Ausgabe 
31.5.1935
 
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zreitag,LI.Mai 1955

Hr.125 Wertes Blatt

Siebener Anzeiger ISeneral-Anzeiger für Sberheiieni

SJiXfpOTt

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Der Rudechort

F. L.

Der Oeutschlanvflug 1935

Der Handball

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Die Leichtathletik

selbst alter sich in kur-

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Deutscher Volksgenosse!

Bekenne dich zur Luftfahrt deines Volkes! Opfere auch ihr!

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diesem Spiel dürften die Hiesigen die Gefährlichkeit des linken Flügels der Gäste erkannt haben und sich dementsprechend einstellen. Die Wetzlarer Sportfreunde haben zurzeit eine Mannschaft, die auch in Gießen nicht enttäuschen sollte. Nachdem sie Naunheim geschlagen hat, gelang es ihr auch, die Heimmannschaft von Watzenborn-Steinberg

Nach dem Ergebnis der Bewertung des ersten Streckenflugtages liegt für diesen Tag die Bres­lauer Kette mit 802 Punkten vor Bremen mit 780, Dresden 778, Danzig 759 und dem Mannheimer Fünferverband mit 730 Punkten. Mit Ausnahme der Bremer, die Focke-Wulff fliegen, sind alle übri­gen Flugzeuge Klemm-Maschinen vom TypL 25".

Am Mittwochmorgen erfolgte in Guben der Start zur zweiten Etappe nach Ostpreußen, wobei der Flug über Schneidemühl, Danzig, rund über ganz Ostpreußen mit K ö n i g s b e r g i. P r. als Tagesziel führte. Auf Grund der Punktwertung hat sich nach dem Ergebnis des Ostpreußen-Fluges gegen den ersten Tag in der Spitzengruppe nicht viel geändert. Mit 1307 Punkten führt jetzt Bremen vor Danzig, Breslau, Dresden, Hannover und Stuttgart.

Am dritten Tage kam auf dem Stettiner Flug­hafen als erster Fünserverband die Flieger-Orts­gruppe Halberstadt an. Im Verlauf von etwa einer Stunde waren von 31 Verbänden 17 auf dem Zwangslandeplatz Stettin gelandet. Von Stettin

aus ging es auf der 1244 Kilometer langen Nord- mark ft recke über Schleswig-Holstein, mit Wester­land als nördlichsten Wendepunkt, über Hamburg zum Tagesziel Bremen. Unterwegs hatten die Flieger verschiedene Erkundungsaufgaben zu lösen. Die als erste in Stettin gestartete Dresdener Kett? traf in Hamburg um 11.28 auch als erste ein, eine Minute später folgte Halberstadt, dann kamen die Staffeln Hannover, Danzig und Breslau. Gegen 14.30 hatten auch die letzten Verbände es waren die Bremer und die neun Klemms des RLM. das Zielband überflogen. Kurz nach 15 Uhr gingen in Bremen die vier Dresdener Maschinen als erste nieder, gefolgt von der Halberftädter Fünfer­staffel. Von den Hamburgern, die um 15.33 Uhr eintrafen, wurde ein Flugzeug bei der Landung beschädigt und mußte ausscheiden. Bis 19.30 Uhr hatten alle bis auf die Frankfurter Fünferkette und den Weimarer Verband, die ausgeschieden sind, das Tagesziel erreicht. Der Bremer Senat hat für die beste Verbandsleistung auf dieser Flugstrecke einen Ehrenpreis gestiftet, der nach der bisherigen Be­rechnung der Bremer Staffel sicher sein dürste.

Diese Frage direkt zu beantworten, ist leider nicht möglich, denn es gibt so viele Gründe dafür, so daß ich wirklich nicht weiß, wo mit dem Aufzählen zuerst anfangen.

Ich rudere, weil ich nicht nur gesund, sondern auch jung bleiben will.

Ich rudere, weil ich mir meine innere und äußere Elastizität erhalten will.

Ich rudere, weil es wirklich so sckön ist, nicht nur das Rudern als Sport allein, sondern auch das Genießen der Natur.

