Ausgabe 
31.1.1935
 
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Ur. 26 Drittes Blatt

Donnerstag, Zl.Zanuar 1935

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für (vberheffen)

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Verein SV. 05 Wetzlar 1900 Gießen T. u. Spv. Naun-

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öffne man die^Tür desselben mit kräftigem Fluch, uche mit scharfem Blick nach emem Funken und blase so lange in den Ofen hinein, bts das Feuer gänzlich erloschen ist. Dann stehe man auf, massiere das schmerzende Kreuz, entleere das Ofeninnere und beginne von neuem (wie oben!). Erst wenn bte Hütte ich mit beizenden Rauchschwaden zu füllen beginnt, gebe man sich der süßen Hoffnung hin, daß es endlich brennt...

Sammelleidenschaft unter den Tieren.

gesichert.

Tuspo. Bissenberg ist aus der Klasse nicht mehr zu verdrängen. _ . r

Dramen 1914 Frohnhausen hat seine Serie beendet und belegt zur Zeit den 5. Platz.

VfB. Reichsbahn hat seine Spiele alle durchgesuyrt und in seinen letzten Spielen gezeigt, daß die Mann­schaft doch reif ist für die Bezirksklasse. Der BC. Sinn behauptet sich gerade noch.

Unentsch.

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heim

Tuspo. Bissenberg

Dranien 1914

Frohnhausen

VfB. Reichsbahn Gießen

DerElszellgleMeralsVaumeWSkandmavlens

Blick auf eine nordische Winterlandschaft.

Bon unserem H v.G.-Serichierstatter

Es wird höflichst ersucht, die wenigen vorhandenen Schallvlatten nicht zum Skiwachsen zu verwenden, kbwohlsichFräulein F. diese Äethade patentreren

Wie mache ich rasch Feuer?" Man nehme nes Holz, zerkleinere es zu Stricknadelstarke, 500 Späne. Sodann lege man eine Schicht Papier sorgfältig in den Ofen, schichte 300 Spane darüber, sende ein Stoßgebet gen Himmel undzünde an. Hal man Glück, daß die Späne zu knistern begannen, so frohlocke man nicht, sondern lege andächtig etwas größere Scheite nach. Bemerkt man rn nn

©er Tabellenstand der Bezirksklaffe, Gruppe Gießen-Dill

Zeitschriften.

Im Dezember/Januar-Heft derDeutschen Zeitschrift" (Callwey,München) erörtert u. a. Heinrich Weinstock die Bemühungen um ome wirk« liche und echte Reform unseres Bildungswesens.

Eine wahre Erneuerung und Reinigung des Gym­nasiums wird nur aus einer tiefen und gewaltigen Erneuerung und Reinigung des deutschen Geistes hervorqehen." In jener unerbittlichen Feststellung Nietzsches ist zugleich der Zeiteiner tiefen und ge­waltigen Erneuerung und Reinigung des deutschen Geistes" die Erneuerung und Reinigung unserer -otb dungsanstalten nicht nur verheißen, sondern auch anbefohlen. Wir vertrauen darauf, daß dieser Glaube kein frommer Wahn ist, weil, was Nietzsche nach dem Siege von 1871 vergebens ersehnt hatte, von uns nach dem Zusammenbruch von 1918 erwartet werden muß, wenn anders wir nicht auf einen Sinn der über uns verhängten Schicksale überhaupt ver­zichten wollen, nämlich: daßjetzt Einflüsse aus der metaphysischen Wirkung des Krieges zu erhoffen sind. Weinstock schließt sich vollständig der aristo­kratischen Auffassung Nietzsches über den Bildungs- beqriff an, einer Auffassung, die sich bei dem zum Grundsatz unseres ganzen völkischen Lebens erhöbe- neu Führergedanken heute von selbst verstehen sollte. Die Kenntnis dieses Aufsatzes des hervorragenden Pädagogen sollte sich jeder verschaffen, dem es in ernstem Verantwortungsbewußtsein um die Zukunft unserer Bildungsanstalten, um die Zukunft der deut­schen Bildung zu tun ist.

