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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Mittwoch, 30. Oktober (935
Berufung -er neuen Gemeinderäte im Kreise Gießen
Aus der Provinzialhauptstadt
Die Hausfrau am Gpartag.
rate zu vollziehen.
ofrlcn Auffassungen und Meinungen und der bei
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Sn Beschlußfassungen sich ergebenden Verantwor- sagte hierauf in seiner Rede an die Gerneinderäte' Hausfrau bei ihren Einkäufen Diese im Interesse oes triyslosigkeit durfte den Kurs der Gemeinde beftim-^u. a.: Die Deutsche G?meindeordnunq ist ein Akt Gongen liegenden Bestrebungen unterstützt, ist eine
überwunden
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bildlich anderes ist, als das des früheren Staates. iM mehr das vielköpfiae Parlament mit seinen
sich selbst, und preis* 2.50) er ist Pakete
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Bürgermeisters rn der Gemeinde auch als der Ihrige in Erscheinung tritt.
Bürgermeister, Beigeordnete und Gemeinderäte sollen ein Männerbund, eine verschworene Gemeinschaft sein mit dem eisernen Willen, das Beste für ihre Gemeinde herauszuholen. Wenn Sie so handeln, dann haben Sie den Sinn der Deutschen Gemeindeordnung ersaht, dann dienen Sie der Gemeinschaft. So werden wir
Selbstverständlichkeit. Ein anderes Gebiet, auf dem gerade der Hausfrau noch viel zu tun übrig bleibt, ist das des Schutzes und der Erhaltung von Wer-
Es ist eine geschichtliche Stunde, zu der wir Sie hier zusammengerufen haben, und ich bitte nun als Vertreter der Partei den Pg. Kl o st e r m a n n , den Gemeinderäten die Urkunden ihrer Berufung zu
höhere Verantwortung zu tragen. Sie, meine Herren Bürgermeister, sind die Führer der Gemeinde. Ihnen werden die Gemeinderäte zur Mithilfe und zur Beratung beigegeben. Ziehen Sie die Gemeinderäte zur Mitarbeit heran, sorgen Sie stets für eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat, damit die Gemeinderäte stets das Gefühl für eine wirklich verantwortungsvolle Mitarbeit haben.
Die Gemeinden haben die Tlot durchaus noch nicht überwunden, für sie stehen noch schwere Aufgaben zur Lösung bevor. Vor allem ist es dringlich, das Problem der Arbeitslosigkeit endgültig zu beseitigen. Allein schon in dieser Hinsicht ergeben sich große und schwere Aufgaben, die nur dann gelöst werden können, wenn der Bürgermeister und die Gemeinderäte so Zusammenwirken, daß in der Gemeinde ersprießliche Arbeit geleistet wird. Auf diesem Wege werden die Gemeinden auch wieder zu ihrer einstigen Blüte gelangen.
Sie sind aber auch Vertreter des Volkes und von ihm berufen, allerdings in anderer Form als früher, jetzt durch den Beauftragten der NSDAP., die das Volk vertritt und Träger des Staates ist.
ist, der neue G untl'tz in Deutschland auch in der Gemeindeverwaltung seinen Einzug gehaltrn bat; daß die Prinzipien, nach denm heute die G mein- den geführt werden, andere sind als in den letzten hundert Jahren.
®-nn man heute weiß, daß die G'meindcn noch
ein Auseinanderfallen in Gruppen und Grüppchen, in Klassen und Parteien schon in der Gemeinde verhüten und dafür sorgen, daß die Gemeinden in einer Willensrichtung marschieren und dadurch dem Führer die Arbeit unendlich erleichtern. Wenn Sie so an Ihre Arbeit Herangehen, dann wird daraus reicher Segen für das deutsche Volk erwachsen.
Bei. Ihrer Berufung hat nicht die Aufsichtsbehörde mitgewirkt, sondern der Beauftragte der Partei, Pg. David Müller, hat Sie im Einvernehmen mit den Hoheitsträgern in den Ortsgruppen und mit den Bürgermeistern für Ihr Amt ausgesucht. Seien Sie stolz darauf, daß Sie berufen sind, ehrenamtlich in der Gemeinde mitarbeiten zu dürfen. Sie sind eine Auslese und sollen es werden. Seien Sie stolz auf Ihr Amt, bleiben Sie aber auch bescheiden angesichts der gewaltigen Aufgaben, die Ihrer harren. Seien Sie sich bewußt, daß man in Hunderten von Jahren noch sprechen wird von dieser revolutionären Tat der Deutschen Gemeindeordnung, die wir geschaffen haben und die heute im Kreise Gießen verwirklicht wird.
