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Am Grabe von Sans Eberhard Mikowski
Wirt-
führung und G
Sorte gemacht
in Ver-
Ablösung der Wache.
Don unserem römischen E.-Korrespondenien.
Rom, Ende Januar.
daß alle die, die sich aus diesem Gebiet bis heute betätigt haben, weder in die Partei körn- men, noch mit irgendeiner Aufgabe betraut werden. Soweit sie in der Partei früher waren, wird die Wiederaufnahme ver-
Berlin, 31. Jan. (DNB.) Der Leiter des Sozialen Amtes in der Reichsjugendführung, Obergebietsführer Axmann, der Leiter des Jugendamtes der DAF. und des Sachreferates Jugend im Berufsgruppenamt, Gebietsführer Langer, Professor Dr. Carl Lüer, der Leiter der Reichsgruppe Handel, stellv. Leiter der Reichswirtschaftskammer, August Haid, der Leiter des Berufsgruppenamtes der DAF., Dr. Franz Hayler, der Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Dr. von Renteln, der Stabsleiter der DAF., Reichsamtsleiter der R S. - H a g o , Ministerialdirektor Reichard, der Präsident des Werberates der deutschen Wirtschaft, Ernst Otto Lehmann, der Leiter der Reichsbetriebsgemeinschaft Handel, Hermann M. Lorz, der Reichsfachgruppenleiter in der R e i ch s k a m m e r der bildenden Künste und Paul Freudemann, Präsident der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels haben folgenden Aufruf erlassen:
Wir rufen hiermit alle im Einzelhandel tätigen jungen deutschen Kaufleute zum Großen Wettbewerb über Schaufen st e r d e k o r a t i o n in der Zeit vom 17. bis 24. Februar 1935 auf. Der Schaufensterwettbewerb gelangt als Teilaufgabe innerhalb des 2. Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend zur Durchführung. Als junge Kaufleute im Einzelhandel steht Ihr an besonders wichtigem Platz in der Wirtschaft! Der Einzelhandel ist mit seinen vielseitigen Aufgaben Treuhänder zwischen Erzeuger und Verbraucher. Was der deutsche Bauer anbaut, was
2. Nicht minder setzen die Bestrebungen waltungen, in der Wirtschaft usw. ein, »risch afts posten und ähnliche Dinge heute schon listenmäßig zu verteilen. Das obige Verfahren wird in entsprechender Weise auf diese Kategorie von Menschen ebenfalls angewandt. Konjunkturritter, aus welchen Beweggründen sie ihr übles Handwerk auch treiben mögen, ob aus reaktionärer Veranlagung oder aus persönlichem Egoismus, waren schon immer die übel st en Erscheinungen im Staats- und Wirtschaftsleben. Ich hoffe, daß dieser erste Hinweis genügt, um sonst noch Uebereifrige vor Schaden zu bewahren.
chef Lutze. Ein Choral leitete die Weihestunde ein. Dann erklang das Lied vom guten Kameraden, während die Fahnen und Feldzeichen sich zum Gruß senkten.
Stabschef Lutze
hielt eine Ansprache, in der er der Blutopfer der nationalsozialistischen Bewegung gedachte. Diese Opfer dürften nicht vergebens gebracht sein. „Wir, die wir heute abend an. dieser heiligen Stätte stehen, schwören den gefallenen Kameraden: Wir werden so wie Ihr die Treue bewahren bis zum Tode, und wir werden immer SA. - Männer sein nicht nur in schönen Stunden, sondern — dafür soll uns gerade der heutige Abend Symbol sein — auch wenn man d i e schwerste Stunde von.uns fordert. Als äußeres Zeichen trägt von nun an die Standarte Char-
lottenburg den Namen Standarte Mat- ko w s k i."
Stabschef Lutze schloß mit dem Gelöbnis, dem Führer zu Helsen auch jetzt in der Zeit des Aufbaues. Nach der Ansprache Lutzes wurde das Horst- Wessel-Lied gespielt, das von der tausendköpfigen Menge in den Straßen mitgesungen wurde.