Hochschulnachnchien.

Nach langer Krankheit ist der Vorstand des Kunst­historischen Seminars der Erlanger Universität, Professor Dr. Friedrich Haack, im Alter von 6a Jahren geworben. Er wirkte in Erlangen bis 1934 als Konservator der Staatlichen Gemäldesamm­lung. Professor Haack ist bekannt geworden durch sein BuchDie Kunst des 19. Jahrhunderts , in dem er vor allem die deutsche. Kunst in den Vordergrund rückte. _ , rc ix-

Professor Dr. Hermann Frenzel Extraordi- norius an der Universität Köln, hat einen Ruf als Chefarzt der Hals-. Nasen- und OhrenNinik an den Stadt. Krankenanstalten in Dortmund an« ^Pr7s7ss°r Dr. F. E. O. Schultze. Ordinarius für Philosophie. Pädagogik und experimentelle P y- chologi«, der im Herbst o. I. von der Universität K ö n i g s b e r g an die Universität Halle versetzt worden war, wird auf seinen Antrag an die Uni­versität Königsberg zurückversetzt und ent- pflichtet.

Teutonia Watzenborn-Steinberg und Rb.-Tuspo. Dillenburg werden wohl absteigen müssen, wenn nicht eine neue Zusammenstellung der Gruppe erfolgt.

Marburger Brief.

In der BezirksklasseGruppe Marburg" sicherte sich der VfB. Kurhesfen die Tabellenspitze durch einen 2-1-Sieg auf dem schwierigen Gelände in Ockers- Hausen. Der Platz war stark aufgeweicht, auch brauste ein eisiger Wind über den Platz, so daß sich kein rechtes Spiel entwickeln konnte. Der VfB. war die erste Halbzeit stark feldüberlegen und schoß zwei Tore. Ockershausen holt gleich nach Halbzeit em Tor auf und ist nun seinerseits unter Hilfe starken Rücken­windes feldüberlegen. Die Hintermannschaft, in der Weyand im Tor einen großen Tag hatte wehrt jedoch die vielen Angriffe des Platzvereins sicher ob. Lorey (Kassel) war dem Spiel ein guter Leiter

Die beiden anderen Spiele kamen nicht zum Aus­trag. Gemünden scheute die weite Reise nach Botten- hvrn, Gladenbach ist verbandsseitig gesperrt, so daß auch Breidenbach ohne Gegner war. Der Tor­mann W e y a n d des VfB. Kurhessen spielt am kom­menden Sonntag in der Gaumannschaft gegen den Gau Bayern. Das Spiel des VfB. gegen Biedenkopf ist daher vom Spielplan abgesetzt worden.

Die Abfahrtsläufe in Garmisch.

Norweger überraschen.

Die Deutschen Wintersportmeisterschaften wurden am Mittwoch mit den Abfahrtsläufen für Manner und Frauen fortgesetzt. Dabei gab es eine große Ueberraschung, denn es gelang den beiden nor-

ßere Mächtigkeit und sein schwereres Gewicht das Haupttal viel tiefer ausschürfen, so daß bald die Seitentäler hoch über der Talsohle gleichsam in die Luft ausmündeten und ihr Wasser in brausen- d e n F ä l l e n über oft mehrere hundert Meter hohe, senkrechte Wandstufen ins Haupttal hinabsandten; eine auch in den Alpen häufige Erscheinung, die aber in Norwegen den ganzen Charakter der Fjord- und Tallandschaft beherrscht und in diesem Maße nie­mals durch die Wirkung des Wassers allein hervor- gerusen sein könnte: damit ein Wasserfall entstehen kann, muß der Gletscher vorgearbeitet haben!

Aus einem letzten natürlichen Stausee mündet der Elv" dann endlich in den Fjord. Und das Merk­würdige ist nun die Meisten wissen das nicht, weil man es nicht sehen kann daß die Fjorde nicht an ihrer Ausmündung, sondern ungefähr in der Mitte am tiefsten sind: die Fjorde sind nicht etwa durch die fressende Wirkung des Meeres entstanden (sonst müßte sich zwischen Hamburg und Amsterdam ein Fjord an den andern reihen!), sondern auch sie sind Botne größten Ausmaßes, Eiszeitglet- scherbecken, deren Sperrmoränen unter dem Meeresspiegel gesunken sind, so daß das Salzwasser einströmen konnte.