Wenn ich Ihnen nunmehr die Berufungsurkunden aushändige, so denken Sie immer daran, was damit geschieht.
Damit wird ein Stück aller Weltanschauung endgültig zu Grabe getragen, damit sinkt ein Teil der Vergangenheit in die Vergessenheit. Damit beginnt etwas Neues, dessen Auswirkungen wir heute noch gar nicht ermessen und erfassen können, etwas, was als Grundstein des Dritten Reiches gewertet werden wird.
Denken Sie daran, daß Sie die ersten sind, die von der Partei zu Gemeinderäten berufen wurden, daß Sie damit selbst als Revolutionäre gekennzeichnet sind, daß in ihrem Gefolge immer wieder neue Menschen kommen, von demselben Geiste beseelt wie Sie, und seien Sie stolz darauf, daß Sie in dieser Zeit leben und schicksalhaft mit ihr verbunden sind, daß Sie mitarbeiten an diesem Zeitgeschehen und daß Sie Zeitgenossen des größten Deutschen aller Zeit en sind, Adolf Hitlers.
Anschließend überreichte Pg. Klostermann den Gemeinderäten die Berufungsurkunden. Nach einer weiteren kammermusikalischen Darbietung (Variationen über das Deutschlandlied) wurde die feierliche Stunde mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem gemeinsamen Gesang der ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel- Liedes geschlossen.
Vereidigung von vier Bürgermeistern
Im Anschluß an diese Feier fand in Gegenwart der Gemeinderäte ihrer Orte die feierliche Vereidigung der Bürgermeister H o r st (Queckborn), Grieb (Allendorf a. d. Lda.), Konrad (Odenhausen) und Wenzel (Lang-Göns) durch Oberregierungsrat Dr. Schön hals statt. Die Vereidigung fand mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer ihren Abschluß.
Pg. Klostermann bei der Ueverreichung der Berufungsurkunden. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
elm Lange, csch Wilhelm uot: für den nzergenleiter: halt der An. 9929. Druck h' und Stein, n Gießen.
-blich 25 Ps. 5 Pf. mehr, tags 15 N, 'hr.
i 1935 gültig,
zum Aufstieg der Nation beizutragen. Wenn die deutsche Hausfrau, die den größten Teil des Volkseinkommens bewirtschaftet, überall für den Spargedanken gewonnen wird, so ist vieles auf dem Wege zu einer ausreichenden heimischen Kapitalbildung erreicht. Es kommt aber nicht nur darauf an, im Rahmen des Möglichen Ersparnisse zu machen, sondern sie auch umgehend dem Wirtschaftskreislauf zu- zuführen. Ueberall in Deutschland gibt es Sparkassen und andere Kreditinstitute, die der Hausfrau bei dieser Aufgabe gern zur Verfügung stehen und für eine volkswirtschaftliche Nutzbarmachung der zahllosen kleinen Kapitalbeträge unablässig Sorge tragen.
Iforno^n.
Tageskalender für Mittwoch.
NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.30 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum; 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs, Brandplatz. — Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Der Vogelhändler". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Bosambo"; „Abessinien" (Nachtvorstellung). — Goethe-Bund Gießen, Kaufmännischer Verein Gießen: 20 Uhr in der Neuen Aula Lichtbildervortrag „Im Süden Abessiniens". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz. 16 bis 17 Uhr Ausstellung friesischer Maler der Gegenwart, Kleintierplastik von Lily König.
Sfabfffjeater Gießen.
Heute, von 19.30 bis 22.30 Uhr, in der neuen Bearbeitung „Der Vogelhändler", Operette von Karl Zeller. Musikalische Leitung Paul Walter; Spielleitung Paul W r e d e. (5. Mittwoch-Abonnement.)
Büraerme nou -> o
Am kommenden Montag, 4. November, findet in Gießen im Universitäts-Cafe eine Versammlung der Kreisabteilung Gießen des Deutschen Gemeindet igs statt. Die Tagesordnung sieht u. a. einen Vortrag von Oberregierungsrat Dr. L i ft vom Arbeitsamt Gießen über „Die Unterbringung von Arbeitslosen aus den Großstädten in ländliche Bezirke" sowie einen Vortrag eines Vertreters der Landesversicherungsanstalt Hessen über „Fragen aus der Invalidenversicherung" vor.
idrte Ma^nuna.
