lkchen Sieges gehabt haben, immer noch glauben, die wettkampfmäßge Betätigung ablehnen zu müssen.
Was die einheimischen Verhältnisse angeht, so ist zu jagen, daß die Leichtathletik in Gießen seit Jahren eine gute Pflegestätte hat und daß unsere Stadt neuerdings auch zu einem wichtigen Stützpunkt in der Olympiaoorbereitung geworden ist. Gießener Leichtathleten war es auch schon vergönnt, die deutsche Farben gegen das Ausland zu vertreten. Es waren dies Ernst Paulus, Eugen E l d r a ch e r, Paul Gerhardt und Arthur Kilo. Den guten leichtathletischen Rus hat Gießen in erster Linie der Arbeit seiner Sport- und Turnvereine, die die Leichtathletik in ihr Aufgabengebiet einbezogen haben, zu verdanken. Ein alter und über die Grenzen des Heimatgebietes hinaus angesehener Leichtathletikpionier ist die Spielvereinigung 1 9 0 0 Gießen, deren Mitglieder sich schon in der Vorkriegszeit erfolgreich betätigten. Eine rührige leichtathletische Tätigkeit entfaltet auch der V f B.- Reichsbahn Gießen. Ebenso wird von den beiden hiesigen Turnvereinen, nämlich vom Turnverein von 18 4 6 und vom Männerturnverein, auf leichtathletischem Gebiet Ersprießliches geleistet. In sein Programm hat die Leichtathletik neuerdings auch den Postsportoerein Gießen ausgenommen.
Der Leichtathletikbetrieb muß von den genannten Vereinen meist unter erheblichen finanziellen Opfern
und von den Verantwortlichen unter solchen persönlicher Art durchgeführt werden. Ein schöner Lohn für dieses Bemühen wäre es daher, wenn recht viele Volksgenossen das notwendige Verständnis für die Leichtathletik erlangen und den Weg zu ihr finden würden.
Zu diesem Zweck geben wir nachstehend die Trainingszeiten der einzelnen Vereine an und gleichzeitig die Stellen, bei denen Neuanmeldungen entgegengenommen werden:
Spielvereinigung 19 00 e. 23.: Sportplatz an der Liebigshöhe; Dienstags und Donnerstags ab 17 Uhr, Sonntags vormittags ab 9. Uhr. Anmeldungen daselbst, an der Platzkaffe, bei Fa. Keiner & Co., Bahnhofstraße 8, sowie im Sport- Haus Schwan.
VfB.-Reichsbahn: Waldsportplatz: Dienstags und Donnerstags ab 17 Uhr, Sonntags vormittags ab 9.30 Uhr. Anmeldungen daselbst sowie im Zigarrenhaus Gemmer, Bahnhofstraße 66.
Turnverein von 18 4 6 e. 23.: Universitätssportplatz: Mittwochs und Samstags ab 16 Uhr, Sonntags vormittags ab 9 Uhr. Anmeldungen daselbst sowie bei dem Hausmeister der Turnhalle am Oswaldsgarten.
Männerturnverein e. 23.: Sportplatz an der Klingelbach: Donnerstags ab 19 Uhr. Anmeldungen daselbst sowie bei dem Vereinsführer, Herrn K. Müller, Gnauthstrahe 26.
Wirtschaft.
loggen- u. Weizenverarbeitungsquote von Juni bis August.
Der Vorstand der Wirtschaftlichen Vereinigung der Roggen- und Weizenmühlen als Kontingentsstelle gibt auf Grund des § 16 der Satzung folgendes bekannt:
1. Die Verarbeitungsquoten für die Monate Juni, Juli und August 1935 werden auf je 8 v. H. des Roggenverarbeitungskontingents und je 9 v. H. des Weizenverarbeitungskontingents festgesetzt.
2. Denjenigen Mühlen, deren Tageshöchst- leistungsfähigkeit 2 Tonnen nicht übersteigt, wird bei Roggen der Rest des ihnen nach § 16 Absatz 3 der Satzung zustehenden Verarbeitungskontingents für die drei Monate Juni, Juli und August 1935 freigegeben, also insgesamt 29 v. H. des Roggenverarbeitungskontingents und bei Weizen gemäß der Gesamtfestsetzung der Verarbeitungsquoten für die übrigen Mühlen 25 v. H. des Weizenverarbeitungskontingents.
