Ausgabe 
31.5.1935
 
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He Räume. Alles harmlos, nirgends eine Andeu­tung, daß hier illegale Arbeit geleistet wird.

Endlich! Der letzte Raum bringt das ge­wünschte Beweismaterial. Unverkennbar -st er als Werkstätte eingerichtet. Maschinen, Kol­ben, Zylinder, Schwungräder, Werkzeug aller Art! Der Beamte sieht die Ueberführten an. Die stehen seelenruhig und ahnungslos neben ihm. Da be­richtet er dann die Wahrnehmungen der Nachbar­schaft.

Die beiden Männer begreifen. Ihr Gelächter dröhnt durch den stillen Raum. Sie führen die Maschinen vor. Unmöglich, auch nur eine Münze mit ihr herzustellen.

Die Namen der beiden Männer lauteten D a i m - l e r und Maybach. Zum ersten Male hatte die Gendarmerie von Cannstatt den neuen Motor ge­sehen, an dem nun in größter Heimlichkeit schon Wochen hindurch gearbeitet wurde, um das Patent sicherzustellen. Jenen Motors, der dann auch wirk­lich bald darauf das P a t e n t Nr. 2 8 0 2 2 erhielt.

Motorboot - elektrisch.

Im Jahre 1889 baute Daimler zum ersten Male seinen Motor in ein Boot ein.

Er beging eine Unvorsichtigkeit. Noch vor Be­endigung der Konstruktion unterhielt er sich mit verschiedenen Leuten darüber. Schon die Andeu­tung, daß das Boot eine größere Menge Benzin als A n t r i e b s st o f f mit sich führen würde, ge­nügte ihnen, um das neue Borhaben Daimlers dem Magistrat zu melden. Benzin war feuerge­fährlich, soviel wußte man bereits darüber. Es konnte das größte Unglück geben, wenn eine grö­ßere Menge dieses Explosivstoffes durch irgendeinen Zufall zur Entzündung kam. Wenige Tage nach der Bekanntgabe seines Unternehmens, hielt Daimler eine polizeiliche Verfügung in den Händen, die alle praktischen Versuche mit dem neuen Motorboot kurzerhand verbot!

Daimler verhandelte. Zuerst bei der Polizei. Dort wies man ihn an den Magistrat zurück. Der Bürgermeister war ein ängstlicher Herr. Er berief sich darauf, daß er für das Wohl der Bürger und

der Heimatstadt verantwortllch sei. Die gewünschte Erlaubnis verweigerte er strikt.

Am nächsten Tage sprach der Erfinder noch ein­mal vor. Er habe sich die Sache überlegt. Er wolle das Boot mit einem elektrischen Antrieb versehen. Ob man ihm dafür die Erlaubnis erteilen würde?

Diese Erlaubnis wurde gegeben. Das Boot wan­derte in die Werkstätte zurück. Dort begann ein kleiner Umbau. Rings um das Boot wurden Por­zellanisolatoren befestigt, Kupferdrähte herange­schafft und dekorativ über das gesamte Schiff ge­zogen. Im übrigen blieb alles beim alten. Daim­ler gab bekannt, daß die erste Probefahrt mit dem elektrisch betriebenen Boot in Kürze stattsinden würde. Niemand erhob Einspruch.

Das Boot wurde erneut zum Neckar hinunter- geschafft. Neugierige fanden sich in Hellen Hausen ein, um es zu besichtigen. Gerade, daß Daimler noch die Benzinkanister eingeschmuggeln konnte. Niemand ahnte Böses. ,, . - «

Kurz vor der Probefahrt begab sich der Erfinder zur Polizei, um ihr die Wahrheit mitzu eilen, da­mit der Spaß nicht später für ihn böse Folgen zeitigte. Nach kurzer, aber heftiger Debatte gab der Vorsteher sein Einverständnis.

Inzwischen hatten sich Scharen von Zuschauern eingefunden. Dicht umsäumten sie das Ufer. Lang­sam glitt das Boot ins Wasser. Daimler warf den Motor an. Er machte einen entsetzlichen Krach. Niemand hatte bisher geglaubt, daß Elek­trizität einen solchen Radau machen könnte. Aber niemand bezweifelte auch, daß er es mit einem Elek­troboot zu tun hatte. Dazu glänzten die weißen Porzellanköpfe zu sehr in der Sonne.

