Ausgabe 
31.1.1935
 
Einzelbild herunterladen

Oberheffen

Die Ergebnisse.

gegen spröde Haut

Urheberrechteschutz: Fünf-Türme-Verlag, falle (S ).

Nachdruck verboten!

22 Fortsetzung.

wiedergab.

SX CREME

M

3

2

3

as soll ich denn mit einem Auto?

ROMAN VON KÄTHE METZNER.

<x> Eberstadt, 30. Jan. Im hiesigen Turn- verein fand gestern eine Sitzung statt, mit der eine Gerätebesichtigung verbunden war. Im Ver­laufe der Zusammenkunft gab der Vereinsfuhrer G. K o ch einen ausführlichen Bericht über den in Gießen abgehaltenen zweiten Kreisturntag des Kreises Lahn-Dill, der von den Mitgliedern Der-

menhanglos schienen. .

Vater, lieber Vater! Du gibst mir die Hand zur Versöhnung mir und meinen Kin- dern. Oh meine Linde nun brauchst du nicht mehr dein hartes Brot zu verdienen auch Gisa nicht mein armes, verirrtes Kind nun seid ihr reich'... Ach, hat Gott dein hartes Herz doch ge­rührt, Vater? Ich hab' es ja so bitter gebüßt und hatte ihn doch nur lieb aber er war nicht chlecht nur schwach wie Gisa ... Oh, mein Sott, nun kommen meine Kinder in die Heimat du wirst sie liebhaben, Vater sie werden feine Sorgen mehr haben keine Sorgen mehr ... Frau Steinbrück lächelte wirklich bei diesen Wor­ten beinah selig. ,Keine Angst ...

Mit einem Male aber veränderte sich der Aus­druck ihres Gesichts jäh. Es wurde fahl, die Augen irrten umher dann ging der Blick rote tn un­endliche Ferne und erlosch.

Die kleine Gerlinde hatte das treueste Herz auf dieser Welt verloren. *

Spät am Abend krabbelte eine ältere Dame die Treppen zu der kleinen Mietwohnung hinauf und klopfte leise. t v , . .. .

Gerlinde öffnete selbst, doch dann schrie sie auf, und alle Starre schien sich von tfyrer ®ruft ju lösen, die bis zu diesem Augenblick unheimlich über

Und dann war es soweit, daß Gerlinde der Mut­ter das letzte Lebewohl sagen mußte.

Mit wankenden Knien machte sie die wenigen Schritte zu dem offenen Grabe hin. Da stand sie nun totenblaß und doch erschütternd in ihrer er- greifenden Schönheit. Ein vater- und mutterloses ; lind. . ,

Sie beugte sich zu der Schale mit ftischen Blu- men. Kein Auge blieb trocken bei diesem Anblick, und ein hörbares Schluchzen ging durch die Reihe der Anwesenden. _, .

Mutter!" Ein markerschütternder Schrei gellte, dann brach Gerlinde am Grabe der Mutter lautlos zusammen. ~ . ..

Menschen sprangen hinzu. In Hast wurden die letzten Trauerzeremonien erledigt, mähend man Ger- linde schon ins Auto trug.

Polternd schlugen die schweren, gefrorenen Erd- chollen auf Frau Steinbrücks Sarg. Die Menschen eilten schnell davon. Es war bitter kalt, und man wollte sich nicht noch der Gefahr einer Erkaltung aussetzen. .

Die Tote war vergessen über der Lebenden, um die Scholzchen sich in Angst und Sorge bemühte. Doch Gerlinde schlug bald die Augen auf tote konnte sich sofort an das erinnern, was geschehen

erzählte.

Ja, ich stehe da auch vor einem Rätsel- iv eine ganz ungewöhnlich starke Erregung muh doch ihren Grund haben. Hat die Kranke nichts erzählt?

Gar nichts, gar nichts, Herr Doktor", beteuerte die alte Frau und preßte das Taschentuch an ote verheulten Auges, _________ _____

w Gerlinde ^war völlig gebrochen. Sie schluchztemcht und klagte nicht mehr In der ihr eigenen stillen Art ertrug |ie auch jetzt den größten Schmerz ihres

Kreis Friedberg.

4- Butzbach, 30. Jan. Geldspenden in der Form von Eintragungen in das0 p fe r b u d) des Deutschen Volkes" in unserer Gemeinde laufen nach wie vor reichlich ein. Bisher wurden insgesamt 1400 Mark gezeichnet.