Reichsminister Dr. Goebbels
führte dann u. a. aus: Wir tun gut daran, uns in der Pflicht des Alltages dieser Männer, die von uns gegangen sind, zu erinnern und ihr Opfer auch im Stellungskampf heilig zu halten. Wir könnten es vor der Geschichte nicht verantworten, daß wir einen Schritt zurückwichen vor dem Ziel, als wir einmal Opfer forderten für eine Sache, für die wir nicht selbst bereit wären, uns selbst hinzugeben. Noch stehen mißgünstige Gegner uns gegenüber, noch ist trotz härtester Anstrengungen nicht alle Not gebannt, noch liegen im Lande die Probleme zu Häuf, die darauf warten, daß wir sie lösen. Wir haben keinen Grund zu feiern, aber Grund zu arbeiten. Hocherhobenen Hauptes, so schloß Dr. Goebbels, dürfen wir vor den Richterstuhl der Geschichte hintreten. Das Ganze des Landes haben wir in unsere Hand genommen, und wir geloben es feierlich: Wir werden es nicht lassen, bis diese Hand kraftlos im Tode geworden ist. Mutig und aufrecht beginnen wir den Marsch in das dritte Jahr unseres Aufbaues und unseres revolutionären Umbruches, eingedenk der verpflichtenden Worte: Ueber die Gräber vorwärts!" Das von den Mustkzügen gespielte Deutschlandlied beendete die Weihestunde.
weigert. Das gleiche Verfahren gilt für alle Zukunft. Ich bitte die gesamte Organisation der Deutschen Front, mir die Unterlagen zu verschaffen, damit von vornherein diese Nationalsozialisten unmöglich werden kann.
Mandschukuo gegen die Mongolei Japanisch-mandschurische Truppen griffen nördlich v o m B ö r s e e Streitkräfte der äußeren Mon- golei an. Sie führten drei Angriffe durch, denen die Mongolen zwei Stunden lang standhielten Da jedoch ihre Verluste sehr schwer waren, zogen sich die Mongolen zurück. Die vereinigten japani ch- mandschurlschen Truppen besetzten daraufhin Khalkamiao. Chinesischen Kreisen kam das erneute Vorgehen der japanischen Militärs nicht unerwartet.
Gegen Konjunkturritter und Postenjäger.
Neustadt a.d.H., 29. Jan. (DNB.) Der Saar- b e o o l l m ä ch t l g t e des Reichskanzlers, Gauleiter Burckel, erläßt folgenden Aufruf:
1. Eine Reihe von Leuten im Saargebiet hält die Zeit für gekommen, sich bei mir schriftlich oder nn Saargebiet selbst persönlich als den kommenden Mann für diesen oder jenen Po st en anzumelden. Diesem Treiben habe ich einige zugesehen, und zwar mit der ausschließlichen Absicht, diese Leute kennenzulernen. Ich teile mit.
muß, auch ersetzt, nichts weiter. Er scheut in der Ablösung nicht einmal bei so heiklen Abteilungen wie dem Finanzwesen zurück, er kennt keine Furcht. Und das Volk nimmt alle Aenderungen gelassen hin in dem Gefühl, Mussolini will es, also wird es schon richtig sein.
Von den abtretenden Staatsdienern braucht selten einer zu fürchten, daß er nun endgültig in der Versenkung verschwinde. Das würde ja nicht dem Sinn einer Wacheablösung entsprechen. Der junge Journalist, der frühere Korporationsminister B o t - tai, tritt zum Beispiel jetzt an die Stelle des Gouverneurs von Rom, die bisher Fürst Boncompagni-Ludovisi bekleidete, und damit ist er dem Herzen des Duce wieder so nahe wie das Kapitol dem Palazzo Venezia. Es liegt ein tiefer Sinn in dem Cambio della guardia.
Japanischer Vorstoh in der Mongolei.
Schanghai, 31. Jan. (DNB.-Funkspruch.) -wahrend in den japanisch-chinesischen Reibungen mindestens vorübergehend Ruhe eingetreten ist, be- ein japanischer Vorstoß auf einem anderen Schauplatz, nämlich an der Westgrenze von
Aufruf zum Schaufensterwettbewerb der jungen Kaufleute.