Es fragt sich, wo all der Schutt, der Schlamm und der Sand geblieben sind, den der Eiszeitgletscher in seinem Jahrtausende langen Fluß zu Tal getra­gen hat. Nun, der ist durch die Fjorde ms Meer geschwemmt und ragt vielfach in Gestalt von Schlammbänken über den Wasserspiegel. T r o m 5 ö , die größte Stadt nördlich des Polar­kreises, liegt auf einer solchen fruchtbaren Schlamm­bank, und ohne sie wäre die Stadt wohl kaum ent­standen. Das Durcheinander von hohen Jnselbergen einerseits, die wie Götterburgen aus dem Meere ragen und zum Festlandkörper gehören, und ange- schwemmten flachen Schlamminseln und Landzun­gen andererseits ergibt längs der Küste ein eigen­artig buntes Landschaftsbild. Wohl nir­gends ist das so auffallend wie vor der Ausmün­dung des Geiranger Fjordsystems, rings um Ale - sund. Diese flachen Inseln und Halbinseln sind von größter volkswirtschaftlicher Bedeutung, denn sie

Die Eiszeit war es, die Skandinavien seine wohl sicher nicht endgültige, aber doch heutige Gestalt verlieh. Dem Gletscher allein ist es zu verdanken, daß Norwegen eines der schönsten Länder der Erde ist, und daß es außerdem ein Polt zu ernähren ver­mag. Er allein hat den Formenreichtum der Taler, die tausend Seen, ja selbst die Wasserfalle geschaf­fen. Sein Werk find die Fjorde, und die Bewohn- barkeit und der Fischreichtum der Küste sind auf die Arbeit des Gletschers zurückzuführen. Für den der das erhabene Schweigen und die öde Einsamkeit des Kosmos sucht, hat der Gletscher auf den inneren Hochflächen Geröllwüsten hinterlassen, die ihres-

überslüssig erscheint alles menschliche Dichtwerk, ge­messen an dem unerschöpflichen Erfindungsreichtum der Natur, der Wirklichkeit! Hier an Torghat- t e n so heißt der durchlöcherte Jnselberg hat sich einmal die Brandung des Meeres durch eine weichere, leichter lösliche Gesteinsschicht mitten hin­durchgefressen. Damals, als Skandinavien noch nicht zum zweiten Male emporgehoben worden war.

Auch jenes Rondane-Gebirge hoch oben und weit drinnen im Binnenlande ist vom Meere abgelagert worden. Und zwar vor (geologisch gesprochen) gar nicht allzu langer Zeit, sonst wären die Kalkkuppeln längst wieder zerfallen.

Aber sehen wir nun von unterer höchsten Aus­sichtswarte westwärts! Auch hier grenzenloses, ein­förmiges Hochland, wenn man auch dazwischen die Schluchten ahnt, in denen sich die Fjorde zum Meere winden. Aber im Gegensatz zu dem ganz eisfreien Gebirge des trockenen, kontinentalen Ostens sehen wir hier nahe der niederschlagsreichen, also im Winter schneereichen Küste eine Vergletsche­rung, die wie eine letzte Spur der Eiszeit anmutet.

Hier schimmert Jostedalsbrä, der g r ö ß t e G l e t - scher Europas (wenn man vorn isländischen Vatnajäkul absieht). Ein nach allen Richtungen hin viele Meilen weites, kaum gegipfeltes Hochplateau ist ganz und gar von feinem mächtigen, aber spalten­armen Firn übergossen. So etwas gibt es in den Alpen nicht, wo man immer noch die Struktur der Gletscher übersehen kann, die hier gewöhnlich aus mehreren zerklüfteten Quellbecken in einer gemein» amen Zunge abfließen. Diese unabsehbare Firn- wüste von Jostedalsbrä, ihre zahllosen Abflußglet­scher und ihre vielen kleineren, aber gleichgearteten Trabanten: das allgs erinnert an den Nordpol. Oder eben an die Eiszeit.

