— Paul Ouenfet: Am Tage Margaret a e. Roman. 267 Seiten. Geb. 4,40 Mark. C. Bertelsmann, Verlag, Gütersloh. — (500) — Diese Erzählung spielt zur Barockzeit an einem kleinen Fürstenhof. Arnold Fehr, ein innerlich haltloser Mensch, hat das unverdiente Glück, von der Herberge weg zum Schloßzimmermann ernannt zu werden. Er phantasiert sich in die Rolle des verkannten Fürstensprößlings hinein, ohne außer feiner dunklen Geburt Beweise beizubringen. Auch Leistungen in seinem Handwerk rechtfertigen durchaus nicht feine Prahlereien. So nimmt ihn denn bald das Leben in feine rauhe Schule. Endlich am Margaretentag, schon unterm Galgen, reißt ihn das Schicksal noch einmal vom Abgrund. Er darf sein verwirktes, armseliges Leben durch schaffende Arbeit retten. Heiße Arbeitsjahre am Bau einer Wendeltreppe haben ihn auch innerlich zum brauchbaren Menschen gewandelt, und wieder an einem Margaretentag wird Arnold Fehr Meister.
— Brandenburg: Die Versorgung und Fürsorge der Hinterbliebenen der Offiziere des Friedens- und Beurlaubten ft andes, der Deckoffiziere und Beamten der alten Wehrmacht. Dargeftellt von Oberstleutnant a. D. F. Brandenburg. Im Selbstverlag des Verfassers. Wernigerode a. H. Preis 1,50 Mark. — (461) — Die kleine Schrift will den versorgungs- berechtigten Offiziers- und Beamtenhinterbliebenen der alten Wehrmacht ein zuverlässiger Berater m allen Versorgungs- und Fürsorgeangelegenhelten fein.
— Helene Haluschka: Das Liebeslied der Frau Marquise. Roman. 340 Seiten. Leinen 5,80 RM. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, München. — (512.) — „Das Liebeslied der Frau Marquise" ist das Lied ihrer Leidenschaft und Sehnsucht, das sie wie einen Fluch an ihre Nachkommen vererbt, denen es zum Schicksal wird. Cs ist jenes Schicksal, das nicht in den Sternen geschrieben steht, sondern in unserem Blut. Mignon erlebt wie ihre Urahne, die Frau Marquise, das ewige Frauenschicksal der Liebe, aber während die Urahne an ihrem Schicksal zerbricht, weil das so übergroße Leid um den verlorenen Geliebten ihr den Glauben an Gott nimmt, wandelt Mignon im Erlebnis der Liebe die Straße zu Gott
— Margot Boger: Der große Vagant. Vier Jahre aus dem Leben Walthers von der Dogel- weide, 1208 bis 1212. Roman. 267 Seiten Geb. 4 40 Mark. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. — (498) — Herr Walther von der Vogelweide ist der machtvolle Mann, dessen Sprüche das Volk begeistern, dessen Fiedel drohend, warnend, lockend und verheißend bei Fürsten und Fahrenden wirbt für des alten Reiches Einheit und Herrlichkeit. Wie tief muß dabei Herr Walther das eigene Herzeleid ver- chließen: wie oft liebedienern bei schmaler Kost und scheelen Blicken, ein alternder Mann, der ewige Vagant! So geistern in diesem Buche deutsches Lied und Leid, deutsche Unrast und deutsche Sehnsucht durch die Jahrhunderte.
Der ging mit Wilhelm dem Eroberer nach England?
Eine Frage, die die Historiker seit langem beschäftigt, wird in einem kürzlich erschienenen französischen Buch so erschöpfend behandelt, nämlich: Wer ging mit Wilhelm dem Eroberer nach England? Das Buch heißt „Falaise Roll" (Falaise ist die Burg, in der Wilhelm der Eroberer in der Normandie geboren wurde). Nur 315 Name n wissen die Historiker von den Begleitern Wilhelms aufzuzählen, und von diesen Namen existieren heute nur noch sehr wenige in England, Frankreich und Amerika. Die Sammlung der Namen begann bereits 1927, als in England und Frankreich der 900. Geburtstag Wilhelms gefeiert wurde. Das umfangreichste Material boten die Berichte über die Schlacht bei Hastings, deren vornehmste Teilnehmer auf alten Gobelins und in alten Dokumenten erwähnt wurden (wie z. B. Guy de Poitiers, William d'Amiens Orderic Vital usw.). Der „normannische Gotha" soll fortgesetzt werden; man hofft im Lauf der Zeit die Namen sämtlicher Barone zusammenzubekommen, die Wilhelm vor beinahe einem Jahrtausend auf seiner historischen Fahrt nach England begleiteten.