Zweiter Reichsberufsrvettkampf der deutschen Jugend.
deutsches Handwerk an Wertarbeit schafft, was deutsche Industrie erzeugt, wird durch den Unternehmungsgeist des Kaufmanns gefordert und so geleitet, daß alle Volksgenossen daran teilhaben. Deshalb muß sich der deutsche Einzelhandelskaufmann der volkswirtschaftlichen Auswirkung seiner Arbeit bewußt sein! Er hat die große Aufgabe, den arbeitschafsenden Wert des Kaufens und d a s Verständnis für deutsche Qualitätserzeugnisse in das Volk hineinzutra- gen. Die Beeinflussung des Käufers beainnt bei der Ausstellung im Schaufen f£e r ! Des- palb ist das Schaufenster eines der wichtigsten Kampfmittel bei der Verkaufswerbung. Sehr häufig gibt es dem Käufer erst den eigentlichen Anlaß zum Vttreten des Geschäfts. Kundenwerbung durch das Schaufenster wird daher zur Lebensnotwendigkeit rarj!cn Einzelhändler. Das Schaufenster ist das Gesicht und der Spiegel seines Geschäftes. Aus diesem Grunde muß der Kaufmann im Einzelhandel öie Kunst des Dekorierens beherrschen. Schon früh hat er sich mit dieser Werbekunst zu befassen. Unser Schaufensterwettbewerb gibt Euch Gelegenheit, Euer Können auf diesem Gebiete zu zeigen. Dabei muß es Euer Bestreben sein, auch hier nationalsozialistischem Wollen Ausdruck zu verschaffen. Die vom Werberat der deutschen Wirtschaft ausgesprochenen Grundsätze einer in Gesinnung und Ausdruck deutschen, geschmackvollen Ausstellungsweise müssen in die Tat umgesetzt werden. Jeder einzelne von Euch ist zur Beteiligung aufgerufen und soll seinen Mut und seinen Willen zum Leistungswettstreit unter Beweis stellen. Heil Hitler!
SreugeWffe für ben Mm.
Der Reichsbischof sagt in einem Aufruf u a • Zum zweitenmal feiern wir die Wiederkehr jenes denkwürdigen Tages, an dem der greise Generalfeldmarschall und Reichspräsident unseren Führer und Kanzler in die entscheidende Leituna unteres Vaterlandes berief. Wir alle sind die Zeuc^n der unsere ganze Gegenwart erfüllenden Entwicklung wie sich em großes Volk zurückfindet zu sich selbst und zu seiner fchopsungsmäßiben Bestimmung. Als evangelische Christen stehen wir mitten in dem Geschehen unseres Volkes unb tränen unfern Aufbauwillen für Dienst und Hinaabe Opferbereitschaft und Selbstverleugnung als Ver.' antwortung vor Gott. Deshalb rufe ich meinen xD2n?-e l$ern Volksgenossen in allen Gemeinden zu^
fie diesem Gedenktag der neuen deutschen Geschichte dadurch die innere Weihe geben, daß sie
Berlin huldigt -em Führer.
Am Tage der nationalen Erhebung in der Neichshauptstadt.
Berlin, 30. Jan. (DNB.) Am zweiten Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution zeigt die Reichshauptstadt wie an allen Tagen der nationalen Freude reichen Flaggenschmuck. Behörden, Privathäuser und Fahrzeuge haben geflaggt. Eingeleitet wurde der Jahrestag mit Gotte s d i e n ft e n in allen evangelischen und katholischen Kirchen, in denen Gottes Segen für das Wirken und Schaffen des Führers herabgefleht wurde. Der Schulunterricht wurde in den meisten Berliner Schulen mit einer feierlichen Flaggenhiffung begonnen. In einer gemeinsamen Feier wurde auf die Bedeutung des 30. Januar für das deutsche Volk hingewiesen. Auch an den Hochschulen fanden Feiern statt, die mit dem Gedenken an den Tag der Gründung des Reiches im Jahre 1871 verbunden waren. Betriebsführer und Gefolgschaften versammelten sich zu Betriebsappellen. Von amtlichen Feiern wurde abgesehen. Dafür hatte das Winter- hslsswerk Spenden im Werte von 23 Millionen Mark zusätzlich zur normalen Leistung des Winterhilfswerkes zur Verteilung gebracht. Wahrhaft ein großer Tag der sozialen Tat!