3. Für diejenigen Mühlen mit einer Tageshöchft- leistungsfähigkeit von über 2 Tonnen, denen nur Naturkraft zur Verfügung steht und ein Jahreskontingent von nicht mehr als insgesamt 3000 Tonnen Roggen und Weizen erteilt wurde, werden für die Zeit vom 1. Juni bis 31. August 1935 16 v. H. des Roggenverarbeitungskontingents und 25 v. H. des Weizenverarbeitungskontingents zur Vermahlung freigegeben.
4. Für die unter Pos. 2 und 3 erfaßten Mühlen erfolgt keine Festsetzung einer bestimmten Menge für jeden einzelnen Monat.
5. Ein Austausch von Roggen und Weizen im Rahmen der zur Verarbeitung freigegebenen Kontingentsmengen ist nicht gestattet.
6. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß auch Lohn- und Umtauschmüllerei für Selbstversorger, Deputatempfänger und Empfänger eines Leihgedinges, sowie die Vermahlung für die Marine und Heeresverpflegungsämter im Kontingent liegen.
Gchweinemarkt in Gießen.
Auf dem Schweinemarkt in Gießen am Mittwoch standen 224 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten Ferkel bis 6 Wochen alt 23 bis 25, 6 bis 8 Wochen alt 26 bis 30, 8 bis 13 Wochen alt 32 bis 40 Mark. Tendenz: schleppend, großer Ueberftanb.
*
* R h e i n st a h l 4 (3,5) v. H. Dividende. Der Generalversammlung der Rheinischen Stahlwerke, Essen, die am 1. Juli stattfindet, wird eine Dividende von 4 (3,5) v. H. auf das dividendenberechtigte Aktienkapital von 142 Mill. Mk. vorgeschlagen.
* Ri^ebecksche Montanwerke A G., Halle (Saale). In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, der Hauptversammlung am 2. Juli die Ausschüttung einer Dividende von uno. 4,2 v. H. auf Grund des Jntereffengemeinschafts - Vertrages mit der IG. Farbeninduftrie AG. vorzufchlagen. Produktion und Absatz hätten sich in den meisten Erzeugnissen weiter günstig entwickelt.
* Rütgerswerke 21®., Berlin. — Di - videndenerhöhung. Aus Beschluß der Aufsichtsratssitzung wird der Generalversammlung am 20. Juni eine Dividende von 6 (4) v. H. vorgeschlagen. Der Reingewinn stellt sich auf 1,74 (1,17) Mill. Mark, er erhöht sich durch den Dortrag von 243 000 (187 000) Mark auf insgesamt 1,98 (1,36)
Mill. Mark. Der bisherige Verlauf des neuen Geschäftsjahres entspreche dem der gleichen Dorjahreszeit.
Nhein-Mainische Mittagsbörse.
Uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 29. Mai. Nach der lebhaften Aufwärtsbewegung von gestern zeigte die heutige Börse ein ruhigeres Aussehen, wobei die morgige Unterbrechung des Geschäftes etwas eingewirkt haben mag. Von der Kundschaft bestand überwiegend weiteres Anlagebedürfnis. Diesem standen jedoch etwas stärkere Realisationen der Kulisse gegenüber, so daß die Haltung bei erheblich kleiner gewordenen Umsätzen uneinheitlich war. Größere Veränderungen traten indes nach keiner Richtung ein.
