Ausgabe 
31.1.1935
 
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unabhängigen Kleinlandwirte wird ihre Haltung [ gegenüber der Regierung Gömbös davon abhängig machen, wie die Wahlrechtsoorlage der Regierung in ihrer endgültigen Form beschaffen sein wird. Der Entschluß Tibor von Eckhardts ist eine Folge der außerordentlich scharfen Angriffe der Regierungs­partei gegen Tibor von Eckhardt. Der Schritt Tibor von Eckhardts bedeutet eine Verschärfung der innenpolitischen Lage Ungarns.

Die indische Nationalversammlung hat nach zweitägiger Aussprache den englisch- indischen Handelsvertrag mit 66 gegen 58 Stimmen abgelehnt.

Von sechs Todesurteilen, die der spani- schen Regierung zur Entscheidung vorgelegt worden sind, sind vier zurückgewiesen worden, während zwei Urteile voll st reckt werden. Hierbei handelt es sich um einen bei der Oktober­revolution zu den Aufständischen deser­tierten Heeresangehörigen und einen P o l i z e i b e a m t e n, der ebenfalls auf Seiten der Revolutionäre kämpfte. Beide hatten sich schwerer Mordtaten schuldig gemacht.

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Die Weiterführung der Citroen- Werke scheint gesichert zu sein. Ein Ausschuß von drei Sachverständigen, darunter der bekannte R.e i - fenfabrikant Michelin, übernimmt die Lei­tung. Zwölf Banken haben sich zusammenqetan, um dem Unternehmen einen ersten Vorschuß in Höhe von 50 Millionen Franken zur Verfügung zu stellen. Man rechnet mit der baldi­gen Wiedereinstellung sämtlicher Arbeiter.

Sowietrußlands Außenhandel.

Moskau, 30. Ian. (DNB.) Auf dem Sowjet­kongreß gab Volkskommissar R o s e n g o l z ein Bild der sowjetrussischen Außenhandelsbe­ziehungen Die Sowjetunion sei infolge der Industrialisierung auf zahlreichen Gebieten von der Einfuhr unabhängig geworden und zu einem Teil schon selbst zur Ausfuhr von Industriewaren über­gegangen. Zwar habe der Aufbau von 16 großen Eisenwerken in den letzten vier Jahren 154 Millio­nen Goldrubel an Einfuhr erfordert, aber in der gleichen Zeit sei die Produktion von Walzeisen von 4,6 auf 6,6 Millionen Tonnen angestiegen und der Anteil des eingeführten Walzeisens an dem jähr­lichen Verbrauch von 31 v. H. auf 3 v. H. herab­gesunken. Im Handel mit den Vereinigten Staaten habe die Johnson-Bill, die die Kredit­gewährung an säumige Schuldner verbiete, zur Folge gehabt, daß der sowjet-amerikanische Handel einen Tiefstand erreicht habe. Deutschland nannte Rosengolz einen Pionier in der Anbahnung der Handelsbeziehungen der Sowjetunion mit dem Auslande. Er sprach die Hoffnung aus, daß Deutsch­land auch weiterhin vorangehen werde in der Fin­dung neuer, den gegenwärtigen Verhältnissen an­gepaßter Handelsformen. Die Sowjetunion werde in vielen Fällen zu Barzahlungen übergehen, um hohe Zinsen zu sparen.

Die Rote Armee.

Moskau, 31. Jan. (DRB.) Auf dem Sowjet- kongrstz sprach der stellvertretende Kommissar für

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Die vermißte Goldsendung

des Flugzeuges ParisLondon gefunden.

Die Goldladung eines Flugzeuges ParisLondon, die, wie gemeldet, bei einem heftigen Sturm all­dem Flugzeug gestürzt ist, ist in der Rahe von Olse- ment im Departement Somme von einer Frau aus freiem Felde aufgefunden worden.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes, Ausgabeork Frankfurt a. 2IL

Infolge der verstärkten Zufuhr ursprünglich feucht- milder Ozeanluft ist es in der Nacht zum Donners- tag allgemein in Deutschland zu Niederschlägen ge­kommen, sie bestehen, abgesehen vom Nordwesten des Reiches, wo bereits Regen fällt, allgemein aus Schnee. Ein rasch nachfolgendes Luftdrucksteiggebiet wird zunächst Aufheiterung und dadurch nächtliche Frostverschärfung bringen, die noch durch die allge­mein liegende Schneedecke begünstigt wird Ein neues, bei Island und Nordengland erkennbares Fallgebiet deutet jedoch darauf hin, daß anschließend wieder eine Zufuhr milder Ozeanluft erwartet wer­den kann. ~ ,

Aussichten für Freitag: Zunächst Auf­heiterung mit nächtlicher Frostverschärfung, dann wieder zunehmende Unbeständigkeit und bei west­lichen Winden Frostmilderung.