Der Erfinder gab ernsthafte Erklärungen ab. Er führte den Krach auf die Fliehkraft der Elektrizitäts­teilchen zurück. Er nahm Ratschläge entgegen. Und dann ratterte er mit seinem Boot davon. Es wurde ein voller Erfolg. Von Hunderten umjubelt kehrte Daimler an das Ufer zurück. Dann klärte er die Sache auf. Keine wissenschaftliche Ausführung hätte besser die Scheu vor dem neuen Treibstoff und dem Benzinmotor brechen können, als dieser kleine Schwindel es besorgte...

(Fortsetzung folgt!)

Mißner Porzellan und seine Tierdarsiellungen.

Zur 225. Subdfeier der Staatlichen Porzellan-Manufaktur.

Von Professor Or. H. Kraemer, früher Direktor des Tierzuchtinstitutes in Gießen.

Die Keramik, dieMischkunst" für die Töpferei, ist fast so alt wie die Geschichte 'der Menschheit. Sie bedeutet die planmäßige Mischung von Erdstössen, in der Hauptsache Ton, und deren Verarbeitung zu festen, nutzbaren Formen, unter denen seit Be­ginn der Entwicklung Vasen und Urnen eine große Rolle spielten.

Ursprünglich wurde der nasse Ton nur von Hand geformt, getrocknet, im Feuer gehärtet, dann aber kamen die Erfindung der Drehscheibe und die Be­malung hinzu. Wie ein Geschenk des Himmels muteten sie an, diese ersten Gefäße, zu denen man vielleicht durch die Betrachtung von Kürbis-, Me­lonen- oder Kokosnußschalen angeregt wurde, und einige Menschenstämme jener Kulturstufe empfan­den die Gottheit selbst als den ersten Töpfer. Ein schöner Fortschritt erfolgte durch die Glasur, die das Gefäß undurchlässig macht, die aber auch erst in Jahrtausenden ihre Vollendung erreichte, d. h. nicht mehr rissig war und keinen giftigen Blei­gehalt mehr aufwies. Die Glasurfrage wurde später am wichtigsten, ob es sich nun handelt um Majolika bzw. Fayence, Tonwaren mit farbigem Scherben und deckender weißer Glasur oder um Steingut, bei dem der Scherben weiß und die Glasur durch­sichtig ist.

In den späteren alten Hochkulturen wurde aber die Keramik schon zur eigentlichen Kunst, also zum meisterhaften Können, das ursprünglich wohl auf Spiel- oder Nachahmungstrieb zurücksührt, oder auf irgendein Verlangen, seelische Stimmungen und Wünsche zum Ausdruck zu bringen. Und überall bildet hier das Kunstwirken schon eine geschlossene Einheit, die sich selbst genügt, eine Einheit in Ge­stalt und Gehalt sowie in Formen und Ausdruck. Dabei ist diese Kunst auch zum Gewerbe geworden, zur angewandten Nutz- und Gebrauchskunst. Durch die Anwendung auf das tätige Leben muß aber zugleich neben' der rein ästhetischen Schönheit auch das Zweckmäßige und die Brauchbarkeit mit zur Beurteilung gelangen.

So berühren sich hier die Dinge mit der Tier­zucht, die ja lebendige Schöpfungen in nützlicher Schönheit herstellt Vorbilder für die Betätigung der Künstler, die nun in erster Linie ganz pracht­volle Haustierplastiken schufen. Für die Landwirte und Tierzüchter ist der Begriff derSchönheit" mit dem der Zweckmäßigkeit ganz besonders innig ver­bunden, während die Schönheit der Kunst im enge­ren Sinne die reine Ästhetik ihrer Werke in den Vordergrund stellt. Die Vereinigung dieser Ge­sichtspunkte zeigt uns vor allem die häufige pla­stische Darstellung der edlen orientalischen Pferde, dieser auch ästhetisch so wunderschönen und herr­

lichsten Geschöpfe. Für die anderen Haustiere war früher die Zeit noch nicht reif, um die Verkörpe­rung der nützlichen, heute so hochentwickelten Lei­stungen allgemein in die künstlerische Erscheinung treten zu lassen. So siefern uns die Bilder von Rindvieh, Schafen, Geflügel, Kaninchen mehr nur allgemeine Zeugnisse des früheren Aussehens dieser Haustiere, und nur die Hunde zeigen schon früh­zeitig vollendet rassige und zweckbestimmte Erschei­nungen.