Am Aktienmarkt waren noch einige Speztal- beroegungen zu verzeichnen, so wurden Südd. Zucker etwa 5 v. H. höher taxiert, ferner erhöhten sich Felten noch um 2 v. H. und Bemberg in Nachwirkung der Dividendenerklärung um ebenso viel. Don chemischen Werten wurden Farben etwas realisiert, der Kurs lag zunächst bei 149,13 (149,25), später ging er auf 148,50 zurück. Scheideanstalt lagen mit 220 unverändert, Deutsche Erdöl 0,75 v. H. schwächer. Don Elektroaktien setzten Licht & Kraft 0,25 v. H., Gesfürel, Siemens, Schuckert je 0,50 v. H. niedriger ein, höher lagen Lahmeyer mit plus 0,75 v. H. RWE., Elektrische Lieferungen und AEG. lagen behauptet. Am Montanmarkt erhöhten sich Mansfelder Bergbau auf 119 (117,75), im übrigen hielten sich die Veränderungen im Rahmen von 0,25 bis 0,50 v. H. Feste Haltung hatten noch Reichsbank mit plus 1,25 v. H., AG. für Verkehrswesen mit 90,75 bis 90,50 (89,50) und Deutsche Linoleum mit plus 1,50 v. H. Schiffahrtsaktien lagen uneinheitlich. Zellftoffaktien notierten schwächer, wobei die Ausführungen in der HD. der Aschaffenburger Zellstoff (—0,25 v. H.) mitgewirkt haben dürften, Waldhof verloren 1,75 v. H. Sonst eröffneten Motoren- und Maschinenwerte unverändert, AKU., Hanfwerke Füssen und Eement Heidelberg lagen noch bis 0,50 v. H. höher.
Am Rentenmarkt blieb bas Geschäft gering und die Kurse bröckelten zumeist ab. So Altbefitz auf 115 (115,25), späte Reichsschuldbuchforderungen auf 96,40 (96,65). Kommunal-Umschuldung galten etwa 89,30 (89,40), Zinsvergütungsfcheine unverändert 90,20. Von Stahlvereins-Obligakionen gaben 5prozentige sowie 1951er (4,5prozentige) um je 0,25 o. H. nach. Am Auslandsrentenmarkt erhielt sich Interesse für Ungarn und Rumänen, für erstere gingen die anfangs bis 0,50 höheren Kurse später etwas zurück.
Bei kleinen Umsätzen schwächten sich die Kurse in der zweiten Börsenstunde überwiegend leicht ab. Im allgemeinen betrugen die Rückgänge 0,25 bis 0,50, Schuckert verloren 1 v. H. Südd. Zucker wurden mit 180 bis 181 (1. K. 172,50) geschätzt. Gegen Schluß der Börse ergab sich wieder eine Erholung, so daß die Aniangskurse zumeist wieder erreicht wurden.
Am Rentenmarkt waren späte Schuldbuchforderungen weiter angeboten, sie gingen auf 96,13 zurück. Der Pfandbriefmarkt wies nur geringe Veränderungen auf, Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlich. Stadtanleihen notierten vielfach 0,25 v. H. freundlicher. Am Auslandsrentenmarkt lagen Ungarn und Rumänen später bis 0,40 v. H. leichter, doch zeigte sich für Ungarn auf der ermäßigten
Basis wieder Interesse. Mexikanische Anleihen lagen aut behauptet. Tagesgeld blieb zu 2,50 v. H. (gestern auch 2,50) leicht.
Mittwoch 29. Mai, sand keine Abendbörse stall, frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 29. Mai. Am (Betreibe» großmarkt blieb bas Geschäft allgemein gering. Brotgetreibe blieb im Verhältnis zur Nachfrage ausreichenb angeboten. Hafer und leichte Futtergerste waren fast nur im Austausch gegen Kraftfuttermittel erhältlich: schwere Futtergerste (ursprüngliche Braugerste) war angeboten, stellte sich aber für Futterzwecke zu teuer. Oelhaltige Futterartikel unb Kleie blieben sehr knapp. Das Mehlgeschäft lag still.
Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 210, W 13 214, W 16 218, Roggen R 9 170, R 13 174, R 15 178 (Großhanbelspreise ber Mühlen bes genannten Preisgebietes. Futtergerste G 9 172, G 11 175, G 12 177, Hafer H 13 170, H 14 172 (Großhanbels- preife ab Station). Bei Wafferoerlabung über 100 Tonnen 3,00 RM. mehr. Weizenmehl w 13 27,70, W 16 28,15, Roggenmehl Type 997 R 13 23,80, Type 815 24,30, Type 997 R 15 24,20, R 15 24,70 plus 0,50 Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,25, Weizenfuttermehl 13,50, Weizenkleie w 13 10,92, W 16 11,13, Roggenkleie R 13 10,20, R 15 10,44 (Mühlenfeftpreife ab Mühlenstation). Soyaschrot mit Monopckkzufchlag 13,00, Palmkuchen m. M. 13,30, Erbnuhkuchen m. M. 14,50 (Fabrikpreise ab füb-
deutscher Fabrikstation). Treber 18,10 bis 18,25, Trockenschnitzel 9,70 bis 10,20, Heu 9,75, Weizen- unb Roggenstroh, brahtgepreßt ober gebünbelt 4,80 bis 5,00.