Ich rudere, weil ich Freude an dem herrlichen Wettkampf habe. Kurz: Freude am Leben, das ist der Grund, warum ich rudere.

Was weiß der Landgebundene von der Schönheit der Natur, wenn am frühen Morgen noch die Nebel leicht über dem Wasser liegen, was weiß der Land- gebundene von dem Zauber, der sich erschließt, wenn man in leuchtendem Sonnenschein sich an der Schön­heit der deutschen Natur satttrinkt.

Was weiß der Landgebundene von dem Frieden einer Dämmerstimmung auf dem trägfließenden Fluß und von der Köstlichkeit des Mondlichtes auf dem Wasserspiegel.

Was weiß der Landgebundene von dem herrlichen Wettkampf, wenn das Boot über das spiegelnde Wasser gleitet, dem Ziele des Sieges entgegen.

Hier erschließt sich dem deutschen Menschen, was ihm die Vorsehung gegeben hat und was den Rude­rer in besonderem Maße von den anderen Sport­arten unterscheidet: Das deutsche Gemüt und die Liebe zur Natur und Heimat.

In den ersten Jahren nach dem Kriege wurde in Brandenburg das heutige Handballspiel geschaf­fen. Man kann daher Deutschland als das Mutter­land dieser Sportart bezeichnen. Trotz größter Schwierigkeiten fand der Handball in Deutschland überraschend schnelle Verbreitung. Die DT. hat bereits im Jahre 1921 die erste deutsche Meister­schaft ausgetragen, die von dem Turn- und Sport­verein Spaädau gewonnen wurde. Die DSB. be­reitete dem beliebten Spiel ebenfalls eine frucht­bare Stätte. Vorerst waren es hauptsächlich die größeren Stadt- und Polizei-Sportvereine, die Handball in ihren Spielbetrieb aufnahmen. Auf dem Lande siel es der Handballbewegung schwerer, Eingang zu finden, da hier Fußball vorherrschte. Immer wieder mußte auf die Vorzügeunseres Spiels" aufmerksam gemacht und geworben wer­den. Nach und nach konnte man auch hier Erfolg feststellen. Die ganze Spielart und Taktik beim Handball bildet ein Kapitel für sich. Die rassige und vor allem überaus schnelle Spielweise tzibt dem Handball sein besonderes Gepräge. Es ist daher mehr denn je angebracht, für diese Leibesübung das Interesse zu heben. Seine internationale Be­stätigung hat der Handballsport durch die Zu­lassung zur Olympiade 1936 in Berlin erhalten.

Im Rahmen des Reichsbundes für Leibesübun­gen hat der Reichssportführer das eigene Fachamt Handball geschaffen. Der Fachamtsleiter, Brigade-

Die große Werbeaktion für den- deutschen Sport in der Woche vom 26. Mai bis 2. Juni geht, schon im Hinblick auf die zeitliche Festlegung, ein Gebiet besonders an, nämlich die L e i ch t a t h l e - t i k. Was versteht man eigentlich unter Leicht­athletik? Das Wort ist ein Sammelbegriff für bie Hebungen des sportlichen Laufens und Gehens, des Springens und des Werfens. In der Deutschen Turnerschaft hat man dafür die zusammenfassende Bezeichnung Volksturnen.

Die hohe Bedeutung und Stärke der Leichtath­letik liegt darin begründet, daß sie sich auf den na­türlichen Gebrauch der menschlichen Glieder stützt, mithin also die natürlichste Form der Leibesübun­gen darstellt. Es läßt sich wohl schwer nachweisen, wann und von welchen Völkern die leichtathletischen Hebungen zuerst in sportlicher Form, d. h. in be­wußter Körperausbildung und aus Freude an Kampf und Leistung, durchgeführt wurden. In einen festen Rahmen wurden sie jedenfalls von den Griechen gebracht. Bei ihnen bildeten Laufen, Springen und Werfen den Kernpunkt der Olympi­schen Spiele. Das ist auch nach dem Wiederauf­leben der Spiele (im Jahre 1896), die heute eine Heerschau der Weltbesten darstellen, so geblieben. Die olympische Idee erstrebt einen Menschentyp, der in harmonischer Ausbildung seiner körperlichen und geistigen Anlagen und Kräfte die höchste Veredelung seiner Rasse darstellt. Es gehört zu den nationalsozialistischen Grundsätzen, daß der neue deutsche Mensch die Schule des Leibes, des Geistes und der Seele in gleicher Weise betreibt. Das legt gleichzeitig jedem Volksgenossen die Ver­pflichtung auf, an der Erreichung dieses Zieles mit-