Wird Rijinsky geheilt?
Jahrelang lebt der einst weltberühmte T ä n z e r Nijinsky schon in einem Sanatorium in der Nähe von Zürich — wie es scheint, in hoffnungslosem Wahnsinn befangen. Seine Frau besucht ihn jeden Tag, und auch die zahllosen Anhänger seiner
Kunst können ihn nicht vergesien. Jetzt wollen ein paar bekannte Psychiater noch einmal einen Ver- furh xur Teilung des früheren Ballettänzers machen. Nijinfty war Mitglied d., k°i,°rlich-ru,silch°n Bal- letts In Paris errang er seine ersten internationalen Erfolge. Der große Ballettkönig D l a g hi• leff ebnete ihm den Weg zum Ruhm. Man wußte in allen großen Städten der Welt nicht, wo man ihn mehr bewundern sollte, im Solotanz oder a l s Partner der Anna Pawlowa. Wenn er sich über die Bühne bewegte, dann schienen die Gesetze der Körperschwere aufgehoben zu sein, er schwebte förmlich. Wie er das mache? wurde er gefragt. Ganz einfach, sagte Nijinsky, man macht, wenn man oben ist, eine kleine Pause rm Sprung. Er selbst war oft hingerissen von feiner Kunst, er wollte immer mehr, immer Ungewöhnlicheres erreichen, noch niemals Dargestelltes darstellen, so übersteigerte er seine Ansprüche an seinen Körper, bis er eines Tages, bei einem religiösen Tanz m einer russischen Kirche, zusammenbrach und wahnsinnig wurde. Seine Partnerin, die Pawlowa, machte einen rührenden Versuch, ihn zu retten. Sie ließ ihn ins Theater bringen, wo sie tanzte, aber alle bekannten Weisen, nach denen sie mit ihm früher über die Bühne geschwebt war, machten keinen Eindruck auf ihn, der stumm und nichterkennend in seiner Loge saß. Die Medizin hat sich seit diesem Tage dauernd um den Zustand Nijinskys bemüht. Man ist auf der Suche nach dem Schreckmoment, das damals den Wahnsinn ausgelöst hat. Vielleicht wird die Behandlung diesmal von Erfolg begleitet sein.
Aus aller Welt
Dank.
Familie Heinrich Hofmann, Zugführer
68560
Gießen, den 30. November 1935.
Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister»
05083
6911 D
6880 A
6861D
Klein-Linden, den 30. November 1935.
6867 D|
Hohensolms Königsberg Krumbach.
fängnts geahndet werden.
Gießen, den 27. November 1935.
Niederbiel Niedergirmes Oberbiel
* Oberndorf Steindorf Tiefenbach Waldgirmes Wetzlar mit Büblingshausen.
Erda Frankenbach Groß-Altenstädten'
Gießen (Horst-Wessel-Wall 17), Berlin, Kiel, Lollar, z den 29. November 1935.
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Auf dem Wege zum Lustschiff-Weltverkehr
3n Friedrichshafen wird der Bau eines neuen Lustschiffes LZ. 130 vorbereitet.
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Arn 11. Dezember 1935, 10 Uhr, werden die küchenbedürfnisie des Ergänzungs-Bataillons 53, Gießen (Gdilsche Fabrik) für die Zeit vorn 1. Januar 1936 bis 30. Juni 1936 einschließlich zu festen Preisen
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Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. Dezember, nachmittags 2 Uhr auf dem Alten Friedhof statt.
