198
158,25
112
62,65
118,5
120,13
92
135
93,9
158
88,25
32,13
288,75
183
155,65
0’.
5
4
Grttzner .
Mainkraftwerke Höchst a.0.. Süddeutscher Zucker
39,25
139,5
117,25
134
109
126,75
138,5
133,75
128
182,75
134,5
Mtpv Holzmann .... sementwerk Heidelberg ementwerk Karlstadt..
Mansselder Bergbau .. Kokswerke ...........
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen Rhetnslahl ...........
Bereinigte Stahlwerke. Otavt Minen Kaliwerke Aschersleben.
Kaliwerke Westeregeln.
Kaliwerke Salzdetfurth
113,25 61,75 114,5 120,5 91,75 135,5
94
158,4 89
32,5 286,5
182
f)
34,13
Hamburg-Amerika-Paket Hamburg-Südam. Dampfschiss . Norddeutscher Lloyd .........
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft
Dresdner Bank
Reichsbank ................ :
34,5
98
158
237,5
110
120,4
116 I
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
A.E.G o
Bekula.................... io
Elektr. LieserungSgeiellschaft... 5
Licht und Kraft .........6%
Felten & Guilleaume 0 Gelellsch.s.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr Schuckert L Co. ..
Siemens & Halske LahmeyerLCo.
Schultheis Patzenhofer Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................
Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .............
Daimler Motoren .......
Deutsche Linoleum ........ Orenstein L Koppel ........
Westdeutsche Kaufhof
Cbade................
Aecumulatoren-Fabrik ..... ttonH-®umnu.............
Harpener
Hoesch Eisen—Köln-Neueste»
Ille Bergbau
Ulle Bergbau Genüsse
Klöcknerwerke
Mannesmann» Röhren
Schluß,. Abend- börie
30 7
109,9
Schluß. Mittag- börse
30-7
109,5
121,25
29 7
110
122,13
29 7
HO-
Buderu»
Deutsche Erdöl Gelsenkirchener
92 | 92,13 I
121,5 -
1351 -I
D 6
4 7
7
>. 0
. 0 . 0 . g
. 6
•K o
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß- lurs
Schlußk. Mittag- börle
29 7
30 7
29 7
30.7.
101
100,75
100,75
100,75
97,9
97,75
98,13
98
103,13
103
103,13
103,13
111,8
111,8
111,9
111,8
100,4
100,4
100,4
100,4
97,75
97,75
97,5
97,6
96,5
96,5
—
—
101
101
—
—
93
93
—
—
129,5
129,5
—
—
115,75
115,5
115,5
115,5
96,5
96,5
—
—
101,4
101,4
—
—
101,9
101,75
102
102
97
97
97
97
97
97
97
97
107,3
107,3
107,3
107,3
29,75
29,5
—
30,25
1,55
1,55
1,6
10
10
10,2
10,1
9,75
9,75
9,75
9,9
—
9,75
9,9
9,95
12
12
11,75
12
—
—
12
—
Frankfurt o. M
Berlin
Schluß- turs
Schluvl. Abend- börsc
Schluß- lurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
29 7
30 7
29 7
30 7
4% vesgl. Serie II ............
_
_
5% Rumän. vereinh. Rente b. 1903
6,25
6,5
6,5
6,6
4Vr%Rumün.vereinh.Rentev.l913
8,4
8,25
8,3
8,75
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5,25
5,25
5,1
2'4% Anatolier ...............
39,2
39
39,25
39,13
29 Juli
30 Juli
' Amtliche Notierung
Amtliche
Notierung
Gelb
Äries
Geld
1 Brief
Buenos «tre>
0,663
0,667
0,663
0,667
Brüssel ....
42,01
42,09
42,01
42,09
Rio de Ian.
0,139
0,141
0,139
0,141
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,90
55,00
54,94
55,04
Danzig.....
46,88
46,98
46,90
47,00
London .....
12,295
12,325
12,30
12,33
Helsingfors..
5,42
5,43
5,425
5,435
Paris ......
16,39
16,43
16,40
16,44
Holland ....
168,03
168,37
168,28
168.62
Italien.....
20,41
20,45
20,41
20,45
Japan ......
0,724
0,726
0,723
0,725
Jugoslawien.
5,684
5,696
5,684
5,696
Oslo..... ;
61,80
61,92
61,83
61,95
Wien.......
48,93
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,15
11,17
11,165
11,185
Stockholm...
63,40
63,52
63,43
63,55
Schweiz ....
80,97
81,13
81,06
81,22
-Spanien....
34,05
34,11
33,98
34,04
Prag.......
Budapest ...
10,28
10,30
10,285
10,305
Reuyork...
2,481
2,485
2,481
2,485
Berlin, 30 Juli
Geld
Brie,
Amerikanische Noten..............
2,433
2,453
Belgische Noten..................
41,82
41,98
Dänische Noten .................
54,88
55,10
Englische Noten .................
12,265
12,305
Französische Noten...............
16,35
16,41
Holländische Noten...............
167,86
168,54
Italienische Noten................
18,96
19,04
Norwegische Noten ............
61,62
61,86
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
—»
—
Schwedische Noten...............
63,21
63,47
Schweizer Noten...............
80,83
81,15
Spanische Noten.................
33,62
33,76
Ungarische Not«................