Mademoiselle Gisela Steinbrück schwer er- krankt, Lungenentzündung, Kommen unmöglich. Schwester Louise."

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 30. Jan. Gestern abend fand im Sitzungssaals der Gemeinde die Generalver­sammlung der Freiwilligen Feuer­wehr statt. Der erste Kommandant Schäfer er­stattete zunächst den Geschäftsbericht. Im Jahre 1934 fanden acht Hebungen statt, an denen 73 v. H. der Aktiven teilnahmen. Außerdem fand die Be­sichtigung durch Kreisfeuerwehrinspektor Bouf­fier statt, bei der die Wehr recht gut abschnitt. Die Feuerschutzwoche fand ihren Abschluß mit einem Werbemarsch und einem Brandangriff, bei dem die SA.-Reserve den Absperrdienst versah. Besucht wurde der Feuerwehrverbandstag in Bad-Nauheim, beim Kreisfeuerwehrtag in Leihgestern war die Wehr fast vollzählig vertreten. Die Wehr zählt heute

40,69 Mark. ~ n r v ri .

* Leih gestern, 31. Jan. Im Laufe des gestn- gen Tages wurde der 36jährige Handwerksbursche W e i z m a n n aus Neckarsulm von der Gendar- merte fe st genommen, da er, während er tm Dorfe bettelte, sich in beleidigenden Aussprüchen gegen die Reichsregierung erging.

(D Grüningen, 30. Jan. Auf Anregung des hiesigen Obstbauvereins hielt in dem gut-! besetzten Rathause Herr Vogt (Frankfurt) einen mehrstündigen Vortrag über Schädlingsbekämpfung. Es wurde eine Kommission gebildet, welche die für den Obstbau schädlichen Bäume anblättet, damit der Besitzer gezwungen wird, diese Bäume zu entfernen. Ferner wurde angeregt, in diesem Jahre von der Gemeinde eine Spritzaktion durchzuführen, damit auch die Besitzer von Obstbäumen, die sich noch an keiner Schädlingsbekämpfung beteiligt haben, heran- gezogen werden können. Weiter gab der Redner

Mit aller Anstrengung gelang es ihr endlich, Frau Steinbrück auf das Bett zu tragen, das schon seit Wochen hier im kleinen Wohnzimmer aufge- schlagen war. Die Kranke gab keinen Laut von sich. Sie lag in tiefer, schwerer Ohnmacht.

Die arme Wärterin wußte nicht, was sie zuerst tun sollte. Wie war das nur gekommen? Hatte sie etwas versäumt? Aber gerade heute morgen war die Kranke doch so still, wenn auch sehr schwach gewesen, und hatte ihr ausdrücklich gesagt, daß sie ruhig allein bleiben könne. Frau Müller möchte inzwischen in der Küche sauber machen, damit der kleine Haushalt immer schön in Ordnung bliebe.

Frau Müller bat die Nachbarin, doch ein paar Minuten bei der ohnmächtigen Frau Steinbrück zu warten, während sie selber, so schnell sie ihre alten Beine trugen, ans Telephon beim Kaufmann

Gefährliche Einbrecherbande in Mainz verhaftet.

Mainz, 30. Jan. (LPD.) Seit einiger Zeit wurde Mainz und nähere Umgebung von einer Einbrecherbande in Schrecken gehalten. Bet ihren Raubzügen nahmen die Diebe mit sich, was ihnen in die Hände fiel. Den Nachforschungen der Kriminalpolizei ist es nunmehr gelungen, drei Täter dingfest zu machen. Es handelt sich um den 34jährigen Peter M u ß l e ck, den 23jährigen Nikolaus Josef Rauch und den 24jährigen Karl Scho rnsth eimer. Bis jetzt konnten ihnen dreizehn Einbrüche, die sie in Mainz, Weisenau, Gonsenheim und Harxheim verübten, nachgewiesen werden. Ohne Zweifel kommen sie aber für weit mehr Einbrüche als Täter in Frage. Die Ermittlungen sind noch im Gange. Bei den Tätern konnte noch eine erhebliche Menge des Diebesgutes ermittelt und den Geschädigten zurück­gegeben werden.

Aber noch schien ihr Leidensweg nicht zu Ende zu fein. Der nächste Tag brachte eine neue Hiobs­botschaft. Aus Paris kam ein Telegramm.