PR eise z, 1.80 u. 3.35 ?/2 Liter 5.40

furt, 12,32; 3. Wörlitzer, Pol. Wetzlar, 12,03; 4. Schott, 1900 Gießen, 11,60 Meter.

100 Meter, Klasse I: 1. Kersch, Allianz Frankfurt, 11,1; 2. Hill, MTV. Gießen, 11,2; 3. Hnverzagt, Eintracht Frankfurt, 11,3 Sekunden.

Diskus, Klaffe I: 1. Kilo, 1900 Gießen, 41,04; 2. Junker, Stadtdspv. Frankfurt, 39,87; 3. Luh, VfB.-Reichsbahn Gießen, 38,53; 4. Gary, Marburg, 38,50 Meter.

400 Meter, Klaffe II: 1. Koch, Reichsbahn Frank­furt, 53,4; 2. Ketter, Fußbv. Weilburg, 54,6; 3. Armbrecht, Hess. Pr. Kassel, 55,4 Sekunden.

1500 Meter, Klasse II: 1. Wöll, Reichsb. Frankfurt, 4,25; 2. Borkowski, VfB. Marburg, 4:28,2; 3. Loh­berger, Eintracht Frankfurt, 4:33,2 Minuten.

100 Meter, Klasse II: 1. Krück, Hess.-Pr. Kassel, 12,0; 2. Grübel, Stadtspv. Frankfurt, 12,1; 3. Reb- scher, 1900 Gießen, 12,2 Sekunden.

Weitsprung, Klasse II: 1. Rack, Stadtspv. Frank­furt, 6,45; 2. Krück, Hess. Pr. Kassel, 6,24; 3. Mayer, TV. Siegen, 6,16 Meter.

100 Meter (Landvereine): 1. Rühl, TV. Romrod, 12; 2. Stengel, TV. Großen-Linden, 12,1; 3. Klinke!, TV. Lollar, 12,1 Sekunden.

1500 Meter, Klasse I: 1. Lang, VfR. Heilbronn, 4:08,2; 2. Becht, VfB. Marburg, 4:12,1; 3. Baurn- ftieger, 1900 Gießen, 4,20 Minuten.

Weitsprung (Landvereine): 1. Stengel. TV. Gro- ßen-Linden, 6,38; 2. Klinkel, TV. Lollar, 5,93; 3. Hofmann, TV. Alten-Buseck, 5,68 Meter.

Kugelstoßen (Landvereine): 1. Dietz, TV. Lollar, 10,98; 2. Stengel, TV. Großen-Linden, 10,87; 3. Klinkel, TD. Lollar, 9,83 Meter.

Kugelstoßen, Klasse I: 1. Luh, VfB.-Reichsbahn Gießen, 14,78; 2. Junker, Stadtspv. Frankfurt, 13,25; 3. Sarx, Jahn Siegen, 12,67; 4. Kilo, 1900 Gießen, 12,23 Meter.

4X100-Meter-Staffel, Kl. I: 1. Stadtspv. Frank­

zuarbeiten. Gerade die Leichtathletik stellt dafür ein dankbares Gebiet dar. In ihrer Mannigfal­tigkeit bietet sie eigentlich für Jeden Betätigungs­möglichkeiten. Gewiß, bei dem einen sind die Vorbedingungen günstiger als bei dem anderen. Aber eine körperliche Grundlage zur Leichtathletik ist eigentlich schon da, wo ein Körper ist. Deshalb fort mit den falschen Vorstellungen über Hngeeig- netheit usw.! .