Die allerersten Anfänge eines Hindrängens zum künstlerischen Handwerk bekunden sich in der Alt­steinzeit vom Aurignacien über das Solutrsen und das Magdalänien nur in Gravierungen und Male­reien der spanischen und französischen Höhlen, in großen, naturalistischen Bildern von Tieren, denen später solche von Tiermenschen und Menschen fol­gen, Jagd- und Kampfszenen, Tänze! In der Jung­steinzeit erst treten keramische Schöpfungen auf, in Gestalt plumper Tongefäße, mit besonderer her­kömmlicher Ornamentik, also Schmuck und äußere Zier. In der Bronzezeit dagegen verkörpert sich das künstlerische Wollen schon mehr in gewählteren Formen. Wie in der Tierzucht! Erst der Sinn für dje Farben! Dann für Die Formen! Dann für die Leistung, die sich in den Formen er­weist, höchste Zweckmäßigkeit und ihre Verwirk­lichung in der Gestalt. So ist hier der Gang der Entwicklung in den letzten fünfzig Jahren gewesen.

Wir finden allerdings schon bei den primitiven Kulturen in der frühen Jungsteinzeit große Man­nigfaltigkeit der Erzeugnisse in Verwendung, Form, Stil, Malerei und Verzierung, aber es bleibt doch alles zunächst noch das Werk des Arbeiters der Faust,Handwerk". In den hohen alten Kckkturen dagegen regt sich der Arbeiter der Stirn, und hier zeigt sich nun eine wirkliche Kunst! China, Japan, Korea, Indien, Assyrien und Babylon, Aegypten, Griechenland, Italien! In Amerika auch Peru! In China wurden grünlasierte Ton- und Steinzeug­gefäße schon unter der Han-Dynastie etwa 200 bis 220 nach Christo angefertigt; in der Tang-Zeit, rund 600 bis 900, kam es zu gewaltiger Verbrei­tung der Tonplastik, und im 9. Jahrhundert wohl schon ist durchscheinendes weißes Porzellan erfunden worden, das dann in den späteren Zeiten zu immer größerer Beliebtheit gelangte. Assyrien und Baby­lon schufen bereits eine Art von Fayence-Waren. Die Aegypter, die Lehrmeister Griechenlands, deren Kultur meist durch die Erfolge der Schüler zu sehr in den Schatten gedrängt und nicht hoch genug ein­geschätzt wird, hatten schon im alten Reiche ein keramisches Kunstgswerbe, Gefäße aus Ton, oft mit grüner Glasur. Die Griechen schufen auf glanzlosem

Untergrund ihrer schön gemalten ^fwiünb Urnen durch Natronsilikat eine undurchlässige Schuht wah­rend dann die Römer dazu noch rote .Gefäße als terra sigillata verfertigten. Die europäische Nmden blieb noch im Mittelalter bei einer einfachen Kunst der Töpferei mit farbigen Bleiglasuren, die beson­ders in den Hafnergeschirren und den Kachelofen der deutschen Renaissance blühte Die Fayence der islamitischen Völker Vorderasiens führte dann über Spanien und Italien zu der Fayence und Majo- lika des 15. und 16. Jahrhunderts. Dann kamen die berühmten Erzeugnisse von Delft in Holland, und im 17. und 18. Jahrhundert die Fayence-Fabrikation in Deutschland und Frankreich, bis endlich das Böttger-Porzellan zu der wunderbaren Höhe der Entwicklung in der keramischen Kunst führte.

Porzellan! Welch eine Stufenleiter! Einst nur das primitiv notwendige, in der dunkelen Farbe der Erde, heute blütenweiß, in künstlerischer Vollen­dung, und damit auch die Möglichkeit entzündender Schmuckfarben in herrlicher Leuchtkraft. Hier ist auch schon der Scherben völlig gesintert, so daß keine Flüssigkeiten ihn eindringen kann, keine haar­feine Rissigkeit mehr in dem glänzenden Glasur­stoff, der selbst vom Stahl nicht mehr geritzt wird. Das Porzellan erst gab die Möglichkeit, eine Fein­heit der künstlerischen Gestaltung zu schaffen, wie sie in Stein oder Holz und selbst Bronze nicht in die­ser Vollendung denkbar ist, und die Form wird hier noch einzigartig verklärt durch Leben, Feuer und Glanz der Farben.

*

Meißen! Liebliches Städtchen an der Elbe! Wie malerisch liegt es auf seinen Hügeln! Wie schön die spätgotische Albrechtsburg! Die Kirchen! Das Rat­haus! In dieser herrlichen Umgebung von Natur und Kultur muß man ja auchhelle" und kunst­sinnig werden!