Meldete die Schwester ihre Ankunst? Gerlinde öffnete es ahnungslos, wurde dann aber ganz er­regt und reichte es, ohne ein Wort zu sagen, Fräu­lein Scholz.

Das Telegramm kam aus dem Pariser Kranken­haus St. Jeanne. Es war von einer Krankenschwe­ster ausgesetzt und lautete:

unten im Hause eilte.

Zuerst den Arzt, der sofort zu kommen versprach dann Gerlinde.

In einer halben Stunde waren beide b^ Ger- linde war sofort mit einer Taxe aus dem Geschäft heimgefahren. Totenbleich lehnte sie an der Tur

Mutti, was ist mit meiner Mutti? schluchzte sie ununterbrochen, während der Arzt Frau Stein­brück eine Kampfereinspritzung machte.

Dann trat er mitleidig zu Gerlinde heran und sttich ihr väterlich über Das Haar:

Siebes, armes Kind, seien Sie ganz, ganz tap- fer! Eine ganz unerklärliche Erregung mutz Ihre liebe Mutter so gepackt haben, dah ihr schwaches Herz dabei fast versagte. Aber ihre Stunden waren sowieso gezählt. Das kranke Herz war schon so matt, daß alle Bäder hier nicht mehr^hatten hel­fen können. Ein neues Herz kann auch der beste Arzt nicht einsetzen. Das kann allein Gott wied gesund machen aber nicht mehr in diesem Le-

Wie aus weiter Ferne fanden die Worte Oerün- des Ohr. Sie schluchzte nicht mehr. Wie erstarrt roa das Mädchen in ihrem furchtbaren Schmerz, to wußte und hörte aus allem heraus nur das^etn . die Mutter wollte von ihr gehen die Mutter!

Draußen sprach der Arzt noch kurz nut der AZar- terin, die ihm in wenigen Worten den Vorgang

89 Mitglieder, von denen 74 aktiv Mitwirken. Kom­mandant Schäfer dankte allen Kameraden für ihre Mithilfe und hofft, daß es so bleiben möge. Den Kassenbericht erstattete Kassierer Friedrich Kreiling. Kamerad Christian Kreiling bestä­tigte die Richtigkeit der Kasse. Die Einnahmen be- tragen in 1934 232,31 RM., die Ausgaben 217,25 RM. Der Beitrag der passiven Mitglieder beträgt im Jahr 2 RM. Der Uebungsplan für 1935 wurde wie folgt festgesetzt: am 16. März, 31. März, 13. April 28. April, 11. Mai, 26. Mai, 15. Ium, 30. Juni, 14. Juli, 25. August. An Neuanschaffun­gen werden Schläuche benötigt. Kommandant Schäfer verlas noch ein Merkblatt über die Kreismotorspritze und gab weiter noch bekannt, daß in der zweiten Woche des Februar Unterricht über

Gisela, meine Gisela! Geh du nicht auch noch von mir!" meinte Gerlinde auf.

Und wieder mußte Scholzchen das arme Kino an ihr Herz nehmen und es streicheln und ftrei- cheln. Worte halfen hier nicht.

Dann kam der schwerste Tag für Gerlinde, die Mutter auf ihrem letzten Wege zu begleiten. Es war doch immerhin eine ziemlich stattliche Schar, die dem schlichten Sarge der stillen Dulderin folgte. Viele Hausbewohner hatten es sich nicht nehmen lassen diesem Begräbnis beizuwohnen. Wie so oft bei solchen Anlässen, waren auch hier Neugier und Sensationshunger im Spiel. Zu viele Menschen gibt es leider, für die die Tragik anderer em willkom­menes Schauspiel ist.

Die arme Kleene kann einem leid tun; bet arme Ding Die Jroße soll wohl in Paris fein. Die kam doch immer mit sonem Kavalier im Auto an. Is Tänzerin", so tuschelte man sich zu. Selbst hier auf dem letzten Wege konnten einzelne Frauen ihre Geschwätzigkeit nicht zügeln, wahrend andere in wirklich ehrlichem Mitleid im Trauerzug schritten.

Aus dem Modehaus Merkur war ebenfalls eine ganze Anzahl Kollegen anwesend Selbst der Pro- vagandachef, der Gerlinde besonders schätzte, hatte es 9fid) nicht nehmen lassen, der Mutter Gerlindes die letzte Ehre zu erweisen.