Von heute auf morgen lassen sich natürlich keine Fortschritte erzielen. Lohn verspricht nur die be­harrliche Arbeit an sich selbst und das Eindringen in die Gesetze der einzelnen Bewegunasläufe. Da­mit soll keiner Schematisierung das Wort geredet werden. Aber es ist doch schon so, daß der tech­nisch vollkommenste Sport auch gleichzeitig der schönste ist. Sehr wertvolle und inteiY'lfant gestal­tete Anleitungen dafür geben die vom Propaganda­ausschuß für die Olympischen Spiele 1936 heraus- aebrachten Olympia-Hefte Nr. 8 (Laufen), Nr. 9 (Fünf- und Zehnkampf), Nr. 10 (Springen) und Nr. 11 (Werfen). Die Heltchm zum Preise von 10 Pf. das Stück sind erhältlich bei den NS.- Organisationen, den Fachamtsleitern für Leicht­athletik und bei den meisten Vereinen. Es wird in dieser Schriftreihe auch immer wieder darauf hngewiesen, daß Spitzenleistungen notwendig sind und daß sie nur aus einer körperlich und geistig gleichmäßig aufgeschlossenen sport- und kampffreu- digen breiten Masse b-rausmachsen können. Das sei allen denen ins Stammbuch geschrieben, die, wahrscheinlich, weil sie nie das Glücksgesühl einer errungenen Bestleistung (und wenn es auch nur eine persönliche ist), oder eines erfochtenen sport-

(13:1) geschlagen wurden. Besonders der deutsche Sturm konnte ausgezeichnet gefallen, der ein tech­nisch hervorragendes Kombinationsspiel lieferte. Er­folgreichster Stürmer unserer Nationalelf war der Magdeburger Klingler, ihm am nächsten kam T h e i l i g - Hamburg.

Nach diesem neuerlichen Sieg konnten wir von 12 ausgetragenen Länderkämpfen 10 gewinnen und nur 2 gegen Oesterreich wurden verloren.

Marienberger Oreiecks-Hennen

Zum 10. Male wurde am Himmelfahrtstag auf einer 15,94 Kilometer langen Rundstrecke das Ma­rienberger Dreiecks-Rennen ausgetragen, dem etwa 100 000 Zuschauer beiwohnten, darunter auch Reichsstatthalter M u t s ch m a n n. Die deutschen Fahrer schnitten wieder sehr gut ab, denn in der 250er Klasse siegten sie durch Winkler- München auf DKW., in der Halbliter-Klasse war Mans­feld- Breslau (DKW.) erfolgreich, und bei den Seitenwagenmaschinen trug Löhner -. München auf NSH. die deutschen Farben zum Erfolg. Nur in der 350er-Klasse triumphierte ein Ausländer, der Schwede Strömberg auf Husquarna. Mans­feld fuhr mit einem Stundenmittel von 143,3 Kilometer die schnellste Runde. Auch bei den Aus­weisfahrern waren mit Keitel und Klopfer in der 250 und 350er Klaffe zwei Deutsche siegreich.

BfB. Reichsbahn Gießen.

VfB.-Reichsbahn Ha Flensungen I 9:1 (2:1).

2stn Himmelfahrtstage kamen die Gießener in Flensungen einer Rückspieloerpflichtung nach. Die gesamte 'Mannschaft der Hiesigen befand sich in bester Spiellaune und spielte in der zweiten Halb­zeit mit ihrem Gegner, wie sie wollte. Nach der 1:0-Führung der Hiesigen erzielte Flensungen den Ausgleich. Kurz vor Halbzeit gingen die Gäste erneut in Führung.. In der zweiten Halbzeit schossen die Gießener Tor auf Tor und stellten in bestechender Form das Endergebnis her.

VfB.-Reichsbahn I Sportfreunde Wehlar I.