1710 ist das Jahr der Erfindung des feinen Meißner Porzellans, durch Johann Friedrich Nötiger, und das Material läßt sich in dem Kaolin der Umgebung des Städtchens gewinnen. So ergänzten nun herrliche plastische Leistungen die Kulturgüter an Holzschnitten und Kupferstichen. Es bleibt ein unvergängliches Verdienst von August dem Starken, daß er die Bedeutung von Böttgers Erfindung sofort erfaßte, und wir dürfen auch auf Meißen stolz sein, das von Anfang an in seiner Kunst wohl noch Höheres zeitigte, als das ganze Europa in seinen verschiedenen Zentren der Kultur. Ein Glück, daß der Reichtum jener Schöp­fungen in all seinen Modellen durch die zwei Jahr­hunderte hindurch nie zerstört wurde, denn so ge­winnen wir nun ein wundervolles Bild von der Entwicklung des deutschen Schaffens auf diesem Gebiete der Kunst.

Auf der Albrechtsburg wurde einst die Staatliche Porzellan-Manufaktur gegründet, doch seit 1865 ist sie in den Gebäuden und Räumen untergebracht, in denen sie heute noch ihre Glanzleistungen voll­bringt. Die erste Periode, die HöroÜrzeit, von'etwa 1720 bis 1740, erzeugte schon so wundervolle Vasen und Tafelgeschirre, daß heutige Preise dafür im Kunsthandel sich bis auf 30 000 Mark belaufen! Hier spricht nun auch der Seltenheits- und Sarnrn-

serwert mff, denn Natürlich können solche Prachk- stücke auch heute noch in gleicher Vollendung her­gestellt werden. Meißen ist stets unübertroffen ge­blieben in der Qualität des Stoffes, im keramischen Schaffen, in künstlerischen Leistungen, in Erfüllung höchster Ansprüche an Schönheit der Farben und Formen.

Mancherlei Wandlungen hat das Warenzeichen erlebt. Die Kenntnis desselben ist sehr bedeutungs­voll, da sich daraus bei wertvollen Stücken in Mu­seen oder Privatbesitz die Zeit der Herstellung er­gibt, und der jeweilige Stil dann um so interessan­ter wirken kann. Auch schützt man sich bei Ankäufen dadurch vor Verwechselungen mit Erzeugnissen an­derer Unternehmungen. Die heutige Form der zwei blauen Schwerter ist daher stets genau zu beachten.

Stil und Gegenstände der Darstellungen im Laufe der Zeiten? Da sehen wir zunächst auch Figuren von Heiligen, Kirchenschmuck aller Art! Ferner Trachtengruppen, Vertreter der feinen Hofgesell­schaft, und dadurch Bilder der Kultur und der Moden vergangener Zeiten, in prächtiger Veran­schaulichung, viel besser als es bloße Bilder ver­mögen! Wir sehen ferner den Glanz der Tafel, des feinen Lebensgenusses! Gerade auch diese Geschirre sind klassisch, sind von Ewigkeitswert in Formen, Farben, Gemälden! Sie verkörpern frei die Haupt­richtungen verschiedener Zeiten und stehen auch wieder über ihnen Empire, Biedermeierzeit, Jugendstil! Es haben die neuzeitlichen Schöpfungen Meißens auf diesem Gebiete, wie die von Rie - merschmiot, Esser, Niemeyer, van de Velde und Börner auch völlig neue und eigene Linien. Wir sehen endlich auch zahllose prak­tisch-technische Geräte, Schreibzeuge, Pfeifenköpfe, Dosen, Spielmarken, Knöpfe, Meißen besitzt ohne Zweifel den größten Modellbestand von Künstler­werken der Kleinplastik, und die Staatliche Por­zellanmanufaktur ist damit zur Wahrerin eines wunderschönen Kulturgutes geworden. Man staunt Über diese Einigkeit von künstlerischer und technischer Vollendung, über die Verbindung von reiner Kunst mit Zweckmäßigkeit und Brauchbarkeit für das praktische Leben. Und das ist ja, was auch wir als Schaffende der Tierzüchtung wünschen, im Leben und in den Bildern sowie den p l a st i s ch e n D a r st e l l u n g e n der Tiere!

Neben anderen hervorragenden Künstlern hat be­sonders Kändler gewirkt und auch den Grund gelegt für die gesamte moderne Tierbildnerei. Welch ein Leben! Wie fein die Beobachtungen über Hal­tung, Stellung, Bewegung, die er wohl besonders auch in dem Tierpark von August dem Starken beobachten konnte. Manche Linien sind etwas ins Humorvolle gezogen, aber stets in echten Humor, der gerade das Charakteristische in den einzelnen Gestalten hervorhebt.