Ernste, eindrucksvolle Worte sprach der Pfarrer. Und die Sensationshungrigen kamen wirklich noch auf ihre Kosten ... Denn beiläufig erwähnte er, daß die verstorbene Frau Klara Steinbruck eme geborene Gräfin von Nyssen gewestn sei.

Hm, da spitzte sich manches Ohr! Nun rourbe frei- lich vieles klar. Jetzt war feder überzeugt, baß er schon immer gefunden habe, baß bte Frau Stein- brüd so etwas Besonberes, so etwas Vornehmes an sich gehabt habe. Unb bie Mäbels auch. Diese Tatsache gab bem Hausklatsch noch lange Nahrung.

An Gerlinbe aber ging alles vorbei. Sie horte bte Worte bes Pfarres nicht unb sah nicht, was um ste i vorging. Sie sah nur mit unheimlich starren Augen auf ben Sarg, ber bas Liebste barg was sie auf her Welt besessen hatte, unb ben nun bie schwarzen Männer in bie kalte, schwere Erbe senkten, die nichts

ihr gelegen hatte. .

Es warScholzchen", bie ben Weg hierher ge- funben hatte und die nun erschüttert am armseligen Totenbette derjenigen stand, die sie früher nur in Glanz unb Reichtum gekannt hatte.

Scholzchen hatte es keine Ruhe gelassen. Si- mußte nach Gerlinde sehen, mutzte sehen, ob sie ihr nicht beistehen konnte. Und wirklich. Scholzchen nahm alles in die Hand. In ihrer klugen, resoluten Art erledigt- sie für Gerlinde alles, was bei einer 1° traurigen Gelegenheit zu erledigen ist. Sie war es auch, die an Gisela nach Pans telegraphierte, und sie war es, di- Gerlinde mit zu sich nach Hause nahm in ihre hübsche, freundliche Wohnung, nach- dem der Leichenwagen Frau Steinbruck bereits

einen Ueberbücf über die nationale Notwenbigkeit bes beutschen Obstbaues. Sobann schilderte er bie Pflanzung unb Zucht ber Obstbäume. Im Namen des Obstbauoereins sprach Obstbaumwart Aller dem Redner für den lehrreichen Vortrag Dank aus. MitSieg-Heil-" auf ben Führer unb Voltskanzler rourbe ber Vortrag geschlossen.

oo Eberstabt, 30. Jan. Der Korns blumenoerf auf bes VDA. zugunsten des Winterhilfswerkes erbrachte in unserer Gemeinde den Betrag von 9,60 Mark.

heutige Anzeige.)

Oberbürgermeisterwahl in Worms.

LPD. Worms, 30. Jan. Am Mittwochabend fand im festlich geschmückten Ratssaal die Wahl des Oberbürgermeisters statt. Einstimmig wurde der seitherige kommissarische Oberbürger­meister Pg. Bartholomäus auf die Dauer von zwölf Jahren zum Oberbürgermeister der Stadt Worms gewählt. Die Wahl wurde in Anwesenheit des Reichsstatthalters in Hessen, Gauleiters Sprenger, vollzogen, der den neuen Oberbürgermeister herzlich beglückwünschte und Ausführungen zur neuen Reichsgemeindeord­nung machte. Anschließend sprach der neugewählte Oberbürgermeister, der erklärte, baß er bestrebt fein werbe, das volle Vertrauen ber Wormser Bürgerschaft zu erringen und nationalsozialistischen Geist in das Herz eines jeden Wormsers zu bringen.

Wieder ein Kokainschmuggler festgenommen.

LPD. Darmstadt, 30. Jan. Das Kokain der hiesigen pharmazeutischen Großfabrik E. Merck scheint einen unwiderstehlichen Zauber auszuuben. Nachdem in den letzten Monaten bereits eine Reihe von Kokainschmugglern aus ber Schweiz, Frankreich unb ber Tschechoslowakei in naiver Weise versucht hatten, Kokain zu erlangen unb babei ber Polizei in die Hände gefallen waren, kam gestern wieder ein Tscheche auf die Idee, in Deutschland Kokain entgegen den gesetzlichen Vorschriften zu er­halten und dann über die Grenze zu schmuggeln. Sein Versuch mißglückte, denn die Polizei nahm ihn fest. Bor dem Strafrichter wird er alsbald erfahren, welche Strafen für die Verletzung deutscher Gesetze verhängt werden.