Danksagung
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen, besonders Herrn Pfarrer Weisel für die trostreichen Worte am Grabe, dem Turnverein für den ehrenvollen Nachruf, der Freiw. Feuerwehr, dem Gesangverein .Teutonia“ für den schönen Grabgesang, für die Kranzspenden, sowie allen denen, die dem Entschlafenen das letzte Geleit gaben, auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Theodor Kreiling, Schmiedemeister
Heuchelheim, den 28. November 1935.
Veritas - Nähmaschinen (Weltmarke) v. Mk. 115.— an in bar, Wochenraten ä Mk. 1.50 mit entsvr.Ausschl. 1. Rate Januar 1936. Anzahl.-Maschinen werd, bis Weibn. zurückgestellt. o5iio A. Döll, Seltersweg 55 (Seitenbau).
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Richard Wagner
Heute entschlief sanft in dem Herrn unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester
Frau Elisabethe Wagner Wwe.
geb. Moos
Danksagung
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Sohnes
Fritz Hofmann
sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten
I. Kolonialwaren.
II. Bohnenkaffee.
III. Frischgemüse.
IV. Obst- und Gemüsekonserven.
V. Küchenabfälle.
verdungen.
Los Los Los Los Los
Anordnung
bekr. die Regelung des Wilcheinzuges der Iflotferel- genofsenschafl Lahn-Ulmtal e. G. m. b. h. in Löhn» berg/Oberlahnkreis und der IMlchzenlrale Gießen, Gebr. Grieb in Gießen, vom 22. November 1935.
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Gießen.
LudwiOstrahe 5d.
Teleph. 2403.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres heben Entschlafenen, für die vielen Kranz- und Blumenspenden unseren herzl. Dank. Ganz besonders danken wir der Postbehörde, sowie Herrn Pfarrer Döll für die wohltuend en Worte am Grabe, ebenfalls dem Radfahrverein, dem Schützen verein und dem Sportverein, sowie der Kapelle Schleuse für das letzte Geleit. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen:
Frau Ph. Gerhardt Wwe.
Steinbach, im November 1935. ostiD
§ 3.
Meine Anordnung, betr. die Regelung des Milch' einzuges der Milchzentrale Gießen (Anordnung über die Regelung des Milcheinzuges der Molke' reien in den Kreisen Büdingen, Friedberg, Gießen), vom 15. November 1934 wird für die Gemeinden
Dorlar Waldgirmes.
mit Wirkung vom 1. Dezember 1935 außer Krast gesetzt.
Frankfurt a. M., den 22. November 1935. Wilchverforgungsverband RHein-Waln.
Der Vorsitzende:
i.23.: gez. Dr. Bojunga.
Die 5>y am „Tag der Rationalen Solidarität".
Am 7. Dezember, dem "Tag der Nationalen Solidarität", werden sich auf Befehl des Reichsjugendführers sämtliche Hitler-Jugend-Fuhrer vom Unterbannführer aufwärts und alle Jungvolk- führer vom Stammführer aufwärts an den an diesem Tage durchgeführten Sammlungen beteiligen. Die Hitler-Jugend ist beauftragt, sämtliche Kapellen und Spielsmannszüge sowie Spielscharen der HI. und des Jungvolks zur Propaganda am „Tag der Nationalen Solidarität" zur Verfügung zu stellen.
Begnadigung durch den Führer.
Der Führer und Reichskanzler hat den durch das Schwurgericht in Breslau wegen Ermordung des Bergassessors a. D. F r i t s ch zum Tode verurteilten Berthold P o l o tz e k zu einer 15jahn- gen Zuchthaus st rafe b e g n a d l g t. Der Gnadenerweis ist ergangen, weil der noch junge und unbestrafte Verurteilte den Entschluß zur Tat in einer durch den Ermordeten herbeigefuhrten 23er« zweiflungsstimmung gefaßt hat, in der er einen anderen Ausweg als die Tat nicht mehr finden zu können meinte.
Ehrung einer hundertjährigen.
Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Elisabeth Leopold in Erfurt aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres em persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen.
Die Pläne für ein neues deutsches Ozeanluftschiff.