Vor der Reichskanzlei am Wilhelmsplatz ammelten sich immer neue Scharen von Volksgenossen an, die sich auch durch das wenig angenehme Wetter nicht abhalten ließen, dem Führer ihre Huldigungen darzubringen. Auf die immer wieder- holten Rufe der Menge erschien der Führer, reudig begrüßt, am Fenster und dankte. Hitler- Mädchen mit Blumen in der Hand hatten das Glück, dem Führer persönlich ihre Glückwünsche aussprechen zu können. Der Führer mußte ich immer wieder am Fenster zeigen, da den ganzen Tag über trotz der strengen Kälte und des Schneetreibens Hunderte und Tausende auf dem Wilhelmsplatz sich sammelten und immer wieder nach dem Führer verlangten. Abends besuchte der Führer die „Meistersinger"-Vorstellung in der Berliner Staatsoper mit Clemens Kraus.
Reichsmimster Rust an die Erzieher.
Die dem vormussolinischen Italien so vertraute Kabinettskrisis ist dem jüngeren Italien schon zu einem Fremdwort und dem jüngsten zu einer fremden Erscheinung geworden. Es gibt kein Kabinett mehr im demokratischen Sinne, es gibt keine Krisis mehr. Auf einen Wink des Duce treten die Minister an und ab, sie sind wieder, was ihr Name besagt: Diener, freilich Diener des Staates und der faschistischen Revolution, sie sind einfache Soldaten, die zu einer Leistung aufgerufen werden und nach ihrer Durchführung wieder zurücktreten in Reih und Glied. Mussolini will das Bild sogar noch mehr vereinfacht haben: er spricht nur von einer Ablösung der Wache, dem cambio della guardia, und unter diesem Stichwort erfährt denn auch eines Morgens das Volk die Neuerung. Nichts von Aufregung und Krisenmacherei, keine unterirdischen Wühlereien und Korridorintrigen, kein Parteiengezänk und Zeitungskampf, keine umtobten Rednerkanzeln, keine Vertrauensfragen und Mißtrauensanträge, keine Worte. Nur ein einziges Wort des Führers: Ablösung vor!
Die völlige Reibungslosigkeit, mit der sich so ein Mimsterwechsel vollzieht, die Plötzlichkeit, mit der er da ist, überraschend selbst für die Betroffenen, die nicht selten irgendwo im hohen Norden oder tiefen Süden der römische Befehl erreicht, der auch ein Ernennungs- oder Verbannungsedikt fein kann, dieser geräuschlose Organismus, dieser so unsüdliche Verzicht auf grelle Kulissen und Theaterdonner macht auf den fremden Beobachter einen tiefen Eindruck. Was könnte auch den Zeitungswechsel, den grundändernden Umsturz in Italien deutlicher machen? Auch der Unwilligste muß an einem solchen Tage merken, wie unerschütterlich das faschistische System eingewurzelt und — wie beispiellos die Macht des römischen Staatslenkers ist. Noch niemals seit der Entstehung Roms hat ein Herrscher eine derart unumschränkte Gewalt in seiner Hand gehabt und so weise davon Gebrauch gemacht. Keiner war so wenig auf gefährliche Freundschaften angewiesen, keiner brauchte sich so wenig vor der Laune der Massen zu fürchten.
Mussolini selber machte vor einigen Tagen den Anfang zum Kabinettswechsel, indem er mit Rücksicht auf die Ereignisse in Afrika das Kolonialministerium übernahm. Er ist nun Ministerpräsident und außerdem siebenfacher M i n i ft e r : Minister für Aeußeres, Inneres, Krieg, Marine, Luftschiffahrt, Korporationen und Kolonien. Wie er an acht Schreibtischen zugleich arbeiten kann, scheint nahezu ein Rätsel, da er ja daneben noch allekhand in der Partei und Miliz zu erledigen hat. Im Gymnasium haben wir uns an Casar begeistert, weil er angeblich vier verschiedene Briefe zu gleicher Zeit diktieren konnte (wahrend heute schon so mancher unbekannte Zeitungsmann fünf Artikel gleichzeitig unter die Feder nehmen muß); vom Duce weiß man, daß er trotzdem noch Muße findet, zahllose Besucher zu empfangen, Geige zu spielen und seine Abende zu Hause zu verbringen. Nicht die Machtausübung ist das Größere an ihm, sondern das A r b e i t s g e n i e. Er braucht durchaus keinen zwanzigstündigen Arbeitstag,-um fein Pensum zu erledigen.