frankfurter Schtachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 29. Mai. Auftrieb: Rinder 7 (gegen 21 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter befanden sich 3 Kühe und 4 Färsen. Kälber 888 (874), Schafe 11 (41), Schweine 361 (353). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 57 bis 60 (am 23. Mai 60 bis 62), b) 52 bis 56 (53 bis 59), c) 44 bis 51 (44 bis 52) d) 34 bis 43 (34 bis 43). Hümmel und Schafe wurden wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. Schweine b) 46 bis 50 (48 bis 51), c) 46 bis 50 (47 bis 50), d) 43 bis 47 (44 bis 48). Marktverlauf: Kälber ruhig, ausoerkauft. Hämmkl und Schafe ruhig, ausoerkauft. Schweine schleppend, geringer Ueberftanb (26 Stück).
Großhanbelspreise für Fleisch und für Fe11waren. Beschickung bes Fleischgroßmarktes: 1039 Viertel Rindfleisch, 199 ganze Kälber, 1 Hammel, 640 halbe Schweine. Preise pro 50 kg in Mark: Ochsenfleisch b) 72 bis 76, c) 62 bis 70. Bullenfleisch 68 bis 74. Kuhfleisch b) 56 bis 62, c) 42 bis 54. Färsenfleifch b) 72 bis 76, c) 62 bis 70. Kalbfleisch b) 74 bis 82, c) 68 bis 72. Hammelfleisch b) 75 bis 78. Schweinefleisch b) 70 bis 75. Fettwaren: Roher Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 cm 60 bis 65, Flomen 80 bis 85. Marktverlauf: ruhig.
Preußen.
Rudolf Heß als Ehrenpate.
Wetzlar, 29. Mai. (LPD.) Der Stellvertreter bes Führers, Reichsminifter Rubolf Heß, hc^t bei bem elften lebenben Kinbe ber Eheleute Hilfsarbeiter Johann Valentin in bem Kreisort Blasbach bie Ehrenpatenschaft übernommen. Der Führer unb Reichskanzler Abolf Hitler ist bereits bei bem zehnten Kinbe Ehrenpate.
Kreis Wetzlar.
(1) Krofdorf, 29. Mai. Dieser Tage hielt die Ortsgruppe Krofdorf des NS. - Deutschen Frontkämpferbundes ihren Kame- rabschaftsappell unb Schulungsabenb in Launs - bad) bei Kamerab Karl Schmibt ab. Befehle unb Verorbnungen würben bekanntgegeben. Dann fetzte Kamerab B i n b e w a l b feine Ausführungen über „Auslanbsbeutfchtum" fort burch einen Vortrags über „Auslanbsbeutfchtum in fremben Erbteilen". Hauptziel ber deutschen Auswanderer waren von jeher die Vereinigten Staaten von Amerika. Mindestens 9 Millionen deutschsprechende Bewohner werden heute dort gezählt. Sowohl im landwirtschaftlichen, als im gewerblichen und im Geistesleben haben die deutschen Einwanderer viel zum Aufblühen ihrer neuen Heimat beigetragen. Da bas ßanb unter englischer Herrschaft steht, ist bie Gefahr ber Verenglischung ber Deutschen groß. Auch in Kanaba, Mexiko, Mittelamerika, Argentinien unb Chile leben viele Deutsche, bie als tüchtige Arbeiter, Lanbwirte, Hanbwerker, Kaufleute unb Gelehrte sehr geschätzt werben. In Afrika ist nach bem Vertust unserer Kolonien bas Deutschtum nur schwach vertreten. Etwa 30 000 Deutsche leben unter ber übrigen Bevölkerung zerstreut. In Australien ist bas deutsche Element stärker vertreten; man rechnet hier mit minbeftens 100 000 beutschen Bewohnern, yn Asien leben die Deutschen, mit