Und wenn je eine neue Eiszeit heranrucken sollte, t>ann so empfindet man es! wird sie von Jostedalsbrä ausstrahlen bis in bas Herz Europas

Anschlagzettel aus bayerischen Gkihütten.

Bon Gertraud von Boeck

Es ist verboten, mehr als einmal pro Nacht und pro Person zwecksWetterinsormation" das Weite zu suchen, da sonst die mühsam kondensierte Lust entweichen oder sich verbessern könnte.

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Es wird gebeten, sich während der Nacht möglichst oft umzudrehen und sonstige Verschiebungen vorzu- nehmen damit etwaige im Nachlassen begriffene Staubwolken neuerdings aufgescheucht werden und somit eine bessere Atmung*vermitteln.

Es ist zu empfehlen, bei freier Wahl die unteren Laaer aufzusuchen, da nur hier ein langsames, aber sicheres Erfrieren garantiert werden kann.

Es ist gestattet, morgens als Erster aufzustehen, Feuer zu machen, Wasser zu holen und für die kud-r-u Kaffee zu kochen. Ungestörtes Arbe.ten w.rd

geben Platz für Besiedlung und fruchtbaren Boden für Dolksernährung.

Aber damit nicht genug, besteht der ganze Meeres- gründ vor der norwegischen Küste aus versunkenem Schwemmlande. Im Gegensatz zu den sehr tiefen Fjorden ist das Meer so flach, daß die Fische sich hier millionenweise zur Paarung sammeln. Außerdem dringen die schweren kalten Strömungen, die auf dem Grunde des Weltmeeres versinken, nicht in diese Flachsee" vor, und die Wunderwirkung des Gols- stromes wird dadurch noch erhöht. Erst einige Meilen außerhalb der Küste und ihres Jnselgurtels bricht der Meeresgrund beiStoreggjen",der gro­ßen Kante", in ozeanische Tiefen nieder.

Verblüffend, aber wahr: ohne die Eiszeit wäre Norwegen ein arktisches, ein unbewohntes Lan d! Es hätte nicht die Wärmeentwicklung der Flachsee: nicht den F i s ch s e g e n: nicht den Wohn­raum und Nahrungsgrund auf den Schlammban­ken der Küste. Es gäbe nicht den Reichtum nor­discher Kultur. Und wenn die Einnahmen durch den Fremdenverkehr heute an fünfter Stelle der norwegischen Außenhandelsbilanz stehen, so ist auch dies ein Geschenk des Gletschers, der das Land zu berückender Schönheit geformt hat: Eine wild zerrissene Küste mit hundertfünfzig­tausend Inseln davor; ein Gewirr von Fior­den, ein Ueberreichtum an Talstufen und Wasier- fällen und eine Unzahl von Seen. Das alles, gibt es nur in Ländern, die der Gletscher bis zum Mee­resspiegel hinab bearbeitet hat: in Feuerland; aber nicht in Portugal, das geologisch sonst mit Nor­wegen wesentlich übereinstimmt.

Auch unsere königlich stolzen Alpen haben ihre Eiszeit gehabt, denn der Mont Blanc ist doppelt |o hoch wie der Galdhöppig. Aber das ist sehr mel lan­ger her, denn in der südlicheren Lage mußte der Gletscher früher abschmelzen. Darum hat dasWa,- ser hier die meisten Gletscherseen langst wieder zu- geschwemmt ebenso wie andererseits die Ver­witterung wohl den betörendsten Kamm- und Gip- felreichtum ausgesägt hat, den die Welt kennt Nur die Spuren der Eiszeit sind nicht mehr so frisch und deutlich.