Von der Gauwaltung der Deutschen Arbeitsfront, Gau Hessen-Nassau, wird uns geschrieben:
„Bei mir wird nichf mehr kassiert", ist eine Antwort, die wir immer wieder von einer bestimmten Art Mitglieder erhalten, wenn aufkommende
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In zunehmendem Maße hat sich in der deutschen Bevölkerung die Erkenntnis verbreitet, welche Bedeutung der richtigen Führung des Einzelhaushalts für das gesamte Wirtschaftsleben zukommt. Nicht mit Unrecht hat man daher einmal die Hausfrau als *cn „F i n a n z m i n i st e r der Familie" bezeichnet Die Hausfrau kann aber ihre Aufgaben nur dann meistern, wenn sie mit offenen Augen die wirtschaftlichen Vorgänge und Zusammenhänge beobachtet und ihren Haushalt jeweils darauf einzustellen versteht. So kann und darf sie sich heute z. B. nicht den Forderungen verschließen, die die Veränderungen der Weltwirtschaft und damit auch unserer Devisenlage herbeigeführt haben. Die deutsche Industrie ist unablässig und mit Erfolg tätig, für Dinge, die uns fehlen, vollwertigen und oft sogar preiswerteren Ersatz zu schaffen. Daß die
ton und der Kampf gegen jegliche Verschwendung. Nicht nur der Anschaffungskosten m-gcn, sondern mehr noch aus volkswirtschaftlichen Gründen sollte jede Hausfrau bemüht fein, durch sorgfältige Pflege und Verwertung aller Bestände, im Haushalt das Ihre zu tun, damit nicht unnötig j Volksvermögen verloren geht Es werden z. B. noch immer durch unsachgemäße Behandlung der Wäsche iährlich Werte in Höhe rrn 300 bis 400 Millionen Mirk vernicht"t ^wo 2 T?'lionen Zentner Fett im Wert' von 10 Millionen Mark gehen jährlich mit d'm G'schir'-kvülwEfer verloren Noch manche Zohlen ließen fi'-h anführen, die zeigen, daß eine noch viel größere Bedachtsomkeit und Sparsamkeit angebracht ist. nicht aus kleinlichen Erwägungen heraus mit Rücksicht auf den eigenen Geldbeutel, sondern gerade aus den großen Gesichtspunkten unserer Volkswirtschaft
Zu einem solchen überlegten und planmäßigen Haushalten gehört es auch, daß die Hausfrau regelmäßig einen Sparpfennig z u - r ü ck l e g t. Irgendwie müssen gewisse Ausgaben doch gemacht werden. Diejenige Hausfrau, die rechtzeitig durch kleine Rücklagen für die Bedarfsfälle vorsorgt, schneidet beim Kauf ungleich besser ab. Ein anderes Gebiet, auf dem die Mitwirkung der Hausfrau im Wirtschaftsleben unerläßlich ist, ist der Kampf gegen das Borgunwesen Auch hier ist das beste Gegenmittel die rechtzeitige Bereitstellung von Ersparnissen. Es kommt dabei nicht auf die Höhe der Beträge an, sondern darauf, daß man sich regelmäßig im Rahmen einer überlegten Haushaltsführung einrichtet.
Jetzt begeht das deutsche Volk wiederum den Nationalen Spartag, der ein Weckruf an alle Volksgenossen fein will, durch sparsames Verhalten zur Festigung der eigenen Existenz, aber auch
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düngen zu treffen. Sie als feine Berater haben nach bestem Gewissen und Können zu urteilen. Sie sind mit ihm auf Gedeih und Verderb verbunden. Sie müssen Ihre Meinung als freie Männer frei und offen sagen, und der Bürgermeister hat die Verpflichtung, Ihre Ansicht bei feiner Beschlußfassung mit zu berücksichtigen. Aber die Beschlüsse trifft er selbständig. Mögen vielleicht auch hier und da einmal Meinungsverschiedenheiten vorhanden sein, so müssen sie doch für die Entscheidung des Bürgermeisters Verständnis bei der Bevölkerung wecken. Sie sind erst dann echte Parteigenossen und Nationalsozialisten, wenn Sie nach den Beratungen aus der Gemeindestube hinausgehen und den Entschluß des Bürgermeisters zu Ihrem eigenen machen und dafür sorgen, daß dieser Entschluß des
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Seltersweg 67 loUU Telephon 3170
r Bürgermeister allein aber soll alle Ent- ssse fassen. Als Ehrenbeamte der Gemeinde
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/ ?r, sondern nur die verantwortungsbewußte, der deutsch 'n Revolution. Heute fetzen wir für un- : irjaEterftarfe Persönlichkeit kann Tröoer der neuen seren Kreis den Schlußstein. Deshalb haben wir ' ie? fein. Jnfolaedelfen ist für den Gemeinde- diese Feierstunde veranstaltet, in der wir ihnen fr als selbständig beschließende zum Bewußtsein rühren wollen, daß jetzt tatsächlich Körperschaft im nationalsozialistischen Staat
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ihrgänge
enundAas- thestraße 32
562QAJ
die zwei aushalt'* lers
na'i oben. In den G"weinden liegen die starken Rr fte zum fruchtbaren Wirken für die Volksgesamt- 6er und damit auch für die Gemeinde. Nur wenn । dir einzelnen Glieder gesund sind, kann auch der
ga ze Körper gesund fein. '
I So sieht der nationalsozialistilche Staat mit i^echt in den Gemeinden die starken Zellen, auf | tenen sich allein ein gesunder Staat aufbauen kann.