Ausnahme von Kiautschou, in ber Zerstreuung. Ihre Zahr ist geringer als vor bem Kriege, immerhin schätzt man sie auf etwa 50 000. In den überseeischen Ländern steht ber Entfaltung deutschen Wesens im allgemeinen nichts entgegen. In Schulen und Dereinstätigkeit, auch durch deutsches Schrifttum kann deutsches Wesen ungehindert gepflegt werden. Der politische Einfluß der Deutschen ist in ihren neuen Vaterländern nirgends groß, aber sie sind starke Stützen für den deutschen Außenhandel. Schließlich wurde noch dankbar ber Arbeit der Stahlhelm-Auslanbsgruppen ge- bacht, die fern der Heimat die Idee des neuen Deutschland der Welt gegenüber mutig vertreten. Durch Fühlungnahme mit den Frontkämpferorgani- fationen unserer ehemaligen Gegner bahnen sie den Weg zu einer Verständigung ber Völker an. Als Hundermillionen-Volk kann Deutschland seine geschichtlichen und kulturellen Leistungen gleichwertig nnben denen ber anberen Kulturvölker aufweisen. Deutsche bürfen in Zukunft nicht nur „Kulturdünger" für frembe Völker sein. Der Einfluß unseres hochentwickelten Volkes wird sich segensreich für bie beutsche Heimat, bas beutsche Volk unb für bie ganze Welt auswirken, wenn die Welt bem deutschen Volke endlich Gerechtigkeit widerfahren läßt. Mit Sieg- und Front-Heil auf Führer und Reich unb bem Gesang des Bundeslieb schloß der Kame- radschaftsabenb in üblicher Weise.
Z Lützellinben,28. Mai. Am vergangenen Sonntag feierten Heinrich Jung unb Frau Marie,
geb. Ulm, im Kreise ihrer Familie und nächsten Verwandten ihre silberne Hochzeit. Der Gesangverein, bem ber Jubilar feit fast 35 Jahren als aktiver Sänger angehört, ließ es sich nicht nehmen, sein Ehrenmitglieb burch ein Stäubchen zu erfreuen.
■ Lützellinben, 29. Mai. Die Arbeiten an ber Babeanlage ber Babegemeinfchast Lützellinben finb in vollem Gange. Nachdem bie Erbarbeiten burch bie Mitglieber ber Babe- gemeinschaft erfolgt finb, ist bie Betonarbeit bem
Am 1. unb 2. Juni 1935 an jeder Tür die Plakette der deutschen Luftfahrt!
Bauunternehmer Karl H o ß b a ch zur Ausführung übertragen worben. Das bereits angekaufte Holz finbet bei ber Einschulung ber Betonarbeiten Ver- roenbung, bas übrige wirb bei ber Herstellung ber Halle benutzt. Zur Finanzierung ber Anlage haben Mitglieber runb 1200 RM. zinslos bis zum Jahre 1940 zur Verfügung gestellt. Der größte Teil dieses Geldes ist bereits an den Kassenwart abgeführt. Durch die Vorauszahlung der Jahresbeiträge für 1935 und 1936 hofft man die laufenden Ausgaben zu ermöglichen. Man hofft, die Anlage bis Juni fertigstellen zu können, so daß der Badebetrieb noch in diesem Sommer ausgenommen werden kann.
Kirche und Schule.
Kreis Schotten.
O Wingershausen, 29. Mai. Pfarrverwalter Engel erlangte bei ber Theologischen Fakultät ber Ruprecht-Karls-Universität zu Heibelberg bie Würde eines Doktors ber Theologie auf Grund einer Jnaugural-Defsertation über „Die Bildungsaufgabe bes evangelischen Religionsunterrichts".