Für den Samstagabend haben sich die Hiesigen die Wetzlarer Sportfreunde zum Rückspiel verpflich­tet. Wie erinnerlich, biteben die Gießener nach hartem Kampfe in Wetzlar knapper Sieger. In

furt 45,4; 2. Hess. Pr. Kassel 46,6; 3. VfB.-Reichs- bahn Gießen 47 Minuten.

Weitsprung, Klasse I: 1. Hnverzagt, (Sinfraa)t Frankfurt, 6,30; 2. Kermer, Hess.-Pr. Kassel, 6,08; 3. Krück, Hess. Pr. Kassel, 5.90 Meter.

3000 Meter, Klasse I: 1. Fix, Reichsb. Frankfurt, 9:30,5; 2. Walpert, Hess. Pr. Kassel, 9,42; 3. König, Hniversität Marburg, 9,59 Minuten.

200 Meter, Klasse I: 1. Hill, MTV. Gteßen, 23; 2. Grabke, Eintracht Frankfurt, 24; 3. Ey, Hni­versität Marburg, 24,2 Sekunden.

Dreikampf: 100-Meter, Weitsprung, Kugelstoßen (Landvereine): 1. Stengel, TV. Großen-Linden, 1837,3; 2. Klinkel, TV. Lollar, 1619,7; 3. Rühl, TV. Romrod, 1479,5; 4. Keßler, Hess. Frankenberg, 1405,6 Punkte.

Speerwerfen, Klasse I: 1. Bohrmann, Stadtspv. Frankfurt, 52,40; 2. Wörlitzer, Pol. Wetzlar, 48,70; 3. Pieh, VfB.-Reichsbahn Gießen, 48,43; 4. Jakob, VfB.-Reichsbahn Gießen, 47,69 Meter.

Hochsprung, Klasse II: 1. Fischnisch, Stadtspv. Frankfurt, 1,75; 2. Lepper, Tv. Alten-Buseck, 1,69; 3. Beyer, 1900 Gießen, 1,69 Meter.

10 000-Meter, Klasse I: 1. Holzapfel, TV. Münch­hausen, 35:00,8; 2. Wied, Reichsb. Frankfurt, 35:36,9; 3. Pfaff, VfB.-Reichsbahn Gießen, 38,51 Minuten.

4X800-Meter, Klasse I: 1. VfB. Marburg 8:55,1; 2. 1900 Gießen 9,12 Minuten.

Stabhochsprung, Klasse I: 1. Jung, 1900 Gießen, 3,50; 2. Grabke, Eintracht Frankfurt, 3,40; 3. Git­ter, Weilburg, 3 Meter.

Schwedenstaffel, Klasse II: 1. Hniversität Marburg 2:10,5; 2. 1900 Gießen 2,11; 3. VfB.-Reichsbahn Gießen 2:13,1 Minuten.

1000-Meter (Landoereine): 1. Lepper, TV. Alten- Buseck, 2:53,1; 2. Hofmann, TV. Alten-Buseck, 2,54; 3. E. Reidel, TV. Heuchelheim, 2,59 Minuten.

In der ersten Hälfte waren die Südslawen leicht überlegen. Nach einem Eigentor des linken deut­schen Verteidigers R i e ch e r t konnte der Rechts­außen Zifko witsch sogar *'od) zwei weitere Tore erzielen, während untere B-Elf nur zu einem Treffer, ein von Riech« rt verwandelter Elf­meter, bis zur Pause kam. Nach dem Wechsel wurde der Kampf etwas offener; Deutschland glich durch einen . Bombenschuß des Mittelstürmers Schön und des Halblinken Damminger aus, aber der südslawische Mittelstürmer Marjano - v i c kam ebenfalls noch einmal durch und erzielte den Siegestreffer.

In der deutschen Mannschaft stachen besonders Günther, Jürrissen, Dahmen und Dam­minger hervor, die Jugoslawen, die allein in der ersten Halbzeit sechs Spieler auswechselten, waren mit ihrer Eft weniger zufrieden.