|i( Form der Selbstverwaltung ist im nativnalsozia-
11,8 Milliarden Mark Schuld n haben, dann kann man sich ein Urteil bilden üb*r den Zustand in .dem sich die Gemeind m in ihrer Gesamtheit be- ! sand n, als mir di-> Macht übernahmen. Das ist 'eine so gewaltige Belastung, die nur dann bewältigt werden kann, wenn man versucht,
die besten Menschen mit den besten Absichten an die Stellen zu bringen, wo sie durch ihr e'genverantwortliches Wirken erreichen, daß die Zellen des Deutschen Reiches, die Gemeinden, wieder gesund werden.
Sie sind als Gemeinderäte dazu ausersehen. Sie sind Parteigenossen und Nationalsozialisten, Sie sind deutsche Männer, die besten, die wir im Kreise Gießen haben. Sie wurden nicht, wie einst, von einer oder mehreren, sich bekämpfenden Gruppen gewählt. Sie wurden durch die P a r t e i und ihren Beauftragten berufen. D i e P a r t e i i st d e r e i n- zige politische Willensträger der Nation, und die Partei ist das Kraftzentrum, das dafür 'sorgt, daß die Grundsätze, die die Partei groß und stark gemacht haben und sie den Staat erobern ließen, immer wieder in Erscheinung treten. Sie sind der Ring, der um den Bürgermeister als 'dem Verantwortlichen gelegt ist. Sie sind keine beschlußfassende Körperschaft mehr, denn Beschlüsse werden nicht mehr gefaßt. Der Bürgermeister allein hat unter seiner vollen Verantwortung alle Entschei-
In einer eindrucksvollen Feier in der Aula bft j ^ndesunioersität fand am gestrigen Dienstagnach- i rittag die feierliche Ueberreichung der Bern- । fungsurkunden an d i e neu berufe- ' Mn Gemeinderäte der Orte des Kreises Gießen statt. Damit verbunden war die füerliche Vereidigung von vier neuen Bürger- ' neiftern. Die Aula trug an der Stirnseite hinter dem Ssebnerpult ein großes Fahnentuch mit dem Hoheits- . züchen der Bewegung, vor dem Rednerpult war in-
I ritten zahlreicher Blattpflanzen die Büste des Füh- r«5 aufgestellt, rings von der Empore grüßten die lohnen des Dritten Reiches. Der schlichte und doch si würdige Schmuck gab der Aula ein festliches Genüge. Der weite Raum war nahezu bis auf den figten Platz besetzt.
Die Feier wurde stimmungsvoll mit einer Kam- i^rmusikdarbietung von Mitgliedern des Stadt- Ümter-Orchesters eingeleitet. Danach sprach zunächst
Oberreaterungsrat
(Dr SchönHals
5 Vertreter des Kreisamts Gießen. Er sagte u. a.: 's unser Führer und Kanzler Adolf Hitler am -Januar 1933 die Macht übernahm, befand sich die -rroaltung in einem Zustande der latenten Krise, ^besondere auf dem kommunalpolitischen Gebiet zi gten sich die Auswirkungen des parlamentarisch- riIublikanischen Regimes in einem allgemeinen Ver- jöl, der überall in dem liberalistisch-demokratifchen Giaat zutage trat. Die Vielzahl der Parteien und Pirteichen brachte es mit sich, daß in den Gemeinde- jjirlamenten keine sachliche Arbeit mehr geleistet mrbe. Der durch die Politisierung der Verwaltung hebeigeführte allgemeine Niedergang zeigte die Un- fö,igkeit der Gemeindevertretungen zu wirklich nutz- bi ngender Tätigkeit.