Geflügel-Aussteilung in Watzenborn-Steinberg.

Y Watzenbom-Steinberg, 29. Januar. Am Samstag und Sonntag hielt der Geflügel- und Kaninchenzuchtverein Watzen­born-Steinberg im LokaleZum grünen Baum" (Ludwig Schmandt) feine diesjährige Lokal-Ausstellung ab. Die Schau war in vier Ab­teilungen mit insgesamt 138 Ausstellnummern ge­gliedert. Die Ausstellungsleitung (Karl Häuser, Wilhelm S ch w i n d t und Karl Weih) hatte für eine stattliche Anzahl Zusatzpreise gesorgt. Als Wer­tungsrichter amtierte Wilhelm Nern (Pohl-Göns).

Verzeihen Sie mir die Schwäche, liebes Frau­lein Scholz aber ich konnte nicht dafür e» war so schwer", flüsterte Gerlinde leise.

Ist ja alles gut, mein Kind", erwiderte Scholz­chen beruhigend.Nur nicht aufregen! Jetzt ganz till sein." r r

Wie auf ein ganz kleines Mädchen sprach Scholz- chen auf Gerlinde ein, die sich auch scheinbar etwas beruhigen ließ. w , , _, ,

Gegen Abend dieses schweren Tages fuhr scholz­chen noch einmal hinaus nach der kleinen Stern- brückfchen Wohnung. Sie schloß die Fenster, die noch immer weit geöffnet standen und entnahm einem Wäscheschrank verschiedenes Notwendige sur Gerlinde, die sie nicht von sich zu lassen gedacht«.

Das Arme, das Gute keinen hat sie, gar keinen mehr. Da muß die alte Scholz doch zu was nütze fein", sagte sie und nahm es als eine Fügung des Himmels dankbar an.

Sie sah sich in ber kleinen Wohnung um. Sau­ber, aber ärmlich war alles hier.

, Die schone reiche Komtesse, wie furchtbar mutz sie gelitten haben?! Unb wie still hat sie gewiß alles ertragen! Ein ganz grausames Schicksal.

Die wenigen Sachen, bie herumlagen, räumte fit auf unb stellte sie an ihren Platz. Auch eine Zeitung lag ba noch. Cs war bie Zeitung, in ber tfratt Steinbrück noch zuletzt gelesen hatte, und burch bi« sie in so furchtbare Erregung versetzt worben war.

Aber bas wußte ja keiner. Auch Scholzchen nicht» die bas Blatt gedankenlos nahm unb Gerlindes Nachtzeug hineinwickelte. Dann schloß sie die stm«. kleine Wohnung sorgfältig ab unb fuhr schEens nach Hause. (Fortsetzung folgt.)

Hühner. Wyandottes, schwarz: K. Philipp IV., sehr gut, 1 gut, 2 Z. Sussex, bunt: K. Plipp IV., sa., 1 g., 1 Z. Rhobeländer: Hch. Sommer, ja.' 2 g., 1 Z. Barnevelder, schwarz: Heinrich ßaub'er, 1 sg., 1 g. Italiener, gelb: Otto Dern, 2 sg., 1 Z.; Otto Weiß, 3 sg., 5 g., 1 Z.- Italiener, schwarz: Wilh. Hof, 2 sg., unb Reichs­fachschafts-Ehrenpreis; Lubw. Dern, 3 fg.; Karl Burger, 1 fg. Italiener, gestreift: Ludw. Heß, 2 fg., 2 g., 2 Z. Italiener, rebhuhnf, rofenk.: Karl Dern, 2 fg., 2 g., 2 Z. Italiener, rebhuhnf., einfadif.: Karl Dern, 1 g. Rheinlänber: Wilh. Peußer, 1 fg., 3 g., 1 Z.; Wilh. Schwinbt, 4 fg., 2 Z.; Karl Anbermann, 1 fg., 1 g., 1 befriedigend (Z. gleich Zusatzpreis.)

Waffergeslügel: Rouen-Enten, rotlbfarb.: Hch. Sauber, 2 fg., 1 Z. Khaki Campbell: Lubw. Heß, 4 fg., 1Z. Laufenten, weiß: K. Philipp IV., 1 fg., 1 g., 1 Z.