Sechs Minister umgeben ihn jetzt nur noch, die für die Finanzen, die Justiz, die öffentlichen Arbeiten, die Landwirtschaft, die Erziehung und den Verkehr, also sozusagen die unpolitischen. Darunter sind bekanntere und unbekanntere Namen. Der neue Fmanzminister, Thaon de Revel, stammt aus dem Hause des zum „Herzog des Meeres" ernannten Knegsadmirals, der neue Verkehrsminister Benni war früher Fabrikarbeiter. Der Landwirtschafts- wlmster R o s s o n i ist ein alter Syndikalist, wie auch Razza, der Mann für die öffentlichen Arbeiten. Solmi, der die Justiz übernimmt, ist feinem Fach treu geblieben, hingegen hat der alte Haudegen De A e c ch i wieder einmal gründlich den Beruf gewechselt. Fast alle aber waren Journalisten oder Publizisten.
Sehen wir uns einmal an dem Beispiel D e 4jecd)is den Werdegang eines mussolinischen Mit- arbetters an. Vor zehn oder elf Jahren ließ er sich «h der ausländischen Pressevertreter von den Karikaturisten noch gutmütig aufs Korn nehmen, sein kolossaler Schnauzbart, der kaum bei Pilsudski seinesgleichen hat, reizte dazu. Als einer der Qua- ö rum Dirn des Marsches auf Rom konnte er uns dabei aufregende Dinge erzählen. Von einem Unterftaatsfefretär in der Pensionsverwaltung geht er zu den Finanzen über, dann wird er — wie nad) ihm die anderen Ouadrumvirn De Bono und Valbo — auch „in die Wüste geschickt", wie böse Zungen tuscheln, in Wirklichkeit aber als Gou- v e r neur nach Somaliland, das heute so viel von sich reden macht und nächstens sogar recht aktuell zu werden verspricht. Kurz vorher noch Generalkommandant der Miliz, denkt er an . Verwendung der Schwarzhemden in den Kolo- malkampfen, besetzt Obbia und Migiurtini, ist aber em paar Monate später i m r ö m i's ch e n S e n a t.
L. rauf erhält er den Titel eines Grafen von Val Cismon. Er wird Staatsmini ft er und nach den Lateranverträgen italienischer Botschafter am Vatikan. Ja, das.gibt es. Dbroobl nur em Teilchen von Rom, ein winziger §»nl^M-lprr-er italienischen Reich, gegen den die Jicpublif San Marino ein Kontinent scheint, glaubt es Die Vatikanstadt ihrer souveränen Würde schuldig zu sein, drüben im „Ausland" eine eigene Botschaft 3u unter halten, em richtiges Palais mit allem Drum ^Pnff7ran'k^an Zwar gegenseitig in die
hnH Cr*ab^r roam sich wachen, Italien muß halt auch einen Botschafter „entsenden". Daß sich unh nQt k!"r bi^cr Welt erstarrter Formen
und steifer Etikette besonders behaglich gefühlt hätte nimmt1 P^hnrh1^3U glauben. Jedenfalls t bQxb Ä h'sionfchen Studien seine Zuflucht, ?^dLetter der Nationalgesellschaft für die Geschichte
l 9lmen!f°/ £reift Zur Feder, gibt eine Zeit- 'Kommissär im Staatsarchiv und , roirö von der philosophischen Fakultät der Univer- - fitat Turm mit einem freien Lehrauftrag geehrt. < Und nun also Erziehungsmini st er. 9frhp?£S einwenden daß es nicht gut sein könne, ] arbeitsfrafte zu wechseln, kaum daß sie richtig im Geschirr sind, andrerseits gewinnt jedoch Mussolini ' auf b.efe Weise -in burchge spielte- In- ] ftrument, von dem er weiß, daß jede Taste den Ton gibt, den er haben will. Und darin liegt das , Geheimnis seiner erfolgreichen Herrschaft. Es wird ihm so leicht keiner „zu groß", es tanzt keiner außer b er Reihe. Die Nebenkräfte können J1.?.;, Eigenherrschaft ausreifen, bevor der kritische Augenblick eintreten könnte, drückt der Duce ! mit sicherem Blick, häufiger mit natürlichem Instinkt i auf den Knopf, und in der großen Maschinerie wird c nur ein Rädchen umgeschaltet oder, wenn es fein <
Rächtliche Weihestunde.