Deutscher Handballsieg über Schweden mit 21:3

Das 12. Handball-Länderspiel Deutschlands brachte uns gestern einen hohen Sieg in Hannover vor 12 000 Zuschauern über Schweden. Die deutsche Elf

Solch Erleben in Einklang zu bringen mit der Arbeit des Alltags, ist des deutschen Ruderer Glück.

Warum rudern Sie noch nicht? Melden Sie sich noch heute bei einem der Gießener Rudervereine, der Gießener Rudergesellschaft 1877 oder dem Gießener Ruderklub Hassia 1906 an. F. L.

Deutsche Fußball-Niederlage in Belgrad.

Die jugoslawische Nationalmannschaft schlägt 8-Elf 4:3.

Die Balkaikeise der deutschen Fußball-Auswahl­mannschaft brachte leider keinen Erfolg. Nach der Niederlage in Sofia gegen Bulgarien wurde unsere B-Mannschaft auch in Belgrad von Südslawien knapp mit 4:3 (3:1) Toren geschlagen. Vielleicht war es den Deutschen etwas ungewohnt, bei Scheinwerferlicht zu spielen, denn der Kampf fand erst kurz vor Mitternacht auf dem mit 5000 Zu­schauern besetzten Platz des SC. Jugoslawien statt.

nationale Wettkänipse derSp.-Vgg.lWü Gießen

Gute Leistungen.

Bei den Würfen sticht die Leistung von Lüh (VfB.-Reichsbahn Gießen) im Kugelstoßen mit 14,70 Meter hervor. Im Diskuswerfen siegte erwartungs­gemäß Kilo (1900) mit 41,04 Meter. Auch im Speerwerfen siegte der Favorit Bohrmann (Frankfurt) mit 52,40 Meter.

In der Leistungsklasse II mußte off eine genaue Sichtung zur Ermittlung der Besten vorgenommen werden, da hier sehr zahlreiche Meldungen Vorlagen. Der 100-Meter-Lauf sah Kruck (Hessen-Preußen Kassel) vor Grübel (Stadtsportverein Frankfurt) und Gefreiter R e b s ch e r , 2. Komp. J.-R. 15 (Gie­ßen 1900) erfolgreich. Heber 400 Meter es waren Vor- und Zwischenläufe notwendig gewesen er­gab sich ein Sieg von Koch (Reichsbahn Frank­furt) vor Ketter (Weilburger FD.). Im Hoch- und Weitsprung dieser Klasse war Stadtsportverein erfolgreich. Es gewannen Fischnisch mit 1,725 Meter im Hochsprung und Rack mit 6,45 Meter im Weitsprung. Im Kugelstoßen ergaben sich Durch­schnittsleistungen.

Die Einrichtung einer Klasse für Landvereine erwies sich als recht glücklich. Die talentiertesten Leute waren hier Stengel (To. Großen-Linden), Rühl (Tv. Romrod) und Klinkel (Tv. Lollar).

Hart umstritten waren die Staffeln. In der 4X100-Meter-Staffel Klasse I war der Stadtsport­verein Frankfurt einmal mehr erfolgreich, während die 4X800-Meter-Staffel sicher von DfB.-Kurhessen Marburg gewonnen wurde. Allerdings hätten die 1900er mit Bepperling und Maxeiner reelle Sieges­aussichten gehabt. Diese bestanden auch bei der Schwedenstaffel (Klasse II) für den Veranstalter, wenn der letzte Wechsel nicht mißlungen wäre.

Die Ergebnisse:

800 Meter, Klasse I: 1. Lang, VfB. Heilbronn, 158- 2. Tölle, IG, Frankfurt a. M., 2:01,3; 3. Peters, 1900 Gießen, 2,03 Minuten.

Kugelstoßen, Klasse II: 1. Bohrmann, Stadtspv. Frankfurt a. M. 12,92; 2. Fischer, Stadtspv. Frank­

Liebigstraße 23).

Als Werbeveranstaltuna in der Reichs-Sport­werbewoche bringt der DRfL., Ortsgruppe Gießen, Fachamt Handball, am Samstag, 1. Juni, um 17.30 Hhr, auf dem Waldsportplatz ein Städte» Handballspiel zum Austrag.