Die deutsche Züchterwelt, die auf der Ausstellung des Reichsnährstandes in Hamburg nun ihr pracht­volles Können aufs neue zur Schau stellt, gedenkt bei dieser Feier in Anerkennung auch der alten Kulturstätte am Ufer der Elbe und wünscht der Staatlichen Porzellan-Manufaktur von Herzen noch weitere Jahrhunderte ihrer stolzen Blüte!

Aus aller Well.

IahresschauOer ZRofc Hahn" in Dresden.

Die AusstellungDer Rote Hahn", deren Veranstalter die Stadt Dresden zusammen mit dem Hauptamt für Volkswohlfahrt der NSDAP., Ab­teilung Schadensverhütung, ist und die eine Volks­schau für Feuerschutz und Rettungs- wesen darstellt, wurde feierlich eröffnet.

Nach einem Dankeswort des Oberbürgermeisters ferner an alle an der Ausstellung Beteiligten überbrachte General der Flieger W a ch e n f e l d die Grüße des Reichsluftfahrtministers Göring als des Schutzherrn der Ausstellung. Der Präsident des Internationalen Komitees für Feuerschutz- und Rettungswesen, General Peuderoux, erklärte, die Ausstellung überrage in ihrer Bedeutung und ihrer erzieherischen Wirkung alles, was man sich auf diesem Gebiete vorstellen könnte. Der Präsident des Deutschen Luftschutzbundes, Generalleutnant a. 2). Grimme, schilderte die Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes im Rahmen der Brandbekämpfungs­maßnahmen, die in der JahresschauDer Rote Hahn" eine umfassende Darstellung gefunden habe. Er ging sodann auf die Ausbildung der Selbstschutz- fräfte durch den zivilen Luftschutz und öie Erzie­hungsarbeit ein, die sich in den Großstädten und auch auf dem flachen Lande schon jetzt segensreich ausgewirkt habe.

Die Eröffnung nahm Reichsstatthalter Mutsch- mann vor: In der Ausstellung sei eine Tat voll­bracht worden, die fest in der nationalsozialistischen Weltanschauung verankert sei. Volksverbundenheit und praktische Hilfsbereitschaft seien ihre Triebfeder. Infolge Leichtsinns und Unachtsamkeit sänken täglich Werte von einer Million Mark in Schutt und Asche. Der Nationalsozialismus habe eine Abteilung der Schadensverhütung innerhalb der NS.-Volkswohl­

fahrt geschaffen. Die von ihr geleistete Arbeit sei bester Dienst am Volke. Dieser Aufgabe diene die AusstellungDer Rote Hahn", die dem Volke die Bedeutung des Brandschadens und Rettungswesens zeigen wolle. Reichsstatthalter Mutschmann schloß seine sich auch mit der Notwendigkeit des Luft­schutzes beschäftigende Rede mit einem dreifachen Sieg-Heil!" auf den Führer.

Oelbrand bei Lelle.

In Nienhagen bei Celle brach auf dem Förder­turm Elwerath 57 ein Oelbrand aus, der schnell die Ausmaße eines Großfeuers annahm. Zwei am Förderturm beschäftigte Arbeiter versuchten ohne Erfolg, das Feuer mit Handlöschern zu er­sticken. Die Feuerwehren von Nienhagen, Wester­zelle und Grotzmoor konnten gleichfalls nichts aus­richten. Die Celler Feuerwehr bekämpfte das Feuer erfolgreich mit dem Schaumgerät. Der ausgedehnte Brand konnte in einer halben Stunge gelöscht wer­den. Dem Feuer sind sämtliche Maschinen zum Opfer gefallen.

Folgenschwere Gasexplosion in Neuyork. äechs Tote, zehn Verletzte.

Eine furchtbare Gasexplosion ereignete sich in einer der dichtbevölkerten Straßen Neuyorks. Die Explosion brachte ein dreistöckiges Gebäude in der 21. Straße zum Einsturz. Sechs Personen kamen bei dem Unglück ums Leben, während zehn Personen mit z. T. schweren Verletzungen aus den Trümmern geborgen werden konnten. Die von dem Unglück betroffene Gegend besteht vor allem aus alten Wohnhäusern, sog.Elendskasernen", in denen sich auch viele kleine Läden und Garagen befinden. Die Explosion riß eine ganze Hausfront Ijeraus. Zahlreiche Hilfszüge der Polizei und Feuer­wehr versuchten nach erfolgter Brandlöschung noch Ueberlebende zu bergen.

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