AussichtenfürSamstag: Bei westlicher Luftzufuhr Fortdauer der unbeständigen, zu Nieder­schlägen neigenden Witterung mit langsam fort­schreitender Milderung.

Lufttemperaturen am 30. Januar: mittags1,5 Grad Celsius, abends1,9 Grad: am 31. Januar: morgens1,4 Grad. Maximum1,3 Grad, Mini­mum 9,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. Januar: abends0,4 Grad, am 31. Januar: morgens0,2 Grad Celsius. Nieder, schlage 0,7 mm. Schneehöhe 1,4 cm. Sonnen­scheindauer 4,5 Stunden.

Wintersport.

Rhön. Wasserkuppe: Nebel,8 Grad, 43 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee. Ski und Rodel gut.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Schneefall, S Grad, 55 cm Gesamtschneehöhe, 10 cm Neuschnee. Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Sauerland. Winterberg: Schneefall, 5 Grad, 52 cm Gesamtschneehöhe, 8 cm Neuschnee. Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Schwarzwald. Feldberg: Schneefall,10 Grad, 140 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, SA und Rodel sehr gut.___

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.

Verantwortlich für Politik: Dr Friedrich W. Lang«, für Feuilleton: Dr Hans Thyriol. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047 Druck und Verlag: Brühl icht llmversitäts Buch and Steindruckerei

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

Oie Wache zieht auf!

Die Berliner Reichswehrwache zog an dem nationalen Festtage mit Musik auf. Bei ihrem Marsch wurde sie namentlich Unter den Linden von der Bevölkerung stürmisch begrüßt.

das Verteilungswesen Tuchatschewski über den starken Ausbau der Sowjetwehr­macht in den letzten vier Jahren. Danach ist die Luftflotte in diesem Zeitraum um 330 v. H., die Zahl mittlerer Tanks um 792 v. H., die Zahl leichterer Tanks um 760 v. H. und in der Flotte insbesondere die Zahl der U-Boote um 535 v. H. angewachsen. Infolgedessen sei der M a n n - schaftsbestand der Armee von 562000 auf 940 000 und der M i l i t ä r h a u s h a l t von 1934 gegenüber dem Voranschlag von 1 665 000 000 auf tatsächlich fünf Milliarden Rubel gewachsen.

Aus aller Wett.

Sechsfacher Mord nach 13 Jahren aufgeklärt?

Von der Gendarmerie in Hohenwart bei Schro­benhausen (Bayern) wurde ein gewisser Josef Pfleger aus Deimhausen verhaftet, der dringend verdächtig ist, Ende März 1922 die furchtbare Bluttat in der Einöde Hinterkaife.ck, bei der sechs Personen auf bestialische Weise ums Leben gebracht worden waren, begangen zu haben oder an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Die Verhaftung Pflegers erfolgte auf die Anzeige seiner eigenen 20jährigen Tochter Maria. Pfleger ist auch wegen Sittlichkeitsvergehens und anderer

Delikte, bereits mit Gefängnis vorbestraft. Dieser Tage soll nach tier Aussage der Tochter Pfleger ihr die Tat eingestanden haben. Er habe noch einen Mittäter gehabt, der aber gestorben sei und dessen Namen er nicht nennen wollte. Pfleger schilderte seiner Tochter eingehend den Hergang der Bluttaten. Danach waren er und sein Komplize nächtlicherweile in das Anwesen eingedrungen und hatten zunächst den alten Bauern mit einer Hacke niedergeschla­gen, dann als die Magd aufwachte, auch diese ge­tötet. Darauf hätten sie dem kleinen Kind, das in der Kammer nebenan lag, den Schädel zertrüm­mert, ebenso einem anderen, das ihnen in die Hände gelaufen sei. Nachdem sie dann noch die Frau Gabriel, die verwitwete Besitzerin des Anwesens, und ihre Mutter durch Schläge auf den Kopf ge­tötet hatten, hätten sie alle sechs Opfer in den Stadel geschleppt, und mit Heu zugedeckt. Von der gemachten Beute habe jeder 700 Mark bekommen. Die Tochter, die seinerzeit sieben Jahre alt war, will sich noch erinnern können, daß der Vater ihr damals viel Geld gezeigt habe, über dessen Her­kunft er aber nichts verlauten ließ. Die Tochter ist bereit, ihre Aussage zu beeiden, und erklärte, daß sie ihren Vater deshalb anqezeigt habe, weil sie wünsche, daß die fürchterliche Tat gesühnt werde. Bei seiner Vernehmung leugnete Pfleger alles und bezichtigte seine Tochter der Lüge. Die Untersuchung nimmt ihren Fortgang.