Jeder Aktive, jedes Vereinsmitglied versucht bis dahin einen neuen Anhänger des Handballspiels zu werben.

führer Richard Herrmann, der Handballspieler und Fachmann ist, hat , z zer Zeit die Gefolgschaftstreue aller Handball­freunde und das Vertrauen seiner Mitarbeiter er­worben und gesichert. Soldatische Disziplin und Hnterorbnung sollen mehr als bisher die Spieler auszeichnen, Kameradschaft die Verbundenheit der Mannschaften, der Vereine und des gesamten Fach­amts bestimmen. Der Hebungsbetrieb und die Spiele sollen mit dem Ernst und der Gewissen- Hastigkeit durchgeführt werden, daß diese Leibes­übung Dienst am Vaterland wird.

In Gießen wird der Handballsport von folgen­den Vereinen gepflegt: Männer-Turn-Derein, Gie- ßen (Anschrift: Rudolf Klein, Gießen, Bleich­straße 5). Spieloereinigung 1900 e. V., Gießen (Anschrift: Keiner u. Co., Gießen, Bahnhof- straße 8). Turnverein 1846, Gießen (Anschrift: A. Reining, Gießen, Lahnstraße 5). VfB.-Reichs­bahn e. V., Gießen (Anschrift: Geschäftsstelle Gießen,

^hSEBÄLDS MAARTINKTUR

Die gestern auf dem 1900er-Sportplatz durch­geführten Nationalen Wettkämpfe hatten leider nur einen schwachen Besuch aufzuweisen. Das war um so bedauerlicher, als durchweg recht beachtenswerte Leistungen gezeigt wurden.

Die Veranstaltung wurde eingeleitet durch einen Aufmarsch der Teilnehmer. In seiner Eigenschaft als Führer der Ortsgruppe Gießen im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen wies Dr. M ö ck e l - mann zunächst auf den Charakter der Veran­staltung im Rahmen der Reichssportwerbewoche hm. Er betonte die Notwendigkeit des Wettkampfsportes als Teil der zu errichtenden Sportpyramide und hielt den Teilnehmern gleichzeitig die völkische Mis­sion im Rahmen des von Adolf Hitler ins Werk gefetzten Wiederaufbaues des Reiches vor Augen. Die Worte des Ortsgruppenleiters im DRfL. klangen aus in einSieg-Heil!" auf den Führer.

Obwohl die Wettkämpfe zeitweilig durch Gewitter­schauer unterbrochen wurden und auch die Ergeb­nisse z. B. den 100-Meter-Lauf der Leistungsklasse 2 nicht unwesentlich beeinflußten, wurden Die Zuschauer stets durch die spannenden Kampfe im Bann gehalten und durch gute Leistungen für ihr Aushalten entschädigt. . . .

In den Sprintstrecken der Leistungsklasie I domi­nierten Kersch (Allianz Frankfurt a. M.) über 100 Meter und Hnteroffizier Hill, 7. Komp. Gießen (Mtv. Gießen) über 200 Meter. Die Mittelstrecken waren das Rennen eines Mannes, nämlich von Lang (Heilbronn). Obwohl ihm seine Gegner nid)t gefährlich werden konnten, erliefen sie auch noch gute Ergebnisse. Die Langstrecken 3000 und 10 000 Meter hatten darunter zu leiden, datz einige gute Kräfte wegen der bevorstehenden Slch- tungswettkämpfe dem Start fernbleiben mutzten. Immerhin wurde mit schönen Leistungen auf­gewartet. , .

Bei den Sprüngen gab es zwar auch einige Aus­fälle, aber die Leistungen können sich schon sehen lassen. Im Stabhochsprung bewältige Jung (Gietzen 1900) wieder 3,50 Meter.

spielte vollkommen überlegen und war um Klassen die Heimmannicyasi i besser als die Skandinavier, die haushoch 21:3 » einwandfrei zu schlagen.