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
M. in Gr.-B. Alle Schornsteine müssen, vorausgesetzt, daß bie in sie münbenben Feuerungen in Gebrauch finb, alle brei Monate in gleichen Zwischenräumen gefegt werben. Gleichgültig ist babei, wie oft sie benutzt werben. Eine Ausnahme besteht lebiglich für Schornsteine, in bie nur im Winter (15. Oktober bis 15. April) in Gebrauch befinbliche Feuerungen münben. Für biefe ift zweimaliges Fegen im Jahre ausreichenb. In ber Flegel genügt in jebem Jahre ein einmaliges Aus- brennen bes Schornsteins. Sollte jeboch ber Schornsteinfeger bei dem gewöhnlichen Fegen deutliche Spuren von Glanzrußanhäufung wahrnehmen, so hat er mit ber nächsten Reinigung rber, ®en” ®efQbr im Verzug ist, sofort ein Ausbrennen ber Röhre vorzunehmen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
. 7 149,25
149,4
149,25
104,25 105,5
119,5 ! 121,13
107,4
107,9
98,5
Banknoten.
Briet
156
153,5
43,5
180
Bie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Divibenbe an. — Reichsbankbiskonl 4 o H.,
5 v. H
o 6
41,65 !
93,5 I
92,5
165,5
36,25
295
92
167
9 0
56,4
123,5
120
88
o 0
0
0
7 u
6 O
0
0
12
8
36
294,5
110,25
56,25
120
121,5
88,75
132,25
91,5 166,5 88,65
36
295
169,25
156
220
103,25
119
108
149
220
105
120
107,75
I. G. Farben-Jnduftrie Scheideanstalt........
Goldschmidt Rütgerswerke Metallgesellschaft
57
121,5
121,75
89
109,9
56,4
122,75
120,5
89
133,25
92
167
90,5
36,5
292,5
170
155,5
Gritzner
Mainkraftwerke Höchst a.M>.
Süddeutscher Zucker.......
Philipp Holzmann
Zementwerk Heidelberg
Zementwerk Karlstadt..
Belgische Roten... Dänische Roten .. Englische Roten .. Französische Noten Holländische Roten Italienische Roten.
43,25 42 1
93,75 -
180 | 174,6
Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schillina Rumänische Noten.............*
Schwedische Noten.........’
Schweizer Noten...........
Spanische Noten Ungarische Not»
98,75 1 98,9 I 98,13 I 120 I 119,25 1 —
134 I -|
Schultheis Patzenhoser Mu (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................
Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ...............
Daimler Motoren Deutsche Linoleum Orenstetn & Koppel Westdeutsche Kaufhof Chade ......................
Aecumulatoren-Fabrik .
Conti-Gummi...............
■
Frankfurt a. M.
Scrfln
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- turei
Schlußk. Mittag, börse
Datum
28 5
29 5
28 5
29 5
Mansfelder Bergbau ..
....... 8
117,75
119,25
119,5
119,5
KokSwerke...........
.......6
—
122,65
122,9
Phönix Bergbau......
....... O
—
—
Rheinische Braunkohlen
..... 12
227,.25
227,5
227
228
Rhetnstahl...........
.....8 yz
112,5
112
112
112,25
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
84,25
84,5
83,75
84
Otavi Minen ........
.......0
19
19
18,9
18,9
Kaliwerke Aschersleben.
.......6
127
126
126,75
127
Kaliwerke Westeregeln.
.......6
126,5
126,5
126,5
126,9
Kaliwerke Salzdetfurth
.....7 ya
179
179
179,5
179
Frankfurt a.371.
Berlin
Frankfurt a. M
«Berlin
Schluß- kurs
Schluß!. Abend- börsc
Gchluß- kurs
Schluß!. Mittagbörse
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« Vörie
Datum
28.5
29 5
28 5
29 5
Datum
28 5
29 5
28-5
29-5
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6*/i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablvs.-Schuld mit
AuSIos.-Rcchten .............
100,25
97
104
115,25
100,5
98,75
96,25
100,5
92,25
124,25
115,75
96,13
100,6
101
96,75
96,75
106,25
30,75
11 Id
11,25
13,75
12
100,25 97
104
115,4
100,5
98,75
96,25
100,5
92,25
115,4
96,13
100,4
100,75
96,75
96,75
106,25
33
11,25
11,25
11,4
14,25
100,13
97
104
115,13
100,4
116
100,75
96,75
96,75
106,25
31,75
1,4
11,2
11
11
13,9
12
100,13
97
104
115,13
100,5
98,75
115,75
100,75
96,75
96,75
106,25
33,5
1,45
11,5
11,25
11,3
14,2
4% vesgl. Serie 11 ............