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Wagenmeister i. R.

Gießen, den 30. Januar 1935.

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Regierungsbezirk Kassel

Der Vereinsführer.

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Letzter28» Ereeuerenfistafi zur V. Klasse aml.Fettr.re

Die Beerdigung findet Freitag, den 1. Februar, nachmittags 3, Uhr auf dem Neuen Friedhof statt.

das Sammelabzeichen

Im WirUerhUfswrrtes 1934/85

Älterskamerailschatt 1874-1924

Unsere Mitglieder setzen wir von dem Ableben un­seres lieben Kameraden

Bernhard Kratzenberger geziemend in Kenntnis. Seine der Kameradschaft gehalteneTreue sichert ihm ein ehrendes Gedenken.Zur Beerdigung am Freitag den 1. Febr., nachmittags 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof er­wartet zahlr. Beteiligung

Dame mit und o. Verpflegung bei alleinsteh. Dame sofort z. vermiet. Zu erfr. i. d. Ge- schäftsst. d. 65.21. 4IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII

u.almst.Haarew nur 6 die von mn angew-emz.stch Meth. uni. Gar imm.mitd.Wurz. idimenLentfemt Frau B. Gulden. Svrechstd. leden Freitag,Gießen, Hindenburgw.15 9-7 Uhr durchg.

ZUM

AuMche^HÄenIeimgen non HHchirrullö Hausgerät

In tiefer Trauer?

Charlotte Kratzenberger und Kinder.

Erwerbt

am 2. und 3 Februar

Edgar Borrmann K.6.

Gießen 672 a Ruf 4165

Heute morgen entschlief sanft nach langem schweren,mit großer Geduld ertragenem Leiden mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwie­gervater. Großvater. Bruder, Schwager und Onkel

Herr Bernhard Kratzenberger

KÄMPFT GEGEN DIE NOT SCHÜTZT MUTTER U. KIND

Eisenb.-Fahrbeamten-Verein.

Unser Kollege, Wagenmeister i. R.

Bernhard Kratzenberger

ist gestorben. Die Beerdigung findet Frei­tag. den 1. Februar d. J. um 15 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt.

Wir bitten die dienstfreien Kollegen sich recht zahlreich zu beteiligen.

Bekanntmachung

Betr.: Den Stadtrat.

Nach Feststellung der Gemeindewahlkommission treten an Stelle der aus dem Stadtrat ausgeschiede­nen Herren Gerichtsassessor Wilhelm Hahn und Gast­wirt Franz Soldan nach dem WahlvorschlagNa­tionalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei" die Herren Karl Braun, Schlossermeister, und Wilhelm Wilke, Kaufmann

in den Stadtrat ein. Die Niederschrift über die Fest­stellung der Gemeindewahlkommission liegt am 1.» 2. und 4. Februar 1935 im Stadthaus, Bergstraße 20 (Zimmer Nr. 18), Vormittage von 8 bis 12 Uhr, zur Einsicht offen. Einwendungen gegen die Feststellung der Gemeindewahlkommission können während der Offenlegung von den Stimmberechtigten schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. 560C Gießen, den 30. Januar 1935.

Bürgermeisterei Gießen. (Gemeindewahlkommission.) Ritter, Oberbürgermeister.

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Die Beerdigung unseres lieben Kameraden smD

Bernh.Kratzenberger

Wagenmeister i. R.

findet Freitag, 1. Febr., nachm. 3 Uhr. auf

dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebet. DerVereinsftihrer.

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