Zwerghühner. Goldwyandottes: O. Häuser, 4 fg., 1 g., 2 Z. Wyandottes, schwarz: K. Ander­mann, 2 sg., 1 g., 2 Z. Rhodeländer: Heinrich Pfeiffer, 1 sg., 1 g., 1 Z Holländische Weiß­hauben: Gg. Jammer, 3 sg., 2 g., 1 Z. Lang- shan, schwarz: Hch. Sauber, 4 fg., 2 Z. Zwerg­kämpfer, neuengL, birfenf.: K. Philipp IV., 8 fg., 3 g., 2 Z. Zwergkämpfer, neuengL, goldhalsig: Ludw. Heß, 1 fg., 1 g., 1 Z Zwergkämpfer, neuengL, silberhalsig: Rich. Burger, 2 sg., 1 g., 1 Z.; Hch. Pfeiffer, 1 fg. Zwergkämpfer, neu- engL, braunbruftig: K Philipp IV., 1 fg., 1 g., 1 Z Zwergkämpfer, neuengL, rotscheckig: Hch. Ruhl, 5 fg., 4 g., 2 Z. Zwergkämpfer, altmodisch, Por­zellans.: Otto Häuser, 2 sg., 1 g., 1 Z.

Tauben. Kröpfer, altdeutsche, blau m. Binden: Karl Weiß, 5 sg., 1 g., 2 Z. Tigerscheck: Karl Philipp IV., 1 sg., 1 g., 1 Z. Rotfahl: K. Weiß, 1 g. Luchstauben, geschubt: Karl Häuser X., 4 fg., 2 g., 1 Z Strasser, blau ohne Binden: K. Philipp IV., 2 sg. Starenhals, schwarz mit Binden: Ludw. Heß, 1 sg., 3 g. Steinheimer Bagdetten, weiß: Otto Sommer, 1 fg.

Jugendgruppe. Rheinländer, schwarz: K. Häuser, 2 SLA. Altd. Kröpfer - Tigerscheck: Otto Häuser, 2 A., 1 LA.

UIU|1 VIIIV'**/* -1---7-r--I ir r>

Verlesung der Genossenschaftsstatuten entspann sich! eine eingehende Aussprache über bie Methoben des Verkaufs, über bie Divibenbe, wie auch über bie Beschaffung von Saatgut. Mit breifachemSieg- Heil!" auf ben Führer Abolf Hitler wurde bie Versammlung geschlossen. -

CO Klein-Linben, 30. Jan. Infolge Er­krankung vieler Schulkinber an Grippe muhte die hiesige Volksschule ab Mittwoch auf einige Tage geschloffen werden. Die Sammlung des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland für das Winterhilfswerk ergab ben Betrag von

Bevölkerung für ben kolonialen Gedanken zu wer­den unb zu zeigen, baß koloniale Politik ein wich- tiger Teil ber deutschen Raumpolitik und für den Ausbau der deutschen WeltgeltuiH von entscheiden­der Bedeutung ist. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.

e* Arbeitsjubiläum. Die Hausangestellte Fräulein Lina Gabriel kann am morgigen Frei- taa 1 Februar, auf eine 25jährige Tätigkeit im Hause von Herrn August Kübel, Marktplatz 16, zurückblicken.

** Eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe der Vermögens st euerer- klärungen 1935 erlassen die Finanzämter Gießen, Alsfeld, Grünberg und Hungen in unserem heutigen Anzeigenteil. Auf die Bekanntmachung sei besonders hiygewiesen.

** Preußisch - Süddeutsche Staats- Lotterie. Die Lose zur bevorstehenden 5. Klasse müssen bis zum 1. Februar erneuert sein. (Siehe

Gegen Abend schlug Frau Steinbrück wirklich noch einmal die Augen auf; aber sie erkannte ihre Umgebung nicht mehr. Ein frember Glanz lag tn ihren Blicken, unb sie flüsterte unaufhörlich Worte, die Gerlinde, die jedes Wort auffing, ganz zusam-

Nun, es ist ber Aermsten vielleicht bas Schwerste I Lebens. Scholzchen umsorgte sie mütterlich, und erspart. Diese entsetzlichen Herzanfälle müssen ja | bankbar nahm Gerlinbe bte freunbliche Fürsorge eine furchtbare Qual gewesen sein. Die kommen nun nicht roieber. Sie wirb gewiß noch einmal auf- wachen. Vielleicht auch noch etwas sprechen. Mber das ist nur noch einmal ein letztes Aufflackern. Ich glaube nicht, baß sie diese Nacht überlebt", sagte ber Arzt in ehrlichem Mitgefühl.Rufen Sie mich, wenn es soweit ist", fügte er noch hinzu.