Es war klar, daß bei der Bereinigung der Ver- m (hingen nach der Machtübernahme der Gedanke dr Selbstverwaltung zunächst ausgeschaltet werden Mßte. Es wurden zunächst Kommissare eingesetzt, di Gemeindeverwaltungen gleichgeschaltet und ver- airwortungsbewußte, vom nationalsozialistischen List erfüllte Volksgenossen zur Mitarbeit Heran- gi ogen Im Zuge des nationalsozialistischen Auf- iiiues verkündete der Führer zwei Jahre nach der Puchtüb er nähme die Deutsche Gemeindend n u n g als eines der wichtigsten Grundgesetze bi nationalsozialistischen Staates und der Neuord- riing des Reiches. Der Zweck und das hohe Ziel die- ’fp Gesetzes ist aus feiner Präambel ersichtlich, nach bi unter Berufung auf den Schöpfer der deutschen Mbstverwaltung Freiherrn vom Stein
in einem einheitlichen, vom nationalsozialistischen Willen durchdrungenen Volke die wahre Volksgemeinschaft geschaffen werden und Gemeinnutz vor Eigennutz gehen soll.
W gutem Grund ist in dieser Präambel auf den fln ßen preußischen Staatsmann Freiherrn Dptn Stein hingewiesen worden. In Preußen liien damals die Verhältnisse ähnlich wie bei der Dichtübernahme.
iWie die Reformen des Freiherrn vom Stein den fd'Der darniederliegenden preußischen Staat wieder aurichteten, so soll die Deutsche Gemeindeordnung bfiiifen fein', die beutfehe Selbstverwal- turg im Sinne und Geiste des Nationalsozialismus zu erneuern. Die große Deutung dieses G"fehes li-mt darin, daß hier zum einmal in den. deutschen Geschichte an Stelle des «splitterten Landesrechts ein einheitliches
f a-'schaffen wurde. Damit ist die Grundlage geieben für den weiteren Aufbau der Verwaltung
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Ärfi lr. 254 Zweites Blatt
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stehen Sie in einem gewissen Treueverhältnis zu dem Bürgermeister. Sie sind nicht mehr Vertreter einer bestimmten Gruppe, oder eines Berufsstandes. Sie sind Ehrenbeamte, für Sie gilt allein das übergeordnete Interesse der Allgemeinheit. Sie sollen wissen, daß Sie von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, durch die Person des Beauftragten der Partei, in Ihr Amt berufen find.
Ihr ganzes Handeln soll daraus gerichtet sein, daß das Programm der NSDAP, verwirklicht wird, durch Ihr Wirken soll örtlich der Nationalsozialismus in die Tat umgefeht werden. Nun ein Wort an die Herren Bürgerrnei- ft e r. Auch der Bürgermeister hat heute eine weit
k in Raum mehr vorhanden.
irne sind heute hier zusammmnekammm um als leim einberäte berufen zu m^rbrn. S'" müssen Ihöbarüber klar sein, baß bas 9rmf einG m ''nde- rtte ein anberes ist, als bas 9fmf "in's G m inbe- rfhsnitgliebes. Deshalb möchte ich Ihnen in bie- M Stnnbe faaen:
Ös nibt keinen Gemeinderat als Körperschaft mehr, sondern nur noch G"meinder^te als Ein- zMversonen. Es gibt auch keine grn und keine Beschlußfostunaen M"hr. ^ie smd als Ehrenbe^wte baut h^r’^en, d-n Bür- g rmeifter in den Anaeleae^^eiten der Ge- kwllegium bilden. Nur bei der Persön- I <■*’$ e i t lieat die leben^ "e Eijs'rnnu, „hie ihm Volke lebt, mit dem Volke fühlt und für !>-!S Volk kämptt." Sie sollen eigenverant- it-A r f H A e (E«ntef,''’r"fer h»s irristers sein. Sie sollen frei und unbeein- flnhf urteilen nach bestem Wi^en und (Seit [<en. Oberster Grundsatz Ihres handelns iruh fein die Wahrung des Wohls der Ge- irmnde. Sie sollen mit dem Bürgermeister zu- ornmen zum Wohle der Gemeinde wirken, tter nicht Gegenspieler der Verwaltung sein. Sie müllen Verständnis für die Maßnahmen kr Verwaltung bei der Bevölkerung schaffen. S-e sollen Mittler sein zwischen der Bevölkerung und der Verwaltung.