Berlin, 31. Jan. (DNB.) In der Mai- kowfkistraße in Charlottenburg, wo vor zwei Jahren zwei Minuten nach Mitternacht Sturrn- ührer Eberhard Maikowski und Oder- wachtmeister Zauritz fielen, fand heute Nacht eine Weihe st unde statt. Die Gedenktafeln an dem Hause, vor dem Maikowski und Zauritz von Kommunisten erschossen wurden, waren mit frischem Grün geschmückt. Aus großen Opferschalen loderten Flammen empor. Die Fahne des Sturms 33 und eine Polizeifahne mit der Inschrift „Zauritz" hatten davor Ausstellung genommen. Nachdem die Ehrenformationen der SA., SS., Polizei und der politischen Organisationen herangerückt waren, erschienen kurz vor Mitternacht der Berliner Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels und Stabs-
Berlin, 30. Jan. (DNB.) Reichserziehungsminister Rust wendet sich mit einem Aufruf an bie deutschen Erzieher, in dem es u. a. heißt:
."Seit zweieinhalb Jahrtausend sind mit ganz wenigen Ausnahmen sämtliche Revolutionen gescheitert, weil ihre Führer nicht erkannt haben, daß das Wesentliche der Revolutionen nicht die Machtübernahme, sondern die Erziehung des Menschen ist". Mit diesen Worten aus dem Sommer 1933 hat der Führer seiner siegreichen Gefolgschaft nach der Erringung der Macht die Befehle für den weiteren Vormarsch gegeben. Nun hat Hitler wahrlich die Macht Die lebende Generation gehört ihm. Eine unermeß- liche Predigt- und Erziehungsarbeit hat Knaben, Manner und Greise gleichzeitig erfaßt em ganzes Volk ist durch die NSDAP, und ihre Arbeitsformationen indieSchulegenommen worden. Die nationalsozialistische Bewegung trägt in sich das Erbgut ungezählter Geschlechter/
<rn ^-er ist nicht nur für diese Generation gesandt. Was m uns erwacht ist, darf nie wieder ver- 6/s s e n werden. Die Erziehung des nächsten Ge- schlechts wird damit zur wichtigsten Aufgabe und gewinnt mit jedem Tage an Bedeutung, den wir uns vom Tage der Machtübernahme entfernen. Sfn-£.?a5 beutfche Schicksal bestimmte, dieses Ge- Ichlecht zu erziehen, ihm das geistige Erbe der Vater zu überliefern, den hat es ausgezeichnet. Eine deutsche Jugend ist angetreten mit aller Lpfer- und Arbeitsbereitschuft. Die völkische Weltauffassung des Nationalsozialismus hat Erzieher Lehrer und Forscher aus Zwiespalt und Unsicherheit befreit und hat ihnen klare, feste Ziele gegeben. Nach zwei Jahren allgemeiner Umstellung und vorbereitender Arbeit soll nunmehr im dritten auch der neue Weg im staatlichen Erzie- hungs -, Bildungs- und Forschungs- wesen fest beschritten werden. Nach neuen Grundrissen soll in diesem Jahre der Grundstein zu einem neuen Schul- und Hochschulwesen gelegt werden. Die Aufgabe wird noch weniger als andere mit Wenn und Aber gelöst. Nur wer selb st glaubt, weckt Glauben, nur wer vorangeht, hat Gefolaschaft keiner schaue mehr zurück, sondern nur noch auf das junge Deutschland! 1