er,hatte Muido eine besondere Vorliebe; vermißte man sie, dann wußte man schon, wo sie zu finden waren. Bald pflegte meine Frau jeden Abend seine Backentaschen auszuleeren. Anfänglich sträubte er sich später kramte er von selbst seine Schätze aus, wenn er auf den Schoß genommen wurde. Da kamen dann Steinchen, Erbsen, Münzen, Bohnen, Nägel, Korke, Fingerhüte, Glasstöpsel und andere Dinge zum Vorschein, davon er die nicht ander­weitig gebrauchten behalten durste, denn er verlor fein einziges Stück." Auch unter den Vorrat sam­melnden Nagetieren soll es einige geben, die nicht nur eßbare, sondern auch ungenießbare Dinge auf - speichern. Die Discacha der südamerikanischen Pampa stapelt ganze Karrenladungen von Vieh­knochen- und Hörnern um den Eingang ihres Baues auf; wenn die Gauchos etwas suchen, gehen sie zuerst an diese Orte. Es hat die Forscher schon lange beschäftigt, welchem Trieb die Tiere bei der­artigen auf den ersten Blick nutzlosen Handlungen wohl folgen. Schrenck v. Notzing ist der Ausfassung:

Vielleicht erleichtern sie sich in der einförmigen baumlosen Ebene auf diese Weise die Orientie­rung, da ihre Sehschärfe bei dem fast .ständigen Aufenthalt unter der Erde sehr gering ist. Ein ausgepichter Dieb unter den amerikanischen Waldratten ist die Bergratte des westlichen Kolo- rado, di« alles mit sich schleppt, was ihr in den Weg kommt und die ganze Trödel-Magazine aus Kleidern, Schuhen, Messern, Löffeln und anderen Dingen in ihrer Höhle oder in unmittelbarer Nahe davon aufstapelt. Auch der hamstergroße Ziesel der aus dem Osten fetzt sogar bis Schlesien und Sachsen gekommen ist, ist ein Raritaten-Sammler und trägt gern glänzende Dinge zusammen unter denen Glas- und Porzellanscherben und Metall- gegenstände die Hauptrolle spielen. Der Pfleger eines Baumhörnchens aus dem Urwald Kameruns fand in der Behausung seines Zöglings ein ganzes Arsenal von Zündhütchen, Patronenhülsen, bunten Scherben und anderem. Von den Raubtieren sind zwei Fuchs- und zwei Schakalarten dafür bekannt, Lf» sie vollkommen unbrauchbare Gegenstände £U= sammenholen. Ein Fovschungsr^sender beklagte sich schon im 18. Jahrhundert über den Polarfuchs, der hm rudelweise Messer, Stöcke, Säcke, Strumpfe und Schuhe von den Wohnstätten weggeschleppt hnhe Der Azara-Fuchs Südamerikas wird mimer Är Dstbst°hl- °°n 3äumen, Sätteln Steg, bügeln und Messern bezichtigt. Auch der Schabracken- Schakal Afrikas ist bei den Eingeborenen deshalb so unbeliebt, weil er stiehlt was mchtmet-und naaelfeft ist. Man vermutet, daß bei den Nagern vor allem die Besitzfreude Beweggrund -hre-.Tuns ist während man den Raubtieren eine ausgeprägte Lust zum Stehlen zur Last legt.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Hammerfest, im Januar 1935.

Wir wollen von Galdhöpiggen, dem höchsten Berge Skandinavien, aus das Land über­schauen. Ringsum ragen die mächtigen Feldhörner Jötunheims, doppelt drohend durch ihre unnah­baren Gestalten und durch die schwarze Farbe ihres Gabbrogesteins. Gabbro ist eine der härtesten Fels­arten. Darum haben die Gipfel von Jötunheim der gebirgseinebnenden Verwitterung der Jahrhundert­tausende Widerstand geleistet. Sie konnten zum Gletscher der Eiszeit sagen:Geh außen herum!" Und in jener Epoche waren sie wohl die einzigen Felsspitzen Skandinaviens, das damals so aussah wie heute das Innere von Grönland, das seiner ganzen Ausdehnung nach unter einer unvorstellbar dicken, aber flachen Eismasse begraben ist. Und darum sind sie noch heute die einzigen wahren Al­penzinnen des grenzenlosen und einförmigen, nur an den Küsten ausgezackten skandinavischen Hoch­landes.

gleichen suchen. ......