Dann fiel bie Tür leise hinter ihm ins Schloß.

tze und gab weiter noch bekannt, baß einsführer Koch, Dietmar! Hemrick) Neir- in ber zweiten Woche bes Februar Unterricht über jchmidt und Oberturnwart ^Wilhelm Reit- den Gebrauch der Gasmaske unb später Unterricht schmibt besucht war. Es rourbe beschlossen, Ln- über bie Armaturen ftattflnben soll. Mit einem fang März eine Winterhilfeveranstaltung mi yiesi- Sieg-Heil auf ben Führer wurde die General- gen Turnverein durchzufuhren. Nach der Erledi- Versammlung geschlossen. gung verschiedener interner Fragen schloß der Ber-

,»s SS".": ä'SÄS« Lebensabend verbringen. ? Lich, 30. Jan. Die Ortsgruppe Lich

Daubringen, 29. Jan. Die BäuerlichederNSDAP. hielt gestern in Steins Saal ihren - Bezugs- und Absaßgenosfenschaft Schulungsabend für den Monat Januar ab. Daubringen hielt dieser Tage ihre Generalver- ^ach einleitenden Begrüßungsworten des Schu- sammlung ab. Der 1. Vereinsführer, Bürgermeister lungsleiters ber Ortsgruppe, Pg. 3)r İ e p p e . Deines, gab einen Tätigkeitsbericht feit ber Auf- unjj foem gemeinsamen Gesang bes Liebes ,,-uolü lösung unb ber Ueberführung bes früheren Raifsei- an5 Gewehr" sprach ber Kreisschulungsleiter und senvereins im April vorigen Jahres in die jetzige Kreispressewart Pg. Michel (Gießen). Der Red- Genossenschaft. Sodann erfolgte die Wahl eines ner Qing aU5 vom 30. Januar, dem Jahrestage per 2. Vereinsführers. Gewählt wurde Wilhelm Karl nationalen Erhebung und der Wiedergeburt Deutsch- Walter. Zum Schriftführer wurde Ludwig K l i n- [anbs< schilderte in anschaulicher Weise die Ereig- g e l f) ö f e r bestimmt. Nachdem bie Frage ber niste an biesem Tage im Jahre 1933 in ber Wil- Sicherstellung ber Genossenschaft geklärt war, er- Helmstraße in Berlin, bie bas ganze Deutschland folgte eine Verlosung von ©egenftänben, die von aufhorchen unb aufjubeln ließen, ging bann em auf dem früheren Raiffeifenverein übernommen wor- bie ^e, mühevolle unb von Erfolg gefronte Arbeit den waren. Der Rechner gab im weiteren Verlaufe ber Regierung Abolf Hitlers, zeigte die mannig­einen Ueberbücf über ben gegenwärtigen Stand ber jachen Widerstänbe im Innern unb im Auslanb, bie Vereinsfinanzen. Der Haushalt ist ausgeglichen. babei überroinben waren und überwunden rour« Der Umsatz ist, gemessen daran, daß bie Genossen- ben, streifte kurz bie Stellung zur Jubenfrage, hob schäft erst ein Jahr besteht, befriebigenb. Nach per in jeincn weiteren Ausführungen befonbers hervor, ~ ' ' - - "^'baß jeber Parteigenosse unb jeber Volksgenosse, dec

das Braunhemd trage, sich stets bewußt sein müsse, daß das Braunhemd ein Ehrenkleid sei und datz er in seinem Wirken und Handeln so dastehen müsse, daß jeder Volksgenosse in ihm sein Vorbild sehen kann, so rote unser großer Führer Adolf Hit­ler stets Vorbild war und noch heute ist und blei­ben wird. Mit ber Forderung unb Mahnung, unserem Führer allzeit vertrauensvolle Gefolgschaft zu leisten, schloß ber Redner seine Ausführungen. Der Schulungsabend wurde mit dem Gruß an den Führer und mit bem Horst-Weffel-Lieb geschloffen.