12
7,3
9,75
6,2
33,5
35
89,5 115,5 92,25
94 94
178
39,5
135,5 113,75
131,5
125,5
126,13
119,75 171
127
105
114,5
109
161
131,5 97,25
86,65
7,15
6,1
39,13
33,4
35
90,5
118
92,5
94
94
178,75
39,13
135,5
113,75
131,25
106,65
125,5
130,75
126
119,25
169,5 128
105
113,75
109,5
164
131,75 97
86,5
6,75
9,9
6,25 39,25
33,13
27,25
35
89,5
116
92,25
94
94
178
39,4 135,4
113,75
131
105
124,75
130 125,65 119,75
171 126,25
104,4
113,5
109
99,25
160
131,75 96,5
86,4
7,25
9,75
6,2
39,4
33,4
27
35
90,4
118
92,25
93,75
93,75
177,75
39,13
135,5
114,4
131
107
124,25
131
126,4
119
170
128
105,75
113,4
108,9
100,75
163
131
97,5
86,9
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^r%Rumän^ereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
4l/i% Deutsche Retchspostschatzan. Weisungen von 1934, I.......
6% ehern.8°/o Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
Hamburg-Amerika-Paket o Hamburg-Südam. Dampfschiff. -o Norddeutscher Lloyd .........o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... o Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank..............o
Retchsbank ................ 12
4%% ehern. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12........
6Vi% ehern. Hess. LandeS-Hypo» thckenbank Darmstadt Liaui ...
4%% ehern. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anlethe mit
Deutsche Komm. Cammelabl. Aw leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten *¥t% ehern.8"/o Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar biü 1935 6Vi% ehem. 4Vt% Franks. Hyp.-
Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
A.S.G.......................
Bekula.................... 10
(Hehr.LieferungSgesellschaft... 6
Licht und Kraft ........... ey.
Felten & Guilleaume......... 0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Clektr..........6
Schuckert S Co............... 4
Siemen« L Halske.............
Lahmeyer«Co.............. 7
Buderus .......... O
Deutsche Erdöl.............. 4
Gelsenkirchener........... 0
Harpener............. q
6V»% ehem. 4J4% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu..Goldpse.....
*y»% ehem. 8% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4y»% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- briesanst., Gold Komm. Obl.VI
Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-39
4% Oesterretchische Goldrente....
4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4*4% desgl. von 1913.........
Hoesch Eisen—Köln-Reuesseu .. O
Ilse Bergbau ............... -
Ilse Bergbau Genüsse........ 0
Klöcknerwerke .............
Mannesmann-Röhre« ........ 0
6% abgest. Goldmextkaner von 99
4% Türkische Bagdadvahn-Anleihe
Serie 1.....................
28.Mai
29. Mai
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Aries
Geld
Aries
Buenos Atre.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
41,98
42,06
41,98
42,08
Rio de Ian. .
0,149
0,151
0,149
0,151
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,82
54,92
54,82
54,92
Danzig.....
46,75
46,85
46,75
46,85
London .....
12,275
12,305
12,275
12,305
HelsingforS..
Paris ......
5,415
5,425
5,415
5,425
16,35
16,39
16,345
16,385
Holland ....
167,78
168,12
167,68
168,02
Italien.....
20,51
20,55
20,51
20,55
Javan ......
0,723
0,725
0,722
0,724
Jugoslawien.
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... ;
61,70
61,82
61,70
61,82
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Liiiavon....
Stockholm...
11,14
63,30
11,16
63,42
11,14
63,30
11,16
63,42
Schweiz ....
80,24
80,40
80,22
80,38
Spanien....
33,88
33,94
33,87
33,93
Prag.......
Budapest ...
10,31
10,33
10,32
10,34
Neuyork ...
2,484
2,488
2,483
2,487
Aerlin,29.Mai
Geld
2,435
2,455
41,82
41,98
54,61
54,83
12,24
12,28
16,28
16,34
167,26
167,94
19,92
20,00
61,49
61,73
——
—
—
—
63,08
63,34
79,99
80,31
33,40
33,54