Hier oben fiel all der Schnee, der sich allmählich in Massen häufte, und unter seinem eigenen Gewicht VC. Smn zum Gletscher verhärtete. Und von hier aus f^' ®ahenbo1 Eis durch die Täler ab, die das Wasser vorgebildet

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Dillenburg 14

SV. 05 Wetzlar steht an erster ------

mehr einzuholen. Es fei denn, daß er die zwei noch ausstehenden Spiele verliert und 1900 Gießen seine drei ausstehenden Spiele gewinnt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist das Rückspiel 1900 Gießen gegen 05 Wetzlar am 10. Februar.

Auch Naunheim hat sich einen guten Tabellenstand

Es ist nicht absolut notig, seine Mannllchkelt durch Leeren der Rumslasche zu beweisen, man. kami d es ebensogut durch Holzhacken tun. Einige Klafter hinter der Hütte harren überschüssiger Krafie.

Anfängerinnen wird geraten, sich burÄ ® ^ttteb abspülen und Jodfen beliebt zu machen. Eme mttM mäßige Skiläuferin, die einen anständigen Maner Nörrenaus den Tisch bringt, hat auch °m° g-w.sie Daseinsberechtigung.

Neuhinzukornrnenden sei gesagt: Es ist nicht ver­boten, die Hütte in sauberem und aufgeräumtem Zu

Seit je hat es unter den Menschen leidenschaft­liche Sammler gegeben, und zwar war es xW nur ihr Ziel kostbare Reichtümer anzuhaufen, die jeder Zeit wieder an den Mann gebracht werden können, sondern sie haben stets auch mit viel Liebe und Sorgfalt seltsame und nutzlos erscheinende Dinge zusammengetragen, die von anderen ^erhaupt un­beachtet blieben, oder die erst viel spater, vielleicht nach dem Tode des Besitzers, einen unerwarteten Wert erhielten. Dieser Sammeltrieb muß in der menschlichen Natur angelegt sein, denn schon den Kindern erscheinen alle möglichen und unmöglichen Gegenstände aufhebenswert, vom verrosteteni Jta- gel angefangen bis zu Briefmarken- und Zigare - tenbilder. Daß es auch in der Tierwelt leidenschaft­liche Sammler gibt, ist eigentlich nur von emigen Vögeln allgemeiner bekannt. Krähen^.Elstern und Dohlen haben, wie in derJllustnrten Zeitung, Leipzig" mitgeteilt wird, eine unüb erratndliche Zu- nrigung zu Schmucksachen und anderen glauz°ud n Dingen, die sie sich mit viel List zu beschaffen wis­sen. Auch in Horsten des Kolkraben hat man schon manche blanken Gegenstände Kunden, die J Meisterdieb" gestohlen hatte. Wenn diese raben­artigen Vögel anscheinend durch die Sd)rotengr des Erwerbs und durch ein ausgesprochenes Desitz- gefühl zu ihren Diebereien verlockt werden, so durf­ten anbere Vögel, wie die Kragenvogels Australlens und Neuguineas, mehr einem ästhetischen Neiz f - gen, wenn sie Blumen, Muscheln und tige Federn zur Ausschmückung ihrer lunswolle Lauben" heranholen.Rantaten-Sammler sind jedoch auch unter den Saugetieren zu fmden Wider Erwarten gehören unter den Affen oll^v Anschein nach nur die Meerkatzen dazu. Brehm schildert eine, die vor allem hinter Goldmünzen diuterher war, die sie aus der Kasse ihres Besitzers stahh und in den Backentaschen verbarg. Pechuel-Lvesche^berich tet von einer Schnurrbart-Meerkatze (Blaumaul), die er fünf Jahre lang gepflegt »edterfie