Die Pläne für ein neues deutfches Oze« anluftfchiff sind fertiggeftelü. Die Deutsche Zeppelin-Reederei hat daher den Bau des neuen Luftschiffes, das in der Reihe der bisher gebauten
Auf Grund des § 8 der Satzung für Milchner« sorgungsverbände, Reichsgesetzblatt 1/1934, erlasse ich zur Regelung des Milcheinzuges der Molkereigenossenschaft Lahn-Ulmtal e. G. m. b. H. in Löhnberg und der Milchzentrale Gießen, Gebr. Grieb in Gießen, folgende
Lrgänzungsanordnung:
§ 1.
Meine Anordnung, betr. die Regelung des Milch» einzuges der Molkereigenossenschaft Lahn-Ulmtal in Löhnberg, vom 13. Mai 1935 wird mit Wirkung vom 1. Dezember 1935 für folgende Gemeinden aus dem Kreise Wetzlar in Kraft gesetzt:
Ehe noch das zweite deutsche Ozeanverkehrsluft- schiff „LZ 129", das einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des Weltluftverkehrs von Frankfurt a. M. aus einzuleiten berufen ist, seine Geburtsstätte verlassen kann, sind auf der Zeppelinwerft in Friedrichshafen bereits die ersten Vorbereitungen für den Bau eines weiteren Großluftschiffes in Gang gekommem Sobald Anfang nächsten Jahres der Z 12 9" nach den ersten Probefahrten von der < aßen Bauhalle auf dem Werftgelände in die auf Lern nahen Flugplatz Löwental stehende F a h r h a l l e übergesiedelt ist, wird die Montage des von der Deutschen Zeppelinreederei in Auftrag gegebenen „LZ 13 0" in Angriff genommen werden.
Es ist klar, daß mit dem einen wenn auch noch so leistungsfähigen Luftschiff kein Weltverkehr eröffnet werden konnte. Daher ist man nicht besonders erstaunt, zu vernehmen, daß bereits alle Einzelheiten vorbereitet sind, um nach der Fertigstellung des zur Zeit noch im Bau befindlichen Luftkreuzers LZ 129 sofort ein neues Schiff gleicher Bauart auf Stapel zu legen. Mit der Großzügigkeit, die alle wirtschaftlichen Planungen des Dritten Reiches auszeichnet, wurde das Projekt des Großluftschiffverkehrs auf eine breite und ganz neue Basis gestellt, die zugleich einen neuen Aufschwung für Friedrichshafen als Luftschiffswerft vorbereitet.
Es ist natürlich undenkbar und auch praktisch nicht möglich, Luftschiffe dieser Größe und mit so vielen technischen Feinheiten am laufenden Band zu fabrizieren wie etwa Segelflugzeuge oder Sport
Bekanntmachung.
Am 3. Dezember 1935 findet, wie alljährlich, die Viehzählung in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg statt. Die Viehbesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Viehbestände bereitwilligst zu erteilen. Wir weisen nochmals besonders darauf hin, daß unrichtige oder unvollständige Angaben mit Geldstrafe oder Ge-
einsitzer. Immerhin ist in Friedrichshafen Vorsorge getroffen, daß in Zukunft der Luftschiffbau mit zunehmender Geschwindigkeit vor sich gehen kann, und daß später, wenn L Z 129 in Frankfurt fein ständiges Quartier bezogen hat, zwei Neubauten gleichzeitig fertiggestellt werden können. Man ist dabei, die Luftschiffwerft durch Errichtung einer neuen R in gbau^ Halle zu erweitern, in der etwa ein Fünftel der notwendigen Haupt- und Nebengerippe des Aluminiumgerüstes gleichzeitig montiert werden können.
Beim Neubau hat Knud Eckener, Dr. Hugo Eckeners Sohn, die Montageleitung inne. Da ist ferner der berühmte Erbauer so vieler Zeppeline, Dr. Dürr, der bereits die Pläne für LZ 130 in der Tasche hat. Wenn man recht gehört hat, wurden sogar schon Einzelteile des neuen Luftschiffes in Dur- aluminium hergestellt. Selbstverständlich, daß auch Dr. Eckener senior mit von der Partie ist, der seine Aufgabe darin sieht, die Pläne des Graf Zeppelin lückenlos in die Tat umzusetzen.