ihre Beute unter Schranken, m.Gardinen-Falten

h Aber in diesen bisher gleichmäßig abfallenden Tälern grub nun das Eis jene Botne aus, überall da, wo die Zunge des Gletschers für kürzere oder längere Zeit endete; und vor jedem Becken wurde mit all dem Geröll, das von den Bergen auf den Gletscher fiel und mit ihm zu Tal floß ober auch von der Talsohle abgeschürft und vom Fuße des Gletschers weitergeschoben wurde, eine Moräne an­gehäuft, ein Staudamm aufgeschüttet. Nach der Eis­zeit sammelte sich dann in diesen natürlichen Stau­becken alles Schmelzwasser der Gletscher zu fenen Seen aus denen die kurzen heutigen Flußläufe Nor­wegens zum größten Teil zusammengesetzt sind.

lieber all da, wo die Seitentäler in dieFiord- ... «» n r i e 11 oe- täler" einmünden, vereinigten sich die Quellgletscher ',°naw-m/uüd wst zum Houptgletscher. Dieser konnte durch ,°m° gro^

In ihre steilen Flanken sind klein«, aber harte und zerborstene Gletscher gebettet. Die haben sich in den Hängen der Berge Mulden gegraben, Becken ausgehöhlt und diese wieder mit ihrem Moränen­schutt abgedämmt. Das kann nur das Eis mit seiner. gewaltigen Last und seiner zäh fließenden und schürfenden Gletscherzunge. Das dünn- und schnell­flüssige Wasser kann nur Rinnen graben, aus denen sich später durch die Verwitterung Täler mit einiger­maßen gleichmäßigem Gefälle bilden. Das Gletscher­becken zu schaffen, denBotn", wie man es in Nor­wegen nennt, aus dem später das Seebecken wird, 'bas ist dem Eis vorbehalten.

In Kohle und Kreide gezeichnet ist dieses Jötun­heim, mit harten Strichen hingeworfen auf den Hintergrund des Himmels wie in wilder Fieber- phantasie. Nirgends sieht man in ein grünes Tal hinab, auch im Osten nicht. Dort erstreckt sich das skandinavische Hochland formenarm und endlos bis zur Morgenröte. Wie ein graues Meer, das in wildem Aufruhr zu Stein erstarrt ist; aber gegen Morgen allmählich abgedacht. Nur im Nordoften erheben sich darüber die mächtigen Kalkkuppeln des Ronda ne-Gebirges. So liegt dieses Land am äußersten Rande der Welt, und fo lag es schon am äußersten Rande der Zeit, lange, lange, ehe die Alpen aus dem Meere stiegen.

Skandinavien ist eines der ä 11 e st e n S t u ck e der Erdoberfläche; älter als das Leben hoher «ntivickelter Tiere, denn sein Fels birgt kein« Fossi­lien. Von dem wilden und glühenden Vulkanismus der jungen Erde wurde es aufgeworfen vor Sternenzeiten, und durch die Schrumpfung der noch kaum erstarrten Erdoberfläche wurde es m Kämme gefaltet in einer unausdenkbar fernen Vergangenheit; bann wieder abgetragen in Jahr­hunderttausende langer Verwitterung zu einer Ebene in Höhe des Meeresspiegels und bei weiterer Erkaltung der Erde und Schrumpfung ihrer Rinde nochmals ein paar tausend Meter über das Meer erhoben, zu seiner heutigen stolzen Hohe, unb wie- der war es vom Wasser zerfurcht und tm Begriff zu verfallen, als der Gletscher der Eiszeit sich kalt und schwer barüberlegte.

Unvorstellbar sinb bie Kräfte, die ine Erbe ge­stalten «unb verwickelt unb verwirrend ist der ewige Wechsel Zwischen Land und Meer Vor der nord-norwegischen Küste ragt eine hohe Felseninsel. Etwa hundert Meter über dem Meere ist ein Loch quer durch den ganzen Berg gebohrt wie ein riesiger Bergwerksstollen Die nor­wegische Phantasie schmückt dieses Naturwunder mit ganzen Sagenkreisen aus, ebenso wie sie Jötunheim mit den R ie s e n d e r V? r Ze i t be­völkert. Aber wie armselig, wie