Und was wird später aus unserem prachtvollen „Graf Zeppelin"? Nach zehnjähriger Dienstzeit will man ihn, dem Vernehmen nach, als Schulschiff in den Dienst unseres Luftschiffernachwuchses stellen. Wenn die Transozean- luftschiffahrt erst in vollem Gange ist, werden sich auf ihm die kommenden Kapitäne, Piloten und Mechaniker ausbilden, damit zum Beispiel eine Generation heranwachsen kann, für die eine Luftschifffahrt nach Tokio etwas so Selbstverständliches sein wird wie uns heute eine sommerliche Badereise.
Die Bedingungen liegen bei der Küchenverwaltung des Bataillons, Kaserne Gailsche Fabrik, Zimmer 13, aus. Sie sind daselbst gegen Zahlung einer Gebühr von RM. —,50 erhältlich. Angebote mit der Aufschrift „Angebot auf Lebensrnittel (Küchenabfälle) für 1. Januar bis 30. Juni 1936" sind bis zum 11. Dezember 1935, 10 Uhr, der Küchenverwaltung nur durch die Post einzusenden. Angebote mittels Bietungsscheins, den die Küchenverwaltung unentgeltlich verabfolgt, können nur auf ganze Lose gemacht werden. Bieter sind nach der Verdingungsordnung bei der Deffnung der Angebote nicht zugelassen. Wenn Bewerber bis zum 23. Dezember 1935 nicht benachrichtigt worden sind, muhte das Angebot unberücksichtigt bleiben.
küchenverwattung Erg.-Batt. 53. Gießen.
Gestern nachmittag verschied unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter
Elisabeth Reuschling W we.
geb. Seibert
im Alter von 90 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen :
Familie Heinrich Reuschling.
Die Beerdigung findet am Montag, dem 2 Dezember, nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause, Wetzlarer Straße 71, aus statt
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deutschen Luftschiffe die Nummer 130 trägt, in Auftrag gegeben. Das neue deutsche Ozeanluftschiff wird die gleichen Abmessungen wie sein Vorgänger aufweisen: eine Länge von 246 Meter und einen Nenngasinhalt von etwa 190 000 Kubikmeter. Bei der Anlage der Passagierräume sind einige Ergänzungen in Aussicht genommen.
Reun fpanische Fischer ertrunken.
Aus Gijon, in der spanischen Provinz Oviedo, wird gemeldet, daß ein Fischdampfer mit sechs Mann Besatzung seit zwei Tagen überfällig ist. Da bisher alle Nachforschungen nach dem Verbleib des Schiffes vergeblich gewesen sind, nimmt man an, daß es in einen Sturm geraten und u n - tergegangen ist. Das gleiche Schicksal ereilte ein Fischerboot aus Vigo, das von der stürmischen See zerschlagen wurde. Die drei Insassen ertranken.
Kampf der Ratte!
Berlin geht in der nächsten Woche in den Kampf gegen die Ratten, die in der Hauptstadt allein jährlich für mehrere Millionen Schaden anrichten. Natürlich soll dieses Beispiel von Schädlingsbekämpfung nicht einzig dastehen, sondern auch im Reich Nachahmung finden. Jedermann soll sich an der Aktion beteiligen. Auch dort, wo noch nie Ratten aufgetreten sind, ist peinlichste Sauberkeit, Forträumung aller Küchenabfälle und allen Gerümpels vonnöten. Außerdem werden in der Woche vom 30. November bis zum 3. Dezember täglich ausreichend Meerzwiebelpräparate ausgelegt, die sich bisher als die wirksamsten Bekämpfungsmittel erwiesen haben. Wer sich dieser Verantwortung entzieht, kann sogar mit Geldstrafen bestraft werden.
§ 2.
Meine Anordnung, betr. Regelung des Milch- einzugs der Milchzentrale Gießen (Anordnung über die Regelung des Milcheinzuges der Molkereien in den Kreisen Büdingen, Friedberg, Gießen), vom 15. November 1934, wird mit Wirkung vom 1. Dezember 1935 für folgende Gemeinden aus dein Kreise Wetzlar in Kraft gesetzt: 69140


